.: Karlsbande Ultras :.
 

Spielberichte Rückrunde 17/18
Mo, 21.05.18 Alemannia Aachen - Viktoria Köln 21.05.2018

Zuschauer: 5500 (davon ca. 4000 Öcher)

Pokalfinale Alemannia Aachen - Viktoria Köln 0:2 n.V.

Da war er nun, der Tag an dem man das wichtigste Spiel seit Jahren spielen sollte! Es ging um alles! Sowohl finanziell als auch sportlich könnte man mit einem Sieg im heutigen Finale einen Meilenstein setzten! Aber alles der Reihe nach!
Man hatte sich dazu entschieden, die Jungs um Trainer Fuat Kilic nochmal richtig heiß zu machen und somit das Training am Samstag Nachmittag zu besuchen. Als man mit etwa 70 Leuten den Schotter Richtung Trainingsplatz, mit einigen Schlachtrufen passierte, war staunen in den Gesichtern unserer Mannschaft zu sehen. Mit zwei am Zaun platzierten Spruchbändern, die darauf aufmerksam machten was man von den schwarz- gelben Kickern erwartete, war die Botschaft klar! Kampf, Leidenschaft, Wille und bis zuletzt alles für Alemannia!
Am Spieltag selbst traf sich unsere Gruppe bereits in den frühen Morgenstunden um die Fahrt ins etwa 100 km entfernte Bonn mit 2 randvollen Bussen anzutreten. Doch es ging nicht wie gewohnt direkt Richtung Spielstätte des Bonner Sportclubs sondern man hatte im Vorfeld eine Lokalität ausgemacht wo man sich gemeinsam mit der Yellow Connection und dem Kollektiv auf das Spiel einstimmte.
Mit gut geölten Kehlen machte sich der mehr als 200 Mann starke Mob, der natürlich dem Aufruf "ALLE IN GELB ZUM POKALFINALE" zu 100% Folge geleistet hatte, per Fußmarsch auf den Weg Richtung Stadion ! Natürlich ließen es sich einige Passanten nicht nehmen ihr Highlight des Lebens zu filmen und man musste diese mal wieder klar darauf aufmerksam machen die Linsen unten zu lassen ! Am Stadion angekommen wurden die Vorbereitungen zu einem von unserer Gruppe geplanten Intro getroffen und der Zaun mit den üblichen Materialien beflaggt.
Zum Einlaufen der Mannschaften zierte einer der zwei Stehplatzblöcke ein Fahnenmeer aus schwarz weiß gelben Musterschwenkern und einem dazugehörigen Spruchband "UND DU WIRST SEHEN, AACHEN IN BERLIN!" Zudem stieg reichlich Rauch in selbigen Muster in den Himmel über der ehemaligen Hauptstadt.
Der Aachener Anhang startete sehr gut in die Partie und man konnte trotz des heißen Wetters und non Stopp pralle Sonne auf den proppevollen Stehplatz über die gesamte Spielzeit eine gute Lautstärke, sowie eine solide mitmachqoute der Öcher auf den Rängen ausmachen. Mit einem guten Mix aus neuen und alten Liedern, stellte man klar wer heute im Stadion Bonn das sagen hat! Auch der Wechselgesang mit den Alemannen die sich an diesem Tag für die überdachte Sitzplatztribüne entschieden hatte, wusste zu überzeugen! Alles in allem kann man mit dem Auftritt auf den Rängen sehr zufrieden sein! Mitte der zweiten Hälfte zeigten wir ein Spruchband für unsere Freunde aus Kerkrade die durch eine Niederlage in der Relegation den schweren Gang in die zweite Liga antreten mussten.
In der 10. Minute der Verlängerung wurde der Support von einigen Fackeln untermalt die, die Jungs auf dem Rasen nochmal richtig heiß machen sollten. Das unsere Mannschaft die zum größten Teil aus jungen Spielern besteht durch solche Aktionen noch einmal richtig gepusht werden steht hierbei außer Frage! PYROTECHNIK IST KEIN VERBRECHEN!

Unsere Jungs auf dem Rasen zeigten von Anfang an, dass sie Bock auf das Spiel hatten und man hatte das Gefühl, dass die Botschaft, die man den Jungs beim Training mit auf den Weg gegeben hat, angekommen ist. Man kämpfte um jeden Zentimeter und über die gesamte Spielzeit erspielten sich beide Mannschaften einige Chancen die bis zum Ende der regulären Spielzeit ungenutzt blieben. Erwähnenswert ist hierbei die Doppelchance der Alemannia kurz vor Schluss mit der man das Spiel hätte für sich entscheiden können. Doch es ging in die Verlängerung! In der 109. min dann der bittere Rückschlag. Ein Patzer von Torhüter Marc Depta, der unsere Jungs bis dato mit einer überragenden Torwartleistung im Spiel gehalten hat und das Unentschieden in die Verlängerung rettete, bescherte das 1:0 für die Kölner. Ein Schlag in die fresse für jeden Alemannen! Das Spiel wurde hitziger und im Eifer des Gefechts lies sich Alemannias Mickels zu einer Rangelei hinreißen und flog mit rot vom Platz. In der 5. Minute der Nachspielzeit dann das 2:0 für Viktora. Das Spiel war gelaufen! Verloren! Scheisse! Viele leere und traurige Gesichter im Aachener Block!
Der Mannschaft kann man keinen Vorwurf machen! Kampf, Wille und Leidenschaft wussten von Minute eins an zu überzeugen man hat getan was man konnte. Nur das Tor hat gefehlt.
Die Rückfahrt verlief ruhiger als gewohnt. Die meisten Jungs und Mädels in den Bussen waren sichtlich geschockt über das verlorene Spiel und jeder versuchte das Erlebte auf seine Art zu verdauen!
Nächstes Jahr holen wir dann den Titel, steigen auf und spielen in null Komma nichts international ! Auf geht's in die Sommerpause!
Karlsbande Ultras

 
Pokalfinale 16.05.2018

 
So, 13.05.18 Alemannia Aachen - Westfalia Rhynern 13.05.2018

Zuschauer: 4300 (davon ca. 50 Gäste)

34. Spieltag Alemannia Aachen - Westfalia Rhynern 2:2

Letzter Spieltag der Regionalliga West. Es geht noch um alles. Zu Gast in der Kaiserstadt die ruhmreiche Westfalia aus der Großstadt Rhynern. Wer vor solch einem großen Spiel nicht Top-motiviert ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Spaß beiseite. Den Spieltag startete man bei Öcher Regen wie gewohnt mit Fleisch aus der Friteuse und Bier aus dem Kühlschrank. Die Saison ist, nachdem der Platz an der Tabellenspitze nicht mehr erreichbar ist, für die meisten gelaufen. Dennoch motivierte man sich selbstverständlich, die Saison gebührend zu Ende zu bringen bevor es eine Woche später im Pokalfinale darum geht diese Saison doch noch mit einem Highlight hoffentlich positiv zu beenden. Nachdem die Mägen gefüllt und sich über jeglichen Unsinn der Arbeitswoche ausgetauscht wurde, ging es zum letzten Mal in dieser Saison den kurzen Weg rüber ins Stadion um die Fahnen zu hissen. Mit dabei war heute wieder die große Werner Fuchs Fahne, da sich der Todestag unseres Trainers am vergangenen Freitag nun schon zum 19.ten mal jährte.
Werner Fuchs - unvergessen!
Auf der Nordtribüne hingen wir außerdem nochmal das Spruchband aus unserem letzten Spiel auf, (Alle in GELB zum Pokalfinale) um am Pfingstmontag ein möglichst geschlossenes Bild abzugeben und als eine Wand hinter unserer Mannschaft zu stehen. Dass unser Team, von dem die Hälfte vor dem Spiel verabschiedet wurde, was wir mit einem Spruchband ''Alles außer Aachen ist scheiße'' begleiteten, die Saison bereits nach dem Spiel gegen Wegberg für beendet erklärt hatte, konnte man an den Ergebnissen gegen Viktoria und Wattenscheid sehen. Dies zeigte sich zunächst auch bei diesem Spiel. Der bereits als Absteiger feststehende Gast ging nach nur Elf Minuten in Führung. Diese Führung hielt bis nach der Pause an, in welcher sich die Spieler wahrscheinlich nicht nur nette Worte von Kilic anhören durften. Denn nur fünf Minuten nach der Pause traf Mickels zum Ausgleich, um nur drei Minuten später die Führung zu erzielen. Die Führung konnte dann bis kurz vor Schluss gehalten werden, jedoch glich der Gast nach zahlreichen Möglichkeiten dennoch kurz vor dem Abpfiff aus. Die Tribüne leerte sich danach, bis auf den Stimmungsblock, schlagartig. Nach dem Spiel machte man den Spielern mittels Spruchband ("Spieler kommen und gehen - doch eins sollte klar sein: Wir wollen euch bis zum Ende kämpfen sehen), welches bereits zum Warm machen vor dem Spiel hing, klar worum es im Finale geht. Es ist nicht weniger als das wichtigste Spiel der letzten Jahre. Mit dem Einzug in die erste Runde des Mafia-Pokals könnte man zum einen seinen Etat für die nächste Saison, in der der Meister direkt aufsteigen wird, erhöhen, zum anderen den Fans nochmal ein großes Spiel in Aachen bescheren. Die Stimmung bei diesem letzten Heimspiel war wie so oft in gute und schlechte Phasen geteilt. Die Kurve wurde in den letzten Spielen zusehends leerer. Immerhin bewegt sich der Stimmungsblock auf einem konstanten Level. Vor dem Spiel zeigte YC eine schöne Choreo, in der in einem Buch (inkl. Umschlag einer Seite) die wichtigsten Momente der Vereinsgeschichte der Alemannia gezeigt wurden. Die 50 angereisten Fans aus Rhynern überraschten vor dem Spiel mit einer kleinen Ballon-Choreo in Vereinsfarben mit dem passenden Spruch "Hurra das ganze Dorf ist da". Zwar nichts Weltbewegendes, aber mehr als man erwartet hatte und ebenfalls mehr als die meisten anderen Dorfvereine in dieser Liga mitgebracht haben.
Auf geht´s Aachen, kämpfen und Siegen! Und du wirst sehen - Aachen in Berlin!
Karlbande Ultras

 
Sa, 05.05.18 Wattenscheid - Alemannia Aachen 05.05.2018

Zuschauer: 2500 (davon ca. 400 Öcher)

33. Spieltag Wattenscheid - Alemannia Aachen 3:0

Schon früh traf man sich an diesem Samstag, um die Reise in den Westen Bochums anzutreten. Mit einem Bus machte man sich 4 Stunden vor Anpfiff auf und rollte los. Die Hinfahrt verlief gewohnt ruhig und nicht zuletzt dank unseres DJs an Bord konnte man den Spieltag mit einer gehörigen Portion Spaß einläuten.
Bei bestem Fußballwetter kamen wir dann auch früh am Wattenscheider Lohrheidestadion an und hatten so genügend Zeit den Sitzplatzbereich mit unseren Fahnen zu schmücken, ehe die Partie auch losging. Die erste Halbzeit war ziemlich langweilig und auf dem Rasen passierte nicht viel. Im Gegensatz dazu konnte der Aachener Anhang zu Beginn des Spiels einen guten Auftritt hinlegen. Mitmachquote und Lautstärke wussten phasenweise auf jedenfall zu überzeugen. Schade, dass in den letzten Wochen die Stimmung von den Rängen nicht auf die Mannschaft überschwappt.
In Halbzeit 2 flachte der Support eher ab, die Motivation ebbte, nicht zuletzt wegen des schlechten Spiels, immer weiter ab und die Alemannen konnten nach dem 0:1 in der 53. Minute auch nicht nochmal zurückkommen. Vielmehr gab es noch 2 weitere späte Gegentreffer womit sich der Endstand auf 3:0 für Wattenscheid erhöhte.
Nicht das Ergebnis, sondern die ''Leistung'' auf dem Platz brachten dann nach Abpfiff einige Aachener Anhänger dazu, den eigenen Spielern regelrechte ''Ansagen'' zu machen. Inwiefern da die richtigen Worte gefallen sind bleibt fragwürdig. Was nicht fragwürdig bleibt ist, dass es zumindest langsam wieder Zeit wird für eine Leistungssteigerung, denn in zwei Wochen steht nicht nur das wichtigste Spiel der Saison, sondern der letzten paar Jahre auf dem Programm.
Nun ja, alles in allem hätte man sich heute sicher einen anderen Ablauf des Spiels gewünscht, jedoch ist die Saison sowieso gelaufen und vor der Saison hätte auch niemand mit dem 4.ten Platz gerechnet, den sich die Alemannia bisher erspielt hat.
Nach einer feucht-fröhlichen Rückfahrt, ging es für den Großteil der Gruppe noch in Richtung Stadt, um den Spieltag standesgemäß ausklingen zu lassen. Nächsten Sonntag beehrt uns der Absteiger aus Rhynern, bei dem wir vor rund einem Monat unser Nachholspiel mit 2:0 gewinnen konnten, am heimischen Tivoli zum letzten Ligaspiel der Saison. Bleibt zu hoffen, dass sich unsere Jungs da noch einmal Selbstvertrauen für die Aufgabe im Pokal holen können!
Karlsbande Ultras

