.: Karlsbande Ultras :.
 
Spielberichte 30.05.15

Zuschauer: 1939 (davon ca. 700 aus Aachen)

34. Spieltag Sportfreunde Siegen - Alemannia Aachen 0:7

Letzter Spieltag der Saison 14/15. Zwar war die Saison bereits vor dem Spiel gegen die Sportfreunde entschieden, dennoch wollte man seinem Team für die tolle Saison danken. Somit machten sich drei Busse der Karlsbande am Samstagmorgen auf den Weg in Richtung Siegerland. Die Fahrt verlief wie die meisten Fahrten in dieser Saison meist fröhlich und mindestens genauso Feucht. Kurz vor Siegen traf man sich noch mir den Jungs von Yellow Connection und dem Kollektiv, um sich gemeinsam mit der gesamten Ultraszene in Richtung Stadion aufzumachen. Letztendlich fanden sich immerhin gut 700 Öcher im Gästeblock des Leimbachstadions ein. Nachdem man ohne große Probleme alle Materialien, was an dieser Stelle durchaus als positiv vermerkt werden kann, mit rein nehmen konnte, ging es daran den Zaun ordentlich zu bestücken und die Banderolen in Position zu bringen. Die mit den Worten KARLS und BANDE beschrifteten Banderolen, sollten den gesamten Block bündeln und ein kompaktes Bild abgeben. Erfreulicherweise geschah dies genauso, wie man es sich vorgestellt hatte. Über unserer Fahne hing natürlich die Fahne für unseren Freund Julian der sich zum Glück aktuell auf dem Weg der Besserung befindet, was aktuell für uns alle das Wichtigste ist. Die aktive Fanszene auf der Gegenseite, kündigte einige Tage vor dem Spiel an, diesem aufgrund der miserablen Leistung und des bereits feststehenden Abstiegs fern zu bleiben. Somit war die Stimmungshoheit bereits vor dem Spiel entschieden. Hätte aber auch mit Sicherheit sonst nicht anders ausgesehen. Bevor das runde Leder auf dem satten Grün rollen konnte, zog im Leimbachtal jedoch ein dichter Nebel auf. Diesem wirkte der Gästeblock mit Fackeln, gelben und schwarzen Rauchtöpfen sowie schönen Breslauern entgegen, damit man auch ja nicht übersehen wird. Das ganze sorgte bei den Ordnern vor dem Block ein wenig für Aufregung, ergab dennoch ein stimmiges und nettes Bild. Das Spiel ist recht schnell abgehandelt. Bereits in der achten Minute konnten unsere Schwarz-Gelben durch Garcia in Führung gehen. Zehn Minuten später war es wiederum Garcia, der sein zweites Tor erzielte. Danach war das Eis bzw. die Heimmannschaft gebrochen. Das muntere Tore schießen konnte fortgeführt werden. Getreu dem Motto „Wer hat noch nicht, wer will nochmal?“ sollte man meinen. Behrens, 2x Maier und 2x Graudenz, sorgten mit ihren Toren für den höchsten Sieg dieser Saison. Ein krönender Abschluss, einer überragenden Saison. Wenn man sich nach dem Spiel mal die Tabelle genau anschaute, könnte man doch fast weinen. Ein einziger Punkt fehlte letztendlich für die Meisterschaft und die damit verbundene Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga, da Gladbach ihr letztes Spiel bei der Zweitvertretung von Schalke verlor. Selbst das Torverhältnis sprach durch den hohen Sieg am Ende für uns. Ein Punkt. Aber sei es drum. Die Stimmung im Gästeblock konnte, sicherlich auch aufgrund des Spielverlaufs, vollends überzeugen. Die Mitmachquote war bis auf einige wenige am Rand des Blockes hervorragend, genau wie die Lautstärke über die gesamten 90 Minuten. Die oben erwähnten Banderolen sorgten für ein kompaktes Bild und das Intro zum Spiel konnte ebenfalls überzeugen. Das Intro der zweiten Halbzeit, welches aus den bekannten KARLSBANDE Doppelhaltern und einigen Schwenkern bestand, konnte sich ebenfalls sehen lassen. Somit kann man von einem rundum gelungenen Auftritt sprechen. Die Heimszene zeigte sich kurz vor Schluss auch noch mal kurz auf der Gegengeraden, was mit den üblichen Gesängen kommentiert wurde. Nach dem Schlusspfiff wurde das Team noch gebührend gefeiert, ehe es zu den, von der Polizei aus Angst, vor herumirrenden Massen an Gästefans, im Block geparkten, Bussen ging. Die Heimseite zog genauso schnell wieder ab, wie Sie gekommen war. Dennoch gab es noch ein kurzes Handgemenge mit der Staatsmacht, da diese den Block verschloss und anfing Pfeffer in die wartende Menge zu sprühen. Nachdem sich die Situation beruhigt hatte, ging es in die Busse um die Heimreise an zu treten. Die Rückfahrt wurde dann eine Art Saisonabschlussfeier und es gab kein Halten mehr. Wieder in Aachen, verabschiedete man sich in die, auch für uns, wohlverdiente Pause. Dennoch gibt es noch zwei Highlights in dieser Spielzeit. Denn unsere Freunde aus Kerkrade stehen nach dem Weiterkommen in der ersten Aufstiegsrunde gegen den FC Emmen kurz vor der Rückkehr in die erste Liga. Bei den beiden entscheidenden Spielen gegen NAC Breda, werden somit einige Aachener anwesend sein und hoffentlich den Aufstieg mit feiern. Roda und der TSV.

Abschließend möchten wir uns noch bei allen bedanken, die auch in dieser Saison treu an unserer Seite standen und trotz allen Schikanen zu uns stehen. Genießt soweit es möglich ist die fußballfreien Wochen, um gestärkt in die neue Saison zu gehen.

Karlsbande Ultras

 
Sa, 17.05.15 Alemannia Aachen – SC Verl 11.08.2015

Zuschauer: 12.700 (davon 10 aus Verl)

33. Spieltag Alemannia Aachen – SC Verl 2:0

Vorletzter Spieltag und gleichzeitig das letzte Heimspiel einer überraschenden Saison. Ein kleiner Funken Hoffnung bestand noch, um in den letzten zwei Spielen die Tabellenspitze zu übernehmen und sich für die Relegation zu qualifizieren. So traf man sich schon früh, um das letzte Heimspiel einzuläuten. Vor Spielbeginn wurde der Grill schon mal auf seine Belastbarkeit für's Saisonabschluss-Grillen nach dem Spiel getestet und die ersten Rauchzeichen abgesetzt. Im Stadion zeigte sich wieder ein recht gut aufgelegter Stimmungsblock, der sich in unseren Augen über die komplette Saison positiv entwickelt hat. Immer mehr Leute fanden den Weg hinter's Tor und bilden so einen fest etablierten Stimmungskern auf der Süd. Trotz der hohen Anzahl an Gruppen und der ein oder anderen Unstimmigkeit über den Verlauf der Saison, kann man nun schon von einer recht homogenen Maße sprechen. So kann man gespannt sein, was die nächsten Jahre mit sich bringen. Spielerisch dominierte unsere Alemannia mal wieder auf heimischen Boden und Behrens netzte kurz vor Ende der ersten Halbzeit ein. Der Buschfunk meldete, dass es zur Halbzeit schon 2:0 für die Bauern stand und man sich nun keine Hoffnungen mehr machen muss. Stimmungstechnisch machte dies jedoch keinen großen Bruch. Am Ende entschied man das letzte Heimspiel durch eine solide Leistung 2:0 für sich. Beim anschließenden Abschlussgrillen spekulierte man noch über die Gründe des kurzzeitigen Einbruches und ob die Austragung der Streitigkeiten unseres Sportdirektors über die Medien dafür verantwortlich waren. Schlussendlich muss man sagen, dass es eine geile Saison war und dass der TSV wieder da ist! Zum letzten Spiel soll es dann nach Siegen gehen, wo man die Klettverschlusscrew in die Oberliga verabschiedet.

Karlsbande Ultras

 
Sa, 30.04.15 SV Rödinghausen – Alemannia Aachen 11.08.2015

Zuschauer: 1693 (davon ca. 500 aus Aachen)

32. Spieltag SV Rödinghausen – Alemannia Aachen 0:3

Samstag früh irgendwann zwischen dem letzten Bier am Freitagabend und der Schüssel Cornflakes, oder was auch immer die anwesenden Gestalten zum Frühstücksbuffet hatten – Treffpunkt wie immer, diesmal nur ein bisschen früher! Es geht nach Rödinghausen, Hurra!
…. Richtig gelesen … Rödinghausen... HURRA! Für die meisten war das Spiel an der niedersächsischen Grenze in der Schlussphase der Saison nochmal mehr oder weniger ein Highlight! Natürlich nicht, weil es in die Metropole Rödinghausen samt dessen ruhmreichen Sportvereins geht, sondern eben wegen Niedersachsen... so in etwa zumindest. Scheiß drauf an die Grenze welches Bundeslands es auch geht, wir waren einfach froh dass die Bustour zum Auswärtsspiel mal wieder etwas länger dauert als 2 halbe Liter Bier, ein Gläschen Schnaps, eine Zigaretten- oder Jointlänge … Also machte sich ein vollbesetzter Reisebus begleitet von einem 9er Bulli gut gelaunt auf den Weg Richtung Norden.
Die Fahrt verlief letzten Endes wie jede andere auch viel zu kurzweilig. Aufgemuntert von Autobahnschildern die an bessere Zeiten erinnerten, dem üblichen Plausch bei gängigen Getränken und feinsten Melodien näherte man sich dem angestrebten Ziel.
Genug geschwärmt jetzt, könnte man denken aber – denkste! Nachdem man dann mehr oder weniger zeitig das Dorf erreicht hatte, der Gästeblock geentert und beflaggt wurde, gab man die ersten Lieder zum Besten und das Spiel konnte losgehen. Womit wir wieder beim Schwärmen sind – Unsere Mannschaft, von Beginn an Offensiv ausgerichtet und spielbestimmend hatte das Spiel von der ersten Minute an unter Kontrolle – machte demnach auch vor der Pause zwei Buden und somit konnte man sich frühzeitig auf drei weitere Punkte auf unserem Konto freuen. Nach dem Pausentee wurde auch dort weitergemacht wo man aufgehört hatte. Das Spiel wurde völlig gefahrenlos nachhause gebracht sodass es am Ende 0:3 für unseren Turnsportverein hieß!
Das Spiel steckte den Großteil der knapp 500 mitgereisten Aachener an – allen voran der Bereich um die 3 Ultrà-Gruppen drehte stellenweise gut am Rad, was sich sowohl akustisch als auch optisch wiederspiegelte. Da man davon ausgehen konnte, dass wir trotz des Auswärtssieges, wenn überhaupt nur noch sehr geringe Chancen auf ein erneutes Eingreifen ins Aufstieggeschehen haben würden, nutze man weite Teile der zweiten Halbzeit um die Mannschaft, die es trotz alledem mehr als verdient hat, den Verein, unsere geliebte Kaiserstadt und auch ein wenig uns selbst abzufeiern – warum auch nicht! Gelegenheiten dazu hatten wir in den letzten Jahren schließlich nicht allzu viele.
Nach dem Spiel dann noch eben die freundlichen Schutzmänner davon überzeugt dass wir entgegen ihrer, oder wessen Vermutung auch immer keine hundert Plastikbecher mitgehen lassen haben und ab auf die Heimreise!
Die war, wie man sich vorstellen kann, feucht – fröhlich – ausgelassen aber leider mal wieder ein paar hundert Kilometer zu kurz. Dafür neben den Punkten noch einige andere „Mitbringsel“ mit in die schöne Kaiserstadt gebracht. Macht sich am Kreisverkehr zwischen Stadion und Eissporthalle eh viel besser als auf der Raststätte...

