.: Karlsbande Ultras :.
 
Die Karlsbande wünscht einen guten Rutsch ins Jahr 2013 25.12.12

 
Auswärts: Borussia Dortmund II 10.12.12

 
Maltag für alle Alemanniafans 04.12.12

Schwarz und Gelb sind unsere Farben

Hallo Alemannen,

uns allen ist es ein Anliegen, unseren Verein auch in Zeiten wie diesen bestmöglich zu unterstützen, sei es durch finanzielle Spenden, lautstarken Support oder aber auch einen schönen schwarz-gelben Fanblock. Deswegen möchten wir von der Karlsbande jedem (sei es Fanclub, loser Zusammenschluss oder Einzelperson) dabei helfen, seine eigene Zaunfahne, Doppelhalter / Schwenkfahne zu gestalten und in unserer Räumlichkeit zu malen.

Das benötigte Material wie Farben und Stoffe wird selbstverständlich zum Einkaufspreis weitergegeben und unsere Mitglieder stehen Euch mit Rat und Tat beiseite. Desweiteren helfen wir Euch, falls gewünscht, bereits im Vorfeld bei der Erstellung von Vorlagen gerne (bitte frühzeitig melden, da unsere Grafiker auch Zeit benötigen). Es wird aber auch Vorlagen mit Stadt- und Vereinsbezug geben, welche am Tag selber zur Auswahl stehen.

Um die Verpflegung des Hüftgoldes werden wir uns wie immer zu kleinen Preisen kümmern (warme und kalte Speisen/Getränke).

Auch wenn Ihr nichts malen wollt, würden wir uns über einen Besuch sehr freuen.

Was? Maltag für die Aachener Fans
Wann? 15.12.2012 ab 12 Uhr
Wo? in unserer Räumlichkeit (wer noch nicht weiß, wo diese sich befindet bitte kurz bei den üblichen Verdächtigen melden, so dass er die Adresse mitgeteilt bekommt) oder findet Euch bis 11.45 Uhr am Werner-Fuchs-Haus ein

Bitte gebt uns im Vorfeld Bescheid mit wie vielen Personen Ihr kommt, damit wir besser planen können. Spontanbesuche sind trotzdem erwünscht.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - Arminia Bielefeld 2:1 04.12.12

Zum zweiten Mal innerhalb von sieben Tagen hieß es Heimspiel. Zu Gast sollte die Arminia aus Bielefeld sein, die sich zuvor recht unsportlich verhalten hat, indem sie der Alemannia Wettbewerbsverzerrung vorwarf und um die Verlegung des Spiels ins neue Jahr bat. Für unsere Gruppe startete der Tag um 10 Uhr mit den üblichen Spieltagsvorbereitungen in unserer Räumlichkeit! Positiv ist zusehen, dass immer mehr Fans unserer Einladung nachkommen und am Spieltag mal vorbei schauen! Grade in diesen wohl schwersten Zeiten für unsere Alemannia ist es schön zu sehen, dass man als Fans wieder enger zusammen rückt und sich auf´s Wesentliche, nämlich unsere Alemannia konzentriert. Recht spät ging es für den Großteil der Gruppe ins Stadion und man verabschiedete sich von den Stadionverbotlern und den 45 weiteren Mitgliedern, die unter der Kollektivstrafe der Polizei zu leiden haben. Im Stadion besiedelte man wieder seinen Platz im oberen Teil des S3. Für unsere Gruppe zeichnete sich in den ersten 12:12 Minuten ein sehr positives Bild ab. Fast das komplette Stadion schwieg, um so gegen das Sicherheitspapier des DFL zu protestieren. Denn nicht nur wir Ultras sind davon betroffen, sondern jeder einzelne Stadiongänger! In diesem Sinne großen Respekt an alle Fans in Aachen und ganz Deutschland, die diese Aktion mit tragen! Treu dem Motto: „In den Farben getrennt, in der Sache vereint!“ Nach dem Boykott ging es auch stimmungsmäßig recht munter los. Aus gegeben Anlass verzichteten wir auf einen Anstimmer und stimmten die Lieder aus dem Block selber an oder trugen die Lieder aus der Kurve mit. Auch die Mannschaft zeigte Charakter und kämpfte bis zum bitteren Ende! Auch der Rückstand in der 60. Minute zeigte keine Wirkung und so konnte man im direkten Gegenzug ausgleichen und durch einen Doppelpack von Leipertz in der 89. den Siegtreffer erzielen!

Starke Leistung Mannschaft! Starke Leistung Alemannia Fans!

Erklärung Spruchbänder

Es gab ein Solidaritätsspruchband für eine Person aus der Aachener Szene, die aufgrund des Spiels gegen Gladbach Stadionverbot bekommen hat bis Ende 2015.:
„Durchhalten Berti! 1312!“

Ein zweites Solidaritätsspruchband gab es für einen Kumpel aus Holland der ebenfalls Stadionverbot bekommen hat, jedoch in Holland:
„Kop op Pascal! Roda & der TSV“

Ein weiteres Spruchband wurde abseits des Stadions von den Jungs und Mädels, die Betretungsverbot haben, gezeigt. Als Ultras lehnen wir jeden Kontakt zur Presse ab, auch wenn wir uns damit eher selber schaden. Aber wir wollen auch nicht schweigen und deshalb haben wir dieses Spruchband gewählt. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass eine gewisse Gruppe stets mit der Presse zusammen arbeitet! So versuchten Mitglieder dieser Gruppierung bei der Insolvenzpressekonferenz sich durch Presseausweise Zugang zu verschaffen. Noch nicht mal eine Stunde nach dem Vorfall in Pforzheim gab es schon die erste Pressenachricht im Internet zu lesen. Als man in das Polizeipräsidium begleitet wurde, standen Mitglieder dieser Gruppierung am Zaun und schossen Fotos! Genau diese Fotos sind nun online und in den Zeitungen zu sehen. Auch bei Anfragen (per E-Mail) von Zeitungen ist stets zu lesen, dass man sich eine Seite schon angehört hat und nun gerne die andere Seite hören möchte. Weiterhin ist auch bekannt, dass der Bericht von Cosmo TV im WDR nicht auf Eigeninitiative beruht, sondern extra deswegen angeschrieben und gebeten wurde, über die Verhältnisse zu berichten. Dabei ließ man es sich nehmen, selber Stellung hinter einer Schattenwand zu beziehen, obwohl man sich dies auch hätte sparen können, da der Name der Person längst bekannt ist. Die ganze Geschichte wird nur so hoch gepusht von der Presse, da eine Seite stets auf Anfragen dieser reagiert, sondern diese auch noch selber aktiv die Presse anschreibt und mit Fotos und angeblichen Horror Geschichten füttert. Kurz gesagt wollten wir durch dieses Spruchband jedem zeigen, dass man nicht alles glauben soll, was in der Presse geschrieben wird, da diese nur von einer Seite Informationen bekommt. Wer unsere Seite anhören möchte, soll uns lieber ansprechen und nicht vergeblich in der Zeitung herum blättern! Wir stehen jedem Alemannia Fan gerne Rede und Antwort, also quatscht uns an und urteilt danach über uns!
„Einseitige Berichterstattung?
Liegt daran, dass nur eine Seite zur Presse läuft!“

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - VFL Osnabrück 0:1 26.11.12

Ausgesperrt!

In dieser schweren Zeit wurde uns von Seiten der Staatsmacht die Chance genommen, unseren Verein im Stadion den Rücken zu stärken.

Gegen alle Kollektivstrafen Stadionverbote & Polizeiwillkür in Kerkrade, Aachen & überall!

Karlsbande Ultras, am 26.11.12 um 13:12

 
12:12 - Ohne Stimme keine Stimmung 22.11.12

Diese Aktion unterstützen wir selbstverständlich ebenfalls bestmöglich:

 
VFB Stuttgart II - Alemannia Aachen 2:1 22.11.12

Die Katze ist aus dem Sack. Unsere Alemannia wurde zu Boden gewirtschaftet und geht in der nächsten Woche den schweren Weg in die Insolvenz. Trotzdem hieß es für uns mitten in der Nacht Abfahrt nach Stuttgart. Mitten in der Nacht zum Samstag trafen sich die üblichen Verdächtigen in Aachen, um wiedermal unsere Alemannia in der Ferne zu Unterstützen. Diesmal aber leider mit dem bedrückenden Gefühl, dass es eine der letzten weiten Touren mit unserer Alemannia sein wird. Zwar wird voraussichtlich die Rückrunde noch zu Ende gespielt, jedoch außerhalb der Wertung. So machten sich unsere beiden Gefährten zum zweiten Mal in dieser Hinrunde auf den Weg zum Stadion auf der Waldau in Stuttgart, um die Alemannia bei ihrem Spiel gegen die Zweitvertretung des VFB den Rücken zu stärken. Nach etlichen Ehrenrunden durch den orientierungslosen Busfahrer, kamen wir wider Erwarten doch noch pünktlich am Ziel an. Die Fahrt verlief im Bulli recht ereignislos, aufgrund der aktuellen Situation. Im Bus sollen trotz allem einige Flaschen ihr Leben gelassen haben. In Stuttgart angekommen ging es nach dem Verabschieden der mitgereisten SV´ler sofort hinein in den Block, um das diesmal erlaubte Material in Stellung zu bringen. Nach einigen Gesprächen mit dem Rest der Szene zu den aktuellen Themen ging die Partie auch schon los. Zum Einlaufen der Mannschaften präsentierten wir einen ULTRAS-Schriftzug bestehend aus Doppelhaltern. Abgerundet wurde das ganze Szenario durch einige Schwenker im hinteren Bereich.

Von Beginn an sah man, dass unsere Elf verunsichert war, so das Stuttgart von Anfang an das Spiel machte. Torraumszenen waren dennoch auf beiden Seiten Mangelware. Heller vergab eine große Chance zur Führung. Auf der anderen Seite sorgte Melka mit einer guten Leistung dafür, dass es bis zur 27. Minute zu Null stand. Melka wiederum verursachte in besagter Minute einen Strafstoß für die Hausherren, den Benyamina souverän verwandelte. Nur knappe 7 Minuten später stellte Schwertfeger das Unentschieden wieder her. Fortan spielten unsere Mannen munter mit. Jedoch mit dem bekannten Ergebnis. Chancen werden nicht genutzt und der Gegner wird durch Fehlpässe eingeladen, nach vorne zu rücken. Eine Viertelstunde vor Spielende war es wiederum Benyamina, der die Führung für Stuttgart wiederherstellte. Danach war das Spiel gelaufen. Neben der Insolvenz läuft es auch weiterhin auf dem Rasen mehr als schlecht. Aber interessieren tun die sportlichen Ergebnisse sowieso nur noch am Rande.

Die Stimmung zu beschreiben fällt in dieser schwersten Stunde unseres Vereins recht schwer. Es wurde durchgängig und laut gesungen. Jedoch ohne wirklichen Spielbezug. Es wurde mehr oder weniger für sich, für den Verein und die Szene gesungen. Phasenweise wurde es sehr emotional, wie z.B in der zweiten Hälfte, als unser Block den Jungs vor den Toren das ein oder andere Ständchen sang. Diesen Jungs gilt auch in dieser Zeit großer Respekt, dass Sie trotz ihrer Stadionverbote Woche für Woche mit uns unterwegs sind. Auf der Gegenseite gab es diesmal nichts, da man gegen eine ach so beliebte Zweitvertretung spielte. Stuttgarts Erste trat am selben Tag in Gladbach an, wodurch natürlich die Szene nicht im Waldaustadion anzutreffen war. Nachdem die Mannschaft verabschiedet wurde, ging es recht zügig zurück in die Gefährte, um die Heimreise anzutreten. Wie sich die Zukunft unseres Vereins entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Eins ist jedoch jetzt schon sicher. Wir werden dabei sein!

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - Chemie Halle 0:3 19.11.12

Eine turbulente Woche liegt abermals hinter uns, denn nach mehreren Treffen mit Vertretern verschiedener Fanclubs der Aachener Fangemeinschaft wurde im Laufe der Vorwoche ein Fankodex beschlossen, welcher in Zukunft ein friedliches Miteinander ermöglichen soll. Das dies unser Bestreben ist, zeigten wir schnell sodass alle Alemannen, wie auch bereits an vorherigen Spieltagen, eingeladen waren, den Spieltag mit uns gemeinsam einzuläuten. So verliefen sich einige bekannte und auch neue Gesichter in unsere Gesellschaft. Finanziell war man wohl fürs erste gerettet, so erzählte es der Verein zumindest, wobei die richtig raue Luft wohl immer noch nicht davon gezogen ist, sportlich läuft’s alles andere als rosig, war man die Saison mit dem Ziel oberes Tabellendrittel angegangen, so muss man sich nun wieder mit dem unteren Teil der Tabelle anfreunden. Zum Glück hatten sich viele gedacht, kommt der Hallesche FC, denn bei diesem läuft es ebenso wenig rund wie bei unserer Alemannia, denn die Jungs aus Halle hatten seit 10 Spielen keinen Sieg mehr verbuchen dürfen. Auch aus diesem Grund hatte man in Halle aufgerufen, mit einem großen Anhang anzureisen, welchen wir auch im Stadion antreffen durften.