 
Mi, 02.05.18 Alemannia Aachen - Viktoria Köln 02.05.2018

Zuschauer: 8300 (davon ca. 100 Gäste)

21. Spieltag Alemannia Aachen - Viktoria Köln 0:4

Es war der 16. Dezember 1900, die Gründung unserer geliebten Alemannia! Somit rief der Verein das Spiel dieses 21. Spieltages der Regionalliga West zum Geburtstagsspiel auf und machte reichlich Werbung für diesen Kick. Anlässlich des 117. Geburtstags der Alemannia sollte der Ticketzähler die magische Zahl 11.700 erreichen, niedrige Ticket und Bierpreise sowie Snacks und Merchandising Artikel für die Hälfte sollten das Stadion am 16.12.2017 füllen. Leider wurde dieser Geburtstag aufgrund von mieserabelen Wetterbedingungen letztendlich um geschlagene 138 Tage nach hinten verschoben.
An diesem Tag traf sich die Gruppe wie gewohnt frühzeitig um sich gemeinsam auf das Spiel, gegen einen vermeintlich unschlagbaren Gegner, einzustimmen. Nachdem man im Stadion die gewohnten Vorbereitungen hinter sich gebracht hatte konnte es los gehen.
Die Kurve startete mit einer sehr ansehnlichen Choero der Yellow Connection anlässlich des bereits erwähnten Vereins Geburtstag. Stimmungstechnisch nahm auch die Aachener Süd heute gut Fahrt auf und die vom Stimmungsblock inszenierten Gesänge sprangen wie ein Funke auf den Rest der Tribüne über sodass man oftmals eine sehr gute Lautstärke erzielen konnte. Doch bereits nach 7 Spielminuten mussten unsere Mannen den ersten Rückschlag hinnehmen, denn Viktoria ging in Führung! Von diesem Gegentor ließ der Aachener Anhang sich erstmal nicht beeindrucken und man versuchte mit aller Kraft die Mannschaft nach vorne zu Peitschen und ihnen Mut zu zu sprechen. Doch das kam auf dem Platz wohl nicht so wirklich an. Viktoria erhöhe in der 22. Minute auf 2:0 und 20 Minuten später stand sogar die 4 auf Seiten der Kölner. Die Stimmung flachte dementsprechend mit der Zeit ab und den meisten schwarz- gelben war die Fassungslosigkeit ins Gesicht geschrieben. Unsere Jungs hatten bis dato keinerlei Gegenwehr gezeigt und kamen auch nur spärlich vor den Kasten von Patzler. Dann wurde der Alptraum durch Schiedsrichter Florian Exner für 15 min unterbrochen, der beide Teams zur Halbzeitpause in die Kabine bat.
In der Halbzeit zeigten wir ein Spruchband in Richtung der Kurve mit der Aufschrift "Alle in Gelb zum Pokalfinale" um möglichst viele Öcher mit der Botschaft erreichen zu können!
In der zweiten Halbzeit spielte die Alemannia besser mit erarbeitete sich Chancen und nahm den Kampf mit den übermächtigen Gegner an. Belohnt hatte sich unsere elf an diesem Tag leider nicht. Trotzdem kann man auf die zweite Hälfte aufbauen und den Kopf nicht hängen lassen ! Spätestens in Minute 60 war sich auch der letzte Alemanne bewusst das die Kiste durch ist, nichts desto trotz könnte man nochmal ordentlich Lautstärke in die Hütte bringen als unsere Vereinshymne durch das große rund schallte. Abpfiff! Gott sei Dank!
Während der ersten hälfte war im Stimmungsblock noch ein Spruchband mit der Aufschrift "Gute Besserung Krause", für den über Jahrzehnte Hausmeister der Alemannia der im Laufe der Woche einen Schlaganfall erlitt, zu lesen. An dieser Stelle nochmal die besten Genesungswünsche!
An diesem Spieltag konnte es nur einen verdienten Sieger geben, die Jungs aus Köln, die bereits 80 eigene Tore auf ihrem Konto zu verbuchen hatten und weiter oben an der Tabellenspitze kratzen.
Nach dem Spiel machte man sich auf den Weg in die gewohnten Räumlichkeiten und der Abend nahm bei netten Plaudereien ein paar kühlen Bieren sowie einigen Blödeleien ein spätes Ende.
Am Samstag steht mit der SG Wattenscheid 09 der Gegner des letzten Auswärtskicks der laufenden Regionalliga Saison an, ein Auswärtssieg zum vorletzten Spieltag wäre wünschenswert !
Karlsbande Ultras

 
Neues Polizeiaufgabengesetz in Bayern stoppen! 30.04.2018

Mit Sorge blicken wir als Fußballfans derzeit nach Bayern. Voraussichtlich im Mai will die dortige Landesregierung über ein neues Polizeiaufgabengesetz (PAG) abstimmen. Die Gesetzesnovelle beobachten wir bundesweit mit großer Skepsis. Wir befürchten: Das Gesetz könnte für andere Bundesländer Signalwirkung haben – und es wird uns auch als Fußballfans betreffen.

Um was geht es?

Das Gesetz soll die Befugnisse der Polizei in Bayern massiv erweitern. Konkret führt der derzeitige Entwurf den Begriff der sogenannten „drohenden Gefahr“ ein. Das bedeutet: Sobald die Polizei vermutet, dass eine Person zukünftig Straftaten begehen könnte, kann sie umfassende Maßnahmen einleiten. Dafür muss man in der Vergangenheit keine Straftaten begangen haben. Faktisch stellt das neue Gesetz jeden Bürger unter Generalverdacht. Geht es so durch wie derzeit geplant, hätte die Polizei in Bayern nahezu grenzenlose Befugnisse.

- Die Polizei dürfte auf reinen Verdacht Orts-, Aufenthalts-, und Kontaktverbote aussprechen.
- Die Polizei dürfte auf reinen Verdacht elektronische Fußfesseln gegen mögliche „Gefährder“ aussprechen.
- Die Polizei dürfte auf reinen Verdacht die Telekommunikation anzapfen – und das zum Beispiel auch in eigentlich verschlüsselten Nachrichten und Chats.
- Die Polizei dürfte auf reinen Verdacht Postsendungen abfangen.
- Die Polizei dürfte in Echtzeit Kameradaten auswerten und die Leute auf den Aufnahmen identifizieren. Zudem sollen Einsatzkräfte mit sogenannten „Bodycams“ ausgestattet werden.
- Die Polizei hätte die Möglichkeit, beispielsweise über Drohnen, Videos von „Verdächtigen“ zu filmen, ihre Handydaten zu speichern oder ihre Telefon- und Internetverbindungen zu kappen.
- Die Polizei dürfte nicht mehr nur Maschinengewehre und Handgranaten einsetzen, sondern auch Sprenggeschosse, die aus Schusswaffen verschossen werden können.

Was geht uns das an?

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass das Gesetz bundesweit Schule machen könnte. Heute Bayern, morgen Deutschland. Andere Bundesländer, wie zum Beispiel Nordrhein-Westfalen, sollen bereits über die Einführung ähnlicher Gesetze nachdenken.

Hinzu kommt, dass wir als Fußballfans nahezu alle vom neuen PAG betroffen sind. Spätestens dann nämlich, wenn wir selbst zu Auswärtsspielen nach Bayern reisen. Schon jetzt treten die Einsatzkräfte dort häufig aggressiver auf, als in anderen Bundesländern. Wir fragen uns: Wie wird das erst mit den erweiterten Befugnissen sein? Schließlich macht das Bayerische Innenministerium gar keinen Hehl daraus: Der Begriff der „drohenden Gefahr“ soll nicht nur auf dem Gebiet der Terrorabwehr gelten. Bedeutet konkret: Auch wir als Fußballfans werden früher oder später unter die Kategorie potenzieller Gefährder fallen. Nicht weil von uns tatsächliche Gefahr ausginge, sondern weil die Polizei in uns „drohende Gefahr“ ausgemacht haben will. Noch ist zudem völlig unklar, wie weit das bayerische Gesetz tatsächlich reichen würde. Wenn eine Mannschaft aus einem anderen Bundesland in den Freistaat reist – dürfte die Bayerische Polizei dann möglicherweise auch die Handys der Gästefans anzapfen? Geht das neue Gesetz in Bayern durch, wäre die Büchse der Pandora hin zum Polizeistaat tatsächlich geöffnet.

Uns ist natürlich bewusst, dass wir als Fußballfans in Deutschland – mit Ausnahme der bayerischen Szenen – nur indirekt Einfluss auf die Politik im Freistaat nehmen können. Es ist uns dennoch wichtig ein gemeinsames Zeichen zu setzen. Das Thema ist von zu großer Bedeutung und Signalwirkung, um es nur regional auszufechten. Wir fordern deshalb: Neues Polizeiaufgabengesetz stoppen!

Die Fanszenen Deutschlands
April 2018

 
Sa, 28.04.18 Alemannia Aachen - Wegberg Beeck 28.04.2018

Zuschauer: 5000 (davon ca. 50 Gäste)

32. Spieltag Alemannia Aachen - Wegberg Beeck 4:2

Der 32. Spieltag in der Regionalliga stand an diesem Samstag an. Aufgrund des vom Verein ausgerichteten Familientag rund um dieses Heimspiel trafen wir uns ein bisschen eher als normalerweise zu unseren Heimspielen. Denn auch wir beteiligten uns an dem Geschehen rund um das Stadion mit einem eigenen Stand an dem für die kleinen Alemannen und die, die es hoffentlich einmal werden, Folienfähnchen kleben, Stoffschal sprayen und Dosenwerfen auf dem Programm standen. Diese Ideen erwiesen sich rückblickend als Gute. Alles wurde sehr gut angenommen und vorallem die mit den Logos von RWE und RBL versehenen Dosen fielen reihenweise. Aber auch die Schals und kleinen Fähnchen wurden reihenweise von und mit den kleinen Öchern erstellt.
Zum Spiel muss eigentlich nicht viel gesagt werden. Der Coach Fuat Kilic experimentierte ein wenig bei seiner Aufstellung und ließ vermeintliche Leistungsträger und Führungsspieler der Saison erstmal aus der Startelf heraus. Das wirkte sich auch direkt negativ auf das Spiel aus und so gingen die Gäste aus dem Gladbacher Umland tatsächlich in Führung - verdient zu diesem Zeitpunkt. Nachdem die Halbzeitpause genutzt wurde um die Aufstellung wieder ein bisschen zu korrigieren ging das Fußballspielen den schwarz-gelben auch wieder ein bisschen besser von der Hand - oder halt dem Fuß. Nachdem man das Spiel gedreht hatte, zwischenzeitlich nochmal der Ausgleich hingenommen werden musste, wurde zumindest das Ergebnis am Ende noch standesgemäß gestaltet und der nervige Bauernverein aus der Gegend hinter den Selfkanter Rübenfeldern wohl endgültig zurück in die Oberliga geschossen. Noch trauriger anzusehen als das Spiel war allerdings der Anblick der Tribünen. Noch mal weniger Zuschauer, offiziell 5000 - vielleicht aber auch ein paar weniger, als in den letzten Wochen, in denen die Mannschaft wirklich mehr verdient gehabt hätte, verliefen sich im Stadion. Auch bei uns im Stimmungsblock klafften leider ziemlich große Lücken - sehr schade. Auch wenn die Saison in der Liga sportlich mittlerweile gelaufen ist, das war doch erschreckend. Die Übriggebliebenen versuchten aber das beste draus zu machen und man konnte zumindest in der zweiten Halbzeit noch einen, für die Umstände, ganz in Ordnung scheinenden Support verzeichnen. Dies wird wahrscheinlich beim letzten Nachholspiel am kommenden Mittwoch auch nicht viel besser werden. Zumindest waren die wirklich unbedeutenden Spiele in dieser Spielzeit wirklich nur ein paar wenige zum Ende der Saison und nicht wie manches Jahr zuvor teilweise die komplette Rückrunde schon. Es heißt wohl nur noch, den Rest irgendwie vernünftig zuende kriegen und im neuen Jahr müssen alle Alemannen sportlich und auch stimmungsmäßig auf den Rängen im besten Fall versuchen die alte Saison zu übertrumpfen. Immerhin haben wir ja mit dem Pokalfinale noch ein anstehendes Highlight in dem wir alle Alles geben werden müssen um gemeinsam mit der Mannschaft den noch nicht feststehenden Gegner, welcher noch im zweiten Halbfinale zwischen der Fortuna und der Ficktoria aus Köln ermittelt werden muss, nieder zu kämpfen und somit nach langer Abstinenz mal wieder in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokal einzuziehen. Für den Verein aus finanzieller Sicht bestimmt nicht verkehrt aber auch für uns als Fanszene könnte das nochmal interessant werden, wenn uns ein ordentlicher Gegner samt ordentlicher Szene zugelost werden würde.... Das ist aber natürlich noch Zukunftsmusik. Erstmal das Finale gewinnen!
Karlsbande Ultras

