.: Karlsbande Ultras :.
 
Alemannia Aachen - Eintracht Frankfurt 6:4 n.E. 26.12.10

Pokalspiele in der eigenen Stadt sind schon etwas ganz besonderes, wenn man bedenkt, was man in diesem Bereich des Profifußballs in den letzten Jahren erlebt hat. Leider hat sich seit der glorreichen Pokalsaison 2003/2004 einiges verändert, so spielte man das heutige Achtelfinale in einem neuen Stadion. Pünktlich zur Mittagsstunde sammelten sich die ersten Leute im Szenetreff, welcher sich rasch füllte. Unter den wachsamen Augen der heute reichlich vertretenen Staatsmacht durfte man den Tag "optimal" beginnen. Selbst die Videoüberwachung schien bestens zu funktionieren. Genervt machte man sich also auf dem Weg zum Stadion. Auf dem Weg schmetterte man noch den ein oder anderen Gassenhauer umher.

Im Stadion fanden sich heute 32.200 Zuschauer ein, ca. 4.500 aus Hessen. Zum Einlaufen der Mannschaften gab es seitens ACU eine kleine Choreo, welche durch zahlreiche Ballons, Wunderkerzen und Bierrosetten in der Kurve unterstützt wurde. Bei uns gab es einen Mix aus allen Elementen, von Doppelhaltern über kleine bis hin zu großen Schwenkern. Frankfurt lieferte eine Pyroshow der mittleren Klasse. Leider flogen hier einige Böller, schade! Die Teams starteten motiviert, wobei die Eintracht in der ersten Viertelstunde doch mit ihrer Klasse glänzte. In der 15. Minute kam es aber zu einem Wahnsinns Angriff unserer Helden, welcher vom Herrn Schwegler mit einem Festhalten des Gegners beendet wurde. Anschließend gab es für eben den die Arschkarte und oben drauf einen Elfer für unsere Alemannia. Allerdings konnte Höger diesen nicht verwandeln! Selbstbewusst spielte man ab diesem Zeitpunkt in Überzahl, was auf dem Feld für die eine oder andere Öcher Chance sorgte, insgesamt war das Spiel nun ausgeglichen. Der Support war heute von beiden Seiten mehr als akzeptabel. Allerdings fehlte auf Öcher Seite noch die nötige Konstanz. Zwischenzeitlich konnte immer wieder mal eine gute Lautstärke erreicht werden, oftmals sangen aber wieder nur die üblichen Verdächtigen, gerade auch im Bereich unserer Gruppe konnte leider nicht das Optimum erreicht werden.

In der zweiten Hälfte knüpfte man an die Spielweise der Ersten an. Zu diesem Zeitpunkt gab es kaum Gegenwehr der Frankfurter. Ab der 60. Minute belagerte die Alemannia den Frankfurter Strafraum, leider ohne das nötige Durchsetzungsvermögen. Nach 30 weiteren Minuten durften auch die Stadionverbotler, welche in der Innenstadt verweilten, ihre Jacken wieder auf den Kleiderbügel hängen. Bereits drei Minuten nach Anpfiff der Verlängerung, gelang es Höger den Ball einzulochen und die Öcher Kurve tobte. Was für ein wichtiges Tor und ein geiles Gefühl! Leider packte Frankfurt der Eifer und man spielte den Ball vermehrt über die Flügel nach außen, sodass Fenin sechs Minuten später den Ball zum Ausgleich über die Linie beförderte. Den Rest der Verlängerung spielte man den Ball hin und her, da man sich auf beiden Seiten wohl mit einem Elfmeterschießen angefreundet hatte.

Vor der Süd sollte das Spiel entschieden werden, zum Vorteil für die Alemannia und zur Freude der Fans. Der Frankfurter Meier tätigte den einzigen Fehlschuss im Elfmeterschießen. Als Auer den Ball zum letzten und entscheidenden Elfer auf den Punkt legte und dann den Ball ins Netz schoss, gab es auf den Rängen kein Halten mehr. Das Team wurde nach Abpfiff noch ausgiebig gefeiert. Danke Männer für diesen wichtigen Sieg! Nachdem sich auch die Teams verabschiedeten, bewegte sich unser Tross Richtung prall gefüllten Szenetreff, um die Auslosung zu verfolgen.

Mit dem FC Bayern München erwartet uns jetzt ein Gegner, der schon in den Jahren zuvor von kampfstarken Aachenern überraschend bezwungen wurde, so gab es die letzte Heimniederlage in einem Pflichtspiel gegen die Münchener im Jahr 1969. Hoffentlich kann man dies auch noch Ende Januar behaupten.

An dieser Stelle geht die Karlsbande und ganz Fußball Deutschland in die verdiente Winterpause. In der Liga, sowie auf den Öcher Rängen ist noch viel Luft nach Oben! Lasst uns gemeinsam in eine hoffentlich sportlich erfolgreiche Rückrunde starten! Wir sehen uns in Berlin...

Karlsbande Ultras

 
Neues im Karlsbande Shop 20.12.10

 
Arminia Bielefeld - Alemannia Aachen 1:3 20.12.10

Kling, Glöckchen, klingelingeling, kling, Glöckchen, kling!
Die Glocken klingelten auch bei den Fans der Alemannia, als man davon erfuhr, welches Schneetreiben einem die heutige Fahrt noch erschweren sollte. Schon in der letzten Saison verpassten einige Anhänger der Alemannia ein Spiel wegen den Witterungsverhältnissen. Diesmal wurden alle Busse Richtung Bielefeld abgesagt. Infolgedessen machte sich ein eher kleiner Zugfahrerhaufen von ca. 70 Leuten auf den Weg nach Ostwestfalen. Der Rest versuchte sein Glück durch die Vollsperrungen der Autobahnen zu gelangen oder die umgefallenen LKWs wieder aufzurichten. Bei den Zugfahrern war es leider ein ähnliches Bild. Zuerst flog dem Herrn Lokführer wohl ein "großes Tier" vor die Scheibe, was für reichlich Verspätung sorgte. In Bochum zeigte die Zugtüre große Mängel auf, sodass die Fahrt hier erstmal beendet war. Die Jungs vom VFL hatten wohl ebenfalls ein Auswärtsspiel und bepöbelten uns nach einigen Überlegungen als "BVB - Hurensöhne". Kracher! Nachdem man dann einige Minuten zwischen zwei Gruppen von Affen verweilte (Die einen blau, die anderen grün gekleidet), enterte man den vom Bahnpraktikanten reparierten Zug und setzte die Reise in Richtung Hamm fort. Ab Hamm durfte man glücklicherweise den ICE nutzen, was dafür sorgte, dass man es noch zur ersten Halbzeit schaffen sollte. In einem angemessenen Tempo ging es dann auch in Richtung Stadion.

Leider verpasste man den Führungstreffer unserer Alemannia. Schnell positionierte man sich im Block und beflaggte den Zaun, leider etwas dürftig. Von unseren Autofahrern schaffte es leider nur eine kleine Abordnung in den Block, der Rest durfte bereits nach 100km die Autobahn verlassen. Die zu spät ankommenden Aachener mussten erst einmal auf das Heftigste mit den Bielefeder Ordnern diskutieren, da man sie nicht mehr in das Stadion lassen wollte. Der Verkauf der Karten sei abgeschlossen, jetzt hätte man wohl Pech, da man doch pünktlich zum Spiel kommen sollte. Bei diesem Wetter konnte wohl keiner ahnen, dass es Nachzügler gibt. Nach reichlich Protest kamen dann doch die Verantwortlichen und alle durften ins Stadioninnere, um ihre Alemannia in der Alm zu unterstützen.

Die erste Halbzeit verflog dann auch schnell. Stimmungsmäßig konnte man ebenfalls noch zulegen. Zu Beginn der zweiten Hälfte dann das 1:1. Ab diesem Zeitpunkt glich das Spiel einem Grottenkick der Kreisklasse. Mieser Platz und zwei Mannschaften, die den Ball aus der eigenen Hälfte ballerten. Aachen hatte zwar einige Chancen, allerdings ohne Erfolg. Die letzten Minuten der Partie brachten allerdings die Wende und sorgten auch auf den Rängen für besseren Support. Arslan in der 86. Minute mit dem 2:1 und wenige Minuten später erzielte Auer das 3:1. Entsetzen auf Bielefelder Seite, wenn man bedenkt, wo der Verein einige Jahre zuvor noch spielte. Jetzt wird man sich bei den Gastgebern wohl ernsthafte Gedanken machen, um nicht auf dieselbe Art und Weise im Nichts zu versinken, wie einige andere Vereine des Landes. Aber der Öcher Pöbel wusste es schon immer besser! "Ostwestfalen Idioten..."

Die Öcher Stadionverbotler sorgten in der Zwischenzeit dafür, dass der ein oder andere Ordner der Arminia den Frust in flüssiger Form verdrängen durfte, auch wenn es einige für unangebracht hielten.

Von Bielefelder Seite waren außer ein paar „Bielefeld“ Schlachtrufe nichts zu vernehmen, obwohl die Platzwahl von der Lokal Crew und Boys Bielefeld unter dem Dach eigentlich für eine gute Akustik sorgen könnte. Außer ein paar vereinzelten Fahnen, die im Einsatz waren, konnte man keine Bewegung im Block beobachten, dies sind aber vermutlich auch Folgen der sportlichen Talfahrt des Vereins.

Die Rückfahrt in die schönste Stadt der Welt gestaltete sich noch als richtige Halli-Galli-Tour, sodass einige Zugfahrer noch in diversen Pinten die Zeit bis zum Sonnenaufgang verbrachten.

Karlsbande Ultras

 
Neues im Karlsbande Shop: Wintermütze 16.12.10

 
Alemannia Aachen - Fortuna Düsseldorf 0:0 16.12.10

Erneut sollte unsere Alemannia also an einem Freitag ran. Denkt man dabei an die nächsten Auswärtsspiele in Bielefeld, Cottbus oder Berlin, die ebenfalls an einem Freitag stattfinden werden, trübt dies schon die Laune. Zum heutigen Spiel öffnete man den Szenetreff schon zur frühen Mittagsstunde, da man rund um das Stadion noch für unsere Dom Aktion werben wollte, bzw. vor der Süd einen provisorischen Stand errichtete, an dem sich dann auch jeder Öcher mit dem passenden Shirt zu der oben genannten Aktion eindecken konnte. Auch im "Tivoli - Echo" wurde für die Aktion geworben. Wer noch kein Shirt ergattern konnte, hat selbstverständlich noch die Möglichkeit dies zu tun. Kostenpunkt 10€, wovon 5 Kröten direkt in die Domkasse fließen.

1 1/2 Stunden vorher begab man sich dann auf den Weg zum Stadion. Das heutige Polizeiaufgebot überraschte nicht, schließlich spielte man ja gegen den "Derbygegner" schlechthin. Zudem war es ziemlich früh dunkel und angeblich suchten die Zivis irgendjemanden mit einer schwarzen Jacke. Anschließend verabschiedete man noch die Stadionverbotler, welche sich auf den Weg in die Innenstadt machten.

Zum 110. Geburtstag unserer Alemannia gab es dann im Stadion noch einige Ansprachen der obersten Etage. Pünktlich zum Anpfiff betrat dann auch der letzte Arbeiter das Stadion. Zum Intro gab es einige nette Doppelhalter zu sehen. Die Jungs auf dem Rasen machten gleich zu Beginn richtig Druck. Des Öfteren durfte man einen Aachener vor dem Tor der Düsseldorfer gesehen haben. Leider fehlte der richtige Abschluss. Stimmungsmäßig machte die Süd den Eindruck, als ob diese schon dem Winterschlaf verfallen war. Oben unser Haufen am singen, unten ACU. Der Rest des Stadions still. Düsseldorf war das ein oder andere Mal zu hören, es war zwar nicht das Optimum und nicht so gut wie im Vorjahr, jedoch besser als die meisten Gäste. Vielleicht lag es auch an der miesen Akustik des Stadions.

In der zweiten Hälfte änderte sich nicht allzu viel. Zum Einlaufen wehten diesmal Schwenkfahnen in der eisernen Luft des neuen Tivolis. Allerdings gestaltete sich das Spiel viel aggressiver, wodurch auch auf den Rängen etwas mehr Lautstärke aufkam. Der Schiedsrichter zeigte heute erneut, dass es offensichtlich einige Defizite in seiner Ausbildung gab. Nach einem nicht gegebenen Handelfmeter pfiff dieses Arschloch noch nicht einmal nach einem Foul an Auer, was wohl jeder der 20.000 Zuschauer als falsch anerkannte. Die restlichen Minuten verflogen recht schnell.

Gegen Ende des Spiels entdeckte man noch fünf Jungs, welche sich wohl anscheinend in den falschen Block verirrt hatten. Nach einer Sprinteinlage in Richtung Gästeblock, sie wollten wohl nicht ihren Bus verpassen, wollte man die ganze Sache noch ausdiskutieren, ihnen fehlten aber leider die Argumente. Peinlich...

Das Spiel endete währenddessen 0:0. Anschließend sammelte man sich im Szenetreff, um das Wochenende bei hausgemachter Lauchcremesuppe, Glühwein und guter Musik einzuläuten. Später in der Nacht zogen einige Leute noch in eine Szene Kneipe. Fazit: Auf der Süd läuft momentan nicht viel. In der Winterpause muss man sich Gedanken machen, sonst sieht es für die Zukunft mies aus!

Auf nach Bielefeld!