Das Thema Stimmung würden wir am liebsten weglassen, diese passte sich nicht nur der aktuellen Situation, sondern auch dem Spiel an, auf dem Rasen war man wieder einer Folter für das Auge ausgesetzt. Langsam kann man es den Anhängern schon fast nicht mehr böse nehmen, wenn sie die Lust verlieren. Es ist ewig dieselbe Leier die man geboten bekommt, so war es abermals Heller der eine 1000 % versiebte. In der 2. Halbzeit wurde man dann wieder Opfer der eigenen Chancenverwertung, wenn man sie vorne nicht macht, dann klingelt es hinten - so auch heute wieder 0:1 - Halle führt. Nun kann man ja wahrlich nicht allen Spielern einen Vorwurf machen, so war der einzige Lichtblick der letzten Wochen wieder Albert Streit, der der oberflächigen Spielleitung zum Opfer wurde, so wurden viele verhältnismäßige unsportliche Vorstöße gegen ihn nicht geahndet und dieser hatte sich wiederrum, bei einer solchen Aktion dumm angestellt und als gelbvorbestraft wegen Motzens die Ampelkarte abgeholt. Mit 10 Mann ging es dann recht schnell, Aachen machte hinten auf und Halle konterte munter voran, so vielen kurz vor Schluss noch Tor Nummer 2 und 3. Dementsprechend trostlos gestaltete sich auch die Stimmung im Block, immer weniger Leute ließen sich nun noch für einen gescheiten Support begeistern.

Zu den Gegnern lässt sich sagen, dass man sie von der Lautstärke nicht wirklich oft vernehmen konnte, jedoch ein gutes optisches Bild gegeben war. Zudem zeigten sie noch stimmige und stichhaltige Spruchbänder. Beispielsweise eins bezogen auf die teuersten Ticketpreise für Auswärtsfans von Liga 1 bis 3, und dass man dennoch Insolvenz ist, griffen sie die Gedanken vieler Alemannen in dieser Zeit auf und trafen somit den Nagel auf den Kopf.

Karlsbande Ultras

 
Ich fühl mich sicher! Du auch? 19.11.12

Diese Aktion wollen wir natürlich gerne unterstützen:

 
Ehrenkodex unter uns Alemanniafans 07.11.12

Wir wollen wieder eine Einheit werden, wieder dieses „Alemannia-Gefühl“ aufflammen lassen. Es ist an der Zeit, ein neues „Wir-Gefühl“ zu kreieren, den Support wieder auf ein Niveau zu bringen, auf das wir alle stolz sein können. Letztlich wollen wir alle Spaß – im eigenen sowie im Rahmen des Vereins. Deshalb halten wir folgende Punkte zu unserem gemeinsamen Umgang sowie unserem generellen Verhalten für wesentlich und unabdingbar.

1. Gegenseitiger Respekt und Toleranz sind grundsätzliche Voraussetzungen für ein fruchtbares Miteinander.

- Wir respektieren einander und zollen jedem Alemanniafan Achtung, unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, Glauben, sozialer Stellung oder sexueller Identität.

2. Gewaltsame Auseinandersetzungen, Angriffe und Anfeindungen jeglicher Art unter uns Alemanniafans sind inakzeptabel.

- Wir verpflichten uns, diese Grundsätze einzuhalten. Wir helfen mit, jegliche Auseinandersetzungen zu unterbinden und wirken entsprechend auf unser Umfeld ein.

3. Politischer Extremismus in jeglicher Form sowie Rassismus haben bei uns keinen Platz.

- Wir willigen ein, politisch extremistisch motivierte Verlautbarungen – egal, wie gerichtet – mündlicher und schriftlicher Art zu unterlassen.

4. Sowohl Ruf als auch Wohl der Alemannia stehen stets im Vordergrund.

All diese Punkte müssen als Spielregeln für ein erfolgreiches Miteinander vorausgesetzt werden können. Es geht nicht um persönliche Befindlichkeiten, es geht um unser Herzblut, unsere Alemannia. Wir müssen alle zusammen ein Umfeld kreieren, in dem sich ein jeder wohlfühlt, in dem bedenkenlos an den Alemanniaspielen teilgenommen werden kann. Die Alemannia ist besonders darauf angewiesen, genauso jeder einzelne Fan und die Gesamtheit aller, denen die Alemannia am Herzen liegt.

Aachen Fanatics, Aachen Pirates, Aachen Ultras 1999, Alemannia Supporters, Anonyme Lutscher, Bad Aachen, Black Yellow Devils Aachen, Bosswiller Alemannen, Brander Alemannen, Commando Aachen, Eischwiele Jonge, Euregio Kings, Grenzland Power 96, Hure Jonge, IG der Alemannia Fans und Fanclubs, Karlsbande Ultras, Klenkes Brüder, Kölsche Alemannen, Münsterland-Alemannen, Nordkreis-Oecher, Oche Hoppaz, Öcher Chaoten, Öcher Legion, Öcher Trommler, Rollende Aachener Kartoffelkäfer 2010, Runway 09, S3 Neon, Schwarz-Gelb 81, Schwarz-Gelbe Macht, Sportfreunde Kaiserstadt, Stolberger Tivoli Jonge, Tivoli Tigers, stellvertretend für nicht organisierte Fans: Sandra Göttgens

 
1. FC Heidenheim - Alemannia Aachen 1:1 07.11.12

Am vergangenen Freitag traf man sich früh zur Abfahrt in das rund 500 km weit entfernte Heidenheim an der Brenz. Die zeitige Abfahrt sollte sich im Nachhinein als Glücksgriff heraus stellen, da Staus und Wetterbedingungen die Fahrt deutlich verlängerten. Ansonsten kann man von einer stimmungsvollen Hinfahrt sprechen, die für jeden Insassen des bis auf den letzten Platz gefüllten Busses etwas zu bieten hatte. Die Erwartungen und der Spaß waren zumindest größer als in den Vorwochen, da eine Insolvenz zumindest fürs erste abgeschmettert werden konnte und eine nötige personelle Konsequenz gezogen wurde. Als man das Albstadion endlich erreicht hatte, stand der Anpfiff kurz bevor. Glücklicherweise gingen die Eingangskontrollen problemlos über die Bühne und auch die Eintrittspreise dürften den ein oder anderen positiv überrascht haben. Nachdem man sich gemeinsam mit den restlichen Alemannia Fans im oberen Bereich des Stehplatzblockes des Hintertors positioniert hatte, begann dann auch schon das Spiel auf dem Rasen, wo unsere Alemannia mit ordentlich Dampf begann. Die Hoffnung auf einen Sieg der Schwarz-Gelben konnte man auch auf den Rängen spüren, das Wetter sprach laut unserer Hymne jedenfalls dafür, denn bekanntlich speält Alemannia et beiste en der Pratsch!

So kam es, dass gerade in der Anfangsphase einige Großchancen auf unserem Konto verbucht werden konnten, doch leider fanden die Schüsse von Leipertz und Streit in der ersten Viertelstunde nicht den Weg ins Tor, was die Heidenheimer fast ausschließlich dem starken Torhüter Erol Sabanov zu verdanken hatten! Spielerisch hatten die Gastgeber in der ersten Halbzeit unserer Truppe nichts entgegenzusetzen und wurden lediglich ein einziges Mal durch einen Distanzschuss gefährlich. Für die erlösende und längst überfällige Führung sorgte dann endlich Robert Leipertz kurz vor der Halbzeit, der die Abwehr der Heidenheimer alt aussehen ließ. Auch unmittelbar nach Wiederbeginn sah es nicht nach einer Änderung des Spielverlaufs aus, doch leider scheiterten unsere Kicker wie so häufig an diesem Abend meist letztendlich am gegnerischen Torwart. Die Chancenverwertung wurde dann leider bestraft, unsere Alemannen ließen die Heidenheimer immer mehr ins Spiel kommen, bis man dann plötzlich so nachlässig war, und nach einer Standardsituation den unerwarteten Ausgleich kassierte. Die Gastgeber in blau-weiß gewannen mehr an Sicherheit und konnten durch den Ausgleichstreffer nochmal ordentlich Fahrt aufnehmen, während unsere Elf leider in die zuletzt gewohnt unsichere Spielweise verfiel, die man an diesem Abend für 70 Minuten fast vergessen hatte... Schade um die so bitter nötigen verlorenen 2 Punkte, von einem Punktgewinn kann man leider nicht sprechen.

Die Stimmung im Aachener Gästeblock passte sich dem Spiel auf dem Grün an und so wurde gerade in der ersten Halbzeit ein überdurchschnittlicher Auftritt hingelegt, ein gesunder Mix aus Klassikern, aber auch einigen melodischen Krachern wurde gen Spielfeld geschmettert und spätestens nach dem Führungstreffer in der 43. Minute befand sich dann der gesamte Anhang in Ekstase. Sehr schön. Eben aufgrund der guten Stimmung bekam man von den Anhängern aus Heidenheim recht wenig auf die Ohren, möchte sich aber an dieser Stelle für das Optische bedanken: „Tradition erhalten – Kämpfen Alemannia!“ gab es auf einem Spruchband von Flavia Heidenheim zu lesen. Nach Abpfiff wurde dennoch ein wenig gefeiert, man hatte ein gutes Spiel gesehen, an das die Mannschaft hoffentlich auch beim kommenden Heimspiel gegen den Halleschen FC anknüpfen kann. Kurz vor Abfahrt Richtung Kaiserstadt half man dann noch einer Aachener Bullibesatzung aus dem völlig verregneten Wald vor dem Stadion und war froh, als man endlich im warmen Gefährt saß, das uns nach einer langen Rückfahrt endlich um 6 Uhr morgens in die Heimat brachte.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - SV Wehen Wiesbaden 1:1 05.11.12

Der vermeintlich letzte Spieltag… Nein, die Saison ist noch nicht zu Ende! Nein, es ist noch keine Winterpause! Es ist der Unfähigkeit einiger Personen in „unserem“ geliebten Verein, die meinen sie könnten mit den Finanzen jonglieren, geschuldet, dass man an diesem Spieltag glauben musste, es ist wohlmöglich der letzte Auftritt unserer Alemannia in dem Stadion, bevor es in die drohende Insolvenz geht! Aber nun von Anfang an, wie jeden Heimspieltag öffneten wir unsere Pforten viele Stunden vorm Spiel und stimmte uns schon auf die kommende Begegnung gegen den SV Wehen-Wiesbaden ein. Nachdem man die Zeit in vielen spekulativen und interessanten Gesprächen rund um die Geschehnisse unserer Alemannia in geselliger Runde verbrachte, machte man sich eine Stunde vor Anpfiff auf den Weg zum Stadion, wohin uns auch einige unserer Freunde aus Kerkrade begleiteten. Am Stadion angekommen verabschiedete man sich von unseren SV´lern, die wieder einmal draußen bleiben mussten (trotz des vermeintlich letzten Spiels)! Im Block angekommen und positioniert, konnte man doch glatt vier gut angezogene Herren auf dem Spielfeld erblicken, die wohl etwas ins Stadionmikro sagten wie: "Alles ist gut und wir haben noch genug Geld zum Verprassen!" Dies wurde lautstark übertönt vom brav zahlenden „Fan“, den man ja immer mit denselben Floskeln verarschen kann. Das einzig Erfreuliche, was man bis zum Anpfiff erblicken konnte, war unsere Fahne, welche endlich wieder den Weg dahin gefunden hat, wo sie hin gehört! Gerade in dieser schweren Zeit, welche das Ende bedeuten könnte, können wir als Karlsbande nicht außen vor bleiben und treten aktiv als Gruppe im Stadion auf. Ihr könnt uns nicht verbieten, in diesen Zeiten nicht zu 100% hinter unsere Alemannia zu stehen. Ihr seid es, die hier seit Jahren den Verein gegen die Wand fahren, wir sind diejenigen, die immer hier stehen, auch wenn wir ganz am Boden sind und ihr alle weg seid!

Dass in unserem Verein auch noch Fussball gespielt wurde an diesem Wochenende war dann jeden mit dem Anpfiff klar. Angepfiffen wurde die Partie vor 11.500 Zuschauern die dem wohl wahrscheinlich letzten Treiben der Alemannia beiwohnten. Die erste Halbzeit verlief sehr träge und schleppend, mit gefühlten null Torchancen auf beiden Seiten, wobei unsere Elf noch die meisten Spielanteile vorweisen konnte. Die Kabinenansprache unseres Trainers muss wohl bleibenden Eindruck gehabt haben, denn die Jungens gingen dann mit mehr Elan und Motivation aufs Feld und bestimmten das Spiel. Wie so oft gesehen diese Saison wurde dies nicht belohnt, sondern vom Gegner bestraft, indem Wehen-Wiesbaden in der 67. Minute 1:0 in Führung ging! Nichts desto trotz wurde weiter das Offensivspiel aufgezogen und man bemühte sich noch zu ein paar hoffnungsvollen Chancen. Dies wurde in der 81. Minute belohnt, als Kai Schwertfeger den Ball zum Ausgleich einnetzte. Mit ein wenig mehr Glück wäre man sogar noch als Sieger vom Platz gegangen, da jedoch im weiteren Spielverlauf zwei Großchancen ungenutzt blieben änderte sich nichts mehr an dem Ergebnis.

Stimmungstechnisch war es bestimmt nicht der beste Auftritt der Kurve, was wohl der Situation geschuldet war, seinen Unmut gegenüber diversen Herren zu Äußern. Da die Karlsbande Fahne hing, wurde natürlich erstmals nach langer Zeit auf unseren 13-minütgen Boykott verzichtet. Es wäre schön, wenn dies in Zukunft weiterhin möglich wäre. Die Karten im Verein werden hoffentlich bald neu gemischt. Vom Gästeblock, der mit circa 100 Leuten gefüllt war, kam leider nicht viel rüber. Optisch holten sie aber verhältnismäßig das Beste raus, was für die Masse möglich war. An dieser Stelle möchten wir uns für das Spruchband des Gästeanhangs mit der Aufschrift "Alemannia retten" bedanken. Gerade in solchen Zeiten ist es schön zu sehen, dass auch Leuten außerhalb Aachens das Schicksal unseres Vereins nicht egal ist. Auch wenn der Verein es nicht verdient hätte gerettet zu werden, schmerzt doch jedem von uns das Herz beim Gedanken daran, dass alles vorbei sein könnte. Im weiteren Spielverlauf wurden noch T-Shirts mit einzelnen Buchstaben vom Wiesbadener Anhang gezeigt, welche zusammenhängend die Aussage: „Fick dich DFB!“ ergaben. Ich denke, dazu muss man nicht mehr sagen!