Karlsbande Ultras

 
Do, 30.04.15 Alemannia Aachen - Viktoria Köln 11.08.2015

Zuschauer: 11800 (davon ca. 200 aus Köln)

31. Spieltag Alemannia Aachen - Viktoria Köln 0:1

Am 31. Spieltag der Saison, stand ein weiteres Top-Spiel in Aachen an. Nachdem man im letzten Heimspiel die Jungen Fohlen mit einem 2:0 nach Hause geschickt hatte, gastierte heute der andere der drei Aufstiegsaspiranten in Aachen. Das Spiel wurde aus uns nicht ersichtlichen Gründen wieder einmal kurzfristig auf den für Arbeitnehmer sehr unpassenden Termin am Donnerstagabend gelegt. Dass unsere Vereinsführung diese Verlegungen jedes mal abnickt, kann und will man nicht verstehen. Man stelle sich vor man kommt von der Schicht sofort ins Stadion, nach dem Spiel ist man dann sehr spät wieder Zuhause und der Tag ist dann gelaufen da morgens um fünf Uhr wieder der Wecker klingelt. Der Mensch freut sich. Somit schafften es "nur" knapp 11.000 zum Spiel. An einem Termin am Wochenende wären es sicherlich gut 5000 mehr gewesen. Sei es drum. Die Gruppe traf sich wie immer im Fanprojekt, um sich auf das bevorstehende Match einzustimmen. Pünktlich ging es ins Stadion. Nachdem man die immer noch extrem nervigen und zeitraubenden Kontrollen am Eingang hinter sich gebracht hatte, damit auch ja nichts mit Karlsbande-Bezug am Zaun hängt, konnte es los gehen. Wie bereits erwähnt, war dies ein wichtiges, wenn nicht sogar das alles entscheidende Spiel im Aufstiegsrennen. Dementsprechend schwungvoll legte unsere Elf auch los, jedoch ohne dass etwas zählbares dabei heraus sprang. Die Gäste meldeten sich erst nach knapp zwanzig Spielminuten mit einer Standardsituation im Spiel. Den Freistoß konnte Löhe aber gekonnt parieren. Er war es auch in den nächsten zwei gefährlichen Situationen, der dafür sorgte dass es immer noch 0:0 stand. Nachdem kurz danach Dowidat den Kölner Schlussmann prüfte, landete die fälligeEcke nach Kopfball von Hackenberg zu unserem Pech nur an der Latte. Bis zur Halbzeit entwickelte sich in der Folge ein offener Schlagabtausch beider Teams. Kurz vor der Pause glich ein Kölner das Aluminium-Verhältnis wieder aus, indem er seinen Schuss an den Pfosten setze. Somit ging es erneut torlos in die Pause. Dort schienen unsere Spieler auch in der 52. Minute noch in Gedanken zu verweilen. Köln ging nach einer Flanke in Führung. Ärgerlich. Danach zeigte sich die Alemannia wie gelähmt. Lediglich kurz vor Ende der Partie wurde es nochmal eng für die Gäste, als Behrens einen Kopfball denkbar knapp über die Latte köpfte. Mit dem darauffolgenden Schlusspfiff, gingen bei den meisten auch die Aufstiegsträume flöten. Nun bleibt nur noch eine theoretische Chance auf den Platz an der Sonne. Im Übrigen war es die erste Heimniederlage seit über einem Jahr. Genauer gesagt seit dem 13. April des letzten Jahres. Das macht die Niederlage noch ein ganzes Stück bitterer. Die Stimmung fing ähnlich wie beim Sieg zwei Wochen zuvor stark an. Die erste Halbzeit ging lautstärkemäßig in Ordnung. Nach dem Tor zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde es merklich leiser im Stadion. Zwar versuchte man im Stimmungsblock weiter unentwegt sein Team weiter nach vorne zu peitschen, jedoch Sprang der Funke weder auf die Kurve, noch auf den Rasen über. Die Gäste konnte man ähnlich wie im letzten Heimspiel gegen die Bauern kaum vernehmen. Lediglich ein, zwei Gesänge schafften es über den Rasen in unsere Ohren. Nun heißt es für die letzten drei Saisonspiele nochmal alles zu geben und den jeweiligen Gegnern von Köln und Klappdach die Daumen zu drücken. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Karlsbande Ultras

 
Fr, 24.04.15 Schalke 04 II - Alemannia Aachen 26.05.2015

Zuschauer: 985 (davon ca. 750 aus Aachen)

30. Spieltag Schalke 04 II - Alemannia Aachen 1:0

Freitag, die Arbeits- bzw. Schul-/Uniwoche ist rum und das Wochenende beginnt mit einem Freitagsspiel zur abolust unpassenden Anstoßzeit um 18:00 Uhr. Nützt aber alles nichts, schließlich weinen wir oft genug den Zeiten hinterher, in denen es freitags noch nach Cottbus, Unterhaching oder Dresden ging! Also hieß es erstmal für viele von uns Urlaubsanträge einreichen oder den Gelben beim Arzt des Vertrauens besorgen. Klappte soweit auch für die meisten ganz gut und so machte sich am Freitagnachmittag um 14:30 der Bulli-Konvoi unserer Gruppe guter Dinge auf den Weg gen Kohlenpott. Es dauerte jedoch nicht sehr lange, bis man in den ersten von gefühlten 5287 Staus hineinfuhr. Wenigstens das Wetter war gut, die Getränke kalt und die Musik top. So zeigte man dem Verkehr einfach den dicken, gut gelaunten Finger und ließ sich auch auf den nächsten 150 km durch nichts und niemanden die gute Laune vermiesen! Kurz vor knapp, grade in Herne von der Autobahn abgefahren erreichte uns dann die Meldung, dass das Spiel, ebenfalls wegen der Verkehrssituation, 15 Minuten später als geplant angepfiffen werden sollte. Gut für uns, wie sich am Eingang zum Stadion rausstellen sollte. Dort musste man lange diskutieren, damit die Ordner einem nicht das hineinbringen 10cm zu langer Fahnenstöcke untersagten, Materialtaschen gänzlich draussen gelassen werden sollten, Aufkleber waren sowieso auch nicht erlaubt und ein Rucksack in dem sich Ersatzbatterien für die Flüstertüte befanden war auch nicht gerne gesehen – die 12 großen Batterien jedoch durften dann in der Hand getragen die Eingangskontrolle passieren... Glückwunsch an den Sicherheitsdienst eines Bundesligavereins für diese Zirkuseinlage – sehr gelungen!
Genug zum Drumherum! Im Block angekommen wurde schnell der Zaun beflaggt, die Stöcke bestückt und sich noch kurz warmgesungen, dann war auch schon Anpfiff. Anpfiff zu einem Spiel, auf das man besser gar nicht groß im Einzelnen eingeht. Kurz und knapp, die recht gute Ausgangsposition, die sich unser geliebter TSV in der letzten Woche durch den Heimsieg gegen den Tabellenführer aus dem Heinsberger Vorort erarbeitete, wurde jetzt durch viel eigenes Unvermögen zunichte gemacht! Wirklich schlecht spielten die Jungs in Gelb nicht, verpassten es aber ein ums andere Mal ihre Angriffsaktionen konzentriert und konsequent zu Ende zu spielen. Statt mit einem 1 oder 2 Tore Vorsprung ging es also nun torlos 0:0 in die Kabinen. Nach Wiederanpfiff eigentlich das gleiche Bild wie im ersten Abschnitt, jedoch machte unser Team nicht das verdiente 0:1 sondern, es kam wie es kommen musste... Schalkes Unterbau spielte mit einem Angriff von Mittelfeld bis Abwehr inkl. Torwart alles, was für Aachen auf dem Feld stand, schwindelig und kullerte den Ball irgendwie über die Linie zum 1:0! Alemannia versuchte danach zwar wieder und weiterhin irgendwie doch noch etwas Zählbares mit aus dem Spiel rauszunehmen, es gelang ihnen aber nicht mehr! Kurzum... Scheiße !! Im Endeffekt war es dann halt nicht das, was man nach letzter Woche hätte nachlegen müssen. Ganz gelaufen ist es zwar noch immer nicht, aber leichter wird es natürlich durch solche Spiele wie in Kray oder gegen Schalke auch nicht. Auf den Rängen ein ähnliches Bild wie auf dem Platz bei Schwarz-Gelb … bemüht vielleicht aber dann doch größtenteils vergebens, hat man es nicht geschafft den Aachener Anhang auf Temperatur zu bekommen. Auch bei uns selber war es nur, wenn überhaupt, Durchschnitt – für ein Spiel mit solch einem Stellenwert definitiv zu wenig!! Das müssen wir uns dann in dieser Situation auch klar selber ankreiden lassen, dass uns trotz positiver Tendenzen im und mit dem Stimmungsblock, auswärts wie Zuhause einfach dann noch eine gewisse Konsequenz und Konstanz fehlt. Einzig wirklich positiver Aspekt an diesem Tag war, dass wir einen guten Freund und langjährigen Wegbegleiter der Gruppe und deren Umfeld nach ziemlich genau 8,5 Jahren Stadionverboten und Schlaganfall heute erstmals seit seinem gesundheitlichen Schicksalschlag wieder auf einer Auswärtsfahrt begrüßen durften... und als sei das nicht schon Grund zu Freude genug – nach Ablauf seines Stadionverbots nun auch endlich wieder im Block! Willkommen Zurück Stefan, und weiterhin alles Gute für deinen Genesungsprozess! Womit wir andererseits auch dann leider weiterhin auf ein Gruppenmitglied in unserer Mitte verzichten müssen. Hier sind weiterhin alle Daumen gedrückt und wir glauben fest dran, dass es bald Aufwärts geht … Weiter Kämpfen Julian und alle Kraft der Welt seiner Familie !!

