.: Karlsbande Ultras :.
 
Saisonrückblick 2011 / 2012 18.06.12

Die Saison 2011/2012 war ein Wechselbad der Gefühle und ein richtungsweisendes Jahr, nicht nur für uns, auch für unseren Verein Alemannia Aachen.

Einer der wichtigsten Aufgaben dieser Spielzeit war die Suche nach einer eigenen Räumlichkeit. Der alte Container musste weg, da dieser auf dem Gelände des Tivolis stand, welches nun neu bebaut werden sollte. Somit startete man ohne Szenetreff in die Saison, was ein herber Rückschlag für die Gruppe war. Ohne Treffpunkt, auch innerhalb der Woche, ist ein Gruppenleben nur schwer meisterbar. Gegen Ende der Hinrunde wurde man endlich fündig und konnte mit Hilfe der ganzen Szene diese Räumlichkeit stemmen. Danke dafür an alle Unterstützer! Kurze Zeit später entdeckte man aber bereits eine deutlich besser geeignete Location und da es auch ein paar Probleme mit dem Vermieter gab, entschied man sich, nach nur 2 Monaten den Standort zu wechseln. Der nun bezogene KarlsBUnker erfreut sich hoher Beliebtheit und etabliert sich aktuell wieder zum Szenetreff an den Spieltagen und als Treffpunkt unterhalb der Woche.

Auch choreotechnisch hat sich einiges getan. In der Hinrunde stellte man einiges an schönen Choreos auf der kompletten Süd auf die Beine. Gegen Düsseldorf gab es die größte Blockfahne der Vereinsgeschichte und viele kleine Schwenker dazu. Auch zum 1.000 Zweitligaspiel gab es ein schönes Intro unserseits. In der Rückrunde konzentrierten wir uns dann auf kleinere Aktionen in unserem Bereich, da es einige Probleme innerhalb der Fanszene gab und auch viele Mitglieder mit einem Stadionverbot verbannt worden sind.

Die besagte Welle von Stadion- und Hausverboten überschattete leider den Start und die folgende Zeit der Rückrunde. Es galt, mit dieser Situation fertig zu werden. Glücklicherweise sind die meisten Hausverbote mittlerweile aufgehoben worden. Dennoch stehen immer noch zu viele Leute vor den Toren. Für die tapferen Jungs draußen organisierten wir immer wieder etwas, wie z.B. den Schwimmbadbesuch auf dem Weg nach Karlsruhe, oder das Wochenende in München.

Auch die finanzielle Situation des Vereins war sehr kritisch, so dass lange Zeit nicht klar war, ob der Verein nicht Bankrott gehen würde. Aufgrund der sehr angespannten Situation verzichtete die Karlsbande bis kurz vor Saisonende komplett auf Pyrotechnik im Stadion, da dort Strafen für den Verein fatal hätten Enden können. Nachdem der Verein gerettet war, beendeten wir den selbstauferlegten Pyroverzicht.

Aber auch sportlich war das Jahr eine Katastrophe! Schon ziemlich früh erkannten die Fans, wohin der Weg geht und man traf sich zeitig mit der Mannschaft zum Krisengipfel. Im Verein wollte aber noch niemand was vom Abstieg hören. Nun ist es trotzdem so gekommen, unser aller geliebter Verein kehrt zurück in die Drittklassigkeit.

Drittklassig ist auch eine Fangruppierung, die sich immer weiter abgekapselt hat und es beim Heimspiel gegen Aue zu einem Übergriff durch einige Fans auf sie gekommen ist. Seitdem nutzen sie die Gunst der Stunde und spielen unglaublich gut ihre Opferrolle und versuchen ständig, unsere Gruppe als Nazis abzustempeln. Damit greifen sie wohl nach dem letzten Strohhalm, weil sie gemerkt haben, dass ihnen ihr Rang abgelaufen wurde und sie ansonsten nicht mehr ernst genommen werden. Doch trotz aller „Skandale“ rund um die KBU und dem sportlichen Abstieg, geht es immer weiter und die Gruppe freut sich immer noch größter Beliebtheit in der Szene, so dass wir am Ende der Saison noch die 200er Marke geknackt haben. Entsprechend hat sich auch unser Bereich im Stadion vergrößert. Wir sind zwei Wellenbrecher tiefer gegangen und haben „unseren“ Bereich somit verdoppelt. Dieser Schritt war notwendig, da es einfach zu eng wurde dort oben. Auch optisch war dies natürlich ein gewaltiger Schritt nach vorne, da die Intros nun wesentlich besser rüber kommen.

Zum Schluss bleibt noch die Freundschaft zu den Jungs aus Kerkrade zu erwähnen. Bei der Gründung der Karlsbande war diese seit 20 Jahren bestehende Freundschaft so gut wie gestorben. Es gab zwar noch eine Jubiläumsparty, aber gegenseitige Spielbesuche waren doch sehr selten. Wir haben uns den Holländern aber nicht verschlossen und einige wenige knüpften wieder Kontakte über die Grenze und fuhren auch die eine oder andere Fahrt mit. Dies hat sich so gut eingebürgert, dass mittlerweile viele junge Leute Kontakte geknüpft haben und jedes Auswärtsspiel im Schnitt 4-5 Aachener im Kerkrader Bus sitzen. Auch die Kerkrader haben uns im Abstiegskampf nicht alleine gelassen und trumpften beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt mit etlichen Bussen auf, ca. 300 Koempels standen vor dem Szenetreff und mit einem extra angefertigten Marschbanner machten man sich gemeinsam auf den Weg zum Stadion. Kurz gesagt, die Freundschaft blüht wieder auf, man kann fast behaupten, so intensiv wie im Moment war die Freundschaft noch nie.

Das Ziel in der Saison 2012/2013 ist es natürlich erst einmal, trotz des Abstiegs den positiven Weg der Gruppe weiter zu gehen und sich nicht klein kriegen zu lassen. Dazu zählt natürlich auch, den Medien weiterhin zu trotzen. Eure Lügengeschichten können uns nur erheitern. Wir nehmen den Kampf gerne auf, denn wie heißt es doch so schön: Wer keine Sympathien hat, kann sie auch nicht verlieren. Im Stadion werden wir weiterhin für die bestmöglichste Stimmung sorgen, wenn es sein muss auch mit weniger Zuschauern. Der neue Szenetreff soll weiter etabliert und unser neues zu Hause immer schöner werden. Natürlich stehen auch noch viele andere schöne Projekte auf dem Plan. Für alle unsere Mitglieder bieten wir eine gesicherte und günstige Anreise zu allen Auswärtsspielen, um auch dort die Kurve anzuheizen. Nahe Touren werden mit dem Zug gefahren und bei den weiteren Strecken werden wir einen ordentlichen Haufen in Bussen stellen. Immer weiter Ultras, immer weiter Aachen, egal ob Heim oder Auswärts.

Liebe kennt keine Liga, alle zusammen, alle für Aachen!

Karlsbande - Ultras, im Juni 2012

 
Amateure & Saisonabschlussgrillen 15.05.12

 
TSV 1860 München - Alemannia Aachen 1:2 15.05.12

Bei diesem Spiel kann man wirklich von einem Endspiel sprechen. Nicht nur, weil die Saison an diesem Spieltag endete, sondern aus dem Grunde, dass mit 1860 München das entscheidende Spiel vor der Tür stand: Erst Sonntag um 15.15 Uhr würde man wissen, ob man nächstes Jahr den Weg definitiv in Liga 3 bestreiten muss oder es noch Hoffnung auf den Klassenerhalt durch die Relegation gibt. Daher wurde kräftig mobil gemacht und dank unserer Saisonabschlusstour machte sich der größte Doppeldecker, den wir auftreiben konnten, bereits Freitagabend auf den Weg gen Süden. In der Landeshauptstadt des Freistaates – eigentlich eine Unverschämtheit, das Wort „frei“ im Zusammenhang mit Bayern zu benutzen – angekommen, wurde schnell das Gepäck ins zentral gelegene Hostel gebracht und anschließend begann man mit der Freizeitgestaltung des Tages beim Frühlingsfest und es wurde ordentlich gefeiert im Festzelt auf der Theresienwiese oder der ein oder andere Crash beim Autoscooter verursacht. Von Stunde zu Stunde wuchs der Aachener Szenehaufen, der durch mehrere Auto- und Bullibesatzungen bereits samstags ergänzt wurde. Samstagabend stimmte man sich dann bereits auf das alles entscheidende Spiel ein und begab sich vom Frühlingsfest aus lautstark Richtung Münchener Nachtleben, wo dann jeder den gelungenen Tag auf seine Art und Weise ausklingen ließ. Nach nur wenigen Stunden Schlaf, begann aber schnell die Aufbruchsstimmung und die Lage wurde wieder angespannter. Nachdem man für den Samstag einige Sorgen vergessen hatte, wurde nun letztendlich jedem bewusst, dass die Ära Profifußball unseres geliebten Vereines in wenigen Stunden für eine unbestimmte Zeit beendet sein könnte.

An der Allianz Arena angekommen, musste man sich relativ humanen Einlasskontrollen unterziehen. Im unteren Teil des Blockes positioniert, den Zaun beflaggt, dann konnte es bereits losgehen: Den 4000 mitgereisten Schwarz-Gelben merkte man an, dass jeder wusste worum es geht und so zog bei einigen Klassikern der gesamte Gästebereich mit. Tolle Atmosphäre! Insgesamt kann man die Stimmung als sehr angespannt und daher eher massenkompatibel bezeichnen, wenige Highlights gab es zu verzeichnen, so z.B. das ein oder andere melodische Lied, das am Vortag bereits lautstark in einem Festzelt des Münchener Frühlingsfestes gesungen wurde. Die Stimmung auf Seiten der blau-weißen konnte uns, wie bereits erwartet, nicht sonderlich vom Hocker reißen und sie waren akustisch so gut wie gar nicht zu vernehmen. Könnte natürlich auch daran liegen, dass man gerade in der Ultraszene von München blau sein Maul etwas weiter aufreißt, als man es eigentlich sollte. An dieser Stelle sei erwähnt, dass jedes unserer Mitglieder – SV‘ler eingeschlossen – unbeschadet den Weg mit uns nach Hause fand, obwohl wir uns das ganze Wochenende nicht gerade leise in der fremden Stadt aufhielten. In diesem Sinne: Große Fresse, nix dahinter. Gruß an die Medienultras!

Zum Anfang des Spiels ehrten wir einen unserer langjährigen Stadionverbotler, der den steinigen Weg über die Jahre hinweg konstant mit uns gegangen ist und sich niemals unterkriegen lässt, mit einer Fahne, die das Porträt seines Gesichtes zeigt. Danke für deinen Einsatz für den Verein und unsere Gruppe! Durchhalten, Junge – wir stehen dir jederzeit zur Seite!

