.: Karlsbande Ultras :.
 
Alemannia Aachen - Arminia Bielefeld 1:1 27.05.11

Heute ging es gegen die bereits als Absteiger feststehenden Idioten aus Ostwestfalen. Zum letzten Mal in einer zähen und durchwachsenen Saison, die einige Höhen und Tiefen für unsere Alemannia bereit hielt, hieß es morgens früh den Wecker stellen. Heute ging es für einen Teil der Gruppe schon in den Morgenstunden mit einem Saisonabschluss-Frühstück los. Nachdem einige Brötchen vernichtet waren, wurde der Szenetreff wie gewohnt geöffnet. Dieser gehört sicherlich zu den positivsten Nebenerscheinungen in unserer ersten Saison. Nachdem die üblichen Verdächtigen begrüßt und das ein oder andere Kaltgetränk genossen wurde, ging es wieder einmal, mit einem Kamerawagen an der Seite, in Richtung Stadion. (Menschenfresser???)

Das Spiel ging gut los und es kam zu einem frühen Schlagabtausch. Nachdem das Spiel nach einer halben Stunde an Fahrt verloren hatte, war es Benny Auer, der mit seinem 20. Saisontreffer für die Führung sorgte. Kurz vor der Pause trafen die Bielefelder noch das Alu. Danach ging es mit einer Führung in die Pause. In der zweiten Hälfte dominierte der Absteiger die Partie gegen den Pokal-Viertelfinalisten. Nach vielen vergebenen Chancen der Bielefelder stellten sich unsere Mannen hinten rein und bekamen dann in der 72. Min leider doch noch den Ausgleich durch Müller. Nach dem Ausgleich hatte die Alemannia noch zwei Großchancen durch Stieber und Höger. Die wurden aber leider vom Bielefelder Schlussmann sowie dem Aluminium vereitelt. Abpfiff. Immerhin noch ein Pünktchen auf dem Haben-Konto. Die Saison ist vorbei und nach der kürzesten Sommerpause seit eh und je geht es mit voller Kraft in die nächste Saison mit vielen attraktiven Gegnern.

Nun wie immer zum Geschehen auf den Rängen:
Auf der schwarz-gelben Seite war aufgrund der gelaufenen Saison nicht mehr besonders viel los. Wie immer waren die üblichen Verdächtigen um Stimmung bemüht. Der Rest des Stadions scheint schon im Sommerurlaub zu sein. Sei es drum. Nächstes Jahr geht es mit voller Kraft voraus. Während dem Spiel wurde noch ein Spruchband für einen unserer Stadionverbotler gezeigt, der seine letzten Stunden hinter Gittern verweilen musste. "In wenigen Stunden bist du wieder Frei. Tobi immer dabei" war dort zu lesen. Dieser wurde nach dem Spiel auch wieder aufs herzlichste im Szenetreff empfangen. Außerdem wurde noch mal unser Unmut über das geplante Testspiel gegen den Plastikclub aus Salzburg via Spruchbänder geäußert. Absagen! Dazu wurden auch noch einige Unterschriften gesammelt, die mittlerweile beim Verein vorliegen. Zum Abschied der Ostwestfalen schaffte es noch eine Fahne aus Bielefeld aus mir nicht bekannten Gründen falsch herum in die Mitte unseres Fanblocks. Tschüss!

Auf der anderen Seite ein gut gefüllter Stehplatzblock. Dieser verabschiedete sich gebührend aus der 2. Liga und sorgte nach dem späten Ausgleich noch für ein schönes Bild im Gästeblock mit dem Banner "Bielefeld braucht Arminia", der durch einiges an Pyrotechnik untermalt wurde.

Das Alemannia Wochenende begann diesmal wieder was früher. Bereits am Freitag machte sich ein kleiner Mob auf in Richtung Essen, um dem alten Rivalen gebührend „Hallo“ zu sagen. Hier gibt es ein paar Bilder von der Tour in den Ruhrpott.

Das war es erstmal von der Karlsbande in der Saison 2010/2011.
Wir wünschen allen Alemannia-Süchtigen einen stressfreien Entzug und eine kurze Spielpause.

 
Fortuna Düsseldorf - Alemannia Aachen 3:1 17.05.11

Das letzte Auswärtsspiel führte den Schwarz-Gelb Mob nach Düsseldorf. Man durfte gespannt sein, ist Doofdorf doch ein alter Rivale, der immer interessante Spiele verspricht. Pünktlich zum Frühstücksbierchen traf sich ein recht ansehnlicher Haufen von über 300 Leuten am Aachener Hauptbahnhof. Nach kurzer Fahrt in Regelzug und Bus durfte man die Stahlrohrkonstruktion bewundern, die eigens für die letzten 3 Heimspiele der Rot-Weißen erbaut wurde.

Der Block füllte sich recht schnell und so konnte man gute 2000 Schwarz Gelbe begrüßen und die legten schon vor dem Spiel richtig gut los. Die ansehnliche Mitmachqoute, Lautstärke und fast schon in Vergessenheit geratenen Pöbelklassiker, zauberten den meisten von uns ein Lächeln ins Gesicht und es versprach ein guter Tag auf den Rängen zu werden.

Leider spielte die Mannschaft uns nicht ganz so in die Karten, wie sich die meisten das wohl gewünscht hätten. Unser Keeper David Hohs sah recht früh im Spiel die rote Karte und durch den folgenden Elfmeter ging man 0:1 in Rückstand. Wenig später Déjà-vu. Auch Ersatzkeeper Tim Krumpen holte den Stürmer Fortunas unsanft von den Beinen und verursachte erneut einen Elfmeter, sah aber nur Gelb. 0:2. Die Mannschaft war bemüht, versuchte kämpferisch zu agieren, wurde allerdings nicht mit mehr als dem Anschlusstor belohnt. In der Schlussphase schlug Fortuna noch mal zu. 1:3 Endstand.

Der unglückliche Spielverlauf tat der Stimmung im Gästeblock jedoch keinen Abbruch und es wurde immer wieder gut laut. Zur Gegenseite: Von Fortuna war rein gar nichts zu vernehmen, was aber wohl am UD Stimmungsboykott lag. Lediglich die am Gästeblock gelegene Sitzplatztribühne fand Spaß daran, den Stinkefinger, diverse andere Gesten und das ein oder andere "Ihr könnt nach Hause fahren" auszupacken.

Nachdem man sein Material verstaut hatte und das Stadion verlassen wollte, wurde eins unserer Mitglieder von der Polizei die Treppen runter geschubst, da er den hinteren Polizisten wohl nicht schnell genug ging. Daraufhin folgte eine verbale Auseinandersetzung mit der Polizei. Darauf zog es die Polizei vor die Person festzunehmen und gegen die restlichen Fans mit Pfefferspray vorzugehen, und die Fans aus dem Block zu prügeln. Zu diesem Zeitpunkt schon unterschied die Polizei nicht mehr unter den Alemannia Fans, und so wurden sogar ältere Herschafften grob mit dem Allzweckstock aus dem Block getrieben. Auf dem Vorplatz eskalierte die Situation völlig und die Polizei prügelte gnadenlos auf die anwesenden Alemannia Fans ein und sparte auch nicht beim Einsatz von Pfefferspray. Vor dem Stadion wurde man eingekesselt. Bei der Frage, ob man Wasser für die Verletzten holen dürfte, damit diese sich die Augen auswaschen können, wurde man nur belächelt und darauf hingewiesen, dass man in die Shuttlebusse steigen müsse, zum Bahnhof fahren sollte und die Leute sich dort um Wasser kümmern könnten. Das heranholen der Sanitäter wurde auch untersagt. Das Pfefferspray zur Erblindung führen kann, wird wohl einfach in Kauf genommen! Auch als mehrere Verletzte auf dem Vorplatz zusammen brachen, hatten die Herren in Grün nichts Besseres zu tun, als in Kampfposition zu bleiben. Mit den letzten Resten Wasser, welche Einzelpersonen dabei hatten, wurden die Leute notdürftig versorgt und heraneilende Alemannia Ordner brachten den Verletzten neues Wasser und versorgten auch ihre eigenen Leute, die während des Einsatzes ebenfalls ins Schussfeld der Beamten gerieten. Alles unter dem wachsamen Auge der Ninja Turtles, die das ganze wohl extrem belustigend fanden. Und schon wieder ist´s 13:12 Uhr!

Diesmal stand das Wochenende komplett unter dem Stern der Alemannia, bereits einen Tag zuvor verabschiedete man den Tivoli beim letzten Pflichtspiel der Amateure gegen ETB Schwarz Weiß Essen mit einem 3:1, dazu gibt es natürlich auch ein paar Impressionen. Zufall, dass der 7.5 damals auch das Datum war, an dem Werner Fuchs sein letztes Spiel auf dem Tivoli dirigierte?

WERNER FUCHS, UNVERGESSEN! 

 
Offener Brief an die Alemannia: Testspiel gegen RB Salzburg 09.05.11

Sehr geehrter Herr Meijer,
sehr geehrter Herr Kraemer,
sehr geehrter Herr Dr. Nachtsheim,

mit diesem offenen Brief möchten wir uns, als Vertreter der Fanszene, bezüglich des Testspiels gegen Red Bull Salzburg an Sie wenden. Mit Bedauern mussten wir erfahren, dass ein „Freundschaftsspiel“ gegen diesen Verein im Trainingslager in Österreich vereinbart wurde. Dies ist unserer Ansicht nach nicht akzeptabel, wir fordern Alemannia Aachen auf, den geplanten Kick unverzüglich abzusagen und nach einem alternativen Gegner zu suchen. Bitte sehen Sie diesen Brief nicht als Drohung, wir wollen Ihnen lediglich unsere Sichtweise näher bringen und erklären, warum ein solches Freundschaftsspiel ein No Go für alle echten Fußballfans ist, und bitten Sie inständig, Ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken.

Ein Konstrukt wie RB Salzburg ist ein Schlag ins Gesicht für alle ehrwürdigen Traditionsvereine, wie auch wir einer sind. Gerade in jüngster Vergangenheit wurde mit der Einführung des alten Wappens und der Kampagne „Auf Gedeih und Verderb“ ein Schritt in die richtige Richtung gemacht, was wir sehr begrüßen und auch unterstützen. Die Identifikation mit dem Verein konnte bei vielen Fans wieder enorm gesteigert werden. Im Verein wurde zudem noch viel weitere gute Arbeit geleistet. Konzerne wie Red Bull, die sich in den Fußball einkaufen, nehmen Tausenden von treuen Fußballfans ihre Leidenschaft, direkt und indirekt. Direkt in Salzburg, indem man ihnen ihren Verein genommen hat, Namen, Farben und Wappen geändert hat, wodurch kein Identifikationspunkt mehr vorhanden ist. Indirekt, indem man andere Traditionsvereine zerstört, da man als kleinerer Verein keine Chancen hat, mit solchen Retortenclubs mitzuhalten. In Deutschland wird RB Leipzig schon bald einen Profiverein seinen Platz nehmen, wer weiß, dies könnte auch Aachen treffen.

