.: Karlsbande Ultras :.
Sa, 28.09.2019 Alemannia Aachen - Lippstadt 28.09.2019

Zuschauer: 4800 (ca. 75 Gäste)
10. Spieltag Alemannia Aachen - Lippstadt 3:1

Die Alemannia holte, nach einem durchwachsenen Saisonstart, in den letzten 3 Spielen ganze 7 Punkte. Das und die Tatsache, dass letzte Woche 6.000 Zuschauer das Spiel gegen Oberhausen sahen, machte Hoffnung auf einen steigenden Zuschauerschnitt hier in Aachen. Falsch gedacht. Ähnlich überraschend waren auch die Zahlen auf der Gegenseite, denn während nach offiziellen Angaben 75 Gäste den Kick auf dem Rasen im Gästeblock verfolgt haben sollen, waren es dem geschulten Auge zufolge eher 40-50 Leute. Das könnte dazu beigetragen haben, dass sich ein größerer Teil des Aachener Anhangs zu einer falschen Reaktion, Anfang der zweiten Halbzeit, hat hinreißen lassen. Dazu aber später mehr.
Wie gesagt spielt die Alemannia die letzten Wochen wieder einen besseren Fußball als am Anfang der Saison. Dementsprechend gut gelaunt startete man in den Spieltag, an welchem man einen möglichen Abstiegskandidaten zu Gast hatte.
Das Spiel wurde von einer Choreo der Yellow Connection eingeläutet. Dazu wurde der Stimmungsblock in das Alemannia-Logo gehüllt und mit dem Motto "Schwarz & Gelb sind unsere Farben" ein passender Rahmen dafür geschafft. Vorne am Zaun wurde der Schriftzug "Alemannia" langsam hochgezogen, was der im Großen und Ganzen schlichten Choreo dann doch den besonderen Touch verlieh. Der Ablauf klappte reibungslos, das Bild konnte sich sehen lassen.
Zum Spiel an sich ist nicht viel zu erzählen. Die Alemannen starteten furios in das Spiel und netzten in Minute 4 und 5 gleich zwei Mal ein. Beide Treffer wurden wegen einer angeblichen Abseitsstellung aberkannt. Als in Minute 14 dann doch das verdiente 1:0 fiel, nahm das Spiel seinen Lauf. Vor der Halbzeit konnten unsere Jungs noch auf 2:0 erhöhen. Auch in der zweiten Hälfte war Aachen überlegen und trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers gewann man gegen Lippstadt mit 3:1. Hätte zwar höher ausgehen können, alles in allem aber ein Pflichtsieg der dann doch relativ souverän über die Bühne ging.
Souverän war die Leistung auf der Tribüne zwar nicht, aber es gab auch schon deutlich schlechtere Auftritte in dieser Saison. Man startete nach der kleinen Choreo der YC mit viel Bock und der nötigen Lautstärke im Stimmungsblock in die Partie. Die Mannschaft auf dem Rasen tat das Übrige dazu und so konnte man auch die Tribüne teilweise in die Gesänge mit einbinden. Trotz der Führung flachte die Stimmung Mitte der Halbzeit wieder etwas ab, was mit dem 2:0 im Rücken dann wieder wett gemacht wurde. Eine neue Stärke der Tribüne ist die Stimmung nach den Toren. Nachdem der Torschütze und das altbekannte "Danke Danke" - "Bitte Bitte" im Stadion erschallt, steigt meistens die ganze Süd mit in das Lied ein. In anderen Stadien vielleicht Gang und Gäbe, bei uns klappt das besonders seit dieser Saison ziemlich gut.
Dann kam die Halbzeit und vorallem der Beginn der zweiten Halbzeit. Während man sich schon wunderte, wie leer der Gästeblock in der Halbzeit wurde, packten die Lippstädter zu Beginn der zweiten Halbzeit die Fahnen ein. Spätestens da hätte man sich wohl denken können, dass etwas nicht stimmt. Das pöbelfreudige Aachener Publikum hat sich darüber indes leider keine Gedanken gemacht. Hintergrund der Aktion war ein völlig unangebrachter Polizeieinsatz Anfang der Halbzeitpause, wobei ein Lippstädter, der an diesem Tag sein Stadionverbot abgesessen hatte und das erste Spiel wieder im Block stehen durfte, aus fadenscheinigen Gründen zur Stadionwache geführt wurde und dort weit über die Halbzeit hinaus ausharren musste. Zurück zum Geschehen: Die Lippstädter hingen also ihre Fahnen ab und machten ihre Meinung gegenüber der Cops klar. Um jetzt den Bogen zum Beginn des Berichtes zu spannen muss man sagen, dass es aufgrund der fehlenden Lautstärke leider nicht als "Liebesbekundung" gegenüber der Bullen zu identifizieren war und so dachte der Großteil der Aachener Süd, dass es sich um Pöbeleien uns gegenüber handeln müsse. Was auf der Gegenseite passierte, machte dann erst einige Minuten später die Runde im Block. Da war das Ding nur leider schon gelaufen, was zu diesem Zeitpunkt sicher auf Unverständnis auf der Gegenseite geführt haben dürfte. Im eigenen Spielbericht des Block LP's wird sich dann heraus genommen die Mentalität der Aachener Szene in Frage zu stellen. Die Frage die wir uns stellen ist indes, mit welchem Recht sich solch eine Truppe anmaßt über unsere Szene zu urteilen. Da wir uns das nicht anmaßen wollen, werden wir dies einfach mal so stehen lassen. Vielleicht ergibt sich ja irgendwann die Gelegenheit einer passenden Antwort. Natürlich wäre die Reaktion anders ausgefallen, wenn man das akustische Signal in Richtung der Cops richtig hätte verstehen können. Hätte man auf der Gegenseite vielleicht auch einfach mal den Kopf anschalten und daraus schließen können, dass man mit hochgeschätzt 40 Kehlen bei der allgemeinen Fußballatmosphäre in Aachen nicht unbedingt korrekt vernommen werden kann.
Die zweite Hälfte gab es aus dem Gästeblock also verständlicherweise keine Bemühungen mehr, die eigene Mannschaft anzufeuern. Auf Aachener Seite wurde dafür ziemlich konstant und mit passendem Liedgut das Team nach vorne gepeitscht und so konnte man gemeinsam die 3 Punkte in der Kaiserstadt halten. Nach dem Spiel holte sich unsere Mannschaft noch den wohlverdienten Applaus für diesen Pflichtsieg ab.
Jetzt sind wir seit 4 Spielen ungeschlagen und die nächsten Gegner lassen uns positiv auf die nächsten Spieltage blicken. Auch aus dem Grund, dass die nächsten beiden Spieltage noch nicht auf Wochentage fallen. Danach gibt es wieder Freitags-, Mittwochs- und Montagsspiele. Außerdem feiern unsere Freunde aus Kerkrade die nächsten Wochen ausgiebig ihr 10-jähriges Bestehen, sodass sicher einige Highlights anstehen werden.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 21.09.2019 Alemannia Aachen - Oberhausen 21.09.2019

Zuschauer: 6100 (ca. 400 Gäste)
9. Spieltag Alemannia Aachen - Rot Weiß Oberbausen 1:1

Am neunten Spieltag war es endlich wieder so weit. Ein Spiel gegen eine Mannschaft, die auch mal eine dreistellige Anzahl von Gästefans mitbringt. Es hätte ein verdammt guter Tag werden können.
Früh morgens traf man sich am Treffpunkt um sich schon einmal auf das Spiel einzustimmen. Neben dem alltäglichen Geplänkel, freute man sich auf das Spiel, da unsere Mannschaft die letzten beiden Spiele für sich entscheiden konnte. Scheinbar ist da was nach dem Spiel gegen Köln II bei den Jungs angekommen. Als wir uns auf den Weg zum Stadion machen wollten, wurde uns mitgeteilt, dass Oberhausen mit 30 Leuten in unserer Stadt verweilt. Da die Oberhausener jedoch schon in Polizeibegleitung auf dem Weg zum Stadion waren, blieb uns nichts anderes übrig als ebenfalls den Weg zum Stadion zu beschreiten. Nachdem wir die letzten Jahre immer wieder den Max gemacht haben, wurde uns in diesem Moment eine bittere Niederlage zugefügt, indem der Feind über Stunden unbemerkt (im übrigen auch von den Bullen unbemerkt) in unserer Stadt verweilte. Ein Vormittag aus dem es zu lernen gilt.
Am Stadion angekommen wurden wir von einem, wieder mal, großen Aufgebot von Cops in Empfang genommen. Nachdem wir in Wattenscheid noch einen Hund an unsere Fahnen lassen mussten um ins Stadion zu kommen, bleiben wir von dem Scheiß zuhause bis dato noch verschont.
Im Block angekommen, herrschte eine gähnende Leere auf den Rängen. Klar, der Zuschauerschnitt dezimiert sich von Jahr zu Jahr. Aber immerhin hat die Alemannia die letzten zwei Spiele für sich entscheiden können und mit Oberhausen wartete ein vergleichsweise interessanter Gegner auf dem Rasen. Kurz vor Spielbeginn füllten sich die Ränge dann doch noch ein wenig und kurz nach Anpfiff waren dann wahrscheinlich auch alle Zuschauer zugegen, was dann im Vergleich zu den letzten Heimspielen doch eine Steigerung der Zuschauerzahlen herbeiführte.
Zum Intro ließen wir hinter einer Zaunfahne und zwischen schwarz-gelben Fahnen, das Vereinswappen in Form einer kleinen Blockfahne hochgehen. Auch hier hätten Optimierungen der Aktion das Bild sicherlich verbessern können.
Den Start ins Spiel bekam man auf unserer Seite noch gut hin. Ab der Mitte der ersten Halbzeit aber flachte die Stimmung auf Aachener Seite immer mehr ab. Da muss sich jeder von uns an die eigene Nase fassen und sich überlegen, ob er wirklich zu jedem Zeitpunkt alles gegeben hat. Zusätzlich kann man hier auch auf die teilweise unüberlegte und unpassende Liedauswahl sowie die lange Dauer der Gesänge hinweisen. Man verlor die Tribüne durch überwiegend melodisches Liedgut, anstatt das Team wie in den ersten Minuten lautstark und gemeinsam mit der ganzen Tribüne nach vorne zu peitschen. Auf Oberhausener Seite konnte man hingegen dauerhaft Bewegung und Fahneneinsatz erkennen. Die zweite Halbzeit wurde leider nicht wirklich besser als die erste. Lediglich zum Ende hin, als sich die Alemannen auf dem Feld einige gute Chancen herausspielen konnten, wurde es mal wieder richtig laut und man schaffte es auch die restliche Tribüne, mit altbekanntem Liedgut, mit einzubeziehen. Das Tor in der 85. Minute brachte das Stadion zum beben und die Süd zeigte wenige Minuten welches Potential in ihr steckt.
Zum Spiel muss man nicht wirklich viel sagen. Ein Chancenplus wieder mal nicht genutzt und die späte Führung nicht über die Zeit gebracht. Was passiert wäre, wenn der Schiedsrichter die Regel kenne würde, dass man einen Konter, bei dem drei Aachener auf einen Oberhausener zulaufen, nicht abpfeift, weiß leider keiner. Aber wahrscheinlich wären die drei Punkte in Aachen geblieben.
Nach dem Spiel hatten die Bullen scheinbar keinen Bock auf Feierabend. Stattdessen gab es mehrere Gruppen, die von den Cops an verschiedensten Standorten gekesselt wurden. Darunter auch eine kleinere Abordnung unserer Leute in Gästeblocknähe sowie der andere größere Haufen am Treffpunkt. Auch die anderen Gruppen hatten ähnliche Probleme und so kam man an jenem Nachmittag, mit nur einer vorübergehenden Festnahme, doch noch glimpflich davon.
Jetzt heißt es für alle, Mannschaft und Fans, nach vorne schauen und am Samstag gegen Lippstadt Vollgas geben und die drei Punkte wieder in der Kaiserstadt behalten! Alle zusammen - Alle für Aachen!
Karlsbande Ultras

 
Mo, 16.09.2019 Wattenscheid - Alemannia Aachen 16.09.2019

Zuschauer: 900 (ca. 350 aus Aachen)
8. Spieltag Wattenscheid - Alemannia Aachen 1:2

Am 8. Spieltag der Saison ernannte der allseits unbeliebte Titten-Sender Sport 1 das Spiel unserer Alemannia bei der Sportgemeinschaft Wattenscheid zum Topspiel der Liga. Dementsprechend durfte sich der vollbesetzte Bus am Montag durch den Feierabend-Verkehr in den Bochumer Vorort kämpfen. Auf dem Hinweg wurde mit unserem Vorsänger noch auf die Vaterschaft angestoßen und es gab eine kleine Überraschung für ihn. Glückwunsch auch hier nochmal. Jedes Jahr ein Kind, bis wir Deutscher Meister sind. Als man dennoch sehr zeitig das Lohrheide-Stadion erreichte und noch einige Autofahrer unserer Gruppe dazustießen, staunte man nicht schlecht. Aufgrund der Vorfälle beim letzten Gastspiel in Wattenscheid, als ein durch den Zaun gegebenes Spruchband einen rabiaten Einsatz der Bullen nach sich zog, in dessen Folge man geschlossen die Heimreise antrat, wurde das Spiel von der Staatsmacht offenbar zum Hochsicherheitsspiel erklärt. Bei letztlich 887 zahlenden Zuschauern natürlich durchaus verständlich. Am Eingang erwartete uns zunächst ein Labyrinth aus Hamburger Gittern. Am Eingang selber schaltete sich dann die Staatsmacht ein und erklärte, dass die Material-Taschen abseits des Eingangs hinter den zahlreichen Bullen-Bullis von Spürhunden abgeschnüffelt werden sollen. Durch endlose Diskussionen machte man den Sheriffs klar, dass man den Hunden den leckeren Geruch der Fahnen nicht verweigert, das ganze aber neben dem Eingang und bewacht von der Gruppe stattzufinden hat. Als diese lächerliche Aktion dann endlich beendet war und natürlich keine Unmengen an Sprengstoff gefunden wurden, begab man sich zum Eingang. YC entschied sich dagegen, das Material abschnüffeln zu lassen und blieb zunächst vor den Toren um später die frühzeitige Heimreise anzutreten.
Im Stadion wurde man anschließend noch durch dumme Sprüche der ach so deeskalierend wirkenden Staatsdiener provoziert. Ohne ein besonnenes Auftreten unserseits wäre die Situation schnell wieder eskaliert, womit die Bullen wahrscheinlich ihr Tagesziel erreicht hätten und den unnötigen Einsatz hätten Rechtfertigen können. ACAB! Wir lassen uns dadurch nicht unterkriegen, ob Gruppenverbot, Fahnenverbot oder schnüffelnde Hunde. Wir werden dennoch wenn es irgendwie möglich ist immer und bei jedem Spiel unseren Verein unterstützen und unseren Weg gehen und lassen uns von den Schikanen niemals aufhalten.
Im Stadion positionierte man sich im Gegensatz zu den letzten Spielen eher mittig auf dem Sitzplatz, statt am Rand der Tribüne. Nach dem doch recht unerwarteten Sieg gegen den Tabellenführer aus Rödinghausen in der Vorwoche, startete unsere Elf stark in diese Partie. Bereits nach vier Minuten ging man durch Boesen in Führung, um nur sechs Minuten später durch Batarilo bereits auf 0:2 zu erhöhen. Da unser Klömpchensclub aber bekannt dafür ist, solch eine Führung auch gerne mal wieder abzugeben, wurde nach dem Anschlusstreffer der Heimelf nach 38 Minuten wieder um den Sieg gebangt. Zwar spielte unsere Elf immer noch munter mit, konnte die Chancen aber nicht in eine Vorentscheidung ummünzen. Die SG hatte auch noch die ein oder andere Chance zum Ausgleich, weshalb man im Gästeblock 350 Steine der Erleichterung fallen hören konnte, als der Schlusspfiff ertönte und nicht nur der erste Auswärtssieg der Saison, sondern auch der erste Sieg nach acht aufeinander folgenden Niederlagen gegen Wattenscheid besiegelt wurde.
Mit der Stimmung im Gästeblock kann man in Anbetracht der Umstände (Montagsspiel, Live-Spiel im TV und dem Fehlen von YC) dennoch mehr als zufrieden sein. Durchgängig konnte man eine ordentliche Lautstärke erreichen und die Gesänge durch das spärlich gefüllte Rund schallen lassen. Heute stiegen sogar öfters alle angereisten Öcher in die Gesänge ein, was in letzter Zeit leider fast garnicht mehr der Fall war und die Ultraszene auf sich alleine gestellt war. Darauf muss man aufbauen wobei dies nicht an uns liegt oder scheitert. Das Liedgut wusste heute sehr zu überzeugen. Auf der Heimseite ist das zuvor schon triste Bild nach dem Rückzug der Szene WAT noch trister geworden. Lediglich 20 Jungs versuchten hinter ihrer „Partigiani“-Zaunfahne ein wenig Stimmung zu erzeugen, wovon im Gästeblock aber nicht viel ankam. Einen gemeinsamen lauten Wechselgesang gegen Sport 1 gab es natürlich dennoch.
Nach dem Spiel ging es dann zügig zurück in die schöne Kaiserstadt, wo einige sich noch das ein oder andere Getränk schmecken ließen, während der Großteil der arbeitenden Bevölkerung nach wenigen Stunden Schlaf wieder aus selbigem gerissen wurden, um sich auf den Weg zur Arbeit zu machen.
Am kommenden Samstag steht dann das Duell mit dem Fünftplatzierten aus Oberhausen auf der Agenda, mit denen man bei einem Sieg gleich ziehen könnte und Wiedergutmachung für den schlechten Saison-Start betreiben könnte.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 07.09.2019 Alemannia Aachen - Rödinghausen 07.09.2019

Zuschauer: 4900 (ca. 20 Gäste)
7. Spieltag Alemannia Aachen - Rödinghausen 3:2

Eine Woche nach der schlechten Leistung bei der Zweitvertretung vom 1.FC Köln, stand nun das nächste Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Rödinghausen an. Die Gäste waren in dieser Saison noch ungeschlagen. Trotz der gegensätzlichen Saisonstarts der beiden Teams, machte sich ein guter Ultrahaufen auf in Richtung Stadion, um top motiviert alles für die Schwarz-Gelben zu geben.
Aachen startete gut in die Partie und vom Tabellenführer war erst einmal nicht so viel zu sehen. In der 13. Minute tankte sich dann allerdings ein Spieler der Gäste in den Strafraum der Alemannia und traf zum 0:1. Das Spiel plätscherte so vor sich hin, ehe die Alemannen in Person von Vincent Boesen kurz vor der Pause den Ausgleich erzielen konnten.
Die Stimmung in der ersten Halbzeit war eher Mittelmaß. Es gab kaum laute Momente und die Mitmachquote beschränkte sich leider erst einmal nur auf den Stimmungsblock der Süd. Auch in der zweiten Hälfte änderte sich daran zunächst nichts.
Im weiteren Verlauf konnten die Alemannen nach erneutem Rückstand wieder ausgleichen, was auch dem Ein oder Anderen Alemannen im Stadion klar zu machen schien, dass hier noch was holen war. Es wurde lauter und man konnte teilweise die gesamte Tribüne mitziehen. Trotz des engen Spiels, dem ausgeglichenen Spielstand und dem kämpferischen Auftreten unserer Mannschaft gegen den Tabellenführer, flachte die Stimmung unverständlicherweise wieder ab.
Diese Lethargie, die sich nach diesem Saisonstart jetzt schon droht breit zu machen, gilt es definitiv in den nächsten Spielen zu bekämpfen und den Arsch hoch zu bekommen, um Stadt und Verein auf den Rängen würdig zu vertreten. Der krasse Kontrast dazu bot dann die letzte Szene des Spiels, in der Steven Rakk mit dem 3:2 Siegtreffer in der 94. Minute die Tribüne zum Beben brachte. Mit diesem Schlusspunkt blicken wir motiviert auf die nächsten Wochen, denn auch wenn das sicherlich keine spielerische Glanzleistung war, stimmt zumindest die Einstellung auf dem Rasen, wenn man mal die erste Halbzeit der letzten Woche außer Acht lässt.
Nach dem Spiel wurde die Mannschaft für diesen Sieg belohnt und besungen, ihr wurde allerdings auch nochmal klar gemacht, dass es mit dieser Einstellung so jetzt auch weiter gehen muss und irgendwann natürlich auch die Ergebnisse zählen, neben dem Kampf und der Leidenschaft, die es auf den Platz zu bringen gilt.
Der Sieg wurde im Laufe des Abends noch ein wenig gefeiert und man verbrachte noch ein paar nette Stunden zusammen.
Übernächste Woche Montag führt uns der Weg zur SG Wattenscheid. Hoffentlich kann man dort auf Rängen und Rasen noch eine Schippe drauflegen und nach 8 Niederlagen in Folge gegen die SGW dort wieder den ersten Sieg seit 2014 einfahren.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 31.08.2019 Köln II - Alemannia Aachen 31.08.2019

Zuschauer: 800 (ca. 550 Gäste)
6. Spieltag Köln II - Alemannia Aachen 4:2

Nachdem wir in dieser Saison unser bisher einziges Auswärtsspiel am 1. Spieltag in Wuppertal bestritten und seitdem, abgesehen vom Pokalspiel gegen Leverkusen, nur Aufsteiger in der Kaiserstadt zu Gast hatten, ging es an diesem Samstag für die Schwarz-Gelbe Fangemeinde mal wieder auf Reisen. Zugstrecke und Zielort sind uns aus den letzten Jahren mittlerweile ja mehr als geläufig und so machte sich auch heute ein gut gelaunter Ultrahaufen, bestehend aus allen drei Gruppen, mit der Bahn auf in Richtung Köln. Heute jedoch nicht Höhenberg und auch nicht Franz-Kremer Stadion, heute ging es für uns in die Südstadt. Da am Geißbockheim ein internationales Jugendturnier stattfand, musste die U23 des FC ihr Heimspiel heute ins Stadion von Fortuna verlegen. Nicht so schön wegen der Laufbahn, aber bestimmt immer noch besser als der Saftladen in Höhenberg. Und sowieso, ist ja kein Wunschkonzert.