Karlsbande Ultras

 
Die Aachener, der Teufel und das Dom-T-Shirt 08.12.10

Der Sage nach hat damals beim Bau des Doms der Teufel den Aachenern Gold geliehen. Als Gegenleistung dafür, wurde dem Beelzebub die erste Seele versprochen, die durch das Kirchentor geht. Schlau wie die Aachener nun mal so sind, ging aber kein Mensch als erstes durch das Tor, sondern ein Wolf wurde in den Dom gejagt. Mit solchen Aktionen verscherzt man es sich natürlich gehörig mit dem Teufel und daher steht er als weiterer Geldgeber nicht mehr zur Verfügung. Dumm nur, das der Dom zwar fertig gebaut ist, dies aber mittlerweile über 1200 Jahre her ist und er seitdem munter innen und außen vor sich hin bröckelt! Renovierung ist also angesagt, dies kostet Geld, der Teufel ist beleidigt und gibt nichts mehr, also müssen wir mit Spenden ran!

Deswegen wurde seitens der Arbeitsgruppe Choreo der IG eine Aktion überlegt, die dem Aachener Dom hilft. Es wurde ein T-Shirt designt, was zum einem den Zweck eines optischen "Leckerbissens" erfüllen und zum anderen schlichtweg Geld für die Sache bringen soll. Es ist eher schlicht gehalten und nicht direkt als T-Shirt einer Spendenaktion zu erkennen, sodass man mit dem Kauf des T-Shirts gekonnt seinen Kleiderschrank erweitert und eine gute Sache unterstützt, die uns alle angeht. Der Verkaufspreis für das T-Shirt beträgt 10 Euro, wobei 5 Euro als Spende für den Dom dienen und die restlichen 5 Euro die Produktionskosten decken. Es fließen also 100% des Gewinnes an die Stiftung. Die T-Shirts sind an verschiedenen Stellen am Stadion zu erhalten, wie zum Beispiel vor und nach den Heimspielen am Fanprojekt (alter Fanshop) oder am Fantreff.

Überzeugt euch auch mal wieder selbst von eurem schönen Dom und besucht ihn mal wieder! Geöffnet ist er täglich von 07.00 – 19.00 (April-Dezember) bzw. 07.00 – 18.00 Uhr (Januar –März). Also auf geht’s zum T-Shirt-Kauf, damit eines der Wahrzeichen unserer Stadt (und gleichzeitiges UNESCO-Weltkulturdenkmal) erhalten bleibt!

 
Auswärts: Bielefeld 06.12.10

 
Rot Weiß Oberhausen - Alemannia Aachen 1:2 06.12.10

An diesem Freitag Abend sollte es in den Pott gehen, um sich ein Bild von den Affen im Zoo zu machen. Man entschied sich mit der altbewährten Bimmelbahn anzureisen und so traf sich ein Haufen von ca. 150 Leuten am Hbf in Aachen, um die kurze Reise gemeinsam anzutreten. Auch wenn die Entfernung zwischen Aachen und Oberhausen doch sehr gering ist, ist es für die arbeitende Bevölkerung kaum möglich pünktlich zum Anstoß dort zu sein oder überhaupt das Spiel zu sehen. Um so "schöner" ist es, wenn man am Tag noch erfährt, dass die kommenden Spiele in Cottbus und Berlin, welche gleichzeitig auch die weitesten Fahrten für den Aachener Anhang darstellen, jeweils auf einen Freitag terminiert wurden, bzw. die ersten drei Heimspiele der Rückrunde auf einen Samstag zu einer sehr unfreundlichen Anstoßzeit von 13 Uhr gelegt wurden. Es ist in der heutigen Zeit doch keine Seltenheit, dass die Arbeitswoche aus 6 Tagen besteht. Fussball lebt durch seine Fans! Dies sollten auch langsam mal die Leute begreifen, die diese unfreundlichen Anstoßzeiten terminieren! Die Zugfahrt verlief recht entspannt und die Polizei hielt sich zurück. In Oberhausen trat sie jedoch wieder in Erscheinung und ein jeder musste sich einer Extra-Kontrolle unterziehen. In Oberhausen war natürlich alles an Material verboten, jedoch fanden einige Fahnen den Weg in den Block und wanderten am Ende an den Zaun, wo diese auch hingehören und nicht, wie der Sicherheitsdienst es verlangte, auf die Tatternbahn! Zum Intro gab es einiges an Pyro zu bestaunen. Das Meiste war sogar aus der Hand gezündet! Leider lag am Ende eine Fackel auf der Laufbahn. Hierzu muss jedoch gesagt werden, dass diese beim Besteigen des Zauns auf die Laufbahn gefallen ist und nicht geworfen wurde.

An dieser Stelle wollen auch wir nun klar Stellung zum Thema Pyrotechnik beziehen. Wir, die Karlsbande, sprechen uns für ein kontrolliertes Abbrennen von Pyro aus! Für uns gehört Pyro ins Stadion um Emotionen auszuleben! Wir sagen aber auch, dass Pyro nicht gleich Pyro ist! So lehnen wir Boller, Clips, Leuchtspuren und selbstgebaute Knallkörper ab! Diese Sachen sind einfach nur schwachsinnig und absolut gefährlich! Pyro gehört in den Block und am besten in die Hand und nicht auf die Laufbahn oder das Spielfeld! Weiterhin kann es nicht sein, dass Pyro hierzulande verboten ist und in Nachbarländern Pyro zum normalen Spieltag gehört! Die Presse hierzulande spricht direkt von Randalen und Ausschreitungen, wenn Pyro im Stadion gezündet wird. Dabei war der ein oder andere Verein in den vergangenen Jahrzehnten sogar bekannt für eine tolle Atmosphäre, inkl. Pyro! Bei internationalen Spielen spricht man hierzulande auch von südländischer Atmosphäre und die TV Werbespots bekannter Großhandel werben sogar mit dieser Kultur!

PYROTECHNIK IST KEIN VERBRECHEN, PRYROTECHNIK IST LEIDENSCHAFT!!!

Der Support war in der ersten Hälfte recht ordentlich und die Platzwahl unter dem Dach förderte die Stimmung. Bei dem ein oder anderen Lied klappte es auch alle anwesenden Öcher mit einzubeziehen. Kurz vor der Pause wurde auch die Überlegenheit auf dem Platz belohnt und Arslan traf zum 0:1 per Vorlage von Achenbach. Zur zweiten Hälfte ließ die Stimmung etwas nach, jedoch war sie noch immer akzeptabel. Zur 51.Minute zappelte der Ball erneut im Netz der Heimmannschaft. Stehle hatte per Kopf zum ersten Tor dieser Saison, nach einer Ecke, getroffen. Oberhausen kam zur 56.Minute noch einmal ran. Durch den Anschlusstreffer wurde es kurzzeitig noch spannend, jedoch bis zum Ende der Spielzeit nicht mehr gefährlich. So konnte man nach 4 sieglosen Spielen den ersten Dreier verbuchen. Die Rückfahrt nach Aachen gestaltete sich ereignislos. In Aachen verschlug es noch einige Gestalten in die Innenstadt um den Sieg gebührend zu feiern. Oberhausen war stimmungsmäßig ziemlich schlecht und nicht zu vernehmen. Wie an einem Lappen zu erahnen, fristen die armen Fackeln nun schon 10 Jahre ihr armseliges Dasein.

Oberhausen ist und bleibt Scheiße!

AUSWÄRTSSIEG!

 
ATSV - FC Augsburg 1:3 30.11.10

Bereits in aller Frühe traf man sich zum ersten Samstagsspiel dieser Saison im Fanprojekt, um gemeinsam in den Tag zu starten, aber irgendwie sollte im heutigen Tag der Wurm stecken. Ob es an der frühen Terminierung am Samstag lag, oder ob die Leute lieber zu Hause im warmen Bett geblieben sind, weiß wohl keiner, aber an diesem kalten Tag ließen sich insgesamt eher weniger Leute blicken. Vor und nach dem Spiel gab es am Szenetreff und am Stadion die neuen Dom T-Shirts zu kaufen. Der Gewinn dieser T-Shirts fließt zu 100% in den Aachener Dom. Dort fehlt noch einiges an Geld, um die Sanierung zu bezahlen. Da der Dom als Wahrzeichen von Aachen steht, entschloss sich unsere Gruppe, diesen zu unterstützen und das T-Shirt zugunsten des Domes zu produzieren.

Zu Beginn gab es seitens Commando Aachen eine Choreo zum 5-jährigen Bestehen. „Freundschaft und Zusammenhalt – Commando wird 5 Jahre alt“ gab es auf 2 Spruchbändern zu lesen. Dazu ein großer Doppelhalter und einige schwarz-gelbe Luftballons. Den Rest des Tages vergisst man am besten schnell wieder. Im Spiel unterlag man vor ca. 14.000 Zuschauern mit einem 1:3, wobei man zwischenzeitlich nach 0:2 Rückstand noch einmal angriff und sich mit einem Tor etwas Hoffnung erarbeitete, doch leider fehlte der Mannschaft die Entschlossenheit nach vorne, der unbedingte Siegeswille. So konnte die junge Truppe um Hyballa aus den letzten 4 Partien lediglich 1 Punkt holen. Es wird Zeit in die Hände zu spucken.

Die Stimmung war richtig schlecht und einseitig. Wenn es sportlich nicht läuft, schlägt sich dies natürlich auch auf den Rängen nieder. Dennoch darf man sich bei einem Tor Rückstand, 10 Minuten vor Schluss. doch nicht selber aufgeben! Da muss die Mannschaft wach gerüttelt und nach vorne gepeitscht werden. Im Stadion hieß man zudem ca. 40 Kerkrader willkommen, welche uns beim Spiel unterstützten. Vielen Dank dafür!

Die Augsburger reisten mit erwartet wenigen Anhängern in die Kaiserstadt, man konnte sie aber zwischenzeitlich sogar hören. Einige Schwenker waren im Ultrahaufen in Bewegung.

Karlsbande Ultras

 
Wismut Aue - ATSV 2:1 26.11.10

Was verbindet man eigentlich mit Aue? Eine weite Fahrt, eines der wenigen alten Stadien im Profifußball und spontan fällt noch der Nudeltopf ein! Um 2 Uhr ging es also mit einem vollbesetzter KBU Doppeldecker und einem weiteren kleinen Szene Bus, den man extra organisierte, in den tiefen Osten. Die Hinfahrt verging wie im Schlafe und so schlug man schon zur frühen Stunde im 17.000 Seelendörfchen auf. Die Zeit bis zum Anstoß vertrieb man sich beim Billard spielen und kickern in einer örtlichen Kneipe. Die Einlasskontrollen waren dieses Jahr etwas humaner, wurde doch diesmal auf Leibesvisitationen verzichtet. Nur die Fahnen wurden mehrmals kontrolliert, sowohl von der Polizei als auch von den Anabolika Glatzen. Zum Stadion muss man ganz klar sagen, dass dieses für den Support nicht besonders geeignet ist, jedoch einen besonderen Scharm durch sein rustikales äußeres versprüht und der ein oder andere Toilettengänger mit dem Gedanken spielt, doch eher das Waschbecken vorzuziehen. Weiterhin muss man auch die Eintrittspreise berücksichtigen, gibt es die ermäßigte Karte schon für 6€ zu erwerben. Zum Vergleich: Bei uns kosten die Karten 12,5€ ermäßigt. Der Gästeblock war auch recht schick geschmückt mit zahlreichen Zaunfahnen und wurde nett mit der Alemannia Aachen Fahne der Aachen Ultras vor dem Zaun abgerundet. Man positionierte sich mittig im Block und bildete so einen Stimmungskern von ca. 120 Leuten unter den 250 mitgereisten Öchern. Zum Intro gab es von den Ultra Gruppen zahlreiche Fahnen die mit ein paar Doppelhaltern abgerundet wurden, dies sah doch sehr nett aus. Zur 26. Minute stand es schon 1:0 für den Gastgeber und unsere Hintermannschaft schwankte gewaltig. Mit Mühe und Not konnte man sich in die Pause retten, jedoch bot unsere Mannschaft zur zweiten Hälfte kein besseres Bild und fing sich das 2:0 in der 61. Minute. Durch einen Elfmeter kam man zur 68. Minute noch einmal ran, jedoch brachte man Aue nicht weiter in Gefahr. Den Support kann man in die Kategorie "okay" einordnen. Es wurden sicherlich keine Bäume raus gerissen, aber ist bei den örtlichen Gegebenheiten im Erzgebirge bei solch einem Bescheidenen Spiel auch nicht viel mehr drin. Beim Heimanhang war nur ein kleiner Stimmungskern rund um die Ultra Gruppen zu erkennen und das war es dann auch schon! Die Rückfahrt zog sich etwas in die Länge, so erreichte man kurz vor Mitternacht erst unsere verregnete aber trotzdem geliebte Kaiserstadt!

Festzuhalten bleibt:

  • Scheiß Spiel
  • Unserer Mannschaft schwankt gewaltig bei Standards und ist dabei selber total ungefährlich
  • Der Nudeltopf war besser als beim letzten Mal
  • Abhaken und gegen Augsburg wieder voll aufdrehen

Ein Dank gilt den Ultras Aue die unseren SV´lern ermöglichten mit ihnen zusammen das Spiel zu gucken. Saubere Aktion!