Nach Abpfiff war es dann Zeit, schnell alle Sachen zu packen und den Gang zum Haupteingang der Geschäftsstelle aufzusuchen, wo dann aber schon eine noch nie dagewesene Inszenierung der gerufenen Staatsmacht zu sichten war! Was soll das? Hat da jemand Angst? Das ist verdammt noch mal unser Verein und unsere Geschäftsstelle, wo schon mehrmals friedlich protestiert wurde. Das Aufgebot war an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Die Fans ließen ihren Unmut aufgrund der Misswirtschaft von gewissen Leuten in verbaler Form freien Lauf, und die anderen ließen ihr Pfefferspray in Form von Willkür freien Lauf. Schließlich traute sich dann doch einer des Vorstands in die Menge und versuchte zu erklären, dass ja alles wieder in Ordnung sei und neue Kohle auf dem Tisch liegt! Naja, natürlich kann man in so einer Situation nicht die Welt erwarten. Zurück im Szenetreff hat man dann den Spieltag in geselliger Runde und bei dem ein oder anderen Kaltgetränk und lecker Essen ausklingen lassen!

Karlsbande Ultras

 
FC Hansa Rostock - Alemannia Aachen 1:0 28.10.12

Freitagabend , irgendwann vor Mitternacht! Die einen spielten Poker, andere mit der Fritteuse. Nachdem auch die letzten Schnitzelbrötchen für die anstehende Tour nach Rostock zubereitet waren, hieß es schnell noch ein Spruchband sprühen und Bierkästen zum Bulli schleppen. Der Rest der Karlsbande fand sich am vereinbarten Treffpunkt um spätestens 02.15 Uhr ein, um trotz anhaltenden sportlichen Misserfolgs wieder mal tief in der Nacht den Bus zu betreten und einige Stunden später im Norden Deutschlands unsere Alemannia zu unterstützen. Auf der Hinfahrt dorthin verblieb man - wie immer - beim alten Reinraus-Spiel… Flasche rein, Flasche raus! Was uns allen bei solch spaßigen Touren aber immer wieder vor Augen geführt wird ist, dass einer dabei leider fehlt. Gemäß unserem Spruchband auch hier nochmal: TOBI KOMM BALD WIEDER! KBU. Was nach solchen Sätzen immer schwer fällt ist, dass man nicht wirklich eine angemessene Überleitung findet. Doch der Rest des Spieltags sollte auch irgendwie beschrieben werden. Von daher:

… Am Ostseestadion angekommen, wurden wir von den Bullen in den Gästekäfig geleitet und verabschiedeten unsere Stadionverbotler. Den Gästeblock beflaggte man erneut mit den unsrigen Unerwünscht Bannern und denen der befreundeten Fanclubs, als Zeichen des Protests gegen das an uns gerichtete Materialverbot. Positioniert hat man sich, wie letztes Jahr, vom Rasen aus gesehen links im oberen Bereich über einem Mundloch. Anschließend brachte man in der ersten Hälfte nach Längerem endlich nochmal einen ganz passablen Auftritt auf die Bühne. In der selbigen Halbzeit versuchte unsere Mannschaft derweil vor 10.000 Zuschauern einen Dreier in der Liga zu erbeuten. Sie setzte regelmäßig Nadelstiche aus ihrer eher defensiven Grundhaltung heraus, wodurch sie zu einigen Chancen kam. Doch weder Heller, Kefkir, Olajenbsesi, noch Schwertfeger, Baumgärtel, wiederholt Pozder und Brauer schafften es, ein knackiges Törchen zu erzielen. Hansa stand sehr offensiv, war aber trotzdem mehr als in Bedrängnis. Die rote Karte gegen Thiele in der elften Minute wirkte sich augenscheinlich nicht wirklich auf den Auftritt unserer Akteure aus. Eher im Gegenteil! Nur das entscheidende Gegentor durch Smetana, welches zwar eindeutig unverdient, allerdings die logische Konsequenz aus Melkas Stellungsfehler war, passte nicht so ganz ins Bild. Mit Null zu Eins ging es in die Kabinen. Auf Seiten der Rostocker Fans gab es wie meistens bei ihnen ganz gut was auf die Ohren. Sowohl in den ersten, als auch den zweiten 45 Minuten. In den letzteren waren sie allerdings auch außerhalb des Stadions aktiv, was wir im Gästesektor oben auf das Spiel konzentrierend und bis dato recht gut supportend zufälligerweise vernahmen, als unsere anwesenden SV´ler von einer Überzahl Hanseaten angegriffen wurden. Direkt eilten wir aus dem Block zu Hilfe, doch leider erwischten wir die Angreifer nicht mehr und mussten schmerzlich erfahren, dass eines unserer T-Shirts durch das Fehlverhalten eines unserer Mitglieder verloren ging. Dieser erste Verlust eines Gruppenartikels während des zweijährigen Bestehens ist schmerzhaft und bedarf keiner Ausrede, so hätte man selber genauso agiert! Wir werden diesbezüglich intern die Sache aufarbeiten, dies wird so nicht mehr vorkommen. So richtig Supporten war wieder im Block angekommen, nicht mehr möglich. Leider wurde auch noch das Tor kurz vor dem Schlusspfiff von Borg aberkannt, so dass wir wieder mal mit leeren Händen die Heimreise antraten.

Sollten wir etwa die ganzen Stunden, den kompletten verkorksten Spieltag wie einen Film vor uns ablaufen lassen und bitter vor uns hin siechen…mitnichten! Wenn‘s nicht läuft, kommt der Galgenhumor und die KBU feiert sich halt selber und aus dem Nichts sind neue Sportarten wie Buskegeln erfunden. Das Dancebattle fand dieses Mal ebenso einfach mal während der Fahrt im Bus statt und das Schubkarrenrennen auf der „Rennbahn“ schien dem Fahrer auch nichts auszumachen. Dem nackten Irren, welcher an der Frontscheibe hing und des Weiteren den ein oder anderen hier nicht ganz jugendfreien Schabernack trieb, gebührt Respekt. Irgendwann kam man aber doch noch in Aachen an, dieses Mal sogar ohne einen Müllberg aus dem Bus zu kehren. Dafür gilt allen Beteiligten übrigens ein herzlicher Dank! Keinerlei Dank gilt an dieser Stelle allerdings denjenigen, die seit Jahren dafür sorgen, dass es mit unserem Verein bergab geht und neben der sportlichen Misere auch noch durch vereinspolitische Angelegenheiten dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt haben. Momentan weiß jetzt keiner so recht, wie es mit unserem geliebten Ein und Alles in Zukunft weiter geht, in allen Belangen.

Unterm Strich: Es ist einfach nur zum Kotzen!!!

Karlsbande Ultras

 
SV Eilendorf - Alemannia Aachen 0:5 18.10.12

Von Aachen nach Berlin, über Sevilla , Alkmaar und Co. Das waren noch Zeiten, als man sich mit viel Mühe bis nach Berlin ins internationale Fußball Geschäft spielte, so leicht wollten man es sich anscheinend nicht mehr machen, weshalb man sich nun leider, aufgrund der sportlichen Talfahrt, die Teilnahme am DFB Pokal, durch den Gewinn eines regionalen Pokales erspielen muss. Doch auch dieses Spiel sollte ein Pflichtspiel sein, welchem es sich wohl oder übel zu stellen galt. Nachdem die Auslosung vollzogen war, stand dann auch der Gegner der Runde eins fest, ein Derby, welches lokaler nicht sein konnte, sollte es sein. Eilendorf hieß das Team was es zu bezwingen galt. Ein weiterer Charme des Mittelrheinpokals ist natürlich noch, das Spiel zusammen mit all seinen Freunden, die ansonsten draußen bleiben müssen, zu schauen. Außerdem wollte man dieses Spiel nutzen, um der Mannschaft nochmal einen besonderen Schub Selbstvertrauen mit auf den Weg zu geben. Neben diesen Aspekten wollte man es sich natürlich ebenfalls nicht nehmen lassen, einen lokalen Aachener Verein finanziell durch unsere Anwesenheit zu unterstützen. So raffte man sich in der Vorwoche nochmals auf und plante einen Tag, der die Fanszene endlich wieder zusammen schweißen und an alte Tage anknüpfen sollte. Doch wie schon so oft in diesen Tagen wird man die Scheiße vom Schuh nicht los und so machten uns einmal mehr die Kollegschaft der Polizei einen Strich durch die Rechnung, indem man das Spiel von Eilendorf in diesen Bauklotz verschieben ließ, der sich unser neues Stadion schimpft. Als Begründung wurde schnell eine Ausrede gefunden, dessen leidtragenden abermals wir darstellen sollten (siehe Stellungnahme zum Eilendorf Spiel). Grün und Blau schmückt ja bekanntlich die Sau und so schadete man natürlich nicht nur uns mit diesem saumäßigem Verhalten, sondern auch einem regionalen Verein, dem SV Eilendorf, denn Sicherheitsvorkehrungen und Gespräche waren bereits vorher geführt worden.

Nun man kam nicht mehr drum rum, alles nörgeln half nichts, unsere Freunde mussten vor den Toren verweilen und wir waren abermals UNERWÜNSCHT! Das man nun keine große Motivation mehr hatte, sich dieses Spiel zu Gemüte zu führen, war verständlich, doch da auch dieses Spiel ein Pflichtspiel darstellte versuchte man sich ein wenig für diesen Tag motivieren zu können, auch wenn die Enttäuschung noch tief saß. So gestaltete sich der Szenetreff auch recht mau, so das man drohte, auf den Karten sitzen zu bleiben, welche man im Voraus für eine Großzahl an Leuten geholt hatte, ein großer Dank geht hierbei vor allem auch an die Leute, die sich vor dem Stadion den übrig geblieben Karten von uns annahmen und die vielen aufmunternden Worte von außenstehenden Fans in dieser schweren Zeit. Ein weiterer Lichtblick erreichte uns dann kurz vor Anpfiff, da die Alemannia und die Polizei versucht hatte die Tatsache zu vertuschen, dass alle Stadionverbotler, die ihr SV nicht von der Alemannia bekommen haben, das Stadion betreten durften. Schon eine ziemliche Frechheit, aber leider bittere Realität, falsche Informationen zu verbreiten, glücklicherweise wird aber nicht alles blind geglaubt und es wurde sich über Regularien im Vorfeld informiert. Somit musste man sich zwar abermals von noch zu vielen Freunden vor den Toren verabschieden, jedoch konnte man sich auch freuen, mit einigen alten Gesichtern endlich wieder zusammen im Block zu stehen.

Von rund 3.900 Zuschauern fand eine ganze Kleinbusbesatzung aus Eilendorf den Weg in S2, welche durchaus gut supporteten. Nach 13 Minuten Stimmungsboykott entlud sich die ganze zurückgestaute Vorfreude bei den bis dato Ausgesperrten, so dass man von der Stimmung her zwischenzeitlich noch einmal mehr an gute alte Zeiten anknüpfen konnte. Auch die Mannschaft spielte sich anfänglich schnell im gegnerischen Strafraum fest und erweckte den Eindruck, diesen unser Kontrolle zu haben, auch wenn vorerst nichts zählbares dabei raussprang, bekam das Spiel für einige schnell Testspielcharakter, was den anfänglich positiven Support in Übermut umschlagen ließ. Viel schlimmer war jedoch, dass man ansehen musste, wie der erste Eindruck vom spielerischen der Mannschaft täuschte, da die Eilendorfer immer mehr zu Großchancen kamen und eine Führung des SVE keineswegs mehr schmeichelhaft gewesen wäre. Während sich der Support wieder normalisierte, schwächelte die Mannschaft weiter vor sich hin und erweckte großes Interessenlosigkeit an diesem Pflichtspiel. Erst kurz vor Ende der ersten 45 Minuten fand der Ball den Weg ins Eilendorfer Tor. Doch auch die zweite Hälfte plätscherte zu Beginn nur so vor sich hin. Währenddessen nutze man auf den Rängen die Gelegenheit seinem Unmut freien Lauf zu lassen und stellte mit folgendem Spruchband in Frage, ob man mittlerweile mit jeglicher oder möglicherweise auch ohne Schulqualifikation den Weg zur Polizei findet, bei den Entscheidungen der jüngsten Vergangenheit: ''Von der Baumschule zur Polizei - 1312! ''

Mit Hängen und Würgen brachten die Aachener, wenn man sie denn so nennen kann, den Ball noch 4 mal im Eilendorfer Tor unter, richtig Freude darüber kam jedoch kaum auf, da die gebotene Leistung eine bodenlose Frechheit war, vielmehr erfreute man sich über den Anblick eines Stadionverbotlers, der für diesen Tag ins Stadion durfte, auf dem Anstimmerpodest, dem man seine Ausgelassenheit gönnte wie kaum einem anderen! Kurz vor Schluss stimmte man dann mit in die 'Eilendorf' Schlachtrufe ein, da diese Mannschaft bis auf den letzten Grashalm alles umgepflügt hatte und deutlich zu hoch verlor. Zur Alemannia bleibt nur zu sagen, dass es immer erbärmlicher wird, was man dort unten auf dem Grün fabriziert und die Spieler sich mal hinterfragen sollten, ob diese Berufung noch die richtige ist. Denn in keinem anderen Beruf wird so viel Geld gezahlt, um jemandem beim Arbeiten zuzuschauen und in jedem anderen Beruf wär man bei solch einer Arbeit schon 10-mal vor die Tür gesetzt worden. Dem Spiel entsprechend gestaltete sich dann auch das Wetter, als man die Stadiontore verließ, einziger Sonnenschein war es dann, die anderen Ausgesperrten wieder willkommen zu heißen!