Zum Spiel an sich braucht man nicht viele Worte verlieren. Das wohl schrecklichste Szenario für jeden Alemannia Anhänger ist eingetreten, die eigene Mannschaft kämpft und geht verdient zweimal durch Treffer von Streit und Uludag in Führung. Das Spiel wurde sauber über die Bühne gebracht und der vorher so unmöglich erscheinende Sieg in München eingefahren. Geschockt war man dann von der Nachricht, die einen kurz nach der eigenen ersten Führung bereits in der 10. Minute erreichte: Karlsruhe führt gegen Eintracht Frankfurt und sollte diese Führung auch nicht mehr aus der Hand geben. Fassungslosigkeit und Trauer erschütterten die zahlreich angereisten schwarz-gelben Anhänger und nachdem dann der ein oder andere Fan und Spieler eine Träne verdrückt hatte und jeder erst mal realisiert hatte, dass das schlimmste nun eingetroffen war, machte man sich langsam auf den Weg in die Busse, um den Heimweg anzutreten. Auf diesem ertränkten manche ihren Frust im Alkohol und andere holten den verpassten Schlaf des Wochenendes nach. Die Stimmung im Bus war dennoch ganz klar auf einem Tiefpunkt und sollte sich erst bessern, nachdem wir auf einem Rastplatz noch ein Spruchband zu Ehren unseres treuen Stadionverbotlers zeigten, das auf die verbleibenden Tagen bis zu seiner Rückkehr hinweist. Dann kreist der Hammer endlich wieder! Gegen 2 Uhr in der Nacht von Sonntag auf Montag erreichte man dann erschöpft die geliebte Kaiserstadt. Ein besonderer Dank gilt natürlich unseren Kerkrader Freunden, die uns mit nach München begleiteten und uns in diesen schweren Stunden zur Seite standen.

Freundschaft & Zusammenhalt!

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - Karlsruher SC 1:0 04.05.12

Endspielwoche im Abstiegskampf!

Montags noch gegen Eintracht Frankfurt verloren, hieß es nun gegen den Karlsruher Sportclub nach dem letzten Strohhalm zu greifen. Wie immer vor Heimspielen traf man sich vor dem Spiel am Szenetreff, von wo aus man sich geschlossen auf den Weg zum Stadion machte. Der Tross marschierte natürlich unter Begleitung unserer "Freunde und Helfer", welche mal wieder einen überaus angespannten Eindruck machten. Auch ihnen scheint der Abstiegskampf nahezugehen :-) Im Stadion angekommen, machte man sich an die üblichen Vorbereitungen vor Spielbeginn. Dann war es soweit: Anpfiff der entscheidenden 90 Minuten. Unsere Mannschaft schien sich ausnahmsweise mal der Situation bewusst zu sein und lief entschlossen auf und konnte in der 20. Minute durch einen Treffer von Aimen Demai mit 1:0 in Führung gehen. Jetzt keimte auch beim letzten Zyniker wieder Hoffnung auf, dass der Relegationsplatz doch noch irgendwie zu erreichen sei! Die eingeblendeten Zwischenstände der Begegnung Union Berlin gegen Hansa Rostock taten ihr Übriges und beflügelten die Süd. So konnte eine sehr ansprechende und konstante Lautstärke über die gesamten 90 Minuten erreicht werden, warum nicht immer so? Mit Abpfiff stand dann auch endlich der Sieg fest. Endlich mal wieder positive Erlebnisse im Zusammenhang mit unserer Alemannia. Während des Spiels gab es von unserer Seite einige Spruchbänder zu sehen, welche unter anderem auf den Polizeieinsatz gegen Eintracht Frankfurt bezogen waren, sowie die Begrüßung zweier ehemaliger SV'ler wieder im Block. Leider auch eine Botschaft an einen Bruder, der nun draußen verweilen muss. An dieser Stelle nochmal: Durchhalten Metzger!!!

Nach Abpfiff gab es einen kleinen Zwischenfall im Block S6 oder auch Block der „Ultras?“ genannt. Als Folge dessen wird unsere Gruppe wieder einmal als brutale und natürlich auch rechte Schläger dargestellt von verschiedenen Seiten!
Hier unsere Sicht der Dinge: Fünf Mitglieder unserer Gruppe bemerkten, dass sich ein paar durchgebüchste KSC´ler über die Sitzplätze Richtung S6 bewegten und wollten daraufhin zur Unterstützung in den Block S6 um dem Treiben Einhalt zu gebieten. Damit meinen wir alleinige Unterstützung gegen die Angreifer! Anstatt man nun einmal die internen Streitigkeiten für einen Moment ruhen lässt, da sich eine fremde Szene gewaltausübend durch unser Stadion bewegt und versucht Alemanniafans zu attackieren, wurde einem Mitglied unserer Gruppe von dem vermeintlichen "Opfer" ins Gesicht gespuckt. Als Reaktion kam eine Backpfeife zurück und das Thema war gegessen. Es ist aus unserer Sicht mehr als traurig, mit ansehen zu müssen, dass man in so schweren Zeiten, in denen es um die Zukunft unseres Vereins geht oder gegen eine andere Szene, nicht einmal als Aachener Fanszene zusammensteht! Aber wen interessiert schon die Zukunft unseres Vereins, wenn man nach dem Motto „Fußball interessiert uns nicht!“ lebt und sich wohl über einen Abstieg freuen würde, da man so noch besser sein eigenes Süppchen kochen kann.

Für uns persönlich zählt im Moment nur der Klassenerhalt und die Zukunft unseres Vereins und nicht dieser Kleinscheiß!

Wir als Gruppe freuen uns jetzt schon auf die Spruchbänder der Internet- / Medienultras.

Alle auf nach München!!!

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - SG Eintracht Frankfurt 0:3 26.04.12

Mal abgesehen davon, dass es mal wieder ein Montagabend war, war alles angerichtet für eine Art Endspiel im neuen Stadion. 20:15 Uhr, die Flutlichtanlagen gingen an, fast ausverkauftes Haus, die Spannung ist zu spüren. Die optimalen Rahmenbedingungen, die Gäste aus Frankfurt konnten mit einem Sieg die Rückkehr ins Fußballoberhaus vollziehen und wir könnten uns langsam aber sicher auf die Drittklassigkeit vorbereiten. Dies sollte aber auch auf anderer Ebene ein besonderes Spiel werden, denn unsere Freunde aus Kerkrade haben sich angemeldet, um uns in dieses schweren Zeiten beizustehen. Vier Busse und etliche Autos rollten aus dem benachbarten Limburg über die Grenze. Die Kerkrader kamen etwas später als gedacht, so dass leider keine Zeit mehr blieb, gemeinsam im Szenetreff das eine oder andere Bierchen zu trinken. So formierte man sich, nachdem man sich begrüßt hatte, und machte sich lautstark auf den Weg zum Stadion. An dieser Stelle wollen wir uns noch einmal für diese geile Aktion bedanken. Es ist schön zu sehen, dass diese Freundschaft, die schon mehr als 20 Jahre Tradition hat, wieder richtig aufblüht. Etwas später als gewohnt machte sich also der ca. 450 Mann umfassende Mob lautstark auf in Richtung Stadion. Den Marschbanner schenkten uns die Kerkrader: „Vriendschap on Tour“ stand dort drauf, dieser hing selbstverständlich auch später im Stadion.

Jedem war klar, dass wenn dieses Spiel nicht gewonnen wird, die Möglichkeit die Klasse aus eigener Kraft zu halten, vertan ist, sodass man sich gegenseitig mobilisieren konnte, dass von Beginn an eine gute Stimmung erreicht werden konnte. Die Jungs auf dem Rasen erweckten den Eindruck, das Ziel vor Augen zu haben und sich für dieses auch das eine oder andere Körperteil aufzureißen. Das Spiel verlief gut und Aachen schien die etwas bessere Mannschaft zu sein. Odonkor verpasste es aber mal wieder, frei vor dem Tor eine 100 prozentige Torchance zu verwandeln. Wer seine Chancen nicht nutzt…so kassierten wir kurz vor Ende von Durchgang eins den ersten Gegentreffer. Die Hoffnung, dass dieser Rückstand in Halbzeit 2 wieder egalisiert werden konnte, platze schnell. Der Schock saß tief, als Frankfurt direkt mit Beginn der 2.Halbzeit erhöhte. Die Mannschaft brach ein und ein Eigentor, sowie fehlender Kampfgeist waren die Folge. Mit großen Schritten geht es Richtung Liga drei.

Auf den Rängen ging es in Halbzeit eins gut ab, die Stimmung auf der Süd überzeugte und der Rest des Stadions stieg auch mit ein, sodass eine ordentliche Lautstärke erreicht werden konnte. Als Intro gab es einige Doppelhalter der Karlsbande, gepaart mit einigen Schwenkern der Kerkrader. Auch die Zaunfahnen der Limburger fanden ihren Platz am Zaun. Im zweiten Durchgang flachte die Stimmung ab, man kann es wohl kaum einen verübeln. Die Frankfurter hatten einen soliden Auftritt, eine gute Pyroshow beim ersten Tor und auch eine nette Schalparade. Sie sind in Aachen aufgestiegen, da ist klar, dass sie ordentlich feiern. An ihre glorreichen Tage im Stadion kommen sie allerdings nicht mehr dran, wobei sie natürlich immer noch spitze bleiben.

Nach Abpfiff des Spiels stürmten dann die Frankfurter den Platz, um ihren Aufstieg zu feiern. Auf Aachener Seite gab es aber andere Probleme, und zwar mit unseren geliebten Wachmännern. Diese packten ihre Pfeffermühlen aus und gaben ein Pfefferspray Konzert der feinsten Sorte. Die Wut gegen die Bullen stieg von Minute zu Minute, diese sprühten feucht fröhlich durch den Zaun auf rein pöbelnde Fans, von denen keine Gewalt ausging. Immerhin gab es auf Seiten der Polizei auch einen Fehrletzten. Auch außerhalb des Stadions konnte man noch ein paar Frankfurter verabschieden, spielte aber überwiegend mit den Grünen.