In Deutschland haben wir glücklicherweise noch die 50+1 Regel, welche die Vereine vor Übernahmen schützt. Unser Präsident Dr. Nachtsheim hat sich ebenfalls dafür ausgesprochen, sich für diese einzusetzen. Auch in dieser Hinsicht wäre ein Spiel gegen RB Salzburg kontrovers zu den Einstellungen des Vereins, würde man so doch einen Verein fördern, bei dem dieser Grundsatz mit Füßen getreten wird.

Bitte setzen Sie ihre gute Arbeit fort und bieten sie dem „Verein“ RB Salzburg keine Plattform. Alles andere ist besser! Wie wäre es denn alternativ mit Austria Salzburg, auch wenn sie den Großen sportlich nicht das Wasser reichen können, wäre es ein Zeichen. Gerne sind wir auch zu einem persönlichen Gespräch bereit, um die ganze Angelegenheit zu besprechen.

Mit Schwarz-Gelben Grüßen,

Karlsbande Ultras
Commando Aachen
Chaotic Boys
Aachen Pirates
Euregio Kings
Grenzland Power '96
Alemannia Supporters
Nasty Boys
Asoziale Randgruppe Aachen
Öcher Kurve
Choreoteam
Lejjve Jonge Aachen
stolz in schwarz-gelb 2009
Black Yellow Devils
Desperados Aachen
Black Yellow Army
Fanatics Aachen
Aquisgranum Delirium
Schwarze Adler 99
Kaiserjungs Bad Aachen
FWW Westwall Aachen
Kaiserstadt Supporters
Asoziale Dorfjugend
Tivoli Flames

 
Alemannia Aachen - Rot Weiß Oberhausen 4:0 03.05.11

Heute ging es gegen die abstiegsbedrohten Affen aus dem Pott. Schon zur frühen Mittagszeit trafen sich die ersten Gestalten am Szenetreff, um die letzten Vorbereitungen abzuschließen, und das schöne Wetter zu genießen. Eine Stunde vor dem Kick setzte sich ein stattlicher Haufen unter staatlicher Begleitung Richtung Stadion in Bewegung. Auf dem Weg zum Stadion wurde des Öfteren verkündet, was man von den RWO Fans hält und wer hier in Aachen das sagen hat. Der RWO Anhang zeigte zum Anstoß mehrere kleine Transparente, die die Aufschrift "Niemals 3 Liga!" ergaben. Weiterhin glänzten sie durch fehlende Zaunfahnen. Trotz Materialverbot sollten Fahnen immer ihren Weg ins Stadion finden!!!! Auf unserer Seite gab es das übliche Intro, was mit ein paar Wurfrollen untermalt wurde. Stimmungsmäßig lief es anfangs ziemlich gut auf der Süd, dies wurde von Benni Auer auch in der 14 Minute belohnt. Passend dazu gab es auf unserer Seite ein Spruchband Richtung Gästeanhang "Sport frei in Liga 3!", welches auf die Aktion der Oberhausener letztes Jahr hindeutete. Die 1:0 Führung konnte man in die Pause retten, da ein Abseitstor von Oberhausen zu Recht aberkannt wurde. Nach der Pause das gewohnte Bild. Aachen am Drücker und in der 51. Minute erhöhte Stieber mit seinem Heber die Führung auf 2 zu 0. In der 66. Minute wurde es dann noch mal hektisch. Nach einem Schuss auf seinen Kasten konnte David Hohs den Ball erst hinter der Linie zu Fassen bekommen. Laute Proteste der Gäste, jedoch wurde der Treffer nicht gegeben, da der Ball kurz zuvor bereits im Toraus war. Im direkten Gegenzug zeigte Stieber Oberhausen die lange Nase und schoss den Ball zur 3 zu 0 Führung in die Maschen. In der 71. Minute ließ es sich Benny Auer auch nicht mehr nehmen, seinen 19. Saisontreffer zu erzielen. Also ein verdienter Sieg und ein doppelter Doppelpack von Stieber und Auer.

Die Stimmung im Postkasten war gut, man konnte zwischenzeitlich eine ordentliche Lautstärke erreichen, dennoch gab es auch schlechtere und leise Momente. Das Stadion glänzte durch seine freien Sitze, trotz Freikarten! Schade, dass der Tivoli diese Woche sein letztes Spiel sieht. Mit Wehmut bangt man dem Tage entgegen.

Von Oberhausen kam wie erwartet gar nix. Oberhausen ist und bleibt scheiße, jedoch wissen sie dies ja anscheinend selber. Hoffentlich bleibt uns dieser Verein nächste Saison erspart.

Karlsbande Ultras

 
Tivoli - Der letzte Kick 02.05.11

 
FC Augsburg - Alemannia Aachen 1:2 28.04.11

Ich glaub´ es geht schon wieder los, das darf doch wohl nicht wahr sein. Manchmal sind es die Touren, an die man keine Erwartungen hat, welche den Spaßfaktor und die emotionalen Höhepunkte dazu nutzen, um sich in die Köpfe einzubrennen. Nach der ein oder anderen durchzechten Nacht machte sich ein prallgefüllter Doppeldecker auf den Weg nach Augsburg. Besonderes Highlight der Tour war wohl der Cocktailverkauf im unteren Abteil. Ein geplanter Besuch an einem nahegelegenen Badesee musste leider aufgrund der Lenk- und Ruhezeiten gecancelt werden, sodass man schon frühzeitig ein neues Exemplar in Deutschlands Stadionwelt erreichte. Typisches Bild von neuen Arenen. Mitten im Nichts steht zwischen Feldern der benachbarten Agrardesigner ein riesiger hässlicher Betonklotz. Schade, dass das alte Rosenaustadion ausgedient hat!

Nachdem der ein oder andere im Gästekäfig gezeigt hat, dass er doch lieber Fussball schauen statt spielen sollte, verabschiedete man die SV’ler, welche sich trotzdem auf den Weg zum Badesee machten. Diesmal fiel das ganze etwas schwerer und war weitaus emotionaler, so war es doch genau hier, wo ein Teil der Ausgesperrten ihr erstes Spiel vor den Toren verweilen mussten. Im Block platzierte sich der Öcher Ultrahaufen im oberen Teil. Den unteren Teil des Zaunes beflaggte man mit einer neuen Fahne, welche sich gegen den geplanten Testkick gegen RB richtete.

Nach der beschämenden Leistung gegen Aue in der letzten Woche hatten unsere Jungs einiges gut zu machen. Am Anfang des Spiels sah es zunächst nicht danach aus. In den ersten Minuten gehörte das Spiel dem Tabellenzweiten aus Augsburg. Doch mitten in einer Drangphase des FCA war es Radjabali-Fardi, der in der 13. Minute eiskalt ins lange Eck zur Aachener Führung traf. Nach dem Treffer waren es aber trotzdem weiter die Augsburger, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Doch unsere Mannen zeigten, wie man in Aachen Fußball spielen sollte und hielten sich durch Kampf im Spiel. Dies wurde in der 24. Minute durch Kratz belohnt, der mit der zweiten Chance gleich den zweiten Treffer erzielte. Durch den zweiten Treffer geschockt, verloren die Augsburger so langsam die Oberhand, so dass es auf beiden Seiten zu guten Chancen kommen sollte. In der 40. Minute versenkte Hain einen fälligen Elfmeter zum Anschluss.
Halbzeit
In der zweiten Halbzeit versuchten die Augsburger den Ausgleich zu erzielen. Dies gelang ihnen aber nicht, da Peter Hyballa hinten den Beton angerührt hatte. Ausnahmsweise musste man nicht nach dem Anschluss zittern, wie es sonst der Fall ist. So muss das laufen. Nach einem sehr munteren hin und her erfolgte zur großen Freude der mitgereisten Öcher der Abpfiff. Warum laufen Spiele nicht immer so? Über Kampf und eine gute Abwehrleistung die 3 Punkte mitnehmen. AUSWÄRTSSIEG!

Zur Leistung auf den Rängen:
Auf unserer Seite waren außer den beiden Ultragruppen leider wenige Leute in Schwarz-Gelb anwesend. Beide Ultragruppen positionierten sich im oberen Teil nebeneinander, um eine annehmbare Geräuschkulisse zu erreichen. Dies gelang doch bei einem Großteil der Lieder, welche mit einer guten Lautstärke auf den Rasen geschmettert wurden. Die Koordination klappte auch besser als gewohnt. Der Einsatz vom Tifomaterial wusste auch zu überzeugen. Leider kam bei den anderen Schlachtenbummlern sehr selten der Drang auf, mitzuziehen, trotzdem kann man von einem guten Auftritt sprechen.

Auf der anderen Seite fielen als erstes die Umgedrehten Szenefahnen auf. Dies wird damit begründet, dass der Verein seiner aktiven Fanszene, nach einer Pyroaktion in Berlin, die Nutzung des Fancorners, sowie das Verteilen sämtlicher Bekanntmachungen, Spruchbändern oder auch Choreos untersagt, oder erst nach ausdrücklicher Genehmigung erlaubt. Schade, dass immer wieder versucht wird, kritische Fans mundtot zu machen. Die Stimmung der Augsburger deshalb auch sehr beschränkt. Das einzige, was leider das ganze Spiel über zu hören war, waren diese nervigen Fächer, die vor dem Stadion verteilt wurden.

Nach dem Spiel wurden die Sv´ler wieder in unserer Mitte empfangen und noch ein nettes Mobfoto mit dem Banner gegen den österreichischen Brausehersteller gemacht. Nach einer etwas ruhigeren Rückfahrt kam man, aufgrund des Bleifußes des Fahrers, sehr zügig um 23 Uhr in der schönsten Stadt der Welt an.

Am Freitag geht es weiter mit dem Spiel gegen einen der unnötigsten "Underdog" Vereine aus dem Ruhrpott.
RWO Die Affen aus dem Zoo

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: Düsseldorf 26.04.11

 
Alemannia Aachen - Wismut Aue 1:5 22.04.11

Danke für Nichts!