Bereits einen Tag vorher traf sich unsere Gruppe zum Essen. Ein ereignisreiches Wochenende liegt also hinter uns.
Hier die Bilder vom Samstagsschmaus:

 

 

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: Oberhausen 16.11.10

 
ATSV - MSV Duisburg 2:2 16.11.10

Mit dem MSV Duisburg war mal wieder ein interessanter Gegner zu Gast in Aachen, wo man auch einen ordentlichen Auswärtsfahrermob erwartete, da der Termin an einem Sonntag sehr gut war und die Entfernung zu Duisburg nicht allzu groß ist. Dennoch verirrten sich leider nur knapp 19.000 Zuschauer in die heimische Spielstätte und dies trotz der guten Leistungen in jüngster Vergangenheit, klammert man mal das letzte Spiel in München aus, bei dem man sich nach langer Zeit noch einmal geschlagen geben musste. So stellt sich die Frage, wie man wohl den kalkulierten Schnitt von 20.000 Zuschauern erreichen will.

Für die Karlsbande begann der Tag erneut in aller Frühe. Anstatt die allwöchentliche Sonntagsmesse zu besuchen, pilgerten wir wieder zu unserem Tempel Tivoli, bzw. zum angrenzenden Szenetreff im Fanprojekt, um den Tag gebührend einzuläuten und sich auf das Spiel einzustimmen. Die letzten Vorbereitungen für den heutigen Tag wurden getroffen. So wurde das Essen für nach dem Spiel vorbereitet und einige Plakate im Stadionumlauf aufgehangen. Nachdem alle Arbeiten vollzogen waren und die Gruppe komplett war, marschierte man geschlossen gen Stadion und nahm seinen gewohnten Platz ein.

Zu Beginn der ersten Halbzeit gab es erneut ein reines Schwenkfahnen Intro, diesmal nur aus kleinen und mittleren Schwenkern bestehend. Im zweiten Durchgang wurden die Doppelhalter ausgepackt, welche optisch noch durch den Einsatz weniger mittlerer Schwenker unterstützt wurden. Die Stimmung auf der Süd war vergleichweise etwas besser als bei den letzten Spielen der Schwarz-Gelben, so war auch wieder mehr vom geforderten Spielbezug beim Support vorhanden. Die Mitmachquote im Bereich um die Karlsbande war durchaus akzeptabel, wobei die Lautstärke dennoch ausbaufähig ist. Der Rest der Süd ist, wie gewohnt, eher ruhig veranlagt.

Das Spiel war dann ein Auf und Ab der Gefühle. Gerade Halbzeit zwei ging an die Nerven der Stadionbesucher. Höger schoss unsere Alemannia in der 64. Minute in Führung, doch viel Zeit zum Jubeln blieb nicht, denn in der 67. Minute zeigte der Schiedsrichter Brych auf den Elfmeterpunkt im Strafraum unserer Kicker, warum auch immer. Ob er ein anderes Spiel als wir sah? Der ehemalige Alemanne Sukalo verwandelte für die Zebras zum 1:1. Nun kam alles Schlag auf Schlag. Brych zückte die rote Karte gegen den Duisburger Soares, fairerweise muss man auch hier nach dem Grund fragen, ein schwarzer Tag für den Unparteiischen. Zur gleichen Zeit gab es einige Tumulte im angrenzenden Sitzplatzbereich, wo sich einige Duisburger zu erkennen gaben, welche dann zügigst des Blockes verwiesen wurden. Die Emotionen kochten hoch zu der Zeit, das Spiel war mitreißend. Wieder nur wenige Minuten später konterten die Blau-Weißen und drehten das Spiel in nur vier Minuten. Sollte es das gewesen sein? Unsere Mannschaft gab sich aber nicht auf und schaffte 4 Minuten vor Schluss durch Auer noch einmal den Ausgleich. Nun wurde auch noch einmal die Tribüne wach und peitschte die Mannschaft lautstark nach vorne, um evtl. doch noch die 3 Punkte in Aachen zu behalten. Warum eigentlich nicht immer so? Dies blieb uns aber leider verwehrt und die beiden Westmannschaften gingen letztlich mit einem 2:2 Remis zurück in die Kabinen.

Nach dem Spiel beehrten uns die in grün Uniformierten mit einem Besuch IM Block. Hätten wir euch erwartet, hätten wir Kuchen gemacht. Mal im Ernst. WAS SOLL DAS? Was hat die Polizei bitteschön im Stadion, noch schlimmer im Block zu suchen? Es funktioniert doch immer alles wunderbar ohne Polizei und es ist nie etwas passiert, gab es nicht auch klare Regelungen? "Reine Vorsichtsmaßnahme", so ein Beamter. Dies ist bestimmt keine Maßnahme, die das Miteinander fördert. Schlimm genug, dass ihr immer vor dem Stadion rumtanzt, seid ihr doch auch mittlerweile schon Stammgäste bei uns am Szenetreff, vermisst ihr uns so sehr? Ihr habt doch genug Fotos und Videos, die ihr euch in einsamen Stunden ansehen könnt. Kein Verständnis! Aber vielen Dank für den netten Begleitservice, alleine hätten wir den Weg wohl nie gefunden.

Die ca. 1.500 mitgereisten Duisburger füllten den Stehplatzbereich gut aus und konnten phasenweise überzeugen. Besonders nach dem 2:1 Führungstreffer erreichten sie eine gute Lautstärke und der Block war ordentlich in Bewegung. Es gab ein Spruchband mit der Aufschrift "St. Pauli Modell?" und die Aufforderung, alles an Material zu erlauben. So gab es bereits beim Einlass einige Probleme, da der Duisburger Anhang keine Materialen erlaubt bekam und ihr Material vor den Toren bleiben musste. Natürlich ist dies ärgerlich, lebt eine Kurve doch auch von schönem Tifo Material, welches immer gerne gesehen ist. Im Normalfall ist in Aachen glücklicherweise alles an legalem Material erlaubt, so dass jede Gruppe ihre Fankultur nahezu frei ausleben kann. Da vor 2 Jahren aber einige Bengalen im Duisburger Block gezündet wurden, sind sie nun Opfer des umstrittenen Modells geworden.

Für uns endete der Sonntag dort, wo er auch begann, bei einem geselligen Miteinander im Szenetreff. Das schlechte Wetter tat der guten Stimmung dabei keinen Abbruch. Unsere Grillmeister stopften die hungrigen Mäuler mit frischen Hamburgern und man feierte bis in die Abendstunden, bevor man sich wieder auf den Weg nach Hause machte und sich in den Wochenalltag verabschiedete.

Nächstes Wochenende heißt es dann wieder Vollgas für das Alemanniaherz: Am Samstag alle zu den Amateuren, Rot-Weiß Essen willkommen heißen, und danach auf nach Aue ins Erzgebirgsstadion!

Karlsbande Ultras

 
TSV 1860 München - ATSV 2:1 11.11.10

Nach dem glücklichen Heimsieg gegen Osnabrück ging es diesen Sonntag in den Freistaat. Ungewöhnlich früh rollte der vollbesetzte Doppeldecker gegen 0:30 Uhr Richtung München los. Wurde die ersten Stunden noch in gewohnter Manier ordentlich gefeiert, verlief die Busfahrt später wesentlich ruhiger. Unentdeckt von den Bullen schlug man gegen 9 Uhr morgens in der Münchener Innenstadt auf. Ohne weitere Behelligungen von Polizei oder Eingeborenen marschierte man gen Augustiner, um sich dort ein wenig aufs Spiel einzustimmen. Nachdem hier einige Lieder geschmettert wurden und das ein oder andere Maß geleert worden ist, ging es mit der S-Bahn Richtung Stadion. Dort angekommen verabschiedete man sich von den SV’lern, bevor es aufgrund von falschen Richtungsangaben der Bullen zu einiger Verwirrung kam. Peinlich dass die Polizei vergessen hat, dass die Löwen spielten und nicht die Bayern, wollte man uns doch tatsächlich in die falsche Kurve leiten, lustig wäre es doch geworden. Die Einlasskontrollen verliefen ebenfalls unprofessionell chaotisch, es wusste anscheinend keiner so richtig, was zu tun ist. Nach mehrmaligen hin und her schicken zwischen verschiedenen Eingängen und mehrmaligen Kontrollieren bekam man letztlich doch alles rein, komischerweise an dem Eingang, an dem man als Erstes weg geschickt wurde. Lediglich ein paar cm Enden der Doppelhalterstangen fielen der Säge zu Opfer, lächerlich.

So betrat man schlussendlich erst kurz vor Anpfiff den Block, wo es ein nettes Doppelhalter Intro von unserer Seite gab. Im Hinblick auf den Support war bei uns an diesem Tag von Anfang an der Wurm drin. Trotz der frühen 1:0 Führung unseres Team sprang der Funken nicht ansatzweise auf den Block über. Auch unsere Leute hatten wohl einen ihrer schlechteren Tage erwischt und die Durchschlagskraft fehlte, genau wie der nötige Spielbezug beim Support. So gelang es nicht, die übrigen 300 anwesenden Aachener mitzureißen.

Das Spiel unserer Mannschaft war nach vorne in Ordnung, hinten zeigt man sich aber zu anfällig. Insgesamt kann dennoch von einer unglücklichen 2:1 Niederlage gesprochen werden. Da war mehr drin. Und deshalb muss nächste Woche gewonnen werden.

Zur Münchener Szene gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Lediglich ein paar Spruchbänder („Raus aus der Arena“, Polizeiproblematik) und ein Standard Intro fielen auf. Die Stimmung eher weniger bis gar nicht, ab und an war lediglich der Ultrahaufen in Bewegung und konnte vernommen werden.

Während der Großteil der Gruppe vor dem Stadion wartete erfuhr man, dass eine Gruppe Nachzügler noch ihren Spaß vor dem Stadion mit einigen Münchener Ultras hatte. Auch unsere SVler hatten Ärger und konnten zum Teil wegen Polizeigewahrsam erst später in der Nacht die Rückreise nach Aachen antreten. Im Bus wurde zunächst der vergangene Spieltag reflektiert, bevor es eine Tombola zu Gunsten der SV’ler gab. Abgerundet wurde die Rückfahrt noch durch eine zweistündige Dokumentation über das menschliche Fortpflanzungsverhalten. Gegen Mitternacht war man dann endlich wieder in der geliebten Kaiserstadt. München ist und bleibt Scheiße!

Frei statt Bayern!

Karlsbande Ultras

 
ATSV - VFL Osnabrück 2:1 05.11.10

Was für eine Woche...
Zum Heimspiel gegen den VFL Osnabrück traf sich der ganze Haufen, wie zuvor im Szenetreff. Dort wurde noch einmal über den Wahnsinnskick am Mittwoch, bzw. das darauf folgende Spektakel geredet. Geile Sache, dass mitten in der Woche so viele Leute im Szenetreff erscheinen! Eine Stunde vor Anpfiff der Sonntagspartie wanderte man dann in Richtung Stadion.

Die Sonnenstrahlen und die Spielweise unserer Mannschaft ließen dann auch ein paar mehr Zuschauer im Stadion auflaufen. Zum Einlaufen der Mannschaften gab es ein Fahnenmeer im Bereich der Karlsbande, große wie kleine Schwenker kamen zum Einsatz, darunter auch wieder einige neue Fahnen. Im Anschluss wurde von unserer Seite ein Spruchband mit einem Genesungswunsch an ein Szenemitglied, welches ernsthafter erkrankt war, gezeigt. An dieser Stelle noch mal gute Besserung. Wir stehen immer hinter dir! Unten gab es zum Einlaufen seitens ACU ein schön anzusehendes Spruchband: "Alemannia macht wieder Spaß!"

Das Spiel startete rasant. Vor allem in der Anfangsphase sehr schneller Ballfluss. Dadurch ergab sich für beide Mannschaften innerhalb der ersten 10 Minuten die ein oder andere Chance. In der 14. Minute Flanke Stieber nach einem Top-Pass von Feisthammel, den Ball in Richtung Tor der Gäste und Auer war wieder mal am richtigen Ort. Die Stimmung zu diesem Zeitpunkt war okay, dies lag allerdings am Führungstreffer. Nach dem Tor kam nicht wirklich viel von der Süd. Schade!

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es dann eine Doppelhalterparade im oberen Sektor von S3 zu bestaunen. Ansonsten dasselbe Bild auf der Süd. Hier herrschte eine Art Ruhepotential! Osnabrück war zu diesem Zeitpunkt sportlich, sowie fantechnisch am Drücker. In der 58. Minute knallte Lindemann dann einen Freistoß in Richtung Aachener Tor, der leider von keinem Abwehrspieler abgefangen werden konnte. Zu der schlechten Stimmung kam jetzt noch der Ausgleichstreffer! Der Rest der Partie verlief dann nach dem oben genannten Muster. Alemannia müde, Osna wach, doch ohne die nötige Konsequenz.

So endeten 90 Minuten Spielzeit. Viele Öcher freuten sich so über den Punkt, dass sie während der eingeläuteten Nachspielzeit ihren Platz verließen. Allerdings schaffte es der kleine blonde Schwabe, Tobias Feisthammel, einen Ball am langen Pfosten der Gäste abzufangen und diesen traumhaft einzulochen! Top! Nach dem Siegtreffer rastete die Kurve dann aus! Schade, dass dieser Zustand nicht über 90 Minuten herrschen konnte! Trotz eines guten Spiels und zwischenzeitlicher Führung konnte man die Tribüne nur schwer mitreißen, obwohl die Mitmachquote in unseren Reihen eher positiv zu bewerten war.

