.: Karlsbande Ultras :.
 
Spielberichte 18.09.13

Di. 23.04.2013
Alemannia Aachen - FC Weberg Beeck 2:1

Im heutigen Pokal-Halbfinale ging es gegen die Nord-Heinsberger aus Wegberg-Beeck. Jedoch ging es diesmal nicht, wie im Jahr 2008 auswärts im DFB-Pokal ran, sondern wie oben beschrieben zuhause im Mittelrhein-Pokal. Die Vorzeichen standen ebenfalls nicht besonders gut für unsere Truppe. Jedoch war es ein enorm wichtiges Spiel, da mit einem Gewinn dieses Pokals automatisch der Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals verbunden ist und dementsprechende finanzielle Einnahmen, die der Verein dringend braucht. Am Tag des Spiels sammelten sich die üblichen Verdächtigen, wenig motiviert am Treffpunkt. Dort wurde die Zeit bis zum Aufbruch, mit Gesprächen über glorreichere Zeiten verbracht. Mit einem, aufgrund von massigen Stadion- bzw. Betretungsverboten für den neuen Tivoli, stark dezimierten Haufen ging es dann rüber in den Postkasten. Dort war wie erwartet nicht viel los. Das ganze hatte eher einen Testspiel-Charakter, obwohl es natürlich um einiges ging, für unseren Verein. Als man am angestammten Platz ankam, dachte man zuerst, man hätte sich im Tag geirrt. Sah ziemlich leer aus die Bude. Insgesamt waren es nur gut 2500 Menschen, die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Darunter auch ca. 200 Spielerangehörige der Gäste. Der Aussenseiter aus Wegberg hielt von Beginn an gut dagegen und hatte ebenso Chancen auf die Führung. Und in der 16. Min glaubte man seinen Augen nicht, als dies tatsächlich geschah. Man lag vor 2500 Zuschauern mit 0:1 gegen einen Landesligisten hinten. In der Folgezeit stellten sich die Gäste hinten rein und unsere Mannen versuchten den Ausrutscher zu begleichen. Dies klappte jedoch zunächst nicht, da der gegnerische Keeper etwas dagegen hatte. Chancen auf eine höhere Führung wurden auch zugelassen. In der 39. Minute erlöste Thiele uns dann erstmal mit dem Ausgleich. Nach der Halbzeit drückten die Gäste sofort wieder nach vorne und gingen beinahe wieder in Führung. Nur der Pfosten und im Anschluss das Unvermögen des Beeckers konnten dies verhindern. Danach hatte unsere Elf zwar noch einige gute Chancen auf eine Führung, dass es mit dem Tore schießen nicht so gut klappt, wurde ja bereits während der Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt. So stand es nach 90 Min 1:1 und es ging in die Verlängerung. Als diese auch schon Fast um war, beförderte Herröder den Ball nach einem Freistoß zum Erlösenden 2:1 über die Linie. Großer Jubel im Postkasten. Kurz darauf war es endlich vorbei. Zwar knapp gewonnen, aber da fragt nach einem weiteren Sieg im Finale gegen die Fortuna aus Köln auch niemand mehr nach. So ging es zurück zu unseren ausgesperrten Freuden in die Räumlichkeit, um diesen doch sehr verstörenden Fussballtag bei Bier und Wurst gebührend zu verabschieden. Hoffentlich läuft es im Finale nicht so spannend ab und man haut die Fortuna raus.

Sa. 27.04.13
Alemannia Aachen - 1.FC Heidenheim 1:2

Im heutigen Heimspiel ging es gegen den von Frank Schmidt trainierten Aufstiegsaspiranten aus Heidenheim. Wie gewohnt, öffnete früh morgens unser Szenetreff seine Pforten. Nachdem sich die Zeit bis zum Abmarsch mit kühlen Getränken und reichlich Plaudereien vertrieben wurde, ging es für den doch stark dezimierten Haufen an Leuten, die noch in das Stadion durften, hinein in den Postkasten. Wie in der letzten Zeit leider üblich, vollzog sich das ganze sehr spät, da immer noch keine Fahnen unserer Gruppe hängen dürfen. Kurz vor Anpfiff der Blick ins weite gelbe Rund. Diesmal hatten sich nur noch 7300 Leidensgenossen eingefunden. Davon, wie zu erwarten, lediglich ca. 150 aus Heidenheim. Das Spiel ist wie so häufig in dieser Katastrophensaison schnell abgehandelt. Die erste Halbzeit zum davonlaufen. Kaum Chancen auf beiden Seiten und somit torlos in die Pause. Kurz nach Wiederanpfiff sofort das erste Gegentor durch Bagceci. Nach einem Zupfen von Brauer in der 75. Minute durfte Schnatterer den fälligen Elfmeter verwandeln. Kurz vor dem erlösenden Schlusspfiff brachte der eingewechselte Heller unser Team nochmal ran. Leider vergebens. Wieder mal verloren. Langsam wird es zur bitteren Routine. Nach Abpfiff ging es zügig zurück zum Szenetreff, um den Abend mit unseren ausgesperrten Brüdern gemütlich ausklingen zu lassen.

Sa. 04.05.2013
Hallescher FC - Alemannia Aachen 0:1

Nun ist es offiziell. Was vorher schon abzusehen war, ist nun Realität. Der Vizemeister von 1969, Po-kalfinalist von 1953, 1965 und 2004 und Sechzehntelfinalist des Uefa-Cups 2005, steigt aus der 3. Bundesliga ab. Wohin der Weg nun geht steht noch in den Sternen.

Aber nun zum eigentlichen Thema dieses Berichts:
Am frühen Samstagmorgen traf sich unsere Gruppe, um gemeinsam dem vorletzten Auswärtsspiel dieser Saison beizuwohnen. Die Reise ging in den Osten nach Halle und nachdem auch der Letzte im vollen Bus seinen Platz gefunden hatte, ging die Tour los. Wie üblich, ließ man sich durch die miese Saison nicht den Spaß im Bus verderben. So trank man mit seinen Freunden das ein oder andere Getränk und unterhielt sich über bessere Zeiten. Dementsprechend schnell verging die Hinfahrt, so dass man ohne besondere Ereignisse das nun umgebaute Kurt-Wabbel-Stadion in Halle erreichte. Vor dem Gästeblock musste man heute ganze 18 Leute zurück lassen, da diese der Staatsmacht und unserem Verein ein Dorn im Auge sind. Traurig wenn Stadionverbote ausgesprochen werden mit dem Hinweis auf laufende Ermittlungen, wo keinerlei Schuld erwiesen ist. Rechtsstattliche Prinzipien werden hier leider außer Kraft gesetzt. GEGEN ALLE STADIONVERBOTE! Dass man sich durch diese Aktionen nicht unterkriegen lässt, zeigt die Anzahl der mitgereisten Stadionverbotler. Nachdem man den Ordnungsdienst davon überzeugt hatte, dass alle Fahnen mit rein durften, auch wenn nur noch 14 Meter Zaun frei waren, ging es endlich hinein in den Block. Leider muss man auch hier sagen, dass der Umbau des Stadions letztlich nur noch an einen der üblichen Neubauten erinnert, wie man ihn fast überall zu Gesicht bekommt. Im Gästeblock versammelten sich letzten Endes ca. 150 Aachener. Zum Spiel braucht man nicht viele Worte verlieren.
Wie immer in den letzten Wochen spielte unser Team zwar engagiert, aber ohne wirklich Torgefahr auszustrahlen. Halle war auch nicht viel besser, machte aber in der 23. Minute das einzige Tor des Tages und besiegelte somit unseren Abstieg.

Die Stimmung auf der Heimseite geht bei diesem Spiel in Ordnung. Zu Beginn des Spiels gab es eine Choreo unter dem Motto : "Klassenerhalt" "Auf dass es durch ganz Halle schallt". Zwar Einfach, aber dennoch ganz nett anzusehen. Während des Spiels konnte man auch den ein oder anderen Gesang verfolgen und ständige Bewegung hinter dem Tor ausmachen.

Auf unserer Seite gaben sich die, die noch ins Stadion durften, Mühe ihr Team zu unterstützen und man erreichte durchgängig eine gute Lautstärke, trotz der zunehmenden Gewissheit, dass allen Anfeuerungen zum Trotz das Ruder nicht mehr rumgerissen werden konnte. Letzten Endes nahm man sich mittels Gesängen auch selber auf die Schippe und zeigte damit Galgenhumor. 13:12 Min vor Abpfiff verließ unsere Gruppe den Block, um die Zeit bis zum Abpfiff mit unseren ausgesperrten Freunden zu verbringen. Diese machten das Beste aus der Situation und warfen vor Spielbeginn bereits den Grill an. Nachdem das Spiel dann vorbei war, machte man sich langsam auf den Heimweg in die Kaiserstadt. Die Rückfahrt hielt auch noch zwei Highlights bereit. Zum einen verbrachte man knappe zwei Stunden auf einem kleinen Parkplatz, da ein Reifen getauscht werden musste. Nachdem der Reifenwechsel endlich geglückt war ging es weiter, jedoch nur bis kurz vor das Ruhrgebiet. Dank eines Unfalls ca. 2km vor uns, wurde die Autobahn gesperrt. Die zwei Stunden Wartezeit wurden dank kühlem Bier und mit Fußballspielen auf der abgesperrten Autobahn verbracht. Aufgrund dieser Umstände fuhr man mit einer leichten Verspätung von vier Stunden wieder in die Kaiserstadt ein. Für einige von uns ging es nur kurz nach Hause, da am nächsten Tag das Auswärtsspiel von Kerkrade in Breda anstand. Nun hat man noch zwei Spiele in der 3.Liga und das Pokalfinale gegen die Fortuna aus Köln. Was danach mit unserem geliebten Verein passiert, steht noch immer in den Sternen. Jedoch ist eines gewiss:
Aber Eins, aber Eins, das bleibt bestehen: Alemannia Aachen wird nicht unter gehen!