Das neue Stadion und die leeren, gelben Sitze sorgten ja schon öfters über die Saison verteilt für Depressionen. Zumal der letzte Spieltag des Tivolis immer näher rückt. Der gestrige Spieltag sorgte allerdings dafür, dass auch mein Fußballherz eine Reanimation benötigt...

Knapp 16.000 Zuschauer wurden am Sonntag Augenzeuge von einem Spiel der Alemannia, welches auf Arbeitsverweigerung der Mannschaft deutete. Man muss sich ernsthaft fragen, wie eine Mannschaft vier Gegentore innerhalb von sechs Minuten bekommen kann! Ist man nicht mehr gewollt, einen einstelligen Tabellenplatz zu erzielen? Fragen über Fragen!

An dieser Stelle sparen wir uns den üblichen Bericht. Stimmung war eh scheiße!
Reißt euch den Arsch auf! In Augsburg wollen wir Kampfeswille und Öcher Fußball sehen!

Karlsbande Ultras

 
MSV Duisburg - Alemannia Aachen 3:2 13.04.11

Aachen on Tour. Heute ging es für unsere geliebte Alemannia nach Duisburg. Somit auch für ca. 250 Zugfahrer, die die Regionalbahn dem Sonderzug vorzogen. Wir trafen uns wie gewohnt am Hbf. zu Aachen. Nach kurzer Fahrt in einer leicht überfüllten Regionalbahn kam man auch schon in Duisburg am Hbf. an. Noch eine Station mit der S-Bahn gefahren, und schon war man auf dem Fußmarsch zum Stadion. Hierbei kam es zu keinerlei Zwischenfällen, trotz des sehr unauffälligen Spähers am Hbf. Am Stadion angekommen weckte dieses Assoziationen an eine etwas zu groß geratene Tankstelle einer bekannten Kette. 1500 Aachener kommen nach Duisburg und die Herren schaffen es nicht mehr als eine Kasse, bzw. einen Durchgang zu öffnen. Danke dafür. Absolute Frechheit. Der Einlass war in zwei Zwischenstationen gestaffelt, wobei anfangs immer nur ein kleiner Teil zur zweiten Station vorgelassen wurde. Dieses System kollabierte jedoch, als an der ersten Station kurzerhand die Ordnerkette überrannt wurde. Wir machten uns im unteren Teil des Blocks breit, während die Aachen Ultras es vorzogen, abseits in den Oberrang zu gehen. Kurz vor dem Einlaufen der Gladiatoren schafften es einige Zaunfahnen und Banner an die Glaswand vor dem Gästeblock. Es ist für uns unverständlich, dass ein solch elementarer Bestandteil der Fankultur aufgrund von haltlosen Befürchtungen mancherorts verboten wird.

Zum Einlaufen der Mannschaften zog einiges an Nebel im Gästeblock auf. Um doch noch gesehen zu werden, wurden ein paar Seenotfackeln in den Nebel gehalten. Nettes Bild. Pyrotechnik ist kein Verbrechen! Los ging das muntere Spiel vor 13.147 Zuschauern. Schon in der 8. Spielminute zeigte der Schiri unnötiger Weise auf den kleinen Punkt elf Meter entfernt von unserem Keeper David Hohs, doch dieser konnte den Elfer parieren. Das erste Mal brach lauter Jubel in der schwarz-gelben Kurve aus. Fünf Minuten vor der Pause folgte die größte Schiri-Fehlentscheidung des Tages. Baljak schoss aus einer Abseitsposition ein Tor, doch der kleine Mann mit der Pfeife, oder besser gesagt die kleine Pfeife, gibt das Tor. Dennoch spielten unsere Mannen auf dem Feld weiter munter nach vorne und wurden quasi mit dem Pausenpfiff dafür belohnt. Stieber war es, der durch einen schönen Heber den vielumjubelten Ausgleich erzielte. Pause. Die zweite Halbzeit war gerade mal 4 Minuten alt, als wir schon wieder jubeln durften. Wer auch sonst, als Benny Auer brachte uns durch einen Kopfball in Führung. In der 69. Minute war es aber damit leider wieder vorbei. Exslager traf für die Zebras zum erneuten Ausgleich. Nun war wieder einmal zittern angesagt. Leider vergebens. 5 Minuten vor Ende der Partie traf Ex-Alemanne Sukalo zum Siegtreffer für die Rindviecher, oder auch Zebras genannt. Leider wieder einmal ein Spiel unnötig verloren. Aber naja, die Saison ist so gut wie gelaufen. Es geht nur noch um die Fernsehgelder, die Alemannia gut gebrauchen könnte. Nach dem Spiel verweilten wir noch etwas im Gästeblock, um dann zusammen den Rückweg zum Bahnhof anzutreten. Nach einem kurzen Zwischenstopp in einer Kneipe, in der man unsere Stadionverbotler wieder begrüßte, ging es dann wieder raus aus dem hässlichen Ruhrgebiet in die schönste Stadt der Welt. Am Aachener Hbf. wunderte man sich noch über das hohe Polizeiaufgebot. Anscheinend waren auch einige Demonstranten auf dem Nachhauseweg, so dass man sich plötzlich, am Ziel angekommen, in der eigenen Stadt nicht mehr frei bewegen durfte und eingekesselt wurde, bis die Demonstranten abgeflossen sind.

Nun noch ein paar Worte zur Stimmung
Auf unsere Seite war es ein relativ guter Auftritt. Es wurde häufig eine hohe Mitmachquote, sowie eine gute Lautstärke erreicht. Die Anwesenden 1500 Aachener haben sich zeitweise ordentlich Gehör verschafft. Das neue Capopodest ermöglichte eine gute Koordination der Gesänge, worunter auch eine Neukreation mit Hitpotential war. So kann man sagen, dass es bis auf die bittere Niederlage eine gelungene Auswärtsfahrt war. Jetzt hätte ich doch fast die Gegenseite vergessen, obwohl es nicht unbedingt jemanden gestört hätte. Gesanglich konnte Duisburg noch nie Bäume ausreißen, heute hatten sie jedoch anscheinend einen verhältnismäßig guten Tag erwischt. Einige Fahnen waren ständig zu sehen und auch ab und an mal etwas Bewegung im mittleren Teil der Tribüne, dessen Namen irgendein Sponsor gekauft hat, wie alles in diesem Stadion. Nur bei den Toren hörte man vom Rest des Stadion auch etwas.

Für uns geht es am Sonntag weiter gegen Wismut Aue. Dort sollten die nächsten 3 Punkte eingefahren werden um nicht wieder in der unteren Tabellenhälfte zu landen.
Schreit die Jungs zum Sieg!

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - TSV 1860 München 2:1 05.04.11

Da sind wir wieder. Sonntags zur besten Mittagszeit ging es gegen die doch stark von der Insolvenz bedrohten Löwen. Morgens um 10 Uhr in der Früh ging es wie gewohnt mit dem Szenetreff los. Nachdem die Reste der letzten Party beseitigt wurden, und auch die letzten Kaputten der vergangenen Nacht eintrudelten, konnten die gewohnten Arbeiten des Spieltags aufgenommen werden. Gesellig wurde die Zeit bis zum Abmarsch zum Stadion überbrückt. Pünktlich wie die Maurer begab man sich in Richtung Spielstätte. Dort wurden erstmal die Fahnen gehisst und den blauen Gestalten auf der anderen Seite gezeigt, wo das Herz der Süd schlägt. Und schon ging das Spiel los, und wie. In der 8.Minute war es Höger, der durch einen schönen Schuss in den Winkel die Alemannia in Führung brachte. Danach war es ein munteres Spiel mit großen Chancen auf beiden Seiten. In der 79.Minute ließ uns Aimen Demai erneut jubeln und es hieß 2:0 für unsere geliebte Alemannia. Das sollte es doch gewesen sein? Schön wäre es wenn man mal souverän die 3 Punkte einfahren könnte. Drei Minuten später netzte Benny Lauth zum Anschluss der Löwen ein und die Schlussphase wurde mal wieder zur Zitterpartie. Heute ist es zum Glück gut gegangen: Sieg!

Als Intro gab es eine Auswahl an Schwenkern aller Größe, in Durchgang zwei eine klassische Doppelhalterparade. Insgesamt konnte man wieder das ein oder andere neue Prunkstück entdecken. Die Stimmung war alles in allem durchschnittlich. Sportlich ist die Saison gelaufen, das merkt man auch auf den Rängen. Die Anfangsphase war gut, danach flachte es aber auf der Süd stark ab und die Mitmachquote außerhalb unseres Bereichs ließ stark zu wünschen übrig. Gegen Ende der Partie wurde die Tribüne dann noch einmal wach und man erreichte eine ordentliche Lautstärke. Man fand einen guten Mix aus alten Klassikern und gab auch neue Lieder zum Besten. Man sieht immer mehr, dass der Stimmungskern im oberen Bereich weiter wächst. Sehr schön, so muss es weiter gehen! Einzig negativ sind die Pausen zwischen den Liedern beim Großteil der Süd, dort scheinen einige Lieder noch nicht bekannt zu sein? Aber egal, die Löwen wurden erlegt.

Einige Worte zu den Gästen aus München: Aufgrund der drohenden Insolvenz und der immer wieder ins Gespräch gebrachten finanziellen Hilfe durch den roten Stadtnachbarn verzichtete der Großteil der 60er um die Cosa Nostra auf sämtliche Unterstützung. Der Verein wird nur noch künstlich am Leben gehalten und dies möchte die besagte Gruppe nicht länger so hinnehmen. Sie wollen den Neuanfang in der Bayern- oder auch Regionalliga. Um die Cosa Nostra zu zitieren: "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende". Passend dazu gab es zu Beginn eine kleine Choreo mit der karikativ dargestellten „Hall of shame“, dabei wurde einiges an grünen Rauch gezündet. Im späteren Verlauf gab es ein Spruchband „Freiheit für Sechzig – Neuanfang JETZT“. Dem bleibt nur hinzuzufügen, dass es bitter ist, dass solche Vereine mit Tradition sterben müssen und Vereine wie Audi Ingolstadt oder SAP Hoffenheim immer weiter nach oben klettern.

Für uns geht es am Freitag nach Duisburg in den Zoo, Zebras jagen.
Also alle nach Duisburg und Alemannia zum Sieg schreien! 14 Uhr Treffen am HBF!