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - SV Darmstadt 1:1 11.10.12

Wie bei Heimspielen üblich öffnete der Szenetreff bereits frühzeitig und bei dem einen oder anderen Bier vertrieb man sich die Zeit, bis man zum Stadion aufbrach. Dort angekommen hisste man, aufgrund des immer noch währenden Materialverbots, die Unerwünscht-Fahnen und positionierte sich im angestammten oberen Bereich des S3. Die ersten 13 Minuten wurden aufgrund des Boykotts wieder schweigend verbracht, bevor man danach in die Gesänge der Stehplatztribüne mit einstimmte und nach Möglichkeit auch selber probierte, die Masse zum Singen zu animieren. Von unserer Seite muss man heute von einem mäßigen Auftritt sprechen. Der Auftritt von Darmstadt war aus unserer Sicht gut. Eine gute Mitmachquote und einige Male kam bei uns was an.

Zum Spiel ist zu sagen, dass die erste Halbzeit dahinplätscherte und beide Teams nicht wirklich was auf die Beine bekamen. In Halbzeit zwei sah man deutlich mehr Aggressivität und Kampf seitens unserer Elf, die letztendlich mit der Führung zum 1 zu 0 belohnt wurde. Ein schöner Linksschuss von Pozder rundete einen gelungen Konter ab. Leider wurde es danach trotz mehrerer Chancen verpasst nachzulegen und wie so oft schaffte es die gegnerische Mannschaft mit der ersten Chance den Ausgleich zu erzielen. Tristesse und Ratlosigkeit sind momentan die Wörter, die uns am ehesten in Bezug auf das Sportliche bei Alemannia einfallen. Es bleibt zu hoffen, dass das Team die Wende schafft und man demnächst wieder jubeln darf. Übung bietet hier hoffentlich der FVM-Pokal am kommenden Samstag, wo es zum "Lokalderby" beim SV Eilendorf geht. Nun wird dieses Spiel aus Sicherheitsbedenken seitens der Polizei doch im heimischen Tivoli ausgetragen. Da fragt man sich echt, wo es noch hingehen soll...

Abschließend wollen wir noch Danke sagen an über 50 x Kerkrade, die uns an diesem Super-Samstag besucht haben. Im Anschluss ging es für einige Aachener dann auch in Kerkrade weiter, die abends gegen Venlo antreten mussten. Das Spiel endete übrigens 3:0 für unsere Freunde.

Durch einen Sieg über Eilendorf nach Berlin!

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: SV Eilendorf 10.10.12

Leider mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass das Mittelrheinpokalspiel gegen den SV Eilendorf aus angeblichen Sicherheitsbedenken seitens der Polizei auf den Tivoli verlegt worden ist. Dieser Entschluss kommt für uns recht kurzfristig und überraschend, da die Spielansetzung schon seit letzter Woche bekannt war. Wir bedauern diese Entscheidung und finden es traurig, dass somit nicht die Chance ergriffen wurde, einen Verein aus der Region zu unterstützen.

Das Argument „Fanprobleme“ können wir für dieses Spiel nicht gelten lassen und trifft bei uns auf absolutes Unverständnis! Seit dem Saarbrückenspiel gab es keinen einzigen Vorfall mehr, so standen beispielsweise in Chemnitz alle Aachener friedlich in einem Block, ohne Trennung durch Zäune oder Polizei. Weiterhin haben wir bereits Kontakt mit dem SV Eilendorf aufgenommen, der sich viel Mühe gegeben hatte, ein guter Gastgeber zu sein, um den Ablauf am Spieltag zu planen. Es wurde schon abgeklärt, wo man sich am sinnvollsten platziert, um Problemen aus dem Weg zu gehen, ebenso wie die Uhrzeit unseres Eintreffens und welchen Eingang wir benutzen würden. Darüber hinaus haben wir aus logistischen Gründen dazu aufgerufen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Wir sind auf die Vereine zugegangen, haben den Kontakt gesucht und unsere Hilfe angeboten. Testspiele beim SV Eilendorf haben in der Vergangenheit ebenfalls nie ein Problem dargestellt. Dieser Schritt der Polizei ist für uns nicht nachvollziehbar und vermutlich die Reaktion darauf, dass man zuvor ein Gespräch mit der Polizei und Herr Aussem über die aktuelle Situation abgelehnt hat. Dieses Vorgehen bestätigt uns nur noch einmal in unserer Entscheidung.

Zuletzt wollen wir hiermit noch aufrufen und an die Fans der Alemannia appellieren, das Spiel auf dem Tivoli dennoch zu besuchen, nicht nur um unsere Alemannia zu unterstützen, sondern ebenfalls, um dem SV Eilendorf weitestgehend zu unterstützen, damit für den Verein keine Kosten entstehen und er evt. auch mit ein wenig Gewinn aus der Sache raus gehen kann.

Wir sind Aachen!
Wir sind Eilendorf!

Karlsbande Ultras

 
Chemnitzer FC - Alemannia Aachen 1:2 09.10.12

Zum zweiten Mal innerhalb von sieben Tagen hieß es, die Mannschaft in den Osten zu begleiten und es machten sich ein Bus und ein Kleinbus der Karlsbande auf den Weg nach Karl-Marx-Stadt. Nach zwei bitteren Pleiten in Babelsberg und zu Hause gegen Münster schöpften die wenigsten von den Mitreisenden Hoffnung, dass man in Chemnitz was holen würde. Die Fahrtzeit wurde mit dem ein oder anderen Schnaps, Bierchen und div. Malereien vertrieben und so kam man pünktlich am Stadion an der Gellertstraße an.

Nach dem Verabschieden unserer SV‘ler betrat man das alte Stadion und es wurden schnell die unerwünschten Banner auf gehangen und die ersten 13 Minuten schweigend im Stadion verbracht. Auf der anderen Seite ein ähnliches Bild. Ebenfalls erst kürzlich wurden in Chemnitz drei weitere Gruppen verboten, damit sind es in dort nun insgesamt fünf Gruppen, die nicht erwünscht sind an der Gellertstraße. Wo wir aktuell nur anfänglich boykottieren, bleibt die Szene in Chemnitz gänzlich aus dem Stadion und verbringt den Spieltag gemeinsam woanders. Im Chemnitzer Block gab es dazu ein passendes Spruchband: „Mit pauschalen Verboten arbeiten nur hilflose Idioten“. Entsprechend kann man die Stimmung des Heimanhangs schlecht bewerten. Leider muss man von einem schlechten Auftritt unsererseits im Stadion sprechen, wofür es keine Entschuldigung gibt. Nichts desto trotz war die anfängliche Enttäuschung wieder groß, nachdem man erneut in Rückstand geriet! Doch dann kam das, woran keiner mehr zu glauben wagte, ein Aufbäumen unserer Elf, die dann die Zügel anzog und sich einiges an Chancen erarbeiten konnte. Durch einen Schuss von A. Streit, den der gegnerische Keeper nur abklatschen ließ, vollstreckte F.Müller dann eiskalt zum 1:1. Hoffnung keimte auf und so wurde nochmal alles in eine Waagschale geworfen, wie auf dem Feld, so auch auf den Rängen. Die Erlösung folgte in der 89.Min. wo wiederum A. Streit eine Ecke in den Strafraum zirkelte und D. Pozder per Kopfball zum 2:1 Auswärtssieg einköpfte! Danke für diese Gefühl, Jungens! Wegen eben solchen Momente fährt man quer durch die Republik und holt sich die Motivation, alles Für Euch und den Verein zu geben!

Nach der Partie wurde sich schnell gesammelt, um dann gemeinsam die Heimreise in die geliebte Kaiserstadt anzutreten, mit all den schönen Jubel-Gesängen, die schon fast Seltenheitswert haben in letzter Zeit! Nach 24Std. und 1.100 Km erreichten wir mitten in der Nacht wieder das heimatliche Aachen.

Wer verbietet, der hat Angst – Wer Willkür wählt, ist mittellos.
Gegen alle Gruppenverbote!

Karlsbande Ultras

 
Aktion "Unerwünscht" 08.10.12

Die Aktion "Unerwünscht", und der damit verbundene Gesangs-Boykott der ersten 13 Minuten, läuft mittlerweile seit dem Auswärtsspiel in Karlsruhe. In der letzten Zeit kam es vermehrt zu Klagen und Fragen über unsere Aktion, auch vereinzelte Pfiffe gegen unsere Gruppe sind uns nicht entgangen. Zudem gingen zahlreiche E-Mails bei uns ein, die wir hiermit auf einen Schlag zu beantworten versuchen.

Aufgrund der aktuellen Situation innerhalb der Aachener Fanszene obliegt die Karlsbande momentan einem Materialverbot. Dieses wurde verhängt trotz der Tatsachen, dass man:

  • sich gegenüber der Gruppe Aachen Ultras gesprächsbereit erklärte und sogar einen Schlichter (Sportdirektor Uwe Scherr) mit ins Boot holen wollte

  • sich schon unzählige Male gegen jeglichen politischen Extremismus bei unserer Alemannia ausgesprochen hat

  • diesen Standpunkt mehrfach in Gesprächen gegenüber dem Verein und mit Spruchbändern im Stadion vertrat.

Der Verein ließ sich von den Medien unter Druck setzen, ohne die schlecht recherchierten oder gar mit Unwahrheiten gespickten Berichte zu hinterfragen. Es ist ja auch einfacher ein angebliches Problem durch ein Materialverbot wegzuschieben, anstatt sich mit den eigenen Fans auseinanderzusetzen. Wir wollen friedfertig unseren Unmut gegenüber den Vereinsverantwortlichen äußern, sowohl durch einen Stimmungsboykott als auch optisch durch T-Shirts und Fahnen. Wir möchten hiermit betonen, dass wir innerhalb dieser Zeit eben gerade nicht gegen die Mannschaft singen! Innerhalb der oben genannten Zeit gibt es lediglich keinen Support unserer Gruppe.

Zum Stimmungsboykott
Wir schweigen nicht, um die Mannschaft zu bestrafen. Diese wurde von Anfang an über die Aktion informiert! Wir schweigen, um ein Zeichen zu setzen. Immerhin wirbt man ja gerne mit guter Stimmung und gar Videos von unserer Gruppe auf der Vereinswebseite oder diversen Internetplattformen. Wir wollen aber auch klar sagen, dass wir nicht alleine für die Stimmung verantwortlich sind! Wer für Mannschaft und Verein 90 Minuten alles geben will, sollte das auch tun. Wir zwingen niemanden am Boykott teilzunehmen. Der Stimmungsboykott von 13:12 Minuten richtet sich auch gegen die Polizei. Natürlich wird von dieser Seite die jetzige Situation ausgenutzt, um unsere Gruppe die großen Zulauf erhielt, den Wind aus den Segeln zu nehmen. Weiterhin sei gesagt, dass wir nach dem Verstreichen der 13 Minuten in die Gesänge der Kurve mit einsteigen oder falls diese nicht vorhanden sind, selber etwas anstimmen. Um der Mannschaft nicht zu schaden, haben wir uns entschlossen, nur anfänglich einen Teil zu boykottieren und im Anschluss mit vollem Einsatz die Mannschaft nach vorne zu peitschen.

Zu den T-Shirts und Fahnen
Neben dem Stimmungsboykott wollen wir auch mit sichtbaren Mitteln auf unseren Protest gegen das Materialverbot aufmerksam machen. So wird erstens gänzlich auf jegliches noch erlaubtes, weil vereinsbezogenes, Material verzichtet. Zugern wurden Bilder von Choreos und Intros von der Alemannia für Werbezwecke genutzt, sich mit dem Geschmückt, was einem passte. Zweitens zeigt man durch weiße T-Shirts und Fahnen, dass viele Alemannia Fans und Fan-Clubs sich an der Aktion beteiligen. So hat man trotz Standverbot im Stadion innerhalb von 2 Spieltagen 500 T-Shirts verkauft. Die Fahnen unserer Gruppe und sympathisierender Fan-Clubs oder Gruppen wurden jeweils durch eine „Unerwünscht“- Fahne ersetzt. Anstelle von schwarz-gelben Fahnen zeigen nun schon 20 „Unerwünscht“- Fahnen auf welcher breiten Basis der Protest steht. Somit wird dem Verdrängen des Unerwünschten, bzw. der Karlsbande - was das Materialverbot wohl bezwecken sollte - nur umso größere Aufmerksamkeit geschenkt. Ad absurdum, Olé!

Warum nicht nur eine Aktion?
Man hat uns das Wertvollste genommen und deshalb reicht in unseren Augen eine Aktion an einem Spieltag nicht aus. Es ist die Dimension des Verbots und die immer noch beharrliche Weigerung seitens der Vereinsoberen die Medien zu hinterfragen, die Sache zu klären und sich hinter die eigenen Fans zu stellen, was uns wütend macht. Solange sich hier nichts ändert werden wir unseren Protest zwangsläufig fortsetzen müssen. Wir sehen den Verein in der Pflicht, er hat eine soziale Verantwortung seinen Fans gegenüber. Ein Großteil junger jugendlicher Fans organisieren sich in der Karlsbande, welche der Verein so kläglich im Stich lässt. Unserer Gruppe wurde die Möglichkeit entzogen, unsere Fankultur auszuleben, indem man unsere Banner verboten hat.