Donnerstag gegen Vitkoria geht's weiter – mal sehen wie es bis dahin aussieht. Wir waren schon einmal abgeschrieben diese Saison....

Karlsbande Ultras

 
Fr, 17.04.15 Alemannia Aachen - Gladbach 26.05.2015

Zuschauer: 21.200 (davon ca. 600 vom Dorf)

29. Spieltag Alemannia Aachen - 1. FC Traktor Erkelenz 2 2:0

Alemannia Aachen gegen die Borussia aus dem Erkelenzer Vorort. Dies hört sich zunächst nach Bundesliga, oder wenigstens nach zweiter Liga, an. Bei genauerem Betrachten fällt jedoch auf, dass das Spiel in der vierten Liga stattfindet und lediglich die Zweitvertretung der Borussia in Aachen gastierte. Dennoch ging es um mehr als nur die üblichen drei Punkte, da man sich mit einem Sieg ganz gute Chancen ausrechnen durfte, die Tabellenspitze länger für sich zu beanspruchen. An diesem ungeliebten Freitags-Termin hetzte sich die arbeitende Meute wieder einmal ab, um pünktlich zum Anstoß die Südtribüne zu erklimmen. Für das zur Schule gehende, oder gar arbeitslose Volk (auch dieses soll es bei uns geben), startete der Spieltag bereits früher im Fanprojekt. Bei netten Gesprächen wurde sich auf das Topspiel der Regionalliga-West vorbereitet. Routiniert gingen die Vorbereitungen von der Hand, sodass es auf dem Rasen aufs Ganze gehen konnte. Unser Team machte gerade eine kleine Kriese durch, nachdem man sowohl im Pokal gegen den Bonner SC, als auch in der Liga gegen den FC Kray verlor. Das Team starte gut in die Partie und spielte sich einige Chancen heraus. Jedoch merkte man, dass hier nicht der Letzte gegen den Vorletzten spielt. So fand das Spiel größtenteils im Mittelfeld statt, da beide Abwehrreihen gut standen. So blieb die erste Halbzeit torlos. In der zweiten Hälfte zunächst ein ähnliches Bild. Dennoch wurde das Spiel von beiden Teams hart geführt, was die insgesamt sieben Gelben Karten im Spiel zeigen. In der 59. Minute war es dann soweit. Graudenz schoss die Alemannia in diesem so wichtigen Spiel in Führung und ließ die 21.000 Öcher auf den Rängen jubeln. Als der Jubel noch nicht ganz verhallt war, schoss Demai sofort darauf den zweiten und entscheidenden Treffer der Partie. Dass der zweite Jubel dann nochmal ein ganzes Stück lauter war als der vorran gegangene, sollte klar sein. In der Folge zeigten sich die Gäste geschockt und unsere Mannen konnten das Spiel sicher über die Zeit bringen. Somit darf man weiter von der Relegation für die dritte Liga träumen. Die Stimmung auf den Rängen wusste aufgrund der immensen Wichtigkeit des Spiel zu überzeugen. In einige Gesänge stieg die komplette Kurve mit, so das man eine ordentliche Lautstärke erreichen konnte. Die Bauern im Gästeblock fielen lediglich durch ein paar Gesänge auf, die wohl an uns adressiert waren. Langweilt uns. In der kommenden Woche geht es in den Pott, um bei den Amateuren von Schalke die nächsten drei Punkte für den großen Traum ein zu fahren.

Karlsbande Ultras

 
Sa, 11.04.15 FC Kray - Alemannia Aachen 07.05.2015

Zuschauer: 1.285 (davon ca. 900 aus Aachen)

28. Spieltag FC Kray : Alemannia Aachen 1:0

Für die Karlsbande wurde das Spiel in Kray beinahe zur Nebensache. In der vorangegangenen Woche erhielt man schon wieder eine mehr als niederschmetternde Nachricht. Ein Mitglied unserer Gruppe liegt seit einem Sturz aus großer Höhe mit schweren Verletzungen im Koma. Dass es somit kein ganz normaler Spieltag für uns werden würde, sollte jedem klar sein. Jeden Tag wartet man auf Nachrichten aus dem Krankenhaus. Dennoch wollte man versuchen, die Mannschaft zum Sieg zu schreien. Dies hätte auch Julian so gewollt. Somit traf man sich mit gemischten Gefühlen am Hauptbahnhof, um die Fahrt nach Essen mit dem von der Fanbetreuung organisierten Sonderzug anzutreten. Nach kurzweiliger Fahrt ging es, nachdem man die ersten Bilder mit der von einem guten Kumpel angefertigten Schwenkfahne für Julian gemacht hatte, vom kleinen Bahnhof mitten durch den Wald per Fußmarsch zum Stadion am Uhlenkrug. Dieses ist normalerweise die Heimstätte des Essener Turner Bundes, kurz ETB Schwarz-Weiß Essen. Dennoch trägt der FC Kray seine Heimspiele hier aus, wenn mit einer erhöhten Anzahl an Gästen zu rechnen ist, da die eigene KrayArena lediglich Platz für insgesamt nur 1.500 Zuschauer bietet. Im Stadion stellte man sich geschlossen mit den anderen Gruppen in den Block am Rand des riesigen Gästebereichs. Dort schmückte man trotz heftigen Windes recht ansehnlich den Zaun, bevor es erneut auf dem Rasen um die wichtigen drei Punkte ging. Zusammenfassend kann man sagen, dass es neben der bis dahin einzigen Niederlage der Saison in einem Ligaspiel in Wiedenbrück, das schlechteste Spiel unserer Elf in dieser Saison war. Nachdem man bereits in der vorherigen Woche beim Bonner SC aus dem Pokal geflogen war, ging der Abwärts-Trend somit weiter. Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen. Chancen waren an diesem Tag eine Rarität und wurden dann auch noch kläglich vergeben. Kurz vor dem erlösenden Schlusspfiff netzte der FC Kray dennoch leider ein, um die für uns so nötigen Punkte im Pott zu behalten. Was sich nach dem Spiel am Zaun abspielte, kann man dennoch keinesfalls gut heißen. Dort wurden Spieler aufs Übelste beleidigt und sogar mit Gegenständen beworfen. Klar ist man enttäuscht in diesem Moment, dennoch hat die Mannschaft bis zu diesem Zeitpunkt eine sehr gute Saison gespielt und somit ist ein solches Verhalten absolut nicht zu rechtfertigen. Die Stimmung auf unserer Seite ging trotz des miesen Spiels und dem Hintergrund mit unserem Freund in Ordnung. Vor allem das "You'll never walk alone" vor dem Spiel war sehr emotional. Über das gesamte Spiel konnte man den Block am Rand zum Singen animieren. Der Rest des Aachener Anhangs hatte daran wie so oft kein Interesse. Auch wenn es kein mega Auftritt war, kann man dennoch zufrieden sein. Die Heimfans waren lediglich nach dem Siegtreffer kurz zu hören. Sonst hörte man lediglich die Sambatrommel im sonst komplett ruhigen Block. Nach dem Spiel wurde im Block noch ein Foto mit der Schwenkfahne für Julian gemacht und die Mannschaft kam für ein weiteres Foto auch noch dazu. Nette Geste, Jungs. Im Anschluss ging es zügig zurück in die Kaiserstadt, um den Abend zum Teil auf dem Bend, zum Teil in den Kneipen der Stadt ausklingen zu lassen und den Kopf ein wenig frei zu bekommen. Dennoch sind wir in Gedanken bei dir, Julian.

Karlsbande Ultras
Kämpfen Julian! Wir stehen hinter dir!

