.: Karlsbande Ultras :.
 

Spielberichte Rückrunde 16/17
Rückblick Rückrunde 2016/2017 08.07.2017


 
Sa, 20.05.17 1. FC Köln II - Alemannia Aachen 27.05.2017

Zuschauer: 800 (davon ca. 600 aus Aachen)

34. Spieltag 1. FC Köln II - Alemannia Aachen

Diesmal ging es für uns wieder mal nach Köln. Und zwar in das Franz-Kremer-Stadion, um sich im letzten sportlichen Wettstreit dieser Regionalliga-Saison mit der zweiten Mannschaft des FC zu messen. Die Szene machte sich geschlossen und in hoher Anzahl per Zug auf den kurzen Weg in den Kölner Süd-Westen. Nach kurzweiliger Fahrt kam man früh am kleinen Amateur-Stadion an. Sogar so früh, dass die örtlichen Kassen noch geschlossen waren. Nachdem diese dann endlich ihr Pforten öffneten, konnte man im Block mit den Vorbereitungen beginnen. Zurücklassen musste man diesmal niemanden vor den Toren, da das letzte Stadionverbot eines Hauptgruppen-Mitglieds endlich aufgehoben wurde.
Willkommen zurück Steffen !!

Unser seit elf Spielen ungeschlagenes Team legte einen Traumstart hin und konnte durch Fejzullahu bereits nach fünf Minuten in Führung gehen. Danach hatte man noch einige Möglichkeiten die Führung zu erhöhen, scheiterte aber meist am Schlussmann. Die jungen Kölner wurden lediglich durch Standards gefährlich. Einer dieser Freistöße landete kurz vor der Pause im Sechszehner und konnte zum Ausgleich vollendet werden.
In der zweiten Hälfte verlor das Spiel zunehmend an Attraktivität. Lediglich hätte der Schiri gut und gerne zwei Mal auf den Elfmeterpunkt zeigen können. Da er dies nicht tat, nahm sich Gödde in der Nachspielzeit der Sache an und verwandelte einen Ball sehenswert Volley zum viel umjubelten Siegtreffer.
Somit endet diese Saison trotz aller Querelen im Verein recht positiv mit einer Serie von zwölf Spielen ohne Niederlage und dem verteidigten Titel der Goldenen Ananas. Nun gilt es für die kommende Saison eine ähnlich starke Mannschaft zusammen zu stellen und endlich ein wenig Kontinuität einziehen zu lassen.

Die Stimmung war heute geteilt. In der ersten Halbzeit konnte man noch überzeugen und neben melodischen Liedern gab es auch das ein oder andere ältere Lied aus den Kehlen zuhören. In der zweiten Hälfte ließ dies jedoch mit zunehmender Zeit stark nach. Im großen und ganzen können wir mit den Leistungen auf den Rängen in dieser Saison zufrieden sein. Mancher Zweitligist wäre froh über solche Fans, soweit kann man sich in dieser Gurkenliga auch mal selber auf die Schulter klopfen. Die Rückfahrt nach Aachen verlief, bis auf eine ordentliche Verspätung der allseits unbeliebten Deutschen Bahn, ruhig. Bei der Ankunft in Aachen wurde man von einem Empfangskomitee der unbeliebteren Sorte empfangen. Diese hatten offensichtlich ihren Einsatz wieder einmal zu rechtfertigen und wollten eine Person festnehmen, die im Stadion in Köln Probleme mit anderen Leuten hatte. Warum man solch eine Aktion dann bei der Ankunft in Aachen durchführen muss, bleibt wohl das Geheimnis der Herren in Grün. Jedenfalls eskalierte die Situation daraufhin kurzzeitig, da gegen andere Fans doch recht rabiat vorgegangen wurde. Nachdem auf beiden Seiten das Adrenalin abgebaut war, ging es nun in die wohlverdiente Sommerpause.


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Sa, 13.05.17 Alemannia Aachen - FC Schalke II 27.05.2017

Zuschauer: 5600 (davon ca. 40 Schalker)

33. Spieltag Alemannia Aachen - FC Schalke II 3:2

Zum letzten Heimspiel dieser Saison gastierte die zweite Mannschaft von Schalke 04 in Aachen. Bei schönsten Wetter traf man sich frühzeitig um traditionell das letzte Heimspiel mit einem Frühstück im Kreise der Gruppe einzuläuten.
Ausreichend gestärkt ging es rüber ins Stadion, um alle üblichen Vorbereitungen zu treffen. Nachdem dies routiniert erledigt wurde und alle Fahnen ihren Platz gefunden hatten, konnte es auch auf dem satten Grün los gehen.
Dank einer Serie von nunmehr 10 Spielen ohne eine Niederlage, startete unser Team heute mit breiter Brust in die Partie und drückte von Beginn an auf eine schnelle Führung. Diese gelang Staffeldt nachdem er im Elfmeterraum von den Beinen geholt wurde durch einen selbst verwandelten Foulelfmeter in der 9.Spielminute. Nur 6 Minuten später konnte Löhden nach einer Ecke auf 2:0 erhöhen. Die Kopfballstärke des 2m Mannes hatte sich offenbar noch nicht bis Gelsenkirchen rumgesprochen. Danach nahm unser Team einen Gang raus und brachte die abstiegsgefährdeten Gäste damit zurück ins Spiel, welche kurz vor der Pause den Anschlusstreffer erzielen konnten und beinahe vor der Halbzeit noch Ausgeglichen hätten.
Dies gelang ihnen zum Entsetzen der 5600 Unermüdlichen auf den Tribünen nur 10 Minuten nach der Pause. Nach einem munteren hin und her konnte sich unsere Elf 5 Minuten vor dem Ende doch noch den umjubelten Siegtreffer erkämpfen, die Serie somit weiter ausbauen und sich selber damit belohnen.
Zwar verlässt ein großer Teil des Teams den Verein, jedoch verlängerte der geschätzte Trainer Kilic um drei Jahre und gibt somit Hoffnung ein schlagkräftiges Team für die nächste Saison aufzustellen und auch langfristig zu planen.
Die Stimmung auf der Süd knüpfte an die der letzten Spiele an. Zwar konnte man das ein oder andere mal eine gute Lautstärke erzielen, Luft nach oben ist dort aber noch genügend. Dennoch kann man positiv auf das Projekt Stimmungsblock blicken und hoffen, dass dieser in der nächsten Saison an die Leistungen anknüpfen kann. Von den 40 Gästen, die offensichtlich keine Lust auf das Heimspiel der Ersten Mannschaft gegen den HSV hatten, hörte man erwartungsgemäß nichts. Mit Ausnahme von den Amateuren von Dortmund, sind diese Zweiten Mannschaften durchweg ein Garant dafür, das man keine Fußball-Atmosphäre erwarten kann.
Zum letzten Spiel dieser aufgrund der Insolvenz doch eher negativen Saison geht es wieder gegen eine Zweitvertretung. Diesmal gegen die Amateure der Geißböcke. Der Mannschaft kann man dennoch keinen Vorwurf machen. Ohne die Insolvenz wäre es durchaus eine positive Saison gewesen.
Nach dem Spiel ging es zahlreich zurück zum Treffpunkt der Szene, um den Abend bei kühlen Getränken und feinstem Fleisch vom Grill ausklingen zu lassen.