Abschließend möchten wir uns an dieser Stelle an alle Alemannia-Fans, Profilneurotikern und Kritikern unserer Gruppe widmen, von denen die oben genannten Pfiffe gegen unsere Gruppe kamen. Wie gesagt zwingen wir niemanden, an dieser Aktion teilzunehmen. Wenn euch der Protest nicht passt, dann lasst wenigstens das Pfeifen sein. Ihr fordert doch immer den spielbezogenen Support. Wir sind uns sicher, dass die Mannschaft Pfiffe falsch deutet und sich dadurch einschüchtern lässt und mit Unterstützung unserer 11 hat es ja auch sicher nichts zu tun. An dieser Stelle sei gesagt, dass wir uns nicht verschließen. Es wird für all diejenigen Kritiker oder auch Interessierten in Zukunft einen Termin geben, unsere Gruppe kennenzulernen. Im persönlichen Gespräch lassen sich die noch immer offenen Fragen besser beantworten. Wann und wo das Ganze stattfinden wird, erfahrt Ihr in naher Zukunft.

In diesem Sinne:
Alle für Aachen – Gegen alle Gruppenverbote

Karlsbande Ultras im Oktober 2012

 
Alemannia Aachen - SC Preußen Münster 1:2 07.10.12

Its Matchday folks!

Es hieß wieder einmal englische Woche für unsere Schwarz-Gelben. Jeder hoffte auf pünktlich Feierabend, damit man den Anstoß um 19 Uhr nicht verpasste. Sportlich läuft es bei der Alemannia wie auf einer Achterbahn - Eine Achterbahn mit 100% Gefälle. Die letzten Spiele über wusste keiner der Spieler wirklich zu überzeugen und so stolperte man sich von einer Niederlage in die nächste. Die Erwartungen für den heutigen Tag waren also nicht besonders hoch, als man sich im Szenetreff vor dem Spiel traf um sich einzustimmen.

Im Stadion angekommen wurden die "Unerwünscht" Fahnen gehisst und wie zuletzt auch war in unserem Bereich die ersten 13 Minuten sitzendes Schweigen angesagt. Das Geschehen auf dem Rasen und die Show auf den Rängen waren nahezu identisch. Eine sich zwar bemühende, aber ohne wirkliche Durchschlagskraft agierende Alemannia, wurde von einem Support begleitet, den man getrost als mittelmäßig bezeichnen konnte.

Zweite Hälfte, gleiches Spiel. Allerdings spielte uns die kurzzeitig desorientierte Hintermannschaft der Münsteraner in die Karten, sodass Dennis Pozder zum 1:0 einnetzen konnte. Die Stimmung jetzt wieder entsprechend gut, sah man doch den ersten Sieg seit langem schon näher rücken. Einen Strich durch die Rechnung machte uns aber nicht etwa ein desolater Torwartfehler, ein dummes Eigentor oder ein wunderschön heraus gespielter Konter der Gäste. Nein der Mann in Schwarz mit der Trillerpfeiffe verhinderte durch einige extrem fragwürdige Entscheidungen einen möglichen Sieg unsererseits. Wie mittlerweile bekannt wurde, ist dieser nette Herr seit Jahren in Münster heimisch und berufstätig, was eine gewisse Sympathie zum Gastverein vermuten lassen könnte…

Die Enttäuschung bei Schwarz-Gelb natürlich groß und so waren nur noch sehr vereinzelt Gesänge zu hören. Dagegen wurde der bisher sehr stille Gästeanhang plötzlich wach und in die 2 Blöcke kam ein wenig Bewegung.

Die sportliche Tauchfahrt in die Tiefe geht also weiter. Platz 18 mit 10 Punkten. Die Saison ist zwar noch jung, aber langsam sollte man sich Gedanken machen, ob hier nicht dringender Handlungsbedarf besteht, der im Gegensatz zur kürzlichen Trainerentlassung vielleicht auch Verbesserungen mit sich bringt.

Karlsbande Ultras

 
SV Babelsberg 03 - Alemannia Aachen 1:0 01.10.12

10. Spieltag der Saison. Auswärtsspiel beim SV Babelsberg 03.Wieder einmal hieß es für zwei Besatzungen, rein in den Bus und raus in die Welt. Am frühen Morgen (oder eher mitten in der Nacht) traf man sich also wieder am Treffpunkt, um gemeinsam eine weitere Reise zu unternehmen. Diesmal aber zu einem Ziel, welches man seit nunmehr 10 Jahren nicht mehr besuchen musste. Die Hinfahrt verlief feuchtfröhlich, aber ohne Probleme und so kam man sehr pünktlich in der Stadt der Filmstudios, in denen unter anderem GZSZ gedreht wird, an. Man verkniff sich einen dortigen Besuch und enterte mehr oder weniger lieber das Karl-Liebknecht-Stadion, nachdem man sich von den mitgereisten Stadionverbotlern verabschiedet hatte. Das Stadion wird von den dortigen Bewohnern auch niedlich Karli genannt. Wem es gefällt... Die mitgebrachten "Unerwünscht"-Fahnen hingen wir vor dem Haufen der mitgereisten Alemannen an den Wellenbrechern auf. Wie zu erwarten war, übernahm auch der SV Babelsberg das Verbot für unser Material. Also wurde es sich erst einmal wieder bequem gemacht und die ersten 13 Minuten in Ruhe Fußball geschaut. Gestört wurde man dabei nur von zwei Randgruppen aus den Blöcken zu unserer Linken. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Als diese Zeit auch wieder verging, legte man gut los. Dazu später mehr.

Auf dem Platz ging es wieder einmal alles andere als gut los. Zwar hatte man die erste große Chance im Spiel, jedoch gibt es keinen Stürmer in unseren Reihen der seinen Job auch nur annähernd richtig macht. Leider fing auch noch unser Keeper an zu wackeln. Krumpen konnte kurz vor der Pause einen Schuss nicht richtig festhalten, sodass der Babelsberger Heil den Ball über die Linie stocherte. Somit war das Spiel schon früh entschieden, da wir ja momentan eh so gut wie keine Tore schießen. Zu allem Überfluss holte sich Heller fünf Minuten vor Ende wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit die rote Karte ab. Unser Kapitän Albert Streit konterte wohl laut Berichten auf dämliche Aussagen vom Schiri mit ein paar passenden Worten und durfte sich dafür einmal "Gelb-Rot" abholen. So fuhr man wieder hunderte Kilometer, um ohne Punkte im Kofferraum die Rückreise antreten zu dürfen.

Auf den Rängen ging es wie oben erwähnt wieder gut los. Jedoch flachte auch dies wieder ab und man hielt seinen Standard. Durchgängiger spielbezogener Support. Da das Spiel Mist war, glich sich die Stimmung phasenweise dem Spiel an. Zu unserer linken ein noch schlechteres Bild. Die Stimmung rund um das Filmstadtinferno war mit das schlechteste, was man je sehen musste. Spielbezogen war da nur der Torjubel. Dazwischen immer wieder Gepöbel gegen uns. Dies wurde jedoch weitestgehend nett beantwortet oder gänzlich ignoriert. Die Krönung der Lächerlichkeit waren jedoch die Spruchbänder des durch die USP unterstützten Filmstadtinfernos. Dort wurde die Liebe nach Hamburg erläutert und irgendwelche fußballfremden Paragraphen kritisiert. Wie war das noch gleich? Fussball interessiert euch nicht! Babelsberg auf allen Ebenen unterirdisch, immerhin wurde sogar im Internet per Flyer richtig mobil gegen uns gemacht, waren aber wohl auch nur leere Worte. An ihrem Treffpunkt sichtete man vor dem Spiel keinen und auch nach dem Spiel machte Babelsberg keine Anstalten, bis auf ein paar sportlich eleganten Gestalten hinter einem Zaun. Aber was will man schon von einer Gruppe erwarten, die lieber zu einer Demo geht, anstatt seinen eigenen Verein zu unterstützen.

So ging es recht zügig für uns in Richtung Kaiserstadt. Unser Fahrer hatte es sogar so eilig, dass er es schaffte, sich vier Mal auf der Rückfahrt blitzen zu lassen. Den Chef wird es freuen. Ohne besondere Vorkommnisse sah man gegen halb zwei nachts seine schöne Stadt wieder und überlegt nun, wie es mit unserer Alemannia weitergeht.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - SpVgg Unterhaching 1:3 20.09.12

Heimspiel gegen die Spielvereinigung aus der Münchener Vorstadt und das erste Spiel unter dem neuen Trainer Rene van Eck.

Am frühen Vormittag traf man sich zum rituellen Szenetreff in der Räumlichkeit, um sich gemeinsam auf das heutige Spiel einzustimmen und die neuen "Unerwünscht"-T-Shirts unter das Volk zu bringen. Nach ein paar gekühlten Getränken und lustigen Gesprächen, fing auch schon wieder der Ernst des Ultralebens an. Schnell unsere unerwünschte Banderole an den Mann, oder wahlweise auch die Frau, gebracht und schon ging es eine halbe Stunde vor Anstoß hinauf in S3. Vor den Toren wurden leider wieder einige Brüder zurückgelassen, sofern sie unsere schöne Stadt denn betreten durften. Es geht immer weiter, Jungs. Aufgrund des aktuellen Materialverbots für unsere Gruppe geht die Spieltags-Vorbereitung leider sehr schnell von der Hand. So wurden erstmals die neuen Unerwünscht-Fahnen aufgehangen. Kurz zur Erklärung: da uns jegliches Material mit Gruppenbezug untersagt wird, werden nun, solange dieses Verbot besteht, diese Fahnen hängen. Jede "Unerwünscht"-Fahne ersetzt eine Gruppen-Fahne mit den gleichen Maßen. Einige Fanclubs tragen diese Aktion solidarisch mit und hängen jeweils auch eine Unerwünscht Fahne in den Maßen ihrer Zaunfahnen auf. Vielen Dank für Eure Unterstützung. Wir würden gerne die Mannschaft in vollen Zügen unterstützen und die Kurve bunt aufleben lassen, aber da der Verein aktuell gegen uns arbeitet, nimmt das extrem die Lust. Mit etlichen Verboten werden uns Steine in den Weg gelegt, dann kann man nicht dazu verlangen, dass wir so tun, als wäre nichts passiert und ganz normal supporten und dem Verein gute Stimmung und eine schöne Kurve bieten.

Nun aber zum anderen wichtigen Thema des Tages. Das Spiel selbst. Überraschend gut startete unsere Elf in das Spiel. Es wurden viele Chancen erarbeitet und man beherrschte klar das Spielgeschehen. Fast sah alles sehr gut aus. Doch wieder einmal wurden die zahlreichen Chancen nicht in etwas Zählbares umgesetzt. So ging es torlos in die Pause. Nach der Pause traute man seinen Augen nicht. Neben der Tatsache, dass Borg immer noch auf dem Platz stand, schien der Rest der Mannschaft gedanklich schon nach Hause gefahren zu sein. Willsch (57.), Hummels (70.) und Niederlechner (86.) besiegelten die bittere Niederlage. Zwar konnte Heller nach seinem 1:1 noch kurz für Hoffnung sorgen, diese verschwand aber genau so schnell wieder, wie sie gekommen war.

Auf den Rängen ein ähnliches Bild wie bei der Niederlage gegen Erfurt vor 2 Wochen. Die Ersten 13:12 Minuten sporadische Anfeuerung mit 3 Liedern von den Leuten, die unseren Protest nicht verstehen (wollen?). Danach zwischenzeitlich eine annehmbare Lautstärke, jedoch nicht durchschlagend und anhaltend genug. Also wie immer Luft nach oben. Lustig auch wieder die Leute, die unseren Boykott kritisieren, weil wir die Alemannia ja nicht durchgehen unterstützen und dann selber nur während unseres Boykotts versuchen, laut zu singen und im Anschluss aus Protest die Klappe halten oder gar dagegen pfeifen. Doppelmoral? Wer unseren Boykott nicht mitträgt, darf ja gerne singen, verbieten wir doch keinem, aber gegeneinander zu arbeiten entzieht sich jedem Sinn. Auf Hachinger Seite gab es das erwartete Bild. Über den Daumen gepeilte 20 Hachinger vor Ort. Um Personal zu sparen, wurden diese einfach auf den benachbarten Sitzplatzblock (eigentlich ein Heimblock) verfrachtet. Stimmung Null. Polonaise lächerlich. Vor und nach dem Spiel gab es noch eine Aktion von einigen Alemanniafans. Sie hielten Transparente mit den Aufschriften: "Contra Willkür - Pro Gerechtigkeit - für die Fanszene" sowie "Gegen Hetzjagd + Pressewilkür!" hoch. Daumen hoch, danke dafür! Gerade in der aktuell schweren Zeit kann es in der Fanszene nur heißen, enger zusammenzurücken und sich nicht entzweien zu lassen!

Zum Schluss noch ein paar Worte an unseren geliebten Verein, bzw. an die ungeliebten Personen, die sich für diesen halten. Meint ihr wirklich, ihr bekommt uns mit euren lächerlichen Aktionen und Verboten klein? Ihr könnt ganz zufällig in genau der 13. Minute Werbung ohne Ton auf der Videowand einspielen. Ihr könnt uns unsere Fahnen und unsere Anstimmerpodeste verbieten. Unsere Vereinsliebe könnt IHR uns nicht verbieten. Ultras sterben nie!

Karlsbande Ultras UNERWÜNSCHT!