 
Mi, 25.04.18 TSC Euskirchen - Alemannia Aachen 25.04.2018

Zuschauer: 1400 (davon ca. 800 Öcher)

Bitburger Pokal Halbfinale TSC Euskirchen - Alemannia Aachen 0:2

An diesem Mittwoch Abend stand für unsere Elf kein geringeres Spiel als das Halbfinale des Bitburger Pokals auf dem Programm. Bereits im Vorfeld war sich jeder Schwarz-Gelbe über die Wichtigkeit dieses Spiels im Klaren und somit konnten mehr als die Hälfte der Zuschauer in der Sportstätte "Im Auel" zu Euskirchen als Alemannen ausgemacht werden.
Ein vollbesetzter Bus und mehrere Autos unserer Gruppe traten pünktlich die Reise ins ca. 100km entfernte Euskirchen an. Ohne weitere Komplikationen aber einer gratis Städtetour durch das beschauliche Euskirchen erreichte man pünktlich das Stadion im Auel.
Die Ultraszene entschied sich an diesem Tag für einen Platz auf der Überdachten Haupttribüne, welcher dann auch ohne Probleme von etwa 150 Leuten in Beschlag genommen wurde. Die Brüstung beflaggt und ab ging die wilde Fahrt. Hatte man bereits im Laufe der Saison gute Erfahrungen mit kleinen überdachten Tribünen gemacht, so wurde man auch heute nicht enttäuscht. Ein Mischmasch aus melodischen Liedern, Schlachtrufen und Gassenhauern schepperten fast kontinuierlich in einer angemessenen Lautstärke über das Spielfeld. Hier und da kann man natürlich immer eine Schippe drauflegen aber nörgeln auf hohem Niveau ist einfach nicht unser Ding! Auch der Rest des Aachener Anhangs, der sich größtenteils für die Stehplätze rund um das Spielfeld entschied, stieg hier und da mit ein und versuchte die Jungs auf dem Rasen durch laute Gesänge zu beflügeln.
Auf dem Platz ging es in den ersten Minuten anders zu als es die rund 800 Öcher erwartet hatten. Ein frei aufspielender Gegner fing an sich die ersten Chancen zu erarbeiten und es war das ein oder andere mal ziemlich wild um den Kasten der Alemannen, welchen Patrick Nettekoven zur Freude aller Aachener an diesem Abend sauber hielt. Mit der Zeit fing auch die Kilic-Elf an mit zu spielen und man konnte dem unterklassigen Gegner seine Grenzen aufzeigen. Fast im Minutentakt gab es Chancen auf das Tor der Euskirchener und schließlich belohnte man sich für die gute Leistung kurz nach der Halbzeitpause mit dem 1:0 durch Damaschek. Auch nach der längst verdienten Führung riss der Sturm unserer Mannschaft nicht ab und kurz vor Schluss machte Mergim Fejzullahu mit dem 2:0 Endstand den Einzug ins Pokalfinale fix. Im Großen und Ganzen ein verdienter Sieg für die Alemannia!
Die Rückfahrt, in dem von uns kurzerhand umfunktionierten Partybus, verlief relativ zügig und unspektakulär und somit erreichte man zur späten Abendstunde wieder die schönste Stadt der Welt, Au Hur!
Mit dem Einzug ins Pokalfinale steht uns am Pfingstmontag des Jahres 2018 das wichtigste Spiel der Saison bevor. Könnte man mit einem Sieg des Bitbugerpokals sowohl die leeren Kassen etwas entlasten als auch mit dem Erreichen der ersten Pokalhauptrunde den Startpunkt für neue ruhmreiche Zeiten unserer Alemannia setzen! ... und du wirst sehen, Aachen in Berlin!
Karlsbande Ultras

 
Sa, 21.04.18 Rot Weiß Essen - Alemannia Aachen 21.04.2018

Zuschauer: 8100 (davon ca. 1000 Öcher)

31. Spieltag Rot Weiß Essen - Alemannia Aachen 1:0

Da die Regionalliga West Saison bekannter Maßen für die Alemannia gelaufen ist und man den Fokus der nächsten Wochen auf den Pokal gerichtet hat, kann man trotz allem Stolz auf das sein, was die Jungs um Trainer Fuat Kilic bisher auf den Plätzen NRW's geleistet haben. Wer hätte zu Beginn der Saison damit gerechnet, dass unsere Schwarz-Gelben so weit oben mitspielen. Berechenbar war jedoch das Interesse an dem Duell zwischen Essen und Aachen. Sport 1 meldete sich somit an, das Spiel zu übertragen und sich an der Tradition beider Vereine zu bereichern. Hier bleibt nur eins zu sagen: Scheiß Sport 1! Wie in den letzten Jahren traten wir die Reise mit mehreren Bussen an. Rechtzeitig und ohne Komplikationen erreichte man das Stadion Essen kurz vor Öffnung der Tore. Nachdem diese dann durch den zahlreich vertretenen Ordnungsdienst geöffnet wurden, ging es auch gleich ins Stadion um die Vorbereitungen für die mitgebrachte Choreo treffen zu können. Pünktlich zum Einlaufen der Mannschaften verschwand der Aachener Anhang unter einer Schwarz, weiß, gelben Blockfahne die von dem Schriftzug TURN SPORT VEREIN geziert war um im Anschluss das selbige Muster in Form von übergestreiften Ponchos im Gästeblock zu präsentieren. Im Übergang dessen folgte zudem eine schöne Pyroaktion, welche aus Rauch und Fackeln bestand. Neben dem sehr guten optischen Anfang der Partie konnten auch die mitgereisten Alemannen mit einer ordentlichen Lautstärke in die Partie starten, welche jedoch nicht über die komplette Halbzeit gehalten werden konnte. Zusammengefasst kann man die Stimmung der ersten Hälfte als ein Auf- und Ab bezeichnen. Auf dem Spielfeld sah man eine ausgeglichene erste Halbzeit mit kleinem Chancenplus für den Gastgeber. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte RWE weiterhin mehr Spielanteile, was sich scheinbar auf den Gästeanhang auswirkte und so beschränkte sich der durchgängige Support größtenteils auf den Bereich rund um den Ultrahaufen und der Rest der mitgereisten Öcher stieg nur selten mit ein. In der 61. Minute musste man leider den 1:0 Rückstand in Kauf nehmen und trotz der dominanten Schlussphase konnten leider keine Punkte in Essen erbeutet werden. Der Essener Anhang war am heutigen Tage nicht großartig zu vernehmen, da dieser aufgrund der miserablen Saison einen Stimmungsboykott durchführt und den Verein auffordert Lösungen zu finden. Nach dem Spiel ging es zurück in die geliebte Kaiserstadt. Bereits Mittwoch geht es im Pokal gegen den TSC Euskirchen weiter. Ein Sieg ist hier Pflicht!
Karlsbande Ultras

 
Sa, 14.04.18 Alemannia Aachen - Bonner SC 14.04.2018

Zuschauer: 4700 (davon ca. 110 Gäste)

30. Spieltag Alemannia Aachen - Bonner SC 2:4

Zum 30. Spieltag der Saison gastierte der Sportclub aus der Ex-Hauptstadt in unserer Kaiserstadt. Den Tag begann man gemütlich bei warmem Wetter, kalten Getränken und mal mehr, mal weniger sinnvollen Gesprächen. Nachdem man sich noch mit dem holländischen Nationalessen aus der Fritteuse gestärkt hatte konnte es rüber ins Stadion gehen um die üblichen Vorbereitungen zu treffen und sich auf das Spiel einzustimmen. Leider stimmte etwas bei unserer Mannschaft diesmal ganz und gar nicht. Zwar ging man nach zwanzig Minuten in Führung, stellte danach das Fußball spielen aber komplett ein. So konnten die abstiegsbedrohten Gäste durch einen lupenreinen Hattrick innerhalb von 19 Spielminuten auf 1:3 davon ziehen und kurz darauf sogar auf 1:4 erhöhen. Da fiel das 2:4 in der Nachspielzeit auch nicht mehr ins Gewicht. Nach dem Spiel sollte selbst den größten Optimisten die Träumerei vom Aufstieg abhandengekommen sein. Die Stimmung war zwar besser als das dargebotene auf dem Platz, konnte jedoch auch keine Bäume ausreißen, da sich selten mehr als die üblichen Verdächtigen zum Singen bewegen lassen. Somit wird der Spieltag nicht gerade positiv in Erinnerung bleiben. Im Gästeblock herrschte wie zu erwarten, seit der Auflösung unserer befreundeten Bande Bonn gähnende Leere. Gesanglich Null, nur nach den Vier Toren hörte man ein Lebenszeichen aus der anderen Ecke des Stadions von den 100 Gästen. Auch wenn in dieser Saison leider doch wieder mal der Titel der Goldenen Ananas erfolgreich verteidigt wurde, heißt es dennoch nächste Woche bei den Rot-Weißen aus dem Ruhrpott unsere Farben und unsere Stadt würdig zu vertreten. Wir sind die Nummer eins der Liga! Nun kann sich das Team voll und ganz auf den Pokal konzentrieren, um im nächsten Jahr nochmal im DFB-Pokal anzutreten und in zwei Jahren dann als Viertligist und DFB-Pokal-Sieger International anzutreten. Ein wenig wird man ja noch träumen dürfen.
Karlsbande Ultras

 
Mi, 11.04.18 1. SV Rödinghausen - Alemannia Aachen 11.04.2018

Zuschauer: 1180 (davon ca. 200 Aachenener)

20. Spieltag SV Rödinghausen - Alemannia Aachen 1:3

An diesem Mittwoch ging es für uns in das rund 300 km entfernte Rödinghausen. Genau wie in der Vorwoche in Rhynern, konnten wir mit einem reduzierten aber doch akzeptablen Haufen, die Reise nach Rödinghausen antreten. Das um 19 Uhr angesetzte Spiel wurde dank zahlreicher Staus um eine halbe Stunde nach hinten verschoben. Dies kam nicht nur uns, sondern auch der Mannschaft zugute, denn wir kamen ca. zeitgleich um 20 vor Sieben am Stadion an.
Der Gästeblock geentert, der Zaun beflaggt und schon ging es los, dieses Mittwochabend-Spiel. Auf dem Rasen passierte in der ersten Halbzeit recht wenig bis auf das späte 1:0 durch Fejzullahu indem er mal wieder sein technisches Können unter Beweis stellte. Ein Traumtor! Der Aachener Anhang fand gut in die Partie und trotz des beschissenen Gästeblocks konnten wir eine ordentliche Lautstärke und Mitmachquote auf's Parkett zaubern. Eine gute Liedauswahl wie ein gut aufgelegter Gästeanhang ließen das Spiel zu mehr als einem Pflichttermin werden. Auch in der zweiten Halbzeit konnten wir an die Leistung auf den Rängen anknüpfen und alles in allem sind wir sehr zufrieden mit dem Auftritt in Rödinghausen. Auch wenn es phasenweise, nicht zuletzt bedingt durch den Ausgleichstreffer, etwas leiser wurde, konnte man spätestens mit dem erneuten Führungstreffer und dem 3 Minuten darauffolgenden 3:1 den Block nocheinmal steil gehen sehen und hören. Auch die Ankunft des Kollektivs, welches aufgrund einer Reifenpanne erst zur 65. Minute das Stadion erreichte, trug natürlich dazu bei, dass der Block in Sachen Lautstärke nocheinmal einen Sprung nach oben machte.
Alles in Allem ein äußerst angenehmer Ausflug gen Nordosten NRW's, dem mit einer ereignislosen, aber nicht weniger lustigen Rückfahrt ein gelungener Abschluss bescheert wurde.
Samstag geht es für uns gegen Bonn. Wir werden weiterhin ALLES geben! Für Stadt und Verein!
Karlsbande Ultras