Nach einer entspannten Zugfahrt und einem kurzen Fußmarsch durch Ehrenfeld wurden wir das letzte Stück mit einem Shuttlebus bis zum Stadion kutschiert. Um das Beste aus dem beschissenen Gästeblock heraus holen zu können, entschied man schnell sich direkt am Rande der Tribüne breit zu machen. Die restliche, üppige Zeit bis zum Anpfiff wurde dann damit verbracht die eigenen Körper, und da reicht die Bandbreite von Astral bis hin zur Bierplauze, in der knallenden Sonne zu bräunen. Als der Schiedsrichter der kollektiven Sonnenanbeterei durch den Anpfiff dann endlich ein Ende bereitete, war der Ultrahaufen trotz, oder vielleicht wegen, der heißen Temperaturen jedoch sofort auf Betriebstemperatur und legte stark los. Anders sah das auf dem Spielfeld aus. Unkonzentriertes Agieren und katastrophale Fehlpässe in der Spieleröffnung wo man auch hinsah. Da gab's im Gästeblock teilweise mehr Bewegung bei Hüpf- und Klatscheinlagen als auf dem Spielfeld. Auch die Liedauswahl wusste durchaus zu gefallen und so war der Spieler der 1. Halbzeit, nach welcher es übrigens 2:0 für den Gastgeber stand, auf Gästeseite definitiv der 12.Mann.
Nach dem Seitenwechsel bot sich auf dem Rasen zunächst ein ähnliches Bild wie in Halbzeit Eins. Keine der beiden Mannschaften machte eine wirklich gute Figur, jedoch waren die FC Bubis clever genug ihre wenigen Chancen zu nutzen und so stand es nach einer guten Stunde gar 3:0. Dessen ungeachtet drehte der Ultrahaufen jetzt erst richtig frei und feierte sich, den Verein und bestimmt auch ein bisschen das gute Wetter in feinster Manier astrein ab - schließlich wollte man sich die Auszeichnung des besten Aachener Akteur an diesem Samstag nicht mehr nehmen lassen. Das wurde nämlich kurz vor Schluss tatsächlich nochmal in Frage gestellt als die Alemannia wie aus dem Nichts plötzlich das 3:2 erzielte. Jedoch hatte die Mannschaft wohl doch eingesehen, dass man die starke Leistung im Gästeblock nicht mehr überbieten kann und so ließ man die Kölner dann im Gegenzug den Schlusspunkt zum 4:2 setzen.
Wie schon erwähnt, an der Unterstützung aus dem Ultrahaufen kanns nicht gelegen haben. Der restliche Anhang jedoch lässt sich, trotz Anstrengungen der Ultras, nicht dazu bewegen die eigene Mannschaft anzufeuern und beschränkt sich lediglich aufs Fussball schauen. Was bleibt ist die Enttäuschung über die gebotene Leistung und zugleich die Hoffnung auf baldige Besserung. Sonst wird die Saison sogar noch früher als sonst langweilig. Und das am besten schon am nächsten Samstag, wenn der Tabellenführer aus Rödinghausen zu Gast in Aachen ist.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 24.08.2019 Alemannia Aachen - VfB Homberg 24.08.2019

Zuschauer: 5400 (ca. 40 Gäste)
5. Spieltag Alemannia Aachen - VfB Homberg 1:1

Am 5. Spieltag der neuen Saison gastierte der Aufsteiger VFB Homberg in unserer wunderschönen Kaiserstadt. Wir trafen uns wie gewohnt früh, um den Spieltag bei feinstem Fußballwetter mit kühlen Getränken und Frischem vom Grill einzuläuten. Die Zeit verging bei netten Plaudereien und letzten Vorbereitungen für das heutige Intro. Am Stadion angekommen, bemerkten wir erneut eine auffallend hohe Polizeipräsenz. Auch an den Stadioneingängen standen einige Polizisten, was unserer Meinung nach absolut übertrieben ist und nicht sein darf. Als man dann im Block eintraf, konzentrierte man sich auf die üblichen Dinge, wie das Beflaggen des Blocks, Bestücken der Fahnen und dem üblichen Treiben im Stadion. Entgegen der Erwartung fanden nach zwei super Leistungen in den letzten beiden spielen und 6300 Zuschauer am vergangen Dienstag, nur noch 5400 Fans den Weg zum Tivoli. Wie bereits erwähnt, hatten wir uns für den Spieltag eine nette Idee für das Intro einfallen lassen, welches aus einigen Doppelhaltern, Fahnen und weißen Konfettischnipseln bestand. Sah im Gesamtpaket sehr gut aus und war eine nette und willkommene Abwechslung. Genau wie in den vergangen zwei Spielen startete unsere Schwarz-Gelbe Einheit druckvoll in die Partie und hatte bereits nach 40 Sekunden die erste schön herausgespielte Großchance, doch hatte der Querbalken etwas gegen die frühe Aachener Führung. Die Jungs auf dem Rasen hatten bei strahlendem Sonnenschein Bock auf Fußball und zeigten dies auch in den darauffolgenden Minuten. Man erspielte sich Chance um Chance bis in der 15. Minute endlich das hochverdiente Tor für unsere Alemannia fiel. Aachen war die klar bessere Mannschaft in dieser Phase, sie drückten den Gegner in ihre eigene Hälfte und erspielten sich Chance um Chance. So hätte es, wie bereits am Dienstag, zur Halbzeit deutlich höher stehen müssen. Der Stimmungsblock startete, ähnlich wie die Mannschaft, gut in die Partei. Als das 1:0 fiel konnte man nochmal eine richtig gute Lautstärke erreichen. Kurz vor Ende der Halbzeit flachte aber die Stimmung wieder ab und es ging merklich leiser in die Halbzeitpause. Die Mannschaft versuchte nach der Verschnaufpause da weiter zu machen wo sie aufgehört hatte, wirkte aber nun was unsicherer. Immer öfter kam es zu Fehlpässen und es gab immer mal Raum für den Gegner, der zuvor höchstens zweimal auf den Aachener Kasten schoss. In der 55 Minute geschah das, was wir aus einigen Spielen in der Vergangenheit nur zu gut kennen. Aus dem nichts dem Gegner zu viel Platz gelassen und schon stand es 1:1. Das Spiel wurde hitziger und aggressiver. Es wurde um jeden Ball gekämpft, jeder Zweikampf wurde mitgenommen. Auch zu diesem Zeitpunkt spielte sich die Alemannia einige Großchancen heraus, schaffte es aber nicht, sich zu belohnen. Umso enttäuschender ist es, dass man nach einem Spiel mit einem Chancenverhältnis von 15:3 nur einen Punkt mitnahm und sich selbst nicht für eine tolle Leistung belohnen konnte. Zu erwähnen bleibt auch noch das Schiedsrichter Gespann, was in der zweiten Hälfte sichtlich überfordert war und sich das Regelwerkt bezüglich der Rückpassregel und einiger Foulbewertungen nochmal anschauen sollte. In der Zweiten Hälfte war der Stimmungsblock ein Auf und Ab. Es gab immer mal wieder einige laute Momente. Aber gerade bei einem Unentschieden muss mehr rausgeholt werden und es muss öfter lauter werden. Die Bewegung, sowie die Liedauswahl im Block stimmten, aber das ganze Spiel über. Nach dem Spiel ließ man den Abend noch feucht fröhlich und bei nettem Beisammen sein in Ruhe ausklingen. Nächste Woche erwartet uns das Auswärtsspiel bei der Zweitvertretung vom 1.FC Köln. Wir hoffen, dass durch die geringe Entfernung, einige Öcher sich auf dem Weg machen, um unsere Alemannia zu unterstützen. Der Fokus sollte klar sein. Alles für Aachen! Alle nach Köln!
Karlsbande Ultras

 
Di, 20.08.2019 Alemannia Aachen - TUS Haltern 20.08.2019

Zuschauer: 6300 (ca. 100 Gäste)
3. Spieltag Alemannia Aachen - TUS Haltern 3:0

Durch das DFB-Pokalspiel wurde unser Heimspiel gegen TuS Haltern auf diesen Dienstag gelegt. Dieses Spiel musste unbedingt gewonnen werden. Nach der kämpferisch starken Leistung gegen Leverkusen, war man heute schon im Vorhinein von einem Sieg überzeugt. Dementsprechend motiviert ging es in Richtung Stadion. Dort angekommen gab es erneut einige Reibereien mit dem völlig planlosen Ordnungsdienst. Wie schon beim Heimspiel gegen Düsseldorf meinte man uns unbedingt in die Schranken weisen zu müssen, was auch eine dementsprechende Reaktion hervorrief. Man sollte beim kommenden Heimspiel mal versuchen wie ein ganz normaler Ordnungsdienst zu agieren, um das Fass nicht langsam zum Überlaufen zu bringen.
Endlich im Block angekommen herrschte gähnende Leere. Wo wir vor 10 Tagen unseren Bereich des Blockes noch mit Absperrband sperrten, schien es heute lange Zeit so als hätte man das Ligaheimspiel der Alemannia aus irgendwelchen Gründen nicht auf dem Schirm. Kurz vor knapp füllten sich die Ränge dann doch noch und so sahen im Endeffekt knapp 6.300 Leute das heutige Regionalligaspiel in Aachen.
Für die die gekommen sind dürfte es sich gelohnt haben. Die Alemannia zeigte schnellen und guten Fußball, spielte sich viele Chancen heraus und es haperte einzig und allein an der Chancenverwertung. Nach 35 gespielten Minuten hätte es gut und gerne schon 4:0 stehen können oder müssen. Stattdessen stand es zur Halbzeit nur 1:0 und es konnte von einem noch lange nicht entschiedenen Spiel ausgegangen werden. Diesmal jedoch kam es anders. Obwohl die Dominanz in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz so hoch war, gewann die Alemannia das Spiel verdient mit 3:0.
Auf den Rängen beteiligten wir uns mit dem Spruchband "DFL: Zeit für Veränderung - der Fußball gehört allen!" an der deutschlandweiten Protestaktion. Im Anschluss daran startete der Stimmungsblock etwas zaghaft in die Partie. Irgendwie konnte man sich nicht recht befreien. Nach der frühen Führung wurde es zwar phasenweise deutlich besser, dieser Zustand flachte aber Mitte der ersten Hälfte auch wieder ab. Oft hatte man den Torschrei auf den Lippen, musste ihn sich dann aber doch verkneifen. Die zweite Hälfte lief stimmungstechnisch etwas besser ab. Spätestens nach dem befreienden 2:0 in der 61. Minute konnte aus der Tribüne einiges rausgeholt werden. Somit gab nicht nur der Stimmungsblock Vollgas, sondern auch der Rest des Aachener Anhangs und man konnte am Ende des Tages doch auf einen ordentlichen Support zurückschauen. Auch nach dem Spiel wurde dem Team nochmal eingeheizt und der Mannschaft in Form von Gesängen für die aufopferungsvolle Performance auf dem Rasen gedankt.
Nach dem Spiel ließ man den Spieltag ganz gemütlich ausklingen und feierte den ersten Saisonsieg noch ein wenig. Am Samstag geht es gegen Homberg, den nächsten Aufsteiger, wo man mit einem Sieg die Weichen wieder in die richtige Richtung stellen kann.
Karlsbande Ultras

 
DFL: Zeit für Veränderung - Der Fußball gehört allen! 18.08.2019

Neue Saison, neuer Präsident – alte Probleme!

Wenn am 16.08. in München der Pfiff ertönt, beginnt auch für die letzten Vereine die neue Spielzeit 2019/2020. Die Vorfreude, die hunderttausende Fans in ganz Deutschland auf die wichtigste Nebensache der Welt haben, teilen auch wir. Diese Vorfreude wird jedoch wie jedes Jahr von denselben Problemen getrübt.

In der dritten Liga begann die Saison gleich mit einem Montagsspiel, einem Übel, welches aufgrund massiver Proteste in den oberen beiden Ligen zurückgedrängt werden konnte. Aber auch dort erinnert der „Spieltag“ eher an einen Kongressplan mit verschiedenen Veranstaltungen und ist nach wie vor Lichtjahre von unserem Ideal entfernt.

An den Gästeeingängen wird es trotz Pilotphase wieder zu sinnlosen Diskussionen mit Konfliktpotential kommen, die sich mit der Länge von Plastikstäben und dem Durchmesser von Stoff beschäftigen. Heimfans sehen sich teilweise, wie in München, gleich einem Komplettkörperscan gegenüber, der aufgrund immer funktionierender Terrorhysterie zu noch mehr Überwachung und dem „gläsernen Fan“ führt.

Aber besser, solche Diskussionen überhaupt führen zu können, als mit Stadionverbot – und darauf häufig folgendem Betretungsverbot – gar nicht ins Stadion oder in die Nähe zu können. Und dass nur, weil die Polizei einen Verdacht gegen einen hat.

Im Block angekommen ist man konfrontiert von Überwachungskameras, die haargenau aufzeichnen können, ob es nicht irgendein vermeintliches Fehlverhalten gibt, welches zwar null Einfluss auf das Spielgeschehen hat, aber dennoch mit horrenden Summen gegenüber den Vereinen geahndet werden kann. Diese dürfen ihre Rechnungen dann fröhlich weitergeben und so Privatinsolvenzen aufgrund einer fragwürdigen Paralleljustiz verursachen.

Und all diesen Problemen zum Trotz, wird mit vermutlich großem Brimborium am 20./21.08.2019 zunächst ein neues DFL-Präsidium gewählt, was zukunftsweisend für so wichtige Themen wie 50+1, den Videobeweis oder die Anstoßzeiten ist, ehe am 27.09.2019 der neue Präsident des DFB gewählt werden soll.

Wer auch immer diese Funktionen bekleiden wird – ihre Aufgaben sind aus unserer Sicht klar. Um auf die gegenwärtigen Probleme, mit denen Fußballfans in ganz Deutschland konfrontiert sind, erneut hinzuweisen und den neuen Verantwortlichen gleich ihre ersten Hausaufgaben mit auf den Weg zu geben, geben wir ihnen , teilweise erneut, hiermit unsere Positionspapiere an die Hand.

Es muss sich etwas ändern im deutschen Fußball, wenn dieser sich nicht noch weiter von der Basis entfernen will. Was zu ändern ist, ist aus unserer Sicht klar.

Die Gesichter mögen wechseln – die Probleme leider nicht!