 
Stuttgarter Kickers - Alemannia Aachen 3:1 07.09.12

Aufgrund der frühen Abfahrtszeit begann diese Auswärtstour für die Mitfahrer unserer beiden prall gefüllten Busse zum Großteil ohne Schlaf. Sichtlich angeschlagen durch das Warmtrinken in der Stadt oder sonstigen Locations oder eben schon ermüdet durch das Zubereiten der köstlichen Pizza-Baguettes (vielen Dank an unsere Catering-Crew) traf man sich also schon gegen 4 Uhr am vereinbarten Treffpunkt. Nachdem die Busse erfolgreich geentert wurden, galt es noch rund ein Dutzend Mitfahrer in der Hauptstadt der Schwulen aufzugabeln, die durchaus erfolgreich einen Junggesellenabschied feierten und samt Leckereien wie Maria Cron freudestrahlend zu uns kamen und die für sie reservierten Plätze im hinteren Teil eines Busses belagerten. Nun konnte die Reise feucht-fröhlich los gehen und man genoss die Fahrt mit reichlich Spaß, Tanz und Trank zu Hits Deutschlands beliebtester Party-Insel, Schlager und Rock.

Wie im Fluge verstrich die Zeit, bis man dann leider Gottes in der bitteren Fußballrealität rundum Alemannia Aachen angekommen war. Man erhoffte sich sicherlich einen Sieg, doch die gute Laune wich schnell der Enttäuschung und Wut darüber, dass erneut sämtliches Tifo-Material unserer Gruppe bzw. mit unserem Logo oder Schriftzug verboten wurde. Schade, dass sämtliche Vereine sich der Dummheit der Medien anpassen und einfach alles tun und glauben, was ihnen gesagt wird. Aber mit etwas anderem ist in der heutigen Gesellschaft wohl leider auch nicht zu rechnen... Selbst unsere „Unerwünscht“ Fahne in der Größe unserer Hauptzaunfahne als Symbol für unsere Standhaftigkeit fand zu unserem Bedauern nicht den Weg in den Block, genau wie zahlreiche unserer Freunde, die wie so häufig vor den Stadiontoren verweilen mussten. Wenigstens hatten sie vom Fernsehturm eine recht gute Sicht auf das Spielfeld und konnten noch mal ein Spiel unserer Alemannia mit ihren Augen verfolgen.

Nachdem man das Gazi Stadion auf der Waldau betreten hatte, nahm das Elend des heutigen Tages erst richtig seinen Lauf... Während unseres 13 Minuten und 12 Sekunden andauernden Sitzstreiks ohne jegliche Form des Supports fiel dann auch noch bereits nach 3 Minuten der Führungstreffer für die Stuttgarter Heimmannschaft. Derweil beflaggte man den trostlosen Gästeblock Zaun wenigstens mit ein paar schönen Utensilien unserer Gruppe, wie T-Shirts und Seidenschals mit dem Kopf unseres wunderbaren Kaisers. Dem Supportstreik schloss sich ein großer Teil der Aachener Fanszene an, die damit ein deutliches Zeichen setzt. Wir bedanken uns für eure Solidaritätsbekennungen! Wir geben niemals auf!

Die in der Halbzeit fast verloren gegangene Hoffnung keimte nochmals auf, als unmittelbar nach Anpfiff der zweiten Halbzeit der Ausgleich für unsere schwarz-gelben Kicker fiel. Baumgärtel egalisierte per schön anzusehenden Freistoß. Nur wenige Minuten später hätte Thiele mit einem Kopfball an den Pfosten fast für die Führung unserer Alemannen gesorgt. Leider ist fast drin eben nicht drin und die mittlerweile unverdiente Strafe kam: Die blau-weißen Gastgeber gingen in der 59. Minute in Führung und gaben diese auch nicht mehr ab. Auch die Einwechslungen von Borg und Leipertz konnten daran nichts mehr ändern. Zu guter Letzt wurde man dann in der Schlussminute ausgekontert und mit einer 3:1 Niederlage nach Hause geschickt.

Die Bilanz der letzten Spiele ist wirklich nicht berauschend. 10 Punkte nach 8 Spielen. Aber eine junge Mannschaft, stand ihren treusten Fans am Zaun wenigstens Rede und Antwort. Zur Stimmung dieses Spieltags bleibt zu sagen, dass es nach unserem Streik für wenige Minuten sehr laut wurde, die Stimmung aber auch aufgrund des Spielverlaufs immer weiter abflachte. Ebenso verhielt es sich in Halbzeit 2. Nach dem Ausgleichstreffer wurden die Emotionen noch mal gelockert und es war Hoffnung auf einen Auswärtssieg zu spüren, die aber recht schnell einen Dämpfer bekommen sollte. Zur Gegenseite möchte man am liebsten keine Worte verlieren, da kam akustisch eben einfach mal gar nichts an. Wahrscheinlich ist die Konkurrenz in der Stadt einfach zu groß und da guckt man sich eben nicht die Kleinen an... Am Ende war man froh, dass man die ausgesperrten Freunde wieder in die Arme schließen und gemeinsam den Weg nach Hause antreten konnte. Während der Rückfahrt versuchte man, das Beste aus dem Tage zu machen und heiterte sich gegenseitig auf, auf dem Rastplatz wurde dann noch mal kurz gezeigt, dass Zusammenhalt mit zu den wichtigsten Dingen im Leben gehört. Trotz sämtlicher Repressionen stehen wir zusammen und verlieren nicht den Spaß an unserer Leidenschaft, unserem Leben. Gegen 22 Uhr erreichte man dann völlig erschöpft die Kaiserstadt und ahnte noch nichts von dem Übel, das unserem ohnehin schon durch Chaos geprägten Verein am Montag angetan werden sollte... Was ist nur aus unserem geliebten Turn- und Sportverein geworden?

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - Rot-Weiß Erfurt 1:1 31.08.12

Da war es also. Das erste Heimspiel, bei dem unserer Gruppe das Aufhängen der Fahnen verboten wurde. Dass dieses Verbot an Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist, sollte jedem normal denkenden Menschen klar sein. Doch der Reihe nach. Am frühen Nachmittag traf sich ein Teil der Szene, um sich gemeinsam auf das Spiel einzustimmen. Aufgrund des miesen Termins schaffte es die arbeitende Bevölkerung gerade rechtzeitig zum Anstoß im Stadion zu sein. Die verbotenen und ach so schlimmen Schriftstücke der Banderole wurden diesmal vor dem Stadiongelände unter das Volk gebracht. Sinn des Verbots? Will man der Karlsbande etwa das Recht auf freie Meinungsäußerung nehmen? Ist jetzt nur noch einseitige Berichterstattung erwünscht und nur noch die Alemannia und die Randgruppierung dürfen ihre Meinung kundtun? Ganz ganz schwach Alemannia! Bis auf wenige Ausnahmen wurde die Banderole von allen trotzdem weiterhin gut angenommen. Da es heute unsererseits leider keine Vorarbeit für das Spiel gab, ging es erst eine halbe Stunde vor Anstoß ins Stadion. Wieder einmal wurden einige unserer Brüder vor den Toren zurück gelassen. Durchhalten Jungs.

Im Stadion selber wurde es sich dann erst mal für die ersten 13 Minuten und 12 Sekunden auf den Stufen bequem gemacht. Dies ist ein aus unserer Sicht notwendiger Protest. Wir können die Sanktionen, in der Form wie sie ausgesprochen und durchgeführt werden so nicht hinnehmen. Der Verein soll mitbekommen, dass hier etwas gewaltig schief läuft. Natürlich wollen wir die Mannschaft auch weiterhin unterstützen, deshalb auch nur die relativ kurze Dauer des akustischen Protestes. Nachdem diese Zeit vorbei war, ging es für unseren Haufen richtig los mit der Unterstützung der Mannschaft.

Auf den Rängen während der 90 Minuten ein eher trostloses Bild. Kaum Zaunfahnen an den angestammten Plätzen, da wir und auch befreundete Fanclubs auf jegliches Tifomaterial verzichteten. Es wurde zwar nur Material mit Bezug zu unserer Gruppe verboten, aber den Gefallen können wir dem Verein jetzt unmöglich noch tun, dass wir weiterhin mit dem neutralen Tifomaterial der Kurve ein optisch ansprechendes Bild verpassen, damit der Verein im Nachhinein noch von toller Stimmung sprechen kann und sich mal wieder mit unseren Bildern schmückt, wie er es schon so oft gemacht hat. Wer nicht hinter seinen Fans steht, braucht sich auch nicht mit den Aktionen von ihnen zu schmücken. Nachdem unsere Boykott-Zeit vorbei war, ging es lautstark los. Dieses Leuchten in den Augen der Umstehenden ist eine reine Genugtuung. Leider fiel kurz darauf der Gegentreffer, was einem richtigen Dämpfer gleich kam. Danach ging es wie gewohnt weiter. Ein Stimmungskern von ca. 500 Personen gibt durchgängig sein bestes, doch leider lässt sich der Rest der Tribüne zu selten davon anstecken. Dennoch kann von unserer Seite von einem positiven Signal gesprochen werden. Im Gästeblock waren ca. 500 Erfurter anwesend. Am Anfang des Spiels eine schöne Choreo. Schön anzusehen wenn ein Block in die jeweiligen Vereinsfarben getaucht wird. Die Mitmachquote im Gästeblock war recht hoch, auch wenn man sie nicht oft hören konnte, hat man durchaus schon schlechtere Auftritte im neuen Stadion gesehen bzw. gehört. Für die Anzahl an Leuten auf jeden Fall sehr gut. Die Tatsache, dass es ein Spiel mitten in der Woche war, wertet dies nochmal gehörig auf.

Das Spiel selber ist diesmal leider auch schnell abgehandelt: Aachen schlecht, Erfurt auch nicht viel besser. So schoss Morabit in der 14. Minute die Führung für die Thüringer. In der 25. Minute glich Müller die Führung wieder aus. Danach hieß es nur noch Not gegen Elend. Kaum Torchancen auf beiden Seiten. Jedoch hätte man dieses schlechte Spiel doch noch gewinnen können (müssen). Kurz vor Schluss liefen zwei Schwarz-Gelbe auf das Tor der Erfurter zu. Warum der Ball dort nicht quer gespielt wird und zum sicheren Sieg eingenetzt werden kann wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. So blieb es beim vierten Unentschieden in dieser Saison.

Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass Ihr uns mit euren lächerlichen Verboten bestimmt nicht klein bekommt. Wir unterstützen unseren Verein weiter, denn es ist unser Verein. Funktionäre kommen und gehen. Was bleibt sind wir Fans.

Wir werden nie so sein, wie Ihr uns haben wollt. Die KBU stirbt nie!

Karlsbande Ultras

 
Karlsruher SC - Alemannia Aachen 0:0 31.08.12

Bereits in den früheren Morgenstunden trafen sich die ersten paar Halunken unserer sogenannten Catering-Crew, um letzte Vorbereitungen in unserer Räumlichkeit für die Fahrt nach KA vorzunehmen. Schließlich galt es auf dem Weg dorthin und wieder zurück zwei Busladungen voller hungriger Mäuler zu stopfen, welche bis spätestens kurz vor 07:00 Uhr am Abfahrtsort dazu stoßen sollten. Auf der Hinfahrt betrieb man anschließend in beiden Bussen wie immer exzessiven Schabernack, der nur schwer irgendwo zwischen Boxershorts-Paraden, einem aus Schuhe trinkenden Schnaps-Liebhaber oder passend zum Lied „Er hatte nur noch Schuhe an!“ nackt tanzenden Irren sowie am Zapfhahn hängenden Hip-Hoppern beschrieben werden kann.

Danach jedenfalls trudelten unsere Busse irgendwann auf dem Gästeparkplatz ein, sodass wir das interne Stadiongelände samt Fress-und Bierbude entern konnten. Nach kurzen Plaudereien bestieg man allerdings relativ flott geschlossen die Treppe, die hoch zum Gästesektor führte. Leider folgte der KSC den Bitten der Offiziellen unseres Vereins und verbot uns jegliche Zaunfahnen, Schwenker, Doppelhalter und andere Materialien, welche den Schriftzug „Karlsbande Ultras“ ergeben könnten. Aufgrund dessen positionierte man sich hinter dem „Szene Aachen“ Banner, welches neben dem, dass „Für die Jungs, die draußen stehen!“ vor ein paar Monaten angefertigt wurde, das einzige aus unseren Händen war, das hing. Gerne hätten wir weitere Zaunbeflaggungen und sonstige feine Stoffe wie Dh´s mit Vereinsbezug mitgenommen und ein schönes Intro zum Besten gegeben, doch um ein erstes Zeichen gegen die getroffenen Entscheidungen zu setzten, verzichteten wir. Denn denjenigen, die eine ganze Gruppe in eine falsche Ecke stellen, will man nicht noch eine Plattform für schöne Fotos eines bunten Gästebereichs bieten, die später aus Marketing-Gründen auf der Vereins-Homepage zu betrachten sein sollen. Dafür sind wir Fans den Herren nämlich immer noch gut genug, wa?! Ihr könnt uns kreuzweise!!! Ein weiteres wichtiges Zeichen gegen die Sanktionierungen stellte ein Stimmungsboykott bis Minute 13:12 dar, der aus freiwilligen Stücken vom gesamten Stehplatzbereich des Gästeblocks mitgetragen wurde und sich somit mit uns solidarisierte. Es war schön zu sehen und zu hören, dass es auch bei den etwas unorganisierteren Fans solidarische Bekundungen für uns gab. Danke dafür!