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So, 07.05.17 Borussia Dortmund II - Alemannia Aachen 27.05.2017

Zuschauer: 1650 (davon ca. 400 aus Aachen)

32. Spieltag Borussia Dortmund II - Alemannia Aachen 0:0

Das vorletzte Auswärtsspiel dieser Saison führte uns zu den Amateuren von Borussia Dortmund ins Stadion Rote Erde. Am frühen Sonntag morgen, wenn andere Leute auf den Weg in die Kirchen sind, machte sich unsere Gruppe, die sportliche Fraktion und die Gruppe Kollektiv geschlossen als Szene auf den Weg Richtung Ruhrpott. Die Fahrt verlief wie so oft sehr kurzweilig bei mal guter, mal weniger guter Musik und dem ein oder anderen Bierchen. Trotz der verwirrenden Verkehrsführung zum Parkplatz erreichten alle 4 Busse diesen recht Zeitig. Nachdem man sich gesammelt hatte ging es auf den kurzen Fußweg zum Stadion Rote Erde, welches wie bekannt sein sollte im Schatten des etwas größeren Westfalenstadions gelegen die alte Heimat des BVB´s ist. Dort angekommen, enterte man nach endlosen Diskussion mit dem Ordnungsdienst bezüglich der mitgebrachten Fahnentaschen und der verbotenen Choreo den Block. Ob die Heimfans ihre Fahnen auch alle auspacken und unterm Arm in den Block tragen sollen ? Generell fiel die hohe Anzahl an Ordnungshütern auf. Da scheint jemand nervös gewesen zu sein.
Im Block wurden die Fahnen bestückt, die Zaunfahnen zum Ärgernis der Ordner zu hoch an den Zaun gehangen und im Anschluss die geplante Choreo vorbereitet. Mit dem Einlauf der Mannschaften prangte vor dem Gästeblock ein Spruchband mit großem Alemannia-Wappen und darauf war "Dem Adler und dem A Treu ergeben, widmen wir dem Dreieck unser Leben!" zu lesen. Im Block wurden dazu passende Alemannia-Wappen und gelbe Papptafeln in die Höhe gestreckt. Mit diesem entstanden Bild kann man sicherlich zufrieden sein.
Das Spiel auf dem Rasen ist aufgrund des Ergebnisses schnell erzählt.
Dortmund das ganze Spiel über Tonangebend mit massigen guten Torchancen. Diese wurden aber zum Großteil von Depta im Tor der Alemannia mit teilweise Glanzparaden zunichte gemacht. Die Nadelstiche der Alemannia konnten leider ebenfalls nicht das anvisierte Ziel erreichen. Somit blieb es beim doch eher glücklichen Punktgewinn. Diesen Punkt darf sich unser Schlussmann auf jeden Fall einrahmen und mit nach Hause nehmen.
Die Stimmung im Gästeblock ähnelte der, der letzten Spiele. Zwar war es keine herausragende Leistung, jedoch ging es für die relativ geringe Anzahl an Öchern in Ordnung. Die auf den Gästeblock knallende Sonne erleichterte das ganze auch nicht wirklich. Dennoch konnte man sich das ein oder andere mal gut Gehör verschaffen. Die Gegenseite rund um die "Ultras von die Amateure" konnte lediglich durch eine hohe Mitmachquote überzeugen. Zum Beginn der zweiten Halbzeit wurde noch ein Spruchband "Alles wegboxen Freddy!" entrollt, welches unserem Kämpfer aus der Kaiserstadt bei seinen WM Kämpfen den Rückhalt seiner Freunde zeigen soll.
Nach dem sage und schreibe Zehnten Spiel ohne Niederlage ging es zurück zu den Bussen und nachdem sich noch ein wenig gesonnt wurde, zurück in die Kaiserstadt.

In der nächsten Woche sind mit den Schalker Amateuren, die besten Freunde von Dortmund zu Gast in Aachen. Auf das elfte Spiel ohne Niederlage.


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Sa, 29.04.17 Borussia Mönchengladbach II - Alemannia Aachen 27.05.2017

Zuschauer: 822 (davon ca. 550 Öcher)

31. Spieltag Borussia Möchengladbach II - Alemannia Aachen 3:3

An diesem Samstagmittag stand das vorletzte Auswärtsspiel der Saison bei der U23 von Borussia Mönchengladbach auf dem Programm. Da der Stehplatz-Bereich sehr weitläufig ist, entschied man sich dazu, auf die überdachte Sitzplatztribüne des Rheydter Grenzlandstadions zu gehen um die Mannschaft von dort aus Lautstark zu unterstützen.
Aufgrund des kurzen Anreiseweges wählte man, wie in den Jahren zuvor, den Zug für die Anreise und somit ging es gegen 11:00 Uhr mit gut 150 Leuten Richtung Rheydt.

Nach kurzer und reibungsloser Fahrt erreichte man frühzeitig das Grenzlandstadion und die üblichen Vorbereitungen konnten erledigt werden. Dem Aufruf, den Sitzplatzbereich zu entern wurde zwar ganz passabel gefolgt, jedoch Beschränke die Borussia unverständlicherweise am Spieltag selber den Vorverkauf für den von uns Ausgerufenen Bereich und ließ angeblich aus Sicherheitsgründen nur 200 Karten für den Sitzplatz verkaufen.
Die Partie nahm schnell Fahrt auf und so führte man bereits nach 8 Minuten mit 1:0. Im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit blieb unsere geliebte Alemannia weiter am Drücker, konnte die Führung jedoch nicht ausbauen. Es kam wie es kommen musste und Gladbach glich kurz nach dem Pausentee aus. Es folgte ein offener Schlagabtausch in dessen Folge man trotz zweimaligem Rückstand dennoch einen verdienten Punkt erkämpfen konnte.
Supporttechnisch legte die Aachener Ultraszene einen recht ordentlichen Auftritt hin. Der Fahneneinsatz wusste diesmal zu überzeugen und phasenweise konnte, beflügelt durch die gute Akustik unter dem Dach, eine richtig gute Lautstärke erzielt werden. Allgemein wurden die Lieder an diesem Tage lange und laut gesungen und man fand einen guten Mix aus melodischen Liedern und kurzen, aber dafür lauten Schlachtrufen.
Nach dem Spiel wurde die Mannschaft für ihren aufopferungsvollen Kampf gefeiert, bevor man sich auf den kurzen Weg zurück in die schöne Kaiserstadt machte. Einen großen Teil zog es nach einer lustigen Fahrt noch weiter in die Stadt, bzw. eine Diskothek und so wurde die ganze Nacht feucht fröhlich bei feinster Livemusik vom Ballermann durchgefeiert.

Kommende Woche geht es zu der nächsten Zweitvertretung, wo uns diesmal aber auf der gegenüberliegenden Tribüne eine starke Amateurszene erwartet und man somit von einem stimmungsreichen Duell ausgehen kann.
Auf geht‘s nach Dortmund in die Rote Erde!


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Fr, 21.04.17 Alemannia Aachen - SC Verl 27.05.2017

Zuschauer: 4800 (davon ca. 25 Gäste)

30. Spieltag Alemannia Aachen - SC Verl 1:1

Freitagabend, Flutlichtspiel. Kann ein Wochenende denn schöner starten, als sich mit seinen Freunden nach Feierabend auf das ein oder andere kühle Getränk am gewohnten Treffpunkt zu verabreden, die Fritteuse für die eine oder andere Leckerei anzuwerfen, um vom tristen Regionalliga-Alltag abzulenken? Nachdem uns letzte Woche der Spielplan mit Rot-Weiß Ahlen noch einen etwas interessanteren Gegner bescherte, stand an diesem Freitagabend mit dem SC Verl mal wieder ein uninteressanter Dorfverein auf dem Programm. Als auch der Letzte an diesem späten Nachmittag eintrudelte wurde rechtzeitig ins Stadion aufgebrochen, um genügend Zeit zu haben, das Material zu bestücken.