Sa. 11.05.2013
Alemannia Aachen – VfB Stuttgart II

Noch von der Tags zuvor ersten Karlsbande-Rockparty mit Liveband angeschlagen, trudelten doch so manche Gestalten nach einer dieser kürzeren Nächte im Szenetreff ein, um den auf unbestimmte Zeit letzten Profikick im eigenen Stadion einzuläuten. Irgendwie passt es dahingehend ins Bild, dass dieser Spieltag auf den 11. Mai fiel, ein Datum, welches den Tag darstellt, an dem die unvergessene Persön-lichkeit Werner Fuchs während einer Laufeinheit mit seiner Mannschaft unerwartet verstarb. Dement-sprechend legte eine Delegation unserer Gruppe im Rahmen eines Gedenkmarschs an seinem Grab einen Kranz mit der Aufschrift: „In Erinnerung an Werner Fuchs“ nieder. Auch im Stadion gab es mehrere Aktionen, um den gebührenden Respekt ihm gegenüber zum Ausdruck zu bringen.

Um außerdem auf einen weiteren zeitnahen Todesfall aufmerksam zu machen, entrollten wir im Laufe des Spiels ein Spruchband mit der Aufschrift:

RIP. MARKO AZAPOVIC
MILICIJA – UBOJICE 1.3.1.2.

Dieses bezog sich auf den Mord an einem gerade einmal 18-jährigen Fußballfan aus Split, welcher nach tagelanger Misshandlung seitens der Staatsmacht in ein Krankenhaus eingeliefert wurde und dort seinen Verletzungen erlag. ACAB!!!

Eine passende Überleitung für das übrige Geschehene am heutigen Tage zu finden, ist an dieser Stelle wohl schwerlich bis gar nicht möglich. Dennoch sollten die restlichen Besonderheiten des Tages auch noch berichtet werden. Da wäre zum einen das Schweigen als Gruppe im Sinne eines stillen Protests aufgrund bekannter uns auferlegter Repressalien und zum anderen natürlich das Spiel, was ergebnis-technisch zumindest zur Pause noch für unseren Verein sprach, doch nach Ablauf der 90 Minuten wiedermal eine Niederlage zugunsten der gegnerischen Mannschaft aufwies. Positiv ist sicherlich hierbei zu erwähnen, dass der Aachener Anhang auch weiterhin über den gesamten Zeitraum zu seiner unerfahrenen und extrem jungen Mannschaft steht, doch Gesänge nach dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“ sowie eine Humba sind nach einem Abstieg definitiv zu viel des Guten. Die Gegenseite blieb heute geschlossen. Die erste Mannschaft des VfB Stuttgart spielte zeitgleich, so dass nur ein paar Hände voll Rot-Weißer sich auf der Ost niederließen. Desweiteren verabschiedete sich unser aktueller Trainer, Rene van Eck, während einer Ehrenrunde durchs Stadion vom Heim-Publikum. Ein klasse Kerl, welcher für die meisten wohl auch in der nächsten Saison hier in Aachen gerne hätte arbeiten dürfen. Nach dem Schlusspfiff ging es dann auch recht zügig wieder Richtung Räumlichkeit, wo man den Tag gemeinsam ausklingen ließ.

Zu guter letzt noch ein Hinweis im Bezug auf das bevorstehende Pokalendspiel: ALLE IM DOM-SHIRT NACH BONN! 15:30 UHR – AC-HBF!

Sa. 18.05.2013
VfL Osnabrück - Alemannia Aachen 4:0

Man schreibe Samstag, den 18.05.13. Eine der wohl beschissensten Meisterschaftsrunden in der Geschichte unseres Vereins liegt hinter uns. Lediglich der heutige 38. Spieltag gibt uns für unbestimmte Zeit vorerst noch ein letztes mal die Gelegenheit, der Elf mit dem Adler auf der Brust im professionellen Bereich hinterher zu reisen. Mit dem VfL Osnabrück steht immerhin ein Traditionsverein als Gegner in einem für heutige Verhältnisse ganz netten Stadion parat, in dem man sich aus der 3.Liga halbwegs anständig verabschieden will. Aufgrund dessen suchten wir auch heute wieder den Treffpunkt auf, um per Bus gen Bremer Brücke zu brettern.

Dort angekommen beflaggte man den Gästeblock und versuchte das Beste draus zu machen. Zehn Minuten nach Anpfiff geriet man dann wieder mal einem Tor in Rückstand und fing sich in der 18. Minute Kiste Nummer zwei ein. In der Zeit danach gab es zumindest ein paar Torchancen für Alemannia, aus denen aber nichts resultierte. Das dritte Gegentor gegen Ende der ersten Halbzeit kam dann irgendwie auch etwas ungelegen.

Nach dem Wiederanpfiff merkte man aber, dass unsere Mannschaft nicht sang und klanglos das Spiel abschließen wollte. Ein 1 zu 3 wäre zwischenzeitlich durchaus öfters möglich und verdient gewesen, doch es sollte uns verwehrt bleiben. Zum krönenden Abschluss der 3. Ligasaison fing man sich kurz vor Schluss dann noch das vierte Gegentor ein.

Mit dem am Ende leider verdienten Sieg der Lila-Weißen und einem entsprechenden Ergebnis auf einem anderen Platz erreichte der VFL dann doch noch die Relegation, was die für diesen Spielverlauf passabel aufgelegte Heimseite veranlasste, in Scharen das Grün zu betreten. Wir jedenfalls sind irgendwie froh, dass ein wenig später diese Mist-Saison quasi für beendet erklärt wurde und packten die Koffer. Die anschließende Heimfahrt dauerte natürlich standesgemäß ein gutes Stück länger als erwartet. So ein Stau besitzt aber entgegen weitverbreiteter Meinung durchaus auch seinen Charme, wenn man weiß wie es geht. Der Rest … bleibt Firmengeheimnis!

Mi. 29.05.2013
Alemannia Aachen – SC Fortuna Köln 1:2 (0:1)

Pünktlich zur Pendlerzeit sammelte sich der schwarz-gelbe Anhang am Aachener Hauptbahnhof.
Der dennoch voll besetzte Sonderzug rollte leider ohne unsere Gruppe los, da man auf die arbeitende Bevölkerung der Bande Rücksicht nahm und somit den Regelzug vorzog. Rund 150 Mann machten sich somit alternativ auf den Weg in die Ex-Bundeshauptstadt. In Bonn angekommen wurde man, wie erwartet, in Shuttlebusse gepfercht und zum Stadion geleitet. Dort durfte man dann noch die Autofahrer begrüßen.

Bei Dauerregen vergingen die restlichen 30 Minuten bis zum Anpfiff natürlich wie im Flug und auch der anwesende Anhang der Kölner wurde auf die ansteigenden Wassermassen aufmerksam gemacht. In Anbetracht der Tatsache, dass unsere geliebte Alemannia vor 9 Jahren exakt an diesem Datum das letzte Pokalfinale vor 20.000 Öchern spielte, wurde die Partie dann auch endlich mit 18 Minuten Ver-spätung angepfiffen.

Die Mannschaft zeigte sich in der ersten Hälfte ziemlich lustlos, was sich bei der Unterstützung der Gästekurve auch bemerkbar machte. Vom gegnerischen Anhang war bis auf eine Fackel und wenigen melodischen Liedern auch nicht viel zu sehen bzw. zu hören. Leider ging die Fortuna in der 19. Minute in Führung was sich bis zur Halbzeit nicht ändern sollte. Man kann von Glück sprechen, dass der Rückstand bis zu diesem Zeitpunkt nicht noch höher ausfiel.

Mittels Spruchband machte man in der ersten Hälfte auf die anscheinend unmittelbar bevorstehende Wahl zum Mitarbeiter des Monats im Aachener Polizeipräsidium aufmerksam, die ihren Sieger in Form von Herrn Lennarts schon gefunden hat. Zudem richtete sich ein Fetzen an unsere Freunde aus Kerkrade, die zuvor eine sensationelle Schlacht um den Klassenerhalt für sich entscheiden konnten. Weitere Spruchbänder richteten sich an einen gewissen Milhouse, den man endlich wieder in der Kurve sehen durfte und den Rest der Sektion SV.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte die Mannschaft spielerisch etwas mehr Einsatz, allerdings flachte dies ziemlich flott wieder ab. Der Ausgleich wurde trotzdem erzielt und ließ somit auch etwas besseren Support aufkommen, wenn auch nur für kurze Zeit. Hier muss man sagen, dass die Bereitschaft der Mannschaft in den DFB-Pokal zu kommen unter aller Sau war. Die Tatsache, dass sich nach dem Siegtreffer der Kölner, bzw. dem Abpfiff der Frust einiger Aachener entlud bleibt hier mal nicht un-kommentiert: Es ist eine absolute Frechheit, was am heutigen Tage gezeigt wurde! Trainer, Van Eck, war wohl der Einzige, dem man an diesem Abend eine vernünftige Sommerpause, bzw. weiteren Weg wünschen durfte. Mit ziemlich schlechter Laune, machte man sich via Sonderzug auf den Rückweg in die geliebte Kaisersatdt.