 
Sa, 10.08.19 Alemannia Aachen - Bayer Leverkusen 10.08.2019

Zuschauer: 31000 (ca. 3800 Gäste)
DFB Pokal 1.Runde Alemannia Aachen - Bayer Leverkusen 1:4

Da war er also. Der große Tag, auf den man seit dem Sieg des Mittelrhein-Pokals hin gefiebert hatte. Die Tickets für das Spiel gingen weg wie die berühmten warmen Semmeln, sodass man früh davon ausgehen konnte, dass die Hütte seit langer Zeit nochmal voll werden würde. Etliche Stunden und tausende Euro steckte man zusammen mit YC in die Herstellung einer, dem Anlass angemessenen, Choreo. Es war also alles angerichtet für einen großes Fußballfest in Aachen. Das am Ende ein fader Beigeschmack bleiben würde, lag sicherlich nicht an der Niederlage auf dem Platz. Doch der Reihe nach. Am frühen Vormittag traf sich ein Teil der Gruppe zusammen mit einer Abordnung von YC um die letzten Handgriffe an der Choreo im Stadion durchzuführen. Der restliche Teil der Gruppe traf sich in der Innenstadt um sich auf den Tag einzustimmen. Als die fleißigen Choreohelfer dort dazu stießen ging es geschlossen zum großen Treffpunkt für alle Alemannia-Fans am Markt. Dieser füllte sich nach und nach doch recht ordentlich, so dass man sich mit über 1000 Leuten auf den Weg zum Stadion machen konnte. Nicht unerwähnt sollte hierbei die massive Begleitung der Staatsmacht bleiben. Nicht nur hunderte Uniformierte begleiteten den Marsch, sondern auch ein Helikopter. Diese Verschwendung von Steuergeldern begründet man natürlich mit dem Status des Hochrisiko-Spiels. Während des Marsches schallte das ein oder andere Lied in ordentlicher Lautstärke durch die Gassen unserer schönen Kaiserstadt. Zudem setze man erstmals bei einem Marsch auf Schwenkfahnen zur optischen Unterstützung, was zusätzlich ein schönes Bild abgab. Nachdem man zwischenzeitlich den Verkehr durch den ein oder anderen Schabernack genügend lahmgelegt hatte, erreichte der Tross zeitig die Krefelder Straße. Dort machte man an der Brücke vom alten Tivoli die Masse nochmal heiß, bevor es zum noch geschlossenen Eingang ging. Nachdem man das Stadion betrat, wurden erst einmal die letzten Bestandteile der Choreo rangeholt. Im Anschluss verteilte sich unsere Gruppe im ganzen Stadion um Spenden für die Choreo zu sammeln, die Blockfahnen auszulegen und alle anderen üblichen Aufgaben zu erledigen, was bei der Masse an umher laufenden Fans um einiges Anstrengender und Nervenaufreibender war, als bei einem normalen Heimspiel. Als alles erledigt war konnte es endlich losgehen. Zehn Minuten vor dem Anpfiff wurde über die komplette Länge der Tribüne das Spruchband „Sevilla bis Athen, Hab mit Dir die Welt gesehen – Lasst es nochmal geschehen!“ herunter gelassen. Kurze Zeit Später gingen tausende gelbe Papptafeln in die Höhe, was bis auf kleinere Lücken ein sehr gutes Bild erzeugte. Im Anschluss startete die mittlere Blockfahne mit dem passenden Spruch „Alemannia Aachen 15 Jahre Europapokal“ ihre Reise von oben nach unten. Dies klappte schon nicht besonders gut. Links davon ging dann ein Konterfei von Erik Meier bei seinem Torjubel in Athen herunter, was schon besser klappte. Auf der Rechten Seite startete sehr spät die letzte Blockfahne mit dem Konterfei von Keeper Straub, was ebenfalls nicht besonders gut klappte. Dann kam es aus unserer Sicht zum absoluten Supergau. Statt die Blockfahnen gerade herunter zu ziehen bis diese völlig zu sehen sind, wanderten die Fahnen kreuz und quer unkontrolliert durch die Blöcke. Zu keinem Zeitpunkt waren alle drei Blockfahnen vernünftig zu erkennen. Daran sieht man leider, wie viele Einmal-Fans auf der Tribüne standen die Null Ahnung und leider auch Null Interesse an solchen Aktionen haben und uns mit ihrer Dummheit und Ignoranz um ein vernünftiges Bild von der Wochenlangen Arbeit gebracht haben. Die Krone setzten vereinzelte Helden dem ganzen auf, indem Sie die anderen um sich herum ermutigten die Fahne weiter zu reichen, da man ja den Einlauf der Mannschaften nicht verpassen will. Unglaublich. Somit ging es nachdem sich alle Helfer in den Stimmungsblock gekämpft hatten bereits mit schlechter Laune in die Partie. Dennoch versuchte man von Beginn an mit einem Mix aus alten Liedern und den „neueren“ der Masse einzuheizen, was jedoch schleppend begann. Ganz anders starteten unsere Boys in Black auf dem Rasen in die Partie. Bereits früh muckte man gegen den Champions-League-Teilnehmer vom Rhein auf und erarbeitete sich die ersten beiden Gelegenheiten des Spiels. Bis zur 19. Minute hielt man immer noch gut mit, sorgte in Form eines Eigentors von Hackenberg jedoch selbst für den Rückstand. Zwar ließen die Gäste das ein oder andere mal ihre Klasse aufblitzen, dennoch blieb das Spiel auch bis zum 0:2 durch Volland kurz vor der Pause recht ausgeglichen. Kurz nach der Pause durfte sich zunächst Keeper Cymer mit einer Glanztat nach einem Schuss vom Aachener Havertz, in Diensten der Gäste, auszeichnen. Danach startete die stärkste Phase der Alemannen. Zunächst zwang Batarilo den Gästekeeper durch einen starken Freistoß zu einer Glanzparade. In der 57. Minute fuhren die Schwarz-Gelben einen Konter wie aus dem Lehrbuch, welchen Batarilo aus zehn Metern mit dem Anschlusstreffer erfolgreich beendete. Solch einen lauten Torjubel gab es in der Kaiserstadt schon lange nicht mehr zu hören. Nur eine Minute später wäre das Stadion um ein Haar explodiert, wäre der frei stehende Bors nicht am Leverkusener Schlussmann gescheitert. In der 70. Minute wurde der Sturmlauf, und damit die Hoffnung auf eine Sensation, vom kurz zuvor eingewechselten Bailey durch seinen Treffer zum 1:3 jäh beendet. Zwar gaben unsere Kicker nicht auf, Leverkusen spielte das ganze aber nun clever herunter und machte den sprichwörtlichen Deckel mit dem 1:4 in der 88. Minute auf eine gute und durchaus spannende Partie. Auch wenn das Ergebnis anderes vermuten lässt, haben sich unsere Jungs sehr gut verkauft und konnten sich trotzdem mit erhobenen Häuptern von den Fans feiern lassen. Das es solch ein schwieriges Spiel werden würde, hatte sich in Leverkusen sicherlich keiner gedacht. Die Stimmung bei solch einem furiosen Spiel zu beschreiben bzw. zu bewerten ist ebenfalls nicht ganz einfach. Nachdem die Anspannung vom Beginn verschwand wurde es bei den alten Gassenhauern ein ums andere mal brachial laut. Nach dem ersten Gegentreffer beschränke sich die Stimmung jedoch nur noch auf den unteren Teil in S3. Da fragt man sich doch glatt, was die Leute die nun ihren Mund nicht mehr aufbekommen von dem Spiel erwartet hatten. Nach dem Anschlusstreffer erreichte man natürlich den Siedepunkt. Als die restlichen Tribünen kurzzeitig in die Gesänge mit einstiegen wurde es Ohrenbetäubend. Dieses Level konnte man jedoch nicht sonderlich lange halten. Somit kann man die Stimmung als auf und ab bezeichnen. Mal sehen wie viele es von den heutigen 31.000 Zuschauern zum nächsten Heimspiel gegen den Aufsteiger Tus Haltern schaffen. Passend dazu zeigte YC nach Spielende noch ein Spruchband. „Alemannia ist nicht nur einmal im Jahr!“ war dort zu lesen. Desweiteren gab es von der Sportlichen Fraktion noch ein Spruchband für einen Inhaftierten Freund und ein anderer wurde nach sieben langen Jahren Stadionverbot wieder im Stadion begrüßt. Willkommen zurück Till. Die Gäste aus der Pillenstadt füllten den Gästesteher und den daneben liegenden Sitzplatz-Block mit 3800 Leuten. Der aktive Teil der Leverkusener entschied sich für den Sitzplatz-Bereich. Der dortige Standort neben dem Mundloch warf dennoch einige Fragen auf. Als Intro gab es in der kompletten Gästeecke rote Folienschals und einen Banner im Lonsdale-Style mit „Leverkusen Rheinland“ zu sehen. Passend dazu wurden etliche Motto-Shirts mit dem gleichen Spruch verkauft. Auch wenn es eine schlichte Aktion war, gab es dennoch ein ordentliches Bild ab. Stimmungsmäßig rissen die Rheinländer keine Bäume aus. Zwar konnte man sie das ein oder andere mal lautstark vernehmen und die Mitmachquote beim Einsatz der Arme ging auch in Ordnung, jedoch gab es viele Pausen. Bei einem 4:1 Sieg geht da auf jeden Fall mehr. Nach dem Spiel packte man seine sieben Sachen und machte sich auf den Weg in die Räumlichkeit. Auf dem Weg dorthin liefen einem noch ein paar Leverkusener über den Weg. Warum diese den direkt Weg auf uns zu und danach im Laufschritt weg wählten ist uns ein Rätsel. Trotzdem ließ man sich nicht sonderlich bitte und folgte Ihnen. Die heran eilenden Staatsdiener wollten auch noch ein Wörtchen mitreden und beendeten jegliche Kontakte sehr früh. Danach ließ man diesen denkwürdigen Tag bei einigen kühlen Getränken Revue passieren. Auch hier kann man kein eindeutiges Fazit ziehen. Marsch gut, Choreo von einigen wenigen versaut, Spiel trotz zu hoher Niederlage okay und die Stimmung ein stetes auf und ab. Dennoch wird dieser Tag im Gedächtnis bleiben. Bedanken müssen wir uns auch bei den ganzen Aachenern, die unsere Choreos und die damit verbundene Arbeit honorieren und die Spendendosen eifrig füllten. Ein Dank geht noch raus an unsere zahlreichen Freunde bei diesem Spiel. Den kurzen Weg über die Grenze beschritten eine große Anzahl unserer Kerkrader Freunde. Aus der Ex-Haupstadt Bonn kam ebenfalls Besuch, sowie von den E1 Ultras von Hammarby aus Stockholm. Bleibt zu hoffen das man nicht wieder sieben Jahre auf den nächsten Auftritt im DFB-Pokal warten muss.
Karlsbande Ultras

 
Di, 06.08.19 Letzte Informationen zum Pokalspiel 06.08.2019

Am 10. August ist es endlich soweit: das DFB-Pokalspiel gegen Leverkusen und damit das Highlight der letzten Jahre findet statt. Dazu werden wir uns um 11 Uhr am Aachener Marktplatz treffen, um gemeinsam zum Stadion zu gehen. Dazu möchten wir Euch im Folgenden noch ein paar Infos mitgeben. Passt bei der Anreise auf Eure Fankleidung auf und achtet darauf, unsere Kaiserstadt sauber zu halten, entsorgt Euren Müll und insbesondere Glasflaschen vernünftig. Wir werden keine Böller dulden, also lasst sie bitte zuhause. Jeglichen Stress mit der Staatsmacht können wir an dem Tag nicht gebrauchen, haltet Euch deshalb zurück und bewahrt einen klaren Kopf. Alles Weitere werdet ihr an Ort und Stelle von den Vorsängern erfahren, deshalb haltet bitte die Ohren offen. Wir alle sind heiß auf den Tag – auf 90 Minuten bedingungslosen Support und auf ein geiles Spiel. Die Jungs auf dem Rasen brauchen unsere Unterstützung, gebt deshalb alles und bringt das Stadion zum beben! Wir auf den Rängen können den entscheidenden Unterschied machen. Lasst uns der 12. Mann sein! Gemeinsam peitschen wir die Alemannia zum Sieg. Es gibt keine Ausreden, jeder muss an diesem Tag alles geben! Wir sehen uns am Markt! Szene Aachen

 
Sa, 03.08.19 Alemannia Aachen - Düsseldorf II 03.08.2019

Zuschauer: 5700 (ca. 30 Gäste)
2. Spieltag Alemannia Aachen - Düsseldorf II 1:1

Endlich wieder Heimspiel! Nach der Sommerpause und der ärgerlichen Niederlage in Wuppertal am ersten Spieltag, stand das erste Heimspiel gegen die Zweitvertretung aus der Landeshauptstadt an.
Wir trafen uns bereits in den frühen Morgenstunden um die nötigen Vorkehrungen für das gemeinsame Frühstück mit der Yellow Connection zu treffen. Nach dem ausgiebigen Frühstück und einigen kalten Getränken ging es dann auch schon auf in Richtung Stadion. Am Stadioneinang dann das selbe Spiel wie an jedem ersten Heimspiel. Viele Bullen und vollkommen überforderte Ordner, die scheinbar alle das erste Mal da waren, versuchten irgendwelche Regeln durchzusetzen, die es so noch nie gab. Nach kurzen Diskussionen sahen aber auch diese Ordner, wie die in den Jahren davor, dass es weiterhin wie zum Ende der letzten Saison läuft und wir konnten endlich ins Stadion rein. Mal schauen, wie sich die Ordner nächste Woche bei einem ausverkauftem Stadion machen werden. Positive Überraschungen erwarten wir keine. Im Block bestückten wir das Material, welches pünktlich zum Einlauf der Mannschaft für ein gutes Intro sorgte. Von Beginn an waren wir die stärkere Mannschaft in der Partie. Die Alemannen erarbeiteten sich einige Chancen, welche leider nicht von Erfolg gekrönt waren. In Halbzeit 2 gestaltete sich das Spiel weiter zäh aber mit den besseren Chancen für unsere Mannschaft. Erst zur 70 Minute fiel dann der für uns so erlösende Führungstreffer durch Heinze. Obwohl die Stimmung gerade in dieser Phase relativ ordentlich auf einem angemessenen Niveau gehalten werden konnte, brachte die Alemannia die Führung nicht über die Zeit.. In der 88. Minute fiel der Ausgleich für die Fortuna. In der Nachspielzeit holte sich der Fortune Montag noch eine rote Karte ab, was an dem Ergebnis allerdings nichts mehr änderte. Wie im ersten Spiel konnte man die Überlegenheit nicht in zählbares verwandeln und ging deshalb wieder mal nicht als Sieger vom Feld.
Während dem Spiel zeigte die Yellow Connection ein Spruchband, welches sich auf die Werbung bezieht, welche seit Neustem die Hosen unseres Trikotsatzes ziert. Wobei von zieren kann da kaum die Rede sein, wenn über unserem Vereinslogo ein dicker roter Kreis ist, welcher von der Größe her das Vereinslogo beinahe in den Schatten stellt. Natürlich sind die Bemühungen der Vereinsführung und die Gewinnung von Sponsoren in den letzten Wochen und Monaten durchaus positiv zu bewerten. Und auch das Geld welches durch diese neue Möglichkeit dem Verein zugute kommt, ist gerade in dieser Liga von Nöten. Ob man sich deswegen aber den ganzen Trikotsatz mit irgendwelchen Sponsoren zukleben muss, steht auf einem anderen Blatt.
Mit der Stimmung an diesem Samstagnachmittag kann man mit Sicherheit zufrieden sein. In der Druckphase, in der unsere Mannschaft häufiger vor das Tor kam, konnte man auch immer wieder eine richtig gute Lautstärke erzielen. Es steht und fällt oftmals auch mit der Leistung auf dem Feld. Wobei man am heutigen Tag den Wenigsten einen Vorwurf machen kann. Der gesamte Stimmungsblock war gut aufgelegt und mehr oder weniger konstant in Bewegung. Auch unser neuer Gruppenschwenker erblickte in Halbzeit 2 das erste Mal unsere Heimspielstätte. Nach dem Führungstreffer konnte in punkto Stimmung noch angezogen werden, ehe es gegen Ende der Partie aufgrund der Spannung sicher wieder etwas leiser wurde. In diesem leiseren Abschnitt fiel dann auch der Ausgleichstreffer der Amateure aus Düsseldorf.
Nach dem Spiel wurde versucht, sich von diesem Saisonstart die Laune nicht vermiesen zu lassen, was bei manchen besser und bei anderen weniger gut funktionierte. Uns bleibt was uns auch letzte Woche blieb. Man muss jetzt die Köpfe hochnehmen, den Mund abwischen und weiter machen! Denn nächste Woche steigt gegen Leverkusen das erste DFB-Pokalspiel in Aachen seit 7 Jahren. Alle zusammen - für Stadt und Verein.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 27.07.19 Wuppertaler SV - Alemannia Aachen 27.07.2019

Zuschauer: 3850 (ca. 1500 Öcher)
1. Spieltag Wuppertaler SV - Alemannia Aachen 2:1

Gerade einmal 2 Monate und ein paar Tage ist es her, als die Alemannia das Mittelrheinpokal-Finale für sich entscheiden konnte. Jetzt steht uns die Saison 2019/20 bevor und der erst einige Tage vorher erschienene Spielplan schickte uns gleich mal nach Wuppertal ins Zoostadion. Ein absolutes Unding, dass die genauen Terminierungen erst eine knappe Woche vor Start der Saison fix waren.
Trotzdem dürfte Motivation und Bock zum Start wohl bei Allen zu Genüge verspürt worden sein. Die Losfee bescherte uns ein schon lange vor dem ersten Spieltag ausverkauftes Heimspiel im DFB Pokal und auch sportlich sieht nicht alles so düster aus wie in den Vorjahren. Endlich konnte der Großteil der Mannschaft nämlich mal über die Saison gehalten werden und es musste von Trainer Fuat Kilic nicht mit 20 neuen Gesichtern bei Null angefangen werden. Dies weckte bei einigen im Umfeld der Alemannia schon wieder erste Aufstiegsgedanken. Aber die letzen Jahre haben uns natürlich deutlich vor Augen geführt, dass der Weg raus aus dieser Scheissliga wahrlich kein leichter ist - für keine Mannschaft.
Letzten Endes machten sich am Samstagmorgen des Spieltags zwei Karlsbandebusse gut gelaunt auf den Weg ins Tal, um auch die erste Tour der neuen Saison feucht fröhlich zu meistern.
Nachdem der Gästeblock geentert, die Fahnen gehisst und die Bienen und Wespen im Block mehr oder weniger erfolgreich bekämpft waren, war der Aachener Ultrahaufen, anders als im letzten Jahr wieder etwas weiter oben im Block positioniert, nun also bereit um das erste Auswärtsspiel anzugehen. Bei diesem Spiel kamen links und rechts des Ultrahaufens die „Szene Aachen“-Fahne sowie die „Tivoli Stadion“-Fahne zum Einsatz, was ein sehr ansprechendes Bild abgab.
Die recht gute Anfangsphase flachte aber leider auch wieder viel zu schnell ab - ähnlich wie das Geschehen auf dem Rasen übrigens. Nach einer Verkettung unglücklicher Umstände und vielleicht auch ein bisschen Unvermögen des ein oder anderen Akteurs in Schwarz, segelte der Ball über den zu weit vor seinem Tor stehenden Cymer zum 1:0 ins Selbige... Weder auf dem Rasen noch im Gästeblock war bis zur Halbzeit erwähnenswerte Besserung zu vernehmen und so fand man sich in der Pause ein bisschen im tristen und grauen Regionalligalltag wieder.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchte man nochmal ein wenig auf das Gaspedal zu drücken, konnte auch Teile des leider zu weit verstreuten Aachener Anhangs im viel zu großen Gästeblock mitreißen. Aber auch das war zu keinem Zeitpunkt so, wie man es nach der Sommerpause und bei einem wichtigen Spiel gleich zum Saisonstart erwarten können muss. Glücklicherweise fand die Mannschaft das Gaspedal dann auch und so konnte rund 20 Minuten vor dem Ende der Ausgleich erzielt werden - der aber leider kurz darauf durch die Hausherren auch wieder wettgemacht wurde und so verloren wir das Spiel 2:1. Gegen Ende der Partie landete unsere Mannschaft noch einen Pfostentreffer, was die Lautstärke nochmal rapide in die Höhe schießen ließ. Leider wurde dann mit total falschem Liedgut agiert, sodass auch dieser Moment leider nur von kurzer Dauer war.
Der Wuppertaler Anhang machte mal wieder auf Ärger und Probleme mit dem eigenen Verein aufmerksam - dieses Mal aber anders als in der Vorsaison mit großen und kleinen Fahnen und Bannern gegen Stadt und Stadionverbote und nicht wieder durch einen Supportverzicht. Dadurch waren die Jungs von UW und ihrem Umfeld einige Male zu vernehmen. Der im Rahmen ihrer Möglichkeiten solide Auftritt wurde abgerundet durch fast durchgehende Bewegung und guter Mitmachquote.
Uns bleibt nur den Mund abzuwischen und weiter zu machen in den nächsten Spielen. Wie bitter eine Saison starten kann haben wir schließlich erst in der letzen erleben müssen. Gegen Düsseldorf, Leverkusen und Haltern müssen alle Aachener jedenfalls eine Schippe drauflegen. Sowohl auf dem Rasen wie auf der Tribüne!
Karlsbande Ultras

 
Sa, 25.05.19 Alemannia Aachen - SC Fortuna Köln 25.05.2019

Zuschauer: 6645 (ca. 5000 Öcher)
Pokalfinale Alemannia Aachen - SC Fortuna Köln 3:1