Der lila-weiße Anhang legte insgesamt einen ansehnlichen Auftritt hin, da man sie trotz Niederlage immer wieder vernehmen konnte. Zu Beginn präsentierten sie eine schöne Choreo mit vielen dicht verteilten, gebastelten Balkenschals und am Zaun ein Spruchband "Nur für diesen Verein - VFL".

Nach dem Spiel wanderte man erneut ins Fanprojekt. Bei Gulaschsuppe und Bier wurde noch schön gefeiert und zusammen die Auslosung des DFB Pokals verfolgt. So neigte sich ein sonniger Sonntag dem Ende zu.

Nun geht es ab in den USK Staat. Hoffentlich meldet man sich dann erneut mit 3 Punkten.

Karlsbande Ultras

 
Pokal 2. Runde: ATSV - FSV Mainz 05 2:1 05.11.10

War dieses Spiel doch nicht wie jedes andere, so dass man sich schon recht früh am Szenetreff einfand um über den bevorstehenden Kick zu spekulieren. Eine Stunde bevor der Ball rollen sollte ging es ins Stadion und man merkte, dass Stimmungstechnisch heute etwas drin sein könnte. Zum Intro gab es unserseits einen bunten Mix aus Doppelhaltern und Schwenkfahnen. Commando Aachen präsentierte ein Spruchband zur Motivation, welches an die erfolgreiche Pokalsaison 03/04 erinnerte. Zudem zierte unsere neue Stadionverbotsfahne das erste Mal im Block unsere Hauptfahne. Die Aussage „Gegen alle Stadionverbote“ ist selbstsprechend eindeutig. Ihr seid immer bei uns und erst recht im Stadion immer in unserem Herzen, gebt nicht auf Männer! Im Stadion fanden sich insgesamt an die 26.000 Zuschauer ein, diese durften zur 26. Minute jubeln, als Arslan den Ball links rüber zu Stieber spielt dieser auf Auer in der Mitte der nur noch den Fuß hinhalten musste. Danach gelang es phasenweise sogar mal nicht nur die Süd sondern das gesamte Stadion mit zu reißen. So ging es mit einer 1:0 Führung in die Katakomben. Zur 60 Minute traute man seinen Augen nicht, als Höger das Ding aus 22 Meter in den linken Winkel preschte. So wachte die Süd auch noch mal auf, die nach der Halbzeit wieder nachgelassen hatte. Leider waren einige Öcher sich schon dem Sieg so sicher, dass einige Gesänge gegen den Mainzer Anhang gingen und man zur 68. Minute noch mal auf den Boden der Tatsachen zurück geholt wurde, als Szalai per Kopf zum 2:1 traf. Hatte man sich etwa schon zu früh gefreut? Nein!!! Irgendwie schaffte man es das Spiel noch über die Runden zu bringen und hatte auch öfters die Chance zum 3:1. Einfach nur geil!!! Nach der grauenhaften Saison letzten Jahres macht es richtig Spaß der jungen Mannschaft beim Spielen zuzugucken! Nach dem Spiel ging es dann noch ins Fanprojekt, um den kurzen, aber fröhlichen Abend zu genießen und das Weiterkommen im Pokal zu begießen.

Wir auf den Rängen, Ihr auf dem Rasen.

ZUSAMMEN FÜR AACHEN!!!

 
VFL Bochum - ATSV 1:1 28.10.10

Für unsere Gruppe begann der Sonntagmorgen bereits sehr früh, hatte man sich schließlich dafür entschieden, mit dem Sonderzug nach Bochum anzureisen und in diesem den Getränkeverkauf zu übernehmen. Nach einer fröhlichen und unkomplizierten Hinfahrt in dem ausverkauften Sonderzug startete man dann den Marsch in Richtung Ruhrstadion, angeführt durch ein Marschbanner mit der Aufschrift „Szene Aachen“. So sang man sich ein, konnte aber leider nicht immer eine besonders gute Lautstärke erreichen. Auch die neuen gelben „Zusammen für Aachen“ T-Shirts brachten nicht nur beim Marsch, sondern auch im Stadion ein wenig mehr Farbe ins Bild.

Am Stadion angekommen gab es zunächst einmal wieder Probleme mit dem verrufenen Team Green aus Bochum und die erste Festnahme des Tages musste man hinnehmen. Im Anschluss wurde man äußerst peniblen Einlasskontrollen unterzogen. Eine Frechheit, dass man mehr als eine halbe Stunde diskutieren musste, um unsere Auswärtszaunfahne mit in den Block zu bringen. Angeblich sei im Bochumer Gästeblock lediglich eine Ultras-Zaunfahne erlaubt. Daher wurde uns der Zutritt mit der Fahne verboten, da bereits eine andere Fahne am Zaun hing. Die Spitze des Eisbergs waren wohl die Alternativen, die man uns anbot: Die Fahne abzugeben oder im Nachbarblock auszulegen. Nach heftigen Diskussionen und unter Einbezug unseres Fanbeauftragen und einiger mit angereisten Ordnern aus Aachen gelang es letztendlich doch, die Fahne am Zaun zu platzieren. Leider war die Zeit mittlerweile so weit fortgeschritten, dass der Anpfiff kurz bevor stand und der Gästeblock prall gefüllt war. Der Großteil der Gruppe platzierte sich rechts unten am Zaun, während andere Mitglieder aufgrund des Platzmangels im Bochumer Gästeblock verteilt standen. Da fragt man sich, ob die Bochumer einfach immer für mehr Leute Karten verkaufen als der Block eigentlich Platz bietet.

Diese Enge im Block sollte sich aber für die Aachener Fanszene als durchaus vorteilhaft herausstellen. Zum Einlauf der Mannschaften waren zahlreiche Schwenker im Einsatz, der Support glitt in der ersten Viertelstunde außerordentlich gut von den Lippen und es kam Stimmung auf, wie man sie sich bei jedem Auswärtsspiel wünscht. Leider wurde die Euphorie, die sich im Block ausbreitete, durch ein Gegentor erzielt durch Mahir Saglik stark gedämpft, jedoch nicht vollständig unterdrückt. Weiterhin versuchte der Block, die Alemannia nach vorne zu peitschen, die einen bereits sehr frühen verletzungsbedingten Ausfall von Kevin Kratz verkraften musste und üblerweise sowohl Thomas Stehle als auch Florian Müller ebenfalls in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden musste. Keine guten Vorraussetzungen für die 2. Halbzeit, aber unsere Alemannia spielte erstaunlich selbstbewusst auf und so gelang Benny Auer der verdiente Ausgleich. Danach wurde ausgelassen gefeiert, die Stimmung erreichte ihren Höhenpunkt und so sangen die 2000 mitgereisten Alemannen eine große Auswahl an Liedern in einer Lautstärke, die man in Aachen auswärts schon lange nicht mehr erreicht hat. Dabei war ein Großteil des Blocks auch oft in Bewegung. Toller Auftritt des gesamten Blocks! Warum nicht häufiger so? Darauf lässt sich doch aufbauen.

Die Mannschaft drehte auch nochmals richtig auf und so spielte sie einige Möglichkeiten zum Führungstreffer heraus, doch auch die Bochumer hatten die eine oder andere Chance, die zum Tor hätte führen können. So war die Punkteteilung gerechtfertigt.

Zur Stimmung auf den Bochumer Rängen lässt sich nicht viel sagen. Nur sehr, sehr selten konnte man Gesänge vernehmen, die Lautstärke ließ stark zu wünschen übrig. Optisch hatten die Ultras Bochum auch sehr wenig zu bieten, bis auf wenige Schwenker, die 90 Minuten im Einsatz waren.

Nach einer Verabschiedung der Mannschaft begab man sich dann raus aus dem Block. Hier wurde dann die zweite Person für diesen Tag in Gewahrsam genommen, aufgrund einiger läppischer Vorfälle vor dem Spiel. Nachdem man dort zunächst nichts mehr machen konnte, marschierte man Richtung Hauptbahnhof, wo man hin und wieder auf einige Gestalten aus Bochum traf, die meinten, uns begleiten zu müssten neben der Polizeikette.

Außerdem präsentierte man unseren beiden treuen Stadionverbotlern eine frisch gemalte Zaunfahne mit der Aufschrift "Gegen alle Stadionverbote". Haltet durch Jungs!
Erholt von dem Schock erreichte man dann auch den HBF. Der Einsatzleiter versicherte uns dann noch, dass die Person, welche sich noch immer in Gewahrsam befand den sofortigen Rücktritt zum Gleis antreten könne, sodass man schon Platz im Zug nahm. Doch kurz bevor der Zug losrollte noch keine Spur von unserem Kumpel. Nun entschied man sich die restlichen Minuten auf dem Bahngleis zu warten, was allerdings bei der Polizei nicht gut ankam. Als sich uns noch einige Personen anschließen wollten, verriegelte die Sturmtruppe "Viereck und Kreis" dann die Türen und kesselte alle draußen stehenden Öcher ein. Nun eilten auch die Hundeführer mit ihren Bestien hinzu und das Equipmentposig konnte starten. Der Sonderzug rollte währenddessen ohne uns los, dachte zumindest die Polizei. Fehlanzeige als zwei Meter später ein Insasse die Notbremse streifte, weil er anscheinend das Gefühl hatte, dass hier Menschenleben in Gefahr waren. Unter der Androhung von Laserstrahlen und Lichtschwertern schaffte man das Vieh nun zum nebenstehenden Gleis und packte es in eine Regionalbahn. Kommunikation und Deeskalationsverhalten werden anscheinend nicht mehr in der Klonschule gelehrt! Ganz mieser Auftritt von der Polizei. Was lernt ihr in eurer Berufsausbildung? Unnötige gewalttätige Eingriffe, keine Kompromissbereitschaft und insgesamt keine vernünftige Konversation möglich mit euch – ganz schwach! Traurig, welche Vorfälle den ansonst sehr gelungen Tag überschatteten.

Karlsbande Ultras

 
ATSV - FC Ingolstadt 2:1 20.10.10

Kalt, nass und dunkel. Genau so kann ich das Wochenende bis jetzt beschreiben. Die DFL ließ uns dann doch noch mal sonntags Zuhause spielen, sodass sich die Bande recht früh sammelte und den Tag mit einem Frühstück begann. Nach einigen echt amüsanten Geschichten der vergangenen Partynächte machte man sich auf den Weg zum Stadion. Ich wusste gar nicht, dass Ultras so gut tanzen können, dachte immer die können nur wedeln und hüpfen.

Den heutigen Gegner konnte man prima mit dem Wetter an diesem Wochenende vergleichen. Beschissen! Die restliche Zeit verbrachte man mit den üblichen Dingen. Einige neue Schwenkfahnen fanden übrigens auch den Weg ins Stadion.

5 Minuten nach dem Anpfiff legte unsere Alemannia den letzten Gang ein und Auer traf nach einer Traumannahme zum ersten Tor vor der 35 Minute in dieser Saison. Den Rest der ersten Hälfte spielte unser Team dann alleine, allerdings ohne die nötige Konsequenz vor dem Tor der Gäste.

68 Minuten nach dem grellen Anpfiff dann das 1:1 und unser Team spielte wieder einmal richtig schlecht. Von dem Druck der Anfangsphase nichts mehr zu spüren. In der Schlussphase dann noch mal ein kleiner Vorstoß und siehe da, Stieber mit dem 2:1 für die Alemannia. Abpfiff!

Stimmung? Ach ja! Auf der Süd sammelte sich heute, wie so oft ein Haufen aus Ultras und einigen anderen supportwilligen. Der Rest genoss glaube ich das "schöne" Wetter. Mieser Auftritt, mieses Spiel! Allerdings 3 Punkte, deshalb will ich mich mal nicht all zu sehr beklagen.

Nach dem Spiel dann ab ins Fanprojekt, denn es gab Hamburger. Weiterer Höhepunkt: Die Tivoli Flames 93 spendeten 200 Liter Freibier im Szenetreff für den Zusammenhalt der Aachener Fanszene. Danke noch mal an dieser Stelle für diese edle Tat! Feucht fröhlich endete also dieser Sonntag mal wieder mit ca. 200 Leuten im Szenetreff.

Nächsten Sonntag geht’s mit dem Sonderzug nach Bochum.

Auf, auf, Ihr Alemannen!

 
Rückblick: Demo zum Erhalt der Fankultur 16.10.10

Es war also noch mal Zeit ein Zeichen zu setzten. Den Bossen in der Leitung des deutschen Fussballs und dem Sicherheitsorgan mit der unkontrollierbaren Nahkampfausbildung in grün zu zeigen, dass wir, die Fans, uns nicht alles gefallen lassen was so mit uns getrieben wird und wir uns nicht Mundtod machen lassen. Darum ging es im Wesentlichen an diesem 9. Oktober.

Was kann man im Nachhinein jetzt dazu sagen?
Die Teilnehmerzahl alleine schon ist ein riesen Erfolg. Niemand hätte wohl damit gerechnet, dass sich geschätzte 5000-6000 Menschen aus fast allen Teilen Deutschlands zusammen finden und gemeinsam und vor allem friedlich demonstrieren.

Die Kreativabteilungen der Gruppen hatten wohl einen richtig guten Lauf, denn die Mischung aus Transparenten, Fahnen und Spruchbändern zeigten nicht nur deutlich was gefordert wird, sondern machten den Demozug auch optisch zu einem Leckerbissen.