Black Yellow Army – Roda & der TSV

Karlsbande Ultras am 26.4.12 um 13:12 Uhr

 
MSV Duisburg - Alemannia Aachen 2:0 22.04.12

Die englische Woche endete mit einem Samstagsspiel beim MSV Duisburg, aus diesem Anlass fand sich ein ansehnlicher Haufen bereits in den frühen Morgenstunden am Aachener Hauptbahnhof ein, um unsere Mannschaft gemeinsam mit uns im Abstiegskampf zu unterstützen. Erfreulicherweise erfuhr man bereits ein paar Tage vorher, dass der Gästeblock im Stehplatzbereich restlos ausverkauft war. Ein guter Anfang, aber wieso nicht immer so? Der Gästeblock legte am heutigen Tage gut los und so konnte man zum Einlaufen der Mannschaften eine Pyroshow betrachten, die die Stimmung weiter anheizte. Zudem wurden dabei auch einige Zaunfahnen gehisst, die trotz Verbot den Weg in den Block fanden. Sehr gut!

Es ging um einiges, mit einem Sieg würde man Rostock überholen und dem Relegationsplatz ein Stück näher kommen, bzw. diesen schon an diesem Spieltag belegen. Das merkte man auf den Rängen, leider aber zu Beginn noch nicht auf dem Platz. Die erste Halbzeit war nur durch wenige Chancen geprägt, wobei besonders in der Anfangsphase die höheren Spielanteile beim Meiderichen Spielverein lagen. Das Spiel fand aber weitestgehend im Mittelfeld statt, sodass beide Truppen höchstens durch Schüsse aus der Ferne auf sich aufmerksam machten. Glück hatte – man glaubt es kaum – unsere Elf dann doch noch vor Halbzeitpause, als Feisthammel den Ball unglücklich ins eigene Tor von Schlussmann Waterman beförderte und Schiedsrichter Wolfgang Stark zu unseren Gunsten auf Abseits entschied. Auch im zweiten Durchgang gab es für die 2.500 angereisten Aachener Anhänger keinen Grund zur Entspannung und erst recht nicht zur Freude. Die Blau-Weißen knüpften mit einem hohen Tempo an und wären in der 55. Minute beinahe durch Jürgen Gjasula in Führung gegangen, hätte unser Schlussmann nicht mit Bravour pariert. Unfassbar, wie das Spielgeschehen nun an Schnelligkeit zunahm... Odonkor hatte plötzlich nach einem Fehler der Duisburger Defensive eine 100%-ige Torchance, doch traf leider nur den Duisburger Torhüter und auch der Nachschuss vom zuletzt so erfolgreichen Torschützen Stiepermann konnte nicht den Weg ins Eckige finden. Zu allem Überfluss „verschwendete“ Odonkor eine weitere Großchance, erneut vom sicheren Torhüter der Meidericher gestoppt. Es kam, wie es kommen musste … Nutzt du deine eigenen Chancen nicht, wirst du im Profifußball postwendend bestraft und so schoss Brosinski aus kurzer Distanz zur 1:0 Führung gegen den frisch eingewechselten Krumpen ab, der für den verletzten Waterman einsprang. Auch die Einwechslung Benni Auers konnte an diesem Rückschlag nichts mehr ändern, ganz im Gegenteil: Der beste Mann auf dem Platz Exslager bediente Gjasula, der abgeklärt zum 2:0 Endstand einlochte.

Auf den Rängen wusste der Aachener Gästeanhang heute zu überzeugen. Schön, dass in diesen schweren Zeiten alle Alemannen an einem Strang ziehen und die Mannschaft lautstark unterstützt wird. Es gab einige Highlights, laute Schlachtrufe, aber auch ein paar melodische Lieder, die von einem Großteil getragen wurden, sowie einige nett anzusehenden Hüpfeinlagen prägten das Spiel. Nach dem 2:0 Rückstand wurde es zwar leiser im Block, dennoch brachte man mit einem 'You'll never walk alone' die Situation auf den Punkt. Über die lächerlichen Zoogestalten aus Meiderich lässt sich nicht viel sagen. Vom Support her bekam man bis zur Führung absolut gar nichts auf die Ohren und auch optisch machten diese nur einen sehr mickrigen Eindruck. Ab der 2:0 Führung wurde es dann etwas lauter, aber beeindrucken konnte uns dieser Auftritt sicherlich in keinster Weise. Irgendwelche Pöbeleinlagen bezüglich 3. Liga gab es dann auch noch zu vernehmen, die eher beschmunzelt wurden, da es bis vor kurzem sportlich ähnlich schlecht um den MSV aus Duisburg aussah. Schade, dass sie nicht den Weg in die dritte Liga gefunden haben, denn ansonsten hätte sich eventuell die Möglichkeit geboten, den hässlichsten Zoo Deutschlands zu gründen, gemeinsam mit den bekannten RWO Affen.

Nun heißt es, gegen die so gut wie aufgestiegene Frankfurter Eintracht nochmal alles zu geben. Die wichtigsten Spiele stehen uns noch bevor, denn glücklicherweise konnten auch Rostock und Karlsruhe nicht punkten und der Abstiegskampf bleibt weiter offen und wird seinen Höhepunkt erst beim Endspiel gegen den direkten Konkurrenten KSC finden!

ALLE GEMEINSAM GEGEN DEN ABSTIEG! SCHEISS SGE, SCHEISS KSC!

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - VFL Bochum 2:0 16.04.12

Am 30. Spieltag der Saison gastierte, an einem aus Fansicht sehr ungünstigen Mittwochabend, der Tabellenzehnte aus Bochum im neuen Stadion. Entgegen aller Vermutungen gibt es auch in der Ultraszene Menschen, die arbeiten müssen. So wurde die Spieltagsvorbereitung von einigen wenigen durchgeführt. Kurz vor dem Abmarsch zum Stadion stießen noch ein einige Arbeiter dazu. Am Stadion wurden unsere Freunde mit SV verabschiedet und für den Rest ging es hinein. GEGEN ALLE STADIONVERBOTE! Im Stadion wurde alles für die heutige Gala vorbereitet und 20 min vor Kickoff ging die Musik wieder aus, damit man sich ordentlich warm singen konnte. Schöne Aktion von unserer Alemannia. Nach unserem schönen Intro aus Doppelhaltern, Schwenkern und dem ein oder anderen Material aus Bochum konnte das so wichtige Spiel beginnen.

Die Anfangsphase verhieß noch nichts Gutes, da Aachen nur hinten drin stand und lediglich durch Standards ein wenig Gefahr ausüben konnte. Nach 20 Minuten drehte Aachen dann plötzlich auf und erhöhte den Druck. Innerhalb von 3 Minuten traff Demai zweimal die Latte nach einem Freistoß. In der 26. Minute schickte Uludag Odonkor lang und dieser vollendete mit einem traumhaften Schlenzer in den Winkel. Das Stadion explodierte förmlich. Nach dem Tor wurde der Druck noch weiter erhöht und Stiepermann, in Ingolstadt noch Doppeltorschütze, hatte zwei gute Chancen kurz hintereinander. In der 39. Minute war es Albert Streit, der nach einer Hereingabe von Odonkor, das 2 zu 0 erzielte. Wieder ein riesen Jubel. Danach ging es in die verdiente Pause. In der zweiten Hälfte das gleiche Bild. Aachen drückt nach vorne und Bochum kann sich nur mit Fouls helfen. Stiepermann setzte einen von vielen Freistößen an die Latte. Das dritte Mal rettet für Bochum das Aluminium. Danach passierte nicht mehr viel. Aachen spielte den Sieg souverän nach Hause. Endlich wieder ein wichtiger Sieg, der dabei hilft, an der Konkurrenz dran zu bleiben. Leider gewannen auch Rostock und der KSC, so dass die Tabellensituation unverändert bleibt. Alles sehr eng.

Auf den Rängen war es doch voller als erwartet. Über 17.000 Zuschauer an einem Mittwochabend können sich doch sehen lassen. Von diesen 17.000 versuchten 300 unentwegte die ganze Zeit die Bude zu rocken. Dies gelang aufgrund des Spielverlaufs auch recht häufig. So kann man sagen, dass es teilweise brachial laut wurde als der Rest des Stadions mitsang. Auf der anderen Seite ein ziemlich trauriges Bild. Im Gästeblock weniger Bochumer als letzte Woche Dresdener. Die anwesenden Bochumer fielen während des Spiels kaum auf. Ein, zwei Mal war ein "Wir haben die Schnauze voll" zu vernehmen. Das war es auch schon. 10 Minuten vor Ende der Partie wurden alle Fahnen abgehangen und der Gästeblock leerte sich zügig.

Karlsbande Ultras

 
FC Ingolstadt - Alemannia Aachen 3:3 12.04.12

Nachdem man in den Vorwochen wichtige vorentscheidende Spiele gegen Frankfurt und Dresden verlor, hieß der nächste Gegner, in Teil drei der Mission Existenzkampf, also FC Ingolstadt. Mit der Beurlaubung von Friedhelm Funkel und dem neuen Trainer Ralph Aussem und der damit einhergehenden eintretenden Signalwirkung machten wir uns mit der Hoffnung, einen sehr wichtigen Dreier einzufahren, mit zwei Bussen in den frühen Morgenstunden auf in Richtung Süden, nachdem man sich am Vorabend bereits traf.

Die Hinfahrt dorthin verging wieder einmal bei feuchter Fröhlichkeit recht zügig, sodass man den Gästeblock nach kleinlichen Kontrollen betrat und den Zaun nett beflaggte. Zugegen waren ca. 700 Aachener, gegenüber 5.200 „Heim-Kunden“. Erstere ließen sich von den eben erwähnten Eingangskontrollen nicht beeindrucken und hauten die ein oder andere Pyrotechnik raus und symbolisierten damit, trotz anhaltender Krise, ihre Zuneigung zum Verein aus Bad Aachen. Dazu gab es noch einige Schwenker, insgesamt also ein nettes Intro im ziemlich gefüllten Gästebereich.

Die Mannschaft kämpfte derweil in Halbzeit eins mit einer auf drei Positionen, alle im Sturm, veränderten Anfangs-Elf und einer besseren Spielweise als zuvor gegen einen eigentlich in der gesamten ersten Hälfte durchweg schlechteren Gegner, sodass man völlig zurecht und zur großen Freude des lauteren Anhangs durch Stiepermann endlich nochmal in Front lag (13 Min.). Ein wenig später schoss der Ingolstädter Schäfer ins Aachener Gehäuse, wobei wir in dieser Szene Glück hatten, dass Schiedsrichter Fischer das Tor zu Unrecht aberkannte. Leider Gottes waren es dann ein Öcher Spieler, der den Ball letztendlich ins eigene Tor beförderte (Stiepermann, 42). Doch unsere Truppe gab sich nicht geschlagen und sorgte durch Olajengbesi mit einem Kopfball quasi mit dem Pausenpfiff erneut für die Führung, die wieder Hoffnung auf den ersehnten Dreier machte. Halbzeit, d.h. Luft holen im Gästesektor, wie in der Kabine!