Das Spiel der Saison. Endlich war es da, nach vielen Wochen der Warterei und nach vielen Spielen der Ernüchterung, weil es eben um nichts mehr ging und man den Spielern wie uns anmerkte, dass der Blick in den letzten Wochen immer Richtung Finale ging. So freute sich ganz Aachen auf dieses Spiel in dem es endlich wieder um etwas ging, nämlich den Einzug in den DFB Pokal. Letztes Jahr scheiterte man unglücklich in der Verlängerung an Ligakonkurrent Viktoria Köln, die diese Saison aufgestiegen sind. Dieses Jahr hatte man es mit der Fortuna aus Köln zu tun, die diese Saison aus der dritten Liga abgestiegen sind und somit nächstes Jahr 2 mal die Gelegenheit bekommen gegen die Alemannia spielen zu dürfen. Der Tag war also gekommen und so machten wir uns, trotz der relativ späten Anstoßzeit, sehr früh mit zwei pickepacke vollen Bussen auf den Weg in Richtung Ex-Hauptstadt. Dort wurde ein nettes Brauhaus angesteuert, welches sich nach und nach immer mehr füllte. Während das Kollektiv und die Yellow Connection, anders als im letzten Jahr, eine eigene Tagesgestaltung bevorzugten, trafen wir uns im Vorhinein mit einigen Fanclubs und der sportlichen Fraktion. Bei herrlichem Wetter wurden einige Krüge Bier geleert und sich die eine oder andere Anekdote erzählt, bis es Zeit geworden war in Richtung Stadion aufzubrechen. Am Busparkplatz sammelten sich die drei Ultragruppen dann, um gemeinsam unter lautstarken Gesängen den knapp zehn minütigen Fußweg anzutreten. Am Stadion angekommen erwarteten wir eine Kontrolle die sich gewaschen hat, so wie es uns im Vorhinein prophezeit wurde. Diese angekündigte Kontrolle blieb allerdings weitestgehend aus, sodass alles was wir für das Spiel geplant hatten, inklusive nicht angemeldete Zaunfahne, auch den Weg ins Stadion fand. Die Temperaturen machten heute dem einen oder anderen ordentlich zu schaffen und so war es kein Wunder, dass sich nach dem Spiel einige erstmal langlegten. Aber der Reihe nach. Wir waren überpünktlich und so hatten wir auch keinen Zeitdruck beim befestigen der Zaunfahnen, Schwenkfahnen und der Choreozaunfahne. Nach dem Aufwärmen der Mannschaft, zeigte diese noch ein Spruchband in Richtung des Blocks was dem Zusammenhalt zwischen Team und Tribüne nochmal Ausdruck verlieh. Nachdem letztes Jahr ein Fahnenmeer und schwarzer, weißer und gelber Rauch den ganzen Block zum Intro eingedeckt hatte, entschieden wir uns dieses Jahr die Zaunfahne mit einigem gelbem Rauch zu verzieren, was trotz kleiner Makel ein zufriedenstellendes Bild ergab. Die Zaunfahne erinnerte an die Pokalsaison 2003/2004, wo die Alemannia das Finale des DFB Pokals erreichte und sich so auch für den UEFA Cup qualifizierte. Nachdem das Intro abgeschlossen und man lautstark in den Support eingestiegen war, fiel auch direkt das 1:0 für die Fortuna. Typisch Alemannia. Doch was mittlerweile auch typisch Alemannia ist, ist die aufopferugsvolle Hingabe, mit der das Team auch bei einem Rückstand weiter kämpft. So ließen sich weder der Block, noch die Jungs auf dem Rasen dazu hinreißen den Kopf in den Sand zu stecken und es wurde weiter Gas gegeben. Belohnt wurde sich einige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, als Imbongo den Ausgleich erzielte. Der Block tobte und der Jubel schien gar nicht mehr aufzuhören. Man wusste hier geht was. Und in Halbzeit 2 bestätigte sich dieser Aufwind. In der 54. Minute ging man in Führung und wieder nahm der Jubel im Block kein Ende. Jetzt wurde es richtig laut. Auch vorher konnte man mit der Stimmung zufrieden sein, aber spätestens nach der Führung glaubte hier jeder Öcher an den Sieg. Die Stimmung wusste im Großen und Ganzen durch eine hohe Mitmachquote und eine durchgehend ordentliche Lautstärke zu überzeugen. Auch wenn es aufgrund der Anspannung im Block auch Momente gab aus denen man mehr hätte rausholen können, muss man die Nervosität und auch die herrschende Hitze berücksichtigen und kann nicht davon ausgehen, dass hier 90 Minuten durchgehend am Rad gedreht werden kann. Für diese Umstände kann man von einem sehr sehr ordentlichen Auftritt des Aachener Anhangs reden, mit dem wir dann auch zufrieden sein können. Auf der anderen Seite blieb die Fanszene der Fortuna, rund um die Eagles, eher blass. Auch eine kleine Pyroaktion konnte wahrlich keine Bäume ausreißen. Als Glowacz in der 85. Minuten auf 3:1 erhöhte, brachen dann wirklich alle Dämme bei den Fans wie auch bei der Mannschaft. So etwas hatte man lange nicht gesehen und so wurden die Jungs auf dem Rasen auch nach Abpfiff gebührend gefeiert. Dass die regionalen Medien einen Platzsturm, den es bei jedem Aufstieg, bei jeder Feierlichkeit immer wieder gegeben hat, gibt und geben wird, so dermaßen in den Dreck ziehen und immer wieder mit dem Finger auf die Ultras zeigen, spricht mittlerweile einfach nur noch für sich. Es werden Unwahrheiten verbreitet wo es nur geht, hauptsache man kann an einem so herrlichen Tag, doch noch etwas Negatives über die Alemannia berichten. Trottel! Die Feierlichkeiten im Stadion nahmen erst spät sein Ende. Auf dem Weg zu den Bussen und auch auf dem Busparkplatz wurde noch ordentlich und ausgelassen gefeiert. Auf dem Weg in die Kaiserstadt zeichneten sich dann bei einigen die ersten Nachwirkungen der Hitze und der fehlenden Flüssigkeiten ab. In der Heimat angekommen wurden diese allerdings schnell wieder vergessen und die Party verlagerte sich dann in den Klömpchensklub, die Bar innerhalb unseres Stadions, wo bis tief in die Nacht mit dem ganzen Team gefeiert wurde, ehe es für knapp 100 Leute noch in die Stadt ging, um den Einzug in den DFB Pokal weiter zu feiern. Ein Tag den keiner der dabei war wieder vergessen wird und an den man sich in dunklen Stunden des Alemannia-Fan-Daseins gerne zurückerinnern wird. Am Ende gilt der Dank auch unseren Freunden aus Kerkrade, welche uns an diesem Tag mit einer großen Abordnung zur Seite gestanden haben.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 18.05.19 Dortmund II - Alemannia Aachen 18.05.2019

Zuschauer: 400 (ca. 250 Öcher)
34. Spieltag Dortmund II - Alemannia Aachen 3:1

Heute stand auch schon das letzte Ligaspiel der Saison an. Im Ganzen kann man sicherlich von einer Saison sprechen, die ihre Höhen und Tiefen hatte. Schwerer Start, schwaches Ende, aber auch starke Phasen in der Mitte der Saison. Hoffentlich wird Sie uns mit dem Pokalsieg nächste Woche noch versüßt. Es ging mit dem Bus nach Dortmund. Das Spiel wurde natürlich wieder so gelegt, dass die Dortmunder Amateurszene nicht die Möglichkeit hatte bei unserem Gastspiel anwesend zu sein. Dort angekommen gab es zunächst wieder Diskutierereien mit dem Ordnungsdienst des Parkplatzes, die wie jedes Jahr völlig horrende Preise forderten, obwohl wir überhaupt keine andere Möglichkeit bekommen als auf diesem Parkplatz zu parken. Absolute Frechheit! Die Einlasskontrollen hingegen waren diesmal entspannter als die Jahre zuvor und im Block bereitete die Yellow Connection ihre 5 Jahreschoreo vor. Diese ging dann auch pünktlich zum Einlaufen der Mannschaften hoch und gab ein schickes Bild ab. Glückwunsch auch nochmal hier. Zur zweiten Halbzeit gab es dann auch ein Geburtstagsspruchband von uns. Der Ultrahaufen legte einen engagierten Auftritt hin und so konnte man die Stimmung gewiss als "in Ordnung" definieren. Leider waren viel zu wenig Gästefans anwesend. Da es hier um nichts mehr ging, war das leider schon vorher zu erwarten. Gesungen wird auch nur noch von den Ultragruppen samt Umfeld, was sehr schade ist. Es wäre schön, wenn jeder Alemanne im Block alles geben würde, anstatt nur am Bierstand. Das Aachener Publikum ist in den letzten Jahren dahingehend leider viel zu bequem geworden. Zusätzlich zu den geringen Ambitionen auf den Rängen, lag unser Team dann auch relativ schnell mit 2:0 hinten, was auch uns ein bisschen den Spaß raubte, da wir uns eine hochmotivierte Truppe erhofft hatten, die auf das Finale in der nächsten Woche brennt. Den Anschein machten die Jungs eher weniger. Es gab dann zwar noch den Anschlusstreffer aber die junge Dortmunder Mannschaft stellte den alten Abstand schnell wieder her. Das 3:1 war gleichzeitig das Endergebnis. Auf den Rängen hat sich der singende Haufen dennoch ganz gut verkauft und das, aus unserer Sicht, Beste aus der Situation rausgeholt. Nach dem Spiel zeigten wir ein großes Spruchband mit der klaren Aussage "Alles für den Pokalsieg" in Richtung der Mannschaft, welches von lauten Gesängen von jedem einzelnen Aachener der anwesend war unterstützt wurde. Schön, dass wenigstens hier alle zusammen hielten. Auf der Rückfahrt wurde sich dann noch etwas Mut gemacht und so ließ man mit Blick auf das nächste Wochenende nochmal die Sau raus. Alles für den Pokalsieg. Amateure raus aus Liga 4. Karlsbande Ultras

 
Sa, 11.05.19 Alemannia Aachen - Bonner SC 11.05.2019

Zuschauer: 4700 (ca. 100 Gäste)
33. Spieltag Alemannia Aachen - Bonner SC 1:2

Am vorletzten Spieltag der Saison gastierte der Sportclub aus der Ex-Hauptstadt in der Kaiserstadt. Für die Aachener Fanszene stand jedoch ein anderes Ereignis an diesem Tag im Fokus. Auf den Tag genau, vor 20 Jahren, verstarb Mr. Alemannia Werner Fuchs bei einem Waldlauf mit der Mannschaft. Um diesem traurigen Tag einen dennoch würdigen Rahmen zu verleihen, fertigte man in Zusammenarbeit mit den anderen beiden Ultra Gruppen eine Choreo zum Gedenken an unseren Aufstiegstrainer an und erstellte dazu noch ein passendes T-Shirt, welches unter anderem im Alemannia-Shop vertrieben wurde. Unsere Mannschaft lief zum Aufwärmen in diesen Shirts auf. Für die kostenintensive Choreo wurden rund um das Spiel Spenden gesammelt, wobei eine ansehnliche Summe zusammen gekommen ist. Besten Dank an alle Unterstützer und Spender. Zunächst ging es jedoch morgens hinauf nach Berensberg zum Grab von Werner, um ihm dort zu Gedenken und einen Kranz nieder zu legen. Nach diesem bewegenden Moment versuchte man den Tag dennoch ordentlich an zu gehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es bereits früh für unsere Gruppe, dem Kollektiv und einer Hand voll Jungs der Yellow Connection rüber ins Stadion, um die erwähnte Choreo vorzubereiten, was einige Zeit, Arbeit und Nerven in Anspruch nahm. Pünktlich zur Stadionöffnung wurde man mit allen Arbeiten fertig. So prangte vor dem Einlaufen der Mannschaften der Spruch "Eines Tages werden mich meine Kinder fragen, wer war der größte Alemanne in all den Tagen und dann werde ich deinen Namen sagen!" in weißen Lettern auf schwarzem Grund auf der gesamten Länge der Tribüne. Danach ging die große Blockfahne in die Höhe. Dies kostete einiges an Zeit, da die Tribüne aufgrund der durchwachsenen Leistungen der Mannschaft in den letzten Wochen relativ spärlich besetzt war. Da sich aber der Großteil der Leute auf der Tribüne beteiligten und überall mit anpackten, war nun das Konterfei und der Name von Werner Fuchs, inklusive Geburts- und Todestag, auf der Blockfahne zu sehen. Auf der leeren Nord-Tribüne wurde dazu noch eine kleinere Blockfahne mit seinem Konterfei ausgelegt. Mit dem dazu laufenden Lied "You'll Never Walk Alone", den Sprechchören und dem anhaltenden Applaus, ergab die Szenerie eine würdige Kulisse, die jedem eine Gänsehaut verpasste und die ein oder andere Träne kullern ließ. Das darauffolgende Spiel unserer Elf war diesem Tag keinesfalls würdig. So ließ unsere Elf die abstiegsbedrohten Gäste das Spiel machen und diese nach 12. Minuten in Führung gehen. Zwar konnte Imbongo noch vor der Halbzeit ausgleichen, jedoch schoss der BSC zwanzig Minuten vor dem Ende den entscheidenden Siegtreffer. Man merkt, dass sich die Gedanken der Mannschaft nur noch um das so wichtige Pokalfinale drehen und die Ligaspiele vernachlässigt werden, da die Saison ligatechnisch bereits gelaufen ist und es um nichts mehr geht. Was man davon halten soll, ist jedem selbst überlassen. Die Stimmung ließ ebenfalls zu wünschen übrig und passte sich der Leistung der Kicker an. Auch wenn sich der Stimmungsblock wie immer füllte und versuchte das Team nach vorne zu peitschen, machten sich die großen Lücken auf der Tribüne nicht nur bei der Choreo, sondern auch bei der Stimmung bemerkbar. Die 100 Gäste fielen lediglich nach den Toren kurz auf, sonst herrschte dort aber Stille. Ähnlich wie auch beim letzten Heimspiel gegen die Zweite der Bauern aus Gladbach, gab es auch nun wieder nach dem Spiel ein handfestes Gemenge zwischen den Teams nach Abpfiff. Auslöser war der Bonner Omerbasic, der nicht nur Imbongo beleidigte, sondern dazu noch durchgängig meinte den Dicken schieben zu müssen. Wie man hörte soll es im Kabinentrakt noch heiß her gegangen sein. Und ohne ein Hellseher zu sein ist klar, wer dadurch sehr wahrscheinlich wieder mal eine Strafe vom Verband bekommen wird. Ist der Ruf erst ruiniert... Nun geht es nächste Woche zum letzten Spiel der Saison nach Dortmund, wo man die Saison hoffentlich vernünftig zu Ende bringt, um sich dann voll und ganz auf das Finale zu konzentrieren. Dazu gab es nach dem Spiel von unserem Anstimmer noch einige motivierende Worte an die Mannschaft.
Werner Fuchs, du bist der beste Mann!
Karlsbande Ultras

 
Sa, 04.05.19 Alemannia Aachen - Gladbach II 04.05.2019

Zuschauer: 4500 (ca. 25 Gäste)
32. Spieltag Alemannia Aachen - Gladbach II 3:4

Wieder einmal ging es gegen eine Zweitvertretung. Würden die Spiele nicht zeitgleich mit den Profis angesetzt, würde es bei manchen Spielen gegen die Zweitvertretungen eventuell auch Fans auf der Gegenseite geben. Dass dies für den Verband allerdings scheinbar nicht in Frage kommt, raubt immer wieder den Spaß an den Spielen gegen Zweitvertretungen. Gäbe es eine eigene Liga für Zweitvertretungen, hätten wir diese Probleme nicht und auch die ständigen Wettbewerbsverzerrungen fänden ein Ende.
Wir trafen uns wie üblich mit der Gruppe am Morgen des Spieltags, um ein paar lustige Stunden zu verbringen und den Endspurt der Saison einzuleiten. Den offiziell angegebenen 4.500 Zuschauern schenkt man mittlerweile im Stadion nicht mehr allzu viel Glauben. Auch diesmal kann man mit Sicherheit sagen, dass keine 4.500 Leute das Spiel auf den Rängen verfolgten. Auch wenn sich alle einig sind, dass unsere Alemannia viel mehr verdient hätte, ist das die traurige Realität.
Als Intro ließ sich die Yellow Connection etwas kleines einfallen. Dazu gab es heute im Stimmungsblock Doppelhalter im Alemannia Schriftzug und dahinter große Schwenker. Nichts Großes, aber ein bisschen Abwechslung und kleine Aktionen sind immer schön anzusehen. Auf der viel zu großen Tribüne ist auch meistens nicht mehr als ein kleines Intro möglich, da noch nicht mal ein Drittel gefüllt ist. Gladbach II reiste als Tabellennachbar an und so gestaltete sich auch ein Spiel auf Augenhöhe, welches unsere Mannschaft zu Beginn mal wieder verpennte. Demzufolge lag man auch ganz schnell zurück. Kurz darauf folgte dann noch das 2:0 für die fiesen Fohlen. Die Alemannia hatte zwar einige gute Chancen, aber wie so oft sprang dabei nicht viel raus.
Auch die Stimmung in der ersten Halbzeit wusste nicht zu überzeugen. Auch wenn es schon schlechtere Auftritte gab, konnte man sich in der ersten Halbzeit leider keine gute Stimmung quittieren. Der Stimmungsblock sang so vor sich hin und der Rest der Süd hüllte sich wie so oft in Schweigen. Gerade wenn das Team zurück liegt, sollten alle Fans aufwachen. Das ist in Aachen allerdings leider schon zu viel des Guten.
In der Halbzeit fand unser Coach wohl die richtigen Worte und die Jungs auf dem Rasen schafften es tatsächlich das Spiel zu drehen. Imbongo schoss 2 Tore und spielt sich immer weiter in die Herzen der Fans. Aber wir wären nicht Alemannia, wenn nicht noch was passieren würde. Unsere Jungs schafften es in den letzten Minuten aus einer 3:2 Führung, noch einen 3:4 Rückstand zu machen.
Der Stimmungsblock legte in der zweiten Halbzeit eine gute schippe drauf und motivierte die Jungs auf dem Rasen. Ab und an zog dann auch der Rest mit und es wurde sogar das ein oder andere mal laut. Aufgrund des Windes gingen einige Stöcke zu Bruch und der ein oder andere wird sich bestimmt eine Erkältung eingefangen haben. Naja, ein bisschen Schwund ist immer.
Nach dem Spiel gab es noch kulinarische Köstlichkeiten aus der Fritöse und so ließ man den Tag ausklingen.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 27.04.19 Straelen - Alemannia Aachen 27.04.2019

Zuschauer: 850 (ca. 300 Aachener)
31. Spieltag Strealen - Alemannia Aachen 2:0

Bei gutem Wetter ging es mit einem vollen Bus in Richtung Straelen. Ein Dorf irgendwo zwischen Venlo und Weeze, nahe der holländischen Grenze. In Straelen angekommen, übrigens viel zu früh, fing es in feinster Art an zu regnen und es kühlte dermaßen ab, dass es in T-Shirt eher schlecht auszuhalten war. Die Zeit bis zum Anpfiff verschlug man sich am dafür bereitgestellten Bierstand. Das funktionierte so hervorragend, dass man zu Beginn des Spiels einem total aufdrehenden Aachener Ultrahaufen entgegenblicken konnte. Eigentlich verwunderlich, wenn man sich diesen "Gästeblock" anguckte. Auf der anderen Seite allerdings garnicht so verwunderlich, denn auch wenn wir diese ganzen Sportplätze verfluchen, sind die Auftritte bezüglich Stimmung meist in solchen Dörfern die Besten.
Kilic wechselte bei der Mannschaft die er ins Rennen schickte ordentlich durch und so konnten die Schwarz-Gelben kein klares Spiel aufziehen. Zum Spiel generell sind nicht viele Worte zu verlieren. Schwaches Spiel und verdient mit 2:0 verloren. Dies tat der Stimmung allerdings kaum einen Abbruch. Wie eingangs schon erwähnt drehte der Block mehrfach richtig frei und konnte ein hohes Niveau an den Tag legen. Der Fahneneinsatz, trotz Regen und Wind, war zufriedenstellend, die Mitmachquote war hoch und auch die Liedauswahl wusste zu überzeugen. Das ein oder andere Lied wurde eventuell etwas zu lang gezogen, allerdings fand auch das an diesem Tag mehr Anklang als gewöhnlich.
Nach dem enttäuschenden Spiel auf dem Rasen wurde der Mannschaft nach dem Spiel versucht nochmal klar zu machen, dass man in diesem Trikot keine lustlosen Auftritte akzeptiert. Auch wenn es in den letzten Spielen tatsächlich um nichts mehr geht, muss man trotzdem erwarten können, dass sich für den Adler auf der Brust zerrissen wird.
So machte man sich trotz schwacher Leistung auf dem Rasen einigermaßen gut gelaunt auf den Rückweg in Richtung Kaiserstadt. Unter der Woche geht es dann nach Düren, wo ein Sieg den Einzug ins Mittelrheinpokal-Finale bedeuten würde. Hoffen wir, dass sich der Schongang in Straelen bewährt.
Karlsbande Ultras