So schob sich also die gewaltige Masse Fußballverrückter durch die Straßen Berlins und brachte lautstark zum Ausdruck, dass es reicht, dass wir endlich wieder Feuer in der Kurve haben wollen, und dass wir nicht jeden Pfennig zusammenkratzen wollen um unsere Mannschaft im Stadion sehen zu können, dass wir eben noch nicht alles hirnlose Konsumenten sind denen man vorsetzen kann was man will ohne das dabei ein scharfer Gegenwind entsteht.

Das Hauptthema der Karlsbande kritisierte die Anstoßzeiten und die Zerstückelung der Spieltage. Längst bestimmen Bosse der Fernsehanstalten die Spieltagsterminierungen und unmögliche Termine wie zuletzt das Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin an einem Montagabend müssen die Fans in Kauf nehmen.

Mit einer solchen Demo reißt man selbstverständlich keine Bäume aus und hat von heute auf morgen Erfolge zu verbuchen. Aber dieser Samstag in Berlin war ein Erfolg ohne wenn und aber!

Das Zeichen, das man sich vornahm zu setzen wurde lautstark und kreativ gesetzt!

Nun gilt es, auch nach der Demo aktiv weiter zu arbeiten und für unsere Fußballkultur zu kämpfen. Wer Fragen zu bestimmten Thematiken hat oder sich gerne aktiv einbringen will, kann uns nach den Spielen ansprechen oder auch eine E-Mail an info@karlsbande.de schicken.

 
Letzte Infos zur Fandemo in Berlin 07.10.10

Anreise

Treffpunkt ist wie gehabt am 8.10 um 21:30 Uhr am Aachener Hauptbahnhof (Vorplatz). Von dort aus geht es mit NRW und WET Ticket in Richtung Berlin. Am günstigsten reist man dabei in 5er Gruppen. Ihr erkennt uns an den gelben Demo T-Shirts. Treffpunkt in Berlin spätestens am 9.10 13 Uhr Spandauer Str. direkt vor dem Roten Rathaus. Wer noch kein Demo T-Shirt hat zieht nach Möglichkeit ein gelbes Oberteil an um als Aachener Szene/Block geschlossen aufzutreten.

Weitere Informationen zur Demo

Nach einem konstruktiven Gespräch mit den örtlichen Sicherheitsbehörden, wurde der Startort der Demo um wenige hundert Meter verlegt. Die Demo startet somit am Roten Rathaus/Spandauer Straße. Rund um den Demoort stehen zahlreiche Helfer bereit, die bei Unklarheiten gefragt werden können. An dieser Stelle wollen wir noch darauf hinweisen, dass ein Glasflaschenverbot herrscht.

Verhaltensregeln

"Getrennt bei den Farben - Vereint in der Sache"
Auch bei dieser Demo gilt das Motto. Rivalitäten sollen weder auf der Demo noch auf Hin- und Rückreise eine Rolle spielen. Wer sich nicht leiden kann, der geht sich aus dem Weg!
"Zurückhaltung auf An- und Abreise"
Dazu gehört nicht nur, dass es zu keinen Zusammenstößen zwischen den Gruppen, sondern auch, dass es nicht zu irgendwelchen sonstigen Vorfällen in Bahnen, Bahnhöfen oder auf Raststätten kommt. Malereien, Aufkleber, zerkratze Scheiben oder "Angeprolle" von sonstigen Reisenden sind absolut fehl am Platz!
"Keinen Bock auf Nazis"
Wir dulden weder Nazis noch Nazikleidung wie Thor Steinar o.ä. auf oder rund um die Demo. Wer das nicht akzeptiert kann zu Hause bleiben!
"Verzicht auf Pyro und Böller"
Böller sind ein "No Go" bei der Demo. Weiterhin bitten wir euch alle auf jegliche Art von Pyrotechnik zu verzichten. Es ist ein Thema, welches den meisten Gruppen sehr am Herzen liegt und auch ein unverzichtbarer Teil unserer Fankultur darstellt. Dieses Thema ist aber ebenso sensibel und daher wollen wir an dem Tag auf Pyrotechnik gänzlich verzichten.

Es liegt in unserer Hand, ob diese Demonstration ein Erfolg wird. Daher lasst uns gemeinsam alles dafür tun! Blödes Rumgeprolle, Machtdemonstrationen oder Alkoholleichen haben auf der Demo nichts zu suchen.

Quelle und weitere Informationen unter www.erhalt-der-fankultur.de

ALLE GEMEINSAM ZUM ERHALT DER FANKULTUR!

Karlsbande Ultras

 
Hertha BSC Berlin - ATSV 0:0 07.10.10

Einen Tag nach den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit ging es für die Bande in die ehemals getrennte Stadt. Um 9 Uhr morgens war es dann soweit und man brach auf mit dem Ziel Olympiastadion. Angereist wurde mit einem gut gefüllten "Szenebus". Nach einer recht Unterhaltsamen Fahrt traf man relativ früh in Stadionnähe ein, sodass man sich noch in eine Kneipe begab, um sich in Geselligkeit zu üben. Eine Stunde vor Kick-off betrat man nach peniblen, unnötig doppelten Einlasskontrollen das weite Rund. Immerhin ist in bei den Hauptstädtern alles an Material erlaubt, das weiß zu gefallen und wäre überall wünschenswert. Nach Erledigung der üblichen Mechanismen fand doch der ein oder andere noch die Zeit, das weitläufige Stadion zu betrachten.

20.15 Uhr Anstoß, es gilt eine annehmbare Leistung beim Klassenprimus abzurufen. Dies gelang unserer Alemannia. Man spielte schönen offensiven Fußball und war nicht so anfällig in der Abwehr, wie man es aus den letzten Spielen gewohnt war. Lediglich die Chancenverwertung ließ abermals zu wünschen übrig. In Halbzeit 2 musste man doch das ein oder andere Mal zittern, sodass die Punkteteilung gerechtfertigt war.

Zum Intro gab es auf Seiten der Alten Dame einen groß Angelegten Aufruf zur Fanrechte Demo. Dieser kam gut zur Geltung ebenso wie mehrere Spruchbänder, die im weiten Rund hingen und ebenfalls auf den Demo-Tag hin wiesen.

Von unserer Seite gab es nach dem Intro, welches wie gehabt aus Fanutensilien aller Coleur bestand, ein Spruchband, das auf die Spieltagsproblematik hinwies. Der Aachener Anhang, der trotz des ungünstigen Termins zahlreich erschienen ist war von beginn an bemüht. Man versuchte mit alt bekanntem Liedgut unsere Mannschaft nach vorne zu peitschen und schaffte es hier und da einen Großteil der schwarz-gelben Kurve zu animieren, sodass das ein oder andere Mal doch eine ansehnliche Lautstärke erreicht wurde. Ansonsten versuchte sich der übliche Haufen samt Dunstkreis am Support .Einzelne Schlachtgesänge wurden dann doch aus der Kurve raus angestimmt, gut, weiter so!

Die Hertha war über die gesamte Spieldauer des Öfteren zu vernehmen. So wie es das Spiel zuließ erhaschte man einen Blick auf die Ostkurve, die mit einer hohen Mitmach-Quote zu überzeugen wusste.

Leider konnte wir keine 3 Punkte aus Berlin entführen, jedoch wusste die Mannschaftsleistung zu gefallen und man verabschiedete sich zufrieden von unserem Team. Nachdem man seinen Kram einpackte ging es geschlossen zum Bus zurück. Die Rückfahrt verlief unspektakulärer als manch einer erwartet hat. Jedoch fand man wie immer im Kreise der Lieben sein Seelen-Heil. Um 6 Uhr in der Früh traf man dann relativ geschlaucht in Aachen ein. Für manche ging es ins Bett, für manche zur Arbeit und für wieder andere zur Schule.

Hier sei noch gesagt, dass die Terminierung mal wieder ein schlechter Scherz war. Führt euch vor Augen was für Strapazen ihr auf euch nehmen müsst um euren Team hinterher reisen zu können, sei es die Polizei, die manchmal überpräsent zu scheinen vermag oder mit gekonnt deeskalierenden Maßnahmen zu überzeugen weiß oder ein Montagsspiel in Berlin, das für viele per se nicht machbar ist, da man nicht immer von seinem Arbeitgebern Kulanz erwarten kann.

DESWEGEN KOMMT ALLE AM 9.10 ZUM ALEXANDERPLATZ NACH BERLIN.

STEHT EIN FÜR EURE RECHTE!

Karlsbande Ultras

 
ATSV - SC Paderborn 2:0 27.09.10

Bereits um 12 Uhr trafen sich die ersten Mitglieder unserer Gruppe, um den Szenetreff vorzubereiten, der erneut drei Stunden vor Spielbeginn öffnete. Trotz dieser fanunfreundlichen Anstoßzeit war unser Treffpunkt bereits vor dem Spiel mehr als ordentlich gefüllt. Gegen 17 Uhr bewegte man sich langsam in Richtung Stadion, um den Platz im oberen Bereich von S3 einzunehmen. Zum Intro gab es auf unserer Seite einen bunten Mix aus Luftballons, Doppelhalter und Schwenkfahnen. Danach folgte ein Spruchband "Paderborner? Hauen wir zum Frühstück weg!". Die erste Halbzeit plätscherte so vor sich hin und es sah alles nach einem langweiligen torlosen Remis aus. Auch die Stimmung war in dieser Phase nicht als optimal zu bezeichnen, wurden die Lieder doch nur von einem kleinen Teil der Tribüne mitgesungen. Zur zweiten Hälfte zeigte unsere Mannschaft ein ganz anderes Gesicht und auch auf der Tribüne wurde es noch beim Stand von 0-0 zunehmend lauter. Nach Dribbling von Arslan und Weiterleitung von Uludag, traf Stieber ins kurze Eck. Kollektives Durchdrehen war nun angesagt. In der 78. Minute traf dann Auer, der dieses Mal von Anfang an spielen durfte, zum 2:0. Entsprechend steigerte sich die Stimmung und sogar die recht stille Osttribüne beteiligte sich am Support. Nach dem Abpfiff feierte man die Mannschaft noch gebührend und packte das Material ein. Anschließend feierte man mit etwa 200 Personen bei Bier und Bratwurst im Szenetreff den Sieg bis in die frühen Morgenstunden.

Es besteht Hoffnung, dass sich die junge Mannschaft langsam gefestigt hat und hoffentlich in Berlin nachlegen kann. Einziges Manko bleibt die Chancenauswertung und die Ungefährlichkeit sämtlicher Standards, ausgenommen des Elfmeters.

Die Flaschen im Gästeblock trafen mit deutlicher Verspätung ein und waren dann während des gesamten Spiels so gut wie kaum zu vernehmen, jedoch war Bewegung im Gästeblock zu erkennen. Zur Stimmung bleibt festzuhalten, dass eine kollektive Beteiligung des gesamten Blockes zur Zeit leider nur in einer Drangphase der Mannschaft möglich ist!

Forza Aachen allez

 
FSV Frankfurt - ATSV 1:3 26.09.10

Auhur!!!
Englische Woche. Was kann es schöneres geben!?! Damit alle Sky-Abonennten das Kracherspiel auch verfolgen konnten, terminierte die DFL das Spiel auf Dienstag, 17:30 Uhr! Was könnte es Schöneres geben, als in der Schule blau zumachen oder kostbare Urlaubstage für diese fanunfreundliche Anstoßzeit zu opfern! Auch das ist einer der vielen Gründe, warum wir am 9.10 in Berlin demonstrieren und somit versuchen möglichst vielen Menschen die Augen zu öffnen. Da zu dieser Anstoßzeit ein eigener Bus ausgeschlossen war, fuhr man mit 7 Autos nach Frankfurt, um den Leuten, die doch mitfahren konnten, die Auswärtstour zu ermöglichen. Kurz vor Frankfurt traf man sich, um die letzten Kilometer geschlossen zu bewältigen. So kam man kurz nach Anstoß rein und positionierte sich neben ACU, die schon vor Ort waren. Der Support verlief in der Anfangsphase recht schleppend, steigerte sich jedoch mit dem Spielverlauf. Auch die Abstimmung des Liedgutes mit ACU verlief recht gut, war dies leider noch bei anderen Spielen zu viel gegeneinander. Anfang der zweiten Hälfte gab es ein kleines, jedoch recht nettes Intro, bestehend aus Fahnen jeglicher Größe, Doppelhalter, Konfetti und ein paar Wurfrollen. Zur 63. Minute hieß es dann leider 1:0 für FSV. Aber mit viel Herz kämpfte man sich zurück ins Spiel und Uludag erzielte den Ausgleichstreffer in der 68. Minute. Nur wenige Minuten später zappelte der Ball wieder im Netz, dank des Treffers von Arslan. Sollte es nun der erste Dreier werden? Bangen und Zittern war nun angesagt! Hauptsächlich mit Schlachtrufen schrie man dem Auswärtssieg entgegen und in der 90. Minute gab es die Erlösung, durch das 1:3 durch Stieber!!!! Nach Abpfiff feierte man die Mannschaft, die sich trotz des Rückstandes nicht hängen ließ, noch gebührend! Weiter so, Jungs!!! Als man das Stadion verließ, begrüßte man noch die 2 Jungs, die vor den Toren warten mussten und machte sich auf den Weg in Richtung Kaiserstadt.

ZUSAMMEN FÜR AACHEN!!!

Karlsbande Ultras

 
Heimspiel: Paderborn 22.09.10

Wie bei jedem Spiel unserer Profis öffnet auch gegen Paderborn der Szenetreff in den Räumlichkeiten des Fanprojekts (alter Fanshop am wahren Tivoli) bereits drei Stunden vor Anpfiff für alle Alemanniafans.