Doch nun komme man zum Eigentlichen, also dem Spiel Blau-Weiß versus Schwarz-Gelb. Erstere waren in Halbzeit Numero Uno mit vielen herausgespielten – glücklicherweise - vergebenen Chancen klar die bessere Mannschaft. Ob Mauersberger, van der Biezen (16) , Hennings (20) , erneut Mauersberger (23) , Calhanoglu (33) , Kempe … sie alle vergaben. Eine Kehrtwende versuchte Aachens Trainer Ralf Aussem mit der Auswechslung von Heller, für den Müller ins Spiel gebracht wurde. Passiert ist dann zunächst nichts mehr. Mit einer Nullnummer und ohne auch nur eine einzige wirkliche Torchance für den TSV ging es in die Kabinen. Nach der Pause trat der Karlsruher Sportclub nicht mehr ganz mit der Offensivkraft auf wie in den ersten 45 Minuten. Doch unserem Klömpchensklub fehlte weiterhin die Durchschlagskraft, um nennenswerte Tormöglichkeiten herauszuspielen. Einzig Freddy Borgs Kopfball sorgte für ein wenig Hoffnung bei den mitgereisten ca. 500 AC´lern, vielleicht doch einen Dreier in die Kaiserstadt zu entführen (84). Am Ende des Spiels war man mit dem gezeigten Auftritt der Akteure mit dem Adler auf der Brust keineswegs zufrieden. Dass man mit nur einem winzigen nicht verwandelten Torversuch tatsächlich schafft, ein Remis zu holen, ist fast pures Glück. Aber am Ende ist man um die Erfahrung reicher, mit Tim Krumpen einen guten Mann aus eigener Zunft für diese Spielzeit bereitstellen zu können, auf den man sich öfters verlassen kann, wenn es darauf ankommt.

Stimmungstechnisch war, eventuell auch dem Spielverlauf geschuldet, recht wenig los im Auswärtsblock. Hier und da gab es mal ein paar lautere Ansätze, doch überzeugen konnte man für Aachener Ansprüche wohl eher nicht. Unsererseits hätte man sich wahrscheinlich auch noch ein wenig mehr zentraler in die Masse der restlichen Öcher hineinbegeben sollen. Wenigstens kamen bei so mancher Gelegenheit unsere schicken Karlsbande Schals zur Geltung. Auf der Gegenseite rund um PS sah und hörte man zwar immer mal wieder was, doch herausragend war das auch nicht. Irgendwie Durchschnitt! Nach den angetanen 90 Minuten war man dann doch froh, den wenigstens etwas älteren Wildpark zum vierten Male in zwei Jahren verlassen zu dürfen, um die Heimreise gen Bad Aachen anzutreten. Anschließend, auf irgendeiner Raststätte, gab es dann endlich das „Go!“ für die mittlerweile zur Tradition gewordenen Dancebattle, samt menschlichem Hindernisparcours. Die völlig freudig, verblüfften, bis hin zu baffen Fressen von Fremden nimmt man dabei gar nicht mehr wahr. Wenn selbst hartgesottene LKW-Fahrer den Kopf schütteln, hat man alles erreicht! Dann, nach einer kleinen Fotosession, fuhr man weiter und stellte fest, dass selbst die oftmals gestressten Busfahrer bei uns ihren Spaß haben können. Ebenso mindestens gut gelaunt nahm man am späten Abend eine Autobahnabfahrt mit der großen Ausschilderung Aachen und war sich Gewiss, endlich wieder in der schönen Heimat angekommen zu sein.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - Borussia Mönchengladbach 0:2 30.08.12

Nachdem die Alemannia im Vorjahr bereits leider in der ersten Pokalrunde gegen unseren nächsten Ligagegner Karlsruher SC ausgeschieden war, erhofften sich viele einen Spielpartner mit den Ambitionen, in diesem Jahr wieder die eine oder andere Runde weiterzukommen. Schließlich benötigt unser Club immer noch weitere Einnahmen zum langfristigen Überleben, welche durch ein paar Zusatzkröten im zweiten der beiden großen nationalen Wettbewerbe im größeren Stile hätten fließen können. Dass, obwohl das Los uns einen Erstligisten bescherte, trotzdem fast ungebändigte Freude aufkam, lag daran, dass mit dem 1.FC Traktor Erkelenz ein alter Rivale von seinem hohen Ross herunter auf den Aachener Boden der Tatsachen geschickt werden sollte. Wie dieser schmeckt, durften sie dann vorletzten Samstag auch des Öfteren hautnah erleben. Insgesamt war es ein schwacher Auftritt der Bauern. Von den einigen Tausend hörte man nicht wirklich viel. Dass ausgerechnet diese dann auch noch auf unser mit grünen zerfetzten Klamotten untermaltes Spruchband „Bauernfotzen MG!!!“ mit „langweilt uns…“ einen ziemlich schlechten Konter ausrollten, setzte dem Ganzen noch die Krone auf. Abgesehen davon, dass der Spruch auf alles passt, widerspricht er den Tatsachen, dass sie vor und nach unseren Spielen des Öfteren gesichtet wurden, wir also so langweilig für sie nicht sein können.

Wie dem auch sei…Fußball wurde schließlich auch noch gespielt. Doch bevor die Partie angepfiffen wurde, hieß es zunächst einmal für unsere Gruppe, sich bereits in den Morgenstunden in unserer Räumlichkeit auf den Spieltag vorbereiten. Die letzten Handgriffe am Spruchband tätigen, Grill anheizen usw. ehe unser Umfeld und einige andere immer gern gesehene Alemannen sich vor Ort mit ein paar leckeren Gerstensäftchen, die bei morgendlichen 30-35 Grad ihre Astralplautzen kühlten, eindeckten. Anschließend ging es Richtung Krefelder Straße ins Stadion, in diesem man bis dato routinemäßig unseren Kurvenflyer Banderole verteilte und entsprechende Fahnen hisste. Unten am Zaun wurde außerdem mittels größeren Spruchbands dem gesamten Stadion folgendes, aufgrund von exzessiven Falschmeldungen in der Presse, zum wiederholten Male mitgeteilt: „Politischer Extremismus und Rassismus haben bei uns keinen Platz!“ Eine Stellungnahme zu diesen Themen wurde außerdem rund um das Stadion an diversen Stellen befestigt. Als alles soweit hing, konnte es dann endlich so richtig losgehen. Bereits vor dem Spiel machte man der Gegenseite mehrfach klar, was man von ihr hielt. Konstante Pöbel- und Hassparolen gepaart mit spielbezogenem Support ertönten im oberen Bereich von Block S3 und Umgebung, wodurch, bis auf die ein oder andere Ruhephase nach der Pause, eine annehmbare Lautstärke und Mitmachquote erreicht werden konnte. Auch der restliche Stehwall sprang hier und da mit ein, wobei man sagen muss, dass trotz heiß-schwülen Wetters immer noch Luft nach oben war, doch auch dieses trug dazu bei, dass die 100 Prozent einfach nicht machbar waren. Lauter als Heinsberg-Ost war man dennoch um ein vielfaches!

Scheinbar hörte man unten auf dem Platz auch was davon, denn der Mannschaft merkte man bereits nach dem ersten Viertel (bis zur ersten Trinkpause) an, dass sie die von außen gegeben Impulse mit Kampfgeist versuchte umzusetzen, was ihr soweit auch gelang, doch das zwar unverhoffte, aber ehrlicherweise doch irgendwo einkalkulierte Gegentor schoss die andere Mannschaft dann leider in der 70 Minute. Danach jedenfalls gab sich unsere Truppe weiterhin nicht geschlagen, weshalb der Ausgleich bis zur letzten Sekunde hätte fallen können. Irgendwann hieß es: Alles oder Nichts! Infolge dessen wechselte Trainer Aussem auf Aachener Seite noch mal kräftig aus und setzte richtigerweise auf die Offensive, denn der Pokal duldet bekannter Weise keine Niederlagen. Ein Tor musste her, um wenigstens die Verlängerung zu erreichen. Die Jungs ackerten tapfer, doch das 2:0 für Schimmel Grün-Weiß in Minute 90 entschied das Spiel endgültig. Dennoch schlug sich der ATSV wacker und wurde von den Rängen trotz einer Niederlage für die passable Leistung besungen. Die Gegenseite jedoch gab auch dann, nach ihrem Sieg, kaum einen Ton von sich.

Jedenfalls packten wir anschließend unsere Utensilien flott ein und machten uns auf zur Kreuzung vor der Süd-Ost Ecke vom Stadion. Als dort weitere AC´ler dazu stießen, legte man langsam den Gang zum Szenetreff ein. Auf dem Weg dahin entdeckte man hier und da noch grün-weißes Unkraut, welches aber zügig gejätet wurde.

Am Szenetreff angekommen, genoss man noch die restliche Abwechslung eines Pokal-Spieltags, erfreute sich an neuen Erinnerungsstücken und konzentrierte sich nun wieder auf den nächsten Liga-Gegner, zu welchem man trotz Materialverbots schon das vierte Mal innerhalb von 2 Jahren fuhr.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - Kickers Offenbach 1:3 16.08.12

5. Spieltag der 3.Liga. Zu Gast, der Tabellenletzte aus Offenbach. Also standen die Vorzeichen für einen weiteren Heimsieg nicht schlecht. Bereits am Vorabend des Spiel trafen sich einige Gruppenmenschen, um den Abend, bzw. die Nacht noch mit unseren Freunden zu verbringen, die dank der kürzlich verhängten Stadtverboten am Spieltag selber keinen Aachener Boden betreten dürfen. Also ist die neue Welle der Repression leider auch bei uns in Aachen angekommen. Haltet durch Jungs. Wir stehen immer hinter euch!

Am Spieltag selber wurde dann trotzdem der wieder gut besuchte Szenetreff veranstaltet. Unsere Freunde aus Kerkrade haben sich mal wieder etwas Schönes einfallen lassen und schlugen mit 18 Leuten auf einem Partyanhänger hinter einem Trecker in Aachen auf. Coole Aktion und danke für eure Unterstützung. Als dann auch die letzten den Szenetreff erreichten, ging es rüber zur Spielstätte. Nachdem die wieder einmal penibel geführten Kontrollen hinter sich gebracht wurden, ging es hinauf in S3. Schnell die Fahnen an ihre Plätze gehangen und die Show konnte beginnen. Einige Doppelhalter wurden zum Intro gehisst, dazu gab es noch wenige mittlere Schwenker.

Doch leider ging die Show direkt am Anfang ordentlich in die Hose. Bereits in der fünften Minute geriet man durch einen Treffer von Fetsch in Rückstand. Diesem Rückstand liefen unsere Mannen das komplette Spiel hinterher. Unser Spielsystem schien am heutigen Tage keine Torchancen vorgesehen zu haben. In der 35. Min war es erneut Fetsch der den zweiten Treffer des Tabellenletzten markierte. So ging es mit einem 0:2 in die Kabine. Nach der Pause das gleiche Bild. Unsere Taktik unverändert und Offenbachs Taktik bestand aus Mauern und Kontern. Dadurch konnte Husterer bereits in der 47.Min mit dem 3:0 das Spiel entscheiden. Zwar konnte Pozder in der 80.Min nochmal auf 1:3 verkürzen. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits entschieden. 1:3 Niederlage. Offenbach nicht mehr letzter und unsere erste Niederlage in dieser Saison. Man hatte schon schlechtere Saisonstarts gesehen.

Auf der Tribüne wirkte heute alles ein wenig gehemmt. Stimmung kam nur im oberen Bereich in S3 auf. Dieser Bereich wird jedoch immer größer. Gut so. Leider gelang es aufgrund des schlechten Spielverlaufs nicht die Restlichen 15.000 im Stadion zum Mitmachen zu animieren. Also kann man von einem durchwachsenen Support sprechen. Auf der anderen Seite ein enttäuschender Blick ins nichts. Hinter dem „Rote Wand“??? Banner verteilten sich ca. 300 Fans. Gesänge konnte man auch nur sehr selten vernehmen. Wie uns zu Ohren gekommen ist, ist wohl die aktive Szene mit dem Zug angereist und hat das Stadion nicht erreicht, da im Shuttlebus angeblich randaliert wurde. Die Ausmaße der Randale können wir nicht beurteilen, so sollte man die Meldungen in den Medien nicht immer allzu ernst nehmen, die gerne mal übertreiben, um eine Story zu finden. Die Polizei schickte daraufhin wohl alle wieder zurück. Kollektivstrafen allez! Frechheit!

Nach dem Spiel ging es für einige sofort nach Kerkrade, um Roda bei ihrem ersten Saisonspiel gegen den FC Zwolle zu Unterstützen. Spielerisch war dieser Tag für Schwarz-Gelb wohl ein Reinfall, die Koempels konnten aber, nach einem Rückstand, wenigstens einen Punkt retten. Roda & der TSV.

Karlsbande Ultras

 
1. FC Saarbrücken - Alemannia Aachen 1:2 10.08.12

Die erste englische Woche stand für unseren ATSV an. Dies bedeutete ein Auswärtsspiel an einem Dienstag in Saarbrücken. Früh traf man sich, um letzte Vorbereitungen für die Fahrt zu treffen. Mit zwei bis auf den letzten Platz gefüllten Bussen ging es gen Saarland. Kurz vor den Stadtgrenzen entließ man die SV´ler aus den Bussen, damit diese sich einen geeigneten Platz mit Blick auf das Spielfeld suchen konnten. Im Block angekommen positionierten wir uns in der Mitte der Gästekurve

Was soll man groß zum Spiel unserer Alemannen sagen. Spielerisch war es mit Sicherheit kein gutes Spiel, aber immerhin konnte ein Rückstand durch die Treffer von Rösler (51. Minute) und Borg (83. Minute) gedreht werden und damit ein Sieg errungen werden. Acht Punkte aus vier Spielen zeigen, wohin der Weg mit der Mannschaft gehen kann. Hoffen wir alle, dass dieser positive Weg fortgesetzt wird.