 
Sa, 07.04.18 1. FC Köln II - Alemannia Aachen 07.04.2018

Zuschauer: 1200 (davon ca. 1000 Aachenener)

29. Spieltag FC Köln II - Alemannia Aachen 3:2

Unter der Woche in Hamm gegen Westfalia Rhynern gezockt, ein paar Tage später in Köln - gegen die zweite vom FC - im Franz Kremer Stadion... also bei wem da keine Freude aufkommt, dem kann ich auch nicht mehr helfen! So ging es also hochmotiviert Samstag schon früh in Richtung Innenstadt wo sich die Gruppe wieder in einer gemütlichen, kleinen Kneipe zum gemeinsamen Warm-Up einfand. Von dort aus ging es dann zeitig und bei Sonnenschein die kurze Strecke in Richtung Bahnhof von wo wir uns auch heute mit den anderen Ultragruppen gemeinsam via Zug auf in die Stadt am Rhein machten. Die Fahrt verging bei allgemein guter Laune Ruck Zuck und so erreichte der in etwa 150 Mann starke Zugfahrerhaufen den Zielbahnhof pünktlich und ohne nennenswerte Ereignisse. Staunen muss man aber trotzdem immer wieder über die teilweise wirklich überzogenen Aufgebote der Polizei. Mit 2 Shuttlebussen und etwa 20!! Bullis der Cops im Schlepptau gings quer durch die Stadt in Richtung Geissbockheim. In einem der Busse gab’s dann wohl ein bisschen Stunk weil die dort mitfahrenden Cops scheinbar nicht so gut gelaunt waren wie der Öcher Haufen und meinten nach Ankunft am Franz Kremer Stadion dann beleidigt spielen zu müssen und unbedingt Personalien haben wollte von einem Mitglied einer der anderen Gruppen weil dieses es sich doch tatsächlich gewagt hatte, Aufkleber zu kleben!! - Pfui! Dieses Szenario schaukelte sich soweit hoch dass der junge Herr den Spieltag im PG verbringen musste - alles in allem wohl total unnötig und übertrieben. Umso gechillter waren die Ordner am Stadioneingang und somit gab’s auch keine Probleme beim Passieren sämtlicher Materialien - ohne großes blabla und das übliche Gelaber. Könnte man sich fast dran gewöhnen...! Nachdem dann im Block alles an Ort und Stelle platziert und die Zeit bis zum Anpfiff dann noch mit ein paar Bier in der Sonne und dem ein oder anderen schlechten Witz überbrückt war, konnte das Spiel dann auch mit einem sehr schön anzusehenden Intro aus einer großen Zaunfahne mit der Aufschrift "AVANTI ATSV!" und gelben Papierschnipseln angestoßen werden. Der aktive Haufen, wie immer auf der Gegengrade platziert startete ganz gut in die Partie. Lautstärke und der farbenfrohe Einsatz des Tifomaterial wussten anfangs durchaus zu überzeugen. Von dem kurzzeitigen Rückstand ließ man sich auch nicht beirren und trieb die Jungs auf dem Rasen weiter an - was kurz vor der Pause dann auch noch mit dem Ausgleich honoriert wurde. Die zweite Halbzeit startete dann ebenfalls durchaus stark. Sowohl bei uns im Block wie auch auf dem Rasen. Folgerichtig ging unser Turnsportverein auch erstmal in Führung. Dadurch packte auch der singende Haufen nochmal ein paar Kohlen drauf bevor dann aber auf dem Rasen spielerisch bei unserer Mannschaft nicht mehr wirklich viel klappte. Dem Kölner Nachwuchs war nun anzusehen, dass sie noch jeden Punkt brauchen und so drehte der Gastgeber das Spiel nochmal zu ihren Gunsten und gewann letztendlich mit 3:2. Dadurch war es auf der Tribüne bzw. den paar Betonstufen dann auch in der Schlussphase nicht mehr ganz so Laut und Intensiv wie noch in Durchgang eins. Alles in allem war’s aber dann wohl auch kein schlechter Auftritt von uns. Nachdem die Mannschaft dann trotz Niederlage brav, anständig und auf die ganze Saison gesehen auch verdient mit Applaus in die Kabinen verabschiedet war, machten wir uns in demselben lustigen Umzug gemeinsam mit den Cops in den Shuttlenbussen auf in Richtung Bahnhof. Dort stieß dann auch der Kollege aus dem Gewahrsam wieder zum Rest seiner Gruppe und dem anderen Teil der Zugfahrer zurück. Auf der Rückfahrt beglückten wir dann noch die glücklichen Leute die sich in derselben Regionalbahn wie wir in Richtung Kaiserstadt befanden mit lustigen Liedern, wieder mal abgrundtief schlechten Witzen und vor allem aber auch mit guter Laune. Komischerweise sahen die meisten eher weniger begeistert aus - fehlt mir aber jedes Verständnis für. Immerhin funktionierte die Klima in der Kiste, was ja auch nicht selbstverständlich bei der DB ist und hier deswegen auch mal absolut zu Recht löblich erwähnt wird. DANKE dafür... Unsere schöne Heimatstadt erreichten wir zeitig wieder und der Rest des Tages wurde dann mit dem üblichen Schabernack verbracht.
Karlsbande Ultras

 
Di, 03.04.18 Westfalia Rhynern - Alemannia Aachen 03.04.2018

Zuschauer: 824 (davon ca. 300 Aachenener)

17. Spieltag Westfalia Rhynern - Alemannia Aachen 0:2

Mit knapp 300 Öchern im Gepäck ging es an einem Dienstag zum Nachholspiel nach Hamm, gegen Westfalia Rhynern. Um die Alemannia bei diesem Spiel begleiten zu können regnete es in Aachen und Umkreis Krankenscheine und Urlaubstage.. Die Ansetzung von 18 Uhr war natürlich eine Frechheit. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen mit einem vollen Bus die Reise gen Hamm anzutreten und waren auch für diese Umstände mit dem Haufen recht d'accord.
Die Hinfahrt verlief ohne größere Vorkommnisse und ging feucht fröhlich von Statten. Bei der Ankunft waren es mal wieder die Bullen die uns den Gang auf die Sitzplatztribüne verwehrten. Nach langem Hin und Her, mussten wir dann doch mit dem äußerst gewöhnungsbedürftigen Gäste-Steher vorlieb nehmen. Einfach nur lächerlich, gerade in dieser Liga. Auch bei der Zaunbeflaggung gab es Probleme, wobei diese eher auf die Ordner zurückzugehen schien, da sich diese an unseren Leuten vergehen wollten, welche in den Innenraum sprangen um die Fahne festzumachen. Dies konnten wir allerdings schnell unterbinden und so konnte der Zaun dann doch beflaggt werden.
Pünktlich um 18 Uhr ging es dann los und unsere Jungs hatten sich einiges vorgenommen, so hoffte man zumindest. Doch nach den beiden Treffern zum 1:0 von Mickels und dem 2:0 durch Kühnel ging in diesem Spiel nicht mehr viel. Wir machten das Beste draus und sangen uns das ein oder andere Mal in einen regelrechten Rausch. Der Ultrahaufen war an diesem Tag sehr gut aufgelegt und wir gaben unsere musikalischsten Lieder zum Besten. Der Rest des Aachener Anhangs konnte vermutlich nicht in unsere Gesänge involviert werden, was jedoch auch bei anderen Liedern wie ''Auf geht's Aachen schieß ein Tor'' oder ähnlichem immer schwieriger wird in Aachen.
Nichtsdestotrotz konnten wir mit dem Spielverlauf wie mit der Leistung im Block zufrieden sein. Solche Spiele sind, trotz beschissener Anstoßzeit und trotz der eher wenigen Aachener Mitreisenden, dann doch eine gelungene Abwechslung im Ligaalltag, wobei wir von diesem ja ziemlich lange verschont geblieben sind diese Saison. Denn wenn wir am Samstag Krefeld schlagen, dann ist aber wirklich alles noch drin diese Saison.
Auf der Rückfahrt wurde der Sieg dann noch begossen und bei Träumereien und sonstigen Gesprächen endete die Fahrt dann auch ganz schnell wieder in der schönen Kaiserstadt.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 31.03.18 Alemannia Aachen - KFC Uerdingen 31.03.2018

Zuschauer: 9700 (davon ca. 750 Gäste)

28. Spieltag Alemannia Aachen - KFC Uerdingen 0:2

Nachdem drei Tage zuvor die zahlreichen englischen Wochen mit einem 2:0 Sieg eingeläutet wurden, stand mit dem Spiel gegen den KFC Uerdingen das für uns entscheidende Spiel im Kampf um die Meisterschaft an, denn geträumt wird in Aachen bekannter Weise gern. Dies spiegelte sich direkt in der Zuschauerzahl wieder und so kamen stolze 9700 Zuschauer am hiesigen Tage auf den Tivoli. In gewohnten Räumlichkeiten traf man sich frühzeitig, um sich bei netten Gesprächen, kühlen Getränken und dem ein oder anderen Snack auf den Spieltag vorzubereiten. Rechtzeitig begab man sich zum Stadion, um die Vorbereitungen für das Spiel zu treffen. Zum Einlaufen der Mannschaft zeigten wir eine kleine Choreo, bestehend aus einem Spruchband mit der Aufschrift „Für Stadt und Verein“. Abgerundet wurde diese mit Papptafeln im Stimmungsblock, welche zur Hälfte aus dem Stadtwappen und zur anderen Hälfte aus dem Vereinswappen bestanden. Der Stimmungsblock und auch teilweise die ganze Tribüne starteten sehr gut aufgelegt in das Spiel und so konnte gerade zu Beginn eine beachtliche Lautstärke erzielt werden. Dies flachte zur Mitte der ersten Halbzeit jedoch etwas ab und so war die Lautstärke nur noch phasenweise auf dem Niveau der Anfangsphase. Unsere Alemannen auf dem Platz kämpften wie man es erwartet und so ging die gute Partie mit 0:0 in die Pause. Das Stimmungsniveau der ersten Hälfte konnte nach dem Pausentee leider nicht mehr erreicht werden und leider musste die Mannschaft sich auf dem Platz geschlagen geben. Trotz äußerst hohem Engagement und Kampf musste man sich dem Gegner nach 90 Minuten mit 2:0 geschlagen geben und meldet sich aus dem Feld im Kampf um die Meisterschaft ab. Vom Krefelder Anhang ist lediglich das Intro mit Choreoschals zu erwähnen, denn ansonsten waren sie kaum zu vernehmen. Nach dem Spiel gingen wieder einige Getränke über die Theke und den Großteil verschlug es am Abend in die Stadt um die bittere Niederlage zu verdauen. Bereits Dienstag geht es weiter und uns verschlägt es zu Westfalia Rhynern, wo bereits um 18 Uhr angepfiffen wird, was alles andere als fanfreundlich ist.
Karlsbande Ultras

 
Mi, 28.03.18 Alemannia Aachen - TuS Erndtebrück 28.03.2018

Zuschauer: 5400 (davon ca. 2 Gäste)