Auf dem Spielfeld tat sich lange Zeit wenig, so gingen die Gäste kurz vor der Pause nach einem schönen Angriff nicht unverdient in Führung. Den Rückstand konnte Jannik Löhden Mitte der zweiten Halbzeit nach einer Ecke per Kopf jedoch zum 1:1 Endstand egalisieren, sodass die Alemannia nun bereits seit 8 Spielen ungeschlagen ist. Positiv zu erwähnen bleibt noch, dass die Südtribüne den Elfmeterschützen der Ostwestfalen so heftig nervös machte, dass dieser den folgenden Strafstoß über das Tor schoss. Dieses hätte kurz nach der Halbzeit wohl schon die vorzeitige Entscheidung bedeuten können.
Die Stimmung war an diesem Tag durchwachsen, einer eher verhaltenen ersten Halbzeit folgte eine durchaus akzeptable zweite Spielhälfte. Aber Luft nach oben ist ja bekanntlich immer.
Im Anschluss an das Spiel besuchten einige Leute unserer Gruppe noch den „Öcher Bend“ und ließen den Abend dort bis in die späten Stunden ausklingen.

In der kommenden Woche geht es für unsere Mannschaft am Samstag zur U23 von Borussia Mönchengladbach. Dort wird auf den Sitzplatzbereich der Haupttribüne gegangen. Macht mobil, alles für Aachen!


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Sa, 15.04.17 Rot Weiss Ahlen - Alemannia Aachen 27.05.2017

Zuschauer: 952 (davon ca. 400 Öcher)

29. Spieltag Rot Weiss Ahlen - Alemannia Aachen 1:1

Zum 29. Spieltag der Regionalliga West ging es für unsere geliebte Alemannia zu den abstiegsbedrohten Rot-Weißen aus Ahlen. Nachdem aus unbekannten Gründen das Spiel vom Gründonnerstag auf den Ostersamstag gelegt wurde, gestaltete sich die Tour zeitlich gesehen etwas fangerechter. Bedenkt man jedoch, dass gerade über die Ostertage viele Leute die freie Zeit nutzen um mal mit der Familie in Urlaub zu fahren, ist das kurzfristige Verschieben von Spielen mehr als ärgerlich. Für uns als Gruppe stellte es jedoch kein Problem dar, sodass man mit einem mehr als vollen Bus gen Ahlen fuhr.
Rechtzeitig traf man sich im schönen Aachen und machte sich frühzeitig auf den Weg. Nach 6 ungeschlagenen Partien und einem souveränen Kantersieg gegen Rödinghausen, gestaltete sich die Fährt lustig und mit voller Zuversicht auf den nächsten 3er.

Im Vergleich zu den letzten Spielen war die Verkehrslage mehr als gut und man erreichte trotz ausgiebiger Pausen das Wersestadion mehr als rechtzeitig.
Im Stadion ging es sofort an die gewohnten Vorbereitungen, das Tifo-Material wurde vorbereitet und der Zaun ausgiebig beflaggt. Schön zu sehen, dass der Aachener Auswärtsblock wieder von zahlreichen Zaunfahnen geschmückt wird, nachdem das lästige Materialverbot für Auswärtsspiele keine Anwendung mehr findet.

Stimmungstechnisch tat sich der Gästeblock zu Beginn der Partie schwer. Im Laufe der ersten Halbzeit konnte man die Stimmung dann jedoch steigern und legte einen durchschnittlichen Auftritt in.
Die zweite Halbzeit gestaltete sich, wie in letzter Zeit oft, besser als die erste und so konnten viele Lieder mit einer guten Lautstärke über längere Zeiträume gehalten werden. Das mitgebrachte Tifo Material fand, trotz extremen Windes, fast durchgängig volle Anwendung, was unseren Block abermals optisch sehr gut aussehen ließ.
Zu den Gastgebern lässt sich nicht viel sagen, außer 1-2 Male in kurzen Pausen zwischen verschiedenen Liedern waren sie garnicht zu hören und auch optisch bekam man in dieser tristen Liga schon einiges mehr zu bieten.

Fußball wurde auch gespielt und es ging mit einem mehr als verdienten Punkt zurück in die Heimat. Leider konnte die Spielüberlegenheit nicht in drei Punkte umgewälzt werden. Egal Männer, Mund abwischen und gegen Verl wieder voll Punkten!

Nach dem Spiel ereigneten sich leider einige unschöne Szenen, initiiert von unseren Freunden in grün, nachdem ein Ultra aus Aachen einen Kleber am Wersestadion kleben wollte. Die Reaktion waren ein kurzes Gerangel mit den Cops und eine Personalienkontrolle. An Unverhältnismäßigkeit kaum zu übertreffen.

Mit einer Stunde "Verspätung" ging es dann endlich zurück in unsere Kaiserstadt.


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Sa, 08.04.17 Alemannia Aachen - SV Rödinghausen 27.05.2017

Zuschauer: 4600 (davon ca. 20 Gäste)

28. Spieltag Alemannia Aachen - SV Rödinghausen 4:1

Nur vier Tage nach dem 1 zu 1 Unentschieden gegen die Zweite von Fortuna Düsseldorf stand bereits das nächste Heimspiel gegen den SV Rödinghausen auf dem Plan. Bei bestem Frühlingswetter bereitete man sich mit kühlem Gerstensaft und leckerem vom Grill auf den 28. Spieltag dieser sportlich gesehen gar nicht so schlechten Saison vor. Wenn da nur die Insolvenz und das anhaltende Chaos im Verein nicht wären. Trotz allem müssen wir gerade jetzt das Beste daraus machen. Nach dem Festmahl ging es gestärkt rüber ins Stadion. Dort wurden alle üblichen Vorbereitungen getroffen und unsere Hauptzaunfahne an den dafür vorgesehenen Ort gebracht. Auch wenn es offenbar den ein oder anderen stören mag, Zaunfahnen sind nicht verhandelbar!

Auf dem satten Grün sah es zu Beginn der Partie nicht wirklich nach einem hohen Sieg für unsere Elf aus. Chancen waren auf beiden Seiten mehr oder weniger Mangelware. Nach 23.Minuten versuchte es ein Spieler der Gäste einfach mal mit einem Weitschuss, dieser schlug dann unhaltbar für Nagel in der oberen Ecke ein. Aus 30m Entfernung kann man da schon mal von einem Sonntagsschuss am Samstag sprechen. In der Folgezeit passierte ebenfalls nicht sonderlich viel. Kurz vor der Pause konnte jedoch unser 3-Meter-Riese Löhden einen Freistoß von Mohr ins Gehäuse der Rödinghausener (oder Rödinghauser ? man weiß es nicht) zum umjubelten Ausgleich köpfen.
Nach der Pause legten die „Men in Black“ gut los und kamen sofort zu den ersten Chancen der zweiten Hälfte. Jedoch scheiterte Hammel gleich zweimal innerhalb von Fünf Minuten am gut aufgelegten Keeper der Gäste. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff wechselte Kilic Lance Mickels für Rüter ein. Dies bewies sich nur drei Minuten später als Glücksgriff, da Mickels einen schlampig verteidigten Ball Volley in die Maschen haute. Wiederum nur zwei Minuten später bereitete Mickels den 3:1 Treffer vor. Er passte einen Ball nach innen, welchen Gödde in Zusammenarbeit mit einem Gästespieler über die Linie brachte. Der Sprichwörtliche Deckel war aber noch nicht auf der Partie. Es entwickelte sich ein munteres Spiel, welches von einem Tor zum anderen ging. Jedoch ohne zählbares Ergebnis für eines der Teams. Den Deckel drückte wiederum Mickels kurz vor dem Ende drauf, als er den umjubelten Doppelpack schnürte. 4:1 für die Alemannia. Da kann man doch nicht meckern. Zumal Rödinghausen zuvor drei Spiele in Folge gewinnen konnte.