 
Sa, 04.04.15 Mittelrhein-Pokal: Halbfinale 07.05.2015

Zuschauer: 2.200 (ca. 1.400 Aachener)

Mittelrhein-Pokal: Halbfinale Bonner SC : Alemannia Aachen 2:1

Mittelrheinpokal – Halbfinale, die Möglichkeit sich mit 2 Siegen für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Die Möglichkeit in der professionellen deutschen Fussballebene mitzumischen und allen voran, die Möglichkeit einen guten Stapel Geld einzuheimsen! So sollte es Ostersamstag für die Gruppe und einen Großteil der Szene mit dem regionalen Schienenverkehr auf den Weg in die ehemalige Hauptstadt Westdeutschlands gehen, um gegen den ansässigen Sport-Club den Einzug ins Finale zu besiegeln. Nachdem man letztes Jahr peinlicherweise im eigenen Vorort beim FC Inde Hahn rausflog und vor zwei Jahren im Finale der Fortuna aus der Kölner Südstadt unterlag, wollte man endlich den Sprung in den DFB-Pokal schaffen, die Mannschaft unterstützen und nach vorne peitschen, auch wenn es gegen den Zweiten der Mittelrheinliga zu einem anspruchsvollen Spiel kommen könnte. So trudelte man zur Mittagszeit bei bestem Sonnenschein am Sportpark Nord ein. Bei einigem Plausch und den üblichen Vorbereitungen, füllte sich die Gegengerade, welche als Gästeblock diente, recht zügig und ansehnlich. In der rechten Hälfte der Tribüne fanden sich alle Ultrà-Gruppen und der Großteil des supportwilligen Anhangs ein. Mannschaft, wie auch Anhang, starteten gut in die Partie, die Elf auf dem Rasen schien der Favoritenrolle gerecht zu werden und ging nach einer Viertelstunde in Führung. Angetan von Spielweise und Führung zogen teilweise so ziemlich alle der über 1.000 Aachener auf der Stehtribüne und auch, vor allem bei Wechselgesängen, die Alemannen auf dem Sitzplatzbereich der Haupttribüne mit. Zum Seitenwechsel bekannte sich die Szene Aachen erneut gegen Kollektivstrafen, welche im modernen Fussball mittlerweile Überhand nehmen und nicht mehr als verzweifelte Bestrafungen gegen zum Großteil unschuldige Bewohner eines Rechtsstaates sind. Ausuferungen einer nicht vorhandenen Kommunikation, aufgeputschten Berichterstattungen, desinteressierten Politikern und letztendlich unter Zugzwang gesetzter Vereine. Bande Bonn, bleibt standhaft nach eurer Bestrafung, kommt gestärkt wieder und zeigt dem Verein, was er an euch hat missen müssen, während ihr draußen standet! Gegen Ende der ersten Halbzeit ließ die Leistung der in schwarz auftretenden Akteure ebenso nach, wie der ihres Anhangs. Der Sportclub fand besser in die Partie, konnte jedoch bis zum Pausenpfiff keinen Treffer verbuchen. Diese sollten jedoch nicht allzu lange auf sich warten lassen. Nach desolater, gar peinlicher Leistung der kompletten Tivoli-Mannschaft, drehten die Hausherren mit Treffern in der 65. und 74. Minute den Spieß um und gingen hochverdient in Führung. Der Anhang präsentierte sich während der zweiten Halbzeit zunächst ungläubig, ob der strikten Arbeitsverweigerung im weiteren Verlauf enttäuscht. Der Support wurde zwar spielbezogen weitergetragen, passte sich aber der Leistung auf dem Feld an und ließ von Minute zu Minute nach. Zwar versuchte das Team gegen Ende der Partie noch einmal Druck aufzubauen, dies gelang aber nicht mehr. Letzten Endes sollte es nicht reichen für das Finale. Statt jetzt wie ein nasser Pudel dreinzublicken, sollte man sich selber, wie auch die Spieler unter sich, nochmal in den Hintern treten und am nächsten Samstag nach Kray fahren. Zu diesem Spiel wird ein Entlastungszug bereitgestellt, welcher eine unkomplizierte Anreise für einen Unkostenbeitrag von 6€ ermöglicht (Tickets und Fahrkarten gibt es im Fanshop bis Donnerstag zu erwerben). Schließlich geht es darum in der Schlussphase der Saison eine möglichst maximale Punkteausbeute verbuchen zu können, um diese Liga nach 2 Jahren endlich in Richtung Profifussball zu verlassen.

Samstag 14.7.15 Treffen 8.45 Uhr - AC HBF
Alle nach Kray, alle für den Aufstieg!

Karlsbande Ultras

 
Sa, 25.03.15 Mittelrhein-Pokal: 3. Runde - Viertelfinale 29.03.2015

Zuschauer: 4.000 (davon ca. 100 aus Freialdenhoven)

Mittelrhein-Pokal: 3. Runde - Viertelfinale Alemannia Aachen : Freialdenhoven 3:0

Viertelfinale im Mittelrhein-Pokal. Langsam wird es ernst in diesem Pokal, der in den ersten Runden mit etlichen Dorf-Teams gespickt ist. Das andere Halbfinale steht mit dem Duell Fortuna gegen Viktoria bereits fest. Auf den Sieger des heutigen Spiels wartet bereits der Bonner SC. Da Freialdenhoven, ähnlich wie manch anderes Team, im Pokal aufgrund der Zuschauer-Massen, die in das eigene Dorf eingefallen wären, auf das Heimrecht verzichtete, fand das Spiel in der Kaiserstadt statt. Unsere Gruppe sammelte sich am Vorplatz, um sich auf den Spieltag mitten in der Woche einzustimmen. Als auch die letzten Arbeiter die Schicht beendet und es zum Stadion geschafft hatten, konnte es in den Block gehen. Einmal mehr musste man einige seiner Freunde zurück lassen. Da unser Verein zurzeit mit Hausverboten um sich schmeißt, wie andere mit Kamelle auf dem Rosenmontags-Zug, stehen bei Heimspielen immer mehr Leute zum größten Teil zu Unrecht draußen. Aufgrund der geringen erwarteten Zuschauer wurden auf der Süd lediglich die Blöcke S3 und S4 geöffnet. Dass der Rest des Stadion beinahe leer blieb, braucht man bei solch einem Gegner wohl nicht weiter erläutern. Dennoch versuchte man das Beste aus den vorhandenen Mitteln zu machen. Dazu später mehr. Das Spiel lief am Anfang sehr schleppend an. Freialdenhoven hatte sichtlich Respekt vor solch einer Zuschauer-Kulisse und stellte sich zunächst mal hinten rein. Unser Team hatte dadurch zwar reichlich Platz im Aufbauspiel, scheiterte aber zunächst fast jedes mal am letzten Pass vor dem Sechszehner. Warum man nicht einfach mal aufs Tor schießt, statt noch einer Drehung um die eigene Achse oder noch ein Pass zum Mitspieler, werden sich viele der 4.000 Anwesenden gedacht haben. Dennoch gelang Dagistan zehn Minuten vor der Pause die verdiente Führung. In der zweiten Hälfte wurde der Gast aus der Mittelrhein-Liga etwas mutiger, ohne jedoch Löhe wirklich Schweißperlen auf der Stirn zu bereiten. In der 56. Minute schoss Brauweiler das zweite Tor des Tages und nur neun Minuten später Jerat das entscheidende Dritte. Danach passierte nicht mehr viel. Sicherlich war es kein gutes Spiel unserer Elf, dennoch erledigte man die Pflicht-Aufgabe und steht somit im Halbfinale, wo es in den Bonner Sportpark geht, in dem auch das Finale stattfindet. Somit kann man sich hoffentlich die örtlichen Gegebenheiten schon einmal einprägen. Die Stimmung auf den Rängen ist kaum der Rede wert. Zwar versuchte man durchgehend die Tribüne zu animieren, dies klappte am heutigen Tage aber eher schlecht als recht. Auch wenn man mit dem Gebotenen nicht wirklich zufrieden sein kann, war es aufgrund des Termins und des Gegners nicht die schlechteste Stimmung. Von den 100 Gästen, die auf der Haupttribüne Platz nahmen, war das gesamte Spiel über weder etwas zu sehen, noch zu hören. Nun geht es am Montag mit dem Duell gegen die Affen aus dem Zoo weiter, um die bis jetzt geniale Saison noch genialer werden zu lassen.

Karlsbande Ultras

 
Sa, 21.03.15 VFL Bochum 2 : Alemannia Aachen 27.03.2015

Zuschauer: 1.100 (davon ca. 1000 aus Aachen)

23. Spieltag VFL Bochum 2 : Alemannia Aachen 0:1

Nachdem man in der Vorwoche die Serie ohne Niederlage in Krefeld gerade noch aufrecht erhalten konnte, sollte diese nun im Lohrheidestadion in Wattenscheid beim Spiel gegen die Zweitvertretung des VFL Bochum fortgesetzt werden. Ein vollgepackter Doppeldecker machte sich am Samstagmorgen mit kühlem Bier und guter Laune auf den Weg in Richtung Ruhrgebiet. Nach einigen Staus stutzte man bereits zum ersten Mal, da unser Fahrer die Abfahrt Wattenscheid ohne abzufahren passierte. Dieser hatte offenbar noch nicht mitbekommen, dass die glorreiche Alemannia mittlerweile in der vierten und nicht in der zweiten Liga kickt. Fuhr er uns doch zielstrebig erstmal zum Bochumer Ruhrstadion. Nachdem man ihn aufgeklärt hatte, ging es zurück nach Wattenscheid. Dort kam man trotz des Fauxpas zeitig an und hatte genügend Zeit die üblichen Vorbereitungen zu treffen. Im strömenden Regen wurden alle Gruppen-Fahnen an den Zaun gebracht, bevor es auf dem Rasen ans Eingemachte gehen sollte. Das Spiel ist diesmal schnell erzählt. Unsere Elf dominierte gegen das statistisch gesehen schlechteste Heimteam dieser Saison, das Spiel. Jedoch konnte dies, wie so oft in letzter Zeit zunächst nicht in etwas Zählbares verwandelt werden. In der ersten Halbzeit hatte man mindestens vier gute Chancen, um in Führung zu gehen. Bei einem Schuss von Maier in der 35. Minute hatte die Latte etwas gegen eine schwarz-gelbe Führung. In der 69. Minute wäre es fast passiert und Bochum wäre beinahe unverdient in Führung gegangen. Löhe konnte dies aber mit einer starken Reaktion verhindern. Nachdem nun auch die Sonne wieder lachte, konnten die 1000 Öcher auch wieder lachen. Zehn Minuten vor dem Ende konnte Graudenz nach Vorlage von Thackray zum erlösenden Siegtreffer abstauben. Die Stimmung war den Umständen entsprechend in Ordnung. Der große Block trägt sein Übriges dazu bei, dass man es schwer hat, kompakt zu stehen. Dennoch konnte man bei einigen Gesängen eine beachtliche Lautstärke in das weite Rund schmettern. Wie man an der Zuschauerzahl unschwer erkennen kann, war von der Gegenseite nichts zu sehen, geschweige zu hören. Diese nervigen Amateur-Teams interessieren halt selbst im sonst so fußballverrückten Ruhrgebiet niemanden. Die Rückfahrt ging zügig vonstatten, sodass man am frühen Abend wieder heimischen Boden betreten konnte. Nun ist man punktgleich mit den Amas der Bauern, auch wenn diese noch ein Nachholspiel haben, wird es noch eine spannende Schlussphase in dieser Saison.

Am kommenden Mittwoch geht es nun zunächst im Viertel-Finale des Mittelrhein-Pokals gegen Freialdenhoven. Im Halbfinale wartet bereits der Bonner SC.