Nun ist die wohl schwierigste, beschissenste und traurigste Saison der Vereinsgeschichte endlich vorbei. Den Blick in die Glaskugel will man jetzt nicht werfen...
Doch in der nächsten Saison muss sich einiges ändern! Weiterhin: Zusammen für Aachen!

Karlsbande Ultras

 
SV Wehen Wiesbaden - Alemannia Aachen 3:2 11.06.13

An diesem ungeliebten Freitagstermin ging es für unsere Alemannia zu einem der unnötigsten Vereine des Landes nach Wehen - oder besser gesagt - nach Wiesbaden, da man den Verein vor einigen Jahren einfach mal ins 15 km entfernte Wiesbaden umsiedelte, um dort großes zu schaffen. Was daran so groß ist, sieht man selbst auf den dritten Blick nicht. Jedenfalls hetzte sich die arbeitende Bevölkerung sofort nach Dienstschluss ab, um pünktlich am Abfahrtsort anzukommen. So machten sich - leicht verspätet - ein gut gefüllter KBU-Bus und vereinzelte Autos auf die 250 km lange Strecke. Nach kurzweiliger Fahrt kam man 5 km vor der Abfahrt doch noch Mal zum Stehen. Der Grund: Stau nach einem herben Unfall kurz vor Wiesbaden. Aufgrund dessen fuhr man erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn auf den Parkplatz vor dem Gästeblock. Noch schnell mit Karten eingedeckt, da es seit einiger Zeit keinen Vorverkauf mehr in Aachen gibt, ging es durch die relativ humanen Kontrollen hinein in die Wellblechhütte. Dort war der Gästeblock schon besser gefüllt als erwartet. So bezog man nach etwas längerer Überlegung über dem Mundloch Stellung. Die Fahnen noch an den Zaun gebracht, konnte das Spektakel dann auch beginnen.

Schon kurz nach dem Anpfiff ließen sich unsere Jungs hinten rein drängen. Zwar setzte man den ein oder anderen Nadelstich nach vorne, zählbares kam wie so oft aber nicht dabei herum. In der zwanzigsten Minute war es dann mal wieder soweit und man lief einem Rückstand hinterher. Nur sechs Minuten später erhöhte Wehen gar auf 2:0. Wiederum 5 Minuten später verkürzte Thiele auf 2:1. Ein Funken Hoffnung war bei den gut 400 Mitgereisten Alemannen wieder zu spüren. Auch das Team gab sich nicht auf und kämpfte nun wie es sich gehört. Aber leider, wie so oft in den letzten Wochen, vergeblich. Eine Viertelstunde vor Spielende erhöhte der Hausherr auf 3:1. Beim neunten sieglosen Spiel in Folge konnte auch der verwandelte indirekte Freistoß von Marquet in der Nachspielzeit Nichts mehr ändern. So langsam verlieren auch die größten Optimisten ihren Glauben an einen Nichtabstieg. Dennoch wurde unsere Elf nach dem Spiel gefeiert. Die jungen Spieler können es halt einfach nicht besser. Zumindest haben Sie alles in ihrer Macht stehende getan um eine Niederlage zu verhindern.

Der Gästeblock war an diesem Abend generell gut aufgelegt. Am Anfang zwar noch etwas zaghaft, machte sich im Laufe des Spiels eine "Jetzt-Erst-Recht Stimmung" im Gästeblock bemerkbar. So besang man seine altehrwürdige Alemannia mit voller Inbrunst und bekundete, seine Treue auch in den nächsten Jahren aufrecht zu erhalten. Dieses Szenario hielt noch eine halbe Stunde nach Abpfiff an. Das Ganze hatte etwas von einer Abschiedstour, wie man Sie vom Abstieg aus der ersten Bundesliga kannte. Nachdem der letzte Gesang verhallt war, machte man sich auf den Weg zurück in die Kaiserstadt. Zur Stimmung auf der Heimseite braucht man - wie erwartet - keine großen Worte zu verlieren.

Marmor, Stein und Eisen bricht, aber Alemannia nicht. Alles, Alles geht vorbei. Doch wir bleiben treu... TREU

Karlsbande Ultras

 
FC Rot-Weiß Erfurt - Alemannia Aachen 3:1 11.06.13

Nachdem die bevorstehende Begegnung in der jüngeren Vergangenheit bereits zwei Mal verlegt wurde, musste man sich also an einem Dienstag die Zeit nehmen, um Zeuge des achten sieglosen Spiels in Folge zu werden. Vorher fanden wir uns ausnahmsweise mal wieder in gut gelaunten Bullies ein, da die Ansetzung des Duells gegen die Thüringer manchem verwehrte, dem Aufeinandertreffen beizuwohnen.

Im Gästebereich beflaggte man den einen oder anderen Wellenbrecher und versuchte so etwas wie Stimmung in unserem Block zu erzeugen. Doch in Verbindung mit dem, was auf dem Platz, speziell in den ersten 45 Minuten, abgeliefert wurde, ließ den gesamten Aachener Anhang nicht in Wallung bringen. Mit drei Gegentoren in sieben Minuten (20, 23, 27) war man angesichts weiterer Chancen für Erfurt noch gut bedient. So verpassten die Rot-Weißen es bspw., einen gegebenen Elfmeter zu versenken, sodass man immerhin einer vorzeitigen Klatsche entgehen konnte. In der zweiten Hälfte ließ die Mannschaft vom Steigerwaldstadion nach, wodurch die nun zumindest etwas besser spielende Aachener Elf immerhin ein paar Gelegenheiten bekam, welche sie aber nicht zu nutzen wusste. Lediglich in der 89ten Minute sorgte man für Ergebniskorrektur, indem Kefkir, nachdem er im gegnerischen Sechszehner gefoult wurde, per Strafstoß zum 1:3 traf. So jubelte die Heimseite nach 90 Minuten, nachdem sie auch sonst durchweg und dem Spielverlauf angemessen von sich hören ließ – zwar nichts wirklich weltbewegendes, aber für die Menge solide.

Wir jedenfalls machten uns recht zügig wieder auf in Richtung Kaiserstadt, um Mittwochmorgens wieder pünktlich auf der Arbeit, Uni, Schule etc. zu erscheinen oder auch, um einfach mal drauf zu scheißen und auszupennen.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - FC Hansa Rostock 3:4 11.06.13

Nach sechs sieglosen Spielen in Folge hoffte man vielleicht heute gegen Hansa Rostock drei Punkte einzufahren, um irgendwie die Abstiegsplätze noch verlassen zu können. Dazu ist Hansa Rostock fantechnisch auch nicht der uninteressanteste Gegner. Der Szenetreff war ebenfalls gut gefüllt, und das trotz der schlechten Lage rund um unseren Verein. Auf einen koordinierten Support wurde unsererseits weiterhin verzichtet.

Nach dem 0:0 in Darmstadt hoffte man, dass man heute vielleicht ein paar Tore schießt und diesmal wieder die Null hinten hält. Diesmal dauerte es ganze 20 Minuten, bis die Hanseaten in Führung gingen. Typisch für diese Saison bekommt die Alemannia wieder das erste Tor in den eigenen Kasten. Auf den Rängen machte sich dann wieder Unruhe breit, doch eine Minute später machte Thiele den Ausgleich zum 1:1. Dass man so schnell zurück ins Spiel kommt, hätte wohl keiner gedacht. Anschließend zeigte unsere Mannschaft Kampfgeist und viel Laufbereitschaft, man wollte die 3 Punkte einzusacken. In der 45. Minute, kurz vor dem Halbzeitpfiff, verwandelte Kefkir einen Freistoß aus 20 Metern in den linken Winkel und die Öcher jubelten, wie lange nicht mehr! In der 62. Minute legte sich Kefkir erneut den Ball zurecht, um einen direkten Freistoß anzutreten. Zum zweiten Mal beförderte er den Ball über die Torlinie und baute die Führung auf 3:1 aus. Doch ca. 10 Minuten später brach die Mannschaft irgendwie zusammen. Sie gaben eine 3:1 Führung in fünf Minuten her! Plötzlich stand es 3:4 für Hansa Rostock und man konnte seinen Augen nicht glauben, was man da sah, aber irgendwie passt es die die Gesamtsituation.

Auf Aachener Seite war es nach den beiden Führungstreffern kurz laut, ansonsten kam nicht viel. Die ca. 500 angereisten Rostocker hielten eine konstant ordentliche Lautstärke und machten auf sich aufmerksam.
Nächsten Freitag geht es nach Wiesbaden. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Mal ein Dreier mit nach Hause genommen werden kann. In diesem Sinne, egal was passiert: Alemannia Aachen wird nicht untergehen! Niemals!