Die Stimmung war zwar keineswegs schlecht, jedoch fragt man sich wie es sein kann, dass an einem Samstag sichtlich weniger Leute den Weg in den Block finden als beim Spiel am Dienstag gegen D´dorf. Sicherlich auch beflügelt vom guten Spiel unserer Mannschaft, war die Stimmung im Großen und Ganzen in Ordnung. Einige Male konnte eine gute Lautstärke erzielt werden. Die 20 Gäste fielen lediglich durch ihre Fähnchen und den Torjubel auf.
Unser Trainer Kilic versuchte sich auf Drängen der Tribüne nach dem Spiel noch an einer Humba, sorgte damit jedoch für den einen oder anderen Lacher, da er mal glatt das A vergaß und daraus dann eine Humb entstand.

Am nächsten Samstag führt uns unser nächstes Auswärtsspiel zu den Verstrahlten von RW Ahlen. Auf einen vollen Block und die nächsten drei Punkte.


Karlsbande Ultras

 
Fr, 31.03.17 RW Essen - Alemannia Aachen 14.04.2017

Zuschauer: 10150 (davon ca. 1500 Öcher)

27. Spieltag RW Essen - Alemannia Aachen 1:2

Am Freitag sollte es nach Essen gehen worauf man sich in der tristen Liga eigentlich schon sehr freuen sollte, aber bei Alemannia ist natürlich immer alles anders und das meistens nicht im positiven Sinne. So meldete unser Vorstand die 2te Insolvenz innerhalb der letzten Jahre, so schnell hat das noch keiner geschafft. Natürlich waren alle sehr geschockt, aber groß gewundert, dass es irgendwann passiert bei den Schwachmatten in der Führung, hat es wohl die Wenigsten. In der Woche bestimmte dann das Thema Insolvenz das Geschehen, so dass wir mit einigen Leuten mal am Stadion vorbeischauten. Alle Verantwortlichen hatten sich natürlich schon aus dem Staub gemacht, allen voran Nichtskönner Skrypski, der sein Büro schon komplett leer geräumt hatte und zum Glück mit unserem Verein für immer abgeschlossen hat. Im Endeffekt war es wohl schon alles fast geplant, um jetzt doch noch schnell einen Investor an Bord zu holen. Wir hoffen die meisten Öcher sind nicht so blind und glauben diesen Versagern. Diese gaben der Fanszene dann die Vorlage für eine gemeinsame Fahne von allen Fanclubs und Gruppen ...Wir sind Alemannia Aachen... die Fans halt und nicht diese Clowns, die den Verein jedes mal wirklich kaputt machen. Wir möchten hier jetzt auch nicht weiter ausschweifen da es sonst eskalieren würde, dazu demnächst mit Sicherheit mehr.

Kommen wir zum Spieltag, darum geht es hier schließlich, auch wenn natürlich die Zeit davor jetzt andere Themen in den Vordergrund rückten. Am Spieltag selber trafen wir uns um die Mittagszeit in einer Lokalität, um die letzten Sache zu organisieren, bevor es zum Treffpunkt der Busse ging wo man die üblichen Nasen begrüßte. Von unserer Gruppe rollten heute 2 Busse und einige Autos, ebenfalls noch ein Bus der Erlebnis Fraktion. Die anderen beiden Gruppen reisten ebenfalls mit Bussen an. Nach den ersten Kilometern begannen die ersten Busse auch schon zu schwächeln, nicht die Insassen sondern die Busse an sich. So kamen alle Gruppen nachher einzeln am Stadion an, aber zumindest kamen alle pünktlich. Wir fuhren extra sehr früh, da unsere Gruppe noch eine Choreographie vorbereitet hatte, unsere beiden Busse waren dann auch die ersten dort und man machte noch ein Foto für einen Freund aus Stockholm von Hammarby, dem es sehr schlecht geht! Kämpfe Markus, auch hier nochmal. Kämpfe weiter wir stehen dir bei. Die Choreomaterialien kamen auch ohne Problem rein und so konnte man alles in Ruhe vorbereiten. Auf dem Parkplatz sammelten sich währenddessen auch immer mehr Öcher, doch Berührungspunkte mit Essen gab es trotzdem nicht, alles blieb ruhig. Choreomaterial verteilen klappte diesmal optimal, es gab keine Leute die zu cool waren eine Pappe zu nehmen.
Zu Spielbeginn zeigte unsere Gruppe eine Choreo, die auch reibungslos klappte. Vorne am Zaun gab es eine schöne Fahne, die im Schattenriss die Skyline unserer Stadt darstellte, dahinter 1200 Papptafeln mit dem Karlssiegel drauf. Abgerundet wurde dahinter mit dem Spruchband „Du bist der Mittelpunkt in meinem Leben". Vorher machte man nochmal die Mannschaft heiß damit man schnellstmöglich die 9 verlorenen Punkte der Insolvenz wieder reinholt. In den ersten 19 Minuten hing vor dem Block die Fahne wir sind Alemannia Aachen, die von fast allen Fanclubs gemeinsam hergestellt wurde. Diese soll darstellen, dass wir Fans der Verein sind und diesen auch mit leiten und leben. 19 Minuten hängt die Fahne da die Aachener Szene bis zu diesem Spiel mit einem kolletiven Fahnen und Materialverbot beschäftigt war und so meistens die ersten 19 Minuten schweigte. Jetzt wo die Verantwortlichen weg sind ist der Spöckes hoffentlich für immer vorbei.
Die Stimmung lief in den ersten 15 Minuten ebenfalls gut von den Lippen und der ganze Block stieg ebenfalls gut mit ein. Danach leider wieder das übliche Spielchen was wir meistens leider nur haben wenn 1000 oder mehr Gäste anreisen. Die ersten Reihen geben alles dahinter kommt fast gar nichts. Leute singt immer für eure Stadt und Verein und nicht nur wenn wir führen. Gerade im Rückstand oder wenn nix passiert muss der Block eskalieren und nicht nur bei Gesängen gegen den Gegner. In der 2ten Hälfte sah die Sache zum Glück anders aus und man konnte mehr überzeugen und es gab schon einige geile Momente wo man gut abging und sich auch alle beteiligten. Warum nicht immer so? Gerade das zusammen für Aachen rockte wie schon lange nicht mehr und nach der erneuten Führung vor Schluss gab es eh kein Halten mehr.
Von unserer Gruppe gab es noch 2 Spruchbänder, das bereits erwähnte für einen Freund aus Stockholm "Kämpa Mackan" und ein weiteres für die Jungs von Ultras Kerkrade, die ebenfalls von ihrem Verein mit einem sinnlosen Fahnen- und Materialverbot belegt wurden. Nicht nur die Freundschaft teilen beide Vereine, sondern auch beschissene Führungsriegen im Verein. Immer weitermachen Freunde. Yellow Connection zeigte ebenfalls noch ein Spruchband gegen Hammer, der sich mit seiner Aussage, wir "Hardcore-Fans" seien an der Insvolvenz schuld, mehr als lächerlich machte.
Die Stimmung auf Essener Seite können wir wegen eigenen Aktivitäten schlecht beurteilen, scheint aber ganz gut gewesen zu sein. 3-4 Mal stieg auch die ganze Tribüne oder das ganze Stadion ein dann war das schon ordentlich. Es gab noch ein Spruchband zu sehen bezüglich der Aufstiegsregelung, wo wir uns natürlich nur anschließen können. Meister müssen aufsteigen!
Auf dem Rasen gab es ein kämpferisches Spiel unserer Mannschaft zu bestaunen und man ging nicht unverdient in Führung. Essen gelang mit einem Sonntagsschuss der Ausgleich. Kurz vor Ende gelang Propheter noch der Siegtreffer, was für kollektives Ausrasten sorgte.