Karlsbande Ultras

 
Sa, 14.03.15 KFC Uerdingen : Alemannia Aachen 23.03.2015

Zuschauer: 3.644 (davon ca. 2.200 aus Aachen)

25. Spieltag KFC Uerdingen : Alemannia Aachen 1:1

Krefeld auswärts? Da gibt es mit Sicherheit schlechtere Spiele in dieser mit Dorf-Vereinen gespickten Liga. Schickes Stadion, kleine Szene, mit der man sich messen kann und zudem sind diese auch noch mit Venlo befreundet, die unsere Freunde aus Kerkrade alles andere als mögen. Von Aachener Seite gab es auch noch ein paar kleinere Vorgeschichten, als zum Bespiel vor einigen Jahren 60 Aachener Ultras den Heim-Eingang stürmten und man direkt auf die Krefelder traf. Ein lächerliches Spruchband der Ultras Krefeld beim Hinspiel war sicherlich auch nicht gerade förderlich für das Verhältnis beider Szenen. Am Samstagmorgen traf man sich mit ca. 180 Zugfahrern am Aachener Hauptbahnhof. Aufgrund der frühen Abfahrt bevorzugten einige Leute anscheinend die Anreise per Auto, Bus oder spätere Zugverbindungen. Gewöhnt euch lieber schon mal wieder an das frühe Aufstehen, schließlich werden hoffentlich ab nächster Saison die meisten Touren wieder nachts beginnen und über die Grenzen unseres Bundeslandes hinaus gehen. Träumen wird ja wohl erlaubt sein. Die Fahrt verlief ereignislos und verging wie im Fluge, sodass man sehr zeitig Krefeld erreichte und sich auf den 30-minütigen Marsch vom Bahnhof in Richtung Stadion machte. Dort angekommen, ging es für einige direkt rein, die Fahnen aufhängen, während andere noch auf dem Vorplatz verweilten, um ihre Getränkevorräte zu leeren, da eine Abgabe von Rucksäcken in diesem großen Stadion nicht möglich zu sein scheint. Dies bekommt selbst Hennef hin, lieber KFC. Einige machten noch die nähere Umgebung unsicher. Von Krefeld sah man bis auf ein ein paar Verwirrte nicht wirklich etwas. Nachdem noch einige Nachzügler, die per PKW angereist waren, begrüßt wurden, gingen auch die Letzten in den Block und man bereitete das Intro vor. Zusammen mit den anderen aktiven Gruppen stellte man sich ab der Mitte des Blocks hinter seine Fahnen, was ein schönes Bild ergab. Zum Einlaufen der Mannschaften gab es dann verschiedene Schwenkfahnen zu sehen. Darunter der große Schwenker, den man den Jungs von Ultras Kerkrade zu ihrem Jubiläum schenkte. Sah auf jeden Fall ganz nett aus. Einige der Fahnen wurden während des Spiels dezent weiter benutzt, um für einen angemessenen optischen Support zu sorgen.

Die Stimmung in der ersten Halbzeit ist schwer zu bewerten. Schlecht war es mit Sicherheit nicht, jedoch muss man sich eingestehen, dass aus dem Block definitiv mehr heraus zu holen gewesen wäre. Auch bei uns sind da die Ansprüche im letzten Zeit wieder sehr gestiegen. Jeder Ultra sollte sich da aber auch einmal selber hinterfragen, ob er da nur vor sich hin grummelt oder wirklich bei der Sache ist. Wenn wir vom Rest der Blöcke einiges erwarten, müssen wir da mit gutem Bespiel voran gehen. In der zweiten Halbzeit steigerte man sich auf jeden Fall und phasenweise war es schon sehr gut. Einige Lieder waren extrem laut und auch die Mitmachquote war in Ordnung, sodass öfters alle 2.200 anwesenden Öcher zum Singen animiert werden konnten. Krefeld, mit ca. 100 Leuten im Block, war während des gesamten Spiels vielleicht zweimal zu hören. Gut war ihr Auftritt mit Sicherheit nicht, jedoch wollen wir das auch nicht beurteilen, was bei ihnen in der Gruppe, bzw. Szene los ist. Wir kennen es ja selber, wenn es mal eine Zeit lang dank unzähligen Repressionen und Stadionverboten nicht läuft. Zum Glück läuft es zumindest bei uns aktuell ganz gut!!!

Auf dem Rasen passierte natürlich auch noch etwas. Unser Team machte dort weiter, wo es aufgehört hatte. Zwar spielte man das ganze Spiel über gut mit, jedoch konnte man nicht so überzeugen, wie in den Wochen vor dem Unentschieden in Lotte. Da ist es bezeichnend, dass unser Team in der 64. Minute durch einen von Jerat verwandelten Elfmeter in Führung ging. In der Folgezeit hatte man das Spiel unter Kontrolle und gewehrte Krefeld nur wenige Chancen. Dennoch fiel fünf Minuten vor Abpfiff der Ausgleich für Uerdingen. Bei dem Tor sah unser Schlussmann Löhe nicht wirklich gut aus. Als alle das Spiel schon im Kopf abgehakt hatten, wurde es nochmal kurios. Tor für den KFC. Der "Schütze" drehte bejubelt ab. Unsere gesamte Mannschaft, inklusive Auswechselspieler und Trainer-Gespann belagerte nun den Schiri. Der Ball wurde nach bester Maradonna-Manier mit der Hand in Maschen geschmettert. Als die Tumulte nicht abklangen, entschied sich der Krefelder Spieler seine Unsportlichkeit zuzugeben. Damit endete das Spiel 1:1. Nach dem Spiel sammelte man die Sachen ein, traf sich mit dem Rest vorm Stadion und schlenderte mit einigen Grünen im Gepäck in Richtung Bahnhof. Einige andere Aachener hingen noch einige Zeit in Stadionnähe herum, aber passiert ist auch dort nichts mehr. Nach einer lustigen Rückfahrt trudelte man dann am frühen Abend in der schönsten Stadt der Welt ein und verbrachte noch ein paar schöne Stunden mit Freunden. Ein Punkt ist bei so einem schwachen Gegner zu wenig, aber passiert halt mal. Spiel abhaken und nächste Woche in Wattenscheid wieder alles geben!!

Danke an unsere Freunde, die uns unterstützten.

Freundschaft und Zusammenhalt!!!

Karlsbande Ultras

 
Fr. 06.03.15 Alemannia Aachen - SC Wiedenbrück 10.03.2015

Zuschauer: 10.900 Zuschauer

24. Spieltag Alemannia Aachen - SC Wiedenbrück 2:1

Freitagabends, 20 Uhr – da kommt sicherlich die ein oder andere Erinnerung an bessere Jahre mit attraktiveren Gegnern hoch. Jedoch ist man ja auf dem besten Wege eben diese wieder anzusteuern, dank dieser Mannschaft, welche sich geschlossen und eingespielt präsentiert. Mit dem Sportclub aus Wiedenbrück sollte am heutigen Freitagabend das einzige Team am Tivoli gastieren, welche diese Saison unsere Elf schlagen konnte. Der Verein rührte im Vorfeld kräftig in der Werbetrommel, um die Zuschauermarke von 10.000 zu knacken. Knapp 11.000 Schwarz-Gelbe sollten sich schließlich zu Beginn des Wochenendes ins Stadion verirren und sich von den sportlichen Akteuren verwöhnen lassen. Unsere Gruppe und deren Umfeld traf sich 3 Stunden vor Spielbeginn, um den Ablauf des Abends zu organisieren und sich frühzeitig auf den Weg ins Stadion zu machen. Leider musste man sich mal wieder von den Stadionverbotlern und jenen trennen, welche seitens der Alemannia mit einem Hausverbot belegt worden – keiner bricht weg, vielen Dank! Im Block, welcher sich relativ zügig füllte, wurden Schwenker verteilt, die zum Einlaufen der Mannschaften zwar ein buntes, bewegtes Bild ergaben, aber wesentlich trister wirken, als wir es uns selber wünschen würden. Grund dafür ist und bleibt das Materialverbot des Vereins gegenüber unserer Gruppe, welches endlich abgeschafft gehört, um uns die Freiheit leben zu lassen, welche eine jede Fankurve und Fankultur verdient hat! Mannschaft und Tribüne begannen beide motiviert, wurden nach einer guten Viertelstunde jedoch geschockt als Wiedenbrück mit 1:0 in Führung ging. Jerat fälschte einen Wiedenbrücker Freistoß unhaltbar für Frederic Löhe ins eigene Tor ab. Von dem Tor zeigte sich die Alemannia jedoch reichlich unbeeindruckt und es entwickelte sich ein offener, ausgeglichener Schlagabtausch auf dem Feld. Der Wiedenbrücker Torwart Hölscher bewies sich als echter Fuchs und versuchte die 1:0 Führung bereits ab Mitte der ersten Halbzeit durch Zeitspiel zu halten. Dem Schiedsrichter machte dies, im Gegensatz zu der Südtribüne nichts aus und tolerierte das unsportliche Verhalten. Aber im Eifer des Gefechts bleibt man als Öcher natürlich immer freundlich und zuvorkommend, so versorgten große Teile der Süd den Hampelmann im Kasten kurzerhand mit Zigarettenetuis und einer Ansammlung von Feuerzeugen. Heutzutage bekommt man ja wegen sowas schon wieder eine Geldstrafe, demnächst müssen die Leute was cooler bleiben, was sich beim Öcher Publikum aber manchmal schwierig rausstellt oder noch besser: So sinnlose Strafen werden einfach abgeschafft. Nachdem sich dann heraus stellte, dass er gesundheitsbewusster Nichtraucher ist und die Tribüne ihrerseits angestachelt genug war, notfalls die Kugel selber in die Maschen zu drücken, zielte die Alemannia weiterhin bedacht und konsequent auf den Ausgleichstreffer. Lautstark unterstützt glückte dieses Unterfangen noch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit – Neuzugang Maier drückte nach Vorarbeit von Ernst den Ball zum verdienten Ausgleich ins Tor. Auch nach dem Seitenwechsel ebbte der Druck von Mannschaft und Südkurve nicht ab, man wollte die Revanche für das Hinspiel. Zunächst hielten noch Torhüter und Pfosten dagegen, ehe der Wiedenbrücker Bollmann den quirligen Ito, welcher sich längst jenseits der Außenlinie befand, gegen die Bande checkte und folgerichtig den roten Karton sah. 10 Minuten später dann die längst überfällige Führung durch Garcia nach fulminanter Vorarbeit Maiers. Nun also Überzahlspiel für die Alemannia, die höheren Spielanteile und auch noch in Führung liegend. Das Publikum zog mit, feierte das Team und peitschte es bei den vielen Offensivbemühungen an. Schlussendlich sollte es trotz weiterer guter Szenen bei dem 2:1 bleiben. Gebührend wurde die Mannschaft und der sympathische Taku Ito, der sich kurzerhand an eine Humba wagte, gefeiert und ins Wochenende verabschiedet. Mit dem heutigen Sieg ist die Alemannia nun seit 17 Spielen ungeschlagen, stellte den vereinsinternen Rekord somit ein. Stimmungstechnisch war das heutige Spiel definitiv eines der Besten dieser Spielzeit, der sportliche Erfolg ist eben der ausschlaggebende Faktor, welcher eine ganze Kurve mit teils unterschiedlichsten Anschauungen, was den Support betrifft, zusammenschweißen lässt. Statt unbeschwert in Richtung Innenstadt zu ziehen, gab es für uns noch Unannehmlichkeiten seitens der Ordner, weil der Verein wohl weiterhin repressiv gegen unsere Gruppe vorgehen möchte. Der Grund dafür ist unbekannt, jedoch sollte sich so manch einer in der Vorstandsebene mal selber hinterfragen statt gegen Gruppen zu wettern, welche dank medialer Berichterstattung und Unwissenheit Außenstehender ein einfaches Feindbild abgeben. Was genau los ist können wir noch nicht sagen, wird sich aber hoffentlich in den nächsten Tagen klären. Für den Großteil der Szene fand die Woche an diesem Freitag in lokalen Gaststätten oder Diskotheken ihren Ausklang, während man sich schon Gedanken um das Auswärtsspiel bei Krefeld Uerdingen machte, welches nächsten Samstag stattfindet.