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: Duisburg 29.03.11

 
Informationen für Gästefans 23.03.11

Ab sofort gibt es im Info-Bereich auf unserer Homepage eine neue Rubrik für die Gästefans. Wie oft stand man selber schon vor den Problemen, was jetzt eigentlich erlaubt ist in des Gegners Stadion, wohin mit den SV'lern oder man plant eine Choreo und die Blockmaße sind einfach nicht zu bekommen, und wenn, dann meistens viel zu spät. Wir erhoffen uns, den Gästefans mit diesem Service das Leben ein wenig leichter zu gestalten, einen bunten Gästeblock und ein faires Kräftemessen auf den Rängen. Bei aller Rivalität, aber genau darüber würden auch wir uns freuen.

 
VFL Osnabrück - Alemannia Aachen 1:3 23.03.11

Nach 3 Niederlagen in Folge gab man sich, mal wieder samstags, in Osnabrück die Ehre. Erneut eine perfekte Gelegenheit, das Land per Bahn zu durchreisen: Also traf man sich bereits in aller Frühe am Bahnhof, die Einen frisch aus dem Bett, mit ein paar Stunden Schlaf in Petto, die Anderen noch von der durchzechten letzten Nacht. Die Vorfreude auf einen schönen Fußballnachmittag war spürbar groß, so durfte man in und um der „Bremer Brücke“ doch noch echte raue Zweitligaatmosphäre erwarten. Also machte sich der Tross auf den Weg in den Norden. Bei Musik und dem ein oder anderen Bierchen verflog die Zeit doch recht schnell und zeitig erreichte man das anvisierte Ziel. Zu Fuß ging es nun in Richtung Spielstätte der Lila-Weißen, wo man unsere Stadionverbotler verabschiedete, welche das Spiel zusammen mit den Ausgesperrten der VC verfolgten. Gute Sache und danke für die Gastfreundschaft! Nun enterte man den Gästeblock und positionierte sich mittig im Block, da dieser am heutigen Tag nicht komplett gefüllt sein würde. Die Einlasskontrollen verliefen, wie wir uns das immer wünschen würden, unkompliziert und es gab keine nennenswerten Probleme mit dem Ordnungspersonal. Nachdem die Mannschaften das Spielfeld betraten, folgte zunächst eine Schweigeminute für die Erdbebenopfer in Japan.

Im Anschluss präsentierten wir eine kleine Choreo mit dem Motto „Simpsons‘‘. In vorderster Front wurde ein Spruchband mit der Aufschrift „Diagnose Gelbsucht“ gezeigt, welches auch im Style der Simpsons gepinselt war. Dahinter kamen einige Figuren aus der gelben Comicwelt zum Vorschein, welche diverse Alemannia Fan-Artikel trugen. Zusätzlich wurden noch einige Figuren durch den Kakao gezogen, womit man auf Polizei, Presse und die Kommerzialisierung anspielte. Das Ganze wurde mit vielen gelben Papptafeln untermalt. Die Stimmung im Aachener Block kann man als einen der besseren Auftritte bezeichnen. Unsere Gruppe mitsamt Umfeld trat entschlossen und konsequent auf, so dass auch der restliche Block gut mit eingebunden werden konnte. Die Liedwahl war größtenteils dem Spiel angepasst und von neuen Liedern bis hin zu alten Klassikern war alles im Programm.

Das Torschießen fing allerdings erst in Halbzeit 2 an. Direkt zu Beginn wollte sich Stehle wohl seine Torprämie kassieren und netzte den Ball ein; da war Keeper Hohs chancenlos. Irgendetwas hatte er da aber wohl falsch verstanden. Wenige Minuten später egalisierte Demai aber Stehles Fehler und in der 58. Minute konnte Arslan die Führung herausschießen. Kurz vor Schluss konnte der für Stieber eingewechselte Uludag den sprichwörtlichen Sack zum 3:1 zu machen. Mehr davon, guter Junge. Das tolle Spiel hauchte auch den Simpsons wieder Leben ein. Sie standen rüttelnd am Zaun, um das Spiel zu verfolgen. Die zweite Halbzeit war stimmungstechnisch noch deutlich besser als Durchgang Eins. Zu Beginn gab es ein nettes Intro aus Doppelhaltern und Schwenkfahnen, welche auch während des Spiels passend eingesetzt wurden. Vom Osnabrücker Anhang hatten wir uns ein wenig mehr versprochen,da ist man doch besseres von der Bremer Brücke gewohnt. Nun gut, den Auftritt wollen wir nicht als schlecht betiteln. Hin und wieder konnten sie sich Gehör verschaffen und gerade rund um die Violet Crew konnte man immer wieder Bewegung im Block erkennen.

Nach dem Spiel sammelten wir unsere SV’ler wieder ein und verbrachten noch etwas Zeit vor den Toren, ständig unter Beobachtung schwer gepanzerter Staatsdiener, bevor wir uns wieder zu Fuß auf den Weg Richtung Bahnhof machten, um die Heimreise anzutreten. Die Rückfahrt verlief entsprechend lustig und fröhlich, aber auch ohne besondere Vorkommnisse. So erreichten wir glücklich, aber auch KO, die Kaiserstadt mit 3 Punkten im Gepäck.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - VFL Bochum 1:3 15.03.11

Nach 4 Samstag-Heimspielen in Folge, sollte es noch einmal an einem Sonntag rund gehen, zu Gast sollte der VFL aus Bochum sein. Wie immer traf sich unsere Gruppe frühzeitig am Szenetreff im alten Fanshop. Wir können jedem Schwarz-Gelben nur nahe legen mal vorbeizuschauen, um sich gemeinsam mit uns auf das Spiel einzustimmen und das ein oder andere Gespräch bei einem Bierchen zu führen. Frühzeitig brach unsere Gruppe zum Stadion auf, um ihren Platz im oberen Bereich des S3 einzunehmen. Es ist wirklich erstaunlich, wie die Masse der Supportwilligen von Spiel zu Spiel wächst. Hatte man sich am Anfang der Saison nur im rechten Teil positioniert, ist dieser jedoch schon seit längerer Zeit zu klein und man weicht mehr und mehr in die Mitte aus. An alle Supportwilligen, denen unsere Art der Unterstützung gefällt, können wir nur appellieren sich uns anzuschließen und sich im oberen Bereich des S3 einzufinden, um gemeinsam mit uns den Stimmungskern der Süd zu bilden. Sehr erfreulich ist auch, dass immer mehr Leute ihre eigenen Fahnen mitbringen, um der Süd auch so Farbe zu verleihen. Weiter so!

Zu Beginn des Spiels gab es bei uns ein nettes Intro aus Doppelhaltern und Schwenkern jeglicher Größe. Im unteren Teil gab es eine kleine zweiteilige Choreo der Gruppe Aachen Ultras. Supporttechnisch lief es diesmal besser als bei den letzten Heimspielen. Ab und zu gelang es auch, dass die ganze Tribüne in unsere Gesänge mit einstieg. In der 15. Minute durfte Hohs nach einem Fernschuss das erste Mal hinter sich greifen. Der Stimmung tat dies jedoch keinen großen Abbruch, was in der 26. Minute durch Arslan belohnt wurde. Zur zweiten Hälfte kam unsere Mannschaft nicht so gut ins Spiel, was in der 55. Minute auch bestraft wurde. Was danach abging, darf man keinem erzählen. In der 61. Minute wurde Auer im Strafraum gefoult und der Schiri zeigte auf den Elfmeterpunkt. Der Bochumer Keeper konnte den schwach geschossenen Elfmeter von Höger parieren. In der 63. Minute gab es einen weiteren Strafstoß. Diesmal versuchte Auer sein Glück, er hämmerte den Ball unter die Latte und die Kurve jubelte schon. Aber zu früh gefreut, laut des "Unparteiischen" war der Ball nicht hinter der Linie, ein Hauch von Wembley. Die Emotionen auf den Rängen kochten langsam über und auch auf dem Platz ging es härter zur Sache, so wurde Feisthammel nach einem Foul mit gelb-rot in die Dusche geschickt. Die Krönung gab es in Minute 86 mit einem weiteren Elfmeter, diesmal aber für Bochum, der natürlich sicher verwandelt wurde. Dies brachte das Fass zum Überlaufen und die Gesänge wurden fast nur noch dem "Unparteiischen" und dem Anhang aus dem Pott gewidmet. Was bleibt ist eine bittere 1:3 Niederlage, 10 Gegentore in den letzten 3 Spielen und die schlechteste Heimspielbilanz der Aachener Zweitligageschichte. Nach dem Spiel brach man zum Szenetreff auf, wo der Frust abgebaut und über die momentane Situation diskutiert wurde. Zum Bochumer Anhang: nette Pyroaktion am Anfang des Spiels, einer der gelungensten im neuen Stadion. Stimmungstechnisch konnten die Bochumer verhältnismäßig jedoch nicht überzeugen, wenn man den Spielverlauf, die Masse und die Tabellensituation beachtet. Das war es dann auch schon, was man der blau-weißen Scheiße widmen möchte.

In Osnabrück muss ein Dreier her!
Auf geht’s, Aachen, kämpfen und siegen!

Karlsbande Ultras

 
FC Ingolstadt - Alemannia Aachen 2:1 08.03.11

Schon gegen Mitternacht traf sich der erste Haufen Jecken zum Einstimmen auf die Fahrt. Hinter den meisten lag die ein oder andere durchzechte Karnevalsnacht. Etwa vier Stunden später rollten dann zwei Busse der Karlsbande ins Bayernland. Schön zu sehen, dass der ein oder andere richtig kreativ bei seiner Kostümwahl zur Sache ging. So begrüßte man neben den üblichen Bären, Assis und Hooligans zum Beispiel einen Buzz Lightyear, den kleinen Alex aus "Uhrwerk Orange" und einen Disco Stu. Die Hinfahrt gestaltete sich für die einen recht ruhig, andere tranken munter auf diverse Klänge Aachener und überregionaler Karnevalsmusik weiter, so dass man in gefühlter kurzer Zeit gut gelaunt sein Ziel erreichte. Hier konnte man noch ein wenig Zeit auf dem Parkplatz der Gäste totschlagen oder eine Besichtigung der nebenstehenden Industrieruinen durchführen. Zu erwähnen ist, dass der glorreiche FC Ingolstadt seit einiger Zeit einen neuen Tempel der Lust seine Heimspielstätte nennen darf. Inklusive Sportwagenausstellung auf dem Vorplatz, so mit das mieseste Stückchen Land, was der Aachener Anhang die letzten Jahre bewundern durfte.