Nach dem Spiel wurde dann noch ordentlich mit der Mannschaft gefeiert ehe es geschlossen mit einem guten Haufen raus ging. Am Busparkplatz aber alles abgeriegelt und auch keine Essener in Sicht. Man fuhr dann mit allen Szenebussen gemeinsam aus der Stadt raus, da ja bekanntlich im dunklen gut munkeln ist, aber es passierte nix mehr. Die anderen Gruppen verloren wir ebenfalls aus den Augen, so dass wir dann nur noch mit unseren 3 Bussen einen Rastplatz zum gemeinsamen Feiern ansteuerten, dort wurde sich dann auch noch ordentlich gehen gelassen und der ein oder andere kam mit einigen Schrammen in der schönsten Stadt der Welt an.

Ein ganz großer Dank geht an das Team das sich trotz allem Hick Hack nicht aus der Ruhe bringen lässt, obwohl sie selber nicht wissen wie es mit ihnen weitergeht. Wir sind stolz auf unserer Team Alemannia !!!


Karlsbande Ultras

 
So, 19.03.17 FC Viktoria Köln - Alemannia Aachen 06.04.2017

Zuschauer: 1700 (davon ca. 500 Öcher)

25. Spieltag FC Viktoria Köln - Alemannia Aachen 1:2

Nach dem glorreichen Nachholspiel in Hagen gegen Sprockhövel musste unsere Elf am Sonntag die Reise nach Köln zum Tabellenführer antreten. Bereits am Freitag und Samstag patzten Dortmund und Gladbach, um uns noch mal aufzuzeigen, wo wir hätten stehen können, wenn wir so manchen unnötigen Punkt nicht hätten liegen lassen. Wir beschlossen mit den anderen Gruppen, dass die gesamte Ultraszene gemeinsam mit dem Zug anreist und so traf man sich Sonntagfrüh zeitig am Bahnhof. Kurz vor Abfahrt stießen die letzten Mitglieder dazu, wobei einer nach einigen Komplikationen bei der Parkplatzsuche eine nicht unerhebliche Parkhausrechnung vorzuweisen hatte. *Augenzwinkern* Die Polizei in Zivil hatte zufälligerweise für ihren Betriebsausflug das gleiche Ziel und versuchte sich unauffällig unter das Volk zu mischen. Die Fahrt verlief lustig und man erreichte die Domstadt, wie man so schön sagt, ohne weitere Vorkommnisse.

Die Kölner schlossen sich, wie bisher leider die meisten Vereine, dem geforderten Materialverbot unseres zukünftigen Ex-Geschäftsführers an. Die Maßnahme scheint echt Wirkung zu zeigen, toll wie konsequent Skrzypski daran festhält. Wie dennoch mal wieder alles an Tifo in den Block gelangen konnte, können wir uns auch nicht erklären. Auch noch ein Lob an Skrzypski, wie er hinter unseren Fanbeauftragten steht. Nicht mal Genesungsspruchbänder für den gesundheitlich angeschlagenen Fanbeauftragten durften zunächst mit rein. Nach ungefähr einer Stunde Diskussion durfte das Spruchband, inklusive der natürlich zum Hochhalten selbigens unbedingt notwendigen Stangen, dann doch mit rein, danke dafür!

Im Block angekommen platzierten sich die Ultragruppen gewohnt mittig unten im Block. Insgesamt waren rund 500 Öcher dabei, der Stehplatzbereich war recht voll und man legte direkt zu Beginn gut los. Mit einem gesunden Mix aus melodischen Klängen und Gassenhauern versuchte man die Mannschaft nach vorne zu peitschen. Das Spiel plätscherte so vor sich hin, doch so richtig interessant wurde aber erst die Schlussviertelstunde. In Minute 76 gingen die Kölner zunächst in Führung, doch nur 7 Minuten später egalisierte Hammel dies und der schwarz-gelbe Anhang wurde noch mal richtig wach. Fejzullahu honorierte dies in der 90. Minute zum 2:1 Endstand für die Ruhmreichen, wonach es im Block und auf dem Platz kein Halten mehr gab. Schön, auch die Begeisterung der Mannschaft zu sehen. Weiter so!

Der Kölner Anhang fiel zu Beginn positiv durch ein Spruchband „Gegen Materialverbote“ auf. Danke für die Solidarität und schön zu sehen, was man eigentlich überall von der Maßnahme hält. Ansonsten war gewohntermaßen nicht viel von der Heimgeraden zu vernehmen, es gibt halt auch interessantere Vereine in der Stadt am Rhein.

Nach dem Spiel wurde unser mitgereister Stadionverbotler lautstark wieder in Empfang genommen. Respekt dafür, in der aktuell nicht einfachen Situation immer und überall dabei zu sein. Durchhalten, deine Zeit kommt bald! Die Rückfahrt verlief relativ ruhig, da für die meisten am Montag ja wieder der Ernst des Lebens anstand. So erreichte man am späten Sonntagnachmittag wieder die wunderschöne Kaiserstadt und konnte das Restwochenende mit einem guten Gefühl genießen.

Eins liegt uns noch sehr am Herzen und deshalb wollen wir heute mit dem bereits erwähnten Spruchband abschließen, welches in der zweiten Halbzeit gezeigt wurde:

Gute Besserung, Robert!


Karlsbande Ultras

 
Sa, 11.03.17 Alemannia Aachen - Wuppertaler SV 06.04.2017

Zuschauer: 6500 (davon ca. 1500 Gäste)

24. Spieltag Alemannia Aachen - Wuppertaler SV 1:0

Wuppertal kommt - für uns und den Rest der Szene heißt das, endlich nochmal ein Spieltag an dem was los ist!
Bereits am Freitagabend vor dem Spiel fanden wir uns zu einem gemütlichen Stelldichein mit Teilen der anderen aktiven Gruppen in der Stadt ein. Mit dem ein oder anderen Bierchen und ein paar netten Gesprächen verbrachte man gemeinsam diesen kurzweiligen Abend.

Der Spieltag selber begann für uns dann etwas früher als gewohnt. Gemeinsam mit den Jungs vom Kollektiv trafen wir uns frühmorgens in der Stadt. Die Zeit bis zum Aufbruch in Richtung Stadion verlief sehr kurzweilig bei ausgelassener aber gespannter Stimmung und so machten wir uns pünktlich auf unseren Weg Richtung Krefelder Strasse.
Leider - aber natürlich erwartungsgemäß - nicht ohne die Begleitung von nicht grade wenig Bullen.
Am Stadion angekommen standen wir dann erstmal noch vor verschlossenen Toren - scheinbar gabs wohl nächtlichen Besuch aus dem Bergischen Land im Stadion und deshalb hielten es Polizei und Sicherheitsverantwortliche wohl für nötig, nochmal einen Sicherheitscheck auf den letzten Drücker im Stadion durchzuführen.
Schade das man sich dann wohl am Vorabend verpasst hatte....