Zur Stimmung der rund 1.000 mitgereisten Öcher lässt sich sagen, dass diese ganz passabel war. Sicherlich fehlt noch ein wenig die Beständigkeit der Lautstärke, aber es gab auch durchaus schlechtere Auftritte der schwarz-gelben Fanschar. Die Saarbückener Seite konnte man auch ab und zu mal vernehmen, aber aufgrund der Distanz zum Heimblock war dies auch nicht oft der Fall. Freudestrahlend verließ man den Block und wollte feiernd die Busse betreten, doch was dann geschah, wird wohl allen noch lange in schlimmer Erinnerung bleiben. Vorerst nur so viel: Wenn eine Randgruppe von ca. 40 Personen meint unsere SV`ler anzugreifen, dann muss sich dieses Grüppchen auch nicht über entsprechende Gegenreaktionen wundern.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - Borussia Dortmund II 1:1 09.08.12

Mit hohen Erwartungen an die am heutigen Tage anstehende Partie traf sich unsere Gruppe, inklusive Umfeld, bereits am frühen Freitagnachmittag. Als dann auch der Großteil der arbeitenden Bevölkerung dazu stoß, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Stadion. Nach den etwas nervigen Einlasskontrollen des neuen Ordnungsdienstes konnte unser veränderter Bereich im oberen Teil von S3 endlich geentert und sämtliche Vorbereitungen getroffen werden. Die Anstoßzeit Freitagabend 19.00 Uhr fand wohl bei vielen Alemannen Anklang und so befanden sich mit knapp 20.000 Zuschauern nochmal 4.000 Leute mehr im Stadion als beim ersten Heimsieg gegen Burghausen am vergangenen Samstag. Die Freude war groß, das Wetter stimmte, alle hofften darauf, dass der zweite Dreier im dritten Spiel in der Kaiserstadt bleibt. Auch Trainer Ralf Außem schien mit seiner Elf zufrieden gewesen zu sein. Thomas Stehle ersetzte Mario Erb in der Innenverteidigung, ansonsten blieb die Startelf gänzlich unverändert. Kurz vor dem Einlaufen der Mannschaften machten wir in unserem Bereich per Spruchband („FANPROJEKT AACHEN NEU BESETZEN!!!“) auf die Fehlbesetzung des Aachener Fanprojekts aufmerksam.

Das Spiel auf dem Rasen nahm von Anfang an Fahrt auf und die Dortmunder Amateure zeigten ein unerwartet starkes Auftreten. Sie setzten in der ersten halben Stunde bereits einige Zeichen, die zeigten, dass das Spiel gegen den Aufsteiger alles andere als ein Spaziergang werden würde. Die deutlicheren Torchancen hatte allerdings unsere Mannschaft durch Rösler und Schwertfeger, leider konnten diese sie nicht nutzen. Durch Effektivität konnten dann kurz vor der Halbzeit die Dortmunder glänzen, nachdem sie – wohlgemerkt umstritten – einen Elfmeter zugesprochen bekamen, den Marcel Halstenberg souverän im rechten Eck versenkte. Vorangegangen war ein angebliches Handspiel von Baumgärtel, der aus kurzer Distanz eher angeschossen wurde. Die Alemannia ließ sich aber von diesem Rückstand keineswegs unterkriegen und zeigte den Dortmundern in Halbzeit 2 auf, wer die spielbestimmende Mannschaft ist. Es folgte eine Halbzeit mit zahlreichen Torchancen auf ein Tor. Bis zur 61. Minute konnte die Dortmunder Hintermannschaft ein Gegentor verhindern. Dann gelang endlich Timmy Thiele durch sein zweites Saisontor nach Freistoß von Streit und Zuspiel von Rösler der hochverdiente Ausgleich. Nun war Power-Play der Alemannen angesagt und auch die Fans spürten, dass der Wille enorm war. Der Dreier sollte unbedingt in der heimischen Stadt bleiben. Unglücklicherweise gelang es den Dortmundern einen weiteren Treffer zu verhindern, trotz der Großchancen von Freddy Borg und Rösler in der Schlussviertelstunde. Wenige Minuten vor Abpfiff dann der Oberhammer: Unglaubliches Dusel der Dortmunder im 16er. Viele Schüsse, keine Tore. In Anbetracht der strittigen Entscheidung in der ersten Halbzeit hätte es auch hier Handelfmeter für die Alemannia geben können, nachdem Fabian Baumgärtels Schuss per Hand vor dem Tor geklärt wurde. So blieb es beim Remis und die Dortmunder können sich sicherlich glücklich schätzen, einen Punkt mit in den Pott entführt zu haben.

Die Stimmung auf den Rängen verhielt sich ähnlich dem Spiel auf dem Rasen. Es ging mal hoch und mal runter, insgesamt aber eine durchaus solide Leistung der Heimtribüne. In der ersten Halbzeit eher etwas schwächer, sodass nur die üblichen Schlachtrufe eine annehmbare Lautstärke erreichten. Halbzeit 2 wusste da schon eher zu überzeugen und die Mitmachquote und Lautstärke verbesserten sich enorm. Besonders in der Schlussviertelstunde gab es einiges auf die Ohren und ein melodisches Lied erfreut sich zunehmender Beliebtheit der Tribüne. So wurde dieses mehrere Minuten lang lautstark von der Süd getragen und auch einige Sitzplatzbesucher stimmten in die euphorische Stimmung mit ein. Trotz des 1:1 wurde unsere Elf nach Abpfiff noch ausgiebig gefeiert. Insgesamt kann man durchaus zufrieden sein und darf hoffen, dass der Funke noch weiter auf die Stehplatztribüne überspringt und man an diese gelungene Leistung in weiteren Heimspielen anknüpfen kann. Auch der Dortmunder Gästeanhang legte einen guten Auftritt hin und einen so gut gefüllten Gästeblock wird man wohl nur noch selten in dieser Saison vorfinden. Der Stehplatzbereich war bereits vor Anpfiff recht voll und um die 10. Spielminute enterte dann auch die Dortmunder (Amateur-) Ultraszene per Blocksturm den Sitzplatzbereich. Einige Stehplatzbesucher schlossen sich noch an, um geschlossen hinter dem Tor zu Supporten. Das gelang auch recht gut, wenige Male konnten sie sich bis zu uns Gehör verschaffen und Bewegung war konstant zu erkennen, viele Hände in der Luft. Solide.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - SV Wacker Burghausen 3:2 01.08.12

"Nachdem ihr abgestiegen seid, kommt doch keiner mehr!" Diesen Satz durfte sich wohl jeder treue Alemanne von irgendwem anhören. Sollte es also wirklich der Fall sein, dass man sich beim ersten Heimspiel vom hellen gelb der leeren Sitzschalen blenden lassen muss?

Keineswegs. 15.000 Zuschauer wollten den ersten Heimauftritt des neuen Teams in der neuen Liga sehen, was einen Zuschauerrekord am heutigen Spieltag in der 3. Liga darstellte! Man war gespannt, wie sich das Team nach dem umkämpften, aber verdienten Unentschieden der Vorwoche in Bielefeld präsentieren würde und ob man sich schon leise Hoffnungen machen könnte, sportlich in dieser Saison besser abzuschneiden als letzte Saison.

Aber alles der Reihe nach. Für die Karlsbande fing dieser Samstag ziemlich früh an, denn bereits gegen 10 Uhr sammelte man sich im Szenetreff. Bei typischem Aachener Regenwetter machte man sich im Nachmittag zum ersten Mal in dieser Saison auf dem Weg zum Stadion. Wie viele sicherlich wissen, ist in Aachen nun ein neuer Sicherheitsdienst am Werk. Die Jungs und Mädels müssen wohl noch einiges lernen über Fußballstadien und die Utensilien, die dort zum Einsatz kommen. Ja liebe Security: PVC Stangen kann man nicht nur gebrauchen, um damit Kabel zu verlegen, man kann damit auch Fahnen schwenken und Trommeln gibt es auch nicht erst seit gestern. Nach der also recht langwierigen Einlasskontrolle wurde der etwas veränderte Karlsbande Bereich bevölkert. Wir sind ein wenig mehr in die Mitte der Tribüne gerückt.

Im Laufe des Spiels gab es heute einige Spruchbänder seitens der Karlsbande und der Szene Aachen zu sehen. Fangen wir mit der traurigen Nachricht an. Wie unwichtig alles andere, auch der Fußball, wird, sieht man, wenn treue Freunde für immer von uns gehen. Wir wünschen der Familie und allen Angehörigen viel Kraft in diesen schweren Zeiten. Ruhe in Frieden, Toni, und finde deinen Frieden!

Weiterhin hat die Karlsbande mal wieder drei neue Stadionverbotler zu verzeichnen. Diesen und allen anderen dort draußen wurde mit einem Spruchband „Alleine stark – zusammen unschlagbar – gegen SV’s“ Mut zugesprochen. Auch diese Zeiten gehen vorüber. Im Gegenzug dafür durften zwei Gesichter aus der Szene Aachen das Stadion wieder von innen betrachten. Einer der bedeutendsten Aachener hat ganze 8,5 Jahre draußen durchgehalten. Willkommen zurück!

Zum Einlaufen der Mannschaften gab es in unserem Bereich eine kleine Doppelhalterparade. Die Stimmung am heutigen Tage war streckenweise richtig gut. Man merkte, dass nicht nur die Mannschaft motiviert ist, sondern auch die Fans auf den Rängen heiß sind auf diese Saison. So konnten sowohl allseits bekannte Lieder, als auch ein paar Neulinge in unserem Gesangsbüchlein laut und gut gemixt auf den Rasen gebracht werden. Anfang der zweiten Halbzeit dann allerdings ein ziemlicher Durchhänger. Völlig unverständlich führte die Mannschaft doch mit 2:0 und spielte gut mit. Erst der 2:1 Anschlusstreffer weckte die Süd wieder auf und es wurde wieder lauter. Allerdings konnte man erst in den Schlussminuten wieder an die erste Halbzeit anknüpfen und diese noch mit einem Dauergesang, der Phasenweise sogar das ganze Stadion mit zog, um einiges übertreffen. Alles in allem sehr gelungen, aber wie immer ist viel Luft nach oben. Von Burghausen, wie erwartet, kaum etwas zu sehen und zu hören, da gerade einmal ca. 50 Leute die weite Fahrt nach Aachen antraten.

Zum Spiel kann man sagen: Dieser Sieg war hart erarbeitet. Zwar dominierte unsere Mannschaft die meiste Zeit über, doch stand die Hintermannschaft nicht wirklich sicher, wodurch man sich wieder 2 unnötige Gegentreffer einfing, die eine vorzeitige Entscheidung des Spiels immer wieder verschoben und unnötig weiter Druck aufbauten. Dagegen läuft es in Gegners Hälfte umso besser. Albert Streit brachte die Schwarz-Gelben bereits in der ersten Halbzeit mit einem Doppelschlag 2:0 in Führung. Kefkir netzte in der zweiten Halbzeit, ebenfalls für Aachen, ein. Endstand: 3:2.

So kann es weiter gehen, denn was zählt sind die Punkte. Am kommenden Freitag spielen wir gegen die zweite aus Dortmund, wo natürlich versucht werden sollte, in allen Belangen noch eine Schippe drauf zu legen.

Alles für Aachen!

Karlsbande Ultras

 
DSC Arminia Bielefeld - Alemannia Aachen 1:1 23.07.12

Unsere Alemannia in Liga 3. Nach dem Schock der letzten Saison sah man dem 1. Spiel mit einer großen Portion Vorfreude entgegen. Alle konnten den Saisonstart kaum noch abwarten und dies machte sich sowohl in unserer Gruppe, als auch in unserem direkten Umfeld bemerkbar. Während andere Leute lieber das Eröffnungsspiel der 3. Liga vor einer Großbildleinwand in Aachen verfolgten, konnten wir mit fast 200 Leuten, aufgeteilt auf 3 KBU-Busse, die Reise nach Bielefeld antreten. Kurz vor dem Ziel haben sich noch weitere Alemannia-Besessene dem Tross angeschlossen und bei bester Laune und gut aufgelegter Musik kam man dann auch relativ schnell an.

Kurz vor dem Betreten des Stadions wurden unsere leider zahlreichen Stadionverbotler verabschiedet und ab ging es in das Stadion. Wir als Gruppe positionierten uns im unteren Teil des Blockes. Kurz vor Spielbeginn wurde noch der Zaun geschmückt und schon fing das Spiel an. Die Erwartungen innerhalb unserer Gruppe waren sehr unterschiedlich, da die Mannschaft fast vollständig neu besetzt ist. Die leichten Zweifel waren aber unangebracht, da man ein starkes Spiel unseres Teams sah. Zwar traf Hille in der 21. Minute zum 1:0 für die Arminia, doch der verdiente Ausgleich gelang Thiele in der 78. Spielminute. In der letzten Minute gelang fast noch der Führungstreffer, aber der eine Punkt ist ein ansehnlicher Saisonstart.

Nicht nur das Team auf dem Rasen überzeugte nach langer Zeit nochmal, auch die mitgereisten Alemannen waren bester Stimmung. 1.500 Aachener verschlug es an einem Freitag nach Bielefeld und so stand die gesamte Aachener Fanszene im Stehblock des Gästebereichs. Die Stimmung war bis zum Gegentreffer bestens und so wollte der ganze Block nach über 10 Minuten noch immer nicht aufhören voller Fanatismus ein Lied mit voller Inbrunst zu singen. Auch die zweite Halbzeit war sehr anschaulich und macht Lust auf mehr in den kommenden Wochen! Nach dem Spiel begrüßte man noch die SV'ler und danach gab es kein Halten mehr für die 200 KBU- und Umfeld Leute. So feierte man sich, den Verein und den Saisonstart ausgiebig am Stadioneingang, unvergesslich dieser Augenblick! Von Bielefelder Seite rund um die Lokal Crew hat man nicht allzu viel auf die Ohren bekommen, außer ein bis zwei Pöbeleinlagen, also nichts Weltbewegendes.

Zu guter Letzt gilt unser Dank noch den zahlreich mitgereisten Kerkradern. BYA!

Karlsbande Ultras