Erstmals wird es hier auch einen Karlsbande Infostand geben, an dem sich Interessierte anmelden können und an dem es Buttons (1€), sowie die neu eingetroffenen Aufkleber (40 Stück = 2,50€) zu erwerben gibt. Dort könnt ihr euch auch über unsere Auswärtsfahrten informieren und für unsere Busse anmelden.

Nach dem Spiel sind wie gewohnt alle Alemannen herzlich eingeladen den Abend an gleicher Stelle mit uns ausklingen zu lassen. Für günstige Getränke und Grillfleisch ist ebenfalls gesorgt.

Außerdem laden wir weiterhin alle diejenigen ein sich zu uns vor unsere Fahne im oberen Bereich von S3 zu stellen, die mit unserer Art des Supports die Mannschaft nach vorne peitschen möchten.

 
ATSV - Energie Cottbus 2:3 20.09.10

Bereits zur Mittagszeit sammelten sich einige Mitglieder der Karlsbande im Fanprojekt, um alles für den heutigen Grillabend vorzubereiten. Wir als Gruppe bieten ab jetzt für alle Alemanniafans einen Szenetreff an und würden uns freuen dort das ein oder andere Gesicht anzutreffen. Bereits vor dem Spiel sammelte sich der aktive Kern einiger Fanclubs im Fanprojekt. Einige Bierchen später zog man in Richtung Stadion.

Zum Einlaufen der Mannschaft gab es zunächst ein Intro bestehend aus Doppelhaltern und diversen Schwenkern. Im Anschluss wurde ein Spruchband mit der Aufschrift "Schule geschwänzt, auf der Arbeit Krank. Der DFL sei dank!" gezeigt. Der Inhalt des Spruchbandes sollte mittlerweile bekannt sein und wir hoffen, dass man auch auf der Demo in Berlin ein Zeichen in Richtung DFL setzen kann. Für diese inhumane Anstoßzeit sammelte sich im Gästeblock ein annehmbarer Cottbuser Haufen. Es ist nun mal eine Frechheit, dass Fußballfans an einem Freitag solch eine Entfernung zurücklegen müssen um ihren Verein spielen zu sehen, auch wenn im Osten ja eh jeder Arbeitslos ist ;). *Brüller*

Der Support der Süd zeigte sich bis zum Führungstreffer nicht gerade von der besten Seite, trotzdem konnte man sich im Vergleich zur Vorsaison verbessern. Nach einem Traumtor von Stieber in der 42´ endlich Lautstärke! Doch leider traf Petersen drei Minuten später zum Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich die Alemannia von der besseren Seite und erzielte nach nur einer Minute das 2:1. Auch im weiteren Spielverlauf ließen sich die Jungs öfter vor dem Tor der Gäste blicken, doch leider fehlte ein vernünftiger Abschluss. Die Stimmung im Stadion wurde von Minute zu Minute besser und auch der ein oder andere Sitzplatzbesucher zog mit. Die Stimmen der Ostfratzen kamen so gut wie gar nicht bei uns an. Ab der 70´ Minute spielten allerdings nur noch die Gäste. Einige Minuten später traf dieser Petersen schon wieder und unser Team zeigte zu diesem Zeitpunkt kaum noch Gegenwehr. Was war da los? So ein tolles Spiel und dann? Selbstverständlich ballerte Shao zwei Minuten später noch einen Freistoß ins Aachener Tor. Ab diesem Zeitpunkt lohnt es sich nicht mehr hier noch Webspace zu verbrauchen!

Insgesamt eine gute Leistung der Aachener, was allerdings ab der 70. Minute los war, bleibt ein Geheimnis. Doch wenn die Spieler anfangen sich bei Eckbällen den Ball selber vorzulegen, dann stimmt etwas nicht! Vielleicht mag uns diese scheiß FORTUNA ja auch nicht!

Nach dem Spiel sammelte man die SVler an ihrer Kneipe ein und verbrachte einen wunderschönen Abend mit dem Großteil der aktiven Fanszene im Fanprojekt. Bei Bier und Würstchen verbrachte so manch einer den Abend bis in die Morgenstunden.

Am Dienstag meldet sich der Haufen aus Aachen hoffentlich mit 3 Punkten wieder!

Die Karlsbande dreht am Rad! Auf geht’s Aachen!

 
Traditionsabend: Günter Delzepich 17.09.10

Der zweite Traditionsabend der Karlsbande naht. Am Donnerstag, den 30.9, öffnet das Fanprojekt (alter Fanshop am Tivoli) erneut um 18 Uhr, Beginn ist um 18:30 Uhr.

Diesmal freuen wir uns auf einen ganz besonderen Gast: Günter Delzepich wird aus alten Tagen vom Tivoli berichten und die ein oder andere Anekdote auspacken. Natürlich steht der in den Verwaltungsrat der Alemannia gewählte Vertreter auch Rede und Antwort zu aktuellen Themen rund um den Verein.

Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich auch wieder gesorgt!

 
Heimspiel: Energie Cottbus 14.09.10

Wie bei jedem Spiel unserer Profis öffnet auch gegen Cottbus das Fanprojekt (alter Fanshop am wahren Tivoli) für alle Alemanniafans. Zum Einstimmen auf das Spiel dient der Szenetreff bereits drei Stunden vor Anstoß als Treffpunkt und direkt nach dem Spiel kann man gemeinsam den Abend ausklingen lassen. Für Getränke und Grillfleisch ist ebenfalls gesorgt.

 
Kleeblatt Fürth - ATSV 1:1 14.09.10

In aller Frühe ging es mit einem vollen 60ziger Bus los Richtung Franken. Anstatt den Schlafmangel auszugleichen durchlebte man eine vergnügliche Hinfahrt getreu dem Motto "Wer pennt der brennt!" zu den Klängen diverser Rock- und Schlagerkünstler. So verging die Zeit ziemlich zügig und man erreichte um 12:00 Uhr den Ronhof. Die Eingangskontrollen waren sehr human und das Ordnungspersonal auch recht freundlich, war man in Fürth doch auch schon andere Kontrollen gewöhnt. Unsere Gruppe entschloss sich in der Mitte des Blocks zu positionieren. Leider schafften es nur rund 200 Alemannen ihre Mannschaft an einem Sonntag im knapp 500 km entfernten Fürth zu unterstützen.

Zum Anfang des Spiels gab es auf unserer Seite ein Spruchband "Wer ihn kannte vergisst ihn nie - wer ihn vergisst hat ihn nie gekannt! - GUIDO COLLET IMMER EINER VON UNS" anlässlich des Todestages einer Person, die die Aachener Fanszene wie kaum ein anderer geprägt hat. Wir werden dich nie vergessen Collet!!!

Der Support ging am Anfang recht ordentlich von den Lippen, wurde jedoch durch den schnellen Gegentreffer getrübt. Nach dem ungerechtfertigten Elfmeter ließ man seinem Unmut über den schlechten Schiedsrichter und dem provokanten Jubel der Heimmannschaft freien Lauf. Im weiteren Spielverlauf versuchte man die Mannschaft auch nach dem verdienten 1:1 in der 55. Minute mit grellem spielbezogenem Support nach vorne zu peitschen.

Insgesamt verkaufte sich unsere Alemannia diesmal deutlich besser als beim Auswärtsspiel in Karlsruhe zwei Wochen zuvor. Man konnte das 1:1 über die Distanz retten und hatte zwischenzeitlich sogar die Möglichkeit zur Führung. Am Ende geht das Remis vollkommen in Ordnung, auch wenn zwei sehr fragwürdige Elfmeter zu den jeweiligen Toren führten.

Die Heimseite fiel, außer durch 90 minütiges Dauergeschwenke und einschläfernde Trommeleinlagen, auch durch eine gelungene Choreo anlässlich des 100. Geburtstages des Sportpark Ronhof und durch immer wieder zum Teil gut vernehmbare Gesänge auf. In Fürth entwickelt sich die Fan, bzw. Ultraszene spürbar gut weiter, wo sie vor einigen Jahren so gut wie Tod schien.

Unsere Stadionverbotler sammelte man nach dem Spiel ein, die auf Einladung der Fürther das Spiel in deren Kneipe verfolgten. Danke für die Einladung! Die Rückfahrt zerrte dann doch sehr an den Kräften der Mitgereisten, so dass die meisten die Rückfahrt damit verbrachten, Schlaf nachzuholen. Um 22 Uhr ereichte man bei leichtem Nieselregen wieder unsere geliebte Kaiserstadt.

Aachen - Voll und Asozial!

KARLSBANDE - ULTRAS

 
Demo zum Erhalt der Fankultur 04.09.10

Demonstration am 09. Oktober 2010 in Berlin

Treffpunkt 13.00 Weltzeituhr am Alexanderplatz Eröffnungskundgebung 14.00 Uhr
Organisatoren: Fan- und Ultraszenen aus Deutschland; ProFans (http://www.profans.de/); BAFF (http://www.aktive-fans.de/); Unsere Kurve (http://www.unserekurve.de/)

Warum jetzt eine Demo für Fankultur?

Jeder, der sich etwas regelmäßiger mit Fußball in Deutschland auseinandersetzt, wird in der letzten Saison zahlreiche Horrormeldungen aus den Medien vernommen haben, die von einer Eskalation in den Fanszenen berichteten. Zeitweilig schienen sich die Schlagzeilen zu überschlagen. Und während die halbe Nation über die Vorfälle von Bochum (Nürnbergfans durch Pyrotechnik verletzt), Berlin (Platzsturm) oder anderswo debattierte, meldeten viele Fanszenen Stadionverbotswellen: Nürnberg, Hertha, München, Hamburg, Köln, Hannover, Bielefeld und einige mehr. Es gab Strafen, die bislang im deutschen Profifußball ein Novum darstellten: Verbote von Auswärtsfahrten (Nürnberg, Köln, Rostock, Dresden) oder die Schließung einer Heimkurve (Hertha, Bochum). Für das Vergehen einiger weniger wurden ganze Fanszenen bestraft. Vermehrt wurden Einschränkungen für Fans diskutiert und teilweise umgesetzt: personalisierte Tickets, Verbote von Fanutensilien und Choreographien, Verbote eigener Fanzines und so weiter. Dies alles sind Strafen, die kein Konzept der Prävention für künftige Zwischenfälle vorweisen und die in der großen Mehrheit völlig unbeteiligte, friedliche Fußballfans treffen.

Wie sahen die Reaktionen der Fangruppen aus? Wenn überhaupt, dann gab es kleinere Aktionen (z.B. in Form von Spruchbändern) in den einzelnen Kurven selbst. Aber passierte irgendetwas von mehreren Kurven zusammen? Eine tatsächliche Fangruppenübergreifende Aktion, die öffentlich antwortet, Vorwürfe kommentiert und evtl. richtig stellt, die zeigt was Fankultur neben einigen Negativschlagzeilen in der Regel Positives ausmacht, so etwas hat es schon seit Jahren nicht mehr gegeben. Daher ist nun, nach dem Chaos der letzten Saison und dem abgeklungenen Fußballboom der WM, die Zeit gekommen am Anfang der neuen Saison 2010/2011 auf die Straße zu gehen und zu zeigen, was uns Fankultur bedeutet und wert ist.

Jetzt ist die Zeit, ein Zeichen zu setzen!

Wir wollen uns nicht nur beschweren, einklagen und fordern. Wir wollen für die Fankultur, die wir leben, werben. Wir wollen auf die Straße gehen und kundtun wie bunt, kreativ und vielseitig faszinierend Fankultur ist. Wie viele Fangruppen engagieren sich neben dem Fußball für gesellschaftliche Belange? Wie viele zeichnen sich durch soziales Engagement in ihrer Szene, ihrem Verein oder ihrer Stadt aus? Ist das der Öffentlichkeit überhaupt bekannt?

Die Demo soll ein Zeichen an alle Funktionäre und Fußballbosse sein, das ihnen klar macht, dass der Fußball nur mit uns das ist, was alle fasziniert. Sie sollen merken, was sie riskieren, wenn sie weiter den Kurs der Verdrängung unserer Fankultur fahren. Es soll aber auch ein Zeichen sein an alle Fanszenen. Uns allen muss klar werden, dass wir gemeinsam für unsere Fankultur einstehen müssen, wenn wir sie auch in der Zukunft noch leben wollen. Es soll ein Zeichen für die Fanszenen sein, mehr über ihr Dasein, ihr Tun und ihr Lassen zu reflektieren. So viele Steine legen sich die Fanszenen oftmals selbst in den Weg. Es wird Zeit zu diskutieren, aus Fehlern zu lernen und selbst zu handeln, wenn wir unsere Fankultur erhalten wollen.

Warum eine Demo in Berlin?

Unter dem Motto "Zum Erhalt der Fankultur" fand bereits im Jahr 2002 in Berlin eine gemeinsame Demonstration von Fans verschiedenster Vereine statt und auch 2005 setzten die Fans mit einer farbenfrohen Demonstration in Frankfurt ein ausdrucksstarkes Zeichen für den Erhalt der Fankultur. Auch wenn sich seither viel in den Fankurven verändert hat und sich einige Problemfelder verlagert haben, sind die Themen und grundlegenden Probleme bis heute die gleichen geblieben. In manchen Bereichen konnten kleinere Fortschritte erreicht werden (z.B. teilweise lokale Anhörungsmöglichkeiten bei Stadionverbotsfällen), in anderen hat sich die Lage verschlimmert. Als Beispiel seien die Anstoßzeiten und späte Terminierung genannt. Wir wollen mit dieser Demo den Bogen zur Demo 2002 schlagen und das damals begonnene Engagement endlich zusammen weiterführen.