Samstag 14.03.15 – Alle nach Krefeld – Alle zusammen mit dem Zug!

Karlsbande Ultras

 
So. 03.03.15 Sportfreunde Lotte - Alemannia Aachen 10.03.2015

Zuschauer: 1.659 Zuschauer (ca. 800 Aachener)

23. Spieltag SF Lotte - Alemannia Aachen 2:2

Lotte auswärts, klingt für den ein oder anderen vielleicht nach einem Fehlgriff bei der samstäglichen Feierei in Schlagerbars, für uns wiederum nach 3 Stunden Busfahrt unter Freunden und der wöchentlichen Dosis Fußball unseres Teams, das aktuell einfach nur Spaß und stolz macht!
Während sich für die meisten Auswärtsspiele in der Regionalliga West die Bahn als lukrativstes Verkehrsmittel ergibt, gilt Lotte aufgrund des Anschlusses, der Umstiege und den damit verbundenen Unannehmlichkeiten wie Zeitverlust, als eines der wenigen Zielorte für Bustouren.
So füllte sich auch der Doppeldecker am frühen Sonntagmorgen rasch, sodass man sich gut gelaunt auf den Weg gen niedersächsische Grenze ins flache Westfalen machte. Ohne besondere Vorkommnisse erreichte man, gestärkt durch das ein oder andere Kaltgetränk und gut gelaunt ob der netten, aber viel zu kurzweiligen Fahrt, zeitig die örtliche Spielstätte auf welcher sich, um den Rasen zu schonen, nicht einmal die Teams warm machen durften. Flott noch den Zaun beflaggt, Material verteilt und los ging’s. Begleitet von insgesamt 800 angereisten Alemannen, die bereits vor dem Anpfiff einen guten Support an den Tag legten, tat sich unsere Elf schwer konsequente Offensivaktionen vorzutragen, was wohl hauptsächlich an dem Rasen lag, welcher nicht mal vergleichbar mit dem eines Kreisligisten war. So ist das nun mal auf dem Land, hat wahrscheinlich der Bauer Schmitz als Greenkeeper ausgeholfen. Kurz vor dem Seitenwechsel dann der nicht unverdiente Führungstreffer für die Sportfreunde. Ein Distanzschuss aus 22 Metern titscht an beide Innenpfosten und kullert über die Linie, die schwarz-gelbe Hintermannschaft stellte sich da zu passiv an. Die zweite Spielhälfte begann hitzig, viele Nickligkeiten und Spielunterbrechungen, wenig Spielfluss – dreckiger Viertligafußball eben. Aus einem Konter ergab sich schließlich das zweite Tor für die Hausherren, auch hier muss man sagen, dass die Abwehrleistung unserer Jungs nicht konsequent genug war.
Ähnlich zu dem mauen Spiel flachte auch der anfangs sehr starke Support mit und mit ab. Stellenweise konnte immer wieder eine akzeptable Lautstärke, untermalt durch ordentlichen Einsatz von verschiedenen Schwenkern erreicht werden, jedoch fiel es schwer den gesamten Gästeblock zu motivieren. Wer die Entwicklung unserer Mannschaft verfolgt hat, weiß, dass sie momentan auf alles eine Antwort zu haben scheint. So lupfte gerade einmal zwei Minuten nach dem 2:0 Viktor Maier die Kugel über den heraus eilenden Lotter Schlussmann zum Anschlusstreffer in die Kiste. Nun waren immernoch 20 Minuten zu spielen, also motivierte man sich auf Platz und Tribüne noch einmal um wohlmöglich noch Zählbares zu entführen.
Mit dem Anschlusstreffer wurde auch das Spiel belebt, beide Teams gaben noch einmal alles, Lotte erzielte sogar ein drittes Tor, welches jedoch aberkannt wurde, da es aus einer Abseitsposition hinaus gefallen war. Während unsere Elf stets an Spielanteilen gewann, gab auch der gesamte Gästeanhang noch einmal Gas. Die aufkeimende Hoffnung auf einen Punktgewinn wurde von den Fans aufgenommen. Lautstark und geschlossen peitschte man das Team mit Gassenhauern, aber auch melodischen Gesängen nach vorn. 10 Minuten vor Schluss dann der erlösende Ausgleichstreffer durch Kevin Behrens, welcher den Ball nach einer Flanke nicht richtig traf, jedoch ein wenig von den schlechten Platzverhältnissen profitierte – Egal, der Jubel war groß, der Block stand Kopf. So rettete die Mannschaft den gewonnen Punkt, mit dem man nach den Spielanteilen und Gegebenheiten wirklich leben kann über die Zeit. Gut gelaunt begab man sich dann wieder auf die Rückfahrt in die Kaiserstadt. Nach der kämpferisch überzeugenden Leistung der Mannschaft verlief diese nicht minder feierlich als bereits die Hinfahrt.
Freitag geht es am heimischen Tivoli bereits gegen den SC Wiedenbrück, welcher bis dato der einzige Verein ist, welcher die Alemannia in dieser Spielzeit schlagen konnte.

Karlsbande Ultras

 
So. 22.02.15 Alemannia Aachen - FC Cölln II 10.03.2015

Zuschauer: 9800

22. Spieltag Alemannia Aachen - FC Cölln II 1:0

Spätestens jetzt merkt man, dass der normale Liga-Alltag, nach dem Spiel gegen Essen, eingekehrt ist. Dennoch fanden sich heute 9.800 Zuschauer im Stadion ein - ein paar hatte diese Mannschaft beim Spiel gegen Essen also zum Wiederkommen begeistern können. Aufgrund dessen, dass man abermals nur eine Zweitvertretung zu Gast hatte, war natürlich auch der Gästeblock leer. Genauer gesagt, die Zweitvertretung des Fußballclubs aus Köln, der man auch die ungewöhnliche Anstoßzeit verdankt. Da die erste Mannschaft ebenfalls spielte, fürchtete man, dass der ein oder andere Kölner wohl bei normaler Anstoßzeit den Weg in die Kaiserstadt sucht, da die normale Anstoßzeit dies ermöglicht hätte. So wurde heute, weniger tragisch, erst um 15:30 Uhr gegen das runde Leder getreten. Am Spieltag selber ereilte uns eine erfreuliche Botschaft: Einer der Stadionverbotler konnte kurzfristig am selbigen Tag die Aufhebung seines Stadionverbots erreichen, sodass ein weiterer unserer Freunde endlich wieder mit uns in der Kurve stehen konnte - Willkommen zurück Richard! Nach einem verhaltenen Start auf beiden Seiten und einer Chance der Gäste, war es Behrens, der nach Vorarbeit von Maier, den Ball mit dem Kopf ins Tor wuchtete. Zwar war es auch in der zweiten Hälfte ein Spiel, das nur mit wenig Torraumszenen gesegnet war, doch besonders als die Kölner versuchten, den Offensivdruck zu erhöhen, kamen die in den vorhergehenden Saisons schmerzlich vermissten Aachener Tugenden, Kampf und Leidenschaft, zum Vorschein. So brachte man nach übermäßiger Nachspielzeit, die Führung über die Runden und sicherte sich den nächsten 3er. Stimmungstechnisch merkte man, dass der Bereich über dem Stimmungsblock nur bedingt zum Supporten aufgelegt war. So schaffte man es rund 30 Minuten im Stimmungsblock eine anständige Mitmachquote zu erreichen, ehe der ein oder andere sich, trotz Führung, von der Lethargie der oberen Masse anstecken ließ. Dieses Bild spiegelte sich auch in der zweiten Hälfte phasenweise wieder. Zwischenzeitlich wurde im Stimmungsblock in Form eines Spruchbands noch auf die unverhältnismäßigen Kollektivstrafen aufmerksam gemacht, die momentan die Boyz Köln zu spüren bekommen. Ein deutliches Indiz dahingehend, dass man auf Vereins- und Verbandsebene englische Verhältnisse erzwingen will. Wir finden euch und euren Verein zwar beschissen, trotz allem sei gesagt - Durchhalten Ultras, in Aachen, Köln und überall! In der Schlussviertelstunde wachte die Süd dann doch noch aus ihrem Dornröschenschlaf auf und man erreichte bis zum Schlusspfiff eine brachiale Lautstärke. Dank unserer Mannschaft war wohl jedem der 9.800 Zuschauern wieder klar, warum er das Geld in die Eintrittskarte investiert hatte, denn abermals wurden wir mit 3 Punkten belohnt! Nun heißt es am Sonntag gegen Lotte nachlegen!