 
Do, 18.04.19 Alemannia Aachen - SC Verl 18.04.2019

Zuschauer: 4500 (ca. 1 Gast)
30. Spieltag Alemannia Aachen - SC Verl 2:1

Am heutigen Gründonnerstag stand nach der 3:0 Auswärtsklatsche gegen den SV Lippstadt das Spiel gegen den Sportclub aus Verl auf dem Programm.
Bei bestem Fußballwetter und guter Vorfreude stimmten sich die Jungs und Mädels mit Frischem vom Grill und kalten Getränken auf das Spiel ein.
Im Stadion angekommen musste man im Gegensatz zum letzten Heimspiel wieder einmal gähnende Leere im gelben Rund zur Kenntnis nehmen. Wo die restlichen 4500 Zuschauer, welche noch gegen Essen im Stadion Platz nahmen, heute geblieben sind bleibt ihr Geheimnis. Nichtsdestotrotz wurde nach den üblichen Vorbereitungen ins Spiel gestartet.
Unsere Kicker legten einen fulminanten Start hin und konnten bereits früh in Führung gehen. Einsatz, Wille und Leidenschaft wussten an diesem Tag wieder zu überzeugen. In der 27. Minute kamen die Ostwestfalen überraschend zum Ausgleich, was der Leistung unserer Mannschaft aber keinen Abbruch tat. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war es dann Glowacz der mit einem überragenden Freistoß die erneute Führung und gleichzeitig den 2:1 Endstand für die Schwarz-Gelben bescherte.
Passend zum Spiel war auch die Stimmung am heutigen Tage auf einem guten Niveau. Zwar hatte man hier und da mal einen Durchhänger aber den Großteil der Zeit hat man es geschafft eine akzeptable Lautstärke gen Rasen zu tragen. Sicherlich einer der besseren Auftritte die man zu Hause verbuchen kann. Alles in allem ein Tag mit dem man gut leben kann.
Am nächsten Wochenende steht dann am Samstag das Spiel gegen Straelen auf dem Programm. Hoffentlich können wir sowie das Team an die Leistung von heute anknüpfen.
Bis dahin allen Alemannen schöne Ostertage.
Karlsbande Ultras

 
So, 14.04.19 Lippstadt - Alemannia Aachen 14.04.2019

Zuschauer: 1140 (ca. 400 Öcher)
29. Spieltag Lippstadt - Alemannia Aachen 3:0

An diesem Sonntag Morgen traf man sich früh am Treffpunkt um ein vom Kollektiv angemietetes Brauhaus anzusteuern. Ohne Stau und sonstige nennenswerte Umstände ging es also schon in aller Frühe Richtung Lippstadt. Nachdem sich einige wenige, aber umso schönere Stunden, gemacht wurden, trat man den Fußweg gen Stadion mit allen drei Ultragruppen und einigen Kerkradern an und so traf man frühzeitig am Stadion des SV Lippstadt ein.
Dort angekommen fing ein, mittlerweile schon nervendes Spiel mit den Ordner an. Auf Grund „Lärmschutzauflagen“ waren lediglich eine Trommel und ein Megaphon im Block zugelassen. Trotzdem schafften es, wie durch Zauberhand, beide Trommeln und Megaphone ins Stadion.
Das Spiel wurde mit einem schönen Fahnenmeer eingeläutet, wozu die Yellow Connection noch einige Fahnen verteilte, um ein sehr ansehnliches Bild in den Gästeblock zu zaubern.
Zum Spiel ist nicht viel zu sagen. Alemannia verliert das Spiel mit 3:0, da sie wie in den vergangenen Wochen, ausgenommen das Spiel gegen Essen, limitierten Fußball zeigten. Ohne Zweifel eine verdiente Niederlage. Trotzdem wurde die Mannschaft nach dem Spiel für die Ergebnisse der letzten Wochen belohnt und auch nach einem solchen Auftritt beklatscht. Ist man sich doch, dank der zahlreichen frühzeitigen Vertragsverlängerungen, sicher, dass die Mannschaft Bock hat für diesen Verein zu ackern und zu siegen.
Auch der Gästeblock zeigte heute in der ersten Halbzeit eine schwächere Leistung. Es gelang uns kaum eine zufriedenstellende Lautstärke zu erreichen, obwohl die allgemeine Mitmachquote anderes versprach. Weder über melodische Lieder, noch mit uralten Gassenhauern ließ sich der restliche Aachener Anhang dazu verleiten in die Gesänge mit einzusteigen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit flammte der Ultrahaufen nochmal phasenweise auf, bis die Motivation nach gut 20 Minuten wieder sank. Trotz ständigem Fahneneinsatz und einer nicht schlecht zu redenden Liedauswahl, muss man heute einen der schwächeren Auswärtsauftritte der Saison verzeichnen. Nicht gerade förderlich war dabei auch der Block mit dem man sich begnügen musste, was allerdings gerade in dieser Liga, wo man sich solchen Gegebenheiten Woche für Woche stellen muss, sicher nicht als Ausrede dienen kann und darf. Mund abwischen, weiter machen!
Während dem Spiel zeigten die Kerkrader Jungs noch ein Spruchband mit den klaren Worten Fickt EUch, auf welchem die großgeschriebenen Buchstaben blau aufleuchteten. Dieses Spruchband richtete sich an die Far East Ultras des PEC Zwolle.
Aufgrund der ausgefuchsten Polizeistrategie konnte man sich noch persönlich von den Jungs aus Lippstadt verabschieden indem man uns kurzerhand an der Haupttribüne vorbei schleuste und sich die Bustüren wie von Zauberhand öffneten. Nach kurzer Zeit wurde das Treiben jedoch von Team Green aufgelöst. Nichts großes aber ne nette Abwechslung!
Die Rückfahrt verlief im Großen und ganzen recht unspektakulär und man ließ das Wochenende mit kühlen Getränken und netten Plaudereien ausklingen.
Nächstes Wochenende ist Ostern, weshalb sich unser Heimspiel gegen Verl von Karfreitag auf Gründonnerstag verschoben hat. Dort geht es weiter auf der Jagd nach Punkten um am Ende der Saison möglichst weit oben in der Tabelle zu stehen.
Karlsbande Ultras

 
Di, 09.04.19 Kaan-Marienborn - Alemannia Aachen 09.04.2019

Zuschauer: 990 (ca. 150 Öcher)
25. Spieltag Kaan-Marienborn - Alemannia Aachen 0:1

Nachdem das Spiel Mitte März abgesagt wurde, da das Leimbachstadion in Siegen auf Grund starker Regenfälle nicht bespielbar gewesen ist, durfte man an einem Dienstag auf irgendeinem Sportplatz in Kaan-Marienborn antreten. Da man diesmal nicht schon wieder in dem viel zu großen Stadion in Siegen spielen musste, waren die mitfahrenden Personen vor der Tour eigentlich guter Dinge. In Kaan-Marienborn angekommen hat man aber leider wieder einmal gemerkt in welcher Liga wir spielen. Der Gästeblock bestand lediglich aus 4 Stufen und einem Erdwall. Aber trotzdem machten wir das beste draus in unserer Situation.
Zum Spiel sind nicht viele Worte zu verlieren. Scheiße gespielt. Durch ein Tor von Imbongo glücklich 1:0 gewonnen. Abhaken, weitermachen.
Die Stimmung in unserem Block war da schon deutlich besser. Der Ultrahaufen, der wieder einmal den größten Anteil stellte, steigerte sich im Laufe des Spiels immer weiter, bis man zum Ende des Spiels hin einfach nur noch seinen Spaß im Block hatte und sogar zur Polonaise ansetzte. So muss es auch einfach mal laufen.
Die Rückfahrt verlief komplett ohne Zwischenfälle, so dass man pünktlich die Kaiserstadt erreichte um am nächsten Tag wieder pünktlich auf der Arbeit zu erscheinen.
Am nächsten Sonntag geht es nach Lippstadt. Hoffentlich zeigt die Mannschaft da mal wieder dass Sie Fußball spielen kann und holt die drei Punkte.
Karlsbande Ultras

 
Rocky Choreo 06.04.2019 - Alemannia Aachen vs. RW Essen 06.04.2019


 
Sa, 06.04.19 Alemannia Aachen - Rot Weiß Essen 06.04.2019

Zuschauer: 9000 (ca. 700 aus Essen)
28. Spieltag Alemannia Aachen - Rot Weiß Essen 2:0

Am 28. Spieltag stand mal wieder der Westschlager gegen unsere besten Freunde aus dem Ruhrpott an. Da man bei solchen Gegner einen Ticken motivierter ist traf man sich relativ früh, um den Tag bei leckeren Mettbrötchen und den ersten Bierchen gemütlich einzuläuten. Nachdem die Mägen ausreichend gefüllt waren, schnappte sich jeder ein Bündel der geklebten Folien-Fahnen und man machte sich frühzeitig auf den kurzen Weg ins Stadion. Heute stand nämlich eine etwas größere Choreo auf dem Plan. So wurde zunächst das große Spruchband angebracht und danach die große Blockfahne, welche später die Blöcke S3 und S4 in der Breite komplett und in der Höhe mehr als zur Hälfte bedecken sollte, in Position gebracht. Pünktlich zur Öffnung des Eingangs konnte man die Vorbereitungen beenden und die letzten Fahnen an ihren vorgesehenen Platz bringen. Nun hatte man noch genügend Zeit um sich dem ein oder anderen Gespräch hinzugeben und das restliche Material an den Zaun oder die Stöcke zu bringen. Zum Einlaufen der Teams wurde das Spruchband "Es kommt nur darauf an, wie oft man einsteckt und trotzdem weiter macht" heruntergeklappt und die passende Blockfahne mit verschiedenen Szenen aus den Filmen der Rocky-Reihe, eingerahmt durch das Alemannia- und Stadtwappen, hochgezogen. Die Blockfahne wurde wiederum durch zwei Banderolen an den Seiten und den erwähnten Fahnen im oberen Bereich umrahmt. Das Ganze gab ein zufriedenstellendes Bild ab und spielte auf den oft steinigen Weg unserer Alemannia an. Relativ glatt läuft es dagegen zurzeit auf dem Rasen. Auch wenn es in dieser Spielzeit um nichts mehr gehen mag, nimmt man jeden Sieg dennoch gerne mit. Unser Team stellte nach den Siegen gegen Wiedenbrück und Herkenrath auch heute die Weichen schnell auf Sieg. Idrizi sorgte mit seinem Treffer nach nur drei Minuten für einen Auftakt nach Maß. Zwar hatten die Gäste auch die ein oder andere Gelegenheit ein Tor zu erzielen, im Großen und Ganzen beherrschte die Alemannia das Spiel aber nach Belieben. In der 32. Minute sorgte Batarilo frühzeitig für den Endstand. In der restlichen Spielzeit gab unser Team weiterhin den Ton an, ohne die zahlreichen Chancen zu nutzen. Ähnlich wie auf dem satten Grün, verlief es auf den Rängen. Zunächst kam der aktive Teil der Gäste, rund um die Vandalz und Rude Fans, aus uns nicht bekannten Gründen erst kurz nach Anpfiff in den Block und hisste ihre Fahnen verkehrt herum am Zaun. Akustisch konnte man den Gästeblock nicht wirklich vernehmen und auch optisch (hier sei auch auf das unsägliche Materialverbot erwähnt, dem St. Pauli Modell sei Dank) war nichts zu bestaunen im, für Essener Verhältnisse, doch recht spärlich besetzten Gästeblock. Im Sitzplatzbereich der Gäste gab es kurz vor Ende der Partie noch eine Unstimmigkeit zwischen einem Essener und einem Ordner, welche Nonverbal geklärt wurde. Dies rief natürlich die behelmte Staatsmacht auf den Plan, welche schnellen Schrittes dazu kam. Einige Jungs auf der Osttribüne nutzen die Gunst der Stunde um sich auf den Weg in Richtung Gästeblock zu machen. Diese wurden jedoch von ebenfalls behelmten Uniformträgern daran gehindert die Gäste willkommen zu heißen. Der aktive Teil im Gästeblock nahm diese Unruhen zum Anlass, ihre Fahnen abzuhängen und sich in den Umlauf zu begeben. Unsere Tribüne gab im Gegensatz zum Gästeblock ein anderes Bild ab, welches aber auch nicht zu 100% zufriedenstellend war. Im Vergleich zu den letzten Heimspielen gab es kaum größere Lücken auf der Tribüne. Auch optisch gab es neben der erwähnten Choreo, durch diverse Schwenker immer wieder etwas fürs Auge. Eine gute Laustärke wurde lediglich nach den beiden Toren und bei diversen Pöbeleinlagen erreicht. Den Rest des Spiels war lediglich der untere Teil der Süd bemüht. Hier ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Die Yellow Connection zeigte während dem Spiel noch einige Spruchbänder. "Man muss keine Anteile verkaufen um seine Seele zu verlieren!" spielte auf den Einstieg eines Investors beim RWE an. "... Aber wir kaufen euch ein N - Platzhirsch lern zuerst mal Deutsch" spielte auf ein Spruchband der Essener aus dem Hinspiel an. Das große "Hurensöhne" bedarf natürlich keiner weiteren Erklärung. Somit kann man von einem akzeptablen Tag sprechen, von dem sich einige jedoch mehr versprachen. Schon am kommenden Dienstag geht es mit dem Nachholspiel in Kaan-Marienborn weiter.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 30.03.19 Herkenrath - Alemannia Aachen 30.03.2019

Zuschauer: 541 (ca. 450 aus Aachen)
27. Spieltag Herkenrath - Alemannia Aachen 1:2

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hieß es für uns und unsere Alemannia Auswärtsspiel. Dieses Mal jedoch Samstags mit dem Ziel Stadion an der Paffratherstraße in Bergisch Gladbach. Eine Tour die natürlich weitaus entspannter ist als an einem Dienstag Mittag 200km quer über NRWs überfüllten Autobahnen nach Wiedenbrück. Demnach traf man sich am späten Samstagmorgen um die Reise zum, bereits als Absteiger feststehenden, TV Herkenrath anzugehen.
In Bergisch Gladbach angekommen entschied man sich schnell mit den anderen Ultra-Gruppen den Stimmungskern auf der durchaus nett anzusehenden schmucken kleinen überdachten Sitzplatztribüne anzusiedeln. Trotz, dass die Verantwortlichen des gastgebenden Vereins von dieser Entscheidung überrascht wurden, legten diese uns bei dem Vorhaben keinerlei Steine in den Weg, was sehr lobenswert zu erwähnen ist. Daran könnten sich andere sogenannte Sicherheitschefs in dieser Liga mal ein Beispiel nehmen!
Der Block war im Handumdrehen in den schönsten Farben der Welt beflaggt und geschmückt und das Spiel konnte also losgehen. Wie bereits erwähnt steht der Gastgeber bereits als Absteiger fest und konnte befreit, jedoch natürlich fussballerisch beschränkt in seinen Möglichkeiten, aufspielen. Das die Saison sportlich in dem Sinne gelaufen ist und es um nichts mehr geht merkte man im Laufe der Partie auch den in Schwarz-Gelb gekleideten Kickern auf dem Rasen an. Zwar konnte man stark und überlegen in die Partie starten und erzielte auch das 0:1, aber ließ im Laufe der Partie immer weiter nach und bekam dann auch folgerichtig den Ausgleich. Am Ende einer 2. Halbzeit, die nicht nur auf Grund der Temperaturen an einen Sommerkick erinnerte, markierte die Mannschaft dann aber noch den 1:2 Siegtreffer und so nahmen wir auch heute wieder 3 Punkte mit in die Kaiserstadt.
Nach dem Spiel noch der Mannschaft mit auf dem Weg gegeben was wir vom kommenden Gegner halten, einen neuen Gruppensieger im Weitsprung gekürt und schon ging es wieder auf den Weg zurück um den Tag in den altbekannten Lokalitäten ausklingen zu lassen.
Die Stimmung kann wohl ähnlich wie auf dem Platz bewertet werden. Recht stark begonnen, mit der Zeit nachgelassen, um am Ende mit einer durchschnittlichen Leistung abzuschließen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
In der nächsten Woche erwartet uns dann das Heimspiel gegen die Rot-Weissen von der Hafenstrasse. Sicherlich nochmal ein Spiel mit etwas mehr Attraktivität als die meisten anderen in dieser Liga. Hoffen wir, dass sich das auch auf den Rängen wiederspiegeln wird und auch auf dem Rasen von der Mannschaft keine Punkte verschenkt werden, auch wenn es eigentlich um nichts mehr geht - Ums Prestige in diesem Duell geht es allemal!
Karlsbande Ultras

 
Di, 26.03.19 Wiedenbrück - Alemannia Aachen 01.04.2019

Zuschauer: 547 (ca. 200 aus Aachen)
21. Spieltag Wiedenbrück - Alemannia Aachen 0:2

Nachdem das Wetter uns im Dezember einen Strich durch die Rechnung machte und das Spiel in Wiedenbrück auf den heutigen Dienstag gelegt wurde, traten wir die knapp 240 km lange Reise mit dem Bus an. Gibt sicherlich geileres als Dienstags in den Norden von NRW zu müssen, aber was soll man machen. Der großen Liebe fährt man immer und überall hinterher. Trotz der frühen Abfahrt machten sich die üblichen Gestalten rechtzeitig auf den Weg und konnten, obwohl man sich länger auf den Rastplätzen aufhielt, bereits gegen 17:30 Uhr das Jahnstadion erreichen.
Nach langen, und scheinbar aussichtslosen, Diskussionen mit dem Sicherheitsdienst gaben wir uns der Entscheidung nicht auf den Sitzplatz zu dürfen erst einmal geschlagen und platzierten uns zeitweilig hinter dem Tor. Parallel liefen weitere Diskussionen mit den Verantwortlichen und so erreichten wir knapp 30 Minuten vor Anpfiff doch noch, dass wir das Spiel vom Sitzplatzblock aus sehen konnten. Lediglich 100 Karten für die Sitzplätze wollte man uns überlassen, so dass eine Handvoll Leute ein wenig tricksen mussten und sich trotzdem auf dem Sitzplatz einfinden konnte. Der ursprüngliche Plan vom Ordnungsdienst, lediglich 50 Leute ohne Material auf die Tribüne zu lassen wurde von unserer Seite aus direkt abgelehnt.
Das Spiel konnte die Alemannia bereits in der ersten Halbzeit durch zwei Tore von Imbongo und Boesen für sich entscheiden. Es war mit Sicherheit nicht das beste Spiel in dieser Saison, jedoch ist es beruhigend, dass unsere Mannschaft es langsam schafft auch ausgeglichene Spiele für sich zu entscheiden anstatt unentschieden zu spielen oder sogar zu verlieren.
Die Stimmung lässt sich, für die Anzahl an Leuten und mit dem Blick auf die sportliche Situation nämlich, dass es um nichts mehr geht, als stark beschreiben. Die überdachte Sitzplatztribüne war für uns auf jeden Fall von Vorteil und beflügelte die Stimmung. Phasenweise wurde eine sehr starke Lautstärke über lange Zeit gehalten und man merkte den Leuten an, dass sie Spass an der Sache hatten. Ungezwungen, emotional und leidenschaftlich sang man für Stadt und Verein.
Kommenden Samstag geht es dann nach Bergisch Gladbach, wo man gegen den, da keine Lizenz für die neue Saison beantragt wurde, bereits als Absteiger festehenden TV Herkenrath spielt.
Karlsbande Ultras

 
Crowdfunding Kulturgut Tivoli! 29.03.2019

…Denn du warst mehr, als nur ein Stadion!