24. Spieltag Alemannia Aachen - TuS Erndtebrück 2:0

Drei aufeinanderfolgende Englische Wochen sollten mit einem Heimspiel gegen den TuS Erndtebrück starten. Es dürfte spannend zu sehen sein, wie die junge Mannschaft mit diesem, dem Wetter geschuldeten, enormen Pensum an Pflichtspielen in den nächsten Wochen umzugehen vermag. Heute stand eigentlich mal wieder ein recht langweiliger Kick gegen einen tristen Dorfklub aus dem Siegerland an, dazu noch an einem eher gewöhnungsbedürftigen Mittwochabend. Aber auch solche Spiele könnten interessant sein, so hat man mit einem Sieg doch die Möglichkeit die Tabellenspitze um den KFC Uerdingen und Victoria Köln weiter unter Druck zu setzen und sich zudem am kommenden Samstag ein erneutes Spitzenspiel mit dem Tabellenführer zu sichern. Aus unserer Sicht dürfte dieses schon einem Endspiel gleichkommen. Nach Feierabend wurde sich also, bei endlich wieder freundlicheren Temperaturen aber Regen, am gewohnten Treff verabredet. Zu einigen kühlen Getränken und warmen Spezialitäten aus der Küche konnte sich hier noch einige Zeit auf das Spiel vorbereitet werden. Pünktlich ging man zum Stadion, um die gewohnten Aufgaben vor dem Spiel in Ruhe erledigen zu können. Vor dem Anstoß gab es noch ein Spruchband, mit dem einem zuletzt verstorbenen, jahrelang treuem, Alemannia-Fan gedacht werden sollte. Die Alemannia war zu Beginn ähnlich gut aufgelegt wie die Südtribüne. Gerade in der Anfangsphase konnte man immer wieder die ganze Kurve mit einbeziehen und so war man einige Male laut durch das Stadion zu vernehmen. Dieses sollte die Mannschaft auf dem Rasen gespürt haben, so ging sie früh durch den Kapitän Nils Winter in Führung und verpasste es in der Folge für einen beruhigteren Halbzeitstand zu sorgen. Im Laufe der zweiten Halbzeit nahm sowohl die Stimmung, als auch die Leistung der Mannschaft mit zunehmenden Spielverlauf ab und kurz vor Ende konnte man sich bei Torhüter Mark Depta bedanken, nicht bereits allen Aufstiegshoffnungen ein jähes Ende setzen zu können. Als dann wenige Minuten später der Abwehrchef Peter Hackenberg doch noch das erlösende 2:0 erzielen konnte, schwappte die Euphorie leider nicht mehr auf die Tribüne über. Am Ende muss man das Spiel abhaken, 3 Punkte! Am kommenden Samstag geht es dann bereits weiter mit dem nächsten Heimspiel, dann gibt der Tabellenführer KFC Uerdingen seine Visitenkarte am Tivoli ab.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 24.03.18 Wuppertal - Alemannia Aachen 24.03.2018

Zuschauer: 5200 (davon ca. 1200 Öcher)

27. Spieltag Wuppertal - Alemannia Aachen 2:2

An diesem Spieltag stand der vom WSV angekündigte "Westschlager" im Stadion am Zoo auf dem Programm. Bereits früh am Spieltag machten sich ca. 140 dunkle Gestalten, inklusive einer kleinen zweistelligen Anzahl Freunden, auf den Weg ins Bergische Land, um auch ja nicht zu spät zum Spiel zu kommen. Das Ankommen wurde dann auch schnell mitgeteilt nachdem man sich eigentlich schon im Jahr vorher treffen wollte, die Gegenseite jedoch keine Zeit für uns hatte. Man hoffte die Jungs noch vor dem Weg zu ihrem Treff begrüßen zu können, was aber leider nicht der Fall war. Nachdem man ein nettes Bild vor dem Stadion gemacht hatte, wollte man zum Überbrücken der Zeit ein wenig die Affen im anliegenden Zoo anschauen gehen. Da diese aber schon den Ausflug in die Innenstadt angetreten hatten und somit keine Zeit für uns hatten, begleitete uns die herangeeilte Staatsmacht in eine Kneipe nahe dem Stadion. Mehr als unerkannt angereist, einen kleinen Stadtspaziergang machen und das Stadion begutachten war leider nicht drin. In der Pinte wurde dem Wirt dann das Geschäft seines Lebens beschert. Später begrüßte man noch weitere Szene Busse, einen davon mit unseren Althools mit welchen man sich noch austauschte, ehe es gemeinsam in den Gästeblock ging. In diesem bezog man, nach Rücksprache mit den anderen Gruppen, den für die Stimmung förderlichsten Platz unten am Zaun und schmückte diesen mit dem mitgebrachten Material. Vor dem Anpfiff gab es eine Durchsage des Stadionsprechers und verschiedene Spruchbänder im Gästeblock für den am Freitag von uns gegangenen Alemannen Uwe. Ruhe in Frieden! Der Gastgeber bestimmte von Beginn an das Spiel und hatte zahlreiche Chancen auf die Führung, die jedoch zum Großteil von Depta vereitelt wurden. Nach einer halben Stunde durften die über Tausend Schwarz-Gelben jubeln, da Fiedler einen nicht festgehaltenen Kopfball von Heinze zur Führung einschieben konnte. Nur eine Minute später ebbte der Torjubel jedoch jäh ab, da Wuppertal direkt nach Wiederanpfiff den Ausgleich erzielte. Kurz nach der Halbzeit nahm der Ex-Alemanne Dowidat maß und zirkelte den Ball aus 20 Metern ins Tor. Bitter. Die meisten Alemannen ärgerten sich bereits über die Niederlage gegen den Verfolger, jedoch köpfte Heinze in der letzten Aktion des Spiels den Ball nach einer Ecke hinter die Linie. Grenzenloser Jubel brach aus als der Linienrichter anzeigte, dass der Ball die Linie überschritten hatte. Wer braucht schon einen Videobeweis? Ein zwar nicht unbedingt verdienter, aber dafür umso wichtigerer Punkt um an Krefeld und der Viktoria dran zu bleiben. Die Stimmung auf den Rängen hatte wie so oft seine Höhen und Tiefen. Zu Beginn konnte man eine sehr gute Lautstärke erzielen, da ein Großteil der 1200 Aachener sich an den Gesängen beteiligte. Dies ließ jedoch leider mit zunehmender Spieldauer immer mehr nach, bis nur noch die üblichen Verdächtigen versuchten ihr Team nach vorne zu schreien. Die Heimseite boykottierte die ersten Zehn Minuten des Spiels aufgrund von Choreoverboten durch ihren SKB. Dieser wurde dann auch auf einigen Spruchbändern gegrüßt. Der anschließende Support konnte bis auf wenige Ausnahmen kaum im Gästeblock vernommen werden. Man sah allerdings durchgängig gute Bewegung im heimischen Stimmungsblock. Akustik kommt in diesem schönen Stadion halt nicht so sehr auf. Wir hatten wieder das Problem mit den vielen Gästen wovon sich leider heutzutage nur selten alle mitziehen lassen, obwohl das Liedgut heute extra einfacher als sonst gehalten wurde. Schade und auch nicht nachvollziehbar. Nachdem Spiel durfte man den Weg dann nicht zu Fuß zum Bahnhof antreten und es stand auch nur ein Shuttle Bus parat. Man probierte zwar mit dem Haufen den Bus zu betreten, doch wir waren mittlerweile zu viele Leute. So wartete man noch eine halbe Stunde auf den zweiten Bus, bevor es gemeinsam zurück zum Bahnhof ging. Dort bewachte die Polizei noch den Getränkemarkt aber man konnte sich kurze Zeit später dennoch eindecken bevor eine lustige Rückfahrt im rappelvollen Zug begann und auch Wolle Petry noch kurz auftauchte. In der Nähe der schönen Kaiserstadt ließen wir den Tag noch gemeinsam ausklingen. Bereits am Mittwoch geht es weiter, da dort das Nachholspiel gegen den TuS Erndtebrück ansteht. Dort gilt es wieder eine bessere Leistung auf dem Platz (und natürlich auch auf den Rängen) zu zeigen um den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten oder noch besser zu verringern.
Karlsbande Ultras

 
So, 18.03.18 Alemannia Aachen - BVB II 18.03.2018

Zuschauer: 5300 (davon ca. 5 Gäste)

26. Spieltag Alemannia Aachen - BVB II 3:1

Ein bitterkalter Sonntagnachmittag, an welchem lange nicht feststand ob unser Regionalligaspiel gegen Dortmunds Amateure stattfinden würde oder ob sich auch dieses Spiel in die Absagen Liste einreihen würde. Auch in den frühen Morgenstunden hatten einige noch Zweifel ob das Kräftemessen der beiden Teams überhaupt angepfiffen wird. Nichtsdestotrotz traf man sich frohen Mutes schon in der Früh um den Spieltag einzuläuten. Gegen 11 Uhr dann die Bestätigung, dass das Regionalligaspiel auch wirklich stattfinden sollte. So vertrieb man sich noch einige Zeit mit Gesprächen und ein paar Leckereien aus der Küche, ehe man sich auf zum Stadion machte um unser Intro vorzubereiten. Das Spiel genoss aufgrund der Tabellensituation natürlich einen gewissen Reiz und so war man auch auf den Rängen sichtlich angespannt. Zum Einlaufen gab es wie erwähnt ein Fähnchenintro in den Farben Schwarz Weiß Gelb, sowie eine am Zaun befestigte, in den Farben passende Zaunfahne. Nach dieser kleinen Aktion, und während wir noch dabei waren die Zaunfahne des Intros abzuhängen und die große 50+1 ERHALTEN Zaunfahne zum Vorschein kam, setzte es den ersten Rückschlag als die Gäste nach nur 58 Sekunden das 0:1 erzielen konnten. Trotz dieses Schocks fand der Aachener Anhang die passende Antwort und zumindest der Stimmungsblock startete solide in die Partie. In der fünften Minute wurde dann unser erstes Spruchband entrollt, welches sich auf die Erhaltung der 50+1 Regel bezog. ''Ihr Bonzen seht es endlich ein, wir wollen nicht wie England sein! Die Basis wird diesen Weg nicht gehen, 50+1 bleibt bestehen!’’. Die dazu passende große ''50+1 ERHALTEN'' Zaunfahne hing indes bis zur 10. Minute am Zaun, bevor unsere Hauptzaunfahne zum Vorschein kam. Auch die Yellow Connection zeigte ein Spruchband zu diesem Thema, auf welchem folgendes zu lesen war: ''DFL-MV: Grundsatzdebatte verhindern - 50+1 bleibt!''
Im Laufe des Spiels zeigten wir noch 3 weitere Spruchbänder, welche sich auf Stadionverbotler und Verletzte in unseren Reihen bezog.
Die Stimmung an diesem Tag, wie eingangs schon erwähnt, war ziemlich solide und viele Leute konnten öfter aus sich heraus kommen als es bei anderen Spielen der Saison der Fall war. Auch die Mannschaft konnte sich von dem frühen Schock erholen und mit der 20. Minute, in der ein Dortmunder vollkommen zu Recht die rote Karte sah, änderte sich das Spiel schlagartig. Die Alemannen nun am Drücker und nur 3 Minuten später konnte unser Kapitän endlich sein erstes Tor für die Alemannia erzielen. Ein riesen Jubelsturm brach auf der kompletten Süd aus und dieser sollte sich noch 2-mal an diesem Nachmittag wiederholen. Denn nach dem Ausgleich ließen sich die Aachener das Spiel nichtmehr aus der Hand nehmen. Das tat auch dem Publikum auf den Rängen gut und so konnte teilweise richtig was aus der Masse rausgeholt werden! Teilweise stieg sogar die komplette Tribüne in die Gesänge mit ein. Auch der Stimmungsblock konnte das ein oder andere mal, vorzugsweise nach den Toren, eine sehr ordentliche Lautstärke erreichen und auch die Bewegung im Block wird immer solider je weiter die Saison voranschreitet.
Zum Start der zweiten Halbzeit hing unsererseits ein großes Spruchband über unserer Zaunfahne mit den Worten ''VILA I FRID MARCUS''. Mit diesen Worten verabschieden wir uns in tiefer Trauer von einem langjährigen Freund und Begleiter unserer Freunde aus Stockholm, welcher nach einem langen Kampf gegen den Krebs nun nichtmehr unter uns weilt. Wir wünschen der Familie und unseren Freunden viel Kraft und Hoffnung für die nächste Zeit. Ruhe in Frieden Marcus!
Nach dem Spiel sendeten wir noch einen eindeutigen Gruß in Richtung unseres nächsten Gegners und mit einem lauten ''Wuppertaler Hurensöhne'' verabschiedeten wir unsere Mannschaft in die Kabine. Vor den Stadiontoren, worauf wir mit einem der Spruchbänder abzielten, wurde unserem nächsten SV'ler der Respekt gezollt der ihm gebührt und als Motivation wurde ihm ein lautes ''Gegen alle Stadionverbote'' entgegengebrüllt. Stabil bleiben! Den Kampf gewinnst du!
Nach dem Spiel wurde der Abend noch in großer Runde ausklingen gelassen bevor sich alle auf den Heimweg machten. Alle waren sichtlich erschöpft vom ereignisreichen Wochenende und die ein oder anderen konnten sicher mit einem breiten Grinsen einschlafen. Nächste Woche geht es nach Wuppertal. Angesichts der Tabellensituation ist ab jetzt jedes Spiel äußerst wichtig! Außerdem wird am Donnerstag unser Halbfinalgegner im Mittelrheinpokal ausgelost. Man darf wieder träumen!
Karlsbande Ultras