Karlsbande Ultras

 
Fr. 13.02.15 Fortuna Düsseldorf 2 - Alemannia Aachen 24.02.2015

Zuschauer: 2000 (davon ca. 1950 aus Aachen)

21. Spieltag Fortuna Düsseldorf - Alemannia Aachen 0:4

Alaaf ihr Jecken! Pünktlich zu Karneval stand das erste Auswärtsspiel nach der Winterpause an. Nachdem man in der Vorwoche den Westschlager gegen die Spacken aus dem Ruhrpott für sich entscheiden konnte, ging es nun in der Landeshauptstadt gegen die Zweitvertretung der Fortuna. Unsere Gruppe traf sich am frühen Nachmittag am Bahnhof, um die kurze Fahrt auf den Schienen zurück zu legen. Nach und nach trafen auch die Schnapsleichen ein, die bereits seit dem Vortag unterwegs waren oder nur kurz ihr Bett gesehen hatten. Nachdem die Mottokostüme in unserem Muster an den Mann gebracht waren, konnte es mit ca. 150 Leuten los gehen. Die Fahrt verlief Dank der Guten Karnevals-Laune aller Mitfahrer fröhlich und natürlich auch ein wenig feuchter als sonst. Vom Hauptbahnhof ging es mit der S-Bahn bis Flingern, um dort die letzen Meter mit den bereitgestellten Shuttle-Bussen zurück zu legen. Nachdem die Reisegruppe am Stadion wieder vollzählig war und die Mitgereisten Stadionverbotler für die nächsten zwei Stunden verabschiedet wurden, ging es hinein. Leider gelangte die Fahne für unsere ausgesperrten Freunde wieder einmal nur nach langer Diskussion mit dem Ordnungsdienst hinein. Warum andauernd gerade wegen diesem Stück Stoff solch ein Aufriss gemacht wird, bleibt wohl das Geheimnis der Vereine. Hinter dem Tor wurde dann der passende Platz eingenommen und der Zaun beflaggt, bevor es auf dem Rasen los ging.
Bereits von Beginn an wurde dem Tabellen-Neunten gezeigt, wer hier Tabellenführer ist. Nach nur fünf gespielten Minuten wackelte der Kasten von Düsseldorf, nachdem Ernst eine Flanke vom Fuß gerutscht war und an die Latte ging. Bis zur 25. Minute hatte unser Team zahlreiche Chancen in Führung zu gehen, scheiterte aber jedes Mal entweder am Düsseldorfer Schlussmann oder an der eigenen Treffsicherheit. Nach zehn Minuten Leerlauf konnte man absolut verdient durch Garcia in Führung gehen. Kurz danach schoss Behrens ein weiteres Tor, dieses wurde aber aufgrund einer angeblich vorangegangenen Abseitsstellung nicht gegeben. Somit blieb es bei der mehr als verdienten 1:0 Führung zur Halbzeit. Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff entschied ein Düsseldorfer sich dazu, früher als seine Mannschaftskollegen duschen zu gehen. Er setze unnötig gegen Löhe nach und kassierte dafür seine zweite gelbe Karte in diesem Spiel. Nur kurz darauf traf Behrens erneut den Kasten, diesmal hatte das Schiri-Gespann aber nichts einzuwenden. Im Anschluss kam Düsseldorf auch mal zu einer Chance. Löhe war bereits geschlagen, Hoffmann klärte aber zum Glück auf der Linie. Zehn Minuten vor dem Ende packte Graudenz den Deckel aus und schraubte ihn mit seinem Tor auf die Partie. Nur drei Minuten später durfte der Alemannia-Anhang erneut Jubeln, als Neuzugang Zieba den Schlusspunkt der Partie setze. Damit bleibt unsere Elf weiterhin Tabellenführer und so mancher träumt bereits vom ominösen Wort mit A.
Auf den Rängen ging der Sieg genau so deutlich wie auf dem Platz an die Alemannia - könnte eventuell am mangelnden Gegner gelegen haben. Da die Erste Mannschaft zeitgleich ein paar Kilometer weiter in der Turnhalle gegen Aue spielte, verirrten sich keine 50 Fortunen ins Paul-Janes-Stadion. Auf unserer Seite kann man mit diesem Tag rundum zufrieden sein. Die Stimmung unter den knapp 2000 Schwarz-Gelben war in Ordnung, das Team spielt eine Bomben-Saison und so konnte man nach dem Spiel glücklich weiter Karneval feiern. Ein kleiner Teil der Gruppe machte danach noch die Düsseldorfer Altstadt unsicher. Für den Rest ging es mit der Bahn zurück in die Kaiserstadt, um einen fröhlichen Ausflug ausklingen zu lassen.

Oche Alaaf !
Auswärtssieg Alaaf !

Karlsbande Ultras Alaaf

   
Sa. 07.02.15 Alemannia Aachen - Rot Weiß Essen 18.02.2015

Zuschauer: 30313 (davon ca. 5000 aus Essen)

20. Spieltag Alemannia Aachen - Rot Weiß Essen 1:0

Der 07.02.2015: Ein Datum, welches bereits Monate vor der Jahreswende für reichlich Gesprächsstoff und Vorfreude in und um Aachen sorgte. An jenem Tage sollte es für unsere Alemannia heißen, mehr als nur 3 Punkte in Aachen zu halten. Ein Duell , welches schon immer eine besondere Brisanz mit sich brachte, die zwar nicht direkt im Begriff Derby mündet, aber sicherlich für genug Abneigung gegenüber den Gästen aus Essen sorgt. Die tabellarische Situation trug dann seinen Teil noch zur Genüge bei, dass es zu einer Rekordkulisse vor 30.313 Zuschauern kommen sollte. Einerseits hoch erfreulich in der lediglich vierthöchsten Spielklasse des deutschen Fußballs, demnach nicht mehr dem Profigeschäft zugehörig, vor ausverkauftem Haus spielen zu können, andererseits fragt man sich doch, wo die ganzen Leute bei den Spielen gegen manch einen Dorfverein sind.
Das Ganze tat unserer Vorfreude natürlich keinerlei Abbruch, viel zu sehr wollte man dieses 6-Punktespiel für sich entscheiden. Neben dem sportlichen Gesichtspunkt, reizte durchaus auch der Punkt, dass sich mit Rot-Weiss Essen wohl eine der ganz wenigen Fanszenen in dieser Liga befindet, mit denen man sich durchaus vergleichen und messen kann. Im Rahmen dieses Spiels rief man in der Szene Aachen dazu auf, sich zu einem gemeinsamen Mobfoto um 10 Uhr am Marktplatz zu treffen. Über 1000 Aachener fanden sich hierzu ein, wo man ebenfalls auf die Unterstützung von rund 50 Freunden aus Kerkrade zählen konnte. Nach besagtem Mobfoto zog man mit einem Marsch durch die Stadt in Richtung Stadion. Bereits vor dem Spiel konnte man merken, wie sehr die Leute auf dieses Spiel brannten und so gelang es während des gesamten Marsches eine unglaubliche Motivation freizusetzen, dass man nach einstimmenden Worten, diese auch mit ins Stadion tragen wollte.
Dies gelang leider nur phasenweise, sodass man die ersten 10 Minuten eine durchaus starke Lautstärke erreichen konnte, diese aber nicht über den kompletten Verlauf der ersten Halbzeit halten konnte. Bereits vor dem Spiel bekamen wir wieder die Doppelmoral rund um den Verein und der Thematik Ultra zu spüren - fehlt momentan unserseits jegliche Motivation, Mühe und Fleiß in eine Choreographie mit Vereinsbezug zu stecken, wenn man auf der anderen Seite Repressionen, wie Materialverbot unterworfen wird, so bekommt man auf der anderen Seite auch noch vorgeworfen, dass die Ultras doch hätten eine Choreo für die Alemannia machen sollen. Ganz ohne ging es dann doch nicht und so organisierte man kurzerhand noch ein Chaosintro, aus Luftstäben, Konfetti und Wurfrollen. Was man vom Materialverbot hält, ließ man die Verantwortlichen dann auch mit entsprechendem Spruchband und dem Hängen der Heimzaunfahne wissen. Spielerisch knüpfte unsere Mannschaft da an, wo sie bereits Ende der Hinrunde aufgehört hatte. Zwar gehörte die erste Szene den Gästen, welche mit einem Lattentreffer,erst einmal für eine Schrecksekunde sorgten. Dieser wurde jedoch von Ermes, der den gesperrten Löhe vertrat, pariert. Im weiteren Verlauf jedoch rissen die Alemannen das Spiel immer mehr an sich und sorgten durch einen Eckball, welchen Behrens mit dem Kopf ins Tor wuchtete, für den Führungstreffer. Dadurch beflügelt drehte auch die Südkurve nochmals auf und zeigte sowohl optisch als auch stimmungstechnisch, was für ein Potenzial in ihr steckt. Während der ersten Hälfte gedachte man noch einem verstorbenen Mitglied der Fanszene aus Kerkrade, welcher nach dem Derby gegen Sittard einen Herzinfarkt erlitten hatte - ''R.I.P. Francisco!''
Auch unsere Fanszene traf bereits vor Saisonbeginn ein Schicksalsschlag. Eines unserer Mitglieder erlitt einen schweren Schlaganfall. Erstmals nach dieser langen Leidenszeit, schaffte er es gegen Essen wieder ins Stadion. Zu diesem besonderen Anlass widmete man ihm ein weiteres Mal ein Spruchband, um ihn wissen zu lassen, dass die gesamte Szene hinter ihm steht - ''Stefan - wenn du fällst, sind wir bei dir!''
Konnte unsere Mannschaft in Hälfte 2 das Spiel weiterhin dominieren, schaffte man es auf den Rängen nicht ganz, den gewünschten Schwung vom Ende der ersten Halbzeit mitzunehmen. Das Ganze ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass der Großteil der Zuschauer leider nur alle 1-2 Jahre den Weg ins Stadion findet und es somit umso schwieriger war, den Support zu koordinieren. Dennoch ist es erfreulich zu sehen, wie viele Menschen den Weg zu einem Spiel in der Regionalliga West finden, verglichen mit den niedrigeren Zuschauerzahlen bei mancher Erstliga Partie. So ließen wir beim Duell zweier Traditionsmannschaften die ganzen Kommerzvereine und ihre Sponsoren wissen, was man von Ihnen hält : ''Tradition kennt keine Liga! Fickt Euch RB,bAudi, Hopp und Co!'' Und auch die daraufhin applaudierenden Essener bekamen ihr Fett direkt weg und man reichte das Spruchband '' Euch hassen wir trotzdem'' (Essen hervorgehoben) nach. Auf dem Platz verabschiedete sich ein Essener Spieler nach der Ampelkarte frühzeitig zum duschen Leider schaffte es unsere Mannschaft nicht, die zahlenmäßige Überlegenheit in zählbares umzumünzen und den Sack zu zu machen.Nachdem sich die Nachspielzeit extrem in die Länge gezogen hatte, war es umso erleichternder, den Schlusspfiff des Schiedsrichters zu hören. Verdient hatte man das Spiel gegen den direkten Tabellennachbarn gewonnen und sich einen Vorsprung von 4 Punkten gesichert. Zum Auftritt von Essen kann man soviel sagen, dass die Rot-Weißen durchaus am Anfang einen guten Start, sowohl optisch, als auch von der Lautstärke, hinlegten. Einleitend gab es eine Choreographie mit Luftstäben in Vereinsfarben und einem Spruchband ''Rot-Weisse Invasion''. Besagte Invasion blieb jedoch in allen Belangen aus, so ebbte der gute Start sehr schnell ab und man konnte im weiteren Verlauf nur sehr selten etwas von der Gegenseite vernehmen. Sich auf das unterste Niveau begeben wollte man sich auf der Gegenseite dann trotzdem und zeigte ein Spruchband gegen das eingehend erwähnte Mitglied, welches einen lebensbedrohlichen Schlaganfall hatte. Hierzu bleibt nur zu sagen, dass es bei allem Hass und Rivalität irgendwo eine Grenze gibt, die da liegt, wo sie das Leben und die persönlichen Schicksalsschläge einer Einzelpersonen betrifft. Scheinbar hatte man in Essen zuvor zur Einschulung eine große Tüte mit Leckereien, wie Respektlosigkeit und fehlgeschlagener Coolness verteilt, aus der man wohl zu viel genascht hatte und man sich kräftig austoben wollte!