Karlsbande Ultras

 
SV Darmstadt 98 - Alemannia Aachen 0:0 17.04.13

Nach dem verkorksten Heimspiel gegen Chemnitz sollte es nun nach Darmstadt gehen. So machten sich am frühen Freitagnachmittag ein voll besetzter Bus, sowie zwei Bullis auf in Richtung Hessen, um dort das Team lautstark zu unterstützen (insofern man nicht von ungerechtfertigten Maßnahmen des Scheißclubs aus dem Münsterland betroffen war). Bedingt durch einen Vorfall bei einem Pausenhalt, bei dem man feststellen musste, dass Büsche doch nicht alle so wacker sind, wie manch einer vielleicht denken mag, kamen wir leider erst zur zweiten Halbzeit in Darmstadt an. Die Politik der kleinen Nadelstiche durch die Polizei verhinderte, dass Leute von uns, die weder Stadionverbot noch sonst irgendwelche Repressionen auferlegt bekommen haben, das Spiel sehen durften und sich so die Gruppe mit diesen solidarisierte.

Das Spiel ging übrigens 0 zu 0 aus.

Die Rückfahrt blieb bis auf begleitende Umstände ereignislos.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - Chemnitzer FC 1:5 10.04.13

Am heutigen 31. Spieltag der 3.Liga gastierten die Sachsen des Chemnitzer FC bei uns. Am frühen Sonntagmorgen traf sich der Großteil der Gruppe im Szenetreff um den Fußballtag einzuläuten. Mit der Zeit füllte sich die Räumlichkeit nochmal ganz ordentlich, da bekannterweise 107 Leute ein Betretungs-/ Hausverbot sowohl vom Verein, als auch von der Polizei erhielten. Eine Stunde vor Anpfiff ging es für diejenigen, die das Stadion noch betreten durften, hinein. Fahnen durfte man leider wieder nicht aufhängen, also vertrieb man sich mit Gesprächen die Zeit bis zum Anstoß. Auf koordinierten Support wurde unsererseits heute aufgrund der verschiedenen Vorfälle verzichtet.

Das Hinspiel in Chemnitz konnte man noch mit 2 zu 1 für sich entscheiden, so dass es mit einem Fünkchen Hoffnung in das Spiel hinein ging. Der Tabellensiebte aus Chemnitz legte bereits am Anfang gut los und das Fünkchen Hoffnung verschwand bereits in der 13. Minute, als das erste Gegentor fiel. In der Folgezeit fielen unsere Mannen lediglich durch Fouls auf, so dass sich Heller und Erb kurz hintereinander den gelben Karton abholten. Kurz vor der Pause erneut ein Tor für Chemnitz. Dieses wurde aber aufgrund einer Abseitsstellung nicht gegeben. So ging es mit diesem 0:1 dann zum Pausentee. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff baute Chemnitz die Führung auf ein 0 zu 2 aus, welche man zwischenzeitlich auf ein Tor verkürzen konnte. Was nun folgte ist mehr wie bitter und schnell erzählt: Chemnitz spielte wie entfesselt und spielte unsere Elf gegen die Wand. In der 69., 73. und 87. Minute durfte unser Torwart Mark Flekken jeweils hinter sich greifen. Kurz nach dem fünften Gegentreffer erlöste der Schiri die 8.750 Zuschauer mit dem Schlusspfiff. So langsam sieht die sportliche Situation fatal aus und man steht mit dem Rücken zur Wand. Am Tabellenende angekommen und als Träger der roten Laterne hilft nur noch eine Siegesserie, die am besten schon in Darmstadt gestartet werden sollte.

Stimmungstechnisch gab unsere Heimtribüne heute ein sehr trübes Bild ab. Zwar erreichte der ein oder andere Gassenhauer eine halbwegs akzeptable Lautstärke, da sich aber viele unserem stillen Protest anschlossen, war es das auch schon auf Seiten der Schwarz-Gelben. Ganz anders die Gegenseite. Überraschend viele Himmelblaue machten sich auf den Weg in unsere Kaiserstadt und mit Sicherheit werden es ca. 400 Gäste gewesen sein. Zu Spielbeginn wurde der Gästeblock durch eine Choreo in ein blau-weißes Fahnenmeer getaucht. Zwar einfach, aber nett anzusehen. Auch während dem Spiel machten die Sachsen das ein oder andere Mal akustisch auf sich aufmerksam. Nach diesem Spielverlauf aber auch kaum verwunderlich. Dennoch einer der besten Gästeauftritte in dieser Saison und so bestimmt nicht erwartet.

Nun geht es am kommenden Freitag zu den Lilien nach Darmstadt. Bleibt zu hoffen, dass dort die rettende Siegesserie gestartet wird.

Karlsbande Ultras

 
Wacker Burghausen - Alemannia Aachen 2:0 03.04.13

Zum zweiten Mal in dieser Saison saß man in einem vollen Ultras Bus, um sich auf den Weg ins 700km entfernte Burghausen zu begeben. Sogar das Wetter spielte diesmal mit und so starb recht früh die Befürchtung, wiederholt ohne 90 Minuten Fußball nach Hause zu fahren. In Burghausen angekommen begab man sich in Richtung Gästeblock und verabschiedete sich von den insgesamt 8 mitgereisten Sv´lern. Für 10 € gab es die Eintrittskarte und einen Gutschein (ein Getränk und ein Brötchen), als Wiedergutmachung für das ausgefallene Spiel am 12.02 (naja der Wille zählte). Im aus allen Nähten platzenden Gästeblock mit „stolzen“ 70 Alemannia Fans bevorzugte man einen Platz mittig im Block und flaggte auf. Die Zeit bis zum Spiel vertrieb man sich mit einigem Schabernack oder dem flanieren auf der Tartanbahn. Zum Anfang des Spiels gab es ein kleines Intro, bestehend aus ein paar kleinen Schwenkern, da ansonsten alles an Material verboten war. Direkt in der 17. Minute galt es, den ersten Gegentreffer zu verkraften, der auf einen sehr groben Torwartfehler zurückzuführen ist. In der 34. Minute gab es dann noch ein dummes Eigentor zu begutachten und die restliche Zeit konnte man die Chancenlosigkeit der eigenen Mannschaft bestaunen. Kurz gesagt sollte man dieses Spiel schnell vergessen! Stimmungsmäßig gab es nur selten Höhepunkte und der Rest war eher akzeptabel für die mitgereiste Anzahl. Besonders ein neues Lied auf die Melodie von Lotusblume erfreute sich großer Beliebtheit. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde das komplette Spiel nicht supportet. Der Grund dafür waren ausgesprochene Stadionverbote. Vor Verlassen des Stadion gab es noch ein paar Sprints auf der Tartanbahn zu bejubeln. Einige wenige könnten sich für Olympia qualifizieren und der Großteil war leider konditionell nicht in der Lage die 100m überhaupt zu schaffen. Am Stadionausgang wurden die Jungs, die draußen stehen mussten, wieder eingesammelt und sich kurz übers Spiel ausgetauscht. Die Rückfahrt verlief wie fast jede feucht fröhlich und auch im Turnen haben wir einige Aspiranten für Olympia. Aber die größte Frage, die in den Köpfen der Mitreisenden herum geisterte, war, ob man die Liga überhaupt sportlich halten könne, da es momentan immer tiefer geht und wichtige Punkte verschenkt oder liegen gelassen werden.

Gegen den finanziellen und sportlichen Abstieg!

Karlsbande Ultras

 
Preußen Münster - Alemannia Aachen 4:1 03.04.13

Aachen zu Gast in Preußen, ein Spiel, das einiges an Brisanz versprach, auch früher schon zog dieses Duell der nahegelegenen Städte viele Menschenmassen an. So auch am heutigen Tage, als sich ein gut besetzter Regelzug, ein Sonderzug und 2 weitere Busse in Richtung Münster auf den Weg machten, um der Alemannia zur Seite zu stehen. Besonders in der aktuellen Situation, war dies wohl erforderlicher denn je. So wurden der jungen Mannschaft 2 Punkte für die laufende Saison abgezogen und auch die zuvor eher unnötigen Niederlagen hatten die Tabellensituation keineswegs verbessert. Wurde in einem Schreiben von der Polizei intertextuell zuvor bereits zu verstehen gegeben, dass man so gar keine Lust hatte, den Tag mit uns zu verbringen, bekam man dies unmittelbar nach der Ankunft in Münster zu spüren, als man mit Pfeffermühle und Schlagstock begrüßt wurde. Nachdem dann endlich das Stadion erreicht wurde, mussten wir erfahren, dass zwei Busse bereits wieder nach Hause geschickt worden sind. Davor haben auch diese Alemannen die zuvorkommende Freundlichkeit der Polizei zu spüren bekommen. Währenddessen versuchte man sich trotzdem auf das Wesentliche zu konzentrieren und konnte sich so des Anblickes erfreuen, dass unsere Spieler die Mützen, welche sie von uns vor Abfahrt als Präsent bekommen hatten, trugen. Auch optisch konnte man auf sich aufmerksam machen, indem im ganzen Block "Scheiss Muenster" Schals in die Höhe gingen und man die Heimmannschaft gebührend begrüßte. Bei den heimischen Fans wusste eine optisch doch sehr gute Choreographie zu überzeugen, stimmungstechnisch konnte man aus beiden Blöcken nur phasenweise Laute vernehmen.