 
So, 11.03.18 Düsseldorf II - Alemannia Aachen 11.03.2018

Zuschauer: 760 (davon ca. 600 Öcher)

25. Spieltag Düsseldorf II - Alemannia Aachen 0:3

Zum Abschluss des 25. Spieltag führte uns unser Weg mal wieder ins geschichtsträchtige Stadion am Flinger Broich in Düsseldorf. Nachdem die wirklich kalten Tage in Deutschland nun endlich gezählt zu sein scheinen und die Flut der Absagen in der Liga hoffentlich ein Ende hat, ging es für uns in die Landeshauptstadt zur Reserve der Fortuna. Nachdem wir uns morgens in einer Kneipe als Gruppe getroffen hatten und bereits der ein oder andere Gerstensaft die durstigen Kehlen hinabgeflossen war, machten wir uns in einer vernünftigen Anzahl auf in Richtung Bahnhof. Mit den anderen Ultragruppen gemeinsam den Zug geentert verging eine ereignislose aber dennoch kurzweilige Fahrt. Rechtzeitig und ohne Zwischenfälle oder irgendwelchen Schikanen der Cops, was aufgrund des ebenfalls heute stattfindenden "Straßenbahnderby" zwischen dem Meidericher SV und der ersten Mannschaft der Fortuna nicht unbedingt selbstverständlich war, betraten wir also den Gästeblock welcher dann auch zügig mit unseren Farben geschmückt wurde. Insgesamt dürften es wohl 600-650 Alemannen unter den offiziell 760 Zuschauern gewesen sein. Das war schon mal mehr, aber sicherlich immer noch gut für so einen Gegner in so einer Liga nachdem man im vorigen Auswärtsspiel bei RW Oberhausen wahrscheinlich auch dem letzten Optimist das letzte Fünkchen ernsthafter Ambition auf die Relegation genommen hatte. Das Spiel begann pünktlich und die Mannschaft kam erst einmal eher schleppend in die Partie. Die augenscheinlich minimale Feldüberlegenheit der Gastgeber wurde allerdings in der 22. Minute nach einem Konter der Alemannia, den Fejzullahu mit seinem erfolgreichen Abschluss abschloss, beendet. Ab jetzt dominierte unsere Mannschaft das Spiel und hatte auch mehr und die besseren Chancen. Der schwarz-gelbe Anhang hatte einen ganz guten Tag erwischt. Ähnlich wie die Kicker auf dem Rasen brauchten auch wir im Block einige Minuten um in das Spiel hinein zu finden aber konnten uns auch mit wachsender Spieldauer steigern und zumindest der Bereich in dem sich der Ultrahaufen aus der Kaiserstadt befand konnte dann über die gesamte Spieldauer hinweg ein positives Bild mit viel Bewegung und einer durchaus guten Lautstärke abgeben. Gekrönt wurde das Mitte der zweiten Halbzeit, als man zu den Klängen des allseits bekannten "Dale Cavese" beobachten konnte wie einige in unseren Reihen jegliche Kontrolle über ihre motorischen Fähigkeiten verlieren - oder bewusst ablegen können - und wie von allen guten Geistern verlassen durch den Block schranzten. Ein Moment der allgemeinen Extase, anders ausgedrückt. Aber das sind halt jene Momente, die auch den Regionalligaalltag zu etwas ganz besonderem machen. Die Mannschaft zog auf dem Rasen durch weitere Treffer auf 0:3 davon und holte sich am Ende dann auch völlig verdient und ungefährdet ihre 3 Punkte ab welche uns wieder auf den 3. Tabellenplatz klettern lassen. 6 Punkte hinter dem Spitzenreiter aber in einer durch die vielen Spielabsagen auch noch immer etwas verschobenen Tabelle erwarten wir nun am nächsten Sonntag die nächste Reservemannschaft - die der Borussia aus Dortmund. Ich könnte jetzt damit anfangen, dass wir auch diese schlagen sollten, dass dadurch vielleicht die eben bereits erwähnten Optimisten nochmals auf den Plan gerufen werden und nochmal das Rechnen anfangen könnten.... naja, warten wir es ab! Festzuhalten bleibt, das trotz vieler unnötiger Punktverluste, zumindest gefühlt noch immer ALLES möglich ist diese Saison. Und alleine das lässt die Saison bisher mehr Spaß machen, als wenn man schon zur Winterpause weiß, dass man die Rückrunde ohne jegliche Chance auf irgendetwas einfach nur noch zu Ende bringen muss. Nachdem wir dann übrigens in, von der Polizei eskortierten, Shuttlebussen nicht wie üblich zum Bahnhof Flingern, sondern aufgrund des eben erwähnten Derbys in Duisburg, und des nun ebenfalls auf der Rückfahrt befindlichen Fortuna-Anhangs, nach Gerresheim gefahren wurden, erreichten wir am frühen Sonntagabend - auch auf der Rückfahrt ohne nennenswerte Ereignisse - wieder unsere wunderschöne Kaiserstadt!
Karlsbande Ultras

 
Sa, 24.02.18 Rot-Weiß Oberhausen - Alemannia Aachen 24.02.2018

Zuschauer: 2855 (davon ca. 800 Öcher)

23. Spieltag Rot-Weiß Oberhausen - Alemannia Aachen 1:0

Nachdem man in der Woche beim SV Rott das Halbfinale des Landespokals erreichte, stand nun am 23. Spieltag das Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Oberhausen an. Zunächst traf man sich in einer Kneipe in Bahnhofsnähe um den Spieltag bei dem einen oder anderen Bierchen einzuläuten. Mit ca. 150 Leuten machte man sich per Bahn auf den Weg in den Pott. Nach einer ruhigen Fahrt kam man zeitig in Oberhausen an und sah sich wie so oft einem mehr als übertriebenen Aufgebot der Grünen gegenüber. Da das Niederrhein-Stadion nicht gerade um die Ecke vom Hauptbahnhof liegt, nutze man die bereitgestellten Shuttle-Busse um die restlichen Kilometer zu bewältigen. Am Eingang ging es wie fast immer in Oberhausen nur sehr schleppend voran, jedoch hatte man glücklicherweise genügend Zeit bis zum Anstoß. Somit hingen alle relevanten Fahnen pünktlich am Zaun und es konnte in dieser bitteren Kälte losgehen. Zum Einlaufen der Mannschaften zeigte YC eine kleine Choreo bestehend aus einem Banner mit der Aufschrift "e schwatz än jeäl jebore" welcher von kleinen Fahnen im Block abgerundet wurde und ein gutes Bild ergab. Zu Beginn des Spiels ließ sich unser Team bereits früh unter Druck setzen und geriet bereits nach Sechs Minuten in Rückstand. Auch in der Folgezeit der ersten Hälfte hatten die Gastgeber, die vor dem Spiel auf dem Sechsten Rang standen mehr Spielanteile. Trotz des Rückstands wurde die zweite Halbzeit wiederum mit einer Choreo eingeläutet die diesmal aus unseren Reihen kam. Vorne am Zaun gab es ein Banner mit dem Alemannia-Logo und einem Retro-Ball zu bestaunen und im Block wurden auf Kommando hunderte gelbe Wurfrollen in den Himmel befördert. Sah ebenfalls sehr ansehnlich aus und sollte dem Team auf dem Platz ein wenig Rückenwind verschaffen. Die Choreo sollte im Übrigen lediglich gegen Auflagen wie die Abgabe von Personalien einer Person, die Teilnahme dieser Person an der Sicherheitsbesprechung und bei jeder Verfehlung der Aachener Szene verbot von sämtlichen Utensilien beim nächsten Spiel in Oberhausen, genehmigt werden. Nein danke ihr Affen. Zwar übernahmen die Schwarz-Gelben auf dem Platz nun das Kommando, jedoch konnten zahlreiche Chancen nicht zum Ausgleich genutzt werden. Somit setze es eine sehr bittere Niederlage.
Die Stimmung auf unserer Seite konnte trotz der eisigen Temperaturen überzeugen. Das ein oder andere Man konnte man eine gute Lautstärke erreichen. Wie so oft war auch hier natürlich Luft nach oben und es gab schon lautere Auftritte in OB, jedoch kann man gerade aufgrund der Temperaturen zufrieden sein. Die Heimseite konnte nur selten akustisch vernommen werden in ihrem alten Block neben der neu gebauten Hintertor-Tribüne die aber noch nicht frei gegeben ist.
Am kommenden Mittwoch geht es im Nachholspiel gegen den Tabellen Zweiten aus der Domstadt um mindestens Sechs Punkte. Nach einer erneuten Niederlage dürften jedoch selbst die größten Optimisten den Traum von allen Öchern ad acta legen. Auf Auf ihr Alemannen.
Karlsbande Ultras

 
Mi, 21.02.18 SV Rott - Alemannia Aachen 21.02.2018

Zuschauer: 1200 (davon ca. 800 Öcher)

3. Runde FVM-Pokal SV Rott - Alemannia Aachen 1:2

Mittwochabend – Pokalviertelfinale. Während es für andere Mannschaften Woche für Woche international quer durch Europa geht, stand für unsere Elf an diesem kalten Winterabend eine kurze Reise in die Eifel an. Am frühen Nachmittag traf man sich zum Feierabendbier um anschließend zeitig die knapp 20 Kilometer lange Anreise gemeinsam per Auto zu bestreiten. Die Fahrt verlief unspektakulär und man erreichte die Provinz Rott eine gute Stunde vor Anstoß. Die Gastgeber hatten eine große Wiese zum Parken angemietet, relativ schnell war der kleine Ort trotzdem zugeparkt und in schwarz-gelber Hand. Sicherlich der Großteil der 1200 Zuschauer hielt an diesem Tage zur Alemannia. Am Stadion- oder besser- Sportplatz angekommen, hatte man genügend Zeit um sich einen einigermaßen passablen Standort auszusuchen und die üblichen Aufgaben vor dem Spiel vorzunehmen. Das Spiel selber begann gut und so konnten sich die favorisierten Alemannen bereits in der ersten halben Stunde einen 2:0 Vorsprung herausspielen. Obwohl die Mannschaft im Vergleich zum letzten Heimspiel auf einigen Positionen die Stammkräfte schonte, waren sie zu Beginn dominierend. Auch die Stimmung am Seitenrand wusste immer mal wieder zu überzeugen, zumindest machte man das Beste aus der Lage. Im zweiten Durchgang verkürzte der Underdog, der Sieg konnte letztlich nach einer äußerst zittrigen Schlussphase zum Glück über die Zeit gebracht werden. Es zählt bekanntlich aber nur das Ergebnis und dieses war an diesem Tag eindeutig: Halbfinale!
Am kommenden Wochenende geht es dann bereits weiter mit dem Auswärtsspiel bei den Rot-Weißen aus Oberhausen.
Karlsbande Ultras

 
Die Zukunft des Fußballs beginnt jetzt 03.03.2018

– und wir müssen sie gestalten!



Was ist passiert?

Nach dem offiziell von Martin Kind ruhend gestellten Antrag auf Ausnahme der 50+1-Regel für sich und Hannover 96 soll die 50+1-Regel nun von allen DFL-Clubs „modifiziert“ werden. Für eine solche Modifizierung werden 24 von 36 Stimmen, also eine 2/3-Mehrheit, aller DFL-Mitglieder (=Clubs) benötigt. Martin Kinds Problem wird somit zum Problem aller Fans und Vereine. DFL und DFB haben nichts verstanden! Die Grundsatzdiskussion zur 50+1-Regel wurde nach jahrelangen Diskussionen mit 36:0 Stimmen aller DFL-Clubs 2014 zum Abschluss gebracht. Seit 2014 ist eigentlich überhaupt nichts passiert, schon gar nicht seit August 2017, wo es noch von DFB und DFL großmäulig hieß: „Wir haben verstanden“. Nur Martin Kind konnte man nicht wie erwartet durchwinken. Ein Erfolg aller Fans-bundesweit! DFL-Geschäftsführer Christian Seifert will das Fass jetzt wieder öffnen und initiiert eine „Grundsatzdebatte zur 50+1-Regel“, um nicht nur Kind, sondern allen Investoren eine Übernahme zu ermöglichen, ob sie nun Kind, Kühne, Ismaik oder sonst wie heißen. Damit steht fest: Seifert, Grindel & Co haben überhaupt nichts verstanden. Sie glauben ernsthaft, die Fans verarschen zu können, indem sie Wasser predigen und Wein saufen!