Was?: Crowdfunding – „… denn du warst mehr, als nur ein Stadion!“
Ab wann?: 01.04.2019
Für was?: Würselener Wall Fantreff
Spendenquittung? : Ja oder eine tolle Prämie nach Wahl!
Wo: www.fairplaid.org/tivoli-erhalten
Facebook: Kulturgut Tivoli Facebook

Als Kampagne sind wir gestartet, nunmehr als Verein unterwegs und haben noch Großes vor! Daher wollen wir nun eine weitere Hürde gemeinsam mit Euch nehmen, um dem großen Ziel „Fantreff Würselener Wall“ näher zu kommen. Wer denkt nicht gerne zurück, wie er mit seinen Liebsten den Treppenaufgang zum Würselener Wall hochgegangen ist, während ihm der Geruch von Bratwurst und Bier in die Nase stieg und die Fangesänge aus dem Stadioninneren immer lauter wurden, bis man schließlich nicht drum herum kam mitzusingen! Der alte Tivoli hat uns alle in seinen Bann gezogen und ist Identifikationsmerkmal unserer Alemannia. Über ihn zu reden bringt einen jeden von uns zum Träumen und lässt uns in Nostalgie schwelgen.
Doch es soll nicht bei der Nostalgie bleiben, vielmehr haben wir es geschafft bedeutende Teile des Treppenaufgangs zum Würselener Wall zu erhalten und wollen diesen nunmehr als Fantreff für jeden Alemannen wiederaufbauen. Um hierzu auch die letzten finanziellen Mittel stemmen zu können, haben wir eine Crowdfunding Aktion ins Leben gerufen, um so gemeinsam die finale Phase unseres Projekts einzuläuten.
Selbstverständlich gibt’s hierfür auch eine Spendenquittung oder aber eine Vielzahl an bemerkenswerten Prämien, wie original getragene Alemannia Trikots oder das Tivoli Retro Trikot! Reinschauen und zuschlagen lohnt sich also gleich doppelt, denn mit dem Fantreff und einem tollen Präsent beschenkt ihr Euch gleich zweimal! Wir zählen auf Euch!
Euer Kulturgut Tivoli Team

 
Vier Ligen, vier Meister, vier Aufsteiger – Regionalliga Reform jetzt! 15.03.2019

„Meister müssen aufsteigen!“ lautet die Forderung, die in den letzten Jahren regelmäßig in deutschen Stadien propagiert wurde, was deutlich zeigt, wie allgegenwärtig die Problematik rund um die Aufstiegsregelung der Regionalligen ist. Einhergehend mit der bisweilen letzten Reform 2012, wurde die zuvor dreigleisige Regionalliga fünfgleisig. Dies hatte zur Folge, dass die drei bestehenden Aufstiegsplätze in einer Relegationsrunde ausgespielt werden, bestehend aus den Meistern jeder Liga und dem Zweiten der mitgliederstärksten Regionalliga Südwest. In der Konsequenz wurde damit der Ertrag einer gesamten Saison von Hin- und Rückspiel in der Relegation abhängig gemacht. Ein solches Verfahren ist mit den Grundsätzen des Sportes in keiner Weise vereinbar, ganz zu schweigen von den wirtschaftlich, teils existenziellen, Konsequenzen, die ein solcher Verbleib in der Regionalliga für die, oftmals ohnehin schon klammen, Vereine nach sich zieht. Im Laufe der vergangenen Jahre kam auch bei immer mehr Funktionären langsam, aber sicher die Einsicht, dass der Status quo nicht weiter hinnehmbar ist, sodass die Weichen für eine erneute Reform gestellt werden sollten. Die Möglichkeit dies mit Inhalt zu füllen, wurde aufgrund von Eitelkeiten innerhalb der Verbände und diverser anderer Unzulänglichkeiten verpasst. Vielmehr gab es eine Übergangslösung, die dem Fairnesscharakter nicht im Ansatz gerecht wird und die Vereine teils sogar zu einem Wettrüsten animiert, bei dem die Vereine gezwungen sind, ein hohes finanzielles Risiko einzugehen. Eine vom DFB ins Leben gerufene „ad-hoc AG“ machte nur durch mangelnde Transparenz, fehlende Kommunikation, Statements, die im Anschluss wieder revidiert wurden und durch ihre Auflösung, mangels neuer Lösungsansätzen, von sich reden.

Bereits zuvor hatte sich im Zuge des Zusammenschlusses „Fanszenen Deutschlands“ eine, eigens für diese Thematik geschaffene, Arbeitsgruppe eingefunden. Das erklärte Ziel war es die Notwendigkeit einer Reform präsent zu halten und die damit verbundenen Probleme auszuwerten. Mit einem Fragebogen für Vereine und Fanszenen, sowie mit persönlichen Gesprächen, wurde versucht eine mögliche Reform, unter Betrachtung aller problematischer Gesichtspunkte, zu evaluieren. Hieraus resultierend wurden Kernpunkte erarbeitet, die aus unserer Sicht für eine Regionalliga Reform unerlässlich sind, wenn man vermeiden will, sich in absehbarer Zeit mit einer erneuten Reform befassen zu müssen.

Die Kernpunkte und die Auswertungen der Fragebögen, wurden der ad-hoc-AG des DFB in einem persönlichen Austausch offengelegt. Dieser Austausch ist als unzufriedenstellend zu bewerten, da immer wieder die Verantwortung von sich gewiesen wurde und auch die von uns gewonnenen Erkenntnisse nicht ausreichend weiterverwertet wurden. Bis zum heutigen Tage liegt noch nicht ein einziger fundierter Reformvorschlag vor, vielmehr scheint es als hätten sich die Fronten zwischen den Beteiligten weiter verhärtet und das sich gegenseitig ausgesprochene Vertrauen scheint erloschen. Insbesondere die Rücknahme des Eingeständnisses, eines weiteren Absteigers in Liga 3, zugunsten einer Reform mit vier Ligen und vier Aufsteigern, ist eine mehr als deutliche Reaktion auf die stagnierenden Fortschritte.

Durch diese Entwicklung bestärkt ist es uns ein Anliegen, nunmehr einen eigenen Reformvorschlag zur Debatte zu stellen. Dieser befasst sich neben der Kernproblematik „Aufstiegsregelung“, auch mit grundsätzlichen Problemen, wie fehlende ligaübergreifende Strukturen, der geografischen Aufteilung der Ligen und der Rolle von Zweitvertretungen innerhalb der Liga. Wir hoffen, dass durch diesen Reformvorschlag nunmehr eine Grundlage gegeben ist, um sich endlich tiefgehend und ergebnisorientiert mit der Situation zu befassen. Die Regionalliga, in ihrer Form als Schnittstelle zwischen Amateurund Profifußball, hat in den vergangenen Jahren an immer größerer Bedeutung gewonnen und sollte daher nicht weiter als Bühne für Unvermögen und Eitelkeiten der Funktionäre herhalten müssen. Viel eher sollte sie von Werten der sportlichen Fairness und Chancengleichheit geprägt sein. Daher fordern wir alle Beteiligten auf, persönliche Empfindlichkeiten hinter diesen Werten hintenanzustellen und basierend auf diesem Reformvorschlag eine Lösung zu erarbeiten in denen sich alle Beteiligten wiederfinden können.

Download: Regionalliga_Reform_Fanszenen_Deutschlands.pdf

Fanszenen Deutschlands

 
Sa, 09.03.19 Alemannia Aachen - Wuppertaler SV 09.03.2019

Zuschauer: 5200 (ca. 300 Gäste)
24. Spieltag Alemannia Aachen - Wuppertaler SV 0:1

Nach dem 4:0 gegen Düsseldorf, dem Big Point in Rödinghausen und dem Einzug ins Halbfinale des Verbandspokals standen alle Vorzeichen gut für den Spieltag gegen den Wuppertaler SV. Es wurde bereits in den frühen Morgenstunden ein gemeinsames Frühstück mit dem Kollektiv organisiert um den Tag früh zu beginnen. Nach dem ausgiebigen Frühstück und einigen Getränken ging es dann auch schon in Richtung Stadion.
Vor Anpfiff wurden noch ehemalige Spieler der Alemannia geehrt, welche in den 70er und 80er Jahren für unseren Verein aufliefen.
Das Spiel startete eher langsam und bedacht, bis in der 15. Minute ein Spieler der Gäste mit Gelb-Rot vom Platz flog. Schon jetzt begann die elendige Zeitschinderei der Spieler vom WSV. Jedes Foul wurde zum Anlass genommen sich auf dem Boden zu wälzen und den sterbenden Schwan zu spielen. Nach der 0:1 Führung der Gäste nach knapp 30 Minuten wurde das natürlich nicht gerade besser. In der Folge gab es massig Fouls und sterbende Schwäne, bis der Schiedsrichter in Minute 82 das Spiel unterbrach, weil Feuerzeuge auf das Spielfeld flogen. Die meisten hätten es wahrscheinlich gerne dem Birmingham-Fan gleich gemacht, mit Blick auf dessen Konsequenzen kann allerdings ein jeder froh sein, der sich noch gerade so zügeln konnte. Die Emotionen kochten hoch und so konnte auch Feuer auf die Tribüne gebracht werden. Supportmäßig konnten wir allerdings bei weitem nicht zufrieden sein. Unverständlicherweise schaffen wir es gerade bei solchen Spielen, wo ein paar mehr Zuschauer ins Stadion pilgern, nicht die Stimmung auf ein angemessenes Level zu heben. Der Stimmungsblock wusste weder durch Lautstärke noch durch Mitmachquote zu überzeugen. Die restliche Tribüne ließ sich auch kaum animieren, wenn nicht gerade wieder gepöbelt wurde. Man muss sich eingestehen einen unserer schwächsten Auftritte in dieser Saison abgeliefert zu haben. Vielleicht hätte man mit mehr Intensität und Lautstärke von den Rängen auch den Jungs auf dem Rasen noch eher zu einem Tor verhelfen können. Da sich die Ultras Wuppertal im Boykott befinden, kam auch aus dem Gästeblock wenig bis nichts, was allerdings auch nicht anders zu erwarten war.
Auch nach dem Spiel kam es zu keinen erwähnenswerten Ereignissen, so dass der Spieltag früher als gedacht ein Ende nahm. Ein enttäuschender Tag auf kompletter Linie. Am Samstag geht es zum absoluten Abstiegskandidaten Kaan-Marienborn nach Siegen. Die Hoffnung auf 3 Punkte ist da natürlich absolut gegeben und es gilt dort wieder alle Kräfte zu bündeln und unser Team lautstark zu supporten.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 02.03.19 Freialdenhoven - Alemannia Aachen 02.03.2019

Zuschauer: 2000 (ca. 1500 Öcher)
FVM-Pokal Viertelfinale Borussia Freialdenhoven - Alemannia Aachen 1:3

Nach den Siegen in Rösrath und Schlebusch stand am Karnevalssamstag das Viertelfinale im Mittelrhein-Pokal beim Mittelrheinligisten Borussia Freialdenhoven an. Getroffen wurde sich bereits am Vormittag, um den Tag mit einem Frühschoppen und einem ordentlichen Frühstück gebührend zu beginnen. Nachdem es auch die letzten verkleideten Jecken aus dem Bett, oder wahlweise von der letzten Karnevalsparty zum Treffpunkt geschafft hatten, konnte man, nachdem die, extra für die Tour bestellten, Kostüme verteilt wurden, ein aussagekräftiges Foto machen und die halbe Stunde Fahrt im vollen Bus antreten. Auf dem Dorf angekommen wurde noch ein wenig Zeit vor dem Eingang verbracht und auf einige Autobesatzungen unserer Gruppe und auf das Kollektiv, die sich ebenfalls noch an der Aktion beteiligten und sich solidarisch mit uns zeigten, gewartet, bevor es auf die kleine aber feine Tribüne ging. Dort wurden die Banden mit reichlich Fahnen bestückt und die Aktion zum Spielbeginn vorbereitet. Nach den Vorkommnissen beim Auswärtsspiel in Wattenscheid, die zehn Anzeigen gegen Mitglieder unserer Gruppe nach sich zogen, zeigte man den knüppelnden Staatsdienern in aller Deutlichkeit was man von ihnen hält. Die oben angesprochenen Kostüme bestanden aus Schweinemasken und Gärtnerschürzen. Zunächst wurde zum Einlauf der Mannschaften ein Banner mit der Aufschrift "ACAB Deutsche Polizisten, nur Gärtner und Floristen" gezeigt. Kurz darauf folgte ein Banner mit dem kurzen aber prägenden Slogan "Bullenschweine", welcher von den angesprochenen Masken optisch untermalt wurde. Zudem flogen 100 Plastikschweine auf den Rasen. Während dem Spiel setzte sich der Protest in Form folgender Spruchbänder fort : "Polizeigewalt in Wattenscheid - Nie gesehen!" "Anzeigen KBU: 10 - Polizei: 0 - Schweinerei!" "Pfefferspray und Knüppelhieb - Anzeigen nach dem Gießkannenprinzip" "Die Presse zur Lüge bewogen, Deutsche Polizisten für immer verlogen" "Im Rausch die eigenen Leute schlagen ? Sonst noch Fragen ?!" Kollektiv zeigte sich Solidarisch und beteiligte sich mit dem Spruchband "In der Schule gemobbt, auf´m Bolzplatz verkloppt. Ohne Pfeffer und Stock, traut ihr euch in keinen Block!" ebenfalls an der Aktion. Fußball gespielt wurde natürlich auch noch ein wenig. Zu Beginn hielt der klassentiefere Gastgeber gut mit und konnte sich die ein oder andere Gelegenheit erspielen, bevor die Alemannia das Spiel übernahm und nach zwanzig Minuten durch Garnier in Führung ging. Nur fünf Minuten später erhöhte Imbongo auf 2:0 aus Aachener Sicht, ehe Freialdenhoven nur zwei Minuten später den überraschenden Anschluss durch einen Kopfballtreffer wiederherstellen konnte. Die knappe Führung war zwar nie wirklich in Gefahr, jedoch erlöste der entscheidende Treffer von Glowacz in der Nachspielzeit die Massen so sehr, dass die Bande dem Druck der jubelnden Fans nicht mehr standhielt und samt den Fans einfach nach vorne umfiel. Nachdem daraufhin einige Leute mit der Mannschaft den Treffer feierten unterbrach der Unparteiische die Partie und die Staatsdiener marschierten vor den Block, was sich jedoch schnell wieder entspannte. Kurze Zeit später war das Spiel beendet und die Alemannia verdient im Halbfinale. Dort bekommt man es dann entweder mit Wegberg, Düren oder dem Sieger des Kölner Stadtduells Viktoria gegen Fortuna zu tun. Noch zwei Siege trennen uns nun von der ersten Runde des DFB-Pokals und danach sind es nur noch sechs Spiele bis Europa. Man wird ja wohl noch träumen dürfen. Die Stimmung in der ersten Hälfte war für die Gegebenheiten recht solide. In der zweiten Hälfte konnte man noch eine Schippe drauflegen und man machte das Beste aus der Sportplatzatmosphäre. Nachdem die Mannschaft für ihre Leistung gefeiert wurde, ging es zügig zurück in die Kaiserstadt. Dort hatte man auf der Kulturgut Tivoli Karnevalsparty noch das ein oder andere Getränk zu leeren, feierte bis in die Morgenstunden durch und nahm damit ebenfalls noch den ein oder anderen wichtigen Euro zur Realisierung des Projektes ein.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 23.02.19 SV Rödinghausen - Alemannia Aachen 23.02.2019

Zuschauer: 1300 (ca. 250 Öcher)
23. Spieltag SV Rödinghausen - Alemannia Aachen 0:2

Die Tour nach Rödinghausen ist mit knapp 300 Kilometern die für uns weiteste Anreise zu einem Auswärtsspiel in dieser Liga. Dem entgegen steht der wahrscheinlich beschissenste Auswärtsblock und einer der unattraktivsten Gegner in der Weststaffel. Sportlich allerdings liegt Rödinghausen auf Platz 2 der Tabelle.
Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre traf man sich schon in den frühen Morgenstunden, um pünktlich am Stadion anzukommen. Auf den angefahrenen Rastplätzen wurden die berühmten Weltmeisterschaften im Tauziehen sowie im Seilspringen ausgetragen. Die Sieger wurden gebührend gefeiert und einigen stieg der Erfolg scheinbar so zu Kopf, dass sich die Weiterfahrt um einige Minuten verzögerte. Nichtsdestotrotz traf man überpünktlich am Stadion ein und konnte sich ganz in Ruhe auf das Spiel vorbereiten. Die Stimmung war schon vor Anpfiff auf einem guten Level und ließ auch nicht nach. Mit einer guten Liedauswahl sowie Mitmachquote konnte eine gute Lautstärke erzeugt werden und man wurde der Leistung der Mannschaft auf dem Rasen gerecht. Denn auch die Jungs, die das Dreieck auf der Brust tragen, ließen sich heute nicht lumpen und lieferten eine kämpferisch und spielerisch überzeugende Leistung ab. In Minute 40 gab es dann einen Elfmeter für unsere Mannschaft, den Vincent Boesen sicher zur 1:0 Führung verwandelte. So ging es dann auch in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel drückten die Alemannen weiter und in der 63. Minute markierte Boesen seinen zweiten Treffer in dieser Partie. Spätestens jetzt sollten im Gästeblock alle Dämme brechen und man sang sich in einen regelrechten Rausch. Hauptsächlich durch melodische Lieder wurde fortan bis zum Ende eine gute Lautstärke erreicht und auch die Bewegung im Block konnte sich mal wieder sehen lassen. Mit diesem Auswärtserfolg in der Tasche wurde die Mannschaft nach dem Spiel gut abgefeiert. Auch der Trainer kam dabei nicht zu kurz. Zum Schluss bekam auch Mickels noch sein Fett weg, der aufgrund einiger dummer Aussagen nicht im Guten mit der Alemannia Fangemeinde auseinander ging. Während des Spiels zeigte die Yellow Connection noch ein Spruchband für einen frischgebackenen Vater in ihren Reihen.
Die Rückfahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse, weshalb man sich auch relativ fix schon in der Kaiserstadt wiederfand, ehe es eine größere Abordnung der Gruppe noch in die Kneipen und Bars der Stadt verschlug.
Nächstes Wochenende geht es nach Freialdenhoven, wo der Einzug ins Halbfinale des Verbandspokals klargemacht werden soll. Außerdem fällt das Spiel auf Karnevalssamstag, was zu einer noch ausgelasseneren Stimmung führen könnte.
Karlsbande Ultras