Zum Einlaufen der Mannschaften zeigte der Öcher-Fastelovend-Pöbel ein passendes Spruchband mit der Aufschrift "Vür sönd allemole Öcher Jonge", was inkl. der kostümierten Fans ein nettes Bild ablieferte. Da sonst nicht allzu viel erlaubt wurde, gab’s dabei noch einige Schwenker zur optischen Untermalung. Der Zaun in vorderster Front wusste diesmal auch zu überzeugen, schöner Anblick. Hier durfte man sogar die Wellenbrecher offiziell beflaggen, ohne dass eine Hundertschaft aus Angst vor terroristischen Anschlägen den Block stürmt.

Bereits 45 Sekunden nach Anpfiff netzte Auer den Ball ein und sorgte für die Führung der Öcher. Allerdings dauerte das ganze Freudenfest nicht lange und der FCI sorgte für den Anschlusstreffer. Ab hier möchte ich mir den Spielbericht sparen. Was sich auf dem Platz abspielte war schlichtweg eine Beleidigung gegen unseren Volkssport. Da wird es auch nichts bringen, wenn man via Homepage von "Wiedergutmachung" spricht! Gerade im ersten Durchgang passte sich der Support im Gästeblock knallhart dem Spiel an, da verging wohl den Meisten die Lust, vernünftig zu supporten. Dazu fällt es den meisten mitgereisten Aachenern auch schwer in manche Rhytmen einzusteigen, die aus gewissen Ecken des Blockes zu vernehmen waren. Wenn et Samba-Trömmelche jeht, naja… Wenn man sich dazu entschließt, nicht dagegen zu singen, neigt die Stimmung doch leider ganz kaputt zu gehen. Zur Pause riss man sich dann noch mal zusammen, so dass die Stimmung in Halbzeit Zwei auf jeden Fall verbessert werden konnte. Es half aber alles nichts, so dass man unzufrieden und ohne Zählbarem das Autohaus verlassen musste. Das Spiel endete 2:1 für einen Verein, der die Zukunft des modernen Fußballs verkörpert, Tristesse pur. Ich frage mich ernsthaft, ob man mit diesem Club scherzen oder Image verbessern möchte.

Nach dem Spiel schloss man die SV’ler in die Arme, die leider im Stadionumfeld keine geöffnete Lokalität auffinden konnten und die Zeit vor dem Stadion totschlagen mussten. Aus der Rückfahrt wurde dann noch das Beste rausgeholt, so dass man zwar relativ zeitig, aber gleichzeitig auch fertig wieder in Aachen einrollte.

Marmor Stein und Eisen bricht, aber Alemannia nicht!

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: Osnabrück 02.03.11

 
Alemannia Aachen - Hertha BSC Berlin 0:5 02.03.11

Es ist schon wieder Samstag und Fußballzeit. Zumindest sollte es so sein, aber 13 Uhr ist Mittagszeit und keine Fußballzeit, liebe DFL. Also hieß es wieder Wecker stellen für das Heimspiel gegen die Alte Dame aus der Hauptstadt. Wie gewohnt ging es um 10 Uhr morgens mit den Vorbereitungen für den Spieltag und dem Szenetreff los. Dieser war wie immer sehr gut besucht und ist mittlerweile fest etabliert in der Szene. Sehr erfreulich auch konstant neue Gesichter zu sehen. Eine Stunde vor dem Anstoß ging es dann ins Stadion Fahnen aufhängen, Material verteilen und schon mal die Stimme ölen. Heute gab es seit langer Zeit noch mal regelrechten Spruchbandterror, aber in der letzten Zeit ist auch viel Negatives passiert. Nach dem Intro zeigten wir unsere ersten 2 von 3 Spruchbändern bezüglich der Prügeltruppe aus Ostwestfalen. „19.02.11 Polizeiwillkür im Gästeblock! Hattet ihr mal wieder Bock?“ und „Zaunfahnen? Ein Stück Fankultur! Kein Verbrechen!“ gab es in schwarzen Lettern zu lesen. Bekannterweise griff die Polizei beim Auswärtsspiel in Paderborn unter Einsatzleiter Siebel überhart durch, indem sie wegen 2 Zaunfahnen, die am Wellenbrecher hingen, den Block mit Knüppel und Tränengas stürmten. Aufgrund des Spielverlaufs verzichtete man in Halbzeit 2 auf ein Intro und zeigte lediglich ein weiteres Spruchband zur Paderbornsache: „Faustschläge , Schlagstöcke , Pfefferspray Das scheint ihr zu genießen. Und wann fangt ihr an zu schießen?“. Danke an dieser Stelle auch an die Solispruchbänder aus den anderen Stadien. In der 30. Minute gab es noch ein Spruchband für eines unserer Mitglieder der vor wenigen Tagen Stadionverbot erhalten hat. Mal wieder einer mehr vor den Toren. Durchhalten Hartmut und alle anderen Ausgesperrten, ihr seid ein Teil von uns und zusammen stehen wir das durch! Die ersten 10 Minuten waren von der Stimmung und dem Spiel noch recht gut, doch dann der erste Rückschlag. Lustenberger traf zum 0:1 für Hertha. So nahm das Unheil seinen Lauf. Ramos (33min), Lassoga (37min), Rukavytsya(57min) und noch mal Ramos (59min) schossen unsere junge Elf vom Grün, ohne Worte. Die Stimmung war aufgrund des Spiels entsprechend mau. Hier und da einige Schlachtrufe, mehr ging heute leider nicht. Außer ein kleiner Teil auf der Süd , der auch nach dem 0:5 noch fröhlich durch die Gegend hüpfte , warum auch immer? Nach dem erlösenden Schlusspfiff hieß es wie immer Material einpacken und ab durch die Mitte. Im Szenetreff wurde der Tag doch noch recht feucht und auch ein bisschen fröhlich ausklingen gelassen, das Ergebnis wurde mit Alkohol weggespült. Aber man darf der Mannschaft auch keinen zu großen Vorwurf machen. Die Alte Dame war halt abgeklärter als unser junges Team, und gekämpft haben die Jungs, so war es auch schön, dass sie am Ende von den noch dagebliebenen Fans nicht ausgepfiffen worden sind. Noch ein paar Worte zum Gästeanhang. Ganz guter Auftritt von Hertha mit Gästen aus Karlsruhe. Durchgängig Bewegung, optisch ansprechend und eine gute Lautstärke. Wenn man meckern will, für das Ergebnis evt. was zu wenig. Der Gesang beim Stand von 0-5 "für ein Heimspiel seid ihr ganz schön laut" wirkte jedoch von einer Szene, die noch im Hinspiel künstlich vom Verein mit Lautsprechern akustisch verstärkt werden musste, sehr gewagt.

Als nächstes geht es in das Land des USK nach Ingolstadt. Dort wird den Bayern mal gezeigt wie man in Oche Karneval feiert. Alle im Kostüm nach Ingolstadt.

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: Ingolstadt 27.02.11

 
SC Paderborn - Alemannia Aachen 1:3 21.02.11

It's Saturday again und unsere Jungs müssen ran. Liebe DFL, so langsam wird es langweilig! Zum Auswärtsspiel in Paderborn entschieden wir uns mit dem Regelzug anzureisen. Morgens, um 7 Uhr, ging es los. Bei Bier, Spaß, guter Musik und umgeben von geliebten Menschen, stimmte man sich ein. Gute 3 Stunden Fahrt vergingen wie im Flug und am Hauptbahnhof angekommen, machte man sich lautstark bemerkbar. Die Euphorie wurde jedoch bald gedämpft durch ein Übermaß an grünem Unkraut, das mit jedem Einzelnen der ca. 200 Mann auf Kuschelkurs gehen wollte.

Nach der ausgiebigen Fummelei, ging es ab in die bereitgestellten Shuttlebusse zum Stadion. Naja, sah eher nach einem Baumarkt aus. Der Aachener Anhang konnte sich heute durchaus sehen lassen und so trällerte man schon vor Anpfiff das ein oder andere Liedchen angenehm laut. Eine Ansprache des Stadionsprechers bezüglich einer Pyroaktion seitens der Paderborner beim letzten Auswärtsspiel wurde passend mit "Pyrotechnik ist kein Verbrechen" beantwortet, was überraschend gut mitgetragen wurde und auch der Paderborner Anhang stieg mit ein. Dann auch während der ersten Hälfte gute Mitmachquote, Lautstärke und ein netter Mix aus Melodie und Gassenhauern. Dazu trug sicherlich auch die Mannschaft ihren Teil durch die frühe Führung bei, die allerdings nicht lange wehrte. Von Paderborner Seite war so gut wie gar nichts zu hören.

Dann wurde es noch einmal richtig spannend. Nicht auf dem Platz, sondern auf den Rängen. Wer glaubt, dass Schildkröten nichts für bunte Banner übrig haben, sollte nun eines besseren belehrt werden. Einige Zaunfahnen wurden innerhalb des Blockes aufgehängt, was den Herren in Grün wohl so gar nicht gefiel. Der Anwesende Ordnungsdienst machte uns darauf aufmerksam, dass dies nicht erlaubt sei. Ein Polizist ließ sich jedoch nicht bei uns blicken, um eine Lösung auf verbale Art und Weise zu finden. Nein, die Polizei stürmte lieber einen Teil des Blocks. Ja, ihr lest richtig! Es ging hierbei nicht etwa um Randale, den Einsatz von Pyrotechnik oder dergleichen, sondern um völlig anti-agressive Zaunfahnen. Die Reaktion der Turtles kam jedoch eher der auf einer G8 Demo gleich. Pfefferspray und Schlagstöcke, das volle Programm halt. 4 Aachener mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, insgesamt ca. 13 Verletzte.

Unsere Fahne blieb jedenfalls da, wo sie hin gehörte und die Mannschaft wurde weiter unterstützt. Allerdings immer mit dem Blick nach links und rechts, ob sich ein weiterer Sturmangriff anbahnt. Dieser blieb jedoch aus. So konnte man zumindest durch den 3:1 Sieg unserer Mannschaft auch einige positive Momente des Tages festhalten.