In der zweiten Hälfte spielten unsere Mannen weiterhin für ihre Verhältnisse ganz gut und sorgten doch tatsächlich für das normalerweise vorentscheidende drei zu eins. Wiederholt tauchte somit der solide spielende Stiepermann im Spielbericht des Schiris als Schütze auf (53). Doch wer unsere Alemannia kennt, weiß, dass vor allem in dieser Saison viele Spiele gegen Ende hin spannender werden, als uns als betroffene Fans lieb ist. Doch Alemannia hielt sich tapfer und fand gegen die bayrischen Chancen zunächst immer noch das passende Mittel. Doch der an diesem Tage schlechte Spielleiter entschied zum Leidwesen aller AC´ler in der 76. Minute klar zu Unrecht auf Elfmeter für Ingolstadt, der von Leitl getreten wurde. Der Ball fand dadurch also den Weg ins Netz, nachdem Watermann FAST sogar noch entscheidend abfälschen konnte (77). Das große Bangen ging los! Radu verpasste noch kurz vor Schluss eine Großchance, die Ingolstädter kamen nochmal vors Aachner Tor und….drin! 3:3 Unentschieden. Wieder mal ´ne Führung verschenkt! In Worte lässt sich so etwas nicht fassen. Die letzte Aufopferung ging an Radu, der allerdings dennoch das Tor verpasste, sodass man eine weiter gefühlte Niederlage kassierte. Denn ein Unentschieden hilft uns in der aktuellen Lage nicht weiter. Bitter!

Letztendlich reichte die gute Unterstützung unserer Gruppe und der restlichen Alemannia-Fans an diesem Spieltag scheinbar nicht aus, um die drei Punkte in die Kaiserstadt zu entführen. Immerhin vernahmen wir so kaum bis eigentlich gar nicht den jämmerlichen Heimanhang, der es nicht wert ist hier weiter erwähnt zu werden. Nach dem Spiel verweilten wir noch ein wenig im Block, damit jeder für sich diesen weiteren Rückschlag auf seine Weise verarbeiten konnte. Man will sich kaum ausmalen, was bei einem Abstieg droht. Verständlicherweise ruhig ging es in den ersten paar Stündchen auf der Heimfahrt zu, doch nach ´ner gewissen Zeit kam dann doch irgendwie Schwung in die Bude. Die einen tranken, die anderen sangen, wiederrum andere fanden ihren Spaß bei einer außergewöhnlicheren Variante des Tanzes. Und sind es nicht auch solche Momente, die den Fußball ausmachen?! Wir bleiben in jedem Falle bis zum bitteren Ende dabei, egal ob Liga zwei, drei oder sonst wo. Und noch ist die letzte Schlacht nicht geschlagen! Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Und Immer dran denken: Aber eins, aber eins…!!!

Karlsbande Ultras

 
Alemannia und seine tollen Aktionen, oder wie verarsche ich die treuen Fans! 04.04.12

Nicht nur sportlich dürfen wir uns über die grandiosen Leistungen des ATSV freuen, auch in Sachen Fanarbeit beweist die Alemannia mal wieder, dass sie keineswegs zweitligatauglich ist. Als Teil der kleinen, überschaubaren Szene der Alemannia hat man es schon fast akzeptiert, dass man vom Verein keinerlei Unterstützung bekommt und man komplett auf sich selbst gestellt ist. An sich wollen wir ja gar nicht klagen, man kommt gut klar, ist komplett eigenständig und unabhängig, dies ist ein Stück Freiheit, die man sich auch nicht mehr nehmen lässt. Urplötzlich verspürt die Alemannia aber auf einmal das Bedürfnis, ihre Fans zu unterstützen, was prinzipiell auch erst mal gut und richtig ist, man sollte dabei nur beachten, sich dadurch nicht bei anderen Teilen der Fans unbeliebt zu machen. Voller Stolz kann man behaupten, eine beachtliche Summe an Dauerkarten verkauft zu haben. Viele Aachener zeigen dadurch nicht nur ihre Verbundenheit zum ATSV, sondern man erhascht natürlich auch einen gewissen Rabatt, vollkommen zu Recht, man zahlt ja auch im Voraus für alle Spiele. Diese Saison blieben die erwarteten Zuschauer leider unter dem Schnitt und der Verein versuchte, mehr Leute ins Stadion zu bekommen und startete eine Aktion nach der anderen, Freikarten oder vergünstigte Tickets wurden an den Mann gebracht. Je nach Block hat am Ende derjenige, der sich keine Dauerkarte geholt hat, weniger bezahlt als ein Dauerkarteninhaber. Da die Spiele auch niemals ausverkauft sind, fragt sich der Dauerkartenkunde nun berechtigterweise, wofür er seine Dauerkarte überhaupt holt. Rein finanziell ist das Saisonticket Blödsinn, da zählt halt nur noch der ideelle Wert, oder die Faulheit zum Fanshop zu gehen. Entsprechend wird die Zahl der verkauften Dauerkarten kommende Saison stark sinken. Hätte man nicht einfach den treuen Fans mit Dauerkarte auch irgendwie entgegen kommen können? Oder interessieren die nicht, die Idioten haben ja schon ihre Karte bezahlt?

Diese Problematik ist jetzt natürlich nichts neues, sollte aber in diesem Zusammenhang erwähnt werden. Hinters Licht führen wollte der Verein die Fans anscheinend auch mit der Ticketaktion gegen Dresden (5.000 Tickets für 10 Euro), wofür angeblich die Mannschaft aufkommen sollte. Bei einem Gespräch mit dieser wurde das Thema angeschnitten und man war doch sehr verwundert von der Ahnungslosigkeit der Spieler, denn sie wussten von der Aktion anscheinend noch nichts. Das ganze gab es zu dem Zeitpunkt sogar schon online auf der Alemannia Webseite zu lesen. Paradox. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat aber eine Aktion aus der jüngsten Vergangenheit. Für die finalen Auswärtsspiele der Saison werden von Sponsoren der Alemannia Busse subventioniert, so dass man quasi kostenneutral anreisen kann. Vorweg, dies ist in unseren Augen eine gute Aktion, die wir jetzt nicht in der Luft zerreißen wollen. Gerade die nicht so reisfreudige Aachener Anhängerschaft braucht in den entscheidenden Spielen jede Stimme. Auch hier ist es aber wieder mehr als traurig, dass die treue Fanszene mal wieder außen vor gelassen wird. Gerade wir, als Ultras, unterstützen unser Team überall auf der Welt und zu jeder Zeit, weil wir sie lieben, und nicht, weil irgendwelche Sponsoren uns irgendetwas bezahlen. Wir wollen auch gar nichts geschenkt haben. Dennoch sind wir an die Alemannia getreten mit der Idee, unseren 2 Bussen die Eintrittskarten zu finanzieren, was wesentlich billiger ist, als einen Bus zu bezahlen. Dabei wollen wir nicht einmal umsonst ins Stadion, sondern hätten die Tickets selber bezahlt und die ca. 1.000 Euro für einen guten Zweck gespendet. Somit wären alle zufrieden und die Alemannia hätte auch nicht ihre treuesten Anhänger ignoriert. Die Antwort könnt ihr euch vermutlich denken, sonst würdet ihr diesen Text hier nicht lesen. Das Geld der Sponsoren wäre damit nicht zweckgebunden, es sei da, um möglichst viele Fans der Alemannia auswärts in den Block zu bekommen, da wir sowieso fahren, sind wir schon mal gar nicht die Zielgruppe. Hinzu kommt, dass wenn wir das Geld spenden würden, es ja für einen Zweck ausgegeben wird, wofür es nicht vorgesehen ist. Arme Alemannia, so etwas ist amateurhaft, nicht zweitligatauglich!

 
Alemannia Aachen - SG Dynamo Dresden 0:1 02.04.12

Wie so oft in dieser Saison durften unsere Kicker an einem Freitag spielen. Zu diesem wichtigen Spiel kamen ganze 18.500 Fans. Möglich gemacht hat diese stolze Anzahl an Fans eine der zahlreichen Kampagnen von Alemannia Aachen. So konnten sich 5.000 Leute zum Preis von 10 Euro das Spiel ansehen. Schade nur, dass solche Kampagnen auf den Rücken der treuen Dauerkartenbesitzer ausgetragen werden.

Doch jammern nützt nichts und so traf sich die Gruppe im Szenetreff und vertrieb die restliche Zeit mit allerlei Schabernack und leckerem Essen. Als sich die Gruppe Richtung Stadion aufmachte, entdeckte man noch eine Hand voll Dynamo Gestalten, welche partout nicht gehen wollten. Genervt von dem Gesocks durften die Ossis noch Aachener Erde fressen, selber schuld.

Zum Spiel muss man nicht allzu viele Worte verlieren. Man merkte der Mannschaft im Alemannia Dress zwar Kampf und Leidenschaft an und diese konnte durchaus Druck nach vorne entwickeln und des Öfteren auch spielerisch das Heft in die Hand nehmen, aber es fehlt einfach die Durchschlagskraft im Offensivbereich. Daraus resultierend gab es demnach kaum zu verzeichnende Torchancen, auch weil es den meisten Spielern an Mut fehlt einfach mal aus der Distanz zu schießen. Wie es gehen soll, zeigte Dynamo auf dem Platz und so köpfte Dedic in der 59. Spielminute zum 0:1 Endstand. Es bleibt nur zu hoffen, dass der vollzogene Trainerwechsel der Mannschaft, beziehungsweise dem Punktekonto der Alemannia zu Gute kommt.

Erfreulicher hingegen war das Resultat auf den Rängen. Der Verein verzichtete zu diesem Match auf die Musik vor dem Spiel und so hatten die Fans auf den Rängen die Gelegenheit, wie in alten Zeiten, sich einzusingen. Das Ergebnis war auch dementsprechend positiv, denn man schaffte es während des Warmlaufens die Mannschaft lautstark bei heimischen Liedern und Schlachtrufen angemessen auf das Spiel heiß zu machen. Auf unserer Seite wurde bis auf eine Schwenkfahne komplett auf das Material und eine Choreo verzichtet, so wollten doch alle den Schwerpunkt ausdrücklich auf die lautstarke Unterstützung der Mannschaft legen. Dies gelang auch besonders gut zu Beginn der Partie. Lediglich in der zweiten Halbzeit flachte die Stimmung wegen dem unzufriedenen Spielverlauf mehr und mehr ab. Bei solch einem Spiel zeigt sich wieder einmal, welch ein Potential stimmungstechnisch im neuen Stadion steckt, leider wird dieses viel zu wenig freigesetzt. Einziger negative Aspekt sind hierbei ein paar Dynamo Fans, die sich aus unerklärlichen Gründen im Block vertan haben. Das Einzige, was die diebischen Elstern jedoch bekommen haben, war eine Hand voll Ohrlaschen inklusive Rauswurf aus dem Stadion. Die anderen, nicht so orientierungslosen, Gästefans schmückten ihren Zaun ihrem Ruf entsprechend sehr ansehnlich! Jedoch hatte man sich in Bezug auf die Lautstärke ein wenig mehr von dem Dynamo Anhang erhofft.