 
So, 17.02.19 Alemannia Aachen - Düsseldorf II 17.02.2019

Zuschauer: 4400 (ca. 20 Gäste)
26. Spieltag Alemannia Aachen - Düsseldorf II 4:0

Zweites Heimspiel gegen eine Zweitvertretung hintereinander. Nach dem 0:0 in der Vorwoche gegen die jungen Geißböcke, gastierte heute die Zweite aus der Landeshauptstadt in der Kaiserstadt. Der Spieltag startete für die meisten früher als sonst, da die erste Mitgliederversammlung des Kulturgut Tivoli erhalten e.V. anstand. Danach konnte der restliche Tag nach einem ausgiebigen Frühstück, das vom Fanprojekt organisiert wurde, gestärkt losgehen. Bei fast schon sommerlichem Wetter verquatschte sich die Zeit bis zum Aufbruch zum Stadion noch ein wenig besser als in der letzten Woche. Im Stadion, nach ausnahmsweise angenehmen Einlass-Kontrollen, die Fahnen an den Zaun und auf die Stöcke gebracht und dann konnte es auch schon losgehen. Eingeläutet wurde das Spiel mit den oben erwähnten Fahnen und einigen Doppelhaltern. Unser Team auf dem Rasen startete verheißungsvoll in die Partie. Von Beginn an übernahm man das Zepter und erarbeitete sich eine Chance nach der anderen, ohne dabei aber zu zählbaren Ergebnissen zu kommen. Zwar hatten die Gäste auch die ein oder andere Chance, dennoch dominierten unsere Jungs das Spiel. Als es torlos in die Halbzeit ging, dachte der ein oder andere bereits schon, dass es heute wieder ein torloses Remis geben würde. Jedoch hatte Coach Kilic den Spielern in der Halbzeit offenbar auf einer Tafel gezeigt wo der Ball hin muss. Nach 52 Minuten zeigte Batarilo, dass er dies verstanden hat und netzte zur umjubelten Führung ein. Sieben Minuten später ließ sich Heinze beim Kopfball nach einer Ecke nicht lumpen und erhöhte auf 2:0. Nun schien der Knoten geplatzt und Batarilo schnürrte wiederum drei Minuten später seinen Doppelpack mit dem 3:0. Danach schaltete unsere Elf einen Gang zurück und ließ zwei Möglichkeiten der jungen Fortunen zu, die diese jedoch nicht nutzen konnten. Nach wiederum einigen guten Chancen beendete Idrizi sechs Minuten vor dem Ende den Torreigen mit seinem Treffer zum Endstand von 4:0.
Bei der Stimmung konnte man im Gegensatz zur Vorwoche eine Schippe drauf legen und erreichte das ein oder andere mal eine vernünftige Lautstärke. Zwar immer noch lange nicht das was man sich vorstellt, jedoch muss man sich in der nun sechsten Saison in der Viertklassigkeit auch nicht schlechter reden als man ist. Mancher Zweitligist wäre froh über solch eine Stimmung. Von den vereinzelten Gästen hörte man, wie zu erwarten, nichts. Am Freitag vor dem Spiel äußerte sich unser Verein zu den bisher sehr langen Ausfallzeiten von unserem Keeper Niklas Jakusch. Nachdem bisher von einer „rätselhaften Viruserkrankung“ gesprochen wurde, ging man in die Offensive und gab bekannt, dass Jakusch an einer psychischen Erkrankung leidet, die eine normale Ausübung seines Berufes unmöglich macht. Mit einem „Alemannia hält zusammen. Gute Besserung Niklas“ Spruchband unsererseits wünschten wir ihm die nötige Kraft dieses Tief zu überstehen und gestärkt daraus zurückzukommen. Die Yellow Connection äußerte sich mit „Psychische Erkrankungen sind keine Schande, Stigmatisierung bekämpfen. Respekt & Kämpfen Niklas!“ zu dem Thema. Das Kollektiv sprach während dem Spiel einem Freund der Gruppe noch per Spruchband Stärke zu.
Nächste Woche geht es zum weitesten Auswärtsspiel der Saison. Auf die nächsten drei Punkte!
Karlsbande Ultras

 
Fr, 08.02.19 Alemannia Aachen - Köln II 08.02.2019

Zuschauer: 4900 (ca. 30 Gäste)
26. Spieltag Alemannia Aachen - Köln II 0:0

Die positiven Dinge, und davon gab es an diesem Freitagabend nicht ganz so viele, vorweg - schon in den Tagen vor dem ersten Spiel nach der Winterpause konnte man Meldungen über diverse Vertragsverlängerungen vernehmen! Damit ist also, anders als in den letzten Jahren, vorzeitig gesichert, dass wir im Sommer nicht wieder 24 neue Gesichter zum Trainingsauftakt präsentiert bekommen werden, sondern tatsächlich mal mit so etwas wie einer eingespielten Mannschaft in eine neue Saison starten können. Das ist eine wirklich schöne Tatsache und man kann sich wohl berechtigte Hoffnungen machen, dass bis zu Saisonende auch noch der ein oder andere Spieler nachzieht und ebenfalls verlängert! Das zweite wirklich Positive heute war, dass wir nach einiger Zeit wieder unseren Infostand im Stadionumlauf öffnen konnten, der Aufgrund von Sanktionen des Vereins lange Zeit geschlossen bleiben musste. Das nicht nur wir uns darüber freuten, konnte man sehr gut am Absatz der neuen Aufkleberpakete und anderer Merchartikel sehen! Zum Spiel und zum Gegner gibt es nicht viel zu sagen. Die zweite Mannschaft des FC aus Köln zählt wohl weder spielerisch, als auch fantechnisch zu den attraktiven Gegner dieser Liga, da auf Grund des Sicherheitswahns bei den Verbänden und der ZIS die Spiele natürlich auch immer schön zeitgleich mit denen der Zweitligamannschaft gelegt werden, damit auch bloß kein Kölner auf dumme Gedanken kommen könnte. Während der Stimmungsblock einen ordentlichen ersten Auftritt nach der Winterpause hinlegen konnte, machte auch die Alemannia auf dem Rasen einen guten Eindruck. Einzig die Kölner schienen noch im Winterschlaf zu stecken und stellten sich fast 90 Minuten hinten rein und feierten nach Abpfiff das Unentschieden wie einen Sieg. Wer will es Ihnen verdenken. Die Tribüne konnte an diesem Freitagabend leider nicht so richtig mitgezogen werden, obwohl die Liedauswahl dazu eingeladen hätte. In Sachen Lautstärke geht da sicherlich noch einiges und das gilt es am Sonntag beim nächsten Heimspiel auch wieder aus dem Block und der Tribüne rauszuholen.
Vor dem Spiel hing das "Fußball ist Samstags"-Spruchband der Yellow Connection am Zaun. Dazu gibt es erfreulichere Nachrichten in den nächsten Wochen, da man nach dem nächstem Spieltag ganze 4 mal am Stück Samstags spielen wird. Saisonrekord! Außerdem gab es weitere Spruchbänder der anderen beiden Gruppen. Die YC sendete einen Gruß an ein Mitglied welches momentan auf der Intensivstation liegt. An dieser Stelle wünschen auch wir eine gute Besserung und viel Kraft! Das Kollektiv zeigte ein Spruchband "Musikbunker erhalten!", da leider auch diesem schönen, ranzigen aber vorallem authentischen Musikbunker droht, aufgrund von Anwohnerklagen, der nächste Laden zu werden, der von der bereits länger anhaltenden Aachener Clubschließungswelle erwischt wird, was ein wirklich bitterer Wegfall wäre. Außerdem gab es vom Kollektiv ein Spruchband für einen befreundeten Stadionverbotler aus Freiburg.
Nächste Woche steht dann das Heimspiel gegen die Zweitvertretung aus Düsseldorf auf dem Plan.
Karlsbande Ultras

 
Fr, 01.02.19 Es hat gerade erst begonnen! 01.02.2019

Achtungserfolge



Als Achtungserfolg bezeichnet man gemeinhin einen kleineren Sieg, der im Gesamtzusammenhang keine größere Bedeutung hat. Damit lässt sich auch die aktuelle Situation der Fanszenen Deutschlands ganz treffend beschreiben. In der DFL-Versammlung wurde der Erhalt von 50+1 beschlossen und durch deutlich sichtbare Proteste in den Stadien scheint sich das Problem der Montagsspiele in der 1. und. 2. Bundesliga mit der nächsten TV-Rechtevergabe zu erledigen.

Trotz klarer Entscheidung zur Beibehaltung der 50+1-Regel, ist sie nach wie vor Angriffen ausgesetzt und auch der Weg von der Abschaffung der Montagsspiele hin zu generell fanfreundlichen Anstoßzeiten ist noch weit. Genau der richtige Zeitpunkt, nochmals an unsere Positionen zu erinnern:

Anstoßzeiten
• Montagsspiele müssen in allen Ligen abgeschafft werden. Keine englischen Wochen mehr. Freitags und im DFB-Pokal nicht vor 19.30 Uhr, am Wochenende nicht vor 14 Uhr, sonntags nicht nach 15.30 Uhr und Einhaltung der 300-km Klausel für Randspieltage.

50+1
• 50+1 faktisch und dem Sinn nach erhalten, keine Aufweichung, keine weiteren Ausnahmen. Die klare Position zu 50+1 ist von den Vereinen auch gegenüber dem Kartellamt zu vertreten.

Stadionverbote
• Verzicht auf das „Breitbandantibiotikum“ Stadionverbote. Vereine und Verbände maßen sich hier Zuständigkeiten weit über ihren Hausrechtsbereich hinaus an. Ein Stadionverbot ist eine Strafe ohne offenen Rechtsweg.

Sportgerichtsbarkeit
• Abkehr von der sogenannten Sportgerichtsbarkeit. Transparenz und Vergleichbarkeit der Strafen sind in der momentanen Praxis nicht ansatzweise gegeben.

Fanmaterialien
• Freigabe aller Fanmaterialien in allen deutschen Ligen. Verbote schaffen sinnloses Konfliktpotential.

Videobeweis
• Abschaffung des Videobeweises. Emotionen unter Vorbehalt entwerten das Stadionerlebnis.

Transparenz
• Des Weiteren müssen DFB, DFL und Vereine endlich offen, zeitnah und verbindlich zu fanrelevanten Themen kommunizieren. Beispielsweise muss das Abstimmungsverhalten bei Verbandssitzungen den Vereinsmitgliedern transparent gemacht werden. Ebenso wie anstehende Themen und Entscheidungen, nur so ist echte Meinungsbildung innerhalb der Vereine möglich.

Es hat gerade erst begonnen!

Die Fanszenen Deutschlands im Januar 2019

 
Sa, 08.12.18 Alemannia Aachen - Rot Weiß Oberhausen 08.12.2018

Zuschauer: 5400 (ca. 200 Gäste)
20. Spieltag Alemannia Aachen - Rot Weiß Oberhausen 2:2

Am letzten Heimspieltag im Jahr 2018 gastierte am Samstag Nachmittag mit Rot Weiß Oberhausen einer der interessanteren Gegner und zugleich der Tabellenzweite am Tivoli.
Der Samstag Morgen verlief bei miserablem Wetter mit warmen Speisen und Getränken sowie Plaudereien und gegenseitigen Scharmützeln recht amüsant. Bereits am gesamten Morgen war auszumachen, dass die Polizei eine tierische Nervosität an den Tag legte und erkundete quasi im Minutentakt die Lage am Treffpunkt.
Im Stadion angekommen musste man ein weiteres Mal feststellen, dass selbst ein guter Gegner die Massen schon lange nicht mehr ins Stadion zieht. Gähnende Leere ist mittlerweile Alltag im heimischen Stadion, aber trotzdem versuchen wir jedes Mal das Beste draus zu machen.
Auf dem Platz legte die Alemannia gut los und übernahm schnell das Kommando. Man konnte sich zwar keine hundertprozentigen Torchancen erarbeiten, doch die Leistung wusste dennoch zu überzeugen. Nach einem astreinen Konter unserer Elf, dessen Abschluss nicht genutzt wurde, war es im direkten Gegenzug Alexander Heinze, der den Ball, zum 0:1 Rückstand, ins eigene Netz legte. Kurz vor der Halbzeitpause war es dann Oberhausens Eggersglüß der auf 2:0 erhöhte. Nach dem Seitenwechsel nahm Alemannia das Heft wieder in die Hand und konnte in der 63. Minute auf 1:2 verkürzen und es entwickelte sich eine rasante Partie mit dem ein oder anderen groben Foul auf dem nassen Grün. Der Ausgleich, 3 Minuten vor dem Schlusspfiff durch Vincent Boesen, ließ die schwarz gelben Jungs auf dem Rasen nochmal richtig Blut lecken. Schlag auf Schlag erarbeitete sich die Elf um Fuat Kilic hochkarätige Chancen, doch am Ende fehlte das Quäntchen Glück.
Zu Beginn der Partie schmücke die Yellow Connection den Stimmungsblock mit einer an den Verein gerichteten Choreografie, die sich auf die Protestspruchbänder der letzten Spieltage bezog. Unsere Sektion Heinsberg zeigt für einen verstorbenen, langjährigen Alemannen noch einen Abschiedsgruß. Ruhe in Frieden Freddy!
Die Stimmung war an diesem Tag mehr als durchwachsen, nur selten konnte man eine ordentliche Lautstärke erzielen und auch der Rest der Tribüne erwischte keinen wirklichen Sahnetag. Lediglich nach dem Anschlusstreffer und dem Ausgleich konnte man sich ganz ordentlich Gehör verschaffen. Dies konnte man nur in den letzten Minuten, wo Alemannia auf den Führungstreffer drückte, toppen und das ganze Stadion wachte nochmal auf.
Auf der Gegenseite positionierten sich rund 250 Oberhausener wie bereits in den letzten Jahren hinter der Semper Fidelis Fahne. Optisch machte der Block nur hier und da durch Schalparaden etwas her, doch richtig laut wurde es dort auch nicht.
Alles in allem eigentlich, trotz des interessanten Gegners, ein Spieltag wie jeder andere. Am Abend stand noch unsere alljährliche Weihnachtsfeier auf dem Programm, welche zu feucht- fröhlichen Extasen einlud und mal wieder kein Auge trocken ließ!
Zum letzten Spiel in diesem Jahr steht der Auswärtskick beim SC Wiedenbrück auf dem Plan. Hoffen auf das man dort zum Jahresabschluss noch einmal einen lang ersehnten Dreier einfahren kann.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 01.12.18 Wattenscheid - Alemannia Aachen 01.12.2018

19. Spieltag Wattenscheid - Alemannia Aachen 1:0

Samstag Nachmittag, 14:00 Uhr - unsere Alemannia zu Gast in Wattenscheid. Die Bilanz gegen die SGW ließt sich ernüchternd bei 7 Niederlagen in Folge, dementsprechend galt es einiges gut zu machen.

Normalerweise ist es immer eine nette Abwechslung, einmal aus dem wöchentlich gleichbleibenden Stigma der Spielberichte auszubrechen und besondere Vorkommnisse zu reflektieren, doch diesmal wäre es wohl weitaus angenehmer sich in bekannten Mustern und Abläufen zu bewegen. Leider müssen wir rückblickend konstatieren, dass die Vorkommnisse rund um die Einlassbedingungen dies nicht zulassen.

Nun aber der Reihe nach, denn der Tag begann vielversprechend positiv. Bereits früh morgens rollte unsere Busbesatzung Richtung Ruhrgebiet, um dort dem tristen Ligaalltag zu trotzen und sich in einer örtlichen Lokalität gemeinsam auf den Spieltag einzustimmen. Während die Jungs, die am Vortag noch unsere Freunde aus Kerkrade zum Auswärtsspiel begleitet hatten, versuchten der chronischen Müdigkeit zu trotzen, schaute man in durchgehend erheiterte Gesichter bei den restlichen Mitgereisten. Zu kurz sind solche Momente teilweise in den vergangenen Monaten oder gar Jahren gekommen, in denen man regelmäßig einsam seine Kreise in der Einöde Regionalliga zieht. Die Freude erreichte einen weiteren Höhepunkt, als ein 20 Mann starker Bus unserer Freunde aus Kerkrade vor uns Halt machte und in sichtlich überraschte und erfreute Gesichter zugleich blickte. Der aufmerksame Leser mag an dieser Stelle die Widersprüchlichkeit der ersten Zeilen und dem gerade Beschriebenen erkennen, denn kaum besser hätten die Voraussetzungen für einen solchen Spieltag sein können. Vor den Toren des Lohrheidestadions wurde wir jedoch eines Besseren belehrt.