Der völlig übertriebene Einsatz der Polizei überschattete jedoch alles. Es gab keinen Anlass dafür, eine derartige Aktion zu rechtfertigen. Von der unverhältnismäßigen Härte des Einsatzes brauchen wir gar nicht erst anzufangen! Man kann froh sein, dass der Block nicht komplett voll war und keine Massenpanik ausbrach. Das war alles andere als deeskalierend und nicht vorschriftsmäßig. Der Befehl ging entgegen den Ratschlägen des Ordnungsdienstes und den Aachenern Zivilbeamten, die ebenso ihr Unverständnis darüber äußerten, im Alleingang von der obersten Polizeistelle aus. Danke für diese Gastfreundschaft Herr Siebel, wir sehen uns. So dürfte eine etwaige Annäherung zwischen Polizei und Fans in noch weitere Entfernung gerückt sein, als sie sowieso schon war.

Da die Spielstätte der Paderborner im weitem Nichts liegt, mussten unsere Stadionverbotler das Spiel in der Stadt in Bahnhofsnähe gucken. Daher konnte man diese leider erst sehr spät wieder in Empfang nehmen, um gemeinsam die Rückfahrt in die Kaiserstadt anzutreten. Danke auch an 5 x Kerkrade im Block!

Karlsbande Ultras, am 21.Februar um 13:12 Uhr

 
Szenetreff 21.02.11

 
Karlsbande Jugend 15.02.11

Die Zeit hat gezeigt, dass immer mehr junge Leute in unserem Umfeld zu finden sind, die die Mentalität der Karlsbande befürworten und auch aktiv am Support beteiligt sind. Die Karlsbande als solches wird auch weiterhin ab 16 sein, wir wollen uns aber der Jugend nicht komplett verschließen und gerade den jungen Leuten das Leben eines Ultras schon ein wenig näher bringen, um ihnen den Einstieg in die Szene und der Gruppe zu erleichtern, sowie es zu ermöglichen, auch schon früher ein Teil des Ganzen zu sein und dazu zu gehören. Für interessierte Jugendliche im Alter von 14-15 Jahren ist ab sofort die neue „Karlsbande Jugend“ geschaffen. Nähere Infos dazu findet ihr im neuen Jugendbereich und am Infostand der Karlsbande jeden Spieltag im Szenetreff. Weiterhin ist es selbstverständlich für ältere Interessierte ebenfalls noch genauso möglich, Mitglied der Karlsbande zu werden. Weitere Infos...

 
Alemannia Aachen - FSV Frankfurt 2:1 15.02.11

Samstagmittag Stadionzeit, was kann es schöneres geben als bei Sonnenschein deinen Verein zu unterstützen? Für manche mal wieder nicht möglich, da um diese Zeit noch viele auf der Arbeit schuften müssen. Ja es nervt, jedes mal dieselbe Schose über die Anstoßzeiten, aber es ist nun mal ein leidiges Dauerthema…

Wie gewohnt traf sich die Karlsbande samt Umfeld schon in den frühen Morgenstunden im Szenetreff ein, um sich auf das Spiel einzustimmen, der Öcher Kurve beim Sammeln von Spenden zu helfen und die restlichen alltäglichen Aufgaben zu bewältigen. Der Szenetreff öffnet wie jedes Spiel 3 Stunden vor Anstoß und dient als Anlaufstelle für alle Alemannia Anhänger, um gemeinsam in den Tag zu starten und diesen nach dem Spiel natürlich wieder ausklingen zu lassen.

Im Stadion angekommen machte man sich schnell in unserem Bereich breit und bereitete das Intro vor, diesmal wieder mit allem, was das Tifoherz begehrt, Schwenker und Doppelhalter aller Art und Größe schmückten den oberen Bereich des Blocks. Ein echt schönes und gelungenes Bild diesmal, wirklich beachtlich, was sich in den letzen Monaten dort oben entwickelt hat. Hier gilt es natürlich weiter drauf aufzubauen, um die Kurve noch mehr in schwarz und gelb erstrahlen zulassen. Seitens der ACU gab es eine kleine Choreo bestehend aus Luftballons und gelben Konfetti. Nett!

Unsere Alemannia startete relativ gut ins Spiel. Im Laufe der ersten Halbzeit konnte sich die Mannschaft zwar einige gute Chancen erspielen, insgesamt kam aber zu wenig. Man war bemüht konnte die entscheidenden Akzente aber nicht in setzen. Eher aus einer Laune raus setzte Achenbach in Minute 36 zum Schuss an und versenkte das Leder im Netzt zum 1:0. Die Frankfurter waren im Laufe der ersten Halbzeit des Öfteren vor David Hohs Tor zu sichten, konnten dort aber kein größeres Unheil anrichten und David blieb immer der Sieger. In Durchgang 2 konnten die Hessen aber stark zulegen, so dass Jürgen Gjasula in der 68. Minute zum Ausgleich traf. Auf das Abseits wollen wir hier gar nicht groß eingehen. Unsere Mannen wollten sich nicht mit dem Punkt zufrieden geben und Abwehschreck Benny Auer köpfte, nach Flanke von Stieber, in der 83 Minute zum Siegtreffer ein.

Der Support war heute anfänglich ganz gut und man konnte hier und da eine angemessene Geräuschkulisse erzeugen, phasenweise war es dann aber eben doch was schwächer. Vor allem Halbzeit 2 war nicht das Gelbe von Ei, bis zum Führungstreffer. Gerade die Mitmachquote in unserem Bereich ließ dort extrem nach. S3 oben ist ein Stimmungsblock, wer dort steht, hat zu singen, und wer sein Maul nicht aufbekommt, darf sich gerne woanders platzieren. Hier gilt es mehr Konstanz rein zu bekommen, um unsere Alemannia 90 Minuten lautstark zum Sieg zu schreien. Insgesamt konnte man das Stadion aber zufrieden verlassen. Der ca. 100 Mann starke Frankfurter Haufen war bemüht, aber nicht zu vernehmen.

Was bleibt zu sagen? Die Alemannia macht wieder Spaß und wir freuen uns auf weitere schöne Spiele. Das nächste bereits am Samstag in Paderborn. Der Pöbel fährt mit dem Zug, 6 Uhr Treffen Hauptbahnhof!

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: Paderborn 08.02.11

 
Energie Cottbus - Alemannia Aachen 3:3 08.02.11

Nun bereits zum 4. Mal in Folge reiste der Aachener Anhang an einem Freitag ihrer geliebten Alemannia in die Ferne nach. Dass es sich bei dieser Terminierung um eine absolute Unverschämtheit seitens der DFL handelt, braucht hier wohl nicht weiter erwähnt zu werden. Dennoch rollte am frühen Freitagmorgen ein Bus der Karlsbande zum östlichsten Spiel der Saison. Gestärkt durch diverse selbsthergestellte Wraps war die Busbesatzung guter Laune und freute sich auf den Besuch des Cottbuser Stadions, das man leider letztes Jahr aufgrund der Witterungsverhältnisse und eines Unfalls, nicht besuchen konnte. In Cottbus ist man allerdings nicht gerade für Gastfreundschaft bekannt, verspricht der Name des Stadions doch eigentlich eben diese. So mussten wir die Busfahrt, die ohne Staus oder andere Komplikationen verlief, unnötig hinauszögern, da es uns untersagt war, Cottbus vor 16 Uhr zu erreichen.

Endlich erreichte der Bus Cottbus in unmittelbarer Stadionnähe, wo uns bereits einige Diener der Staatsmacht erwarteten, die uns anschließend bis zum Stadion begleiteten. Dort wurde man dann zusätzlich zur eisigen Kälte durch äußerst penible Einlasskontrollen gequält, die sich unendlich in die Länge zogen, da der riesige Aachener Anhang wohl eine besondere Gefahr darstellte. So entstanden langwierige Diskussionen, da es uns nicht einmal erlaubt wurde, eine Zaunfahne mit in den Block zu nehmen, weil bereits eine eben diesen schmückte. Trotz der frühen Ankunft konnte sich unsere Gruppe dann doch erst recht spät im oberen Teil des Blocks positionieren. Zum Einlaufen der Mannschaften gab es ein Intro bestehend aus einigen Doppelhaltern und kleinen Schwenkern, sowie großen und mittelgroßen Schwenkern, die im Stadioninnenraum vor dem Block geschwenkt werden mussten.

Der Support ging für die geringe Masse, die anwesend war, erstaunlich gut von den Lippen und so peitschte man unsere Mannschaft mit einem Mix aus melodischen Klängen und alten Gassenhauern nach vorne. Auch unsere Alemannia legte gut los und wurde bereits nach 8 Minuten mit einem Traumtor von Kevin Kratz aus 25 Metern Entfernung belohnt. Leider ließen sich die Cottbuser dadurch nicht beirren und spielten stark nach vorne, während es der Aachener Mannschaft nicht weiter gelang, Angriffe zu starten. Nach 22 Minuten musste sich Hohs dann auch letztendlich einem Schuss von Hünemeier geschlagen geben Das Spiel nahm richtig Fahrt auf und so kam es zu einem Schlagabtausch von Toren. Unsere Mannschaft schoss sich schon 7 Minuten nach dem Ausgleich der Energie nach einer Standardsituation und einem Abstauber von Benni Auer wieder in Führung. Der Block rastete mal richtig aus und die Leistung unserer schwarz-gelben Elf wurde lautstark zelebriert. Diese Euphorie wurde aber nach bereits 2 Minuten wieder gedämpft, nachdem ein Schuss von Roger unglücklich von Feisthammel abgefälscht wurde und über Hohs hinweg im eigenen Tor landete. Die brisante erste Hälfte vollendete Auer zur Freude es Aachener Anhangs in der 45. Minute mit einem Kopfballtreffer.

Diese erste Hälfte wurde allerdings vom äußerst fragwürdigen Verhalten der Cottbus Ordner überschattet, die es für nötig hielten, einen Aachener Fan zu schubsen, weil er auf den Wellenbrecher gestiegen war, und anschließend weiter zu provozieren, um weitere handgreifliche Tätigkeiten zu rechtfertigen, wie es in Cottbus als Ordner eben so üblich ist. Im Block entwickelte sich dadurch hervorgerufen ein kleiner Tumult, der sich glücklicherweise nach wenigen Minuten wieder auflöste und die Ordner den Block verließen oder sich im unteren Teil einfanden.