Nun heißt es den letzten Funken Hoffnung zu wahren und mit allerlei Entschlossenheit die 3 Punkte in Ingolstadt einzusacken.

Alemannia Aachen wird nicht untergehen!

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: MSV Duisburg 29.03.12

 
Jahreshauptversammlung 28.03.12

Nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Dezember letzten Jahres wird es bereits in diesem Monat am Donnerstag, den 29.3.12, wieder eine reguläre Jahreshauptversammlung geben. Beginnen wird diese um 19.00 Uhr im Europasaal des Aachener Eurogresses.

Auf der Tagesordnung stehen vordergründig Neu-Wahlen zum Präsidium sowie Nachwahlen für den Ehrenrat.

Es werden also zentrale Vereinsämter gewählt, die wie eigentlich jedes vereinspolitische Amt nur an verantwortungsbewusste, engagierte und vor allem vertrauenswürdige Personen vergeben werden dürfen, die nur dem Wohle des gesamten Vereins dienen sollen und wollen. Vollkommen zurecht wurde in Folge dessen, dass die Mehrheit der Vereinsmitglieder genau diese Werte seit geraumer Zeit bei bestimmten Teilen der offiziellen Riege vermisst, auf der letzten JHV daraufhin ein neues Organ, der Wahlausschuss, ins Leben gerufen, der unter anderem ein prüfendes Gremium ist mit besonderem Augenmerk darauf, ob Nominierte den Grundanforderungen der Vereinssatzung entsprechen. Ob der Wahlausschuss allerdings beim aktuellen Kandidaten für das Amt des Schatzmeisters O. Laven vernünftig gearbeitet hat, bleibt mehr als fraglich, nicht nur aufgrund der Tatsache, dass er sich als Heinsberg-Ostler outet, was alleine für sich unsererseits nicht hinnehmbar ist. Aber auch die anderen restlichen paar Vorstands-Kandidaten bekleckerten sich auf der ein oder anderen Info-Veranstaltung nicht mit Ruhm und entsprechen bei weitem nicht den Idealvorstellungen von einem Vorstand.

Von daher rufen wir dazu auf, jede Kandidatur zu hinterfragen, zur JHV zu gehen und auf dieser vom Stimmrecht Gebrauch zu machen, um eventuell nachher entstehende Konflikten und Probleme im Vorhinein den Garaus zu machen und zum Wohle der Alemannia zu entscheiden.

Was? Jahreshauptversammlung
Wo? Eurogress (Europasaal)
Wann? 19.00 Uhr Beginn
Wer? Vereinsmitglieder ab 16 Jahre sind stimmberechtigt

 
FSV Frankfurt - Alemannia Aachen 2:1 28.03.12

Ein außerordentlich sonniger Freitagnachmittag, kühle Getränke und unterwegs mit seinen Freunden, die wohl besten Voraussetzungen für einen perfekten Fußballtag. Die Anstoßzeit war natürlich mal wieder das leidige Thema, was dafür sorgte, dass ein Teil der Gruppe mit Bullis Richtung Frankfurt fahren musste. Womit auch das Ziel der restlichen Gruppe bereits genannt ist, unser Ziel sollte heute 3 Punkte gegen FSV Frankfurt sein, ein Spiel das wohl den ersten großen richtungsweisenden Faktor in Sachen Abstiegskampf darstellte, denn mit den Frankfurtern spielte man gegen den direkten Tabellennachbarn, dem man bis auf einen Zähler wieder nachziehen konnte. Als man in Frankfurt ankam wurden die Jungs aus den Bussen, sowie viele weitere Alemannen, die in den Fanbussen dazu stießen, erwartet und herzlich begrüßt. Mit flammenden Reden wurde jedem von uns noch einmal klar zu Gemüte geführt, worum es hier geht, was der Stimmung noch einmal einen gewissen Aufschub verleihen sollte. Konnte man zuvor noch neue Alemannen begrüßen, so musste man andere leider zurücklassen. Diese wurden aber netterweise im Vorfeld von der Senseless Crew eingeladen, das Spiel gemeinsam auf einem Berg zu verfolgen. An dieser Stelle noch mal ein dickes Danke Jungs! Im Stadion selbst schlug man schnell das Lager auf, welches sich durch den ganzen Block erstreckte und die ganze Szene zusammenschweißte und enger zusammenrücken ließ. Der komplette Block wurde mit massig Zaunfahnen aus der ganzen Aachener Szene beflaggt, was ein gutes Bild ergab. Dann war es so weit, das "6 Punkte Spiel" begann und die Jungs sollten unter dem Motto "Mission Existenzkampf" einen extra Motivationsschub bekommen. Doch leider blieb der erwünschte Effekt aus und die Mannschaft geriet abermals nach 7 Minuten früh in Rückstand. Keiner wollte wirklich wahrhaben, was sich hier grade abspielte, so dass man die Mannschaft jetzt noch mehr forderte. Mit mehr Glück als Verstand schaffte der Ball es dann auch ins gegnerische Tor, womit die Karten wieder neu gemischt wurden. Es schien als hatten die Jungs Blut geleckt und ein Hauch von Hoffnung machte sich breit, jedoch konnte man nicht nachlegen, so dass man mit einem wohl gerechten Remis in die Halbzeitpause ging. Nach dieser wurde man dann wieder aus allen Wolken gerissen, da die Frankfurter Offensive konsequent die Fehler der Aachener Defensive nutze und zur erneuten Führung aufstockte. Der erwünschte Gegenwind blieb diesmal jedoch aus, was zur Folge hatte, dass Frankfurt das Spiel über weite Strecken nach Belieben gestalten konnte. Als man dann noch die Chance zum Ausgleich bekam, wurde diese kläglich vergeben. Erneut stand man mit leeren Händen da, was man der Mannschaft nach Spielende auch deutlich zu verstehen gab, welche aber kaum Interesse daran hatte auf die Kritik der Fans einzugehen, man zog es lieber vor den Gang in die Kabine wahrzunehmen. Die Gesichter der Leute im Block zeigten wohl alle negativen Facetten, die man einem Gesichtsausdruck zu ordnen würde, aber gerade das Verhalten der Spieler sorgte für Wut und Unverständnis. Man wollte eine Erklärung, was einen Teil der Szene dazu veranlasste den Mannschaftsbus aufzusuchen, um eine plausible Erklärung zu bekommen, für das, was diese Spieler für eine Leistung geboten hatten. Nach langem Hin und Her erfuhr man dann jedoch, dass die Mannschaft die Heimreise über einen anderen Weg gewählt hatte, um der Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Wir hatten zwischenzeitlich den letzten Zug verpasst, was dafür sorgte, dass wir mit einigen Zwischenstationen erst um 8 Uhr morgens Aachen erreichten. So muss man also zusehen, wie die Existenz unserer Liebe von einigen armseligen Söldnern zerstört wird. Alemannia, wo gehst du hin? Wenn wir die Relegation am Ende der Saison erreicht haben, hat diese Mannschaft schon mehr erreicht als man ihr nach momentanem Auftreten zu trauen kann! Was am Ende übrig bleibt, sind wir, diejenigen die treu bleiben, egal was kommt.

MISSION EXISTENZKAMPF!

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - FC Union Berlin 1:3 19.03.12

Es ist Freitag und an diesem Tag sollte der KarlsBUnker, welcher demnächst als Szenetreff dient, inoffiziell von der Gruppe und ein paar einzelnen Leuten aus dem Umfeld eingeweiht werden. Dazu hat die Gruppe keine Kosten und Mühen gescheut, um so der Szene und allen Alemannia Fans wieder einen schnieken Anlaufpunkt in der Nähe des Stadions zu bieten. Der neue Treff wurde gut besucht und gespannt sieht man der offiziellen Eröffnung beim Heimspiel gegen Dynamo Dresden entgegen. Habt also keine Scheu, uns nach dem Spiel zu folgen und den Tag bei dem einen oder anderen Getränk unter Fußballfreunden ausklingen zu lassen.

Nun aber zum Spiel. Knapp über 15.000 Zuschauer trauten sich nach den Debakeln der letzten Wochen ins neue Stadion. Was sie zu sehen bekamen, konnte nicht unterschiedlicher sein. So spielten unsere Alemannen in der ersten Halbzeit tapfer nach vorne und erarbeiteten sich einige gute Torchancen, die leider wieder alle ungenutzt blieben. Die Unsicherheit rund um die neu formierte Innenverteidigung in Form von Casper und Stehle nutzten die Eisernen aus Köpenick in der 23. Minute mit ihrer ersten richtigen Torchance auch gleich aus. Ein Dankeschön gilt auch dem Union Keeper Glinker, denn mit seiner Hilfe fand der von Achenbach geflankte Ball doch noch den Weg ins Tor. Naja aber wie sollte es anders sein, verteilte unsere Abwehr wieder einmal mehr ein Geschenk und so konnten die Berliner in der 41. Minute den Führungstreffer markieren. War die erste Halbzeit also noch spielerisch und kämpferisch top, war die zweite Halbzeit kaum zu ertragen. Ganze 30 Sekunden nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit netzten die Eisernen zum 3:1 Endstand ein. Die Mannschaft hatte völlig den Faden verloren und so plätscherte das Spiel leider vor sich hin.

Nun aber zu dem Treiben auf den Rängen. 10 Minuten vor Spielanfang zeigte unsere Gruppe, die Karlsbande Ultras, ein Spruchband mit den Worten "Den Nazis und der Antifa keine Plattform bieten!!! Nur der TSV". Dieses Spruchband sollte selbstredend sein. Das nächste Spruchband richtete sich an ein Gruppenmitglied, welches aus gesundheitlichen Gründen leider nicht dabei sein konnte. Bald bist du, hoffentlich gesund, wieder unter uns, Daniel! Das letzte Spruchband zierte die Wörter "3,5 Jahre nix getan - nix erreicht, Fanprojekt-AC neu besetzen". Hoffentlich reagieren bald die Verantwortlichen auf die miserable Lage beim Fanprojekt, damit endlich mal eine kompetente und anerkannte Person die Interessen aller zu betreuenden Personen vertritt. Auch zu diesem Heimspiel schmückte unseren Bereich eine kleine Choreo. So wurde der komplette Sektor mit schwarz-weiß-gelben Folienschals geschmückt. Verstärkt wurde dieses Bild noch durch den großen Folienschal vor unserem Sektor. Stimmungstechnisch wusste die erste Halbzeit durchaus öfters zu überzeugen und so konnte man das ein oder andere Mal einige Leute im Stadion mitreißen. Die zweite Hälfte passte sich stimmungsmäßig dem Spielgeschehen an. Erfreulich zu sehen war die Zahl der Auswärtsfahrer aus Köpenick, so musste man an einem Freitag 600 Kilometer zurücklegen. Auch die Zaunbeflaggung wusste durchaus zu gefallen und hinterließ einen guten Eindruck. Den Auswärtsmob rund um das Wuhlesyndikat konnte man zwar akustisch kaum vernehmen, jedoch war eine hohe Mitmachquote und einiges an Bewegung zu erkennen.