Im Zuge des bundesweiten Protestspieltages, welchem im Vorfeld erneut eine große mediale Aufmerksamkeit zuteil wurde, hatten auch wir uns dazu entschlossen für die gemeinsamen Ziele einzustehen. Die Gründe hierfür und die damit verbundene Erwartungshaltung wurde unserseits ebenfalls auf unseren einschlägigen Kanälen dargelegt. Hierzu waren, neben dem 45 minütigen Verzicht auf organisierten Support, auch mehrere Spruchbänder vorgesehen. Grundsätzlich sind wir der Auffassung, dass die vorherige Anmeldung von Spruchbändern, der, im Grundgesetz verankerten, Meinungsfreiheit zuwiderläuft. Regelmäßig wird hier nicht, das, oft als Grund vorgeschobene, Material des Spruchbandes als solches in Frage gestellt, sondern vielmehr wird der Versuch verfolgt unsere oft kritischen Ansichten zu beschneiden. Hierbei kommt es oftmals zur bewussten Missinterpretation des eigenen Hausrechts, nur um kritische Stimmen zu unterbinden. Dass dies auch vor unserem Ligaalltag kein Halt macht, wurde uns bereits zu Genüge durch unseren ehemaligen Geschäftsführer bestätigt. Aus den dargelegten Gründen beschlossen wir uns daher auch an diesem Spieltag auf die Anmeldung von Spruchbändern zu verzichten. Ein solches Vorgehen heißt jedoch nicht, dass wir uns, in vollkommenden Schweigen hüllend, darauf verlassen, dass dies problemlos vonstattengeht. Daher suchen wir regelmäßig vor Ort, sofern es nötig erscheint, den Dialog mit dem zuständigen Sicherheitsbeauftragten. Wir hatten erwartet, dass dies während der Einlasskontrollen diesmal nicht notwendig sein würde, da die entsprechenden Beweggründe medial mehr als deutlich dargelegt wurden. So war die Verwunderung zwar groß, als uns die Mitnahme verweigert wurde, dennoch suchten wir das Gespräch mit dem zuständigen Sicherheitsbeauftragten. Zeitgleich kam es zu ersten Schubsereien mit dem Ordnungspersonal, welches zu diesem Zeitpunkt noch nichts von dieser Rücksprache wusste, sodass die Spruchbänder bereits in den Innenraum weitergereicht wurden. Dies löste einen ersten Tumult aus bei dem einige wenige Personen in den Innenbereich des Stadions gedrückt wurden. Jene Situation konnte jedoch schnell beruhigt werden, indem man nach Rücksprache die Spruchbänder erlaubt hatte und man gemeinsam beruhigend auf die Menge eingewirkt hatte. Die Fans, die, durch den Tumult in der Einlasskontrolle, nach vorne gedrückt worden waren, versuchten sich nunmehr wieder hinten anzustellen und einen geordneten Einlass zu ermöglichen, was ausdrücklich im Interesse des Sicherheitsbeauftragten, zwecks geregeltem Einlassprozedere, war. Das geordnete erneute Anstellen wurde bereits durch das provokante Auftreten der Polizei erschwert und konnte nur auf mehrfaches Bitten des Sicherheitsbeauftragten ermöglicht werden. Nunmehr wurde die Situation sowohl vom Sicherheitsdienst, als auch von unserer Seite als vollstens beruhigt eingeschätzt. Die Spruchbänder waren zu diesem Zeitpunkt, wie bereits zuvor erwähnt, erlaubt und stellten kein Problem dar, sodass uns ein geregeltes Einlassverfahren in den folgenden 5 Minuten zugesagt wurde. Stattdessen mussten wir nun entsetzt feststellen, dass die, auf den Plan getretene, Polizei, diejenigen Aachener aus dem Block zerrte und knüppelte, die sich bereits im Stadion befanden. Der Sicherheitsbeauftragte der SGW ließ uns wissen, dass man ihm die Situation aus den Händen genommen hätte und die Polizei nun das Vorgehen bestimmen würde. Dies wurde in der Folge extrem deutlich, als eine vollkommen beruhigte Situation bewusst zur Eskalation gebracht wurde. Jeder der im Bereich des Stadion Inneren im Umlauf unterwegs war, wurde ohne jede Vorwarnung mit Schlagstöcken malträtiert und mit Pfefferspray besprüht. Hierbei wurde derart unverhältnismäßig vorgegangen, dass sogar Kinder und auf die Bratwurst wartende Väter geschlagen und eingenebelt wurden. Mal von den ganzen persönlichen Diffamierungen abgesehen, wurde denen die hierdurch erhebliche Schmerzen erlitten hatten, das Auswaschen der Augen mit den Worten "Komm verpiss dich!" verwehrt. Dieses Vorgehen löste erneute Unruhen und Auseinandersetzungen im Einlassbereich, auf der anderen Seite des Zaunes, aus. Zu keinem Zeitpunkt wurde versucht, wie gezielt fälschlich berichtet, den Innenraum zu stürmen, vielmehr versuchten die Leute aus dem Innenraum sich der Einwirkung von Gewalt und Pfefferspray zu entziehen und aus dem Stadion zu gelangen. Hierbei wurden Jugendliche kopfüber über Absperrbaken geworfen und wahllos auf alles und jeden eingeschlagen. Den hierbei erneut verletzten Alemannen wurde abermals die Hilfeleistung verwehrt. Ein gemeinsamer Dialogversuch seitens des Sicherheitsbeauftragten und uns mit dem leitenden Beamten, was für uns ein absolutes Novum darstellt, konnte ebenfalls nicht zur Deeskalation der Lage beitragen, sondern zeigte nur die immense Gleichgültigkeit der Polizei. Dies bestätigt uns nur darin, dass ein Dialog mit jenen, die gemütlich in irgendwelchen warmen Containern sitzen und der Polizeigewalt der Ihren vergnügt zu schauen, zwecklos ist. Es wurde seitens der Polizei ganz gezielt eine komplett beruhigte Situation zum Anlass genommen, um eine Eskalation herbeizuführen. Ein normaler Besuch des Spieltages war für uns zu diesem Zeitpunkt keine ernsthafte Alternative mehr, da ein erneutes unfundiertes Vorgehen der Polizei nicht auszuschließen war. Daher beschloss man dem Stadion fernzubleiben. Wir wollen ausdrücklich klarmachen, dass dieser Entschluss sich nicht gegen die eigene Mannschaft richten sollte, sondern im Interesse derer getätigt wurde, die an diesem Nachmittag Opfer willkürlicher Polizeigewalt geworden sind und denen eine entsprechende Erstversorgung bewusst verwehrt wurde. Unser Dank gilt an dieser Stelle all den Fanclubs und Einzelpersonen die sich solidarisch gezeigt und auf eine Zaunbeflaggung verzichtet haben oder gar dem Stadion ferngeblieben sind.

Über die Geschehnisse hinaus verurteilen wir, die fast zeitgleiche, mediale Berichterstattung der Aachener Zeitung/Nachrichten, welche sich wie schon so oft dazu hinreißen ließ, die Alemannia Fangemeinde in ein schlechtes Licht zu rücken und Unwahrheiten über die Vorfälle zu verbreiten und diese mit polemischen, sowie zusammenhangslosen Inhalten zu untermauern. Teils obskure Ammenmärchen von Ordnern mit Kopfverletzungen durch Gewalteinwirkung mit Glasflaschen und kontextlose Pyrobilder wurden erst weitaus später geändert und relativiert. Eine Klarstellung bleibt bis heute aus. Im Zuge der Vorfälle wäre es wünschenswert, wenn man auf Seiten der Vereinsführung dies zum Anlass nehmen würde, um sich klar zu seinen Fans zu positionieren und ein solches Vorgehen auf Schärfste zu kritisieren! Denn eine geeinte Alemannia Familie basiert auch darauf, in entscheidenden Momenten nicht dem polemisch medialen Druck zu weichen und in puren Aktionismus zu verfallen, sondern eben auch mal den, auf den ersten Blick, unbequemeren Weg zu gehen und sich zu seinen Anhängern zu bekennen! Das öffentlich gemachte Statement zur konstruktiven Aufarbeitung der Vorfälle, darf hier nur den Beginn des Prozesses darstellen.

Das Spiel endete indes mit 0:1 erneut mit einer Niederlage, um aber nicht nur mit unliebsamen Nachrichten zu schließen, wollen wir an dieser Stelle noch die Möglichkeit nutzen, uns bei unseren mitgereisten Freunden aus Kerkrade zu bedanken. Die Überraschung ist wahrlich geglückt!

Allem Übel zu Trotz sehen wir uns am Samstag zum Heimspiel gegen Oberhausen und hoffen insgeheim vielleicht sogar ein wenig darauf mit einem Spielbericht in altbekanntem Muster aufzuwarten, sollten nicht unerwartet positive Ereignisse auf uns einpreschen!
Karlsbande Ultras

 
Sa, 24.11.18 Schlebusch - Alemannia Aachen 24.11.2018

Zuschauer: 1000 (davon ca. 400 aus Aachen)

FVM-Pokal Achtelfinale SV Schlebusch - Alemannia Aachen 1:3

Während die Regionalliga West ein spielfreies Wochenende zu vermelden hatte, stand mit dem Achtelfinale des FVM-Pokals für unser Team trotzdem ein Pflichtspiel auf dem Plan, schließlich ist der Mafia Pokal diese Saison das große Ziel. Da das Spiel in Leverkusen stattfinden sollte, was keine 90 km entfernt liegt entschied man sich mit der Ultraszene für die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor Abfahrt wurde diesmal ein anderer Treffpunkt gewählt, da man vorher mal eine andere Kneipe besichtigen wollte, welche dann leider noch geschlossen hatte.
In Schlebusch am Bahnhof angekommen, wurden wir auch schon von einer ganzen Horde Polizisten in Empfang genommen und auf mehr oder weniger direktem Weg zum Stadion geleitet. Yellow Connection boykottierte das Spiel und blieb vor den Toren. Die Gründe dafür könnt ihr der Stellungnahme auf ihrer Homepage entnehmen.
Für uns und das Kollektiv kam dieser Schritt nicht in Frage und wir betraten den Ground. Im "Block" angekommen wurde uns klar, dass wir uns für die Zaunbeflaggung etwas einfallen lassen mussten wozu kurzerhand die Bauzäune umfunktioniert wurden. An diesen konnten die Zaunfahnen, wie auch die Trommel befestigt werden. Gute Idee, top Umsetzung. Nachdem noch einige Autofahrer aus unseren Reihen begrüßt wurden, begann auch schon das Spiel gegen den vermeintlichen Außenseiter aus der Landesliga.
Da unsere Mannschaft es allerdings nicht verstand, die Dominanz der letzten Ligaspiele auch heute auf den Platz zu bringen, wurde es ein munterer Kick der bis zum Schluss spannend blieb. Am Ende konnte sich die Alemannia dann doch verdient mit 3:1 durchsetzen und steht somit im Viertelfinale des FVM-Pokals.
Zum Anpfiff gab es ein paar Musterschwenker zusehen . Der Block legte auch recht gut los, wobei die Lautstärke von Anfang an nicht allzu überzeugend gestaltet werden konnte. Es gab lautere und leisere Phasen. Im Großen und Ganzen war der Auftritt über die 90 Minuten aber den Umständen entsprechend nicht schlecht. Das Rad wurde nicht neu erfunden aber für diesen Dorfplatz war es ok. Lässt sich eigentlich mit der ersten Runde vergleichen außer dass es ein bisschen ernster genommen werden musste. Fahnen waren meist nur eine Hand voll in der Luft, wobei der Platz auch nicht viel mehr zuließ. 2-3 Mal stiegen dann auch weitere Aachener abseits des Ultrahaufens in die Gesänge ein. Schade, dass diese im Regelfall nur noch Alemannia zum Fußball gucken begleiten.
Nachdem Spiel wurden alle Sachen zusammengepackt sich von der Mannschaft und den Autofahrern verabschiedet und Yellow Connection wieder eingesammelt.
Der Rückweg vom Stadion zum Bahnhof verlief genauso ruhig wie der Hinweg und so konnte man nach zweieinhalb Kilometern Fußmarsch noch den Bahnhofskioskbesitzer glücklich machen, der wohl nicht jeden Samstagabend die Kühlschränke so leergekauft bekommt.
Auch die Rückfahrt verlief relativ ereignisarm, sodass man in den frühen Abendstunden die Kaiserstadt wieder erreichte.
Nächste Woche geht es nach Wattenscheid zum vorletzten Auswärtsspiel vor der Winterpause. Wir hoffen, dass die Mannschaft dann wieder den Fußball der letzten Wochen präsentiert und nach mittlerweile 7 Niederlagen in Folge gegen die Wattenscheider, diesmal als Sieger vom Platz gehen kann.
Karlsbande Ultras

 
Do, 29.11.18 Der Protest geht weiter - Samstag Wattenscheid 01.12.18 29.11.2018

Keine Montagsspiele in der Bundesliga ab der Saison 2021/2022, so titelten die Zeitungen in der letzten Woche. Kurz zuvor veröffentlichten wir als Fanszenen Deutschlands unsere Protestpläne bezüglich des Spieltags vom 30.11. bis zum 03.12., bei welchem wir ein deutliches Zeichen gegen die Spieltagszerstückelung und insbesondere gegen Montagsspiele setzen wollen.

Und nun? Ist doch alles gut, Ziel erreicht, weitersingen, danke.

Pustekuchen!

Klar ist: Diese, bisher nicht verbindliche, Aussage, die wohl aus einem Stimmungsbild der Erstligisten hervorgegangen ist, ist ein großer Erfolg! Dieser Erfolg ist zurückzuführen auf den jahrelangen Protest gegen Spieltagszerstückelung und insbesondere auf den Protest seit der Einführung der Montagsspiele in der 1. Bundesliga. Dieses Stimmungsbild zeigt, was wir als Fans erreichen können, wenn wir gemeinsam starke und aussagekräftige Zeichen für unsere Rechte und Interessen setzen. Es zeigt auch, dass die Vereine eine entscheidende Rolle in der Vermarktungsspirale innehaben. Diese Rolle müssen die Vereine nutzen, um neben ihren berechtigten Kapitalinteressen auch unsere Interessen und Forderungen zu berücksichtigen und sie in der DFL zu vertreten.

Klar ist aber auch: Dieser Schritt kann nur der Anfang sein! Der Protest, der in den letzten beiden Jahren erheblich an Fahrt aufgenommen hat, war nur deshalb so stark und öffentlichkeitswirksam, weil er solidarisch von der ersten bis zur fünften Liga mitgetragen wurde. Diese Solidarität müssen wir auch weiterhin an den Tag legen! Wir freuen uns darüber, dass die Vereine der 1. Bundesliga Montagsspiele abschaffen wollen. Das reicht uns aber nicht! Wir wollen Montagsspiele generell abschaffen – in jeder Liga! Deshalb werden wir unseren Protest genauso in die Stadien tragen, wie vor dieser Meldung. Gerade in der zweiten Bundesliga laufen vergleichbare Befragungen und Gespräche, wie in der ersten Liga. Diese Gespräche werden in der Woche nach dem Protestspieltag fortgeführt. Setzen wir durch unseren 45-minütigen Boykott ein konkretes starkes Zeichen dafür, dass sich die Zweitligisten der Entscheidung der Erstligisten anschließen. Zeigen wir darüber hinaus, dass wir Montagsspiele konsequent und generell ablehnen.



Das geht nur gemeinsam, die Zeit ist reif:

Holen wir uns den Fußball zurück – von der ersten bis zur letzten Liga!

 
Di, 20.11.18 Bundesweite Proteste vom 30.11. bis 3.12. 20.11.2018

Die jüngsten Veröffentlichungen zu Super-League-Plänen und anderen geheimen Deals in den Hinterzimmern der Manager sollten auch den letzten Zweiflern vor Augen geführt haben: Die heutige Fußballwelt hat mit Werten wie Fairness und Solidarität rein gar nichts mehr zu tun.

Finanzstarke Klubs umgehen im großen Stil Regelungen und werden bei ihren Bestrebungen nach immer mehr Profit ungeniert von führenden Funktionären hofiert und sogar noch vor Sanktionen geschützt. Die Schere zwischen arm und reich geht dabei immer weiter auseinander. Verlierer dieser Entwicklung sind neben den tiefer spielenden Vereinen der sportliche Wettbewerb im Gesamten und insbesondere wir Fans.

Es zählen vor allem Rendite und die Generierung von noch mehr Geld. DFB und DFL demonstrieren dies seit längerem, zuletzt unter anderem durch Anstoßzeiten fürs TV, die fundamental entgegen den Belangen von uns Stadiongängern stehen. In allen oberen Ligen finden nun Spiele am Montagabend statt, seit letzter Saison sogar in der ersten Bundesliga. Diese Entwicklung darf von uns Fans nicht hingenommen werden, denn nur wir können mit geschlossenem und starken Protest diesem Trend entgegenwirken! Im Sinne eines Fußballs für die Fans und nicht eines des finanziellen Profits.

Die Vorbereitungen für die nächste Ausschreibung der TV-Rechte sind in vollem Gange. Unsere Forderung an die Vertreter der Vereine in der DFL ist klar: Schafft die Montagsspiele und die Anstoßzeiten unter der Woche ab!

Wie die Anstoßzeiten in den kommenden Spielzeiten gestaltet werden, liegt auch in unserer Hand. Als Fans und Mitglieder haben wir ein Recht darauf zu erfahren, wie unsere Vereinsvertreter auf DFL-Sitzungen entscheiden. Nur mit umfangreicher Transparenz kann Abstimmungen und dubiosen Deals in Hinterzimmern entgegengewirkt werden.

Am 13.Spieltag hat die DFL erneut ein Erstligaspiel auf den Montagabend gelegt, zudem findet in der 3. Liga unter der Regie des DFB, wie fast jeden Montag, eine Partie statt. Am Wochenende rund um diesen Spieltag wird es daher zu bundesweiten Protesten in den Fankurven kommen:

Wir werden die komplette erste Halbzeit auf organisierten Support verzichten.

Ein wirksamer Protest kann nur gemeinsam funktionieren. Selbstverständlich fällt es niemandem leicht, die eigene Mannschaft in dieser Zeit nicht zu unterstützen. Allerdings besteht die riesige Chance auf entscheidende Veränderungen, die den Fußball endlich wieder in eine positive Richtung lenken würden. Aus Kreisen der Vereine ist zu hören, dass die Abschaffung der Montagsspiele und englischen Wochen als durchaus realistisch eingeschätzt wird. Selbst das Montagsspiel der zweiten Liga steht zugunsten eines Alternativtermins am Samstagabend zur Diskussion. Also lasst uns aktiv werden und unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Wir holen uns unser Spiel zurück!

 
Sa, 17.11.18 Alemannia Aachen - Viktoria Köln 17.11.2018

Zuschauer: 6300 (davon ca. 100 aus Köln)

18. Spieltag Alemannia Aachen - Viktoria Köln 1:1

Zum ersten Spiel der Rückrunde, welches wie üblich vor der eigentlichen Winterpause stattfand, gastierte mit der Viktoria der Tabellenführer aus der ungeliebten Domstadt in der schönen Kaiserstadt. Ähnlich unbeliebt wie die Domstadt, war auch wieder mal die Spielansetzung auf Freitag-Abend. Trotzdem sammelte sich am üblichen Treffpunkt ein ansehnlicher Haufen zusammen um das Wochenende gebührend einzuläuten. Am Eingang gab es mal wieder ein wenig Aufregung seitens der Polizei, da man ihren Anweisungen keine Beachtung schenkte. Dass am Eingang hinter dem dafür vorgesehenen Ordnungspersonal noch die Herren in ihren blauen Uniformen stehen, ist für uns sowieso ein Dorn im Auge, da diese unserer Meinung nach nichts im Stadion zu suchen haben. Im Block wurde dann zügig das Material bestückt, welches pünktlich zum Einlaufen der Mannschaften für ein angemessenes Intro sorgte. Das Spiel verlief ähnlich wie die letzten Drei. Unser Team spielte sich wahrlich in einen Rausch und zeigte dem Tabellenführer, dass man ihnen nicht kampflos die Punkte überlassen will. In der ersten Halbzeit hatte unsere Elf bereits zahlreiche Chancen, konnte diese aber wie so oft nicht nutzen. Zu Beginn der zweiten Hälfte belohnte sich das Team dann endlich für ihre Mühen und ging nach einer Ecke durch einen Kopfball von Fiedler verdient in Führung. Nur fünf Minuten später fing man sich ebenfalls nach einer Ecke den unverdienten Ausgleich. Auch danach gab unser Team den Ton an, hatte Chancen die eigentlich für zwei Spiele reichen müssten, kämpfte um jeden Ball und spielte den Tabellenführer regelrecht an die Wand. Dennoch blieb es am Ende beim unglücklichen 1:1. Ein Sieg wäre mehr als verdient gewesen, jedoch ließ die Chancenverwertung wiederholt zu wünschen übrig und verhinderte den Sieg.
Die Stimmung ließ in der ersten Halbzeit sehr zu wünschen übrig. Die Tribüne und der Stimmungsblock waren zwar diesmal besser gefüllt als bei den vergangen Heimspielen, dennoch schaffte man es nicht den Rest mitzuziehen. Dies lief im zweiten Durchgang deutlich besser und so konnte man das ein oder andere Mal eine gute Lautstärke erzielen. Besonders in der spannenden Schlussphase, in welcher das Team immer häufiger vor das Tor kam, wechselte sich angespannte Ruhe mit einer enormen Lautstärke ab. Während dem Spiel zeigte die YC nochmal mittels Spruchband, dass der Verein den ungeliebten Tittensender und seine noch ungeliebteren Montagsspiele boykottieren soll.
Nachdem man am Sonntag zunächst unsere Freunde aus Kerkrade beim Derby in Maastricht unterstützt, geht es am, eigentlich spielfreien, nächsten Wochenende in Schlebusch um den Einzug ins Viertelfinale des Mittelrhein-Pokals.
Karlsbande Ultras

 
Archiv

Saison 18/19 Hinrunde
Saison 17/18 Rueckrunde
Saison 17/18 Hinrunde
Saison 16/17 Rueckrunde
Saison 16/17 Hinrunde
Saison 15/16 Rueckrunde
Saison 15/16 Hinrunde
Saison 14/15 Rueckrunde
Saison 14/15 Hinrunde
Saison 13/14 Rueckrunde
Saison 13/14 Hinrunde
Saison 12/13 Rueckrunde
Saison 12/13 Hinrunde

Saison 11/12 Rueckrunde
Saison 11/12 Hinrunde
Saison 10/11 Rueckrunde
Saison 10/11 Hinrunde