Was ist das Ziel der angestrebten Modifizierungen?

Im Klartext: nichts weiter als das faktische Ende von 50+1 in Deutschland durch die Hintertür. Denn jetzt wollen natürlich auch andere Investoren die Diskussion nutzen, mit Hilfe williger Club-Bosse (wenn nicht eh identisch) „ihre“ Clubs von der vermeintlichen 50+1-Geißel zu befreien und dafür nicht erst 20 Jahre lang eine erhebliche Förderung nachweisen zu müssen. Eine 5-Jahres-Frist, wie sie in der freien Wirtschaft für Heuschrecken-Investoren üblich ist, wurde bereits ins Spiel gebracht. Die neuerdings gerne gebrauchte und harmlos klingende Aussage, es solle doch jeder Verein selbst über 50+1 entscheiden, bedeutet letztlich nichts anderes. Wenn ein Verein selbst und nicht mehr die DFL entscheiden, ob ein Investor übernehmen darf oder nicht, sobald sich der Verein als gefördert „ansieht“, sind nicht nur Kind und Ismaik am Ziel ihrer Träume. Stehen dabei lästige Vereinsmitglieder im Weg, wird man schon dafür sorgen, dass die Abstimmungsergebnisse passend gemacht werden, und sei es durch Geschenke an Einmal-Wähler (Trikot für Stimme) wie in Hamburg und Stuttgart unlängst geschehen. Wie es bei 1860 München aktuell ohne eine ernsthaft gelebte 50+1-Regel aussehen würde, kann sich jeder selbst ausmalen.

Wieso ist das jetzt wichtig für alle Fans und Fanszenen in Deutschland?

Die jetzt schon offensichtliche Schere zwischen arm und reich im Fußball würde noch größer werden als ohnehin schon. Investoren würden sich naturgemäß zuerst für die großen Clubs interessieren. Für Traditionsclubs, Zweitligisten oder gar noch niedriger spielende Clubs, die sich dem Ausverkaufswettbewerb nicht anschließen wollen, würde das letztlich bedeuten, dass es für sie noch unmöglicher würde, zur Spitze aufzuschließen. Wenn die Großen noch größer werden und die Ab- und Aufstiegsplätze mehr denn je schon vor Saisonbeginn feststehen, werden sich die kleinen, oft überschuldeten Clubs in Ihrer Verzweiflung dann doch mit dem arabischen, amerikanischen, russischen oder chinesischen Teufel ins Bett legen, um die Abkürzung zu nehmen. RB Leipzig lässt grüßen. Dass dadurch auch Eintrittspreise steigen oder Trikotfarben den Hauptsponsoren angepasst werden ist so klar wie die damit verbundenen Veränderungen für die Fanszenen, die oft beschworene Fankultur und das soziale Mengengefüge im Stadion. Die billigste Dauerkarte bei Arsenal London kostete schon 2013 über 1.000 EUR. Nicht umsonst pilgern jedes Wochenende Hunderte Fans aus dem Ausland wegen bezahlbarer Eintrittskarten und guter Stimmung in Deutschlands Stadien.

Wie soll das Ziel erreicht werden, 50+1 abzuschaffen?

Namhafte und weniger namhafte Persönlichkeiten wie Christian Seifert, Christoph Schickhardt (umtriebiger Fußball-Anwalt vieler Clubs), Alfred Draxler (Bild) und Rainer Franzke (Kicker) sowie diverse Club-Funktionäre werden ihre aufgehübschten alternativen Ansichten von 50+1 massiv bewerben. Mit wertlosen Brotkrumen, die größtenteils eh selbstverständlich sein sollten und auch problemlos ohne eine Diskussion um 50+1 festschreibbar wären (z.B. Verbote zur Änderung von Vereinsfarben oder ein Umzug von Clubs in eine andere Stadt), wird man dabei versuchen, die Fans zu blenden. Ziel ist es, die de facto Abschaffung von 50+1 salonfähig zu machen.

Was muss man tun, um dem entgegenzuwirken?

Es ist eindeutig der sportpolitisch wichtigste Kampf der Fans in naher Zukunft, da deren Ausgang zwangsweise Einfluss auf unseren Fußball in zehn, zwanzig, dreißig oder vielleicht auch schon zwei Jahren haben wird und auf unsere Mitbestimmungsmöglichkeiten in den Vereinen (noch) mit Bindung zu den Profis. Wird 50+1 ausgehöhlt, öffnet sich die Büchse der Pandora. Es ist dann keine Frage mehr ob, sondern wann englische/spanische/französische Verhältnisse im deutschen Fußball einkehren. Der Gegenwind der Fans muss massiv und dauerhaft sein, um Wirkung zu zeigen. Augen zu und durch – das gelingt vielleicht im Kleinen, aber nicht, wenn der Gegenwind alle Stadien in irgendeiner Form erfasst und damit das gesamte „Premiumprodukt“ der DFL. Bleibt der Gegenwind dagegen aus, haben die 50+1-„Putscher“ freie Hand. Den Verantwortlichen bei DFB und DFL sowie in besonderem Maße auch in den (ausgelagerten) Clubs und Vereinen muss klar werden, dass sie massiver Widerstand erwartet, wenn sie sich auf das durchschaubare Spiel einlassen. Parallel dazu sollten alle Fanszenen dafür sorgen, Einfluss in ihren Vereinen zu erlangen und dort Verantwortung zu übernehmen. Wer kein Vereinsmitglied ist, kann keinen Einfluss nehmen und wer keinen Einfluss nehmen kann, gibt seine Mitbestimmungsrechte auf.


Das Wichtigste jetzt:


Keine neue Grundsatzdebatte zu 50+1!


Die 50+1-Regel und die Kriterien für eine Ausnahmegenehmigung sind nicht verhandelbar!

 
Sa, 17.02.18 Alemannia Aachen - Wiedenbrueck 17.02.2018

Zuschauer: 4600 (davon ca. 0 Gäste)

22. Spieltag Alemannia Aachen - Wiedenbrueck 3:0

Endlich war wieder Spieltag! Und das neue Jahr startete tabellarisch gesehen mit einem richtigen Kracher, denn der Tabellendritte vom SC Wiedenbrück gab seine Visite am Tivoli ab. Nachdem das Auswärtsspiel in Rödinghausen am Morgen des Spieles abgesagt wurde und auch das darauffolgende Heimspiel gegen Viktoria Köln im Dezember ausfiel, sollte es eigentlich letzte Woche bereits mit dem Spiel bei Westfalia Rhynern losgehen, doch auch hier machte uns Petrus einen Strich durch die Rechnung. Einige nutzten dies um unsere Freunde aus Kerkrade in Heerenveen zu unterstützen, andere genossen einfach die Karnevalstage, bevor der Ligaalltag wieder losging. So traf man sich am gewohnten Treffpunkt frühzeitig, um mit einem gemeinsamen Frühstück in das neue Jahr zu starten. Dazu gab es dann noch einige gekühlte Getränke und das ein oder andere nette Gespräch, da es sicherlich über die Winterpause einiges Neues zu berichten gab. Rechtzeitig machte man sich dann auf den Weg zum Stadion, um die gewohnten Aufgaben vor dem Spiel in Ruhe erledigen zu können. Zum Einlauf gab es ein Intro aus Doppelhaltern. Die Mannschaft begann unsicher und zu Beginn des Spiels war es der neuen Nummer Eins Mark Depta zu verdanken, dass man nicht direkt mit einem Rückschlag in das neue Jahr startete. Auf den Rängen spielte sich ein ähnliches Bild ab, zu wenigen Leuten war anzumerken, dass sie nach so einer langen Winterpause wieder nach Fußball und Alemannia lechzen. Nach der Führung kurz vor der Halbzeit durch einen Fallrückzieher von Fehjzulahu wurde dieses nur minimal besser. Man muss sich wieder einmal hinterfragen, warum man die gute Leistung der Mannschaft auf dem Platz, nicht auf die Tribüne umgemünzt bekommt. In der zweiten Halbzeit wurde die Leistung der Mannschaft durch zwei Tore der Kategorie „Tor des Monats“ mit einem 3:0 belohnt und man überholte die Gäste aus Ostwestfalen in der Tabelle und sprang auf den Tabellenplatz 3. Nach dem Spiel ging es dann noch zum Treffpunkt zurück, um bei einer heißen Suppe und Bundesliga den Nachmittag ausklingen zu lassen. Kommende Woche geht es dann bereits am Mittwoch mit dem Pokalviertelfinale beim SV Rott weiter, ehe es am kommenden Samstag zum Niederrhein zu Rot-Weiß Oberhausen geht.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 02.12.17 Alemannia Aachen - SC Verl 02.12.2017

Zuschauer: 4200 (davon ca. 0 Gäste)

19. Spieltag Alemannia Aachen - SC Verl 3:0

Nach dem erwarteten Einzug ins Viertelfinale des FVM-Pokals am Dienstag, erschien am darauffolgenden Samstag der Sportclub aus Verl zum Gastspiel bei unserer Alemannia.
Für uns startete der Tag in gewohnter Umgebung bei kalten Getränken, Leberkäse und netten Gesprächen. Rechtzeitig machte man sich auf den Weg zum und ins Stadion um alle Vorbereitungen für den Spieltag zu treffen. Merch-Stand, Choreo und das Sammeln für unseren Trainer. Letzteres war ein voller Erfolg - 1617,41 Euro spendete die Aachener Anhängerschaft und wir stockten das Ganze nochmal auf 1950 Euro auf! Danke an alle die gespendet haben!! Somit kann die „Strafe“ für unseren Trainer, welche er nach den Vorfällen bei der unverdienten Niederlage gegen Wattenscheid aufgebrummt bekommen hatte, komplett gestemmt werden.
Das heutige Spiel begann, wie bereits erwähnt, mit einer Choreo, initiiert durch uns. Zu sehen war eine Blockfahne aus schwarzer und gelber Folie über dem unteren Bereich der Blöcke S3 und S4. Auf der Blockfahne war „Alemannia Aachen“ in der jeweils anderen Farbe zu lesen. Abgerundet wurde es mit einem Spruchband am Zaun auf welchem stand: „Wird niemals untergehen“!
Stimmungstechnisch startete man ganz solide in die Partie, konnte dieses Niveau über das ganze Spiel gesehen jedoch leider nur phasenweise halten und so gab es gute und, leider, auch schlechte Phasen. Während des Spiels zeigten wir noch zwei Spruchbänder für unseren Trainer: „Kneifen, Beißen, Treten – Für Aachen alles geben!“ und „Fuat - einer von uns!“
Fußball gespielt wurde auch und unsere Alemannia gewann verdient mit 2:0 und die nächsten drei Punkte wurden auf unser Konto verbucht. Weiter so Jungs!
Nach dem Spiel verbrachte man den restlichen Tag mit der Gruppe und besuchte am Abend gemeinsam die Futsal-Abteilung der Alemannia, wo man einen souveränen 10-1 Sieg feierte.
Am folgenden Samstag geht es für uns und unsere Alemannia zur weitesten Tour der Saison nach Rödinghausen, wo weitere drei Punkte her müssen, um den Anschluss an die oberen Tabellenplätze nicht zu verlieren! Also, Arsch hoch!
Karlsbande Ultras

 
Wärme Spenden 30.01.2018

Liebe Alemannen,
am 4.2 werden wir unter dem Motto "Warme Mahlzeit an kalten Tagen!" , den Obdachlosen unserer Stadt eine warme Mahlzeit ermöglichen und wollen Ihnen darüber hinaus Decken und andere Artikel für die kalten Tage überlassen. Über eine Sachspende würden wir uns sehr freuen!