Nachdem man dann verspätet den Stimmungsblock entern konnte, konnte man auch nach und nach beobachten wie sich der Gästeblock endlich nochmal füllte. Das machte natürlich noch mal etwas mehr Lust auf den bald folgenden Anpfiff - doch zunächst, wie aufmerksame Beobachter sicher wissen, hieß es für uns leider erstmal wieder den Stimmungsboykott gegen Timo "den Schrecklichen" aufrecht zu erhalten. Der große Teil der Süd beteiligte sich auch diesmal wieder daran und so blieb unsere Tribüne die ersten 19 Min. des Spiels ruhig - sicherlich kein schöner Zustand, aber wir werden diesen Weg weiter gehen, weiter gehen müssen. Solang sich dieser unzumutbare Zustand des kollektiven Fahnenverbots für Aachener bei Auswärtsspielen nicht ändern wird, gibt es für uns keine Alternative. Eben besagte aufmerksame Beobachter scheint es in Wuppertal eher nicht zu geben, anders sind die ziemlich peinlichen Sprechchöre, warum man denn "so leise" sei, nicht zu erklären!?

Abgesehen davon startete der Gästeblock gut aufgelegt und überzeugte in der Anfangsviertelstunde durch eine nahezu 100%ige Mitmachquote bei ihren Gesangs-, Hüpf- und Klatscheinlagen! Garnicht übel - allerdings war das Pulver dann wohl auch nach den ersten 19 Min. verschossen und der starke Beginn konnte nicht gehalten werden. Positiv bleibt aber noch zu erwähnen, dass die "Wuppis" ihr Tifomaterial komplett an den Ordnern vorbei brachten, trotz diesmal auch für den Gästeblock in Aachen geltendem Materialverbot - ausgesprochen von unserem Geschäftsführer, der wohl scheinbar in seiner Position nichts anderes zu tun hat, als sich damit zu beschäftigen Fußballfans unnötig das Leben schwer zu machen.

Die Süd zeigte während des Stimmungsboykotts mehrere Spruchbänder gegen Timo und den Aufsichtsrat, sowie ein Spruchband mit der Aufschrift "Gegen Kollektivstrafen", das in mehreren Tribünenteilen in den Bereichen der sich beteiligenden Fanclubs im 10-Minuten-Abstand hochgehalten wurde. Nach Ablauf der 19 Min. des Schweigens startete man zuerst zwar recht gut, konnte dieses Niveau aber leider kaum über die gesamte Spielzeit aufrecht erhalten. Schade, wenn man bedenkt das es endlich nochmal einen gefüllten Gästeblock auf der Gegenseite gab. Da muss dann einfach viel mehr kommen - auch wenn das in diesen Zeiten mit den Begleiterscheinungen vielleicht auch nicht immer ganz so einfach ist - oder vielleicht grade deswegen!!

Immerhin zeigte die Mannschaft auf dem Rasen eine Reaktion auf das grausame Gekicke in Bonn in der Vorwoche, wo man ja eine herbe, aber hochverdiente 0:4 Klatsche hinnehmen musste. Einsatz und Kampfgeist stimmten und so wurde das Spiel durch ein Tor durch Mickels in der 55. Minute zurecht gewonnen und die 3 Punkte blieben in der schönen Kaiserstadt.

Nächste Woche führt uns unser Weg ins Ischeland-Stadion nach Hagen, wo es gegen Sprockhövel dann hoffentlich den nächsten 3er gibt. Abzuwarten bleibt, ob sich der Gastgebende Verein von Timo und seiner Heulerei anstecken lässt und uns mal wieder unsere Fahnen verbieten will...


Karlsbande Ultras

 
Fr, 03.03.17 Bonner SC - Alemannia Aachen 06.04.2017

Zuschauer: 2100 (davon ca. 700 Öcher)

23. Spieltag Bonner SC - Alemannia Aachen 4:0

Eigentlich war das Spiel beim BSC ja auf einen Samstag gelegt worden, aber irgendwer hatte wieder mal etwas dagegen. So wurde das Spiel auf den Freitag vorverlegt.
Ansich gibt es schlimmeres als an einem Freitagabend unter Flutlicht am Sportpark Nord anzutreten, wären da nicht Schule und Arbeit. So hetzten sich wieder alle Leute ab um pünktlich zum Treffpunkt am Bus zu stehen. Nachdem die üblichen Nasen begrüsst wurden und alle Mitbringsel verstaut waren, ging es auch zügig los. Da es diesmal ohne Stau voran ging und die Strecke nicht die weiteste ist, entschied man sich nochmal einen Zwischenstopp einzulegen, um auf den Geburstag eines unserer Mitglieder anzustossen. Danke für den unheimlich leckeren Fernet Branca für die gesamte Busbesatzung und auch an dieser Stelle nochmal Alles Gute!
In Bonn angekommen steuerten wir den Treffpunkt der Bonner Jungs an, da wir freundschafliche Kontakte zu diesen pflegen und wenigstens mal vor dem Spiel Guten Tag sagen wollten. Dies gefiel anscheinend nicht allen, so das von Sekunde zu Sekunde immer mehr Grüne anrollten. Nach ein paar Minuten war man auch direkt komplett gekesselt und man durfte erstmal nicht weiter Richtung Stadion ziehen. Absolute Frechheit und Willkür wiedereinmal, da steht man nicht auf Kriegsfuss und darf dann auch nicht gemeinsam zum Stadion ziehen. Einige Leute konnten sich vorher schon dem Kessel entziehen und berichteten von weiteren Polizeieinheiten am Stadion. Und das bei einem Spiel welches auch ohne einen einzigen grünen friedlich abgelaufen wäre. Steuerverschwendung en masse. Vor dem Stadion musste dann auch jeder seinen Weg gehen und wir Öcher wurden erstmal über eine halbe Stunde durch Bonn getrieben, ist ja nicht so das wir schon am Stadion waren. Ohne auf Toilette zu dürfen natürlich. Endlich am Stadion angekommen ging das übliche Spielchen wieder los, unser toller Geschäftsführer tut alles dafür, dass wir auch nirgendwo nur ein Teil reinbekommen, obwohl der Gastgeber kein Problem sieht. So verbot wohl diesmal der Verband, die Polizei etc auf Druck von unserem tollen Timo wieder alles an Tifomaterialen und Zaunfahnen. Da blieb dann dem BSC wohl auch nichts anderes übrig als sich zu beugen, obwohl uns vorher etwas anderes versichert wurde. Auf ein Wort von Offiziellen kann man aber eh schon lange nix mehr geben. Wir entschieden uns mit den anderen beiden Gruppen auf den überdachten Bereich zu gehen. Diese Entscheidung fällten wir relativ spontan, so dass leider nicht alle Öcher vorher Bescheid wussten. Dennoch zogen fast 200 Leute mit auf die Haupttribüne. Dank der tollen Verbote muss man leider immer öfters Sachen spontan entscheiden oder improvisieren.
Kurz vor Anpfiff tauchten dann wieder alle möglichen Gruppenfahnen und Schwenkfahnen im Block auf. Toll Timo, bringt es sehr deine Hetze gegen die eigenen Fans. Fahnen sind wichtiger als du, also mach bitte die Biege und lass uns in Ruhe!!! Ordner und Polizei interessierte dies nun auch nicht mehr und so verbrachte man von jetzt an einen entspannten Tag was dies betrifft. Entspannt ging es auf dem Spielfeld auch zu, aber halt so entspannt, dass unsere Spieler die Bonner einfach mal spielen ließen und sich nicht wirklich wehrten. Folgerichtig gelang Bonn in der 41.Minute das 1:0 um direkt im Anschluss nachzulegen. So stand es zur Halbzeit 2:0. Direkt nach Wiederanpfiff dann bereits 3:0 womit dann auch alles gegessen war. 4:0 verlor man letzendlich, damit ist auch alles ums Spiel gesagt - absolut enttäuschend und peinlich!!!
Auf den Rängen sah dies schon besser aus, gerade in der ersten Halbzeit wählte man ein gutes Liedgut und schmetterte dies extrem laut Richtung Rasen. Auch viele Schwenker und Doppelhalter waren im Einsatz sowie Zaunfahnen aller Gruppen, so dass die ganzen Verbote wieder ins lächerliche gezogen werden konnten und wir den Umständen entsprechend die Mannschaft bestmöglich unterstützen konnten. Alle auf dem überdachten Bereich zogen gut mit und so konnte man auch mal einen lauten Wechselgesang mit den 400 Öchern auf der Gegengrade starten. Zur 2ten Hälfte ging es etwas ruhiger weiter was natürlich am Spielverlauf lag, bei 3:0 Rückstand gegen einen Aufsteiger hat nicht mehr jeder im Block Lust freizudrehen, sondern man regt sich auch zurecht zwichendurch etwas auf. Wir starteten die 2te Hälfte mit einer kleinen Choreographie unserer Gruppe. Alles trotz jeglicher Verbote. Vorne gab es die Zaunfahne "ULTRAS | GESTERN, HEUTE, FÜR IMMER |" mit den Wappen der Kbu zu sehen und dahinter Papptafeln mit dem Schriftzug Karlsbande. Sagt eigentlich schon alles, wir werden unseren Verein immer lieben und unterstützen, auch wenn andere mit diesem schon lange abgeschlossen haben. Genauso werden wir uns als Ultras nicht verbieten lassen - und das für alle Zeit. Im Laufe der 2ten Halbzeit gab es dann noch ein Spruchband für einen Freund der im Krankenhaus liegt, gute Besserung Fabian auch nochmal an dieser Stelle, wir sind für dich da!!! Der Aachener Haufen entschied sich trotz Demütigung auf dem Platz 90 Minuten alles zu geben, wobei die 2te Hälfte natürlich nicht mehr die gleiche Intensivität wie die erste hatte.
Die Szene Bonn ist aktuell stark von Stadionverboten geplagt aus zum Teil lächerlichen Gründen. Für eine kleine Szene von dieser Größe natürlich die totale Katastrophe. Davon sind auch fast alle Führungspersonen betroffen. Heute befanden sich ca 35 Leute der Gruppe im Stadion, die wohl 90 Minuten ihr Ding runterspulten. Gehört hat man diese aufgrund des Standortes und der eigenen Aktivitäten nicht. Kämpfen Szene Bonn, Stadionverbote bekommen euch nicht kaputt!!!
Nach dem Spiel ging es geschlossen Richtung Busparkplatz, wo man dann die anderen Aachener und eigenen Autofahrer verabschiedete und sich noch mit dem Bus auf den Weg in eine Bonner Kneipe machte wo man trotz beschissenem Spiel noch ein paar schöne Stunden verbrachte ehe der Bus weit nach Mitternacht in die schönste Stadt der Welt aufbrach !!!
Alemannia Aachen wird nicht untergehen.
Karlsbande Ultras gestern, heute, für immer !!!