Freitag geht es gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten, da ist es ein Muss, die 3 Punkte einzufahren. Deshalb alle nach Frankfurt zum FSV. Alle für Aachen.

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: FSV Frankfurt 14.03.12

+++ ACHTUNG +++ ACHTUNG +++ ACHTUNG +++

Aufgrund von Gleisarbeiten zwischen Aachen und Stolberg ändert sich die Abfahrtszeit geringfügig. Der geplante Zug fährt leider nicht und wir sind gezwungen, etwas früher um 10:44 Uhr in Aachen abzufahren. Ab Stolberg fahren wir dann wieder mit dem bereits geplanten Zug weiter. Also für die Stolberger und Dürener ändert sich nichts!

Treffpunkt: 10 Uhr AC-HBF
Abfahrt: 10:44 Uhr Gleis 2

Der Rest bleibt gleich!!!! Also:

Stolberg: 11:27 Gleis 2
Düren: 11:45 Gleis 3

 
SpVgg Greuther Fürth - Alemannia Aachen 1:0 14.03.12

Bereits in den frühen Morgenstunden traf sich unsere Gruppe an diesem Freitagmorgen, an dem es in einem vollen Doppeldecker zur Spielverunreinigung nach Nürnberg gehen sollte. Die Hinfahrt zu den Grün-Weißen war wieder einmal recht amüsant und verging erneut wie im Fluge, sodass man ziemlich früh im Frankenland ankam. Und siehe da: an ein bis zwei Kreuzungen fielen die ersten paar lustigen Kinder mit ihren Dreirädern ja schon etwas auf! Also entschloss man sich aufgrund von ausreichendem Zeitpuffer zum Anstoß vorher noch in einer einheimischen Kneipe sich per Bier bei ein paar Runden Darts für den sportlichen Teil des Tages warm zu trinken, denn schließlich freute man sich schon auf das Spiel, das die DFL durch ihre Terminierung, leider wie so oft bei unseren weiten Touren in dieser Saison, auch diesmal wieder für den ein oder anderen zu Nichte machte.

Irgendwann bekamen wir mit der Wirtin dann doch Mitleid und gingen zum Stadion, wo man seine Ausgesperrten verabschiedete und die Eingangspforten passierte. Anschließend beflaggte man die Wellenbrecher des Blockes mit allerhand Zaunfahnen, musste dem ziemlich Nerv tötendem Stadionschreier lauschen und bereitete einen Leckerbissen nach unserem Motto Freundschaft und Zusammenhalt für unsere mitgereisten Stadionverbotler vor, die zum Anpfiff präsentierte wurde.

Das Spielgeschehen fing im Übrigen so an, wie die Mannschaft beim Heimspiel gegen Paderborn aufgehört hatte. Zwar ist der Gegner immerhin Tabellenführer, aber so was kann man über Kampfeswillen gerade in einer leistungstechnisch gesehen dicht besiedelten Liga wettmachen. Da dieser fehlte, brauchte man sich auch nicht zu wundern, wenn man zur Pause mit eins zu null hinten lag (Occean, 29te) und damit noch, dank unseres Torwarts Waterman, gut bedient war. Mit der Hoffnung, dass sich in Halbzeit zwei das Spiel zu unseren Gunsten wendete, wurde man jedoch eines besseren belehrt. Es gab weiterhin zu viele Fehler im Spielaufbau und die Durchschlagskraft ließ stark zu wünschen übrig. Dazu kam, dass man eigentlich zur 69ten Minute hätte mit aus unserer Sicht 0:2 hinten liegen können, doch ausnahmsweise war nicht unsere Mannschaft, sondern die des Gegners die, die vom Schiedsrichter enttäuscht wurde, weil ein klares Foul von Radu an Förster nicht geahndet wurde. Ansonsten hätte das Endergebnis womöglich doch ein wenig höher ausfallen können. Unterm Strich war kaum eine Steigerung in den Minuten 46 bis 90 zu spüren, sodass die Niederlage die logische Konsequenz war. So holt man eindeutig nicht die Punkte, um zweitklassig zu bleiben! Doch noch ist nichts entschieden!

Nach dem Kick begrüßten wir dann endlich wieder diejenigen, die draußen weilten und warteten noch ein wenig, bis die Schildkröten unseren Bus freie Fahrt gewährten. Von den Fürthern rund um Horidos 1000 hat man nicht viel gesehen oder gehört heute, im Stadion selber werden sie wohl auch, aufgrund ihrer optischen Stilmittel, nicht allzu viel gesehen haben. Sie versuchten lediglich mit etlichen Spruchbändern gegen Aachen auf sich aufmerksam zu machen, was aber die wenigsten interessierte. Der Aachener Anhang blieb heute vom Support her deutlich unter seinen Möglichkeiten. Lediglich das ein oder andere Mal konnte die Fürther Seite mit Sicherheit verstehen, was wir von ihnen halten, aber vor allem, wofür wir uns in erster Linie interessieren. In diesem Sinne: Forza TSV!!!

Die Rückfahrt verlief wieder einmal sehr abwechslungsreich. So waren die ersten Stunden verhältnismäßig noch von einer ruhigeren Phase geprägt, doch vor allem die hinteren Reihen schienen ziemlich gut aufgelegt zu sein, ehe im zweiten Teil bei einem Tombola-Gewinnspiel in jeder Niete ein Zaubertrank steckte und auch der letzte „Miesepeter“ seinen Spaß fand. Doch unterm Strich war die Fahrt eindeutig zu kurz!

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - SC Paderborn 0:3 07.03.12

Bevor das Spiel gegen den Retortenclub aus Paderborn losgehen konnte, sammelte sich unsere Gruppe ausnahmsweise notgedrungen noch mal ab 10 Uhr morgens, wie in alten Zeiten, an der Kreuzung zur Tanke, wo aber der ein oder andere auch wieder froh war, dann um ca. 12 Uhr zum neuen Stadion zu gehen, da man vom Treffpunkt aus die brachliegende Leere sieht, an der einst der einzig wahre Tivoli stand. In der neuen Spielstätte angekommen, hisste man wie üblich seine Zaunfahnen und bereitete alles für das zum Einlaufen anstehende Intro vor, das aus Schwenkern verschiedener Größen, sowie reichlich Bierfilzen und den gelben, nostalgischen ALEMANNIA AACHEN Papp-Buchstaben davor bestand - war natürlich nett anzusehen und eine schöne Einstimmung aufs Spiel selbst!

In diesem legte die Alemannia als Heimmannschaft gut los, schwächelte bis zum Pausenpfiff hin allerdings immer mehr. Dasselbe galt aber ebenfalls für die Gastmannschaft. Chancen gab es bis dato auf beiden Seiten zwar, allerdings keine, die zwingend zum Tor hätte führen müssen. Lediglich ein Lattenpraller seitens der Paderborner führte fast zum Rückstand für die Alemannia in der ersten Hälfte, was dann aber nach dem Seitenwechsel letztendlich auch geschah, nachdem Watermann einen Ball von Kara abgewehrt, jedoch gleichzeitig für den SCP´ler Tyler vorlegte und dieser abstauben konnte (54). Kurz darauf wurden wir nun schon zum dritten Male hintereinander in einem Liga-Spiel Zeugen eines unfähigen Schiedsrichters, der ein Foul im Sechzehner an Achenbach nicht pfiff und unserer Mannschaft erneut ein Elfmeter vorenthalten wurde. Leider gelang es unserer Mannschaft nicht eine entsprechende Reaktion auf das Gegentor zu zeigen, so dass der Sportclub zu seinem zweiten Tor des Tages kam, nachdem Tyler zum wiederholten Male einschieben konnte. Auf Aachener Seite fehlte es klar an Offensivqualitäten, um zumindest noch mal die Chance auf ein Unentschieden aufrecht zu erhalten. Hinzu kam, dass Albert Streit, der mit Gelb bereits vorbelastet war, zu Unrecht Gelb-Rot sah, sowie auch unser Abwehrrecke Olajengbesi nach einem scheinbaren Fußtritt an einem Gegenspieler des Platzes verwiesen wurde. So taten sich ab der 79ten Minute bei neun gegen elf größere Lücken für Paderborn auf und unsere Truppe tat ihr Übriges dazu bei, dass Paderborn vermehrt zu guten Chancen kam und gegen Ende der Partie sogar auf drei zu null erhöhen konnte (Alushi/89). Nach acht ungeschlagenen Spielen gab es nun also eine Niederlage und das in einer Situation, in der eigentlich jeder Punkt zählt und deswegen auch eine Serie von acht unbesiegten Begegnungen nicht als Ausrede herhalten darf. Es müssen endlich wieder Siege her!

Auf den Rängen war heute zumindest in unserem Sektor, bis verständlicherweise auf die letzten paar Minuten, eine Steigerung gegenüber den Spielen davor zu erkennen. Der Rest des Stadions, das muss man mittlerweile so feststellen, schweigt bis auf ein paar wenige Ausnahmen über die kompletten 90 Minuten. Beschämend! Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Jungs auf dem Rasen die Unterstützung gerade in der jetzigen Phase brauchen. Aus Richtung des Nordwalls war mehr zu vernehmen, als man erwartet hätte, was allerdings mitunter daran liegt, dass der Schrottclub Paderborn momentan einen für seine Verhältnisse historischen Überflug durchmacht und darum ,wie wir wissen, dann auch mehr Leute auswärts fahren und plötzlich, warum auch immer, Lust verspüren, zumindest etwas zu supporten. Bäume ausgerissen haben sie dennoch nicht!

Nach dem Spiel ging es dann noch mit Szeneteilen „in die Ponte“, wo man entweder was aß, trank und/oder sich auf einen partymäßigen Samstagabend entsprechend vorbereitete. Auf dass im bayrischen Nürnberg drei Punkte entführt werden!