Auf dem Rasen zeigte unsere junge Mannschaft wiedermal ihren Kampfgeist, wusste sich aber selbst nicht zu belohnen, so dass gleich mehrfach Großchancen ausgelassen wurden, die größte ließ allen voran Kefkir aus, der nach zweimaliger gelben Karte dann auch schon vor der Pause das Team schwächte. Münster hatte nicht wirklich die Oberhand im Spiel, jedoch bewahrten sie vor dem Tor ein kühlen Kopf und netzten gleich zweimal im Tor der Alemannia ein. Heller konnte dann vor der Pause noch auf einen Zwischenstand von 1:2 aus Aachener Sicht verkürzen. Stimmungstechnisch wusste man einige Akzente zu setzen, welche es in der zweiten Halbzeit auszubauen galt. Auch in Halbzeit zwei war der Auftritt unserer Elf, bedenkt man dass sie in Unterzahl spielten, von Wille und Kampfgeist geprägt. Doch wie so oft brachte man sich selbst um den Erfolg und wurde bestraft. Der unabdingbare Wille schwappte, trotz Zwischenstand von mittlerweile 1:3 und später 1:4, auf den Gästeblock über, in dem man lautstark weiter die Mannschaft nach vorne peitschte.

Zwischenzeitlich ließen es sich einige nicht nehmen, die Münster Fans im Nachbarblock zu besuchen, ehe Schlagstock und Pfefferspray den kurzen Besuch beendeten. Nach dem Spiel erhielt das Team zu recht aufmunternde Worte vom mitgereisten Anhang, bevor man sich auf den Weg nach draußen begeben wollte, um die vor der Toren wartenden Stadionverbotler in Empfang zu nehmen. Dieser Gang fand auch hier wieder seine, von Ordner und Polizei, gestellten Hindernisse. Als man sich auf den Weg in Richtung Bahnhof machen wollte, fand die Polizeigewalt ihren Höhepunkt geprägt von Sachbeschädigung, Willkür und Repression – verwunderlich, dass diese Menschen normalerweise gegen solche Aspekte vorgehen sollten, sie jedoch immer wieder selber ausführen. Sichtlich überrascht waren die grün und blau Geschmückten dann, als man von ihnen unbekannten Begriffen wie Solidarität und Zusammenhalt sprach und deutlich machte, dass man nicht eher abreisen würde, bevor die festgenommenen Alemannen wieder unter uns sind. So verbrachte man noch einige Stunden in Münster und konnte nach einiger Zeit des Wartens sich der Anwesenheit seiner Freunde erfreuen und die Heimreise antreten. Abschließend lässt sich sagen, dass dieses Team sich eine lautstarke Unterstützung so verdient, wie sie schon lange kein Team in Aachen mehr verdient hat und das auf dieser Tour wohl wahrlich für jeden Geschmack etwas dabei war.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - SV Babelsberg 03 1:2 02.04.13

Schon früh morgens traf sich die Gruppe zur Einläutung des Spieltags zu einem gemeinsamen Gruppenfrühstück. Nach und nach stieß auch der Rest der Szene dazu und so ging es mit einem ordentlichen Haufen Richtung Stadion. Von besagten Suchaktionen Babelsberger Gruppierungen ist uns leider nichts aufgefallen, dabei verweilte man doch ziemlich lange auf dem Vorplatz des Stadions.

Leider fallen die Vorbereitungen für ein tolles Intro zum Einlaufen der Mannschaften immer noch weg, da das Materialverbot zuhause immer noch Bestand hat. Hoffentlich gibt es da von Seiten der Verantwortlichen in naher Zukunft ein Einlenken, da die jüngere Vergangenheit gezeigt hat, dass es ein Fehler war unsere Gruppe einseitig zu sanktionieren.

Der Gästeblock war heute recht spärlich gefüllt und die fußballfernen Idioten aus Babelsberg wurden ihrem Ruf gerecht. Selten so einen lächerlichen Haufen gesehen, deren Fahnen im Block weder Verein noch Stadt repräsentieren. Geht zur nächsten Demo und verschont Fußballdeutschland mit Eurem Pseudofangetue! Passend zum Thema gab es ein Spruchband, welches sich natürlich auch gegen die aktuelle Philosophie des DFB’s richtet: „FI99: Ihr habt so viel Interesse am Fußball, wie der DFB an den Fans“. Zum Spielverlauf ist zu sagen, dass man die frühe Führung durch Schumacher leider nicht nutzen konnte. So kam es durch ein Eigentor zu Beginn der zweiten Halbzeit zum Ausgleich und kurz vor Schluss noch zum entscheidenden Gegentreffer. Aus unserer Sicht mehr als unverdient! Was die Jungs und der Trainerstab seit Wochen leisten, erfüllt uns mit Stolz und man hat nach Jahren endlich wieder das Gefühl eine Mannschaft auf dem Platz zu haben, die um jeden Zentimeter kämpft und wirklich bereit ist alles zu geben. Danke dafür! Wir glauben an Euch und werden auch weiterhin alles für unseren Verein geben!

Die Stimmung auf den Rängen war heute gut, jedoch wie immer ausbaufähig. Spielbezogen, teils brachial laut (wenn der Rest der Kurve mit einstimmte) und auch melodisch gab es heute für jeden Geschmack etwas. Zunehmend kommen auch wieder alte Gesänge hervor und man schwelgt in Erinnerungen an alte S-Block-Zeiten. Wir möchten hier nochmal jeden bitten, sich einen Ruck zu geben und mitzusingen, zu brüllen, zu rufen und zu pfeifen. Nur so kommen wir wieder an das Niveau vergangener Tage heran!

Samstag geht es weiter gegen Münster. Fahrt mit und vertretet mit Stolz unsere Farben! Scheiß Münster!

Karlsbande Ultras

 
SpVgg Unterhaching - Alemannia Aachen 1:0 02.04.13

Freitagsnachts machte sich ein vollbesetzter Bus auf in Richtung Süden der Republik. Nach einer ereignislosen Fahrt und dem ein oder anderen Getränk und Snack (danke hier an unsere Cateringcrew) erreichte man den Vorort der bayrischen Landeshauptstadt. Aufgrund polizeilicher Anordnung musste man sich früher wie gewohnt von den mitgereisten Stadionverbotlern verabschieden und diese wieder einmal zurücklassen. Haltet durch Freunde, auch Eure Zeit wird kommen!

Im Stadion angekommen machte man sich an die üblichen Vorbereitungen und das Spiel konnte losgehen. Unser junges Team bot einen ordentlichen Kampf an und setzte das Heimteam ab der ersten Minute konsequent unter Druck. Leider verpasste man es trotz guter Chancen, diese Überlegenheit in Tore umzumünzen und so ging es torlos in die Halbzeitpause. Eine Führung wäre zu dieser Zeit mehr als verdient gewesen! Mit Beginn der zweiten Halbzeit begannen die Nachlässigkeiten und leider ging man mit einem Tor in Rückstand. Toll zu sehen, dass das Team trotzdem nicht aufgibt und sein Möglichstes probiert. Leider gab es inmitten dieser Bemühungen einen Platzverweis für unser Team und so muss unser Trainer für die nächsten zwei Spiele wieder einmal die Aufstellung ändern. Kurz vor Schluss hatte man noch die Gelegenheit gehabt auszugleichen, doch an diesem Tag fehlte einfach das nötige Quäntchen Glück. Trotzdem macht es wieder Spaß, der Mannschaft beim Spielen zuzugucken!

Zur Stimmung kann man sagen, dass sie in keinster Weise dem entsprach, was wir uns selber als Maßstab setzen und nicht im Ansatz heute dem Engagement unserer Jungs auf dem Rasen gerecht wurde. Aber wie so oft im Leben heißt es abhaken und nach vorne blicken.