Karlsbande Ultras

 
Sa, 25.02.17 Alemannia Aachen - SC Wiedenbrück 06.04.2017

Zuschauer: 4800 (davon ca. 10 Gäste)

22. Spieltag Alemannia Aachen - SC Wiedenbrück 3:1

Endlich stand also das erste Spiel in diesem Jahr vor der Türe, nachdem das Spiel in Sprockhövel (wegen Unbespielbarkeit des Platzes) abgesagt wurde.
Zu Gast war der SC Wiedenbrück. Dass es nach der langen Winterpause endlich wieder Fussball zu sehen gab, ließ sicherlich bei den meisten eine gewissen Vorfreude auf das Spiel aufkommen.
Zur 5. Jahreszeit, die in Aachen sehr zellebriert wird, traf man sich verkleidet ein wenig früher als zur gewohnten Zeit und genoß neben einigen Getränken und Bockwurst mit Brot das Beisammensein.
Mit dem richtigen Pegel ging es dann zum Stadion.
Im Block angekommen begab man sich daran, die Zaunfahne aufzuhängen und umzuklappen, da wir bis zur 19. Minute stillschweigend boykottierten bzgl. des angeordneten Fahnen- und Bannerverbot bei Auswärtsfahrten.
Das Spiel lieferte Chancen auf beiden Seiten, doch waren unsere Gäste aus Wiedenbrück effizienter und erzielten in der 53. Spielminute die Führung. Jetzt hieß es Mund abwischen und weiter.
Die Schwarz-Gelben haben Moral und Kampfgeist bewiesen, als in der 61. Minute Maik Kühnel zum ausgleich traf.
Unsere Alemannia war wie ausgewechselt und kämpfte sich in Richtung Führung. Diese gelang Mergim Fejzullahu in der 89. Minute.
Freude brach aus und es gab kein Halten mehr, hatte man mit so etwas nicht gerechnet. Mergim Fejzullahu machte sogar noch den Deckel in der Nachspielzeit drauf und traf durch einen sehr schönen Freistoss zum 3:1 Siegtreffer.
Nach dem Spiel ging es Richtung Stadt, um dort den Sieg und den Karneval zu feiern.


Karlsbande Ultras

 
Investor - erwünschter Heilsbringer oder doch nur Augenwischerei? 09.01.2017



Liebe Alemannen,

kaum ein Thema in der letzten Zeit beherrschte die Nachrichten um unseren Verein so sehr, wie ein möglicher Investor. Sei es die "regionale Variante", sei es die "überregionale Investorengruppe" oder sogar ein ausländischer Geschäftsmann. Kaum ein Thema sorgte für mehr Streit unter den Alemannia Anhängern. Auf der einen Seite die, die diese Variante verpönen, auf der anderen Seite die Befürworter einer solchen Variante.

Doch, was sind die Konsequenzen aus so einem Investor? Eine Erfolgsgeschichte sondergleichen? Oder doch eher ein kaputter Verein mit Traditionsverlust?

Bewusst haben wir uns lange zu dieser Thematik bedeckt gehalten, da die Ausgangssituation eine immense Tragweite und eine einschneidende Auswirkung auf die Zukunft unseres Vereins hat. Nach ausführlicher Ausarbeitung der Sachlage möchten wir nun zur Gesamtthematik „Investor“ unvoreingenommen informieren.
Hierzu wollen wir Euch am 30. Januar im „Deutschen Haus“ (Adalbertsteinweg 128, 52066 Aachen) zu einer Informationsveranstaltung, mit anschließendem Meinungsaustausch, einladen.

Wir wollen an dieser Stelle anmerken, dass dies keine Konkurrenzveranstaltung zu anderen Informationsabenden mit gleicher Thematik darstellt, sondern vielmehr einer weiteren Personenanzahl die aktuelle Situation näherbringen. Folglich ist die Teilnehmeranzahl nicht limitiert. Zur weiteren Planung bitten wir jedoch Fanclubs, sofern diese mit mehreren Teilnehmern kommen, uns unter info@karlsbande.de über die genaue Besucherzahl zu informieren. Einzelpersonen sind selbstverständlich auch ohne Anmeldung gerne gesehen.