Alles in allem war es dennoch ein erfolgreicher Tag, an dem man trotz durchwachsener Leistung auf den Rängen , mit einem Sieg beschert wurde! Nun heißt es am Freitag dem tristen viertliga Alltag zu trotzen und am Karnevalsfreitag 3 Punkte aus Düsseldorf zu entführen.

Alaaf der Öcher Schäng!

Karlsbande Ultras

 
Letzte Informationen zum Spiel gegen Essen: 05.02.2015

Am Samstag, den 07.02.2015 ist es endlich soweit und es kommt zum lang ersehnten Spiel zwischen unserer Alemannia und Rot Weiss Essen. Wie bereits auf sämtlichen Medien veröffentlicht und bekannt gegeben, trifft sich die Szene Aachen um 10 Uhr am Marktplatz! Um unnötigem Ärger mit den Ordnungshütern entgegen zu wirken, wollen wir darauf aufmerksam machen, dass das Mitführen und Benutzen von Böllern von uns weder gewünscht, noch toleriert wird! Des Weiteren versucht pünktlich da zu sein und achtet vor allem auch bei der An- und Abreise auf Eure Szene Sachen. Außerdem versucht unnötigem Ärger, insbersondere mit den Ordnungshütern, aus dem Weg zu gehen! Zu guter Letzt bleibt nur noch zu sagen:

Gebt 200 Prozent und verwandelt das Stadion in ein Tollhaus!

Karlsbande Ultras

 
Sa. 13.12.14 FC Hennef - Alemannia Aachen 05.01.2015

Zuschauer: 1450 (davon ca. 1000 aus Aachen)

19. Spieltag FC Hennef - Alemannia Aachen 1:1

Beim letzten Spiel des Kalenderjahres 2014 ging es für die Alemannia zum Tabellenletzten nach Hennef. Am frühen Samstag Morgen traf man sich am Hauptbahnhof, um die kurze Fahrt mit der Bahn anzutreten. Mehr als 150 Leute folgten unserem Aufruf und fuhren ebenfalls mit der Bahn ins kleine Städtchen Hennef. Die Fahrt verlief bei mehr oder weniger guter Musik und dem ein oder anderen kühlen Klaren sehr lustig. Die anderen Mitreisenden werden es zwar ein wenig anders gesehen haben, dies sollte uns aber nicht weiter stören. Sehr früh erreichte man den Zielbahnhof und machte sich in Begleitung der örtlichen Staatsdiener auf den Fußweg in Richtung "Stadion", wenn es diesem Namen den gerecht wird. Für knapp eine halbe Millionen Euro hatte man sich dort einen Käfig für die Gästefans errichten lassen. Der Heim Anhang findet auf einer kleinen Tribüne, mit geschätzt 100 Plätzen, oder auf der daneben liegenden Wiese platz. Zum Glück war man bereits sehr früh vor Ort, denn die Kontrollen am Eingang zogen sich, durch das sichtlich überforderte Personal unnötig in die Länge. Nachdem man dies hinter sich gebracht hatte, konnte es bei bestem Öcher Regen daran gehen, den überdimensionalen Zaun zu schmücken. Dies geschah jedoch nicht in die Höhe, sondern in die Breite, da hinter dem Zaun lediglich fünf Stufen die Tribüne darstellten. Danach konnte das Spiel des, zu diesem Zeitpunkt, Zweiten gegen den Halter, der sogenannten roten Laterne, starten. Zum Einlaufen der Mannschaften zeigte man ein Spruchband für ein Mitglied, welches einige Tage zuvor operiert wurde. "Julia wir stehen hinter dir" sollte unseren Rückhalt, auch in schweren Zeiten untermauern.

Da der Platz aufgrund des Dauerregens sehr tief war, begann das Spiel sehr zurückhaltend von beiden Teams. Hennef stellte sich hinten rein und unserem Team gelang es nicht auf dem tiefen Untergrund den Ball wie gewünscht laufen zu lassen. Die erste Torchance des Spiels, folgte daraus resultierend erst nach 20 Minuten, durch die Gastgeber. Erst zehn Minuten vor dem Pausenpfiff konnte man seitens der Alemannia den ersten richtigen Torschuss verbuchen. Bezeichnenderweise geschah dies durch einen Freistoß. Kurze Zeit später folgte dann doch noch die erste gute Gelegenheit aus dem Spiel heraus, jedoch verfehlte Dowidat das Ziel denkbar knapp.

Zu Beginn der zweiten Hälfte zeigte man einem anderen Mitglied, das ohne Grund ein Stadionverbot erhalten hat, mit den Worten, "Immer weiter Playboy" ,dass man hinter ihm steht.

Spielerisch zeichnete sich in Hälfte 2 zu Beginn keinerlei große Änderung zu Hälfte 1. Fünf Minuten nach der Pause musste sich Löhe das erste Mal mit einer Parade in Szene setzen. Auch in der darauffolgenden Szene sollte der Schlussmann der Alemannia im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Nachdem Hennef aus einer irregulären Spielsituation heraus in Führung ging, war es Löhe der den Schiedsrichter lautstark zurechtweisen wollte und diesen um ein Statement bat. Dieser hatte aber keine Lust auf ein Interview und zeigte unserem Schlussmann die Gelbe Karte. Nachdem dieser noch immer Fragen hatte, schickte ihn der Schiri mit der Ampelkarte zum Duschen. Aufgrund dieser Szene musste Müller notgedrungen ausgewechselt werden und Ersatzkeeper Ermes kam zu seinem ersten Einsatz im Tor der Alemannia. Dieser wird voraussichtlich beim nächsten Heimspiel gegen RWE sein Können unter Beweis stellen. Wie bereits im Pokal gegen Wegberg ließ sich unser Team davon aber nicht aus der Ruhe bringen und drückte nun auf den überfälligen Ausgleich. Dieser fiel nach 70 Minuten durch einen Freistoß von Lejan. Der Jubel unter den 1000 mitgereisten Öchern war groß. In den letzten 20 Spielminuten kam unsere Elf zwar noch zu Chancen, konnte diese aber nicht in Zählbares ummünzen. Aufgrund des Spielverlaufs kann man mit dem Punkt leben. Unser Team hat in Unterzahl bewiesen, dass es sich durch solch eine Aktion nicht unterkriegen lässt. Somit ist man bereits seit 12 Spielen ungeschlagen und kann als Zweiter, punktgleich mit dem Tabellenführer, in die verdiente Winterpause gehen.

Die Stimmung auf unserer Seite ging trotz des trüben Wetters in Ordnung. Einige Lieder wurden lange und laut gesungen und wussten zu gefallen. Leider konnte man aufgrund der lang gezogenen Tribüne den rechten Teil dieser, nicht zum Mitsingen animieren. Dennoch kann man bei diesem Auftritt von einem versöhnlichen Jahresabschluss sprechen. Die Heim Fans wedelten, wie bereits beim Pokalspiel vor drei Wochen fleißig ihre Fahnen eines Baumarkts, welcher direkt neben dem Stadion ansässig ist. Sonst gab es von der Gegenseite keinerlei Lebenszeichen. Nach dem Spiel ging es zurück zu den ausgesperrten Freunden, die sich das Spiel auf einem Hügel hinter der Gäste Tribüne anschauen konnten. Im immer noch anhaltenden Regen ging es zurück zum Bahnhof, um die kurze Rückfahrt in die Kaiserstadt anzutreten. Diese verlief ähnlich feuch fröhlich wie die Hinfahrt. Nun verabschieden wir uns auch in die Winterpause und wünschen allen Wegbegleitern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Karlsbande Ultras