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: FSV Frankfurt 02.03.12

 
Fortuna Düsseldorf - Alemannia Aachen 0:0 02.03.12

An diesem 23. Spieltag, der diesmal wirklich besten zweiten Liga aller Zeiten, ging es für die schlechteste Alemannia seit vielen Jahren zu der besten Fortuna seit langem nach Düsseldorf. An diesem verhassten Montagstermin versammelten sich gut 300 Personen um den normalen Regelzug in Richtung Düsseldorf zu besteigen. Nach der kürzesten Anreise in diesem Fußballjahr kam man pünktlich am Flughafen der Landeshauptstadt an. Nach einer Busfahrt zum Stadion, die fast so lange wie die Bahnfahrt dauerte, ging es direkt in den Gästeblock der Arena auf Schalke. Ach Quatsch. Ä-Sprit-Arena heißt das Ding, oder? Verblüffend diese Ähnlichkeit von Innen. Also schnell den unförmigen Gästeblock geschmückt und die kleine aber feine Choreo vorbereitet. Nachdem mittels Spruchband "Der Sieg ist das Ziel", hundert schwarz-gelben Karofahnen und etlichen schwarz-gelben Wurfrollen, das Ziel für heute ausgerufen wurde, konnte die Partie starten.

Beide Teams standen heute sehr kompakt und lauerten auf Konter. Es verwunderte niemanden, dass dies bei den Gastgebern in der ersten Halbzeit besser gelang. Aber Boy Watermann hielt seine Kiste sauber. Die eine oder andere Chance bot sich unserer Alemannia auch, aber sobald der Ball schnell gespielt wurde, war dieser auch schon wieder weg. Einen Elfmeter hätte es für uns noch geben können, aber der Schiri hatte darauf wohl nicht gewettet. Aber auf Abseits hatte er gewettet und pfiff Streit leider zu Recht zurück nach seinem Treffer. In der zweiten Hälfte das gleiche Bild. Aachen stand hinten drin und Düsseldorf vergibt vorne seine Chancen. Somit blieb es beim 0 zu 0 und ein Punkt war im Sack. Somit ist Aachen seit 8 Spielen ungeschlagen. Wenn jetzt noch der ein oder andere Sieg dazu kommen würde, wäre die Welt doch wieder in Ordnung.

Die Stimmung der 2.500 Schwarz-Gelben ließ doch stark zu wünschen übrig. Im unteren Bereich des Gästeblocks versuchten 300 Unentwegte den Rest des Anhangs mitzureißen. Dies gelang aber erst in der zweiten Hälfte häufiger. Als es am Ende spannend wurde, konnte man doch noch mal mit Lautstärke glänzen. Von der Gegenseite hat man ab und zu die bekannten Youtube-Klassiker gehört, das war es leider aber auch schon. Hätte man mehr von erwartet. Hinzu kommen noch unqualifizierte Spruchbänder von einer Szene, die anscheinend den totalen Durchblick in der Aachener Szene hat, scheint wohl etwas verspätet auch in der Modestadt zur Mode geworden zu sein. Das äußerst amüsante Gerücht der gemeinsamen Grillabende mit der Kameradschaft hat sogar Düsseldorf erreicht, oder hat da gar wer nachgeholfen? Den Höhepunkt des Düsseldorfer Dissens gab es dann vermutlich beim Präsentieren einer Aachener Fahne. Es ist immer bitter, die eigenen Farben im gegnerischen Block zu sehen, egal welchen Stellenwert die Fahne in der Szene hatte, keine Frage. Dieser Lappen der sogenannten Bad Boys, welche nicht bei der Karlsbande organisiert sind, wurde beim Testspiel gegen den 1. FC Köln entwendet, bei dem die Aachener Szene gar nicht anwesend war. Als Köln dies gemerkt hat, haben sie es einfach in den Rhein geworfen und in Düsseldorf hat’s einer aus’m Block 42 beim Pfandflaschen suchen rausgefischt. Nach dem Spiel empfing man dann noch die SV’ler, die bereits vor dem Eingang zum Stadion auf uns warteten. Gemeinsam ging es dann sehr zügig zurück in die Bahn, um die kurze Heimreise in die Kaiserstadt anzutreten.

Am kommenden Samstag geht es für unsere Alemannia zuhause gegen Paderborn, die aus dem fernen Ostwestpolen, anreisen. Hoffen wir darauf, dass die Serie hält und diesmal 3 Punkte auf der Haben-Seite stehen.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - Hansa Rostock 0:0 24.02.12

Was sich die DFL bei der Spieltags-Terminierung wieder einmal gedacht hat? Man weiß es nicht! So fand man sich trotz des Protests des Vereins also doch am Tulpensonntag im Sportpark Soers zum Aufeinandertreffen mit dem FC Hansa wieder, zum Leidwesen derer, die neben dem fußballerischen auch ein karnevalistisches Interesse besitzen. Nichts desto Trotz steht bei den meisten Alemannen der Fußball klar an erster Stelle, sodass diese auf ihre heimischen Umzüge verzichteten und zumindest ein Minusrekord auf den Rängen verhindert werden konnte. Bevor es allerdings so richtig losgehen konnte, bewiesen entsprechende Verantwortlichen passend zum bunten Treiben abseits des Stadion Humor und sorgten dafür, dass die Partie erst mit ziemlich genau 40-minütiger Verspätung angepfiffen wurde. Profis hin oder her… aber gerade die müssen doch mit den Verhältnissen klar kommen… das gehört zum Sport dazu.

Letztendlich rollte dann erfreulicherweise doch der Ball, wobei man ausnahmsweise zum Spiel selber eigentlich nicht viele Worte verlieren sollte, denn beide Teams spielten recht schwach und vergeigten hier und da eine Torchance. Dabei sollte man allerdings eine Szene hervorheben, die eventuell Spiel entscheidend war. So sahen alle der 14.178 Zuschauer in der 41ten Minute, wie Benjamin Auer vom Rostocker Torwart Müller unsanft zu Fall gebracht und ein klarer Elfer durch den „Unparteiischen“ Markus Wingenbach, der definitiv auch sonst keinen guten Tag erwischte, nicht gegeben wurde. Vielleicht durfte er es nicht sehen?! Wie dem auch sei… So blieb es nach 90 Minuten ohne Verlängerung leider bei einem torlosen Remis. Drei Punkte wären gerade gegen die Hanseaten sehr wichtig gewesen.

Zum Intro wurden einige kleine Schwenker in unserem Bereich eingesetzt. Stimmungstechnisch wurden auf den Tribünen ganz und gar keine Bäume ausgerissen. Wie des Öfteren mittlerweile zeigten nur wenige Öcher echte Emotionen und versuchen die Mannschaft zu pushen, lediglich die Schlusssekunden wurden mit einigen Dezibel gefüllt. Warum nicht immer so?! Die Rostocker haben momentan ihre Aktivitäten im Stadion aufgrund von Repressionen und massenhaft Stadionverboten größtenteils eingestellt. Wir hoffen, dass sich die Szene in Rostock, genau wie alle weiteren Szenen in ganz Deutschland, nicht unterkriegen lässt und sich nicht von diesem steinigen Weg abbringen lässt.

Unterm Strich war der heutige Tag beschämend für die ganze Aachener Szene, es klappte nix und der Karneval darf da bestimmt keine Ausrede sein, doch leider waren die Prioritäten bei vielen falsch gewichtet. Dies darf und wird so nie mehr vorkommen!

Im nächsten Spiel tritt man beim alten Rivalen Fortuna Düsseldorf an, bei dem man hoffentlich wieder einen Sieg und den damit verbundenen Dreier einfahren wird. Unterstützt die Mannschaft dabei! In diesem Sinne: Alle nach Düsseldorf!

Karlsbande Ultras

 
Energie Cottbus - Alemannia Aachen 1:1 15.02.12

Die weiteste Auswärtstour der Saison stand uns an diesem Spieltag bevor. Die Terminierung der DFL war erneut eine Frechheit, denn wieder mal freitags musste man diese Strecke zurück legen. Zudem wurde im Vorfeld des Spiels nicht umsonst von einem Spiel im Gefrierschrank gesprochen. Dennoch waren wir heiß wie eigentlich immer, endlich wieder unsere Alemannia zu sehen und nach vorne zu peitschen. Die Abfahrtszeit betrug 3.00 Uhr morgens und so fuhr ein voller KBU-Doppeldecker in den Osten gen Cottbus. Die Zeit verging wie im Flug und so verbrachte unsere Gruppe die Hinfahrt bei Köstlichkeiten – einen Großen Dank an die Catering Crew – und dem ein oder anderen alkoholischen Getränk in geselliger Atmosphäre. Die Fahrtdauer hatte man mit Absicht etwas großzügiger kalkuliert, um selbst bei katastrophalsten Wetterverhältnissen pünktlich in der Lausitz anzukommen. Aus schlechten Erfahrungen der letzten Jahre hatte man eben gelernt! So kam es aber, dass man aufgrund der komplikationslosen Fahrt gegen 13.00 Uhr schon 70 Kilometer vor Cottbus war. Aus diesem Grund entschied man sich, von der Autobahn abzufahren und einen netten und gemütlichen Gasthof aufzusuchen. Dieser konnte dann auch mit günstigen Preisen und einer geilen Location überzeugen. Nachdem wir, zur Freude des Inhabers, in den gut zwei Stunden Aufenthalt wohl für einen Rekordumsatz gesorgt haben, machten wir uns nun endgültig auf zum Stadion der Freundschaft. Dort angekommen verabschiedete man sich von unseren Stadionverbotlern, die netterweise im Vorfeld von Cottbussern eingeladen wurden, das Spiel unter Leidesgenossen zu verfolgen. An dieser Stelle noch mal ein dickes Dankeschön für die Gastfreundlichkeit!