Nach dem Spiel überraschte man die SV’ler, indem man mit der kompletten Busbesatzung in deren Kneipe einfiel und sich noch für die Rückfahrt stärkte, bevor man gemeinsam wieder die Heimreise antrat. Früh morgens erreichte man dann wieder die geliebte Heimat.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - Stuttgarter Kickers 3:0 08.03.13

Nach den Spielabsagen der letzten Woche hieß es am heutigen Tag endlich noch mal Fußball. Zumindest dachte man das, bis der Wecker am frühen Samstagmorgen klingelte und der erste Blick nach draußen gewagt wurde. Der Boden ist weiß, die Straße dicht und es schneit weiter. Aber es hilft ja alles Nichts, also machte man sich auf zum Bunker, wo man gemeinsam darauf wartete, was die Platzkommission so entscheidet. Dank einiger fleißiger Öcher, die zum Schneeschippen angetreten sind, konnte das Spiel stattfinden. An dieser Stelle ein Dank an euch. Auch für uns ging es dann los durch das Schneetreiben zum Stadion. Frohen Mutes aufgrund der tendenziell steigenden Leidenschaft, die unsere Mannschaft an den Tag legt und den immer wieder "positiven" Nachrichten rund um die Abwendungen der Punktabzüge, ging es hoch in unseren Bereich. Die erste Halbzeit passte sich stimmungstechnisch dem Geschehen auf dem Rasen an. Bei eisigen Temperaturen war man engagiert, aber nicht bahnbrechend. So erreichten wir oft kurzweilig eine gute Lautstärke, aber leider nicht über eine lange Zeit. Das änderte sich schlagartig in der 50. Minute, als der junge Schumacher sich ein Herz fasste und seinen ersten Treffer erzielte. Nun ging es rund, auf den Rängen und auf dem Rasen. Der Aachener Anhang zeigte, was man mit knapp 8.000 Zuschauern erreichen kann und der Schiedsrichter gab zum Besten, was er nicht kann. Das Spiel wurde hart und die Jungs spielten mit Einsatz und Leidenschaft. Belohnt wurde das mit dem zweiten Tor von Schumacher. Der Sack war augenscheinlich zu und für die Zuschauer gab es kein Halten mehr. Der Junge wurde gefeiert und für 15 Minuten keimte die Hoffnung auf, sportlich mit dieser Mannschaft die 3. Liga halten zu können. Das dritte Tor für unsere Alemannia in der 87sten durch Heller war mehr als verdient und überfällig. Nach den gebührenden Ovationen an die Mannschaft packten wir unsere wenigen Sachen zusammen und machten uns auf den Weg zurück in den Szenetreff. Dort ließ man in geselliger Runde den nahezu perfekten Fußballtag ausklingen. Warum nicht ganz perfekt? Ganz einfach! Trotz der immer noch angespannten Lage des Vereins darf man die Anliegen der Fans nicht vernachlässigen. Wir wollen wieder mit einer bunten Kurve die aufstrebende Mannschaft unterstützen!

MATERIALVERBOT AUFHEBEN!

Karlsbande Ultras

 
Germania Windeck - Alemannia Aachen 0:2 08.03.13

Aus Sicherheitsbedenken der Staatsmacht und wegen der „schlechten Wetterlage“ wurde das Heimrecht getauscht und Alemannia zum Veranstalter des Spieles auserkoren. Alleine an dieser Begegnung sieht man, wie tief unsere Alemannia abgestürzt ist, aber all dem zum Trotz sammelte sich die Szene ab den frühen Nachmittagsstunden im Bunker um sich gemeinsam auf das doch wichtige Pokalspiel einzustimmen. Wie erwartet füllten sich die heiligen Hallen eher spärlich, jedoch für einen Termin unter der Woche konnte man zufrieden sein. So ging es also wie immer eine Stunde vor Spielbeginn zum Stadion. Kommen wir zum emotionalen Teil des Abends. Für alle Stadionverbotler ohne SV von Alemannia griff heute das bundesweite nicht und sie durften nach langer Zeit zum ersten Mal wieder mit ihren Freunden die Stadiontore zu einem Pflichtspiel passieren. Die eine oder andere Träne kullerte schon über die Wangen, als sie zum ersten Mal die Stufen der Süd hinaufstiegen und sich in den Bereich der Karlsbande gesellten. Viele verdutzte Gesichter, die sie wieder im Stadion willkommen hießen. „Was für ein Kribbeln im Bauch, als die Mannschaften endlich das Spielfeld betraten und eine Gänsehaut, als zum ersten Mal nach Jahren wieder die Lieder aus voller Kehle Richtung Spielfeld geschmettert wurden“ beschreibt ein SV‘ler. Neben ihn hatte heute noch ein weiterer SV‘ler das Vergnügen, dem Spiel beizuwohnen.

Es ist traurig mit anzusehen, dass dieses doch so wichtige Spiel für unsere Mannschaft nur so wenig Anklang bei den Fans fand. Immerhin geht es sich um den Einzug in den DFB Pokal und der Hoffnung in den nächsten Jahren nochmal ein Spiel vor größerer Kulisse zu bestreiten. Die Stimmung auf den Rängen oder besser gesagt auf der Süd, die als einzige Tribüne geöffnet war, war unterirdisch schlecht! Besonders in der ersten Halbzeit wurden eher Lieder gesungen, die weder dem Geschehen auf dem Platz, noch den Ansprüchen unserer Gruppe gerecht wurden. Das Ganze erreichte schon Testspielcharakteratmosphäre und einige haben nicht begriffen, dass es in der aktuellen Situation nicht mehr selbstverständlich ist, einen Oberligisten mit einer Klatsche nach Hause zu schicken. Besonders die Gastmannschaft ließ sich trotz des frühen Rückstandes in der 8. Minute durch Schumacher nicht beeindrucken und fuhr einige gefährliche Konter und man hätte sich bei einem Ausgleich nicht beschweren können. In der 66. Minute machte Heller den Sack zu und auch die Kondition beim Gegner forderte ihren Tribut, so dass man frohen Herzens den Einzug ins Halbfinale bejubeln konnte. "Viel zu schnell verging die Zeit, kein Spektakel auf dem Platz und auf den Rängen, aber dennoch ein Tag, den man nicht so schnell vergessen wird" war das Fazit der wieder dazu gestoßenen Fans.

Die letzten Zeilen sollen aber nun den Jungs gehören, die auch heute draußen stehen mussten. Auch eure Zeit wird wiederkommen. Durchhalten Freunde!!! Gegen ALLE Stadionverbote!

Karlsbande Ultras

 
Wacker Burghausen - Alemannia Aachen (abgesagt) 25.02.13

"Auswärts Burghausen oder einmal hin und wieder zurück"

Am Karnevalsdienstag sollte es nach Burghausen gehen. Die zurückliegenden Karnevalstage noch in den Knochen machte sich ein schläfrig wirkender Bus auf zum weitesten Auswärtsspiel der Saison. Schon auf der Fahrt dorthin mehrten sich die Anzeichen einer Spielabsage und das bange Warten begann. 100 km vor Ankunft wechselten sich im Minutentakt die Infos ab zwischen Spielabsage und Stattfinden. Am "Spielort" angekommen bewahrheitete sich, was alle befürchtet hatten und man durfte ohne auch nur eine Minute Fußball gesehen zu haben wieder in den Bus steigen. Zuvor gab es aber noch eine schöne Aktion der Mannschaft, welche vorbeikam um den mitgereisten Aachenern zu danken. So hielt man noch ein wenig Smalltalk und gab ein Ständchen für das Geburtstagskind des Tages Marcel Heller. Schön zu sehen, dass die Jungs und natürlich auch der Trainer sich die Zeit nehmen für uns Fans!

Kurz darauf stieg man wieder in den Bus und erreichte früh morgens und circa 24 Stunden nach Tourbeginn wieder die geliebte Heimat.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - Karlsruher SC 0:4 25.02.13

Alaaf. Karneval in Oche und dazu noch ein Heimspiel unserer Alemannia gegen den Sportclub aus Karlsruhe. Was kann es schöneres geben? Mit reichlich guter Laune begann der Tag früh morgens in unseren vier Wänden. Bei schönster Karnevalsstimmung und passender Musik wurde der Tag mit netten Gesprächen und kühlen Getränken eingeläutet. Bei einigen zeigten die vorangegangen Jecken Tage schon jetzt ihre Wirkung. Trotzdem machte sich der verkleidete Haufen Fußballverrückter ca. 1,5 Std vor Kickoff auf den Weg rüber ins Stadion. Das ein oder andere geniale Kostüm gab es zu bestaunen und mancher ging sogar als richtiger Ultra. Jogginghose und Bauchtasche, so wie es sich gehört. Am Stadion angekommen, schnell die heute etwas genaueren Kontrollen über sich ergehen lassen (der Verein wollte nicht schon wieder eine Gästefahne im Block sehen) und rein ins Vergnügen.

Zum Spiel kann man hier leider nicht viel sagen. Das Ergebnis sagt mehr als tausend Worte. Wie soll es auch anders laufen, wenn ein Team sich aufgrund von DFB-Verboten nicht verstärken darf, obwohl der Insolvenzverwalter grünes Licht gibt. So verlor unsere Junge Truppe gegen den Spitzenreiter des KSC sang und klanglos mit 0 zu 4.

Auf den Rängen war es alles andere als klanglos. So wie immer bei den Spielen über die Karnevalstage. Zwar wurde die gute Stimmung durch den Spielverlauf phasenweise arg gedämpft, nach dem vierten Gegentor wurde jedoch einfach Gott und die Welt gefeiert. Was bleibt einem in solch einer Lage anderes übrig? Der volle Gästeblock hatte auch einen seiner besseren Tage erwischt. So war ausdauernd Bewegung zu sehen, und das ein oder andere Lied erreichte auch unseren Gehörgang. So wurde der Tag trotz des miesen Spiels in der Räumlichkeit ausklingen gelassen und man stärkte sich noch für die bevorstehenden Feiertage inkl einer kleinen Auswärtsfahrt ins Österreichische Burghausen.