Was sind heute im Jahre 2010 konkrete Probleme von Fußballfans?
Was sind Gefahren für unsere Fankultur?
Mit der folgenden Auflistung geben wir Euch einen kleinen Überblick:

Einschränkung von Fanutensilien

Fahnen, Trommeln, Megaphone, Choreographien, Banner, unabhängige Fanzines und viele andere Dinge sind Elemente von Fankultur, die ihre Kreativität und Farbe ausmachen. Leider sind viele Fans, vor allem bei Auswärtsspielen, in diesen essentiellen Punkten großen Restriktionen, Einschränkungen und Verboten ausgesetzt. Diese beruhen aber so gut wie nie auf realen Sachzwängen, sondern sind oftmals reine Schikane und Machtdemonstration. Eine unabhängige und zu Eigenverantwortung befähigte Fankultur braucht aber Luft zum Atmen. So gab es in jüngerer Vergangenheit auch schon Geldstrafen für Fans, die innerhalb ihrer eigenen Fankurve Fahnen schwenkten, deren Stocklängen geringfügig größer als die restriktiven Vorgaben der Stadionordnung waren. Oder es wurden im Vorwege schriftlich erlaubte Fanutensilien am Eingang zum Auswärtsblock spontan verboten.

Anstoßzeiten

Die Terminierung der Spieltage ist das beste Beispiel dafür, dass alle anderen Interessen denen der Geldgeber, hier also der TV-Konzerne untergeordnet werden. Für die Fans wird es dadurch immer schwieriger ihrer Mannschaft zu den Spielen zu folgen. Auch die späte Terminierung der Spieltage führt immer wieder zu großen Problemen. Dass es nicht sinnlos ist, für Belange wie Anstoßzeiten zu kämpfen, zeigt ein Beispiel der jüngeren Vergangenheit: Motiviert durch die internationale Aktion für fangerechte Anstoßzeiten "Our game - our time", verkündete der schwedische Fußballverband eine Änderungsbereitschaft bei den Anstoßzeiten!
Wir haben aktuell eine Vielzahl an unterschiedlichen Anstoßzeiten am Spieltag. An Regelspieltagen beginnen die Spiele allein in den ersten beiden Bundesligen an folgenden Zeiten
- Freitag um 18 Uhr und 20:30 Uhr
- Samstag um 13 Uhr, 15:30 Uhr und 18:30 Uhr
- Sonntag um 13:30 Uhr, 15:30 Uhr und 17:30 Uhr
- Montag um 20:15 Uhr.
An Spieltagen unter der Woche werden die Spiele ebenfalls frühzeitig angepfiffen, sodass selbst den Heimfans aufgrund der Arbeitsverpflichtungen der Stadionbesuch erschwert bis unmöglich gemacht wird. Und dieses setzt sich natürlich bis in die unteren Ligen fort.
Gegen diese Spieltagszerstückelung gab es im Vorfeld natürlich große Proteste. Natürlich wurde auf die Wünsche und Bedenken oder Argumente der Fans seitens der DFL bei der Erstellung des neuen Anstoßzeitenkonzepts keine Rücksicht genommen und stattdessen die Anstoßzeiten so gelegt, dass diese unter dem Motto "Exklusivität steigert den Preis" optimal vermarktet werden konnten.

Kommerzialisierung

Wenn wir uns als Fans gegen die Kommerzialisierung des Fußballs oder "Gegen den modernen Fußball" aussprechen, dann heißt das nicht, dass wir uns vor Notwendigkeiten verschließen oder das Rad der Zeit zurück drehen wollen. Wir wehren uns aber gegen eine maßlose Entwicklung, die alle anderen Interessen der Profitmaximierung unterordnet. Wir Fans sind auch ein wichtiger Teil des Fußballs, nicht mehr und nicht weniger! Und ein Teil, den man nicht in ein paar Jahren durch Geld kompensieren kann.
Es kann nicht sein, dass z. B. traditionsreiche Stadionnamen wie das Westfalenstadion Dortmund oder das Waldstadion in Frankfurt an Unternehmen verkauft werden oder die eigenen Vereinsfarben aufgrund
von Marketingstrategien beliebig variiert werden. Wir, die Fans der Vereine, verlieren dadurch wichtige Identifikationsmerkmale. Aber auch die Vereine selbst und die Liga verlieren Alleinstellungs- und Identifikationsmerkmale, die den eigenen Wiedererkennungswert mindern. Im Augenblick des Verkaufs mag der Wert scheinbar gesteigert werden. Auf die Dauer werden aus wertvollen, in weiten Teilen der Öffentlichkeit mit dem jeweiligen Verein assoziierten Namen beliebig austauschbare Begriffe, die keinerlei emotionale Bindung zulassen. Es kann nicht sein, dass Vereine und Liga ihre Identitäten für Jahre aufgeben wollen, nur um einen weiteren überteuerten Spieler für zwei Jahre finanzieren zu können. Die finanziellen Löcher werden stetig weiter geschoben, die Fanwarnungen vor den Folgen sollten endlich ernst genommen werden statt stetig neue Vermarktungsoffensiven zu starten und damit den Identitätsverlust auf die Spitze zu treiben.
Weiterhin sprechen wir uns konsequent für die Beibehaltung der "50+1"-Regel aus, welche besagt, dass die Mehrheit der Vereinsanteile beim Verein selbst bleiben müssen und somit keine Investoren oder Unternehmen die komplette Kontrolle über die Fußballvereine übernehmen können.
Negative Beispiele kennen wir bereits aus Österreich, wo das Unternehmen "Red Bull" die kompletten Rechte am Verein Austria Salzburg erworben und anschließend die komplette Identität geändert hat. So wurde der Name in Red Bull Salzburg und die Vereinsfarben von lila-weiß in rot-blau geändert, um einen optimalen Markenauftritt sicherzustellen. Auch in Deutschland ist Red Bull inzwischen tätig geworden. Der Oberligaverein SSV Makranstädt wurde aufgekauft und umbenannt in "RasenBallsport Leipzig". Mithilfe der Millionen des Getränkekonzerns ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit bis die selbsternannten "Roten Bullen" aus der "Red-Bull-Arena" (vormals Zentralstadion) in Leipzig im deutschen Profifußball zu finden sein werden, wodurch dann eine traditionelle Mannschaft samt ihrer Fans von der Bildfläche verschwindet.
In England sind viele Vereine nach der Übernahme durch einen Investor nun hoch verschuldet. Und das ist leider nicht die einzige Folge einer wahnwitzigen Kommerzialisierung, wenn man sich z.B. die Ticketpreise anschaut (billigste Karte bei einigen Partien: 80 Euro).

Stadionverbote

Stadionverbote werden meist schon bei Aufnahme eines Verfahrens, also VOR dem Beweis der Schuld des Betroffenen, vergeben. Offiziell sind sie eine Präventivmaßnahme, die verhindern soll, dass jemand im Stadion gewalttätig wird, de facto stellen sie eine Strafe dar. Auf der einen Seite existieren Betroffene, die beweisen müssen, dass sie unschuldig sind, was während eines Ermittlungsverfahrens durch die Polizei sehr schwer ist. Denn Informationen an Betroffene gibt diese selten und ungern Preis. Ganz im Gegensatz zu ihrer Freizügigkeit bei der Weitergabe von Halbwahrheiten an die Vereine oder den DFB. Auf der anderen Seite sind vermehrt jugendliche Fans betroffen, die wegen Lappalien aus dem Stadion und von ihren Freunden ausgesperrt werden. Obwohl es theoretisch in den Richtlinien die Möglichkeit zu Bewährungsauflagen gibt, wird leider nur selten davon Gebrauch gemacht. Somit sind diese oftmals mit einer überzogenen und unverhältnismäßigen Strafe konfrontiert. Dadurch wird das Vertrauen in den Rechtsstaat und auch die Gerechtigkeit allgemein erschüttert und die Betroffenen werden in nicht unerheblichen Maß kriminalisiert. Sie finden sich vor den Stadiontoren wieder, wo ein von Fans und Polizei gleichermaßen gepflegter gewalttätiger oder pseudo-gewalttätiger Habitus existent ist und eine Alternative zur grauen Tristesse darstellt. Dass Gewalt schon lange nicht mehr in den übermäßig überwachten Stadien stattfindet, widerspricht ebenfalls der Mär vom präventiven Charakter der Stadionverbote. Stadionverbote vermindern nicht die Gewalt, sie schüren sie. Außerdem widersprechen Stadionverbote rechtsstaatlichen Grundsätzen und sind keine Lösung für die Probleme des Fußballs. Sie sind selbst ein Problem.

Datei Gewalttäter Sport

Die Datei Gewalttäter Sport ist eine riesige Datensammlung von Fans, unabhängig davon, ob sich diese etwas zu Schulden haben kommen lassen oder nicht. So reicht es zum Beispiel eine einfache Personalienfeststellung aus, um in die Datei aufgenommen zu werden. Der eintragende Beamte muss nur annehmen, dass derjenige vielleicht irgendwann auffällig werden könnte. Diese Eintragung hat dann allerdings einen ganzen Rattenschwanz an negativen Auswirkungen. So kann sie im Extremfall Grundlage für Ausreiseverbote, Meldeauflagen, Stadtverbote oder für so genannte Gefährderansprachen sein, bei denen Fans durch Besuche durch Polizeibeamte zu Hause oder bei der Arbeit bewusst in ihrem sozialen Umfeld bloßgestellt werden sollen. Wenn die Bundesrepublik ein Sozialstaat sein will, widerspricht sie sich mit diesem Verhalten. Anstatt die Verantwortung für scheinbare "Problemfälle" zu übernehmen, wird diese weiter geschoben und mehr noch, es wird durch solches Vorgehen dafür gesorgt, dass betroffene Personen nahezu gänzlich aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Vor allem stellt die Eintragung eine Stigmatisierung bei beispielsweise Grenz- oder gewöhnlichen Verkehrskontrollen dar. Dabei muss man sich vor Augen führen, dass sie meist auf vagen Verdachtsmomenten und subjektiven Einschätzungen beruht und man selber über eine Eintragung nicht informiert wird. Die Datei wurde auf dem Rechtsweg über mehrere Instanzen als unzulässig eingestuft und erst durch eine nachträgliche Rechtsverordnung des Bundesrates am Tag der Urteilsverkündung vor dem Bundesverwaltungsgericht legitimiert. Dabei spricht es Bände, dass eine Debatte im Bundestag vermieden worden ist, um diese Änderung vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Mittlerweile sind über 11.000 Personen in der Datei gespeichert.

Polizeiliche Einsatztaktik

Die Art und Weise, wie einzelne Beamte sich gegenüber Fans verhalten, führt in der Regel zu Frustration, Aggression und Eskalation auf Seiten der Fans. Diese Eskalation wird teilweise bewusst in Kauf genommen. Auch die Einsatztaktik spiegelt oftmals den „Fußballfan als Feindbild“ wieder. Die Polizei schafft sich ihre Problemfans selber. Der Alltag der Fans besteht besonders auf Auswärtsfahrten aber auch bei Heimspielen aus engen Polizeikesseln, ständigen Kontrollen und Schikanen sowie Aggressionen und Provokationen. Der Corpsgeist der Polizei schützt dabei nicht nur dieses Vorgehen sondern auch Gewalttätigkeiten und Übergriffe gegen Fans. Dass dies nicht nur unbegründete Vorwürfe von Fußballfans selbst sind, kann man z.B. aus Berichten der Menschrechtsorganisation Amnesty International entnehmen, die im Rahmen der Untersuchung von unaufgeklärten Misshandlungen durch die Polizei in Deutschland, auch Ausführungen über rechtswidrige Gewalt von Polizisten bei Fußballspielen machen.

Wie wurde bislang mit diesen Themen umgegangen?

Es gab Demos, lokale oder bundesweite Aktionen und vieles mehr. Und seit einigen Jahren auch grundsätzlich Gespräche mit dem DFB und der DFL. Viele dieser Probleme wurden auf dem so genannten "Leipziger Fankongress" im Jahr 2007 thematisiert, der vom DFB ausgerichtet wurde. Die Ergebnisse dieses Kongresses, die in den verschiedenen Arbeitsgruppen entstanden sind, sollten in der darauf eingerichteten
so genannten "AG Fandialog" thematisiert werden. In dieser AG Fandialog saßen neben DFB und DFL ebenso Fanvertreter von ProFans, BAFF und Unsere Kurve. Der Charakter dieser Veranstaltung spricht Bände über die Art und Weise, wie mit den Faninteressen umgegangen wird. Zwar gab es viele Lippenbekenntnisse, eine wirkliche Verbesserung trat in keinem der genannten Problemfelder auf. Ein wirklicher Dialog zwischen gleichberechtigten Gesprächspartnern fand nicht statt. Vielmehr diente die Veranstaltung anscheinend dazu, dass sich DFB und DFL als gesprächsbereit und fannah hinstellen konnten.