Die Einlasskontrollen verliefen diesmal weitaus komplikationsloser als die Jahre zuvor, lediglich die Fahne „Gegen alle Stadionverbote“ fand nicht den Weg durch die Kontrollen, jedenfalls nicht offiziell, sodass diese erst zu Beginn des Spiels gehisst wurde. Der Rest wurde normal beflaggt und man gesellte sich zu den anderen mitgereisten Öchern. Bei frostigen -15 Grad verfolgte man gespannt das Geschehen auf dem Rasen und sah dabei im Vergleich zur Vorwoche zwei neue Gesichter auf dem Platz. Zum einen Kevin Kratz, der den gesperrten Aimen Demai ersetzte - und zum anderen Shervin Radjabali-Fardi, der den Platz des zuvor erkrankten Albert Streit einnahm. Die erste Halbzeit war gezeichnet von größeren Ballbesitzanteilen auf Seiten der Gastgeber, jedoch konnten unsere Spieler durch gewonnene Zweikämpfe überzeugen. In Halbzeit zwei startete unsere Elf in der 51. Minute mit einem wuchtigen Kopfball ins Netz und so ging wieder einmal ein Tor aufs Konto von Tobias Feisthammel. Leider konnten die Cottbusser nur zwei Minuten später durch Möhrle ausgleichen. So richtig brenzlig wurde es danach kaum noch. Letztendlich können beide Teams mit dem Punkt leben. Die Stimmung auf unserer Seite war für die Anzahl der angereisten Öcher vollkommen in Ordnung und konnte phasenweise sehr überzeugen. So war es öfters der Fall, dass der komplette Block bei den Gesängen mitzog und man sich das ein oder andere Mal Gehör verschaffte. Ein guter Mix aus brachialen Schlachtrufen und melodischen Klängen versetzte die Meute teilweise in Ekstase. Vor allem zwei neuere Kreationen fanden großen Anklang. Auch optisch gab es einen kleinen Leckerbissen. Kurz vor Beginn des Spiels gab es eine Variation aus schlichten Karoschwenkern und Doppelhaltern in Aktion. Auch während der 90 Minuten Spielzeit waren diese dezent und passend im Einsatz. Auf Cottbusser Seite kann man von einem der besseren Auftritte sprechen, auch wenn sie trotz der hohen Mitmachquote nur einige Male akustisch zu vernehmen waren. Nach dem Spiel konnte man dann endlich lautstark die SV'ler bei einer netten Pogoeinlage in Empfang nehmen. Gemeinsam trat man bei bester Laune wieder die lange Rückreise in die schönste Stadt der Welt an, welche für einige dennoch fast noch zu kurz ausfiel.

Karlsbande Ultras

 
Alemannia Aachen - FC St. Pauli 2:1 08.02.12

Wie nervig die Winterpause ohne Pflichtspielfußball ist, stellt man doch Jahr für Jahr immer wieder aufs Neue fest. Doch auch diese hat ein Ende, sodass sich bereits vor 08.00 Uhr samstagmorgens die ersten KBU´ler bei höchsteisigen Temperaturen und einem zumindest etwas wärmendem Feuerchen vor der Karlsstube trafen, bevor diese dann doch tatsächlich nach im wahrsten Sinne des Wortes gefühlten drei Stunden in der Aachener Antarktis geöffnet wurde.

In dieser wurde es Dank Heizung dann doch noch angenehmer und die Vorbereitungen für das Spiel konnten so richtig beginnen. Nachdem dann alle Fahnen, Doppelhalter, Wurfmaterialien, Trommeln sowie die Spieltags-Flugblätter transportbereit und die ersten Gespräche bei Bierchen und Wurst vor dem „Tresen“ über die am freitagabends von leider Unbekannten eingegangene Bombendrohung gegen die Auswärtsfans abgehandelt waren, zog man los Richtung Stadion. Dass man hierbei von noch mehr Unkraut als sonst begleitet wurde ist uns ein Rätsel, so beteiligen wir uns im Stadionumfeld an keinerlei Gewalt an eigenen Fans oder unterstützen gar Bombendrohungen. Dazu: Völliges Unverständnis! Dass man schon morgens um acht Uhr als Fußballfan an seiner Räumlichkeit von den Grünen quasi observiert wird hat eher was von Überwachungsstaat. Doch nun zurück zum Wesentlichen.

Seitens der Alemannia gab es nun eine an sich erst mal gute Idee, eine Stellungnahme mitsamt allen Fanclubs zu veröffentlichen, in der sich unter Anderem vom politischen Extremismus distanziert wird. Leider mangelte es an einer vernünftigen Durchführung. Auch durch eine zeitlich zu knappe Kalkulation wurde diese Stellungnahme, anstatt wie anfänglich angedacht mit uns ausgearbeitet, einzig und alleine selber vom Verein formuliert und wir sollten uns beispielsweise pro Stadionverbote, Gruppenverbote und Materialverbote aussprechen. Sorry Alemannia, dies können wir als Ultras auf keinen Fall, wir haben auch unsere Ideale und Vorstellungen, die wir nicht verraten werden und diese Maßnahmen sehen wir als nicht zielführend an! Natürlich gibt es auch wichtige Punkte, die wir sofort unterschreiben würden. So wollen auch wir uns z.B. in aller Deutlichkeit von Rassismus, Antisemitismus und jeglichem politischen Extremismus distanzieren, sowie politischen Agitatoren keine Entfaltungsfreiheit bei unserer Alemannia bieten. Dennoch stehen wir aber im Gesamtpaket nicht hinter der Stellungnahme des Vereins.

Am Stadion angekommen verabschiedeten wir unsere zu Unrecht verurteilten SV´ler und betraten nach kurzer Diskussion wegen der mitgebrachten Materialien den Innenraum. In S3 angekommen hissten wir routinemäßig neben dem Verteilen der Banderole unsere Flaggen und bereiteten alles für unser kleines, aber schickes Intro zum Einlaufen der Mannschaften vor, welches man auf den entsprechenden Spieltags-Bildern hier auf unserer Homepage bestaunen kann. Um 13.00 Uhr (das ist eindeutig zu früh!!!) pfiff Schiri Frank Willenborg dann endlich das erste Pflichtspiel 2012 für unsere Alemannia an. Da der Mitkonkurrent gegen den Abstieg FSV Frankfurt tags zuvor gewann, war es umso wichtiger, die Partie vs. FC St.Pauli für sich zu entscheiden. Einen guten Start dafür machte der einzige Winter-Neuzugang und sofortiger Startelf-Debütant Albert Streit, indem er einen Elfer nach Foul von Zambrano herausholte. Auer trat an…und drin war sie - die Pille! [14 Min.] Nicht einmal zwei Minuten später holte dann auch noch Demai zu einem herrlichen Schlenzer aus ca. 20 Metern aus und traf zum 2 zu 0. So sieht Fußball aus! Dementsprechend gut aufgelegt war die Heimkurve die erste halbe Stunde, obgleich da trotzdem noch viel Luft nach oben ist. Die Gästekurve übrigens war zwar gut gefüllt, aber für die Anzahl an „Fans“ gab es eindeutig zu wenig Kreativität in Sachen Liedgut und auch die Lautstärke war mit viel Wohlwollen unterer Durchschnitt. Scheinbar haben sich wieder einmal zahlreiche Umland-Modefans ins Aachener Stadion verirrt, die noch nicht recht wissen, dass der so oft fälschlicherweise als Kult-Klub titulierte braune Haufen in einer noch größeren Art und Weise als meist woanders von Leuten für kommerzielle und/oder politische Anliegen missbraucht und der Sport dort leider zur Nebensache wird. Das nur am Rande! Das Spiel jedenfalls ging weiter und der FCSP verkürzte vor 22.752 Zuschauern durch einen Abstauber von Boll. [37 Min.]

Nach der Pause zog Aachen sich immer mehr zurück, stand dabei allerdings in der Defensive ziemlich kompakt, sodass das Spiel weiter spannend blieb. Dementsprechend kam das Aachener Publikum in den letzten zehn Minuten noch mal etwas mehr aus sich heraus, was aber dennoch angesichts des Spielstands und nach so einer langen Zeit ohne Fußball zu wenig war. Gerade im Hinblick darauf, dass unsere Truppe da unten auf dem Acker schon mal gerne die Spiele in den letzten Minuten vergeigt. Also noch einmal tief einatmen, bei der endgültig letzten Chance für Pauli, bei einem Kopfball kurz vor unserem Torwart Waterman, der glücklicherweise daneben ging. So blieb es aber bei einem insgesamt soliden und verdienten Heimsieg gegen einen in der Tabelle höher stehenden Gegner, sodass man zu Recht noch mal endlich eine kleine Laola nach dem Spiel aus dem Petto holen konnte.

Anschließend hieß es unsere sieben Sachen zu packen und sich den Weg quer durch unzählige Bullen aus dem Stadion zu bahnen, um unsere Stadionverbotler draußen vor den Toren samt symbolträchtiger neuer SV-Fahne in Empfang zu nehmen und mit entsprechenden Parolen unseren Unmut über diesen Zustand kund zu tun. In diesem Sinne: Gegen alle Stadionverbote! Und denkt dran Jungs:

VIELE SPIELE GILT ES DURCHZUSTEHEN,
FREUNDSCHAFT UND ZUSAMMENHALT
WERDEN NIE VERGEHN!
WIR STEHEN ZU EUCH JUNGS!

Anschließend ging es wieder Mal in Begleitung von Schild-Kröten zurück zur Stube, wo bereits der Rest der Szene Aachen wartete, um mit uns gemeinsam den 20.Spieltag zu reflektieren und den rundherum gelungenen Start ins neue Fußballjahr gebührend zu betrinken. Später löste sich der Haufen dann auf und jeder fuhr mit stetig steigender Freude aufs nächste Spiel in Cottbus nach Hause.

Karlsbande Ultras

 
Auswärts: Düsseldorf 27.01.12

 
Große Spenden-Aktion nach Feuer-Katastrophe in Aachen 20.01.12

Am vergangenen Mittwoch kam es in der Lütticher Straße zu einem verheerenden Hausbrand, welcher zum Schicksal einer Aachener Familie wurde. Wir trauern um die drei Kinder, die dem Brand zum Opfer fielen. Durch nichts wird man diesen menschlichen Verlust wieder gut machen können. Der Familie und allen Angehörigen gilt unser aufrichtiges Beileid.

Als Aachener muss man gerade in schlechten Zeiten zusammen stehen und wir tun unser Bestmögliches, der Familie in den schweren Zeiten beizustehen. Zumindest beim Verlust von Hab und Gut kann ein jeder einfach unterstützend eingreifen. Mit einer kleinen Spende hilft man nicht nur finanziell, sondern zeigt auch, dass sie nicht alleine da stehen. Hier ist die Solidarität unter uns Öchern gefragt.

Die Sparkasse Aachen hat ein Spendenkonto eröffnet, auf welches finanzielle Unterstützung überwiesen werden kann:
Konto-Nr. 776666
BLZ 390 500 00 - das ist die Sparkasse Aachen
Stichwort: Brandopfer

Wer gerne persönlich spenden möchte oder Sachspenden abgeben will, kann dies jederzeit in unserer Räumlichkeit oder beim nächsten Heimspiel gegen St. Pauli bei uns am Infostand, die Spenden werden umgehend weitergeleitet.

Als Sachspenden machen z.B. Kleidungsartikel Sinn. Die Eltern (Vater – M/L, Mutter – 44/46) haben eine Tochter (Größe 146) und zwei Söhne (Größe 134, und ein einjähriger Junge).

Karlsbande Ultras