Karlsbande Ultras

 
Kickers Offenbach - Alemannia Aachen 1:1 25.02.13

Um den Auswärtskick unserer Alemannia gegen den OFC zu verfolgen, versammelte sich unsere Gruppe samt Umfeld vor dem Aachener Hauptbahnhof um 06:30 Uhr. In Begleitung von Team Green trat man anschließend den Ritt gen Bieberer Berg an und vertrieb sich die Zeit mit dem üblichen Schabernack, ehe man endlich in Offenbach ankam. Immer in Begleitung der Ordnungshüter fand man den Weg durch das bewaldete Gelände hin zum umgebauten Stadion, wo man wieder mal nervige Gespräche mit den Ordnern am Eingang führte, bis jene feststellten, dass im Teleskopfahnenstock ja doch keine „Pyrotechnik oder anderes verbotenes Material“ verstaut war. Kurz darauf beflaggte man aber baldig den Gästesektor und bereitete alles fürs Spiel vor.

Dieses startete für unsere Mannen eher etwas nach hinten orientiert, wodurch Offenbach zu ein paar Offensivaktionen kam. Im letzten viertelstündigen Teilstück suchte aber auch die Aachener Elf den Weg in die Offensive. Anschließend schickte Schiedsrichter Karl Valentin beide Mannschaften mit einer Nullrunde in die Pause. Die zweite Hälfte begann für den TSV recht gut, so kam Marquet zu einer Chance, die er versuchte mit einem Heber zu nutzen, doch dieser flog am Tor vorbei (50). Danach, nur eine Minute später, blockte der eigene Mitspieler einen Schuss von Alemannia‘s Murakami. Schade! Eine der besten Chancen ergab sich für den ehemals in Aachen aufgelaufenen Fabian Bäcker in der 65ten Minute für den OFC, doch Torwart Flekken hielt hinten die Null. Im Laufe des Spiels holte sich Drevina nebenbei noch seine fünfte Gelbe ab, was für ihn nach vier Vorherigen ein Spiel Sperre bedeutete. Nach einer Ecke für die Kickers war Kleinesheismann es dann, der die Alemannia durch einen Kopfball nach ziemlichem Hickhack im Sechszehner in den Rückstand köpfte (79). Doch unser Trainer Rene van Eck reagierte und brachte mit Leipertz und Pozder zwei frische Offensivkräfte in die Partie, was sich im folgenden Verlauf als richtige Entscheidung erwies. Schließlich verlängerte Marquet durch eine Hereingabe von Erb auf Leipertz, welcher nur die Latte traf. Kefkir setzte nach, aber wieder zappelte das gegnerische Netz nicht, bis Pozder entschlossen im nächsten Anlauf endlich den verdienten und ersehnten Ausgleich erzielte (85). Kurz darauf war Schluss, der Punkt ging in Ordnung, was der mitgereiste Aachener Anhang durch den ein oder anderen Gesang nach Spielende untermalte und die Mannschaft noch kurz verabschiedete.

Auch sonst sollten die Offenbacher öfters mal Einige der 400 Öcher übers Spiel hinweg vernommen haben, allerspätestens, nachdem sich die „Szene Aachen“ mit einer Präsentation der „Kategorie Offenbach“ Fahne anfangs der zweiten Halbzeit auf sich aufmerksam machte. Die Reaktionen der Offenbacher sprachen für sich. Verdutzte Gesichter weit und breit, war ein amüsanter Anblick! Auch sonst hörte man quasi sonst nichts von den OFC´lern! Naja… Immerhin ließen sich ein paar Gestalten in der Nähe des Gästeparkplatzes sehen, aber mehr kam da auch nicht. Also hieß es Fußmarsch Richtung Bahnhof, bei dem sich auch hier die eine oder andere Möglichkeit für die roten geboten hätte.

So stieg man irgendwann also in den Zug ein mit einem ersten Zwischenstopp in Frankfurt, wo man in eine weitere Straßenbahn umstieg, in der das bunte feuchtfröhliche Treiben beginnen konnte. So brachte beispielsweise irgendein lachhafter Snoopy-Verschnitt mit seiner Anwesenheit Schwung in die Bude. Außerdem merkte man, dass man gerade noch im Bahnhofsviertel von Frankfurt war, so stieg durch wahrscheinlich KO-Tropfen vernebeltes Wesen dazu, wodurch der Zug dann schon mal die nächste Verspätung wegen Behandlung ereilte. Und weiter ging der Spaß, bis kurz nach Krefeld, wo man endlich frei von grünem Unkraut war und - wer hätte das gedacht - nichts passierte, außer, dass irgendwer die Notbremse zog, der Zugfahrer uns dafür verantwortlich machte und ein neuer Zug in Anspruch genommen werden musste. Damit hätte man schon den nächsten für diesen Tag längsten Zwischenstopp irgendwo im Nirgendwo verbucht. Immerhin war an ‘ner Frittenbud´ die Möglichkeit zum Nachtanken in alkoholischer Hinsicht gegeben… Nachdem man endlich die restliche Fahrt und den letzten Zug quasi für sich alleine hatte, hielt dieser dann sicherheitshalber nochmal eine halbe Stunde in Düren, wo ein paar Verkehrsbeamte wieder Kleinigkeiten regeln wollten. Am Ende des Liedes war man doch ziemlich geflasht und doch froh, wenn auch weit nach berechneter Rückankunft, um ca. 00.30 Uhr in Oche aufzuschlagen, wo das heimische Bett mangels Vehrkersmöglichkeiten für Einige noch lange nicht erreicht war und so eine an sich ziemlich nette Tour dem Ende entgegentrat.

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: Preußen Münster 25.02.13

 
Borussia Dortmund II - Alemannia Aachen 0:0 06.02.13

Unwesentlich besser waren die Wetterverhältnisse an diesem Tag des Nachholspiels gegen den Ballspielverein Borussia aus Dortmund 09, nur dass man dieses mal das Spiel anscheinend in´s Westfalenstadion verlegen konnte. So fuhr man also unter der Woche mittwochs Richtung Ruhrpott, trotz allem waren rund 200 Leute unserem Aufruf, gemeinsam mit dem Regelzug zu fahren, nachgekommen. Die Alemannen, für die diese Möglichkeit aufgrund der Terminierung nicht realisierbar war, scheuten die Anfahrt nicht und waren unter den c.a 1.300 Aachenern im Gästeblock wiederzufinden. Nach der Zugfahrt machte sich das Fußvolk lautstark auf den Weg gen Stadion.

In diesem breiteten wir uns im unteren Teil des Stehplatzblockes aus. Um uns herum positionierten sich die weiteren Fangruppierungen, so dass man ein gutes kompaktes Bild im Block abgab. Jedoch fehlte eine Person im Kreis unserer Alemanniafamilie - der allseits beliebte und ewig treue Heinz Marschal verstarb in der Vorwoche, unser besonderes Beileid gilt seinen Verwandten! In Andenken an ihn hing das ganze Spiel im Nebenblock ein Spruchband mit der Aufschrift: 'Ruhe in Frieden Heinz Marschal'.

Sportlich galt es heute an die letzen beiden Spiele anzuknüpfen und die nächsten 3 Punkte einzufahren. In Sachen Stimmung versuchte man die Mannschaft lautstark auf die kommende Aufgabe vorzubereiten und man versuchte auch optisch durch Fahnen ein gutes Bild abzugeben. Von der Lautstärke her gab man ein durchaus gutes Bild ab, für welches es sich nicht zu schämen gilt und an das man durchaus anknüpfen kann. Spielerisch war das Spiel wohl nicht das Schönste, was man sich zu Gemüte führte, viel spielte sich nur im Mittelfeld ab, was das Geschehen eher mürbe und trostlos machte. Einzig ein Pfostenschuss unser Elf hob den Unterhaltungswert für kurze Zeit. Stimmungstechnisch konnte man an die erste Hälfte anknüpfen und der durchaus gute Support ging phasenweise nahtlos in die zweite Hälfte über. Leider galt der nahtlose Übergang auch für die 22 Herren auf dem Spielfeld, welche es zu kaum mehr interessanten Spielsituationen kommen ließen. Verirrte sich doch mal einer der falschen schwarz-gelben vor dem Kasten der Alemannia, so wusste Torwart Flekken zur rechten Zeit, am rechten Ort zu sein.

Nach Spielende war es erfreulich zu sehen, wie viele Anhänger noch im Stadion verweilten um die Mannschaft zu feiern und ihr unsere Unterstützung zuzusichern. Traurig hingegen, wie verteilt und ungeschlossen man sich nach Verlassen des Stadions auf den Heimweg machte. Das ist ausbaufähig und sollte durchaus geändert werden, bevor man sich bereits am Samstag der selbigen Woche auf den Weg nach Offenbach macht.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - 1. FC Saarbrücken 2:0 29.01.13

Das erste Pflichtheimspiel des neuen Jahres stand an und so sammelte sich unsere Gruppe schon in den frühen Morgenstunden, um sich auf den Spieltag vorzubereiten. Eine Stunde vor Spielbeginn erreichte man das Stadion und nahm seinen angestammten Platz im Herzen der Kurve ein. Die Zeit, die man ansonsten mit dem Anbringen der Zaunfahnen verbrachte, die uns leider noch immer verboten sind, da die Meinung der Presse wohl über der Meinung der Fans steht, verbrachte man mit intensiven Gesprächen über den weiteren Verlauf der Saison, da man seit Mittwoch wusste wer von den Spielern den harten Weg mit uns gehen wird! Auf dem Platz sah man eine sehr junge Mannschaft aufspielen, die sicherlich nicht durch ihre doch recht häufigen Fehlplätze glänzte, aber durch ihren Kampfesgeist, den man die ganze Saison über vermisst hatte! In der 29. Minute konnte man das herein gestocherte Tor von Kefkir bejubeln, was man auch souverän in die Halbzeit rettete. In der zweiten Halbzeit stand unsere Mannschaft sehr tief in der eigenen Hälfte und wartete auf Konter. Nach unzähligen vergebenen Chancen und der Befürchtung, dass es auf ein Remis hinauslaufen könne, da Saarbrücken auch immer gefährlicher wurde, erlöste Marquet uns Fans in der 75. Minute und erzielte das 2:0! Nach Abpfiff wurde die Mannschaft noch zu Recht gebührend gefeiert für ihre Leistung! Auch wenn unser Gegner sicherlich nicht ihre Topleistung an diesem Spieltag abgerufen hat, konnten der Kampfgeist und das schnelle Spiel nach vorne überzeugen und macht Lust auf mehr!