Aber auch wir Fans müssen auf unserer Seite Versäumnisse und Fehler einräumen. Eine jetzt einsetzende selbstkritische Diskussion über die eigenen Handlungsweisen hätte schon viel früher einsetzen müssen. Dies müssen wir ganz klar eingestehen. Parallel zu einer Diskussion über die erwähnten Probleme, denen wir Fans ausgesetzt sind, muss jetzt innerhalb der verschiedenen Fanszenen eine selbstkritische Reflexion der eigenen Handlungsweisen stattfinden und Konsequenzen haben. Wir sind uns bewusst, dass Freiheit auch Verantwortung mit sich bringt. Noch einmal: Diese Demo soll auch ein Zeichen an uns Fanszenen sein!
Wir möchten betonen, dass wir weiter auf Dialog setzen wollen. Wir sind ein Teil des Fußballs und wollen, dass man uns zuhört und uns ernst nimmt.

Die Demo ist erst der Anfang

Unser Vorhaben ist es, den Einsatz "Zum Erhalt der Fankultur" gemeinsam fortzusetzen. Unter diesem Motto soll mit der Demo eine Kampagne ins Leben gerufen werden, bei der jede Fan eingeladen ist mitzuwirken. Es wird eine Internetseite eingerichtet auf der künftig über sämtliche Beiträge und Aktionen für diese Kampagne berichtet wird, auf der ihr Neuigkeiten im Einsatz für Fanrechte erfahren - und Euch als Unterstützter eintragen lassen könnt. Informiert Euch auf: http://www.blogger.com/www.erhalt-der-fankultur.de. Macht mit bei künftigen Aktionen. Beteiligt euch an Diskussionen. Berichtet in euren Fankurven davon. Erzählt davon in euren Familien und bei euren Freunden. Lasst uns gemeinsam die Sache voranbringen.

KEIN KICK OHNE FANS! ZUM ERHALT DER FANKULTUR!

Kommt zur Demo am 09. Oktober 2010 um 13.00 Uhr auf den Alexanderplatz in Berlin!
Die Demonstration wird von Fans für Fans organisiert. Wir bitten Euch um eine friedliche Teilnahme. Es sollte klar sein, dass übertriebene Feierei sowie sinnfreies oder beleidigendes Skandieren bei dieser Veranstaltung fehl am Platz ist und unserem Anliegen schadet! Weiterhin möchten wir auf den antirassistischen Grundkonsens der Fanorganisationen hinweisen, der natürlich auch für die Teilnahme an der Demo gilt.
Wer sich daneben benimmt, wird von der Demo ausgeschlossen.

Fangruppen die sich an der Demo beteiligen möchten, melden sich bitte mit der Anzahl an Teilnehmern bei folgender Adresse: demo@profans.de
Dort kann dann auch alles bzgl. inhaltlicher Ausgestaltung des jeweiligen Blocks bei der Demo abgestimmt werden.
Einzelpersonen die an der Demo teilnehmen wollen, bitten wir die lokalen Fangruppen
anzusprechen. Dort gibt es auch weitere Infos bzgl. Fahrgemeinschaften nach Berlin.

(Quelle: http://www.erhalt-der-fankultur.de/)

   
Karlsruher SC - ATSV 3:0 30.08.10

Nachdem es zum Pokalspiel in Essen noch mit dem Zug ging, rollten zum Ligaspiel beim KSC 2 volle Ultras Busse der Karlsbande los gen Baden. Die Hinfahrt verlief ereignislos, sodass man schon sehr früh im abgesperrten Gästesektor aufschlug. Es ist wirklich schade, dass im Wildpark Stadion doch so wenig an Material erlaubt ist, vor allem die verbotenen Digitalkameras bereiteten im Vorfeld viel Schmunzeln. Am Stadion selber wurde aber alles nicht ganz so heiß gekocht, so dass man nach kurzer Diskussion alles problemlos rein bekam. Vollkommen überzogen aber die strengen zweiten Personenkontrollen am Aufgang des Blocks. Im Stadion positionierte man sich im mittleren Bereich des Gästeblockes, anders als beim Pokalspiel in Essen, diesmal geschlossen als Ultraszene in der Hoffnung mit dem doch eher kleinem Auswärtsfahrerhaufen einen guten Support hinlegen zu können.

Zum Anstoß gab es von unserer Seite ein kleines Spruchband Richtung Block für ein Mitglied unserer Gruppe, dessen SV aufgehoben wurde. Schön dich wieder dabei zu haben. Und an die Jungs die weiterhin draußen stehen: Haltet durch, niemals aufgeben!

Auf Karlsruher Seite gab es eine größere Choreo, die jedoch aufgrund der Lage des Gästeblockes nicht sichtbar war. Der Support verlief anfänglich recht gut, wurde jedoch schnell durch den Gegentreffer in der 7. Minute gebremst. Die Gegentreffer zum 2:0 und 3:0 in der 17. und in der 34. Minute und das katastrophale Spiel unserer Mannschaft brachten ihn schließlich gänzlich zum Erliegen. Mit Ausnahme einzelner Schlachtrufe, verzichtete man in der 2. Halbzeit komplett auf den Support. Am Ende war man froh, dass dieses Grauen endlich ein Ende hatte. Fakt ist, man hätte sich auch bei einer höheren Niederlage nicht beschweren können, da sich unsere Verteidigung wie eine Bambini Mannschaft verhielt, die sicherlich noch Gänseblümchen gepflückt hätte, wäre es kein Profiplatz gewesen.

Die Stimmung auf Karlsruher Seite konnte, gerade bei dem Spielverlauf, ebenfalls alles andere als überzeugen. Ein Paradebeispiel dafür, wie ein Block, der einfach nur versucht sein Ding durchzuziehen, ein ganzes Stadion mundtot machen kann. Auch wenn einige gute Gesänge Einzug in die Playlist der Ultra'-Szene aus KA erhielten, hat dies den Rest des Wildparks nicht interessiert. Teilweise kamen die Lieder eher einschläfernd rüber, als hätte der Stadionsprecher sein Radio leise an die Stadionboxen angeschlossen. Vermutlich war man mehr damit beschäftigt, sämtliche Fahnen 90 Minuten zu schwenken.

Nach dem Spiel verließ man zügig den Gästeblock, sammelte die SV´ler ein und rollte Richtung Heimat los. Um 21 Uhr erreichte man die geliebte Kaiserstadt und eine amüsante Rückfahrt endete. Zum Schluss bleibt nur der Appell, dieses Spiel schnell zu vergessen und in 2 Wochen in Fürth einer hoffentlich ganz anders agierenden Mannschaft eine Chance zu geben, die Truppe ist immerhin, genau wie die Saison, noch sehr jung.

KARLSBANDE - Ultras

 
ATSV - Union Berlin 2:2 23.08.10

Nach dem hart umkämpften Pflichtsieg im Pokal gegen Schwarz Weiß Essen, fiel nun also der wirkliche Startschuss für die neue Saison. Es ging Zuhause gegen die Eisernen aus Berlin. Doch nicht nur für unsere Jungs auf dem Rasen galt es einen positiven Start hinzulegen. Auch wir standen mit der neu gegründeten Gruppe vor dem ersten Heimspielauftritt.

Man fand sich also sehr frühzeitig im Stadion ein, um sich den gewünschten Gruppenstandort im oberen Teil von S3 zu sichern. Es dauerte nicht lange und ein recht ansehnlicher Haufen bevölkerte den Bereich direkt vor der Zaunfahne. Zum Einlaufen der Mannschaften gab es sowohl auf der Heimseite im unteren Teil von S3, als auch im Gästesektor eine Choreographie, bzw. eine große Blockfahne zu sehen. Sehr schön anzuschauen! Unsere Gruppe konnte zwei große Schwenkfahnen, einige kleine Schwenker und eine Doppelhalterparade aufbieten. Zusätzlich präsentierten wir ein Spruchband für einige Aachener Stadionverbotler, die ihre lange Zeit vor den Stadiontoren überwunden haben und endlich wieder mit rein dürfen. Die Kurve hat euch wieder! Willkommen zurück! Leider gibt es immer noch Leute, die von ihrer geliebten Alemannia ausgesperrt sind. Weiter kämpfen, Jungs! Die Zeit geht vorbei!

Auf dem Rasen spielte eine Alemannia, die zwar keinen Zauberfußball zu bieten hatte, jedoch merkte man dem neu geformtem Team deutlich an, dass es bereit ist, für seine Erfolge zu kämpfen. Auch der obere Teil von S3 legte von Anfang an gut los, daher konnte man eine akzeptable Lautstärke erreichen und einen Großteil der Süd mitreißen. Der kurzzeitige 0:1 Rückstand tat dem nur wenig Abbruch, sodass die Mannschaft weiterhin lautstark unterstützt wurde. In der 38. Minute erzielte die Alemannia den Ausgleich.

1:1 zur Pause.

In der zweiten Hälfte flachte die Stimmung ein wenig ab. Die Lautstärke aus der ersten Halbzeit konnte man nicht mehr erreichen und auch was die Ausdauer der Gesänge angeht, musste man einige Abstriche machen. Ein Eigentor, das der Alemannia in der 84. Minute die 2:1 Führung bescherte, brachte die Süd richtig zum Toben. So laut war es wohl seit dem Eröffnungsspiel nicht mehr. Dummerweise hielt die Freude nicht lange an, denn nur eine Minute später glich Union aus. Ärgerlich! Aber so ist es nun mal. Nach dem Spiel machte man sich geschlossen auf den Weg zum Fanprojekt, wo eine gut besuchte Szeneparty stattfand.

Alles in allem kann man sagen, dass unser erster Auftritt alles Andere als ein Reinfall war. Die Stimmung konnte zwar noch nicht völlig in allen Belangen überzeugen, aber der Grundstein für eine positive Zukunft konnte definitiv gelegt werden.

Was unsere Mannschaft angeht, kann man auf den ersten Blick auch positiv in die Zukunft blicken. An vielen Stellen muss noch gearbeitet werden. Vor allem was Standards angeht. Bei 15:1 Ecken muss einfach mehr bei rauskommen!

Karlsbande Ultras

   
ETB SW Essen - ATSV 1:2 23.08.10

Das erste Spiel der Saison war auch gleichzeitig das erste Spiel unserer neuen Ultragruppierung in Aachen. Da die Karlsbande erst wenige Wochen zuvor das Licht der Welt erblickte, war man natürlich auch entsprechend aufgeregt und gespannt.

Zwar mit alt bekannten Gesichtern, aber neuen Umständen ging es dann mit einem 180 Mann Mob los vom Aachener Hauptbahnhof. Die Hinfahrt kann man als sehr gelungen bezeichnen. Es wurde sich mit guter Musik und dem ein oder anderen Getränk auf den Saisonauftakt eingestimmt.

In Essen angekommen, marschierte man gemeinsam und lautstark los in Richtung Stadion. Auf dem netten Dschungelpfad, wo man nach 15 Minuten Fußweg zum Uhlenkrug gelangt, konnte man schon erahnen was uns dort wettermäßig erwartet. Es schüttete wie aus Eimern!

Endlich am Ziel, machte man sich im Stadion dran einen Platz für uns und unsere Auswärtsfahne zu finden, diese war für den Tag auch unser einziges Material, da so gut wie nichts erlaubt war. Insgesamt fanden rund 1800 Aachener den Weg nach Essen, um unsere Mannschaft zu unterstützen.

Die Stimmung war insgesamt nur mäßig, wobei das Wetter dabei wohl eine erhebliche Rolle spielte, aber auch die Situation mit 2 Ultragruppen vertreten zu sein, war natürlich für alle neu. Vom Standort der Gruppen bis hin zur Koordination beim Support hat man dort leider nicht das Maximum für die Kurve rausholen können. So war dies natürlich auch ein Spiel bei einem unattraktiven Gegner, welches man schnell abhaken sollte und nach vorne schauen muss. Die Mannschaft konnte nicht glänzen und vor allem ihre Chancen nicht verwerten und hat das Spiel nur knapp mit 2:1 für sich entschieden. Bis auf die Haut durchnässt machte man sich also wieder auf den Weg in die Kaiserstadt, wo man sich hauptsächlich auf warme und trockene Kleidung zu Hause freute.

Karlsbande Ultras

   
Traditionsabend: Erik Meijer 20.08.10

Ab sofort wird es in regelmäßigen Abständen einen Traditionsabend im Fanprojekt geben. Dort werden alte Spieler oder Funktionäre der Alemannia zu Gast sein, um über alte Zeiten rund um den Tivoli zu plaudern. Viele kleine Anekdoten und interessante Diskussionen, die einem die Alemannia ein Stückchen näher bringen, füllen den Abend. Hier sind alle Fans der Alemannia herzlich eingeladen, egal ob jung oder alt.

Die erste Runde findet am kommenden Mittwoch, den 25.8.2010, statt. Ab 18 Uhr öffnen die Tore des Fanprojekts (alter Fanshop am Tivoli). Zu Gast ist unser aktueller Geschäftsführer Sport: Erik Meijer. Er wird über seine Zeit als Spieler berichten, wie er die Alemannia erlebt hat, über die Reise in den Uefa Cup, und natürlich auch ein Ausblick in die Zukunft Meijers und der Alemannia wagen. Fragen aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt!

   
Heimspiel: Union Berlin 16.08.10

   
Pokal: Schwarz-Weiß Essen 12.08.10

Am 15.8.10 geht es wieder los. DFB-Pokal in Essen
Wir fahren mit dem Zug da es ja nur ein Katzensprung ist.

Treffpunkt am Vorplatz Aachen HBF ist 10 Uhr!

Aachen Hbf So, 15.08.10 ab 10:51
Essen Hbf So, 15.08.10 an 12:50
Zustieg in Düren ist möglich, da wir über Köln fahren.
Kosten belaufen sich auf 7€ pro Person auf dem alt bekannten NRW-Ticket