Die Unterstützung der Mannschaft schloss sich in Hälfte zwei nahtlos an Durchgang eins an, obwohl das Spiel an Tempo verlor und die zahlreichen Tore und Wendungen aus den ersten 45 Minuten ausblieben. Der Versuch der Alemannia, die 3 Punkte mit in den Westen zu nehmen, gelang traurigerweise nicht ganz. Denn während Auer in den letzten 15 Minuten aus fast 20 Metern knapp am Tor vorbeischoss, war der stark spielende Jula der Cottbuser in der 82. Minute erfolgreicher und erzielte den Ausgleich. Ein enttäuschendes Endergebnis, worüber vor der Anreise wahrscheinlich fast jeder froh gewesen wäre. Aber dennoch ist es bitter mit anzusehen, wie die eigene Mannschaft 3-mal (!!) eine Führung verspielt. Der Auftritt der Lausitzer optisch wie akustisch eher mau, bis auf wenige Ausnahmen nach Toren, dummen Gepfeife oder Pöbeleien nicht zu vernehmen.

Nach weiteren Komplikationen mit den Ordnern und der Polizei, die die Personalien eines Aacheners feststellen wollten, der Fotos von den Ordnern während der Tumulte geschossen hatte, machte man sich dann auf in den warmen Bus und erfreute sich an der 8-stündigen Rückreise. Gegen 5 Uhr erreichte man dann nach einer lohnenswerten, aber anstrengenden Tour endlich die geliebte Kaiserstadt!

In 2 Wochen geht's dann auf nach Paderborn, dann noch mal an einem Samstag, wo nicht jeder um seinen Arbeitsplatz bangen muss, weil er seiner Vereinsliebe freien Lauf lässt.

 
Alemannia Aachen - Kleeblatt Fürth 2:2 31.01.11

Willkommen zurück im Ligaalltag, endlich zurück in der Normalität, zum Heimspiel gegen Kleeblatt Fürth, welches gleichzeitig auch das dritte Heimspiel innerhalb von 7 Tagen ist. Viel Zeit zum Luftholen gab es also nicht. Wie immer bei den frühen Samstagspielen hieß es also Wecker stellen, damit der Szenetreff bereits um 10 Uhr, wie gewohnt 3 Stunden vor Anpfiff, öffnen konnte. Für unsere Mitglieder gab es wieder einiges zu tun, neben den üblichen Aufgaben rund um den Szenetreff, halfen auch viele Mitglieder beim Spendensammeln für die Öcher Kurve, um die Kosten der Bayern Choreo wieder rein zu holen. Die Choreo schien zu gefallen und die Spendenbereitschaft war doch erfreulich groß, so konnte man um die 1.000 Euro sammeln, womit schon mal ein Teil der knapp 2800 Euro getilgt werden konnten. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die den einen oder anderen Taler oder Schein haben springen lassen!

Im Stadion gab es heute auch ein paar Veränderungen rund um die Karlsbande. Die Gruppe ist ein wenig in die Breite gewachsen und ein Teil unserer Leute wanderten mitsamt einem Vorsänger weiter in die Mitte des Blocks S3 zu den Aachen Pirates. Dies hat viele Vorteile, unter anderem wurde es allmählich extrem eng in unserem Teil des Blocks, da doch immer mehr interessierte und supportwillige Leute zu uns stoßen. Akustisch will man einiges an Lautstärke und Durchschlagskraft gewinnen und auch das näher stehende Umfeld weiter zum Singen animieren. Auch optisch konnte man sich so verbessern, so dass alles Material nicht auf engstem Raum benutzt werden muss und schöner verteilt werden kann. Insgesamt kann man jetzt schon sagen, dass dies eine gute Entscheidung gewesen ist, da man sich in vielen Belangen bereits nach einem Spiel verbessert hat. Zum Intro gab es einen Mix aus kleinen und großen Schwenkern, zu Beginn von Halbzeit 2 kamen, neben ein paar Schwenkern, einige Doppelhalter zum Einsatz.

Im Rest des Stadions war man auch wieder unter sich. Die üblichen offiziellen knapp 20.000 Zuschauer waren da, wobei im Stadion erneut deutlich weniger vorzufinden waren. Einige Kombitickets und neu erworbene Rückrundendauerkarten wurden wohl nur für das Bayernspiel zugelegt und verstauben nun zu Hause oder landen in irgendwelchen Marktplatzportalen. Immerhin kommt dies finanziell ein wenig der Alemannia zugute, man zieht so genau den richtigen das Geld aus der Tasche. Das Spiel in Halbzeit eins war insgesamt sehr schwach, das Pokalspiel schien den Spielern wohl noch in den Knochen zu stecken. Frühzeitig geriet man in Rückstand, den Auer zwar nach 19 Minuten ausgleichen konnte, jedoch konnten die Grün-weißen aber kurz vor der Pause erneut verdient in Führung gehen. Anscheinend hat Hyballa in der Kabine die richtigen Worte gefunden, denn die Mannschaft, die zu Durchlauf zwei aus der Kabine kam, war spielerisch eine ganz Andere. Das Spiel war nun von beiden Seiten ein sehr gutes und offensives und wusste dem Fußballliebhaber zu gefallen. Manuel Junglas gelang in Minute 51 der Augleich zum 2:2, und Aachen roch die Chance, die 3 Punkte doch zu Hause zu halten. Einige Chancen boten sich noch auf beiden Seiten, wobei gegen Ende des Spiels unsere Kicker die deutlich besseren Chancen rausspielten, diese aber leider nicht nutzten. Insgesamt über die kompletten 90. Minuten kann man aber von einer gerechten Punkteteilung sprechen.

Die Unterstützung der Mannschaft war heute zufriedenstellend und eine deutliche Steigerung zu den letzten Spielen. Die Mitmachquote in unserem Bereich war gut und auch weitere Teile der Tribüne konnten immer wieder mitgerissen werden. Die Liedwahl war in Ordnung, so wurden auch einige Lieder gesungen, die man sonst nicht von den Rängen schallen hören konnte. Hier gilt es natürlich immer weiter drauf aufzubauen und konstant besser zu werden.

Die Fürther kamen mit solchen Massen an, dass der Gästestehplatzbereich nicht geöffnet wurde und alle Kleeblätter auf die Sitzplatztribune durften, mal ein neues Bild in Aachen. Insgesamt waren irgendwie mehr Fahnen als Fans da. Optisch auf jeden Fall schön anzusehen, ein echt nettes Bild, was kaum eine andere Szene, gerade mit der relativ kleinen Anzahl an Leuten hinbekommt. Innerhalb der 90 Minuten war es das aber auch schon, konstantes Dauergeschwenke, zu hören war nichts. Dabei machte es auch keinen Unterschied, ob das Spiel vor sich hindümpelte, die Fürther ein Tor schossen oder gerade eins rein bekommen haben. Dies lässt sich aber vermutlich dadurch erklären, dass sie durch die ganzen Fahnen eh nichts mitbekommen haben.

Nach dem Spiel verbrachte man den restlichen Nachmittag bei einem leckeren Bierchen und Gyrosbrötchen im Szenetreff im Fanprojekt und ließ noch mal die vergangene Woche Revue passieren. Zwar nur ein Punkt zu Hause, aber dennoch konnte man sich zufrieden ins Restwochende stürzen.

Nächste Woche alle nach Cottbus, für Stadt und Verein!

Karlsbande Ultras

 
Öcher Kurve geht online 28.01.11

Der Internetauftritt der Öcher Kurve ist ab sofort online! Die Öcher Kurve ist ein Choreo Dachverband, der die Kräfte in der Aachener Szene bündeln soll, um so möglichst oft Choreos bei den Heim- und Auswärtsspielen der Alemannia zu organisieren und der Kurve mehr Farbe zu verleihen. Jeder interessierte Alemanniafan kann sich dort anmelden, einbringen oder auch gerne einen gewissen Betrag spenden! Die Karlsbande begrüßt solch ein gemeinsames Projekt für alle Fans und wird dies bestmöglich unterstützen.

Bei Interesse könnt ihr euch am Spieltag auch bei uns im Szene-Treff am Karlsbande Stand für die Öcher Kurve anmelden. Dort erhältst du auch genügend Informationen über das Projekt!

Aber schau doch selbst mal vorbei: www.oecher-kurve.de

 
Alemannia Aachen - Bayern München 0:4 28.01.11

Das Pokalspiel gegen den Rekordmeister aus München stand auf dem Programm und wochenlang gab es kein anderes Thema in der Kaiserstadt. Auch für unsere Gruppe sollte es kein Spiel wie jedes andere werden, denn die Öcher Kurve feierte ihre Premiere mit der ersten großen Choreo im neuen Stadion. Die Öcher Kurve ist ein neuer Choreo Dachverband, welcher die Kräfte in Aachen bündeln will und Fanclubunabhängig mit jedem und für alle Fans schöne Choreos auf die Tribünen zaubern will. Dieses Projekt unterstützt die Karlsbande tatkräftig und so wurde in den letzten Wochen fleißig gepinselt, geschnippelt und geklebt. Am Tag des Spiels traf sich schon um 10 Uhr ein dutzend unserer Mitglieder um die Choreo bis kurz vor Stadionöffnung vorzubreiten. Unter dem Motto "Der Verein für den wir alles geben" sollte ein Alemannia Wappen auf der Süd erstrahlen, worunter zwei Musterblockfahnen nach links und rechts wandern, die durch ein Muster aus Papptafeln auf den Sitzplätzen abgerundet wurden. Leider wurde dabei eine der Musterblockfahnen zerrissen und machte sich daraufhin selbstständig. Die Choreo verlief also nicht ganz perfekt, typisch und passend für Aachen, genau wie unser Klömpchensklub, den wir doch genau deshalb so lieben. Zufrieden kann man also insgesamt auf die Aktion zurück schauen, war es doch auch die erste Choreo dieser Dimension in Aachen.

Unsere Mannschaft zeigte sich am Anfang der Partie etwas ängstlich, was Gomez zur 26. Minute eiskalt ausnutze. Mit und mit kam unsere Mannschaft immer mehr ins Spiel und dank der Fehlentscheidung bei einem klaren Elfmeter und den handballartigen Reflexen vom Kraft im Tor konnte der Anschlusstreffer nicht erzielt werden. In der 75 Minute vollstreckte Müller einen Konter der Münchener eiskalt, wodurch die Situation nun aussichtslos schien. Nun rappelte es noch zwei weitere male im Aachener Netz, jedoch machte dies dem Großteil des Aachener Anhangs nichts aus, da man stolz auf die Jungs war, dass sie soweit gekommen sind und über weite Strecken so gut mitgehalten haben.