 
09.01.2018 - Zeit für Veränderungen! 09.01.2018

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende entgegen. Eine Zeit geprägt von besonderen Protesten und Ereignissen von der 1. bis zur 5. Liga. Die Proteste richteten sich in erster Linie gegen die sich zuspitzende Entfremdung der Verbände, allen voran DFB und DFL, von der Basis des Fußballs - uns Fans. Betrachtet man die sechs Aktionsspieltage in ihrer Themenbreite und Geschlossenheit, wird jedem, der sich nur ein bisschen mit Fußball beschäftigt und regelmäßig Spiele seines Vereines live verfolgt, bewusst: wir befinden uns in einer Phase der Veränderung.
Der Fußball in Deutschland mit seiner einzigartigen Fanlandschaft, seinen unzähligen Fanszenen, seinen „immer vollen“ Stadien, steht an einer roten Linie.
Die Fans haben den Fußball in Deutschland zu dem gemacht für was er heute bekannt ist und welchen Namen er auf der ganzen Welt besitzt. Im Gegenzug gibt es leider unzählige Beispiele dafür, was den Fans in den letzten Jahren als Rucksack mitgegeben wurde, nur damit die Spirale des Profits immer weiter nach oben gedreht werden konnte. Die Aktionsspieltage seit dem 18.08.2017 haben klar gezeigt, dass nicht nur die Ultras oder "Hardliner" die Nase voll davon haben, Jahr für Jahr neue Schikanen ertragen zu müssen, nur um ihren Verein zu den Spielen zu begleiten zu können.
Nicht erst seit dem Standpunktgespräch beim DFB am 09.11.2017 in Frankfurt ist uns bewusst, dass man den Fußball wohl nicht von heute auf morgen allumfassend verändern wird. Wir sehen uns aber weiterhin in der Pflicht dafür zu kämpfen, dass die genannte "rote Linie" nicht überschritten wird. Im Anschluss an das Gespräch haben wir daher Positionspapiere zu den drängendsten Problemen erarbeitet, die wiedergeben, was kurz- bis mittelfristig verändert werden muss.
Diese Papiere haben wir den handelnden Personen des DFB und der DFL als Aufforderung mitgegeben und möchten sie nun auch Euch nicht vorenthalten:
1. Kommerzialisierung
2. Stadionverbote
3. Sportgerichtsbarkeit
4. Fanrechte
5. Anstosszeiten
Die nächsten Wochen werden zeigen, wie ernst wirklich eine Veränderung angestrebt wird und ob tatsächlich ein Umdenken stattfindet. Wir sind hochmotiviert, ausdauernd und haben noch so einige Ideen in petto. Wir sehen, hören, riechen, fühlen uns im Jahr 2018!
Die Fanszenen Deutschlands

 
Rückblick Hinrunde 2017/2018 31.12.2017


 
Lieder aus dem Block: "TSV - du meine Liebe" 01.12.2017


 
Di, 28.11.17 SV Bergheim/Sieg - Alemannia Aachen 28.11.2017

Zuschauer: 800 (davon ca. 400 Öcher)

2. Runde FVM-Pokal SV Bergheim/Sieg - Alemannia Aachen 0:3

Der Gegner in der 2. Runde des FVM-Pokal für uns hieß in diesem Jahr SV Bergheim/Sieg. Das Spiel wurde aber aus Sicherheitsgründen nicht auf der Vereinseigenen Anlage ausgetragen sondern in das benachbarte Troisdorf verlegt. Das dortige Aggerstadion mit seiner ganz hübschen überdachten Sitztribüne war auch für uns sicherlich die bessere Alternative. Sportplatzromantik schön und gut, aber zum Supporten eignet sich natürlich eine ausgebaute Tribüne besser als wenn man am Rande eines Kunstrasenplatz an der Bande steht.
Natürlich war es für uns und die gesamte Ultraszene Aachens keine Frage, dass man zu diesem Spiel am Dienstagabend anreisen würde. So fand sich dann bis zum Anpfiff ein ordentlicher, supportwilliger Haufen auf dem für uns Öcher angedachten Tribünenteil ein.
Scheinbar ließen sich auch einige Hopper von dem Wochentagtermin und der Eiseskälte nicht abschrecken und so musste man dann vor der Pflicht noch die Kür erledigen und auf dem Parkplatz sowie hinter der Sitztribüne ein wenig für Ordnung sorgen. Zum Anpfiff startete der aktive Haufen ganz gut aufgelegt jedoch flachte das Ganze im Laufe der ersten Halbzeit dann leider auch ein bisschen ab. Dass es wirklich Schweinekalt war und das Spiel von der eigenen Mannschaft zwar absolut dominiert wurde aber die herausgespielten Chancen nicht genutzt werden konnten, darf dann auch nicht als Begründung herhalten. Mit einem 0:1 gingen die Mannschaften in die Pause und sich ihren warmen Kakao reinziehen. In der zweiten Halbzeit auf dem Platz das gleiche Bild wie vor der Pause. Alemannia dominant, nutzte aber nur noch zwei Chancen um das Ergebnis auf 0:3 aufzustocken. Am Ende also ein nie gefährdeter, hochverdienter und auch souveräner Sieg der 1-2 Tore zu niedrig ausfiel. Der Ultrahaufen konnte in der zweiten Hälfte ebenfalls nochmal ein wenig das Tempo anziehen und legte einen vernünftigen Auftritt hin. Da gab es sicherlich schon schlechtere Tage und für das Spiel auch durchaus in Ordnung so aber es geht auch viel viel mehr! Alles in allem machte man sich aber zufrieden auf den Weg in die Heimat und ist gespannt, wen die Los Fee in der nächsten Runde für uns auf unserem Weg nach Berlin Parat hält. Apropos Berlin - für viele, vor allem ältere Ultras an diesem Abend war sicherlich der emotionale Höhepunkt als man kurz vor Schluss ein Lied aus besseren Zeiten vernehmen konnte, dass verlauten lässt das Aachen bald in Berlin zu sehen sein würde - ich schätze ich war nicht der einzige der in Gedanken versunken und mit Gänsehaut voller Stolz dieses Lied in den kalten Abendhimmel schmetterte! Genug der Romantik aber, die Realität heißt FVM-Pokal und Regionalliga, und diese geht für uns bereits am Samstag weiter. Zum nächsten Heimspiel kommt dann der - nicht attraktivere als der SV Bergheim - Verler Sportclub in die Kaiserstadt. Hoffentlich aber mit demselben Resultat - einem Sieg für unsere Alemannia.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 25.11.17 Alemannia Aachen - Köln II 25.11.2017

Zuschauer: 4700 (davon ca. 80 Gäste)

12. Spieltag Alemannia Aachen - Köln II 2:0

Ein arschkalter Samstag sollte es werden, an dem unsere Alemannia die jungen Kölner zu Gast hatte. Die Kölner, die am Anfang der Saison überhaupt nichts auf die Kette bekommen haben und plötzlich die letzten drei Spiele u.a. gegen Wuppertal und Uerdingen gewinnen konnten. Aber auch unsere jungen Wilden haben letzte Woche ein starkes Spiel gegen die Zweitvertretung der Gladbacher abgeliefert, also konnte man mit einem guten Gefühl in den Spieltag gehen.
Der Treffpunkt war ordentlich gefüllt und frühzeitig wurde zum Stadion aufgebrochen. Kaum dort angekommen kam die Information, dass der Gästebus noch im Stau stehe und das Spiel etwas später anfangen würde. Dies schien unserer Mannschaft in die Karten zu spielen, zumindest kamen die Kölner nicht so gut ins Spiel wie die Alemannia. Trotz der anfänglichen Überlegenheit konnte kein Kapital geschlagen werden.
Wir zeigten am Anfang des Spiels ein großes Spruchband mit der Aufschrift ''50+1 ERHALTEN'', und im Laufe des Spiels noch zwei Spruchbänder die sich auf dieses Themengebiet bezogen. Zuerst ''Gestern wie heute: KINDer brauchen Regeln!'' , später dann ''1860 hats bewiesen, Investoren sind kein Garant gegen Krisen''. Damit beteiligten wir uns an dem deutschlandweiten Aktionsspieltag.
Der Kölner ''Anhang'' stand kompakt mit knapp 25 Leuten hinter ihrer kleinen Stadtwappenfahne. Vor den Toren des Gästeeingangs tümmelten sich ca. 20 Kölner Stadionverbotler, die sich die Fahrt nicht haben nehmen lassen. Es gab weder Tifomaterial noch irgendwelche Gesänge. Seitdem die Kölner bei ihrem Heimspiel gegen Essen einige Stadionverbote reingedrückt bekamen, treten Sie bei der Zweitvertretung generell nicht mehr akustisch auf. Das hielt sie jedoch nicht davon ab den Weg nach Aachen hinter sich zu legen und ihrem Team hinterher zu reisen.
Der Aachener Stimmungsblock ging gut in die Partie und konnte einen soliden Auftritt hinlegen. Lieder wie Schlachtrufe wurden in einem guten Mix gen Rasen geschmettert und wir trieben die Mannschaft nach vorne. Leider ist es schwierig die restliche Tribüne, geschweige das restliche Stadion, in die Gesänge mit einzubeziehen. Der Funke springt nur selten auf den ganzen Block oder die Tribüne über. Wenn das mal klappt, dann meist nach Toren unserer Alemannia. Wie in Minute 60, wo Pluntke endlich das erlösende 1:0 erzielen konnte. Im Folgenden war das Spiel ein richtiger Kampf, welcher in der Nachspielzeit erst entschieden werden konnte. Nach einer Kölner Ecke, wo auch der Torwart des FC in den Aachener Sechzehner lief, konnte Mohr klären und schickte so Fejzullahu auf die Reise zum 2:0.
Ein toller Kampf des Teams, ein solider Auftritt auf den Rängen und ein wichtiger Sieg, der uns die nächsten 3 Punkte beschert.
Einen schönen Abend nach einem schönen Spieltag haben wir im großen Rund ausklingen lassen und gehen mit voller Hoffnung und Motivation in die nächsten Wochen. Dienstag geht es im Pokal nach Bergheim und Samstag kommt der SC Verl, mit denen wir sicher noch eine Rechnung offen haben nach dem sehr unglücklichen Unentschieden in der Hinrunde.
Karlsbande Ultras

 
Sa, 18.11.17 Gladbach II - Alemannia Aachen 18.11.2017

Zuschauer: 833 (davon ca. 600 Öcher)

18. Spieltag Gladbach II - Alemannia Aachen 1:2

Zum ersten Spiel der vor der Winterpause beginnenden Rückrunde ging es ins Grenzlandstadion in Rheydt. Dort wartete mit der Zweitvertretung von Gladbach der direkte Tabellennachbar, der durch einen Sieg überholt werden konnte. Die Ultraszene rief intern zur Anreise per Zug auf, welchem ein stattlicher Haufen folgte. Ohne Probleme ging es in den nahen Gladbacher Vorort Rheydt, wo die Jungen Fohlen ihre Heimspiele im Grenzlandstadion austragen. Aufgrund guter Erfahrungen beim letzten Gastspiel entschied man sich erneut für den Standort auf dem Sitzplatzbereich. Dort ging es, nach den üblichen Diskussionen mit dem übereifrigen Ordnungsdienst, auf den überdachten Sitzer um den vorhandenen Zaun entsprechend zu bestücken.
Auf dem Platz lief es von Beginn an gut für die sehr offensiv aufgestellte Kilic-Elf. Nach etlichen Chancen und einem Pfostentreffer ging man nach 17 Minuten verdient durch Azaouaghi in Führung. Auch in der Folgezeit gab man weiter den Ton an und konnte kurz vor der Pause durch einen Foulelfmeter die Führung sogar ausbauen. Diese hielt aber leider nicht sonderlich lang, da die Heimelf quasi mit dem Halbzeitpfiff sehenswert durch einen Fallrückzieher den alten Abstand wieder herstellte. In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein munteres Spiel welchen von Chancen auf beiden Seiten Spannend gehalten wurde. Die Führung konnte dann über die Zeit gerettet werden. Auswärtssieg !
Die Stimmung unter den 600 Öchern war wie so oft in letzter Zeit Zweigeteilt. Mal erreicht man eine annehmbare bzw. gute Lautstärke bei diversen Gesängen. Mal wird es stiller und nur noch ein kleinerer Haufen versucht weiterhin die Mannschaft nach vorne zu pushen. Nichtsdestotrotz kann man im großen und ganzen zufrieden sein mit dem Auftritt. In der nächsten Woche steht das erste Nachholspiel vom 12. Spieltag gegen die wiedererstarkte Zweitvertretung der Geißböcke, die zuletzt 6:3 gegen Wuppertal und 1:0 gegen Tabellenführung Uerdingen gewannen, an.
Karlsbande Ultras