Bei weiteren Fragen wendet Euch an die bekannten Personen oder aber an die oben genannte E-Mail Adresse.

Karlsbande Ultras, Januar 2017

 
Sa, 10.12.16 Alemannia Aachen - Rot-Weiß Oberhausen 06.04.2017

Zuschauer: 4900 (davon ca. 300 Gäste)

20. Spieltag Alemannia Aachen - Rot-Weiß Oberhausen 1:0

Nun stand also das letzte Spiel in diesem Jahr vor der Türe. Zu Gast waren die Rot-Weißen aus Oberhausen, was sicherlich bei den meisten eine gewissen Vorfreude auf das Spiel aufkommen ließ, da es nicht irgendein Dorfverein ohne Fans ist, gegen den wir antreten sollten. Entweder der aktuellen Jahreszeit geschuldet oder weil es einfach nicht genug Affenkostüme gab, reiste gut die Hälfte der Gäste in Weihnachtsmannkostümen verkleidet an und präsentierte dazu kleine Schwenker.
Zum Abschluss des Jahres traf man sich ein wenig früher als zur gewohnten Zeit und stellte neben den üblichen alkoholischen Getränken auch noch eine gute Basis leckerer Kostbarkeiten an Essen bereit. Gestärkt und mit dem richtigen Pegel ging es dann zum Stadion.
Im Block angekommen begab man sich daran, den Zaun zu behängen und die großen und kleinen Schwenker aufzuziehen. Anders als bei den Spielen zuvor unterstützte man die Mannschaft heute von der 1. Minute an. Das Spiel lieferte Chancen auf beiden Seiten, doch war es unsere Mannschaft, die durch Rüter in der 33. Minute in Führung ging.
Die Freude über diesen Treffer war natürlich groß, da kurz darauf aber die geplante Protestaktion gegen das kollektive Materialverbot bei Auswärtsspielen begann, konnte man den Schwung der Führung stimmungstechnisch nicht mitnehmen.
In der zweiten Halbzeit waren die Schwarz-Gelben weiter bemüht, dass die drei Punkte heute in der Kaiserstadt bleiben. Den Gästen gelang es nicht, daran etwas zu ändern. Eher hätte unsere Elf beinahe noch mit einem Freistoß an die Latte auf 2:0 erhöht.
Optisch präsentierte man heute wieder einen gut gefüllten Block, die dadurch mögliche Lautstärke wurde jedoch leider nicht immer erreicht. Zwar funkte die Begeisterung teilweise auf und war dementsprechend akkustisch wahrnehmbar, konnte aber nicht das ganze Spiel über gehalten werden.
Nach dem Spiel ging man noch mit der Gruppe in die Stadt und verbrachte dort einen feuchtfröhlichen Abend zusammen.
Bis zum Wiedersehen im neuen Jahr wünschen wir allen Schwarz-Gelben Anhängern ein frohes Weihnachstsfest und einen guten Start ins neue Jahr!


Karlsbande Ultras

 
So, 04.12.16 SG Wattenscheid 09 - Alemannia Aachen 06.04.2017

Zuschauer: 1000 (davon ca. 400 aus der Kaiserstadt)

19. Spieltag SG Wattenscheid 09 - Alemannia Aachen 3:1

An diesem kalten zweiten Adventssonntag ging es für die Alemannia und somit selbstredend auch für uns in den Pott zur SG Wattenscheid 09, zum letzten Auswärtsspiel in diesem Kalenderjahr. Recht früh startete die Reise im vollbesetzten Doppeldecker um die 130km hinter sich zu bringen. Nach dem ein oder anderen Getränk zur inneren Erwärmung kam man dementsprechend zeitig im Bochumer Ortsteil an und machte sich auf den Weg in den Sitzplatz-Bereich. Diesen wählte man nach positiven Erfahrungen aus dem letzten Gastspiel in der Lohrheide wieder, um von dort aus mit den beiden anderen Gruppen gemeinsam unser Team anzufeuern. Im weitläufigen Stehplatzbereich ist dies bei einer geringeren Zahl an Auswärtsfahrer nur schwierig umzusetzen. Der Einlass zog sich zwar ein wenig in die Länge, hinein schaffte es aber trotzdem alles was die SGW in Absprache mit unserem werten Geschäftsführer verboten hatte. Somit hingen kurz vor Spielbeginn alle Fahnen an ihrem Platz und zahlreiche Schwenkfahnen sorgten für ein gutes Bild. Eine geplante Choreo wurde ebenso wie das andere Material, welches zu unserer Fankultur gehört, verboten.
Unser Team legte auf dem satten Grün nach dem 4:0 in der Vorwoche gegen die unsportlichen Freunde aus Siegen gut los und erarbeitete sich früh die ersten Chancen. Nach einer Viertelstunde brachte Fejzullahu die Schwarz-Gelben mit einem Volleyschuss von der Strafraumkante sehenswert in Führung. In der Folgezeit dominierte unser Team weiter das Spiel, vertendelte aber leichtfertig große Chancen die Führung auszubauen. So wie Ernst, der in der 22. Minute frei auf den Wattenscheider Keeper zulief und an diesem scheiterte. Nach einer halben Stunde bewahrheitete sich wieder der Spruch, wenn man vorne seine Chancen nicht nutzt.... Wattenscheid netzte einen Freistoß aus gut 30 Metern direkt in die untere Ecke und war wieder im Spiel. Zehn Minuten später das selbe Bild. Gleiche Position und gleicher Schütze. Frei nach dem Motto was einmal klappt, klappt auch ein zweites mal, landete der Ball wieder in der gleichen Ecke. Schlussmann Sprint schaute sich den Treffer in aller Seelenruhe an. Nach der Halbzeit war Aachen weiterhin die bessere Mannschaft, dies nutze aber nichts. Zehn Minuten vor Schluss gelang Wattenscheid das 3:1 und entschied damit das Spiel. Zwar setzte Rüter kurz darauf noch einen Ball an die Latte, dies änderte an der Niederlage aber herzlich wenig.

Die Stimmung konnte auf unserer Seite überzeugen. Zwar gab es nach den Gegentoren einige ruhigere Minuten, im großen und ganzen kann man aber im Gegensatz zum Spiel zufrieden mit der Leistung auf den Rängen sein. Einige Male schallten unsere Gesänge lautstark durch die Lohrheide.
Von der Szene WAT, die mit wenigen Leuten hinter ihren Zaunfahnen stand, hörte man so gut wie nichts. Lediglich nach den Toren konnte man sie kurz vernehmen. Positiv zu erwähnen ist jedoch ihr Spruchband zu Beginn des Spiels, welches auf unsere Problematik bezüglich der Zaunfahnen einging. "Fussball ohne Fahnen ist wie Bier ohne Alk. Knallt nicht". Recht haben sie.
Nach dem Spiel ging es raus zu unseren Jungs, die trotz der niedrigen Temperaturen vor den Toren die Stellung halten. Ihnen widmete man noch den ein oder anderen Gesang, bevor es in den Bus und auf die Heimreise in die Kaiserstadt ging. Im Bus zeigte sich wieder dieses seltsame Phänomen, dass die Stimmung nach Niederlagen zum Teil besser ist als nach Siegen. Frustsaufen könnte man das ganze nennen. So wurde es eine lustige Rückfahrt auf der man an einer Raststätte einiges an Spaß hatte, was bei dem ein oder anderen polnischen Trucker für Verwirrung gesorgt haben dürfte.

In der kommende Woche gastiert noch der RWO in Aachen, bevor es in die wohlverdiente Winterpause geht.


Karlsbande Ultras