Zu unseren „Gästen“: Diese waren während des Spiels kaum zu vernehmen und fielen nur durch Bewegungen zum Start der zweiten Halbzeit auf, als die Ultras Saarbrücken Fahne auf der Süd auftauchte.

Zur Stimmung konnte man sagen, dass man endlich wieder eine Kurve hatte, die gemeinsam ihre Mannschaft anfeuerte und zwischenzeitlich mit 8.000 Zuschauern eine recht ansprechende Lautstärke erreichte. Auch unsere Gruppe hat sich weiter angepasst und zum Großteil die Lieder der Kurve übernommen und in den leiseren Phasen selbst etwas angestimmt! Zum ersten Mal kam auch ein Megaphon bei uns oben zum Einsatz, welches jedoch nur gezielt eingesetzt wurde, um ab und an die gesamte Kurve zu erreichen! Es wird höchste Zeit, dass wieder ein „Wir-Gefühl“ entsteht unter den Fans! Die Mannschaft hat es vorgegeben, nun müssen wir Fans nachziehen!

Wir sind Aachen, seit mehr als 100 Jahren!

Leider erreichte uns abends noch die traurige Nachricht, dass am frühen Morgen Heinz Marschal, Mitglied der Alten Kameraden verstarb. Hiermit möchten wir der Familie und den Alten Kameraden unser Mitgefühl bekunden!

Ruhe in Frieden Marschal!

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: Kickers Offenbach 29.01.13

 
Auswärts: Borussia Dortmund II 18.01.13

 
FC Viktoria Köln - Alemannia Aachen 2:5 n.E. 17.01.13

Nachdem zum Ende des letzten Jahres vorgeschobene Gründe dazu benutzt wurden, eine Verlegung des Spiels zu erreichen, um beim möglichen Nachholtermin gegen eine geschwächte Aachener Elf antreten zu können, stand nun endlich der "Pokalkracher" gegen den Kölner Mäzenverein an.

Man sammelte sich am frühen Samstagvormittag am Aachener Hauptbahnhof, um dort mit einer guten Anzahl an Aachener Fans, welche sich uns anschlossen, die wohl kürzeste Auswärtstour in dieser Saison anzutreten. Schade, dass die deutsche Bahn es nicht bewerkstelligt bekommt, den üblichen Regionalexpress einzusetzen, was zur Folge hatte, dass einigen Fans auf der Hinfahrt der Zutritt wegen Überfüllung des Zuges verwehrt blieb und diese nachkommen mussten. Vor und während der Tour brachte man noch Mützen unter das Volk, um damit Geschlossenheit zu demonstrieren, dass man auch in so einer scheiß Zeit für den Verein zusammen hinter ihm steht. In Köln-Deutz angekommen, machte man kurz lautstark auf sich aufmerksam und noch ein Umstieg in die Straßenbahn, um den Ort des Geschehens zu erreichen. Dort erwartete uns schon der übliche Begleitservice für den Fußmarsch zum Stadion.

Am Stadion selber verabschiedete man noch die mitgereisten SV'ler und durfte Zeuge sein vom üblichen Bild, was Auswärtsfans oft zu sehen bekommen. Lediglich ein Tor war auf und dementsprechend machte sich Unruhe unter dem noch überwiegend draußen stehenden Großteil der Aachener Fans breit. Letzten Endes gelangten zum Glück doch noch alle Fans rechtzeitig vor Anpfiff in das Stadion. Dort beflaggte man unsererseits den Zaun und positionierte sich mittig im linken Gästesektor. Jetzt hieß es endlich wieder Fußball!

Vom Anpfiff weg überzeugte der Support mit einer guten Mischung aus lautstarken Schlachtrufen und alt eingesessenen Gassenhauern. Leider konnte dieses Niveau nicht konstant über das ganze Spiel gehalten werden. Zum Spiel selber ist zu sagen, dass es ein eher unterdurchschnittlicher Kick war, bei welchem man durch Sascha Marquet in Führung ging und wie schon öfters erlebt, keine Minute später postwendend den Ausgleichstreffer hinnehmen musste. Während der letzten Minuten hielt uns lediglich unser Keeper im Wettbewerb. Nach 90 Minuten hieß es nun: Ab in die Verlängerung. Während der Verlängerung hatte man den Eindruck, dass beide Teams auf Sicherheit spielten, um nicht unnötig in einen Konter zu geraten, was letztendlich auch gelang und der Sieger im Elfmeterschießen ausfindig gemacht werden musste. Geschossen wurde natürlich auf das Tor am VIP Zelt und der Großteil des Gästeblockes machte sich in diese Richtung auf, um eine bessere Sicht auf das Geschehen zu haben.

Im Elfmeterschießen stellte sich unser Keeper Mark Flekken in seinem ersten Pflichtspiel dann als Elfmeterkiller heraus, indem er zwei gegnerische Elfmeter parierte und den mitgereisten Anhang zum Ausrasten brachte. Mit einem 5 zu 2 schmeißt man einen der Hauptkonkurrenten in diesem Pokal raus. Nun heißt es abwarten, welche Hürde uns das Pokal-Los als nächstes auf dem Weg in die Hauptrunde des DFB-Pokals gibt. Wir begleiten Dich Alemannia und lassen Dich nie im Stich!

Karlsbande Ultras

 
Erklärung der Aktion “12:12? zum bundesweiten Treffen am 29. Dezember 2012 07.01.13

Am Samstag fanden sich Fans von mehr als 50 verschiedenen Vereinen in Kassel ein, um die Ergebnisse und den Einfluss der Kampagne 12doppelpunkt12 auszuwerten und zu diskutieren.

Auch wenn am 12. Dezember von der DFL ein Sicherheitskonzept verabschiedet wurde, was die Stadien weder sicherer macht, noch dazu beiträgt unsere lebendige Fankultur zu stärken, so kamen die Fanvertreter zu dem Ergebnis, dass 12doppelpunkt12 eine der erfolgreichsten Fanaktionen aller Zeiten war. Die Entscheidungen vieler Vereinsfunktionäre und der DFL am 12. Dezember haben hingegen gezeigt, wie wenig auf die Fußballfangemeinschaft Rücksicht genommen wird, welche an den drei Protestspieltagen der Aktion „12:12“ bewiesen hat, dass sie geschlossen gegen unberechtigte Forderungen und Maßnahmen agieren kann. Wir als Aktion möchten jedem Fan und auch den zahlreichen Fanorganisationen dafür danken. Nur dank Eurer Unterstützung und Eurer Initiative war dieser Protest so erfolgreich.

Wenn man die angenommenen Anträge mit dem ersten Entwurf vergleicht, so kann man festhalten, dass der Protest dazu beigetragen hat, viele weitere, unverhältnismäßige Maßnahmen zu verhindern. Zudem haben wir von der DFL eine Einladung zu einem ersten Gespräch bekommen, sodass der von uns immer eingeforderte Dialog endlich ernsthaft beginnen kann. Unsere Vorgehensweise für folgende Gespräche mit den Verbänden und der Politik wurde abgesprochen, um von uns gestellte Forderungen auf eine breite Basis zu stellen.

Wir als Kampagne möchten nicht nur gegen das Sicherheitskonzept argumentieren, sondern wir möchten gemeinsam mit den Fanverbänden und Fanclubs ein Konzept für ein „Fanfreundliches Stadionerlebnis“ erstellen und dessen Umsetzung einfordern. Wir laden jeden Fan herzlich dazu ein, an diesem Konzept mitzuarbeiten und mögliche Vorschläge an die eigene Fanszene oder unsere Aktion zu richten.

Nach der Winterpause gibt es unsererseits keinen weiteren Aufruf zu einem Stimmungsboykott, jedoch waren sich alle Fanvertreter einig, dass die in ganz Deutschland erlebte Solidarität unter Fußballfans beibehalten und weiter gestärkt werden muss. Das heißt, dass wir umgehend auf die von uns kritisierten Maßnahmen reagieren werden, sollten diese zur Anwendung kommen. Wir werden uns immer gegen Vollkontrollen und die Beschneidung von Gästekontingenten stellen und gegebenenfalls mit Protest, Kreativität und Aufklärung gegen derlei Repressalien agieren.

 
Auswärts: FC Viktoria Köln 04 02.01.13