Stimmungsmäßig könnte man es heute als eher mau bezeichnen. Es freut natürlich, wenn die Tribüne immer wieder mal fast komplett mitzieht, aber warum nur bei solchen Spielen? Da sich diejenigen sonst eher weniger mit dem Support auseinandersetzen oder gar nicht erst anwesend sind, kennen sie wohl auch nur die üblichen Dauergesänge, welche immer und immer wieder aus der Masse kamen. Sehr abwechslungsreich. Insgesamt wurde zu sehr auf Masse gesetzt, obwohl diese dafür dann doch zu selten richtig mitzog. Am Ende wurde dann noch der BVB als Meister propagiert, da konnte man nur noch die Hände über den Kopf zusammen schlagen. Zum Glück kehrt am Samstag gegen die Kleeblätter wieder der gewohnte Ligaalltag zurück und die Rosinenpicker sieht man frühestens nächste Saison im Pokal wieder.

München, mit einigen ihrer Freunde aus Bochum und Jena im Gepäck, hatte einen ganz akzeptablen Auftritt, aber auch nichts Besonderes. Je höher die Führung, je wacher sind sie geworden, ebenfalls mit einem nicht sehr abwechslungsreichen und kreativen Liedgut. Optisch wehten einige Fahnen teils konstant in der Luft. Zur 2:0 Führung ist noch eine ganz nette Pyroaktion zu erwähnen, welche von den Aachener Ultragruppen mit einem "Pyrotechnik ist kein Verbrechen" beantwortet wurde.

Nachdem das Material zusammen gepackt war ging es noch in den Szenetreff, wo der Abend bei Kartoffelsalat und Bockwurst sein Ende fand. Nun heißt es am Samstag gegen die Fürther die 3 Punkte in Aachen zu behalten.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - Karlsruher SC 4:2 25.01.11

Das erste Heimspiel im Jahr 2011, gegen den Sportclub aus Karlsruhe, ließ viele an die desolate Leistung in Karlsruhe in der Hinrunde denken und auch das letzte Spiel gegen die Köpenicker trug nicht gerade zur Euphorie bei. Fest stand, dass es sich um ein wegweisendes Spiel handeln würde. Mit einem Sieg würde man die Aufstiegs- bzw. Relegationsplätze nicht aus den Augen verlieren, mit einer Niederlage würde man weiter im Niemandsland herumdümpeln. Für unsere Gruppe startete der Tag schon in aller Frühe mit der Öffnung des Szenetreffs drei Stunden vor Spielbeginn. Positiv ist zu erwähnen, dass sich dieser mittlerweile als Anlaufstelle für viele Schwarz-Gelbe, auch vor dem Spiel, etabliert hat.

Das Stadion war, wie gewohnt, relativ leer und von den offiziellen knapp 20.000 Zuschauern war weit und breit nichts zu sehen. Realistisch betrachtet kann man eher von etwa 15.000 Anwesenden sprechen. Ein großer Teil der Kombiticket-Inhaber hatte es wohl augenscheinlich vorgezogen dem Spiel fern zu bleiben. Sehr amüsant war die Unruhe unter den rosinenpickenden Eventfans, als es zur Jahreswende hieß, dass es Tickets für das "Spiel des Jahres" gegen Bayern München nur in Kombination mit Eintrittskarten für die Spiele gegen Fürth und Karlsruhe geben würde.

Zum Spielbeginn kam einiges an neuem Material in unserem Bereich zum Einsatz. Leider sieht die Südtribüne insgesamt noch ziemlich trist aus. So gibt es bis auf das Material im Bereich der Aachen Ultras und ein paar vereinzelten Fahnen nichts Weiteres auf der Süd zu erblicken. Schade, Aachen war damals doch für ein ansehnliches Fahnenmeer bekannt. Wünschenswert wäre es, wenn man in Zukunft wieder an diese alten Zeiten anknüpfen könnte.

Das Spiel gestaltete sich für unseren TSV weitestgehend zufriedenstellend. Stieber ließ den Anhang schon zur 5. Minute jubeln, indem er eine abgefälschte Flanke Volley unter die Latte knallte. Die Badener konnten zwar zur 19. Minute durch ein Tor von Staffeld ausgleichen, aber dies war nur von kurzer Dauer, da Auer in der 21. Minute per Kopf zum 2:1 einnickte. Durch einen gefühlvollen Heber von Arslan in der 26. Minute konnte man den Pausenstand auf 3:1 erhöhen. Der KSC kam zur 65. noch einmal ran, wurde jedoch nicht mehr weiter gefährlich. Der neuste Einkauf der Alemannia, Stürmer Radu, durfte sein Debüt im schwarz-gelben Dress mit einem Tor zum 4:2 in der 85. Minute feiern. Insgesamt ein souveräner Sieg der Schwarz-Gelben und eine ganz andere Leistung als im Spiel gegen Union.

Stimmungsmäßig war die erste Halbzeit ganz in Ordnung, der Support geht einem natürlich auch leichter über die Lippen, wenn es Spaß macht, das Spiel zu verfolgen. Phasenweise konnte eine gute Lautstärke auf der Süd erreicht werden und auch unser Haufen war ganz gut in Form. Die zweite Halbzeit sah da leider anders aus, die Freude am Singen schienen wohl einige am Bierstand vergessen zu haben und man verfiel in den „Ole“ Trott mit vielen Wiederholungen.

Dem KSC folgten 800 Anhänger in die Kaiserstadt, die so gut wie nie zu vernehmen waren. Hauptsächlich beschränkte sich der Support auf die Ultra Gruppen, es gelang kaum den ganzen Block mitzureißen. Interessant zu beobachten war, wie der frühe Rückstand und die deftige Niederlage mit fröhlichem Dauergeschwenke zelebriert wurden. Man orientiert sich in Karlsruhe anscheinend an der Devise "mit wehenden Fahnen untergehen".

Nach dem Spiel ging es für die Karlsbande zunächst wie gewohnt zum Szenetreff, bevor man am Abend zur IG Karnevalssitzung pilgerte, welche ebenfalls ein voller Erfolg war und den Tag perfekt abrundete.

Karlsbande Ultras

 
Neues im Karlsbande Shop 19.01.11

 
Union Berlin - Alemannia Aachen 2:1 17.01.11

Der erste Spieltag der Rückrunde begann für viele Gruppenmitglieder bereits am Donnerstag, da man aufgrund der miesen Terminierung erneut zum Krankenschein greifen oder einen Tag Urlaub spendieren musste. Frechheit! Schon in der Nacht waren die fleißigen Köche der Gruppe am Werk, um die Insassen des Karlsbande Busses für die weite Strecke in die Hauptstadt zu versorgen. Die Hinfahrt verbrachte man damit, den Klängen einiger im Urlaub gesichteter Après-Ski-Hits zu lauschen und interessante Geschichten aus der spielfreien Zeit zu erzählen. Dank dem Verkehr auf der A2 erreichte man Berlin erst eine halbe Stunde vor Anpfiff.

Im Block traf man auf ca. 200 angereiste Öcher. Wir positionierten uns mittig im Block, um mit dem angereisten Haufen ein geschlossenes Bild zu erzielen. Sehr schön, dass in Berlin noch einmal alles an Material erlaubt war, was mittlerweile doch schon fast eine Seltenheit ist. Somit konnte der Zaun und der Block mit reichlich Zaunfahnen geschmückt werden. Zum Einlaufen der Mannschaften gab es ein Intro mit größeren Schwenkern, wovon einige neue Fahnen heute ihre Premiere feierten. Dazu gab es noch ein paar Doppelhalter.

Union erwischte innerhalb der Partie den besseren Start. Abgesehen von ein oder zwei Chancen in der ersten Hälfte wurde man hier vorgeführt. Den Führungstreffer der Hauptstädter erzielte Thomik in der 21. Minute. Ab diesem Zeitpunkt gab sich unsere Mannschaft, vor allem unsere Abwehr, komplett auf. Lediglich in der Schlussphase konnte man nochmals vorstoßen. Hier zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt und Höger ballerte den Ball ins Netz. Leider erzielten die Berliner knapp 40. Minuten zuvor bereits das 2:0, sodass Höger nur verkürzen konnte. Insgesamt war es ein schlechter Auftritt der Mannschaft. Was hat die Mannschaft im Trainingslager gemacht? Hoffen wir, dass dies nur Startschwierigkeiten waren und die Mannschaft die kommenden beiden aufeinanderfolgenden Heimspiele zeigt, was in ihnen steckt.

Auf den Rängen konnte man mit dem kleinen Haufen leider keine Bäume ausreißen. Schade, dass überwiegend nur Ultras ihr Maul aufbekamen und der Rest des Blockes sich lediglich auf das Fußballgucken beschränkte. Berlin lockt halt immer auch viele Touristen an, die sonst nicht in den Gästeblöcken der Nation zu finden sind. Die Liedwahl dagegen wusste zu überzeugen. Zu erwähnen sei noch, dass unser heutiger Anstimmer das erste Mal das Zepter in die Hand nahm und alleine vor der supportwilligen Meute stand. Diesen Job hat er sehr gut gemeistert! Respekt und weiter so!

Auf der Heimseite sah man ein gewohnt ordentliches Bild. Gute Lieder mit einer ordentlichen Lautstärke konnte man immer wieder vernehmen, auch ein großer Teil der Heimkurve rund um die Ultraszene war viel in Bewegung. Auch optisch gefiel die Kurve, einige große Schwenker waren gut verteilt im Einsatz, dies aber auch nicht übertrieben, wie man es von anderen Ultragruppen mittlerweile gewohnt ist. Während des Spiels wurde noch ein Spruchband mit der Aufschrift "In der Jugend hatte ich Stress, heute wollen sie meine DNS! Wo hat der Staat seine Grenzen?" gezeigt. Damit wurde auf ein Schreiben aufmerksam gemacht, in dem ein Berliner Stadionverbotler zu einer Speichelprobe aufgefordert wurde, um einen genetischen Fingerabdruck zu erstellen. Wie weit soll der Wahnsinn noch gehen? Natürlich ist nicht jeder Ultra ein Unschuldslamm, aber man muss sich vor Augen halten, dass wir immer noch Fußballfans sind und man somit auf die Stufe von Vergewaltigern oder Kinderschändern gestellt wird, wofür solche Methoden normalerweise angewandt werden. Wobei die DNS einem bei Fußballfans weiter helfen soll, ist unerklärbar.

Auf der Rückfahrt feierte man noch den Geburtstag eines alten Bekannten und rollte noch vor fünf Uhr wieder in die Kaiserstadt ein. Viel Schlaf bekam man dann aber auch nicht mehr, da sich die Gruppe bereits wenige Stunden später wieder traf, um das Wochenende für einige Vorbereitungen der kommenden Wochen zu nutzen.

Karlsbande Ultras